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Capital Asset Pricing Model. Ermittlung von Kapitalkosten

Seminararbeit 2017 27 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Anlagenverzeichnis.. II

Symbolverzeichnis.. III

1. Einleitung.. 1

2. Grundlagen des Capital Asset Pricing Models.. 1

2.1 Der vollkommene Kapitalmarkt.. 1

2.2 Die Portfolio-Theorie nach Markowitz.. 2

3. Herleitung und Anwendung des Capital Asset Pricing Models.. 5

3.1 Die Kapitalmarklinie.. 5

3.2 Die Wertpapiermarklinie.. 8

3.3 Fallbeispiel zur Veranschaulichung.. 10

3.4 Anwendungsmöglichkeiten des Capital Asset Pricing Models.. 12

4. Fazit.. 13

Anlagen.. 14

Literaturverzeichnis.. 22

1. Einleitung

In der Investitions- und Finanzierungstheorie existieren verschiedene Modelle, Eigenkapitalkosten bei Unsicherheit zu bestimmen, die von hoher Bedeutung für die Bewertung von Unternehmen und Investitionen sind. Die vorliegende Seminararbeit erklärt unter kapitalmarkttheoretischen Überlegungen das Capital Asset Pricing Model (CAPM), eines der bekanntesten Modelle um die Eigenkapitalkosten zu ermitteln. William F. Sharpe, John Lintner, Jan Mossin und Jack L. Treynor entwickelten unabhängig voneinander das Modell in den 60er Jahren. Die theoretische Basis für das CAPM bilden die von Harry M. Markowitz in den 50er Jahren entwickelten Portfoliotheorien.

Das CAPM ist ein Kapitalmarktgleichgewichtsmodell, mit dem es möglich ist, Risiko bei der Investitionsentscheidung einzubeziehen, ohne Behauptungen über Risikopositionen eines Investors treffen zu müssen. Es kann verdeutlicht werden, welche Rendite Investoren für Übernahme von Risiko erwarten können, wenn ein Kapitalmarktgleichgewicht herrscht.

In dem folgenden Kapitel beschäftigt sich die Arbeit mit den Grundlagen und Prämissen des Modells. Im Anschluss bildet die Herleitung und Anwendung des CAPM den Schwerpunkt der Arbeit. Veranschaulicht wird dies durch ein Fallbeispiel. Zuletzt werden die zentralen Aussagen des Modells zusammengefasst und kurz diskutiert.

2. Grundlagen des Capital Asset Pricing Models

2.1 Der vollkommene Kapitalmarkt

Der vollkommene Kapitalmarkt ist für viele Modelle der Investitions- und Finanzierungstheorie eine grundlegende Annahme, so auch für das CAPM. Es sind bestimmte Bedingungen erforderlich, die im Folgenden einzeln aufgezählt und in der Anlage 1 näher erläutert werden: [1]

1) Marktzugang ist frei und alle Marktteilnehmer besitzen vollständige Markttransparenz. [2]

2) Alle Wertpapiere sind beliebig teilbar und es existieren keine Transaktionskosten und keine mengenmäßigen Handelsbeschränkungen. [3]

3) Steuern, die auf Einkünfte aus dem Handel mit Wertpapieren erhoben werden, werden symmetrisch besteuert und hängen nicht von individuellen Gegebenheiten ab. [4]

4) Es gibt sichere Anlage- und Verschuldungsmöglichkeiten, die unbegrenzt zur Verfügung stehen. [5]

5) Es herrscht eine atomistische Marktstruktur. [6]

6) Alle Marktteilnehmer handeln rational und haben homogene Erwartungen bezüglich der künftigen Zahlungen aus den Wertpapieren. [7]

Der reale Kapitalmarkt besitzt zwar keine dieser Annahmen, es herrscht also ein unvollkommener Kapitalmarkt in der Realität, trotzdem sind die Bedingungen des vollkommenen Kapitalmarkts aus Gründen der Vereinfachung geeignet. [8] Mit der Schilderung des vollkommenen Kapitalmarkts wurde das theoretische Fundament der Portfolio-Theorie nach Markowitz geschaffen, welche wiederrum die theoretische Grundlage des CAPM ist. [9]

2.2 Die Portfoliotheorie nach Markowitz

Harry M. Markowitz modernisierte in den 50er Jahren die Portfoliotheorie, und lieferte erstmals einen quantitativen Versuch, die Vermögensallokation von privaten Anlegern zu optimieren. [10] Basis der Theorie ist die Erkenntnis, dass durch eine intelligente Zusammensetzung von risikobehafteten Wertpapieren, also durch Bildung von sogenannten Portefeuilles, Vorteile gegenüber isoliert gehaltenen Wertpapieren entstehen, da sich die Risiken der Wertpapiere im Portefeuille gegenseitig beeinflussen, und so das Risiko reduzieren können (Risikostreuung). [11] Im Wesentlichen untersucht die Theorie dabei, wie die optimale Mischung der im Portefeuille enthaltenen Wertpapiere hinsichtlich der beiden Parameter Risiko und Rendite rational ermittelt werden kann. [12]

Neben den Annahmen des vollkommenen Kapitalmarkts (siehe 2.1) unterstellt das Modell, dass sich die Anleger risikoavers und rational verhalten, was bedeutet, dass sie bei gleicher erwarteter Rendite die Alternativen bevorzugen, die ein kleineres Risiko aufweisen bzw. bei gleichem Risiko eine höhere erwartete Rendite versprechen. Außerdem geht man von einem Betrachtungszeitraum von einer Periode aus. [13]

[...]


[1] Vgl. Erläuterungen der Annahmen des vollkommenen Kapitalmarkts in Anlage 1

[2] Vgl. Diedrich, R. / Dierkes, S. (2015), S.38f.

[3] Vgl. Diedrich, R. / Dierkes, S. (2015), S.38.

[4] Vgl. Ebd., S.38.

[5] Vgl. Ebd., S.39.

[6] Vgl. Gleißner, W./ Füser, K. (2014), S.43.

[7] Vgl. Diedrich, R. / Dierkes, S. (2015), S.39.

[8] Vgl. Hölscher, R. (2010), S.20.

[9] Vgl. Schäfer, H. (2005), S.311.

[10] Vgl. Gondring, H./ Zoller, E./ Dinauer, J. (2003), S.27.

[11] Vgl. Schmidt, R./ Terberger E. (1997), S.311.

[12] Vgl. Gondring, H./ Zoller, E./ Dinauer, J. (2003), S.27.

[13] Vgl. Schmidt, R./ Terberger E. (1997), S.314.

Details

Seiten
27
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668468610
ISBN (Buch)
9783668468627
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v368463
Institution / Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,7
Schlagworte
capital asset pricing model ermittlung kapitalkosten

Autor

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Titel: Capital Asset Pricing Model. Ermittlung von Kapitalkosten