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Über die sozialen und Fürsorgetätigkeiten Marianne Webers im Ersten Weltkrieg im Kontext des Nationalen Frauendienstes des Bundes Deutscher Frauenvereine

Seminararbeit 2012 42 Seiten

Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bund Deutscher Frauenvereine
2.1 BDF
2.2 Die Einstellung des BDF zum Krieg
2.3 Frau und Krieg aus der Sicht des BDF
2.4 Nationaler Frauendienst

3. Marianne Weber in und um den BDF und ihre Aktivitäten im Nationalen Frauendienst

4. Hintergründe - Marianne Webers Sicht auf den Krieg und die Funktion der Frau im Krieg aus ihrer Sicht

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturliste

1. Einleitung

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, aufzuzeigen, welche Einstellung die bürgerliche Frauenbewegung, deren Repräsentant der Bund Deutscher Frauen gewesen ist, dem Krieg – konkret: dem Ersten Weltkrieg – gegenüber hatte. Weiterhin ergibt sich dabei die Frage, in welcher Einstellung zu Staat und Militär, also den kriegführenden Institutionen, sie sich befunden hat. Welchen Sinn erfüllte der Krieg aus ihrer Sicht? Zu welchen Aktivitäten ihrerseits hat er geführt und wie sind diese, sofern sie nicht bloßer Selbstzweck waren, begründet, was haben sie sich von ihren Tätigkeiten und vom Krieg selbst erhofft? In welchen frauenpolitischen Kontext ordnete die bürgerliche Frauenbewegung diese ihre vom Nationalen Frauendienst ausgeführten Aktivitäten ein? Welche Funktion hatte, ihrer Ansicht nach, die Frau im Krieg?

Da die Ausführungen sich notgedrungen auf der Königsebene bewegen werden, sollen jene Fragen hier am Beispiel zweier Vertreterinnen und Funktionärinnen der deutschen bürgerlichen Frauenbewegung dargestellt und verglichen sein. Die Frage, ob sich hinsichtlich des Bildes, das sich Marianne Weber und Gertrud Bäumer vom Krieg gemacht haben, trotz deren unterschiedlicher Lebenskonzeption Gemeinsamkeiten entwickelt haben, die als symptomatisch für die bürgerliche Frauenbewegung gelten können, soll hier beantwortet werden.

2. Der Bund Deutscher Frauenvereine

Um die rechtliche Lage der Frau um 1900 annähernd einschätzen zu können, ist es notwendig, die durch die Industrialisierung zustande gekommenen Umwälzungen, die die Familiensituation sämtlicher Schichten betraf und veränderte, in die Betrachtung einzubeziehen. Zu diesen zählen: der Wandel der Familie von der Produktions- zur Gütergemeinschaft, die Trennung von Privatsphäre und Öffentlichkeit (und mit ihr das Zuordnen von Privatheit zum weiblichen, von Öffentlichkeit zum männlichen Bevölkerungsanteil) und damit der Ausschluss von ehemals sehr wohl (außer in Haushalt und Familie z. B. in der Landwirtschaft, im familialen Handwerksbetrieb, …) arbeitenden Frauen aus der Öffentlichkeit. Zudem schrumpfte die bürgerliche Familie in der Anzahl ihrer Köpfe. Aus all diesen Faktoren ergab sich die für weibliche, unverheiratete Angehörige der bürgerlichen Schicht prekäre Lage, nicht mehr wie früher, von der Herkunftsfamilie versorgt zu werden, aber sich den eigenen Lebensunterhalt (in der Zwischenzeit zwischen Schulabschluss und angestrebter Heirat) auch nicht durch Erwerbstätigkeit sichern zu können. Durch die zahlenmäßige Zunahme dieser Bevölkerungsgruppe (durch späteres Heiratsalter, zunehmende Ehelosigkeit, …) lediger Frauen verschärfte sich die Situation zusätzlich. Eine Berufsausbildung, uneingeschränkte Bildungsmöglichkeiten oder auch die Realisierung des Wunsches, einen anderen Beruf als den der Lehrerin, Gesellschafterin oder Gouvernante zu ergreifen, war ihnen nicht vergönnt. Die meisten betätigten sich in der heimlichen Heimarbeit, die als nicht standesgemäß angesehen wurde (allerdings nötig war, um den Lebensstandard zu sichern und außerdem die Löhne der proletarischen in der Textil- und Textilfertigungsbranche tätigen Frauen drückte). Von den bürgerlichen unverheirateten Frauen wurde es als unerträglich empfunden, nicht zum Lebensunterhalt beitragen zu dürfen, aber auch dem untätigen Dasein frönen zu müssen und sich in der Persönlichkeitsentwicklung als gehemmt zu erleben. Bei den proletarischen Frauen hingegen hatten sich zunächst die Männer der arbeitenden Tätigkeit ergeben, bald allerdings wurden die Frauen durch drohende Armut ebenso gezwungen, einer Erwerbsarbeit nachzugehen, wobei die ihnen zukommenden Löhne tendenziell bei der Hälfte des Männerlohns lagen (selbst für die gleiche Tätigkeit) und durch fehlende oder mangelhafte Schutzbestimmungen, überlange Arbeitszeiten etc. ein Ausbeutungsverhältnis kreiert wurde. Den unverheirateten bürgerlichen Töchtern, die gerne arbeiten wollten, aber nicht durften, stand also ein Heer Proletarierinnen, die arbeiten mussten, und zwar zu geringen Löhnen und bei sehr hoher Stundenzahl unter teilweise gesundheitsgefährdenden Bedingungen, gegenüber. Weiterhin tätig waren Frauen im Handel, als Dienstboten, im Gewerbe und in der Landwirtschaft. Gehemmt waren Frauen durch das erst 1908 aufgehobene Preußische Vereinsgesetz, dass ihnen seit 1850 den Vorsitz und die Mitgliedschaft in einem Verein oder auch nur die Teilnahme an dessen Sitzungen verboten hatte. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch war die Frau dem Ehemann rechtlich untergeordnet und konnte nicht mehr frei über ihr Vermögen verfügen. Unehelichen Kindern gegenüber bestand von Vaterseite aus rein rechtlich betrachtet kein Verwandtschaftsverhältnis; Prostitution war staatlich geduldet (ja, ganz verhaftet in der sexuellen Doppelmoral des Kaiserreiches, zugleich gefördert, kontrolliert und (auf Seiten der Prostituierten) diskriminiert). Vom Recht auf politische Teilhabe waren sie vollkommen ausgeschlossen.[1]

