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Imperium invictum? Das Imperium Romanum im Spiegel des antiken Persiens

Seminararbeit 2014 27 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Romae Aeternae (?)

II. Quellenlage

II.I. Die Problematik der Quellenlage im 3. Jahrhundert nach Christus

III. Die Forschungslage

IV. Historischer Kontext: Das Imperium Romanum vom Partherreich bis zum Aufstieg
der Sa̅sa̅niden

V. Imperium in pugna: Zwischen dem persischen Feind und inneren Konflikten

VI. Der Sieg über das Imperium(?)

VII. Fazit: Imperium invictum?

VIII. Quellen- und Literaturverzeichnis

IX. Anhang

I. Einleitung: Romae Aeternae (?)

D as Imperium Romanum – Weltmacht [1] und Vorbild, aber auch warnendes Beispiel eines Machtsystems[2], das nach Weltherrschaft und Expansion strebte[3]. Auch fremde Kulturen erkannten schnell die Expansions- und Schlagkraft des römischen Reiches. Polybios, ein griechischer Geschichtsschreiber, der von 168-150 v. Chr. als Geisel in Rom lebte, beschrieb in seinen Historien den Aufstieg Roms in 53 Jahren – vom Krieg gegen den Feldherren Hannibal bis zum Untergang der makedonischen Monarchie (220-168 v. Chr.) mit Erstaunen aber auch Reflexionsvermögen. Als Zeuge seiner Zeit erkannte Polybios die Macht des Imperiums im Vergleich zum Perser- oder Alexanderreich, wog jedoch hierbei ebenfalls einen möglichen Niedergang ab[4], denn Rom stand stets in direkter Konfrontation mit seinen Feinden.

Im Zuge des 3. Jahrhunderts nach Christus änderte sich die Kräftekonstellation im Mittelmeerraum signifikant. Am Rhein formierten sich die westgermanischen Stämme der Franken und Alemannen. Entlang der Donau und des schwarzen Meeres stellten sich Goten und die Heruler[5] gegen das römische Reich und im Orient gelang den Persern ein Machtausbau, der Rom in die Defensive trieb[6] und weitreichende Folgen für das Imperium zur Konsequenz hatte. Nach 500-jähriger arsakidischer Herrschaft gelang es dem König und Begründer der Sa̅sa̅nidendynastie Ardaši̅r I. (224-240/41?)[7] einen Machtwechsel im heutigen Iran herbeizuführen[8]. Der Aufstieg der Sa̅sa̅niden und die Vernichtung des Partherreiches bedeuteten eine Zäsur in den Beziehungen zwischen Römern und Persern[9]. Kämpfe um Territorien prägten den Kontakt zwischen beiden Mächten[10]. Besonders ausgeprägt waren (Expansions-)Konflikte im Hinblick auf Mesopotamien, den armenischen Raum und das Kaukasusgebiet[11]. Die Sa̅sa̅niden modifizierten sich zum Hauptgegner Roms[12]. Das Imperium Romanum geriet immer mehr in Schwierigkeiten; nicht zuletzt aufgrund des Zweifrontenkrieges während der Soldatenkaiserzeit[13], die etwa von 235 bis 284 ansetzte[14], erste große territoriale Verluste für das Imperium bedeutete und die Nahtstelle zwischen hoher und später Kaiserzeit darstellte[15]. Allgemein lässt sich aufgreifen, dass die Zeit der Soldatenkaiser eine Vermehrung von Krisensymptomen zur Folge hatte: Lokale Unruhen, Geldentwertungen und politische Instabilität[16] charakterisierten die Regierungsperioden von Maximinus Thrax bis Philippus Arabs.

