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Sind Frauen die besseren Peacekeeper? Ihr 'besonderer' Beitrag zu Peacekeeping-Einsätzen der Vereinten Nationen

Die All-Female Formed Police Unit in Liberia

Hausarbeit 2016 19 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlage
2.1 Militarisierte Männlichkeit und devaluierte Weiblichkeit
2.2 Feministische Theorieansätze

3 Peacekeeperinnen und ihr Beitrag
3.1 Der 'besondere' Beitrag, unkritisch beschrieben
3.2 Der 'besondere' Beitrag, kritisch hinterfragt

4. Peacekeeperinnen in der United Nations Mission in Liberia
4.1 Kontext der UNMIL
4.2 Die All-Female Formed Police Unit der UNMIL

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In gewaltsamen Konflikten erleiden Männer wie Frauen, Jungen wie Mädchen Gewalt und dennoch betreffen gewaltsame Konflikte Frauen und Mädchen anders als Männer und Jungen (Mazurana 2013: 4). Männliche Personen bilden die Mehrheit der Opfer direkter Kampfhandlungen, aber weibliche Personen sind oftmals gravierender von den indirekten Auswirkungen gewaltsamer Konflikte betroffen (Cockburn 2010: 105). Gerade in Gesellschaften, in denen weibliche Personen im Hinblick auf Zugang zu Kollektivgütern, Nahrung oder wirtschaftlichen Ressourcen ohnehin diskriminiert werden, verstärkt sich ihre Verletzbarkeit durch das Konfliktgeschehen und kann somit tödliche Folgen haben (Mazurana 2013: 4). Auch kommt es in gewaltsamen Konflikten zu einem erhöhten Vorkommen von sexueller Gewalt, welche vornehmlich gegen Frauen und Mädchen gerichtet ist (Mazurana 2013: 6).

Trotz der Erkenntnis, dass gewaltsame Konflikte geschlechtsspezifische Folgen für männliche als auch für weibliche Betroffene haben, wurde die Resolution 1325 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (UN) erst im Jahr 2000 verabschiedet. In dieser Resolution wird darauf hingewiesen, dass Genderperspektiven ein fester Bestandteil aller Peacekeeping-Einsätze werden müssen und der Schutz von Frauen sowie ihren Rechten und ihre Beteiligung in allen Bereichen von Frieden, Sicherheit und Entscheidungsfindung von immenser Wichtigkeit sind (Abiola/Alghali 2013: 12). Dennoch sind seit 1992 nur 9% der Verhandlungsführer_innen und nur 4% der Unterzeichner_innen von Friedensverträgen, die durch die UN ausgehandelt wurden, weiblich. Auch sind nur 3% des militärischen und nur 10% des polizeilichen Personals der UN-Peacekeeping-Einsätze weiblich (Mazurana 2013: 7-8). Die geringe Präsenz weiblicher Personen in den militärisch ausgerichteten Peacekeeping-Einsätzen - nur ein Siebtel des Personals der UN-Peacekeeping-Einsätze sind nicht militärisch (Simić 2010: 189) - zeigt auf, dass UN-Peacekeeping-Einsätze als militärisch-maskulin geprägt durch ihre aktuelle Struktur inhärent diskriminierend gegenüber weiblichen Personen sind. Diese Diskriminierung bezieht sich nicht nur auf Peacekeeperinnen, sondern auch auf die lokale Bevölkerung, da sexuelle Ausbeutung und Missbrauch der lokalen Bevölkerung durch mehrheitlich männliche, militärische Peacekeeper kein Einzelfall ist (Simić 2010: 189-191).

Auch dem Aspekt der Gleichheit der Geschlechter wird durch die aktuellen Verhältnisse und Machtverteilungen offensichtlich nicht ausreichend entsprochen.

