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Entwicklung in den subsaharischen Ländern Afrikas. Analyse von Politik, Wirtschaft und Kultur

Hausarbeit 2017 16 Seiten

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Politische Perspektive Afrikas
II.I Ein vereinigtes Afrika – die Idee des Panafrikanismus
II.II Bekämpfung von Korruption in Afrika

III. Wirtschaft Afrikas
III.I Wirtschaftliche Perspektiven in der Ära der Globalisierung

IV. Soziokulturelles Erbe – Konflikte der Ethnien

IV.I Kultur und Wirtschaft

V. Fazit

VI. Literaturverzeichnis:

I. Einleitung

Im Unterricht an deutschen Schulen wird von afrikanischen Ländern südlich der Sahara meistens nur in Verbindung mit der Kolonialisierung und dem Sklavenhandel gesprochen. Man erfährt weder etwas über die Geschichte Afrikas vor dem Sklavenhandel, noch über die aktuelle wirtschaftliche, politische oder kulturelle Lage.

Wenn man von Afrika spricht, dann spricht von Armut und von dritte Weltländern und sieht die 54 unterschiedlichen Länder als ein Einziges. In meine Hausarbeit werde ich hinterfragen ob die subsaharischen Länder sich den westlichen Strukturen anpassen müssen um erfolgreich ihre Wirtschaft aufzubauen. Dabei werde ich auf die politische Entwicklung seit der Unabhängigkeit der Länder eingehen. Zentrale Themen dabei sind der Panafrikanismus und die Bekämpfung Korruption. Leider hört man kaum etwas über die wichtigen proafrikanistischen Bewegungen wie über den Panafrikanismus, man hört umso mehr über negative Tendenzen der Entwicklung in den Ländern. Wie die politischen Probleme wie zum Beispiel das der Korruption. Doch auch Korruption hat ihre Ursachen.

In dem darauffolgenden Abschnitt werde ich mich allgemein zu der Wirtschaft des subsaharischen Afrika äußern und mich mit den Perspektiven der subsaharischen Länder im Allgemeinem in der Ära der Globalisierung befassen.

Zu aller Letzt werde ich mich mit dem soziokulturellen Erbe beschäftigen und anhand von zwei Beispielen versuchen einige Eigenschaften der Gesellschaften in Afrika zu erklären. Wichtig ist es auch zu erwähnen inwiefern die Kultur sich auf die Wirtschaft auswirkt. Da ich mich nur sehr verkürzt ausdrücken kann, kann man meine Hausarbeit als eine Art Einführung betrachten, denn es ist klar, dass man auf einigen wenigen Seiten nicht die komplette Entwicklung aller 54 Länder auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene festhalten kann. In dem ich über Politik, Wirtschaft und Kultur sprechen werde, werde ich die Geschichte einfließen lassen, denn die Gegenwart der subsaharischen Länder ist das Produkt ihrer Vergangenheit.

II. Politische Perspektive Afrikas

Als die Weltmächte die afrikanischen Länder kolonialisierten, brachten sie nicht nur Unterdrückung und Ohnmacht, sondern auch ihr politisches und wirtschaftliches System. Sie ließen Infrastrukturen errichten und einigten oder zerrissen viele Völkergruppen durch Grenzen. Sie integrierten ihre Politik ohne Rücksicht auf die bereits existierenden Herrschaftssysteme der Ethnien. Das heißt auch wenn sie die Kolonien ausbeuteten, gaben sie auch viel Geld aus, um die Kolonien an die Strukturen der westlichen Welt anzupassen.

Als die afrikanischen Länder nach und nach die Unabhängigkeit erlangten, wurde die neue Politik- und Wirtschaftsform immer noch weiter praktiziert. Man erwartete, dass die Stärke der afrikanischen Wirtschaft vor der Wirtschaft Asiens und nach der Wirtschaft osteuropäischer Länder sich einordnen ließe. Doch die Erwartungen wurden nicht bestätigt. Die fremden politischen und wirtschaftlichen Institutionen konnten nicht von der afrikanischen Bevölkerung gänzlich übernommen werden und mussten weiterhin von ehemaligen Kolonialbeamten fortgeführt werden (siehe: Schroeder 1999), da es noch nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte von der Seite des Afrikas gegeben hatte.

