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Die Revolution in China 1911 - Die Rolle des Westen

Hausarbeit 2002 8 Seiten

Geschichte - Asien

Leseprobe

Inhalt

1. Die Zeit vor der Revolution
1.1 Wer sind die westlichen Mächte?
1.2 Die Rolle der Mächte vor der Revolution 1911
1.2.1 Der Eisenbahnbau
1.2.2 Das Bankenkonsortium
1.2.3 Politischer Einfluss der Westmächte und Kritiken der Europäer an China
1.3 Kritik der Chinesen an den Europäern

2. Die Revolution an sich
2.1.Wie die Mächte zur Revolution stehen
2.2 Welche Auswirkungen die Mächte befürchten
2.3 Die Unterstützung der Mächte
2.4 Wie die Mächte die finanzielle Abhängigkeit Chinas nutzen

3. Kritik an den Westmächten

4. Bibliographie

Dieser Aufsatz handelt davon, wie die Europäer sich um 1911 zum Zusammenbruch der von ihnen so energisch verlangten Entwicklungspolitik und bald auch der staatlichen Strukturen in China verhalten und an welchen Zielvorstellungen sich ihr Handeln orientiert.

1. Die Zeit vor der Revolution

1.1 Wer sind die westlichen Mächte?

Die westlichen Mächte, das sind zu dieser Zeit hauptsächlich: Deutschland, Großbritannien, USA (ab 1909) und Frankreich. (Ich will sie in diesem Aufsatz der Einfachkeit halber „die Mächte“ nennen.) Sie wollen China für den internationalen Handel öffnen und konkurrieren dabei um den größten Handelsvorteil. „Die Intervention der Mächte im Boxerkrieg [hat] deutlich gemacht, dass diese keinesfalls länger bereit waren, weitere Widerstände gegen eine vollständige Öffnung des Reiches der Mitte hinzunehmen“ (Ratenhof, 169). Ab 1904 zeigen sich die ersten Neigungen in Richtung Kooperation statt Rivalität zwischen den Europäern um die Gunst Chinas. Ein Englisch-Französisches Eisenbahn-Abkommen zeigte gemeinsame Interessen [nach Edwards, 6-7].

1.2 Die Rolle der Mächte vor der Revolution 1911

1.2.1 Der Eisenbahnbau

Die westlichen Mächte geben die Anleihen für den Bau von Eisenbahnstrecken in China, weil sie von einer vielversprechenden wirtschaftlichen Entwicklung Chinas überzeugt waren und um den politischen Einfluss von Japan und Russland zu schwächen. „Neunzehnhundertelf sind etwa 40% der Eisenbahnen in direktem ausländischen Besitz, aber 93% konnten über finanzielle Beteiligungen kontrolliert werden, ebenso 84% der Schifffahrt und fast 100% der Eisen-/Stahlindustrie.(Ratenhof, 170)“ Dies hat zur Folgen, dass die Chinesen, einst ein autarker Staat, immer abhängiger von den modernen Techniken und dem Geld der Mächte werden.

1.2.2 Das Bankenkonsortium

Neunzehnhundertelf wird ein Vier-Mächte-Bank-Konsortium für die finanziellen Angelegenheiten und die Bahn gegründet. Innerhalb dessen wird auch über die Art und Höhe der „Reorganisationsanleihe“ an China entschieden. Durch die Revolution kommen 1912 Russland und Japan mit in das Konsortium, denn die vier Mächte wollen deren Alleingang verhindern und Yuan soll gleichzeitig von einer finanziellen Einheitsfront konfrontiert werden, damit er nicht zwischen verschiedenen Alternativen wählen kann und so die Mächte die alleinige Geldquelle darstellen. [Osterhammel, 224f; s.a. Edwards, 7]. Doch dem setzt sich Belgien zuwider und präsentiert sich als alternative Geldquelle. Somit können die Mächte China nicht die härtesten Kontrollbedingungen auferlegen.

1.2.3 Politischer Einfluss der Westmächte und Kritiken der Europäer an China

Die Europäer schelten den lernunfähigen Traditionalismus des inzwischen so unmodernen China. Sie wollen den Chinesen westliche Werte beibringen, und möglichst viel daran verdienen. So führen sie ihre Techniken ein und geben China finanziellen Rückhalt, bzw. machen es finanziell abhängig, denn zur Schuldentilgung gehört eine Menge mehr, als dass die Summe nur einfach zurückgezahlt wird: Die Chinesen sollen ihr Land vollständig dem Handel öffnen und den Mächten möglichst alles einfach überlassen.

1.3 Kritik der Chinesen an den Europäern

China wollte natürlich auch die Eisenbahnen und modernen Industrien der Westmächte haben, aber sie sollten von Chinesen besessen und betrieben werden, nicht von den Ausländern.

2. Die Revolution an sich

2.1.Wie die Mächte zur Revolution stehen

Die Europäer betrachten mit Sorge die Streits um die Eisenbahnpolitik in China

Sie stehen hinter der Eisenbahnpolitik [Petersson, 381] und befürchten ernste Zwischenfälle.

Offiziell bleiben die europäischen Mächte während der Unruhen neutral. Diese Neutralität ist deshalb so wichtig, weil die Mächte im Süden Chinas, wo die Rebellen dominieren, wie auch im Norden Chinas, wo die meisten Menschen immer noch Anhänger des Kaisers sind, ihre Handelszentren haben. Sie sehen den Fall der Mandschus ohne großes Bedauern, denn das System unter ihnen sei korrupt gewesen [Edwards, 158]. Die Europäer drängen einzig und allein auf eine rasche Stabilisierung der Situation, die ihnen günstige Bedingungen für den Handel garantiert [Petersson, 387].

2.2 Welche Auswirkungen die Mächte befürchten

Die Mächte befürchten, dass sich die Revolution negativ auf ihre bis hier erlangten Handelsrechte auswirkt. Frankreich und Deutschland erklären sich deshalb bereit Peking finanziell zu unterstützen. Sie tun es dennoch nicht, denn durch das Banken-Konsortium waren sie ja dazu verpflichtet zusammen mit den USA und den Briten zu agieren. Diese waren gegen eine Unterstützung des Kaisers denn sie hatten Angst sich zum Kriegsgegner der Revolutionäre zu machen. So beschließen die Mächte Darlehnen erst dann zuzulassen, wenn es eine stabile Regierung gibt.

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Details

Seiten
8
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638355995
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v35783
Institution / Hochschule
Universität Konstanz – Fachbereich Geschichte
Note
2,0
Schlagworte
Revolution China Rolle Westen China Westen

Autor

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