Vier Gruppen von Frauen lassen sich ergo um diese Zeit grob unterteilen: die unverheirateten bürgerlichen Töchter ohne Recht auf Arbeit (unter der Prämisse, ledig zu bleiben allerdings mit dem Recht, Lehrerin, Gouvernante oder Gesellschafterin zu werden), die in Handel, Gewerbe oder Landwirtschaft tätigen Frauen, Fabrikarbeiterinnen (mit oder ohne Ehemann, mit oder ohne Kinder) und die unverheirateten Dienstmädchen und verheirateten Dienstboten. Aus der ersten Gruppe konstatierten sich die frühesten Organisationen (z. B. der „Allgemeine Deutsche Frauenverein“) weiblicher Emanzipationsbestrebungen, folglich mit dem Ziele, den Arbeits- und Bildungsmarkt für eben jene – ihre Schicht – zu öffnen.[2]

Als Gründerin einer bürgerlichen Frauenbewegung, die sich dieser Fragen anzunehmen versprach (und die keineswegs mit der heutigen Frauenbewegung zu vergleichen ist, sondern die auch konservative Hausfrauenvereine und generell alle weiblichen Berufsverbände subsummierte), gilt bis heute Louise-Otto Peters, die bereits 1843 die Teilhabe von Frauen am Staat als Pflicht bezeichnete. Auch andere Frauen waren auf der sozialen und demokratischen Welle der 1848er Revolution mitgeschwommen und hatten die Frauenfrage als relevant anerkannt. Anzumerken ist hierzu, dass sie das Recht der Frau auf Mündigkeit und Selbstständigkeit über das Recht auf Bildung und Arbeit zu verwirklichen suchten und die Emanzipation der Frau nicht als Selbstzweck betrachteten, sondern sie als wichtig für die weitere (Höher-!)Entwicklung der Gesellschaft ansahen und zugleich von einer absoluten Geschlechterdualität ausgingen.[3]

Das Nachzeichnen der Entwicklung und Aufsplittung der Frauenbewegung in verschiedene Strömungen kann an dieser Stelle nicht geleistet werden, ein kurzer Verweis auf ihre Zusammensetzung sei allerdings gestattet. So existierte zunächst die proletarische Frauenbewegung, die den Kampf um die Befreiung der Frau allerdings der Prämisse der Befreiung des Arbeiters an sich unterwarf bzw. meinte, die Gleichstellung der Frau erledige sich nach der Revolution automatisch. Seine Forderungen ergingen sich weniger auf dem Bildungsbereich als auf dem Sektor der Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen unterer Schichten. Die bürgerliche Frauenbewegung spaltete sich in einen radikalen und einen gemäßigten Flügel, wobei sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg der radikale Flügel als straff pazifistisch herauskristallisierte (er war es unter Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann auch, der 1915 die Frauenfriedenskonferenz in Den Haag organisierte). Der radikale Flügel war es, der – aus heutiger Sicht – erheblichere, weitgehendere Forderungen stellte als die „Gemäßigten“, so z. B. nach Abschaffung der Prostitution, in Fragen der Sexualmoral, bei der Frage der ledigen Mütter und vor allem beim Frauenstimmrecht. Allerdings stellten die „bürgerlichen Gemäßigten“ die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Ihrer Schicht nach forderten sie verbesserte Mädchenbildung, eine rechtliche Besserstellung verheirateter Frauen sowie das Recht auf Bildung und Arbeit. Bemerkenswert ist auch hier das Begreifen des eigenen Agierens als Mission, die die von Männern gebildete Gesellschaft verbessern (! nicht: grundlegend verändern!) soll, ja, der Wunsch nach mehr „weiblichen Tugenden“ in eben jener Gemeinschaft. Die Frau an sich wird hier gesehen als Ergänzung des Mannes, als Erzieherin und Mutter des Volkes. Innerhalb der bestehenden Gesellschaftsstrukturen sollte eine Verbesserung der rechtlichen Stellung der Frau erreicht werden. Zur Gruppe der „bürgerlichen Gemäßigten“ zählte auch und vor allem der Bund Deutscher Frauenvereine.[4]