In der vorliegenden Arbeit will ich mich deshalb mit der Fragestellung auseinandersetzen, ob Peacekeeperinnen einen geschlechtsspezifisch zugeschriebenen 'besonderen' Beitrag für Peacekeeping-Einsätze leisten können, den Peacekeeper nicht erbringen können und wie dieser sich in der Praxis am Fallbeispiel der All-Female Formed Police United der United Nations Mission in Liberia manifestierte.

Zur Beantwortung dieser Fragestellung habe ich eine umfangreiche Literaturrecherche durchgeführen, bei der ich mich weitestgehend auf fallspezifische Studien und Publikationen der Vereinten Nationen beziehen werde.

Diese Arbeit ist so gegliedert, dass ich im ersten Teil eine theoretische Grundlage unter Einbezug des radikalen Feminismus erarbeiten werde, mithilfe derer ich den geschlechtsspezifisch zugeschriebenen 'besonderen' Beitrag der Peacekeeperinnen beschreiben und kritisch betrachten werde. Anschließend werde ich diese theoretische Grundlage mit der empirischen Evidenz der Peacekeeping-Einsätze im Allgemeinen und der Un ited Nations Mission in Liberia (UNMIL) im Besonderen abgleichen und im letzten Teil meine Ergebnisse zusammenfassen.

2. Theoretische Grundlage

Um das Thema theoretisch zu erfassen, liegt es nahe, eine feministische Perspektive einzunehmen. Diese ermöglicht es, die stereotype Konstruktion von Männlichkeit als aggressiv, stark und rational und Weiblichkeit als friedliebend, fürsorglich, emotional und verletzlich (Pruitt 2013: 70) zu identifizieren und zu hinterfragen. Dies ist essentiell, denn diese komplementär konstruierten Geschlechterzuschreibungen dienen als Grundlage für die Annahmen des 'besonderen' Beitrages von Peacekeeperinnen zu Peacekeeping-Einsätzen.

Als Peacekeeper_innen werden im Folgenden diejenigen Personen bezeichnet, die in offiziellen UN-Peacekeeping-Einsätzen als Personal eingestellt werden, um in den jeweiligen Einsatzgebieten im Sinne ihrer Mandate Frieden zu etablieren.

2.1 Militarisierte Männlichkeit und devaluierte Weiblichkeit

Um die Rolle der Peacekeeperinnen analysieren zu können, ist es notwendig, Gender beziehungsweise das soziales Geschlecht zu konzipieren. Die Vereinten Nationen (UN) definieren Gender als „ socially constructed roles as ascribed to women and men, as opposed to biological and physical characteristics. Gender roles vary according to socioeconomic, political and cultural contexts, and are affected by other factors, including age, race, class and ethnicity. “ (UN 2002: 4)

Das soziale Geschlecht bezeichnet somit gesellschaftlich konstruierte Männlichkeiten und Weiblichkeiten, denen Männer und Frauen zu unterschiedlichen Graden entsprechen.

Zudem ist es notwendig, das soziale Geschlecht nicht nur als gesellschaftlich zugeschriebene Rolle zu verstehen, sondern besonders die Beziehungen zu untersuchen, die zwischen den Geschlechtern und ihren zugeschriebenen Rollen bestehen. Diese sind primär durch Macht gekennzeichnet, wobei Männlichkeit als übermächtig und Weiblichkeit als untergeordnet gilt. Diese Machtbeziehung äußert sich in Institutionen und der gesellschaftlichen Kultur und wird als Patriarchat bezeichnet. Patriarchat bedeutet im ursprünglichen Sinne, dass der Vater das Oberhaupt der Familie ist. Im hier angewandten Verständnis wird der Begriff Patriarchat weiter definiert als Herrschaft des Mannes (Cockburn 2010: 108). Dabei ist zu beachten, dass zwischen den unterschiedlichen Ausprägungen von Männlichkeit wiederum eine Hierarchie besteht. Connells Theorie der 'hegemonialen Männlichkeit' unterscheidet zwischen Männern, welche das normativ erstrebenswerte Bild von Männlichkeit erfüllen und jenen, die diesem Bild nicht entsprechen können und in der Folge marginalisiert werden (Connell 1995: 130). Dieses hegemoniale System beruht darauf, dass untergeordnete Männlichkeiten kontrolliert und marginalisiert werden und Weiblichkeiten so konstruiert werden, dass sie die hegemoniale Männlichkeit stützen (Cockburn 2010: 108).