Auch heute noch nimmt man wahr, dass Afrika Schwierigkeiten hat sich den westlichen Strukturen anzupassen. Léopold Sédar Senghor erwähnte einmal: „ Als hätten die europäischen Staaten, darunter Frankreich, zu ihrem Aufbau nicht ein paar Jahrtausende gebraucht.[…]“1

Wenn man über die Politik afrikanischer Länder recherchiert, dann bemerkt man, dass die politische Entwicklung nicht ohne die wirtschaftliche stehen kann. Man hört viel von Staatsputschen, Korruptionen, Rebellionen und Protestaktionen. Man erfährt des Öfteren von dem „Ein-Parteien-Staat“.

Viele Wissenschaftler lieferten schon interessante Interpretationen zu der politischen Instabilität in den subsaharischen Ländern, wie zum Beispiel Franz Fanon2 in seinem Werk „Die Verdammten der Erde“. Dort weist er auf eine „wahre“ und eine „falsche“ Entkolonialisierung hin. Seiner Meinung nach ist die Unabhängigkeit, als keine zu bezeichnen, wenn die alten Positionen der Kolonialbeamten in der Regierung durch Afrikaner übernommen werden und man die kolonialen Staatsstrukturen beibehält. Wenn man also über die Politik der Länder südlich der Sahara spricht, kann man die Geschichte der Kolonialisierung dabei nicht ausblenden.

Wie bereits erwähnt, wurde bei der Einführung des westlichen Herrschaftssystems keine Rücksicht auf das bereits existierende System genommen, weil man davon ausging, dass es keines gab. Denn als man den afrikanischen Kontinent erforscht hatte, suchte man nach einem Standard wie es den in Europa gab. Viele der afrikanischen Völker unterschieden sich aber von den europäischen. Dadurch, dass sie Nomadenvölker waren. Die Ursache dafür waren die klimatischen Bedingungen, die sich sehr von den europäischen unterschieden. Durch die nomadenhafte Lebensweise entstanden wenige Staaten, die politische Strukturen entwickeln konnten. Der Grund für das Nomadenleben war das Aufkommen von fruchtbaren Erdboden, denn in weiten Teilen Afrikas war nur eine dünne Humusschicht aufzufinden. So zogen die Völker also weiter sofern die Erde zu wenig hergab. (siehe. Schroeder 1999).

Es entstanden also keine Machtzentren sondern, Herrschaftsbereiche die sich mal ausdehnten oder zusammenzogen. Es entwickelten sich drei Herrschaftsformen, zwischen denen es fließende Übergangstufen gab: die Anarchie, die Häuptlingsgesellschaften und die Hegemonien. Unter Anarchien zu verstehen sind, Herrschaftsformen die keine hierarchisch gegliederte politische Struktur aufweisen. Als Häuptlingsherrschaften wird eine Herrschaftsform bezeichnet in der eine Familie ein großes Ansehen genießt und eine Herrschaft ausübt. Hegemonien bestanden aus Herrschern oder herrschenden Gruppen, die eine strukturierte Verwaltung, Armeen und Systeme der Besteuerung besaßen (siehe: Schroeder 1999).

II.I Ein vereinigtes Afrika – die Idee des Panafrikanismus

Der Anfang des Panafrikanismus findet seine Kraft in zwei Bewegungen. Die erste Bewegung war der Widerstand schwarzer Arbeiter und Soldaten und Intellektuellen die gegen die Rassenhierarchie und Ausbeutung kämpften. Die zweite Bewegung war der Wunsch am Weltgeschehen teilzuhaben und das Potential im kulturellen, politischen und sozialen Sinne zu verwirklichen. Immanuel Geiss einen Proto-Panafrikanismus bereits im ideologisch untermauerten Widerstand gegen Sklaverei und Rassenhierarchie im 18. Jahrhundert, der sich vor allem in Agitation und aufständischer Gegenwehr gegen Arbeitsbedingungen und Ungerechtigkeiten zeigte (siehe: Geiss 1968).

Allerdings kann man kein genaues Datum als Anfang des Panafrikanismus nennen. Man verfiele auf die Datierung von Einzelereignissen wie Kongressen, Buchveröffentlichungen oder Aufständen, die nur die Wegbereiter des Panafrikanismus waren (siehe: Thompson 1969). Das liegt daran, dass der Panafrikanismus stets zugleich ein politisches Programm und ein Zukunftstraum war und dass seine Akteure sich über viele Nationen und Kontinente verteilten, ihren Wirkungsort wechselten und vergleichsweise wenige schriftliche Quellen hinterließen.