2.1 BDF

Als „Träger der deutschen Frauenbewegung“ [5] – so das Selbstverständnis – wurde am 29. März 1894 in Berlin der Bund Deutscher Frauenvereine gegründet, angeregt durch den Nationalrat der Frauen der Vereinigten Staaten (gegründet 1891), den deutsche Frauen auf der Weltausstellung von Chicago näher kennengelernt hatten. Aus dieser losen zusammenfassenden Organisation deutscher Frauenvereine ausgeschlossen waren von Anfang an die sozialistischen und sozialdemokratischen Vereine, zunächst noch mit der Begründung, die Vereinsgesetze verböten Frauen die Zugehörigkeit zu politischen Vereinen, nähme man diese also in den Bund auf, setze man sich selber eines Verbots aus. Zugleich wurde betont, bei Aufnahme dieser Verbände sei die politische Neutralität des BDF nicht mehr gegeben, weiterhin würden die proletarischen Frauen einer Aufnahme so oder so ihres Weltbildes und der Klassengegensätze wegen ablehnend gegenüberstehen. Auch die konservativen Vaterländischen Frauenvereine, die sich entschieden gegen jede Art von „Frauenrechtelei“ stellten, traten dem BDF nicht bei. Andere Vereine, wie z. B. rein karitative Vereine, Vereine, die im engeren Sinne zur Frauenbewegung gehörten, aber auch Ortsgruppen des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, weibliche Berufsorganisationen, Bildungsvereine für Frauen etc. fanden hingegen Aufnahme unter der Prämisse des Zusammenschlusses auf dem „kleinsten gemeinsamen Nenner“. Zur ersten Vorsitzenden dieser Dachorganisation wurde Auguste Schmidt gewählt.[6]

Die formulierten Ziele des BDF waren dementsprechend auch nicht unbedingt in erster Linie von Forderungen nach Frauenrechten geprägt, sondern, da ihm so viele karitative Vereine angehörten, zunächst von dem Wunsch, positiv – mit Hilfe der „weiblichen Tugenden“ gemäß der anerkannten Geschlechterdualität – in die Gesellschaft hineinzuwirken: „Durch organisiertes Zusammenwirken sollen die gemeinnützigen Frauenvereine erstarken, um ihre Arbeit erfolgreich in den Dienst des Familien- und Volkswohls zu stellen (…).“ [7]

Auf die Ziele, die der Bund vertrat, sollten die ihm angeschlossenen Vereine nicht verpflichtet werden und dennoch glaubte man, sich programmatisch auf etwas einigen zu müssen, dem „alle von Herzen ihre Zustimmung geben konnten“ [8]. Im Jahr 1905 gab der BDF eine Flugschrift heraus, in der er glaubte zusammenzufassen, welche Forderungen die Frauenbewegung allgemein stellte und welche Ansichten sie – und damit eben auch der Bund – vertrat, jedoch stellte er den ihm angehörigen Vereinen frei, sich den Forderungen anzuschließen respektive die Flugschrift propagandistisch zu nutzen. In diesem Flugblatt wird die Forderung nach Teilhabe von Frauen am Kultur(!)leben wie folgt begründet: „Die Frauenbewegung will der Frau freie Entfaltung aller ihrer Kräfte und volle Beteiligung an Kulturleben sichern. Aus der Tatsache, daß die Geschlechter ihrem Wesen und ihren Aufgaben nach verschieden sind, ergibt sich, daß die Kultur sich umso reicher, wertvoller und lebendiger gestalten wird, je mehr Mann und Frau g e m e i n s a m an der Lösung aller sozialen Aufgaben wirken. Durch die Einschränkung ihrer Rechte und Pflichten in der heutigen Gesellschaft ist die Frau von der Mitarbeit an großen, bedeutsamen Lebensgebieten ausgeschlossen. Der Frauenbewegung erwächst daher eine zwiefache Arbeit: die E r z i e h u n g der Frauen zur Ausübung ihrer Rechte und der mit ihnen verbundenen Pflichten [!]; der Kampf um neue persönliche und bürgerliche Rechte für Frauen. Die Frauenbewegung erstreckt sich zu diesem Zwecke auf folgende Gebiete: a) Ehe und Familie b) Erziehung und Unterricht c) Erwerbsleben d) öffentliches Leben.“[9]