Im patriarchalischen System wird Männern eine autoritäre, konkurrierende und aggressive Männlichkeit zugedacht. In der militärischen Ausbildung wird diese hegemoniale Männlichkeit mit Aggression und Gewalt gegen Frauen assoziiert, welche mit den Anforderungen, die im Krieg an Soldat_innen gestellt werden, übereinstimmt.

Diese Männlichkeit wird als militarisierte Männlichkeit bezeichnet (Alchin 2015: 13). Frauen hingegen wird eine unterwürfige, unterstützende und fürsorgliche Weiblichkeit zugeschrieben, die mit der Opferrolle im Krieg assoziiert wird und beschützt werden muss. Männlichkeit und Weiblichkeit werden somit in scharfem Kontrast zueinander konstruiert und konstituieren maßgeblich die militaristische Kultur, die in vielen Gesellschaften vorherrscht, wobei Männlichkeit gegenüber der Weiblichkeit favorisiert wird (Cockburn 2010: 108). Da die Aspekte Krieg, Technologie und Männlichkeit zusammengedacht werden, wird Weiblichkeit in vielen Gesellschaften devaluiert und als machtlos angesehen (Pater 1993: 98-99).

2.2 Feministische Theorieansätze

In der radikalen feministischen Theorie sind das Patriarchat und die Unterschiede zwischen den Geschlechtern konstituierende Faktoren. Der radikale Feminismus identifiziert Unterschiede zwischen Geschlechtern, welche entweder biologisch oder kulturell erklärbar sind. Diese Unterschiede sind aber nicht inhärent schlecht. Erst das patriarchalische System führt dazu, dass weibliche Eigenschaften entwertet und männliche Eigenschaften bevorzugt werden (Alchin 2015: 9). Diese Entwertung von Weiblichkeit und Glorifizierung von hegemonialer Männlichkeit ist als eines der Hauptprobleme der vorherrschenden Gesellschaftsordnungen und Kulturen zu sehen und darauf beruht die Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern. Besonders in einem militarisierten Umfeld wird diese hierarchische Geschlechterordnung deutlich (Alchin 2015: 24-25). Laut Cockburn (2010: 112) werden Soldat_innen in der militärischen Ausbildung dahingehend trainiert, dass sich Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Homophobie verfestigen und es wird versucht, alle weiblich konnotierten Charakterzüge zunichte zu machen. Deswegen könnten Frauen als Trägerinnen der weiblichen Eigenschaften eine andere Herangehensweise in der Konfliktmediation verfolgen und somit einen spezifischen Beitrag für das Militär im Allgemeinen und Peacekeeping im Besonderen einbringen (Alchin 2015: 10).

Mit Hilfe des postmodernen Feminismus kann diese Sichtweise um diskursive Elemente ergänzt werden, da dieser darauf fokussiert, wie die Ungleichheiten zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit diskursiv konstruiert werden und somit nicht festgeschrieben, sondern veränderlich sind (Alchin 2015: 10). Er geht außerdem davon aus, dass auch andere intersektionale Aspekte wie Ethnie und Klasse in die Konstruktion von Geschlechterrollen einwirken und somit auch die Hierarchien und Erfahrungen von Männern und Frauen mit Männlichkeit und Weiblichkeit untereinander stark variieren (Alchin 2015: 25).