Das Ziel des Panafrikanismus war es nicht nur unterdrückerische Zustände zu bekämpfen, sondern der Wunsch ein vereinigtes Afrika zu schaffen und darüber hinaus alle Afrikaner (auch die Nachfahren von Sklaven in Amerika oder auf den karibischen Inseln) zu verbinden. Es ging also nicht nur um bessere Lebensbedingungen oder rassische Gleichbehandlung. Panafrikanisten versuchten auch, die unter Weißen verbreitete Ansicht zu widerlegen, Afrika sei politisch unorganisiert, inaktiv und unfähig sowie ein weitgehend geschichts- und kulturloser Kontinent (siehe: Makonnen 1973). Eben diese Besonderheit erklärt die Führungsrollen Intellektueller im Panafrikanismus und macht deren engagierte Beteiligung so bedeutend.

Auch wenn durch den Panafrikanismus die „Organisation de l'unité africaine“ ins Leben gerufen wurde, scheiterte die Bewegung. Einer der Gründe war die Angst einiger Staaten ihre neu erlangte Souveränität in einer größeren Union zu verlieren. Aber auch die Konflikte innerhalb ethnischer Gruppen, der Kampf um die Führungsposition und die damalige weiße politische Minderheit (zum dem Zeitpunkt wurde die Apartheid noch nicht abgeschafften), verhinderten den Zusammenschluss der afrikanischen Länder (siehe Tsambu Bulu 2003).

II.II Bekämpfung von Korruption in Afrika

Die Korruption ist mittlerweile ein allgegenwärtiges und alltägliches Phänomen, von dem nicht nur schwach entwickelte Staaten betroffen sind. „Corruption is negatively associated with developmental objectives.“1 Die Häufigkeit und Stärke der Korruption variiert von Land zu Land auf dem afrikanischen Kontinent. Von selten, wie zum Beispiel in Botswana, zu verbreitet wie in Ghana und zu systematisch wie in Nigeria (siehe: Hope u. Chikulu 2000). Die Korruption hat aber zerstörerische Ausmaße in Afrika erreicht und beeintrechtigt die Entwicklung vieler Länder. Doch der Maßstab an Korruption in den afrikanischen Staaten, weist darauf hin, dass etwas nicht richtig funktioniert. Institutionen die errichtet wurden um die Beziehung zwischen dem Staat und den Bürgern zu regulieren, werden stattdessen für Eigeninteressen genutzt. (siehe Hope u. Chikulu 2000).

Aufgrund von diesem Zustand befassen sich die Entwicklungsorganisationen in den subsaharischen Ländern stark mit der Bekämpfung von Korruption. Das erkennt man an den zunehmenden Strategiepapieren und Konferenzen. Einer der wichtigsten Organisationen die um 1993 gegründet wurde, ist die „Transparency International“ Organisation. Der Begründer, Dr. Peter Eigen, Weltbankdirektor für Ostafrika schloss sich mich einigen Freunden und Gleichgesinnten zusammen um diese Organisation in Berlin ins Leben zu rufen, die unabhängig und international gegen die Korruption kämpfen sollte. Ihr Ziel ist es: „Transparency International will das öffentliche Bewusstsein über die Schädlichkeit von Korruption schärfen und dadurch zu deren Ächtung beitragen. Staatliches Handeln soll transparent, kontrollierbar, verlässlich und unbestechlich sein und niemanden ungerechtfertigt bevorzugen.“2 So verhilft auch TI zu Gründung von Organisationen die zur Transparenz und Kontrolle des Staates verhelfen.

Allerdings gibt es keine schnellen Lösungen für das Problem der Korruption. „Controlling or reducing corruption requires a long-term stragedy[…].”3 Doch Viele subsaharischen Länder haben schon einige Projekte entwickelt und der Korruption den Kampf angesagt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Daten bezogen aus: Stephen P.Riley, Western Policies and African Realities. The New Anti-Corruption Agenda, aus Corruption and Development in Africa 2000 (Hope and Chikulo), S. 154)

III. Wirtschaft Afrikas

Da die Politik und die Wirtschaft in Afrika nicht zu trennen sind, kann man sich bei instabilen politischen Strukturen auch keine stabile Wirtschaft erdenken. Das Problem des wirtschaftlichen Wachstums hat zwar viele Gesichter, aber das größte Problem liegt wohl an der ursprünglichen Überzeugung der Staat müsse die Wirtschaft lenken. Die Ursachen für den viel zu langsamen Entwicklungsprozess der Wirtschaft sind sehr kompliziert und auf viele Ebenen zurück zu führen. Wie bereits erwähnt liegt es zum Teil an der politischen Instabilität. In der Zeitspanne von Juli 1962 bis Mai 1991, gab es insgesamt 62 gewaltsame Regierungswechsel, verursacht durch Putsch, Bürgerkrieg oder nach einem zwischenstaatlichen Krieg (siehe: Schroeder 1999). „Es ist evident, daß ein dermaßen hohes Maß an politischer Instabilität kein günstiges Umfeld für wirtschaftliche Entwicklung bietet.“1