Zwar zeichnet sich jenes Programm auf dem Papier als relativ tiefgreifend und unbedingt ab – die Forderungen reichen von der rechtlichen Gleichstellung beider Partner in der Ehe über die Forderung nach Zulassung von Mädchen und Frauen zu allen höheren Lehranstalten zu gleichem Lohn für gleiche Arbeit und Öffnung bestimmter Berufsfelder – z. B. innerhalb des staatlichen Verwaltungsapparates, des Polizeiwesens, des Fürsorgewesens (hier jetzt als vollwertige Mitglieder) - auch für den weiblichen Bevölkerungsanteil bis hin zum Appell für das aktive wie passive Wahlrecht, für das Vereins- und Versammlungsrecht[10] -, zu beachten ist jedoch, dass es kein verbindliches Programm darstellte. In der Praxis lässt sich sagen, dass die einzelnen Ziele mit unterschiedlichem Nachdruck eingefordert sind. In der Ausübung stellte sich der BDF letztendlich trotz des radikalen Klangs seiner Forderungen als konservativ dar. Dies äußerte sich unter anderem in der Ablehnung der nichtehelichen Mutterschaft, in Ablehnung der Möglichkeit einer Straflosigkeit der Abtreibung (eine Strafmaßherabsetzung mit Wegfall der Zuchthausinhaftierung wurde allerdings sehr wohl gefordert) und bei der Betrachtung des Standpunktes, Familie, Haushalt und Beruf seien zwar eventuell zu vereinen (allerdings nur bei besonders starken Frauen, die die Doppellast (! Von einer Teilung der Aufgaben also zur damaligen Zeit keine Rede, diese Option scheint allgemein nicht in Betracht gekommen zu sein), allerdings bliebe die Mehrzahl der betreffenden Frauen dann doch lieber unverheiratet und widme sich ihrem Beruf voll und ganz bei gleichzeitiger sexueller Enthaltsamkeit.[11] Weiterhin forderte er eine Anerkennung der Hausarbeit als Beruf, sah sich allerdings schon herber Kritik ausgesetzt, wenn er die Arbeitsteilung innerhalb der Familie nur ansprach (noch nicht einmal kritisierte), und zwar durchaus nicht nur von herben Antifeministen (wie dem „Bund zur Bekämpfung der Frauenemanzipation“), sondern auch von sich dahingehend als gemäßigt empfindenden bürgerlichen Zeitgenossen, die damit eine wesentliche Säule ihrer klassenspezifischen Weltanschauung ins Wanken gebracht sahen. Um das Ansehen der Hausfrau allgemein aufzuwerten, forcierte der BDF 1915 die Gründung des „Verbandes deutscher Hausfrauen“ und erklärte weiterhin im Ersten Weltkrieg das Wirken der deutschen Hausfrau – vor allem in der Küche! – als kriegswichtig und –entscheidend, an ihren der Not gegenwirkenden Erfindungsreichtum und an ihre Sparsamkeit appellierend. Auf das Recht, wählen zu gehen und sich wählen zu lassen, wurde seitens des BDF auch erst ab 1917 entschieden(er) gepocht (im Gegensatz zu dem stets auf diese Forderung bestehenden 1902 gegründeten „Verband für Frauenstimmrecht“, dem Teile des radikalen Flügels der deutschen Frauenbewegung angehörten, darunter Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann, Helene Stöcker, Minna Cauer). Kennzeichnend ist für den BDF, zwar gleiche Bildungs- und Berufsmöglichkeiten für Frauen gefordert zu haben, jedoch im Gegensatz zum radikalen Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung stets der Meinung gewesen zu sein, diese Recht erwerben und sich seiner würdig erweisen zu müssen, während Augspurg, Cauer, Heymann und Konsortinnen diese Freiheiten schlicht für Menschenrechte hielten, deren Erlangung es keiner weiteren Rechtfertigung bedarf.[12]

Wie bereits angedeutet, kam es im BDF auf Grund der unterschiedlichen Ausrichtungen der ihm angehörigen Vereine mehrmals zu gravierenden Richtungskämpfen, so auch mit dem radikalen Flügel, der sich zum „Bund fortschrittlicher Frauenvereine“ zusammengeschlossen hatte. Gleichwohl Bäumer betonte, die Unterschiede seien nicht auf die inhaltlichen Forderungen bezogen gewesen („Bei allem handelte es sich im Grunde weniger um eine Verschiedenheit der Ziele selbst, als um Fragen der Taktik und des Tempos und um die Verteilung des Interesses. Die fortschrittliche Richtung legte das Schwergewicht auf die politisch-rechtliche, weniger auf die erziehliche und praktisch soziale Seite der Bundesarbeit. (…) Es hing mit den taktischen Notwendigkeiten zusammen, daß der Bund über den allgemein gehaltenen Hauptparagraphen seiner Satzungen hinaus kein eigentliches für seine Zweigvereine verbindliches Programm hatte.“[13]) ist klar ersichtlich, dass es das vorrangige Ziel des Bundes war, auch auf Kosten der Eindeutigkeit und Nachdrücklichkeit der von ihm gestellten Forderungen so viele Verbände und Vereine wie möglich unter seinem Dach zu vereinigen, auch wenn diese – wie z.B. der der Deutsch-Evangelische Frauenbund, der Deutsche Hausfrauenbund, der Jüdische Frauenverein – in ihrem Konservativismus eine „übertriebene“ (oder überhaupt!) „Frauenrechtelei“ quasi ablehnen mussten: „Er [der BDF, Anm. A.S.R.] hatte das Bestehende und Entstehende in sich aufzunehmen. Er musste sich auch deshalb seinerseits der Begründung von Vereinen für die Frauenbewegung enthalten, weil er diesen Vereinen eine bestimmte Prägung und Richtung hätte geben müssen, in der für andersgerichtete ihm angehörige Organisationen eine Parteinahme und eine Schädigung ihrer Interessen erblickt worden wäre. Darum hat der Bund von sich aus auf die Neugründung von Vereinen und die organisatorische Ausbreitung der Frauenbewegung verzichten müssen.“[14]

