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Präsentieren und Visualisieren. Welche Möglichkeiten gibt es, um Sachverhalte darzustellen?

Hausarbeit 2015 12 Seiten

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Präsentieren
2.1 Anwendungsbereich von Präsentationen
2.2 Ziele von Präsentationen

3. Lerntypen und Behaltensgrad
3.1 Verschiedene Lerntypen
3.2 Neurobiologischer Ansatz

4. Visualisieren
4.1 Warum Visualisieren?
4.2 Wie Visualisieren?
4.2.1 Medien und ihre inhaltlichen Elemente
4.2.2 Erstellung einer Visualisierung

5. Fazit

1. Einleitung

Präsentationen sind in unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Ob in der Schule und im Studium oder später in der Arbeitswelt, werden Informationen häufig durch jene Darstellung übermittelt. Aber Präsentation ist nicht gleich Präsentation! Man kann mit gutem Gewissen behaupten, dass jeder schon einmal einer misslunge- nen Präsentation beigewohnt hat. Ziel einer Präsentation ist es den Anwesenden Informationen zu vermitteln, und die behaltene Menge (Behaltensgrad) dessen zu maximieren. Umso wichtiger ist es, die Fähigkeiten zu besitzen und Methoden zu kennen, welche gelungenes Präsentieren ermöglichen. Welchen Stellenwert dabei die Visualisierung hat werde ich in diesem Assignment erarbeiten. Da es zur Visualisie- rung viele anwendbare Medien gibt, werde ich neben PowerPoint noch weiter Möglichkeiten aufzeigen.

Am Anfang der Arbeit wird das Präsentieren selbst grob skizziert werden. Hierbei soll auf die Einsatzvielfalt des Visualisierens und auf die Ziele dieser Methodik eingegangen werden. Anschließend, im dritten Teil, werden die unterschiedlichen Lerntypen aufgezeigt und unter Betracht der Neurobiologie die Auswirkungen auf den Behaltensgrad von Informationen erklärt, insbesondere durch Visualisierungen. Inwieweit man mit Visualisierungen den Behaltensgrad beeinflussen kann ist aller- dings von ihrer Qualität abhängig. Hierzu werden in Kapitel vier Eigenschaften guter Visualisierungen gezeigt und schließlich Medien zur Visualisierung dargestellt.

2. Präsentieren

2.1 Anwendungsbereich von Präsentationen

Der Anwendungsbereich von Präsentationen ist sehr umfassend, allgemein gesagt „ist eine Präsentation eine Veranstaltung, bei der ein Präsentator einem ausgewählten Teilnehmerkreis vorbereitete Inhalte vorstellt.“1 Schon früh in der Schule wird man damit konfrontiert. Bestes Beispiel ist der Vortrag eines gelernten Gedichts. Im Laufe der Schulzeit gewinnen dann nach und nach Gruppenarbeiten und Referate an

Bedeutung - all das soll uns vorbereiten auf die Arbeitswelt. Zuerst einmal benötigt man dazu genügend Selbstbewusstsein, welches eben gerade in der Schulzeit aufgebaut werden soll. In nahezu jedem Beruf ist Präsentieren mittlerweile eine Kernkompetenz geworden, deshalb ist es essentiell geübt im Präsentieren zu sein. Der Schlüssel des Präsentierens ist die Kommunikation des Referenten und seinem Gegenüber, ob verbal oder nonverbal.

2.2 Ziele von Präsentationen

Das Hauptziel einer Präsentation ist es die Zuhörer zu erreichen und in ihnen eine Wirkung auszulösen. Um dieses Ziel umzusetzen wird Gesprochenes, Visuelles und Gestik vom Referenten angewendet. Grundsätzlich kann man die Zielsetzung von Präsentationen in drei Arten unterscheiden. Meistens soll eine Präsentation einen informierenden Charakter haben, um z.B. den Mitarbeitern eines Unternehmens die Produktionsentwicklung in den letzten zehn Jahren zu zeigen. Dagegen liegt das Augenmerk im Vertrieb darauf Kunden von den Produkten zu überzeugen. Die Ab- sicht eines Chefs ist möglicherweise seine Mitarbeiter zu motivieren um somit schlussendlich die Produktivität anzukurbeln.2