Die Arbeit „ Imperium invictum? Das Imperium Romanum im Spiegel des antiken Persiens“ greift die eben genannten Sachverhalte auf. Sie stellt einen Versuch dar, die Probleme der Jahre 235 bis 244[17] unter der Herrschaft Severus Alexanders bis Gordian III.[18] aufzugreifen und näher zu beleuchten, um die Stellung Roms im Hinblick auf römisch-persische Kriege näher zu definieren. Gerade die Soldatenkaiserzeit stellt in diesem Kontext eine passende Schnittstelle für die leitende Fragestellung dar, weil Krisenerscheinungen und Konflikte mit den Persern signifikant ausgeprägt waren. Des Weiteren soll aufgezeigt werden, wie und warum das Imperium Romanum gegen Ša̅buhr I. solche Verluste erleiden musste und wie dies möglich war. War das Imperium Romanum wirklich ein unbesiegbares Reich, welches nicht in seiner Macht beschnitten werden konnte? Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Kontext auf den persisch-römischen Auseinandersetzungen von Maximinus Thrax bis Gordian III. In diesem Zusammenhang soll die Schlacht zwischen Ša̅buhr I. (241-272)[19] und Gordian III. gesondert dargestellt und untersucht werden, da gerade diese erste Feldzugsepisode der Sa̅sa̅niden unter Ša̅buhr I. repräsentativ ist im Hinblick auf die politische Interaktion zwischen beiden Reichen innerhalb des Kaisertums der Soldatenkaiser.

Den Aufbau der Arbeit Betreffendes folgt nun zunächst eine Einführung in die Quellenlage der Arbeit. Hierbei werden drei wichtige und am häufigsten verwendete Quellen vorgestellt und einer knappen Quellenkritik unterzogen. Des Weiteren ist die aktuelle Forschungslage der zu behandelnden Thematik anhand der aktuellen Forschungsliteratur und Forschungskontroversen darzustellen. Nach dieser Einführung folgt ein Rückbezug auf den historischen Kontext. Hierbei werden die veränderten Beziehungen zwischen Römern und Persern sowie die (politische) Interaktion beider Imperien näher beleuchtet. Das folgende Kapitel V. konzentriert sich u.a. auf den Feind im Osten. In diesem Kontext sollen Schlachten, Berührungspunkte und Konflikte näher untersucht werden. Auch soll eine Vertiefung in die Soldatenkaiserzeitproblematik stattfinden. Mit welchen internen und externen Problemen sah sich das Imperium Romanum konfrontiert? Im letzten inhaltlichen Teilkapitel wird abschließend als Höhepunkt die Schlacht zwischen Gordian III. und Ša̅buhr I. betrachtet. Die Situation in Rom zur Zeit des jungen Augustus und seiner Regierung findet hierbei gesondert Erwähnung. Abschließend ist das Felsrelief von Ša̅buhr I. ebenfalls zu untersuchen, um letztendlich resümierend eine Antwort auf die vorangestellte Fragestellung: Imperium invictum? zu geben.

II. Quellenlage

II.I. Die Problematik der Quellenlage im 3. Jahrhundert nach Christus

Wer (antike) Geschichte verstehen, in ihren tiefen Strukturen erfassen und interpretieren möchte, darf auf Quellen nicht verzichten. Quellen sind unsere vielseitigen Zeugen des Vergangenen und für den Historiker und seine Arbeit von großer Wichtigkeit. Das dritte Jahrhundert nach Christus wartet jedoch mit einer meist sehr einseitigen und schwierigen Quellenlage auf[20]. Eine abgeschlossene Geschichtsdarstellung ist nicht existent[21]. Ein großer Teil der zeitgenössischen Quellen ist schlichtweg verloren[22]. Gerade die Soldatenkaiserzeit wird von dieser Problematik tangiert[23]. Auch ist aufzuzeigen, dass ebenfalls wenige Quellen im Fokus auf das Perserreich vorhanden sind, da die Hauptautoren antiker Quellen doch meist römische oder griechische Autoren sind[24]. Jedoch darf darüber hinaus nicht unerwähnt bleiben, dass sich dieses Phänomen lediglich auf die literarischen Quellen der Soldatenkaiserzeit bezieht. Katrin Herrmann hebt in ihrem 2013 erschienenen Werk Gordian III. –Kaiser einer Umbruchszeit hervor, dass sich die relative Quellenarmut nicht auf materielle Hinterlassenschaften auswirkt[25]. Numismatische Quellen, also Münzen, dienen uns bspw. als Beleg für Herrschaftsperioden und generelle politische Geschehnisse und geben uns Informationen über die Sozialgeschichte innerhalb und zwischen Imperien. Obwohl – so viel sei vorab angemerkt – zwei Münzen bei der Erarbeitung des Inhaltes dieser Arbeit Verwendung fanden[26], ebenso wie die Archäologie bzw. Epigraphik[27], sind nun drei wichtige literarische Quellen der Arbeit zu befragen.