Wurden auf Stellungnahmen des BDF veröffentlicht, waren diese für die einzelnen Verbände stets nicht verpflichtend[15], massive Richtungskämpfe und Interessenkonflikte vor allem zwischen dem konservativerem und dem radikaleren Lager innerhalb des BDF waren die Folge.[16]

Der Aufbau des BDF lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Mitgliedschaft ließ sich nur über Verbände oder Vereine organisieren, Einzelmitgliedschaften waren nicht vorgesehen. Doppelanschlüsse (über Verbände wie auch die dazugehörigen Vereine) kamen also durchaus vor und hinterließen Unklarheiten bei der genauen Mitgliederzahl des BDF.[17] Auch in der Aufnahme der Vereine selbst ließ der BDF eine gewisse „Weitherzigkeit“[18] walten gegenüber „(…) den Arbeitsgebieten der Vereine (…), die den Anschluß suchten. Man mußte grundsätzlich alle aufnehmen, auch wenn ihre Bestrebungen nur in einem sehr fernen Zusammenhang mit der Frauenbewegung standen.“[19] Oftmals kam es so auch zu Aufnahme rein karitativer Vereine, die sich nicht als politisch verstanden wissen wollten. Eine Generalversammlung fand aller zwei Jahre – vor 1898 jedes Jahr – statt; es gab ein eigenes Informationsorgan, das „Centralblatt des Bundes Deutscher Frauenvereine“. Die Annahme der Anzahl von Mitgliedschaften beläuft sich im Jahr 1913 auf ca. 500 000, im Jahr 1920 bereits auf 900 000 Frauen.[20]

Beschrieben werden kann bei der Führung des BDF und seiner Taktik eine überaus durchkomponierte Bürokratie, ein „strenges Reglement der Vereinstätigkeiten, die anscheinende perfekte Regie, das ´Parlamentspielen´, wie Helene Lange, die rigideste Funktionärin, in ihren ´Lebenserinnerungen´ ironisch bemerkte, Verfahrensweisen, die eher auf eine Überanpassung an männliche Formen der Politik denn auf eine eigene und andere Frauenkultur schließen lassen.“[21] Zwischen den einzelnen Generalversammlungen anfallende Verbandsgeschäfte fielen dem gewählten Vorstand zu. Seine Mitglieder repräsentierten die jeweiligen Hauptarbeitsgebiete und die relevantesten ihm anhängenden Vereine. Um zu einer einheitlichen Taktik zu gelangen und ein gemeinsames Vorgehen zu ermöglichen, bedurfte es des Beschlusses der Generalversammlung respektive der Bejahung der jeweiligen Anfrage durch sämtliche dem BDF angeschlossenen Vereine. Diese straff bürokratischen Verfahren trugen massiv zur Schwerfälligkeit des BDF bei. Eigens gegründeten Kommissionen kümmerten sich um die Arbeit der jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkte (so z.B. die Rechtskommission, die Kommission für Handelsgehilfinnen, die Kommission für Kinderschutz, die Kommission zur Hebung der Sittlichkeit (welche gegen die Prostitution ankämpfte) usw.).[22]

2.2 Die Einstellung des BDF zum Krieg

Dass der Bund Deutscher Frauenvereine überhaupt Stellungnahmen zum Krieg geliefert und einen eindeutigen Standpunkt vertreten hat, ist, betrachtet man die allgemeine Stimmungslage in der Bevölkerung 1914 („Augusterlebnis“), nicht verwunderlich, mutet andererseits aber doch seltsam an, bedenkt man, dass er sich als unpolitische Organisation verstanden hat. In ihrem Aufsatz „ Das Wesen unserer politischen Neutralität“ von 1914 erklärt die damalige Vorsitzende Gertrud Bäumer, was sie im BDF als politische Neutralität versteht: nämlich nicht die Enthaltsamkeit von politischen Forderungen die Gesetzgebung und die Verwaltung betreffend (wie das Frauenstimmrecht, die Wöchnerinnenhilfe), sondern: „Er [der Bund, Anm. A.S.R.] ist aber (…) unpolitisch, sofern er alle Parteien umfaßt und seinen Forderungen keinerlei parteipolitische Färbung und Ausprägung geben darf. (…) Die ganze Macht und Bedeutung des Bundes beruht darauf, daß er extreme politische Gegensätze in der Gemeinsamkeit der Fraueninteressen verschmilzt.“[23]