3 Peacekeeperinnen und ihr Beitrag

Die theoretische Grundlage zeigt auf, dass das soziale Geschlecht von der Gesellschaft konstruiert wird und nicht auf jede Person in gleichem Maße zutrifft. Nicht jede Frau entspricht den Weiblichkeiten und den ihnen zugeschriebenen Eigenschaften in gleichem Maße und dies trifft auch auf Männer und Männlichkeiten zu. Auch können sich Frauen männlich konnotierte Eigenschaften aneignen und vice versa. In der Praxis werden Frauen aber dennoch aufgrund essentialistischer Annahmen über ihr Geschlecht spezifische Fähigkeiten zugeschrieben, mit denen sie die Effizienz von Peacekeeping-Einsätzen steigern können. Diese werden im Folgenden beschrieben und anschließend mit theoretischer und empirischer Evidenz kritisch diskutiert.

3.1 Der 'besondere' Beitrag, unkritisch beschrieben

Frauen werden in ihrer Funktion als Peacekeeperinnen hauptsächlich vier 'besondere' Beiträge zugeschrieben, welche sie aufgrund der ihnen zugeschriebenen weiblichen Geschlechterrolle innehaben und welche die Effizienz eines Peacekeeping-Einsatzes steigern können.

Als erster 'besonderer' Beitrag wird angenommen, dass Peacekeeperinnen zur Zivilisierung des Verhaltens ihrer männlichen Kollegen beitragen. Dieser Beitrag ist relevant, da in vielen Peacekeeping-Einsätzen Fälle von sexueller Ausbeutung und Missbrauch von Peacekeepern an lokalen Frauen und Mädchen begangen wurden (Simić 2010: 190-191). So wurde herausgefunden, dass Peacekeeper sich friedlicher verhalten, wenn sie von Frauen aus ihrer eigenen Kultur umgeben sind (Alchin 2015: 25). Das Verhalten zwischen den Peacekeeper_innen wird professioneller und es kommt zu weniger Fällen von HIV, weniger Bordellen in der Nähe von Peacekeeping- Stationen und weniger Kindern von Peacekeepern, die nach Ablauf des Einsatzes zurückgelassen werden (Pruitt 2013: 68). Aber auch im Einsatz mit Männern der lokalen Bevölkerung kann die Präsenz von Peacekeeperinnen einen beruhigenden Einfluss haben, da Frauen als inhärent friedlicher gesehen werden und dies Auswirkungen auf das Verhalten der männlichen Anwesenden haben kann (Simić 2010: 190).

Als zweiter 'besonderer' Beitrag gilt, dass Peacekeeperinnen eher in Interaktion mit der lokalen Bevölkerung treten als ihre männlichen Kollegen. Dies liegt daran, dass ihnen zugeschrieben wird, dass sie mitfühlender sind und deshalb nicht nur militärische, sondern auch zivilgesellschaftliche Aufgaben eher wahrnehmen als Peacekeeper und Kontakte und Beziehungen zur lokalen Bevölkerung, insbesondere zu lokalen Frauen aufbauen (Alchin 2015: 26). Dadurch können mehr Informationen über die lokale Bevölkerung und Kultur aggregiert werden. Auch helfen Peacekeeperinnen in höherem Maße als ihre Kollegen beispielsweise lokalen Frauen mit Kleidung und Lebensmitteln und organisieren den Aufbau von Schulen oder Aufräumaktionen (Jennings 2011: 5). Auch sind sie dadurch sensibler, Sicherheitsrisiken für vulnerable Bevölkerungsgruppen auszumachen (Onekalit 2013: 43).

Der dritte 'besondere' Beitrag, der Peacekeeperinnen zugeschrieben wird, ist, dass sie besser als ihre Kollegen auf Opfer von sexueller und geschlechtsbasierter Gewalt eingehen können. Diese Annahme beruht darauf, dass Frauen, welche Opfer solcher Gewalt geworden sind, sich eher anderen Frauen anvertrauen als Männern. Dies trifft besonders in Gesellschaften zu, in denen es als kulturelles Tabu gilt, mit Angehörigen des anderen Geschlechts über Sex zu reden (Pruitt 2013: 68). Zudem wird davon ausgegangen, dass Peacekeeperinnen sich besser in weibliche Opfer sexueller Gewalt einfühlen können, da sie Teil des gleichen Geschlechts sind und somit automatisch verständnisvoller und mitfühlender seien (Alchin 2015: 27).