3. Lerntypen und Behaltensgrad

3.1 Verschiedene Lerntypen

Unser Gehirn ist ein sehr komplexes System, das bis heute noch nicht ganzheitlich erforscht ist. Komplexe chemische und physikalische Prozesse steuern unser Gehirn und sind der Grund dafür, dass wir uns gerade am Kinn kratzen oder wir das Bedürf- nis nach Süßigkeiten haben. Das Gehirn ist unsere „Schaltzentrale“. Der Prozess des Lernens ist allgegenwärtig, da wir ständig neue Reize aufnehmen, welche von unse- rem Gehirn dann verarbeitet werden. Je nach Wichtigkeit verweilen sie für rund eine Minute in unserem Kurzzeitgedächtnis oder werden im Langzeitgedächtnis gespei- chert.3

Wie jeder einzelne Mensch am besten lernt ist von unzähligen Faktoren abhängig. Um Reize aufzunehmen benutzen wir unsere Sinne. Grundsätzlich ist aber nicht bei jedem Menschen jede Sinneswahrnehmung gleich gut ausgeprägt. Aufgrund dessen unterscheidet man verschiedene Lerntypen, dabei wird meistens zwischen drei oder vier Typen unterschieden. Im folgenden Abschnitt werden vier verschiedene Lernty- pen vorgestellt.4

Der auditive Lerntyp verinnerlicht am besten Informationen indem er sie hört, beispielsweise wenn er sich Texte selbst laut vorliest oder sie aufnimmt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder anhört.

Hingegen kann der motorische/haptische Lerntyp seine Stärken ausnützen wenn er aktiv wird. Zum Beispiel beim Anwenden von Techniken und Erlerntem.

Der kommunikative Lerntyp lernt bei Gesprächen oder Diskussionen mit anderen und begreift Dinge besonders schnell wenn sie ihm erklärt werden.

Der visuelle Lerntyp kann durch das Lesen von Texten und das Arbeiten mit Grafiken am effektivsten erlernen.

Es ist aber nicht gesagt dass man alle Menschen in vier Lerntypen unterteilen kann. Vielmehr verfügen alle Menschen über alle vier Lernarten, wobei jene Lernarten verschieden Gewicht sind. Prinzipiell ist es aber besser, Sachverhalte mit verschiedenen Ansätzen zu erlernen. Man spricht von multisensorischem Lernen.

3.2 Neurobiologischer Ansatz

Das menschliche Gehirn ist in zwei Hemisphären unterteilt, wobei die linke Hemi- sphäre für logische Operationen und das Sprechen zuständig ist, dabei ist die rechte Hirnhemisphäre für visuelle Prozesse, räumliches Denkvermögen und nicht verbales Denken zuständig.5 Aufgrund dessen werden in einer Präsentation durch das Gespro- chene und durch Visualisierungen unterschiedliche Teile im Gehirn beansprucht. Wird in einer Präsentation beispielsweise eine Grafik zur Umsatzentwicklung gezeigt und entsprechend mündlich erläutert, wird die Information mit zwei Sinnen aufgenommen. Diese Aufnahme einer Information mit mehreren Sinnen spricht meh- rere Bereiche im Gehirn an und bewirkt wiederum nachweislich eine Verbesserung des Lernens. Konkret verbessert es die Vernetzung der Nerven im Gehirn. Dadurch kann man von intensiverem Lernen sprechen, was dann auch dazu führt, dass die Erinnerung an das Erlernte erleichtert und somit der Behaltensgrad erhöht wird.6 Es konnte gezeigt werden, dass wir im Durchschnitt 20% von dem was wir Hören behalten können. Wird dieses aber wie in einer Präsentation von visuellen Eindrü- cken unterstützt dann liegt die Behaltensquote im Durchschnitt bei 50%.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Behaltensquote7

4. Visualisieren

„Der Mensch ist ein Augentier!“, diese These wurde bereits in der Fragestellung aufgezeigt. Unser Auge ist ungemein wichtig, um Dinge aufzunehmen und sich spä- ter auch wieder daran erinnern zu können. Deshalb sind Visualisierungen ein gern angewandtes und effektives Mittel bei Präsentationen. Aber nicht jede Visualisierung ist auch eine gelungene!

[...]


1 SEIFERT (1989), S. 49.

2 Vgl. SEIFERT (1998), S. 49

3 Vgl. CAMPELL; REESE (2008), S. 1450-1451

4 Vgl. POPERNITSCH (2005), S. 4

5 Vgl. CAMPELL; REESE (2008), S. 1448

6 Vgl. POPERNITSCH (2005), S. 6

7 Vergleiche SEIFERT (1998), S. 11

Details

Seiten
12
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668420557
ISBN (Buch)
9783668420564
Dateigröße
545 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v356320
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
präsentieren visualisieren welche möglichkeiten sachverhalte

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Titel: Präsentieren und Visualisieren. Welche Möglichkeiten gibt es, um Sachverhalte darzustellen?