Bäumer, von 1910 bis 1919 Vorsitzende des BDF und somit Führerin der gemäßigten bürgerlichen Frauenbewegung, versuchte dergestalt, Spekulationen um parteipolitische Einflussnahmen durch die (ab 1910 fast durchweg aus dem linksliberalen Milieu stammenden[24] ) Führungsriege des BDF den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wichtig war ihr vor allem, das Argument zu entkräften, der BDF schillere in einer linken Färbung; immer wieder grenzte sie die bürgerliche Frauenbewegung scharf ab von ihrem proletarischen Gegenstück; im Aufsatz selbst schreibt Bäumer, das Wesen dieser „(…) Missverständnisse liegt nicht in der Stellung der Frauenbewegung zur Parteipolitik, sondern umgekehrt in der Stellung der politischen Parteien zu den Frauenforderungen. (…) So wurden die Frauenforderungen scheinbar parteipolitische, weil nur die linksstehenden Parteien sie unterstützten und rechtsstehende sie ablehnten.“[25]

Bäumer als Vorsitzende und Sprecherin sah ergo keinen Widerspruch darin, politische Stellungnahmen abzugeben und den BDF gleichzeitig eine „nichtpolitische Organisation“ zu zeihen. Dies galt nicht nur für frauenpolitische Belange, sondern auch für den Krieg selbst, in dessen Verlauf sie in ihrer Funktion häufig Erklärungen und Reflektionen abgab. Für Bäumer zeichnete sich bereits im August 1914 als erste Errungenschaft des Krieges die Einswerdung des deutschen Volkes ab, die beinahe mythische Einigung von Seelen, deren Empfindungen durch die Erlebnisse des Augusts 1914 noch tiefer, noch weiter geworden seien. Hinter dieser Einswerdung als oberstem Belang mussten andere Werte zurückstehen, wie z. B. die der Individualität und der Einzelinteressen. Betrachtet man die Aufsätze Bäumers aus dieser Zeit, wird ein schwülstig-pathetischer, eindeutig kriegsverklärender, nationalistischer Ton augenfällig, gleichwohl sie die Leiden des Krieges nicht verdrängt - allerdings werden diese auf eine halbreligiösen Ebene gehoben und mythisch verklärt. In Frage gestellt wird dieser Krieg weder von Bäumer noch vom restlichen Vorstand des BDF, vielmehr wird er als Schicksal betrachtet – ein aufgezwungenes, unausweichliches, in seiner Folge „weihendes“ wohlgemerkt, wenn alle Deutsche in einer Art „heiliger Stunde“ zusammenrücken und sich die Verbundenheit des Volksganzen verwirklicht. Zugleich verfielen auch Bäumer und der restliche BDF-Vorstand dem Irrtum, der Krieg könne Beschmutztes reinwaschen, Krummgewachsenes geradebiegen, Vereinzeltes ins Ganze, Künstliches ins Natürliche zurückführen, sprich, sie glaubten an eine läuternde Wirkung des Krieges und seines Erlebnisses, an ein neues, dem Wesen des Menschen näheres Lebensgefühl.[26] So schreibt sie 1915, angesichts dieses Erlebnisses seien alle Worte nur „etwas Blasses und Schwaches neben dem Blut und der Kraft von Heldentum, Not und Tod, Opfern und Entbehren – kleine flüchtige Schatten neben der ehernen Geschichte (…) in dieser gewaltigen Prüfung unseres Volkes. (…) Denn wir sind uns dessen bewusst: wie alle Ideale und Kulturbestrebungen in dieser Zeit ihre Gültigkeit und Gesundheit erweisen müssen, so werden auch unsere Ideen heute nach dem Bibelwort auf ´die Wortschaufel´ genommen, und was daran Spreu ist, wird unhaltbar vom Sturm verweht.“[27]

Weiterhin glaubte Bäumer Deutschland in einer Art „Sendung“ unterwegs, in einer Vermittlerrolle zwischen West und Ost und als prädestiniert führende Kultur- und Weltmacht auf dem richtigen – militärischen – Weg. Deutschland habe, so schrieb sie, ein Recht auf seine Entwicklung und das Ausleben seiner Fähigkeiten, auf seine Selbstbestimmung sowieso. Die Tatsache, dass Bäumer diesen Krieg als Schicksal betrachtete, bewahrte sie zugleich davor, wie ihre Zeitgenossinnen und Zeitgenossen Hohn und Spott und Herabsetzung über dem Feind niederregnen zu lassen, da auch dieser ja letztlich seine Schicksalsrolle erfülle. Deutschland in seiner Rolle der „Verteidigung“ wähnend, leugnete sie dessen konkrete Absichten oder Kriegsziele, gleichwohl sie den Annexionen nicht ablehnend gegenüberstand. Nach dem Krieg sollte sie den Imperialismus verdammen – in seiner „kulturellen Sendung“ hatte sie ihm gleichwohl selber angehangen -, da sie - vor allem im Dritten Reich bemüht, den nationalsozialen Gedanken, dem sie mit Friedrich Naumann anhing (einer etwas kruden Mischung aus Imperialismus, Demokratie und Sozialismus), dem des nationalsozialistischen angleichend zu erklären – der Überzeugung war, er widerspreche dem völkischen Gedanken. In den grundlegenden Gedanken zum Krieg, die sie sich gemacht hat, tauchen immer wieder quasireligiöse Formeln auf, die die Göttlichkeit des Lebens wie des Todes, des Friedens wie des Krieges bezeichnen. Dergestalt betrachtet ist also für die BDF-Vorsitzende Bäumer kein Widerspruch darin zu erkennen, den Krieg in seiner Elend schaffenden Wirkungsweise wohl zu sehen, in ihm aber trotzdem eine sakrale Instanz zu erblicken, die Gutes wie Schlechtes schafft, den Menschen gleichsam veredelt und seinen soldatischen (oder quasisoldatischen) Tod heroisiert, wenn dieser sich in die Schlacht wirft für einen höheren Zweck (die Freiheit und Verteidigung seines Volkes) und sein Leben gibt dabei. Den Zwiespalt des christlichen Gesetzes mit dem patriotischen gibt Bäumer derweil offen zu, betont allerdings im Laufe des Ersten Weltkrieges immer wieder, nicht auf einem pazifistischen Standpunkt zu stehen.[28]

