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George Herbert Mead - Symbolischer Interaktionismus

Seminararbeit 2004 11 Seiten

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. George Herbert Mead – Kurzbiografie
2.1. Politische und gesellschaftliche Einflüsse

3. Ausgangspunkt: Die Sonderstellung des Menschen

4. Soziales Verhalten
4.1. Gebärden- bzw. gestenvermittelte Interaktion
4.2. Symbolisch vermittelte Interaktion

5. Bewusstsein

6. Identität
6.1. Aufbau der Identität

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Seminararbeit im Zuge des Proseminars „Einführung in die Soziologie“ soll die Theorie des „Symbolischen Interaktionismus“ zum Thema haben. Zunächst werde ich dazu auf den (Mit-) Begründer dieser Sozialtheorie, George Herbert Mead, eingehen und die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten seiner Zeit näher erläutern, bevor ich auf den eigentlichen Teil der Arbeit, nämlich Meads theoretische Ansätze der Verhaltensforschung, die symbolisch vermittelte Interaktion, eingehen werde. Ferner werde ich die Begriffe Bewusstsein und Identität näher erläutern und deren Aufbau schildern. Als hauptsächliche Textgrundlage liegt mir, neben einigen Auszügen aus der Encarta-Enzyklopädie, das Werk „Soziologische Theorie: Abriss der Ansätze ihrer Hauptvertreter“ von Julius Morel vor.

2. George Herbert Mead – Kurzbiografie

Mead, George Herbert (1863-1931), amerikanischer Philosoph und Sozialpsychologe. Er wurde in South Hadley (Massachusetts) geboren und studierte an verschiedenen Universitäten in Europa und den Vereinigten Staaten. Seit 1894 war er Professor an der Universität von Chicago. Mead ist ein Vertreter des amerikanischen Pragmatismus.

Meads Denken ist von der Evolutionstheorie beeinflusst worden und betont das natürliche Entstehen des Geistes und des Selbst innerhalb der sozialen Ordnung. Für Mead geht das Selbst aus einem sozialen Prozess hervor, in dem ein Wesen sich seiner selbst bewusst wird. Das Selbstbewusstsein ist das Ergebnis der Wechselbeziehung des Organismus mit seiner Umgebung, wobei die Kommunikation eine wesentliche Rolle spielt. Die Sprache ist ein Mechanismus, der die Entwicklung des Selbstbewusstseins bedingt. Auch den Geist hält Mead für ein soziales Produkt. Der Geist oder die Intelligenz ist ein Instrument, das vom Individuum entwickelt wurde, um Probleme rational zu lösen.

Zu Lebzeiten veröffentlichte der Philosoph ausschließlich Artikel. Erst nach seinem Tod erschienen seine Bücher, die auf Manuskripten und Mitschriften von Studenten beruhten. Zu den bedeutendsten Werken zählen Mind, Self, and Society from the Standpoint of a Social Behaviorist (1934, Geist, Identität und Gesellschaft) und The Philosophy of the Act (1938, Die Philosophie der Sozialität).1

2.1. Politische und gesellschaftliche Einflüsse

Im Zuge der Entwicklung seiner Theorie wurde Mead von diversen wissenschaftlichen und politischen Strömungen beeinflusst. Entscheidend waren dabei vier, und zwar Darwins Evolutionstheorie, der amerikanische Pragmatismus, der deutsche Idealismus und die behavioristische Psychologie.

Die Evolutionstheorie, die auf den britischen Naturforscher Charles Darwin (1809-1882) zurück geht, beruht auf dem Prinzip der natürlichen Selektion („survival of the fittest“), „die in einem langdauernden Prozess zu Veränderungen durch Anpassungen (Evolution) und zur Entstehung aller Lebensformen führt.“2 Aus diesem Modell Darwins übernimmt Mead vor allem die Eigenschaft bzw. die Notwendigkeit der Anpassung eines Organismus an seine Umwelt, da ein Überleben ansonsten unmöglich wird.

[...]


1 "Mead, George Herbert,"Microsoft® Encarta® 97 Enzyklopädie. © 1993-1996

2 "Darwin, Charles Robert,"Microsoft® Encarta® 97 Enzyklopädie. © 1993-1996

Details

Seiten
11
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638360593
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v36430
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
Sehr gut
Schlagworte
George Herbert Mead Symbolischer Interaktionismus Einführung Soziologie

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Titel: George Herbert Mead - Symbolischer Interaktionismus