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Erläutern Sie Inhalt und Aktualität der Erkenntnisse von Persönlichkeiten hinsichtlich der Gestaltung einer Organisation

von Sebastian Volkmann (Autor) Gregor Meißner (Autor)

Hausarbeit 2001 23 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A) Einführung

B) Organisationstheoretische Ansätze
I) Physiologischer Ansatz
II) Bürokratisch – administrativer Ansatz
1) Bürokratische Variante
(a) Einführung
(b) Max Weber
2) Administrative Variante
III) Motivationsorientierter Ansatz
1) Human – Relations Variante
(a) Einführung
(b) Elton Mayo
2) Human – Ressource Variante
(a) Einführung
(b) Abraham Maslow
IV) Entscheidungsorientierter Ansatz
1) Formal – entscheidungstheoretische Variante
2) Verhaltenswissenschaftliche Variante
(a) Einführung
(b) Chester Irving Barnard
V) Systemorientierter Ansatz
1) Organisationssoziologische Variante
2) Kybernetische Variante
3) Soziotechnische Variante
VI) Interaktionsorientierter Ansatz
1) Organisationskulturelle Variante
2) Mikropolitische Variante
3) Transaktionskostenökonomische Variante

C) Literaturverzeichnis

A) Einführung

In der Arbeit wurde versucht Inhalte und Erkenntnisse von Persönlichkeiten hinsichtlich der Gestaltung einer Organisation darzulegen sowie sie mit bezug auf die Aktualität zu werten .

Des besseren Verständnisses halber haben wir diese Persönlichkeiten innerhalb der chronologischen Entwicklung der Organisationslehre integriert.

Da diese Arbeit gleichzeitig als Präsentation dienen soll, hielten wir es für angebracht auch andere Forschungsansätze, neben denen der Persönlichkeiten, kurz anzureißen und zu charakterisieren ,da es ohne dieses Hintergrundwissen zu Verständnisproblemen kommen könnte.

Aufgrund des begrenzten Ausmaßes der Arbeit, haben wir uns auf jeweils 2 Persönlichkeiten

der Organisationslehre konzentriert die unserer Meinung Grundlegendes innerhalb der Organisationslehre geleistet haben.

So ist Max Weber auf dem Gebiet des bürokratischen Forschungsansatzes jemand der mit seinen Erkenntnissen den Grundstein für die weitere Entwicklung der „wirksamsten Herrschaftsausübung“ legte.

So gehört auch Elton Mayo zu den Vorreitern in der Human – Relations – Bewegung, welche

sich erstmalig mit den Zusammenhängen zwischen Arbeitszufriedenheit und der Leistungsfähigkeit eines Arbeitnehmers beschäftigte.

Als nächste bedeutende Persönlichkeit erachten wir Abraham Maslow der mit seiner 5-Stufen-Motivationstheorie die bereits gesetzten Grundlagen der Human – Relations – Bewegung weiterentwickelte und verfeinerte.

Als letzte Persönlichkeit möchten wir Chester - Irving – Barnard vorstellen, der auf dem Gebiet des verhaltenswissenschaftlichen Forschungsansatzes als herausragend betrachtet werden kann und Grundlagen für die weitere Forschung auf diesem Gebiet gegeben hat.

Wir hoffen, dass unsere Arbeit in den Grundzügen ihren Vorstellungen entspricht und wünschen Ihnen ein angenehmes Lesen .

B) Organisationstheoretische Ansätze

I) Physiologischer Ansatz

Der physiologische Ansatz wird auch als Scientific Managment bzw. als Taylorismus bezeichnet und gilt als Anfang der systematischen Wissenssammlung über Organisation und Managment.

Prägend für diese Zeit waren die Auswirkungen der industriellen Revolution Ende des 19. Jahrhunderts welche sich auch im Forschungsansatz widerspiegeln.

Als Auswirkungen der industriellen Revolution sind nachfolgende Fakten zu verzeichnen.

Es erfolgte eine Mechanisierung der Betriebe sowie die Entwicklung hin zur Massenproduktion welches neue Organisationsformen erforderlich machte .

Die Art der Arbeit veränderte sich insofern das eine Entwicklung von komlexen Arbeitsabläufe hin zur monotonen Routinetätigkeit sich abzeichnete.

Aufgrund des Angebotsüberschuß auf dem Arbeitsmarkt war der Arbeitnehmer billig und der Lohn deckte gerade das Existenzminimum ab. Sofern der Arbeitnehmer Bedürfnisse hatte waren es Existenz und Sicherheitsbedürfnisse.

Der Mensch galt in der damaligen Zeit als billiger Produktionsfaktor ( instrumentaler Aspekt )

ohne höhere Bedürfnisse ( motivationaler Aspekt ) mit streng rationalem Verhalten im Sinne des „homo oeconomicus“(rationaler Aspekt).

Im Mittelpunkt des Scientific Managment stand also die Betrachtung des Verhältnis Mensch und Maschine in bezug auf die Organisation von Produktionsprozessen.

Eine Steigerung der Produktivität sollte, durch das annähern des menschlichen Wirkungsgrad an den einer Maschine erfolgen, was die Erhöhung der Arbeitsintensität bei gleichzeitiger Arbeitszeitverkürzung zu folge haben sollte.

Als Grundgedanken des physiologischen Ansatzes sind die starke Arbeitszerlegung, physiologisch richtige Arbeitsausführung, physiologisch vernünftige Arbeitszeit sowie leistungsfördende Lohnmethoden zu sehen

Als wichtigsten Vertreter und Begründer des Scientific Managment ist hier Frederick W. Taylor (1856-1915) zu nennen. Seine Erkenntnisse lösten eine weltweite Rationalisierungsbewegung aus die bis heute Aktualität besitzt. Doch sind auch negative Begleiterscheinungen des Taylorismus nicht zu leugnen welche sich in der Entwürdigung des Menschen als geistlose „Hochleistungsmaschine“, den Verlust an Verantwortungsbewußtsein, Ordentlichkeit, Disziplin sowie zunehmende Arbeitsunzufriedenheit bemerkbar machte.