Dementsprechend heftig wird dieser von ihr gegeißelt. Der BDF nähme nicht am von den Pazifistinnen (wie Anita Augspurg, Frida Perlen, Lida Gustava Heymann) initiierten Frauenfriedenskongress in Den Haag 1915 – zu dem er eine Einladung bekommen hatte - teil, denn er habe momentan nicht das geringste „Bedürfnis zu internationaler Unterhaltung“[29]. Ihr lag sehr daran, den BDF wie die gesamte bürgerliche Frauenbewegung vom pazifistischen Gedanken wie auch von derlei Tätigkeiten zu distanzieren, um in der Öffentlichkeit – und vor allem bei der Öffentlichkeit, die den Frauenrechten skeptisch gegenüber stand! – nicht als vaterlandslose Gesellschaft dazustehen, um den Kritikern der Bewegung keine Argumente gegen sie in die Hände zu spielen. So äußerte sie in ihrer Funktion als Vorsitzende des BDF: „Wir kennen heute keine andere Arbeit mehr als die für unsere Krieger und für unser Vaterland.“[30] Den Kongress selbst beschrieb sie als Zusammenkunft anmaßender Stümperinnen, die keine Ahnung hätten von dem, was sie da zu besprechen gedächten: „(…) es müssen Menschen mit schwachen Hemmungen sein, die das Groteske dieses Kongresses nicht fühlen.“[31] Und weiter: „Es ist uns selbstverständlich, daß während eines nationalen Existenzkampfes wir Frauen zu unserem Volk gehören und nur zu ihm.“[32] Ebenso: „Der Bund Deutscher Frauenvereine hat eine Beteiligung an dem Internationalen Frauenkongreß im Haag abgelehnt. Er erklärt die Propaganda für diesen Kongreß, sowie die Beteiligung daran, für unvereinbar mit der vaterländischen Gesinnung und der nationalen Verpflichtung der deutschen Frauenbewegung.“[33] In einer abschließenden Resolution wird seitens des BDF klargestellt: „Diese Ablehnung darf nicht so verstanden werden, als ob die deutschen Frauen die ungeheuren Opfer und Leiden, die dieser Krieg verursacht, nicht ebenso schwer empfänden, wie es die Frauen anderer Länder tun. (…) Aber wir wissen uns in dem Bewußtsein von der Schwere dieser Opfer eins mit dem ganzen Volk und unserer Regierung (…). (…) Wir haben keine anderen Wünsche als die unseres ganzen Volkes.“[34] Die Ablehnung dieses Kongresses wie generell des pazifistischen Gedankengutes ging so weit, dass Mitgliedern des BDF, die den Wunsch nach Teilnahme an dieser Zusammenkunft hegten, mitgeteilt wurde, sie könnte zu jenem Kongress fahren, allerdings nur, wenn sie zeitgleich ihre Ämter im BDF aufgäben.

Standen die Pazifistinnen[35] vor allem während der Kriegszeit in Opposition zum Staat (und verweigerten ihm, erkennend, dass jede helfende, wundenheilende oder sonstwie für Besserung der leidenden Bevölkerung sorgende Hand den Krieg verlängert, diensterweisende Tätigkeiten), so wurde in dieser Zeit die gouvernmentale Orientierung der bürgerlichen Frauenbewegung, die der BDF ja repräsentiert, ja, eine Identifikation mit dem Staat – und dem Krieg, den er führte - augenfällig: „Spezifische Frauenprobleme wurden primär aus der Perspektive staatlicher Interessenpolitik gesehen.“[36]

[...]


[1] Vgl. Hopf, Caroline, Frauenbewegung und Pädagogik. Gertrud Bäumer zum Beispiel, Bad Heilbrunn 1997, S. 17 – 20 und Nave-Herz, Rosemarie, Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland, Bonn 1997, S. 11 - 16

[2] Vgl. Nave-Herz, Frauenbewegung, S. 15

[3] Vgl. Nave-Herz, Frauenbewegung, S. 11 f.