Es wurden nicht die richtigen Maßnahmen getroffen um die Wirtschaft zu stabilisieren, wozu hohe Haushaltsdefizite und hohe Konsumausgaben der Regierung beitrugen. Ab 1970 stieg die Verschuldung des Kontinents in den folgenden zwei Jahrzehnten um das Neunzehnfache, sodass Afrika zur verschuldeten Region der Welt wurde (siehe Schroeder 1999).

Doch was kann man tun um die Wirtschaft anzukurbeln?

Eine Reform in der Landwirtschaft muss her. „[…] Anders als notwendig entwickelten sich jedoch die Landwirtschaft in Afrika schlechter als sonstige Wirtschaftsbereiche. […] von 1965 bis 1980 wurde nur ein landwirtschaftliches Wachstum von 2% im Jahr gemessen. Es war damit geringer als das Bevölkerungswachstum zu dieser Zeit. In den Jahren von 1981 bis 1985 fielen die Zuwachsraten sogar auf 0,6 % im Jahr.“2

Das Wachstum diesen Bereichs hängt damit zusammen, dass Rechte und Besteuerungen nicht im Sinne der Bauern formuliert sind. Die Besteuerung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse lag zu dem Zeitpunkt (1999) bei 70% höher als die der Bauern in Entwicklungsländern und anderen Regionen der Welt (siehe: Schroeder 1999). Ein weiteres Problem stellte der Wandel der Landrechte dar. Mit dem Bevölkerungswachstum wurde das Land logischerweise immer rarer. Und der Anspruch auf Land als Besitzt wurde von den Gesetzen nicht deutlich genug ausformuliert. Nicht nur im landwirtschaftlichen Bereich sind Restrukturierungsmaßnahmen nötig, sondern auch in der Führung von staatlichen Betrieben. Dabei gab es zwei Optionen: Sogenannte nicht strategische lebensfähige Betriebe zu privatisieren und die als nicht lebensfähig eingeschätzte Betriebe sollten geschlossen werden. Die strategischen Betriebe wie Dienstleister der Kommunikation oder öffentlichen Transports wurden nicht veräußert, obwohl diese Betriebe großen Verlust machten und zur Ursache vieler wirtschaftlicher Probleme wurden. Insgesamt wurden nur wenige Betriebe im Rahmen der Restrukturierungsreform privatisiert. Die potenziellen Käufer wurden nicht durch erleichterte Lebensbedingungen des Betriebes, wie zum Beispiel: Steuernachlässe, Erlaubnis zu zollfreien Importen, tarifärer Zollschutz, erleichterten Zugang zu Krediten usw. angeworben. (siehe Schroeder 1999)

Doch auch vor der Verschuldung, arbeiteten die Finanzsysteme der subsaharischen Länder mangelhaft. Die Aufgabe des Finanzsektors, sprich der Banken ist es zum wirtschaftlichen Wachstum beizutragen, Ressourcen zu mobilisieren und Kredite zu ermöglichen, damit Investments getätigt werden können. Allerdings scheiterten die Banken, da sie viel zu teure Dienstleistungen anboten und kein funktionierendes Verwaltungssystem besaßen (siehe Schroeder 1999). Dadurch, dass die meisten Banken unter den Besitzt des Staates standen, konnte auch keine Konkurrenz existieren, was wiederum zu Problemen des wirtschaftlichen Wachstums führt.

Eine weitere Ursache am mangelndem wirtschaftlichem Wachstum ist die Armut im Zusammenhang mit schlechter Ausbildungsmöglichkeit. Da das Ausbildungswesen noch sehr unterentwickelt in vielen subsaharischen Ländern ist, entstehen auch keine reellen Aufstiegschancen der dort Ausgebildeten. Dabei ist bekannt, dass Investitionen im Bereich der Bildung erhebliche soziale Erträge erbringen.