Literarische Quellen

Die Historia Augusta

Die Historia Augusta wurde oftmals kritisiert und findet doch in der aktuellen Forschung noch immer Verwendung. Theodor Mommsen schrieb 1980 über eben diese Quelle: „ Man darf bei den folgenden Instanzen nicht vergessen, daß diese Biographien[28] eine der elendesten Sudeleien sind, die wir aus dem Alterthum haben […]“[29]. Doch auch wenn diese von Hadrian bis Numerian (117-285) reichende Sammlung von Kaiserbiographien[30] aufgrund ihrer literarischen Fiktionalität „[…]eine der elendesten Sudeleien [ist]“ [31] , stellt sie jedoch für weite Teile der Zeit der Soldatenkaiser die einzige Quelle dar[32]. Des Weiteren lagen dem Autor zur Zeit der Entstehung[33] Quellen vor, die heute nicht mehr vorhanden sind[34]. Trotzdem ist die Historia immer reflektiv zu untersuchen und bedarf einer genauen Betrachtung, da, wie u.a. Johne schon 2001 hervorhob, die Vitensammlung der Historia neben einer pro-senatorischen Sichtweise[35] vor allem versuchte, die Größe Roms zu propagieren[36].

S. Aurelius Victor - Liber de caesaribus

Der um 320 geborene lateinische Historiker Aurelius Victor verfasste etwa um das Jahr 361 die Sammlung von kurzen Kaiserbiographien[37]Liber de Caesaribus - historiae abbreviatae “ und kritisiert innerhalb der Werke vor allem die zunehmende Macht der Soldaten, die mangelhafte Bildung der Kaiser und den allgemeinen moralischen Verfall innerhalb des Reiches. Die Liber de Caesaribus sind neben einem senatorenfreundlichen Schreibstil moralisierend gestaltet und bieten einen kritischen Blick auf die damaligen Begebenheiten[38]. Die Angaben sind allgemein jedoch als verlässlich anzusehen. Auch Aurelius Victor bezieht sich neben der EKG auch auf verschollene Quellen[39].

Oraculum Sibyllinum 13

Der Textcorpus der Oracula Sibyllina, welcher nicht zur historiographischen Literatur gezählt wird, stellt eine uneinheitliche Sammlung von Prophezeiungen dar und wurde erst in der nachantiken Zeit zusammengestellt[40]. Das griechische Orakel entstand um das Jahr 260 im Osten des Imperium Romanum[41]. Von 14 Büchern sind noch 12 erhalten. Für die Soldatenkaiserzeit und die römischen Beziehungen zum Osten ist der 13. Band des Oraculum von Bedeutung[42]. Inhaltlich fokussiert sich das Werk auf die Geschehnisse während der Regierungsjahre Gordians III. bis zu den Siegen über die Perser unter Odaenathus (262/63). Die Andeutungen sind oft schwer zu interpretieren, trotzdem ergänzen sie die Zeitgeschichte im Hinblick auf die römisch-persischen Kriege[43] und spiegeln das Lebensgefühl der Zeitgenossen wider[44].

III. Die Forschungslage

Forschungsliteratur

Die wichtigste Forschungsliteratur betreffend ist zunächst Johnes Zeit der Soldatenkaiser zu nennen. In zwei Bänden bietet dieses Werk eine gut fundierte Überblicksdarstellung über die Problematiken der Soldatenkaiserzeit. Katrin Herrmann spiegelt in Gordian III. –Kaiser einer Umbruchszeit ebenfalls die Konflikte unter Gordian III. wider, berücksichtigt jedoch hierbei besonders die Perserproblematik. Des Weiteren ist neben Michael Sommers Monographie Die Soldatenkaiser ebenfalls das 2009 erschienene Werk Römer und Perser von Karin Mosig-Walburg zu nennen, welches besonders die Auseinandersetzungen zwischen Römern und Persern kritisch untersucht, aber auch Interpretationsalternativen zu den üblichen Forschungsmeinungen aufzeigt.