Als vierter 'besonderer' Beitrag gilt, dass Peacekeeperinnen als Inspiration für lokale Frauen und Mädchen dienen. Durch die Aktivitäten der Peacekeeperinnen können lokale Frauen sich befähigt fühlen, auch einen aktiven Teil im Friedensprozess, im Sicherheitssektor und in der Politik einzunehmen (Alchin 2015: 3). Im Folgenden werde ich diese 'besonderen' Beiträge, welche Peacekeeperinnen in Peacekeeping-Einsätzen scheinbar einbringen, kritisch hinterfragen.

3.2 Der 'besondere' Beitrag, kritisch hinterfragt

Die geschilderten 'besonderen' Beiträge von Peacekeeperinnen für PeacekeepingEinsätze beruhen weitestgehend auf Annahmen, die aufgrund essentialistischer Vorstellung von Weiblichkeit und Frauen zustande kommen, die durch das patriarchale System konstruiert werden. Es gilt also, diese Annahmen mithilfe von theoretischen Überlegungen und empirischer Evidenz zu hinterfragen.

Im Bezug auf den Beitrag der Zivilisierung des Verhaltens von Peacekeepern durch die Anwesenheit von Frauen lässt sich sagen, dass es dazu nur sehr schwammige empirische Evidenz gibt (Jennings 2011: 6). So kommt es zwar zu einer Zivilisierung des Verhaltens, wenn Frauen als neu wahrgenommen werden, sobald diese allerdings länger Teil der Einheit sind, werden sie oftmals als „one of the guys“ (Alchin 2015: 53) angesehen. Der Zivilisierungseffekt ist also zeitlich begrenzt. Zudem wurde dieser Beitrag im Hinblick auf Frauen und Männern formuliert, welche aus dem selben kulturellen Hintergrund kommen. Wie es sich bei Peacekeeper_innen aus verschiedenen Kulturen verhält, wurde noch nicht ausreichend untersucht (Alchin 2015: 26). Gleichzeitig zielt dieser Beitrag darauf ab, dass Männer inhärent aktiver, aggressiver und 'unzivilisierter' gezeichnet werden - im Kontrast zu Frauen, welche als passiv, beruhigend und 'zivilisiert' gelten. Im Gegenteil streben aber nicht alle Frauen nach Frieden, genauso wie sich nicht alle Männer 'unzivilisiert' verhalten und Täter von sexueller Gewalt und Ausbeutung sind. Im militarisierten Umfeld kommt es auch immer wieder vor, dass Frauen Täterinnen von sexueller Gewalt werden (Alchin 2015: 26). Zudem kann es Peacekeeperinnen schwer fallen, Konflikte zwischen Männern - Peacekeepern oder aus der lokalen Bevölkerung - zu schlichten, da ihnen aufgrund von kulturellen Barrieren oder Infragestellung ihrer Position aufgrund von Geschlechterstereotypen kein Gehör verliehen wird (Pruitt 2013: 69).

Peacekeeperinnen gelten auch aufgrund der ihnen zugeschriebenen Weiblichkeit als mitfühlender, sodass angenommen wird, dass sie besser als ihre Kollegen mit der lokalen Bevölkerung interagieren. Es lässt sich dabei generell sagen, dass die Interaktionsmöglichkeiten mit der lokalen Bevölkerung weniger mit dem Geschlecht der Peacekeeper_innen in Verbindung zu bringen sind, sondern vielmehr durch das Mandat, welches dem Peacekeeping-Einsatz zugrunde liegt, festgeschrieben werden (Alchin 2015: 27).

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Details

Seiten
19
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668416727
ISBN (Buch)
9783668416734
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v355955
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,3
Schlagworte
Militarisierte Männlichkeit Peacekeeping Liberia Feminismus

Autor

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