Wie Schroeder feststellt: „Um jedoch die Effizienz eines ganzen afrikanischen Wirtschaftssystems zu bessern, bedarf es einen langen Zeitraum.“1

III.I Wirtschaftliche Perspektiven in der Ära der Globalisierung

Wenn man von der Globalisierung spricht, dann spricht man von der freien Marktwirtschaft, neuen Märkten, Chancen aufzusteigen etc. Die subsaharischen Länder finden aber keinen Zugang zum kapitalistischem System, denn heute noch weisen die Exportprodukte die typischen kolonialen Muster auf, das bedeutet, dass die landwirtschaftlichen und mineralischen Rohstoffe als einzige Exportgüter dominieren. Auch wenn man viel von Ressourcenreichtum einiger subsaharischen Länder, wie zum Beispiel Nigeria, hört, hat dieses keinen für keinen großen Aufschwung in dem wirtschaftlichen Wachstum gesorgt.

Ein möglicher Grund dafür wäre die Veruntreuung von Geldern, womit wir zurück zur Korruption und dem instabilen politischen System kommen.

Dadurch dass die Politik und Wirtschaft der subsaharischen Ländern instabil wirkt, gibt es auch wenige bis keine direkte Investitionen aus dem Ausland. Zwar bemühten sich nach dem Ende des Ost-West-Konflikts viele afrikanische Länder darum, ausländische Investoren ins Land zu holen, doch aufgrund der gewaltsamen Konflikte, der begrenzten Größe der Märkte, gravierenden Infrastrukturdefiziten und der unsicheren Rechtslage führte dies bisher zu keinem Investitionsboom in Afrika (siehe Tetzlaff 2005).

Ob man von Chancen der Globalisierung sprechen kann ist ohne Zweifel fraglich, denn es sind insgesamt mehr als 50 Länder im vergangenen Jahrzehnt ärmer geworden als zuvor. Hiervon sind zum größten Teil Länder des subsaharischen Afrikas und Südasiens betroffen (siehe: Schirm 2004).

Zusammenfassend haben die subsaharischen Länder Einiges gemeinsam wie: eine hohe Anzahl von Menschen, die in Armut leben; eine hohe Auslandsverschuldung; eine einseitige Außenhandelsstruktur; eine immer noch geringe Anzahl an ausländischen Direktinvestitionen; gewaltsame Konflikte; Korruption und Kriege sowie ein sehr niedriges Bildungsniveau.

[...]


1 Léopold Sédar Senghor, Vorwort zu Politische Perspektiven Afrikas von John. J. Vianney S.4

2 Fanon, Frantz, „Les Damnés de la Terre“, Paris 1961, dt. Ausgabe: rororo Hamburg, 1969

2 Ras Makonnen: „Pan-Africanism from within – as recorded and edited by Kenneth King“, Oxford University Press, Nairobi 1973, S. 13

1 Kempe Ronald Hope,Sr and Bornwell C. Chikulo, Corruption and Development in Africa 2000, S. 1

2 Transparency International: Wer sind wir? Unter: http://www.ti-deutschland.de

3 Stephen P.Riley, Western Policies and African Realities. The New Anti-Corruption Agenda, aus Corruption and Development in Africa 2000 (Hope and Chikulo), S. 154

4 “Good Governence”, wird als gute Regierungs- oder Staatsführung verstanden. „Good Governance ist transparent, effektiv und legt Rechenschaft ab. Sie beteiligt die gesamte Bevölkerung und berücksichtigt die Meinung und die Bedürfnisse von Minderheiten und Schwachen. Alle Bürgerinnen und Bürger werden mit den notwendigen öffentlichen Gütern und sozialen Dienstleistungen versorgt.“ - http://www.bmz.de/de/themen/goodgovernance/

1 Ansprenger, Franz, Politische Geschichte Afrikas im 20. Jahrhundert 1992, S 181

2 Schroeder, Rudolf, Konfliktbewältigung, soziokulturelles Erbe und wirtschaftlicher Fortschritt 1999, S. 157-158

1 Schroeder, Rudolf, Konfliktbewältigung, soziokulturelles Erbe und wirtschaftlicher Fortschritt 1999, S. 159

Details

Seiten
16
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668461710
ISBN (Buch)
9783668461727
Dateigröße
709 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v367754
Institution / Hochschule
Universität Bremen – Ethnologie Institut Bremen
Note
1,0
Schlagworte
Afrika Entwicklung Kulturwissenschaften Politik Wirtschaft Sedar Senghor Französisch Globalisierung Afrique Sahara Mondialisation Politique Histoire

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Titel: Entwicklung in den subsaharischen Ländern Afrikas. Analyse von Politik, Wirtschaft und Kultur