Forschungskontroversen

Das sich nun anschließende Teilkapitel der Forschungslage verfolgt nicht die Intention, über territoriale Forschungskontroversen im Hinblick auf römische und persische Besitzverhältnisse[45] Aufschluss zu geben[46] oder jede einzelne Forschungskontroverse im Detail zu beleuchten. Vielmehr sollen zwei prägnante Kontroversen, die noch immer stark die Forschung tangieren, knapp Erwähnung und Darstellung finden. Hierbei zeigt sich ebenfalls deutlich, dass Forschungsthesen schnell angegriffen und dann verworfen, oder aber auch innerhalb eines kurzen Zeitraums vom wissenschaftlichen Publikum akzeptiert und rezipiert werden können. Zunächst sind differente Forschungsrichtungen im Hinblick auf die Rezeption der beiden Imperien existent. In diesem Kontext deutete Cassius Dio bspw. die Angriffe des Ardaši̅r I. als „Ausdruck seines Strebens nach einer Restituierung der Grenzen der achaimenidischen Reiches […]“[47]. Außerdem berichtet Cassius von einer Drohung Ardaši̅r I., nach seinem Einfall in Mesopotamien all das zurückzuerobern, was seinen Vorfahren zugestanden habe (Cass. Dio LXXX 4,1). Diese Zielsetzung fand in der Wissenschaft lange Zeit Akzeptanz. Erst im Jahr 1984 zeigte Erich Kettenhofen, dass es sich hierbei jedoch eher um eine Interpretatio Romana handelt[48]. Vorrangig argumentierte dieser, dass die Intention einer Wiedereinrichtung des altpersischen Reiches in den sa̅sa̅nidischen Überlieferungen nicht auffindbar sei. Kettenhofens These hatte einen großen Widerstand innerhalb der Forschung zur Folge. Man führte die Schnelligkeit des Anschlusses Ša̅buhr I. an die Expansionspolitik seines Vaters und dessen allgemeines Vorgehen als gegenteiligen Beleg für die aggressive Expansionspolitik der Sa̅sa̅niden auf, um Kettenhofens Argumentation zu widerlegen[49]. Darüber hinaus schuf man in diesem Kontext ein Bild der Perser, das neben einer einseitigen Gestaltung ebenfalls Persien als alleinige aggressive Komponente im römisch-persischen Krieg suggerierte[50].

Eine weitere, dominant vertretende Forschungskontroverse stellt die der Rezeption des Krisenphänomens im 3. Jahrhundert nach Christus dar. Im Jahr 1982 bezeichnete Felix Hartmann in seiner Monographie Herrscherwechsel und Reichskrise das 3. Jahrhundert als „ dunkles Zeitalter[51]. Hartmann vertrat mit dieser Forschungsmeinung allgemein den Zeitgeist und das Verständnis der damaligen Forschung – verbanden doch viele Althistoriker ebenfalls das 3. Jahrhundert mit der Krise des 1. Jahrhunderts vor Christus und begriffen diese als Spiegelung des vergangenen Jahrhunderts[52]. Erst 1993 kam es zu einem Umschwung innerhalb der Wissenschaft. Strobel stellte innerhalb seiner Arbeit[53] den Zustand des römischen Imperiums als allgemeinen Wandlungs- bzw. Transformationsprozess dar, der schon unter der Regierungsperiode des Marc Aurel eingesetzt hätte[54]. Generell argumentierte Strobel, dass „ eine zeitgenössische realitätsbezogene Krisenwahrnehmung oder ein die mentalen Strukturen bestimmendes Krisenbewußtsein […]“ nicht eindeutig anhand der uns vorliegenden Quellen belegt werden könne[55]. Sechs Jahre später griff Christian Witschel den Gedankengang Strobels innerhalb seiner Dissertation[56] auf und kritisierte ebenfalls das vorher akzeptierte und oft rezipierte Krisenmodell der Forschung.