[4] Vgl. Hopf, Frauenbewegung und Pädagogik, S. 20 – 27, zum Unterschied zwischen proletarischer und bürgerlicher Frauenbewegung auch Nave-Herz, Frauenbewegung, S. 16 – 27 und S. 32 - 38

[5] Bäumer, Getrud, Die Geschichte des Bundes Deutscher Frauenvereine, in: Dies. (Hg.), Jahrbuch des Bundes Deutscher Frauenvereine 1921, S. 37 – Bäumer liefert hier eine ausführliche Darstellung der Gründungsvorgänge des BDF wie auch (des teilweisen Wandels) der einzelnen Positionen des BDF.

[6] Vgl. ebd., S. 15 - 17

[7] So der §2 der Bundessatzung des BDF, zitiert nach ebd., S. 17

[8] Bäumer, Geschichte des BDF, S. 25

[9] Flugblatt „Grundsätze und Forderungen der Frauenbewegung“, Abdruck in: ebd. S. 28 ff, hier S. 28

[10] Ebd., S. 28 - 31

[11] So Agnes von Zahn-Harnack, eine der Vorsitzenden des BDF, nach Nave-Herz, Frauenbewegung, S. 35 f.

[12] Vgl. Nave-Herz, Frauenbewegung, S. 34 ff. – Eine ausführlichere Erklärung über die Forderungen des BDF ist nachlesbar im Bäumer, Geschichte des BDF, a.a.O., diese stellt jedoch freilich eine Momentaufnahme dar und lässt die Distanz, die einer Nachbetrachtung sonst eigen ist, dadurch selbstredend vermissen.

[13] Bäumer, Geschichte des BDF, S. 26

[14] Ebd., S. 26 f.

[15] Vgl. ebd., S. 27

[16] In diese kann man detaillierter Einblick nehmen in: Greven-Aschoff, Barbara, Die bürgerliche Frauenbewegung in Deutschland 1894 - 1933, Göttingen 1981, S. 87 - 125

[17] Vgl. Bäumer, Geschichte des BDF, S. 20

[18] Ebd.

[19] Ebd.

[20] Ebd., S. 20 - 23

[21] Gerhard, Ute (unter Mitarbeit von Wischermann, Ulla), Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, Hamburg 1990, S. 173

[22] Vgl. ebd., S. 173 ff.

[23] Bäumer, Gertrud, Das Wesen unserer politischen Neutralität, in: Altmann-Gottheimer, Elisabeth (Hg.), Jahrbuch der Frauenbewegung 1914, Leipzig / Berlin 1914, S. 187 – 194, hier S. 190 f.

[24] Einen schönen Überblick über die parteipolitischen, man möchte fast sagen, Verwicklungen innerhalb der bürgerlichen Frauenbewegung im allgemeinen und dem BDF im Speziellen gibt Greven-Aschoff, Geschichte der bürgerlichen Frauenbewegung, S. 141 - 147– speziell zu Bäumer, der Freisinnigen Vereinigung, der Fortschrittlichen Volkspartei und später der DDP schreibt Hopf, Frauenbewegung und Pädagogik, S. 50 - 52

[25] Bäumer, Gertrud, Das Wesen unserer politischen Neutralität, in: Altmann-Gottheimer, Elisabeth (Hg.), Jahrbuch der Frauenbewegung 1914, Leipzig / Berlin 1914, S. 187 – 194, hier S. 192

[26] Huber, Werner, Gertrud Bäumer. Eine politische Biographie, Diss., München 1970, S. 57 – 93

[27] Bäumer, Gertrud, Die Frauen und der Krieg, in: Altmann-Gottheimer, Elisabeth (Hg.), Kriegsjahrbuch des Bundes Deutscher Frauenvereine 1915, Leipzig / Berlin 1915, S. 2 – 9, hier S. 2

[28] Huber, Werner, Gertrud Bäumer. Eine politische Biographie, Diss., München 1970, S. 57 – 93 – anzumerken ist hier, dass die in dieser Arbeit gestreifte Bäumersche Sicht auf den Krieg nur für den Zeitraum vor und während des Ersten Weltkrieges gilt. Dieselbe hat sich hernach mehrmals noch geändert oder in Widersprüche verwickelt.

[29] So Gertrud Bäumer zitiert nach Lischewski, Heike, Morgenröte einer besseren Zeit. Die Frauenfriedensbewegung von 1892 bis 1932, Münster 1995, S. 123

[30] Ebd.

[31] Ebd.

[32] Ebd., S. 124

[33] Ebd.

[34] Ebd., S. 125

[35] Über diese haben zwei Autorinnen eine wegweisende Arbeit geschrieben: Hering, Sabine und Wenzel, Cornelia, Frauen riefen, aber man hörte sie nicht. Die Rolle der deutschen Frauen in der internationalen Frauenfriedensbewegung zwischen 1892 und 1933, Kassel 1986

[36] Greven-Aschoff, Geschichte der bürgerlichen Frauenbewegung, S. 150

Details

Seiten
42
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668487635
ISBN (Buch)
9783668487642
Dateigröße
727 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v370941
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
2,0
Schlagworte
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Titel: Über die sozialen und Fürsorgetätigkeiten Marianne Webers im Ersten Weltkrieg im Kontext des Nationalen Frauendienstes des Bundes Deutscher Frauenvereine