II) Bürokratisch - Administrativer Ansatz

Bei diesem Ansatz wird unterteilt in die bürokratische Variante und darauf aufbauende, traditionelle betriebswirtschaftliche Organisationslehre der administrativen Variante.

1) bürokratische Variante

(a) Einführung

Die Entwicklung des bürokratischen Ansatzes erfolgte etwa zeitgleich mit dem zuvor erläuterten physiologischen Ansatz so das die Voraussetzungen was das Menschenbild betrifft gleich waren. Doch war der Forschungsansatz nicht vom Ingeneurdenken sondern vom soziologischem Denken beeinflußt. Ziel der Betrachtung war nicht die Leistungssteigerung des Produktionsbetriebes sondern das erhöhen der Effizienz innerhalb der Verwaltung durch rationalisieren der hauptsächlichen Routineaufgaben der Angestellten bzw. Beamten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(b) Max Weber

Die Theorie der Bürokratie wurde vom Soziologen Max Weber zwischen 1910 und 1920 entwickelt und prägte den Bürokratiebegriff als Idealtypus der größtmögliche Effizienz verkörpert.

Max Weber spielt innerhalb der klassischen Organisationslehre eine zentrale Bedeutung und beschäftigte sich mit der Frage der zweckmäßigen Herrschaft unter Betrachtung der Legalität. Die wesentlichste Erkenntnis der Bürokratieforschung ist die Feststellung das ein Herrscher sein Anliegen (Zweck ) nicht durchbringt ,wenn er nicht hauptsächlich durch vertikale Herrschaftsdifferenzierung für eine kontrollierte Erweiterung seiner Kapazität sorgt.

Dies bedeutet das eine begrenzte Zahl zuverlässiger an der Herrschaftswirksamkeit interessierter Personen, den Willen eines bzw. mehrerer „Herren“ vervielfältigen und durchsetzen.

Weber stellte folgende Merkmale auf die innerhalb einer Bürokratie vorkommen müssen um maximal zweckrational zu arbeiten :

- Arbeitsteilung ,welche auf funktioneller Spezialisierung beruht
- genau fixierte Autoritätshierarchie bzw. intensive und formalisierte Herrschaftsstufung
- ein System von Regeln welches Rechte und Pflichten des Positionsinhabers definiert
- ein System von Verfahrensweisen zur Bewältigung bestimmter Arbeitssituationen (standardisierte Arbeitsabläufe)
- Unpersönlichkeit der zwischenmenschlichen Beziehungen
- Beförderung und Aufstieg aufgrund fachlicher Kompetenz und so die Möglichkeit einer Laufbahn
- Prinzip der Aktenmässigkeit,
- Vorgabe und Dokumentation des Entscheidungsverhalten in allen Fällen

Webers Erkenntnis war, das sofern diese Merkmale im sozialen System verwirklicht werden von organisatorischen Seite her alles für die legitime zweckbezogende Herrschaft getan ist, um maximal rational zu arbeiten.

Aber Weber dachte bereits weiter so hatten Personalauswahl sowie die Verteilungspolitik in seinem System tragende Rollen.

Typisch für die klassische Organisationsforschung war, das Weber seine Theorien hauptsächlich von Erfahrungen aus der Praxis ableitete, obwohl es ihm nicht darum ging die Wirklichkeit zu beschreiben. Er war bestrebt um die Formulierung eines maximal zweckmäßigen Sollschemas innerhalb eines Systems. Ob dies real in dieser reinen Form auftreten soll, wie Weber sie beschrieben hat sei dahingestellt.

Das Bürokratiemodell ist bereits sehr umfangreich jedoch nicht vollständig, so vernachlässigte Weber die horizontale Herrschaftsteilung, die vertikale Arbeitsstufung sowie die extensive Fragmentierung. Bei der Programmierung unterläßt er es zwischen Instanzen- und Stellen- programmierung zu unterscheiden.

Weitere Kritikpunkte am bürokratischen Ansatz sind angebracht. So vernachlässigt Weber in seinem Ansatz das Organisationsbedingungen veränderlich sind.

Webers Theorie funktioniert solange die Umwelt statisch ist, es sich um Routineaufgaben handelt und man es mit einem autoritären, niedrig motivierten Menschen zu tun hat. Sofern man es mit einer dynamischen Umwelt, mit hauptsächlichen Problemlösungsaufgaben zu tun hat sowie mit einem sozial - motivierten Mensch, kehrt sich Webers Ansatz ins Gegenteil um und führt zu dem heut weit verbreiteten populären Begriff der Bürokratie.

So ist Gefahr der unzweckmäßigen Anwendung bürokratischer Techniken gegeben, die wie bereits erwähnt die guten Ansätze Webers ins Gegenteil verkehren:

So wird aus Präzision - Pedanterie aus Stabilität – Starrheit und aus

schriftlicher Dokumentation – Papierkrieg was im Endeffekt zur Leistungsunfähigkeit führt.

[...]

Details

Seiten
23
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638122306
Dateigröße
739 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v3613
Institution / Hochschule
Hochschule Anhalt - Standort Bernburg – Betriebswirtschaft
Note
35 von 40
Schlagworte
Erläutern Inhalt Aktualität Erkenntnisse Persönlichkeiten Gestaltung Organisation Management

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