IV. Historischer Kontext: Das Imperium Romanum vom Partherreich bis zum Aufstieg der Sa̅sa̅niden

Unter dem parthischen Großkönig Mithradates II., der von 124-87 v. Chr. regierte[57], gelang es der arsakidischen Dynastie ihre Macht im Hinblick auf Mesopotamien und Armenien weiter auszudehnen. Mit der Erweiterung des Machtgehaltes des Partherreiches hielt von nun an das Perserreich ebenfalls einen internationalen Charakter inne. 96 v. Chr. kam es in diesem Kontext zu einem ersten Kontakt zwischen Römern und Persern. Seit Einrichtung der Provinz Syria im Jahr 64 n. Chr. durch Pompeius wurde Rom zum unmittelbaren Nachbarn des Partherreiches[58]. Während Rom nach einer Expansion in Richtung Osten strebte, verfolgte das Partherreich zu seiner Zeit das Ziel der westlichen Reichsexpansion[59]. Dies führte zu einigen Auseinandersetzungen zwischen beiden Reichen. Angeführt seien hierbei u.a. die Partherkriege unter Marcus Aurelius und Lucius Verus (163-166) oder auch die Invasion Caracallas im Jahr 216 n. Chr.[60] Nicht immer konnte das römische Reich Siege davontragen. Der Partherkrieg von 114-117 bedeutete große Verluste für das Imperium, da die Provinzen Armenia, Mesopotamia und Assyria in persischen Besitz übergingen[61]. Die politische Interaktion zwischen beiden Reichen wurde jedoch nicht nur durch Feldzüge und kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt. Die Perser stellten in diesem Zusammenhang auch wertvolle Handelspartner dar[62]. Das Partherreich, welches sich darüber hinaus im 3. Jahrhundert v. Chr. im Osten des Seleukidenreiches gründete[63], versuchte zunächst eine Auseinandersetzung mit dem Imperium Romanum zu vermeiden. Von 66-69 v. Chr. herrschte durch einen Foedus, amicitia zwischen beiden Reichen[64]. Im 2. Jahrhundert n. Chr. wollten die Parther Mesopotamien abermals nach Verlust[65] einnehmen, um eine politische und wirtschaftliche Vervollständigung ihrer Macht herbeizuführen[66]. Generell lässt sich das Partherreich nicht wie oftmals in der Forschung angenommen[67] als eher passiv betrachten. Vielmehr durchdrang die Regierungsperiode der Partherkönige eine gewisse Planmäßigkeit und Zielvorstellung[68]. Dies zeigt beispielsweise die Absicht der Perser, Syrien zu besetzen, um einen freien Zugang zum Mittelmeer zu erlangen[69].

[...]


[1] „Der Ewigkeit Roms“; Münzprägung unter Philip I. (Revers) etwa 244-247. Allegorie Rom sitzend, Speer haltend; an ihrer Seite Schild. Vgl. hierbei: Rom. Imp. Coin. IV. 3, 73, Nr. 44.

[2] Vgl. Meyer-Zwiffelhoffer, E., Imperium Romanum. Geschichte der römischen Provinzen, München 2009, S. 8.

[3] Vgl. Winter, E., Rome and Persia in Late Antiquity. Neighbours and Rivals, Camebridge 2007, S. 22.

[4] Vgl. Meyer- Zwiffelhoffer, Imperium, S. 7-8.

[5] Heruler waren germanischer Herkunft (Germanischer Stamm). Siehe: Schmudt, L., Heruler, LAW, 2 (11994), Sp.1285-1286.

[6] Vgl. Johne, K.-P. (Hrsg.), Zeit der Soldatenkaiser. Krise und Transformation des römischen Reiches im 3. Jahrhundert nach Christus, Bd.I, Berlin 2008, S. 5.

[7] Vgl. Mosig-Walburg, K., Römer und Perser. Gutenberg 2009, S. 19.

[8] Vgl. Wieselhöfer, J., Das Antike Persien. Zürich 1994, S. 205.

[9] Vgl. Winter, E., Rom und das Perserreich. Zwei Weltmächte zwischen Konfrontation und Koexistenz, Berlin 2001, S. 33.

[10] Vgl. Mosig-Walburg, Römer und Perser, S. 11.

[11] Vgl. ebd.

[12] Vgl. Wolski, J., Iran und Rom. Versuch einer historischen Wertung der gegenseitigen Beziehung, in: ANRW (XI.I. Band) 1976, S. 195-214, hier: S. 196.

[13] Vgl. Kettenhofen, E., Die römisch-persischen Kriege des 3. Jahrhunderts nach Christus. Nach der Inschrift Sahpuhrs I., an der SKZ, in: Beihefte zum Tübinger Atlas des vorderen Orients, Reihe B (Geisteswissenschaften) (55), Wiesbaden 1982, S. 20-21.

[14] Vgl. Johne, Soldatenkaiser, S. 5.

[15] Vgl. ebd.

[16] Vgl. Sommer, M., Die Soldatenkaiser. Darmstadt2 2004, S. 29.

[17] Es folgt ein kurzer Rückbezug auf die Konflikte zwischen Severus Alexander und den Neupersern vor 235.

[18] Ebenfalls werden die Nachwirkungen der Schlacht zwischen Gordian III. und dem Sa̅sa̅nidenkönig Ša̅buhr I. kurz umrissen. Erinnert sei hierbei an Philippus Arabs.

[19] Vgl. Christensen, A., Šapur, LAW ,3 (11994), Sp. 2700.

[20] Signifikant ist ebenfalls, dass wenige Quellen Problematiken dieser Zeit reflektieren; vgl. hierbei: Sommer, Soldatenkaiser, S. 125.

[21] Vgl. Johne, Soldatenkaiser, S. 6.

[22] Vgl. Börm, H., Die Herrschaft des Kaisers Maximinus Thrax und das Sechskaiserjahr 238. Der Beginn der „Reichskrise“?, in: Gymnasium, (115), 2008, S. 69-169, siehe hier: S. 71.

[23] Vgl. Sommer, Soldatenkaiser, S. 13.

[24] Vgl. Wolski, Iran und Rom, S. 197.

[25] Vgl. Herrmann, K., Gordian III. . Kaiser einer Umbruchszeit, Speyer 2013, S. 16.

[26] Siehe hierbei: Rom. Imp. Coin. IV. 3, 73, Nr. 44; Rom. Imp. Coin. IV. 3, 76, Nr. 69.

[27] Res Gestae des Ša̅buhr I.; Res Gestae Divi Saporis. Vgl. Huyse, P., Die dreisprachige Inschrift Ša̅buhr I. an der Ka´ba-i Zardušt (ŠJZ), London 1999. Siehe hierbei ebenfalls: Back, M., Die sassanidischen Staatsinschriften. Studien zur Orthographie und Phonologie des Mittelpersischen der Inschriften (…), in: Acta Iranica (18), Lüttich 1978.

[28] Die Historia Augusta besteht aus 30 lateinischen Herrscherviten. Vgl.: Hartmann, U., Literarische Quellen. in: Johne, Soldatenkaiser, S. 19- 44, hier: S. 31.

[29] Vgl. Mommsen, T., Die Scriptores Historia Augustae. 1890, in: Hermes (25), S. 228-292, hier: S. 229. Siehe hierbei auch: Herrmann, Gordian III., S. 16.

[30] Vgl. Straub, J. (Hrsg.), Historia Augusta. Römische Herrschergestalten. Band II, Von Maximinus Thrax bis Carinus, München 1985, S. 14.

[31] Vgl. Mommsen, Scriptores, S. 229.

[32] Vgl. Straub, Historia, S. 14.

[33] In der Forschung wird über die genaue Entstehungszeit der Historia gestritten und sie ist bis heute nicht eindeutig klar. Generell wird davon ausgegangen, dass die Quelle um das 4. Jahrhundert nach Christus entstanden ist. Johne datiert das Werk von einem bis sechs heidnischen Autoren (siehe antichristliche Polemik) etwa um 395-400 n. Chr. Siehe hierbei: Straub, Historia, S. 14; Hartmann, Literarische Quellen, S. 31.

[34] Vgl. Straub, Historia, S. 14.

[35] Vgl. König, Ingemar, Der römische Staat. Die Kaiserzeit, Stuttgart 1997, S. 178.

[36] Vgl. Hartmann, Literarische Quellen, S. 17.

[37] Die Abhandlung reicht von Augustus bis Constantinus II. (360). Siehe hierbei: Vgl. ebd., S. 21.

[38] Vgl. ebd.

[39] Vgl. ebd.

[40] Vgl. Sommer, Soldatenkaiser, S. 15.

[41] Vgl. Hartmann, Literarische Quellen, S. 38.

[42] Vgl. Sommer, Soldatenkaiser, S. 15.

[43] Vgl. Hartmann, Literarische Quellen, S. 38.

[44] Vgl. Sommer, S. 15.

[45] Generell sind zahlreiche Forschungskontroversen in Bezug auf römisch-persische Besitzverhältnisse vorhanden. Oftmals lassen sich jedoch keine korrekten Aussagen über diesen Sachverhalt treffen, da Quellen Widersprüche aufweisen. Siehe z.B. Besitzansprüche Mesopotamiens nach 244 n. Chr.

[46] Forschungskontroversen entstehen diesen Sachverhalt betreffend alleinig schon aufgrund des Widerspruches der einzelnen Quellen, siehe hierbei: Mosig-Walburg, Römer und Perser, S. 21.

[47] Vgl. ebd. S. 19.

[48] Vgl. Mosig-Walburg, Römer und Perser, S. 19.

[49] Vgl. ebd., S. 20.

[50] Vgl. ebd.

[51] Vgl. Hartmann, F., Herrscherwechsel und Reichskrise. Untersuchungen zu den Ursachen und Konsequenzen der Herrscherwechsel im Imperium Romanum der Soldatenkaiserzeit, (3. Jahrh. n. Chr.), Frankfurt a. M. 1982, S. 11. Vgl. auch: Herrmann, Gordian III., S. 12.

[52] Vgl. Huttner, U., Römische Antike, Tübingen 22013, S. 391.

[53] Vgl. Strobel, K., Das Imperium Romanum im 3. Jahrhundert. Modell einer historischen Krise?, Stuttgart 1993. Siehe hierbei auch Herrmann, Gordian III., S. 13.

[54] Vgl. Strobel, Imperium, S. 11.

[55] Vgl. ebd., S. 299.

[56] Vgl. Witschel, C., Krise, Rezession, Stagnation? Der Westen des römischen Reiches im 3. Jh. n. Chr., Frankfurt a. M. 1999, S. 7-11. Siehe auch hierbei: Herrmann, Gordian III., S. 13.

[57] Vgl. Winter, Rome and Persia, S. 1.

[58] Vgl. Winter, Rom, S. 26.; Vgl. Gehrke, H.-J., Schneider, H. (Hrsg.), Geschichte der Antike, Stuttgart 42013, S. 231.

[59] Vgl. Iran und Rom, S. 202.

[60] Vgl. Sommer, Soldatenkaiser, S. 77-78 .

[61] Vgl. Winter, Rom, S. 31.

[62] Vgl. Wiesehöfer, Das Antike Persien, S. 211.

[63] Vgl. Winter, Rom,, S. 25.

[64] Vgl. ebd., S. 26;S. 28.

[65] Mesopotamien stellte generell immer wieder in der Beziehung zwischen Römern und Persern einen Krisenherd dar.

[66] Vgl. Wolski, Iran und Rom, S. 200.

[67] Vgl. ebd. S. 197.

[68] Vgl. ebd. S. 200.

[69] Vgl. ebd. S. 203.

Details

Seiten
27
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668489592
ISBN (Buch)
9783668489608
Dateigröße
1.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v371072
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Institut für Epigraphik
Note
1,3
Schlagworte
imperium Romanum Persien Parther Sasaniden

Autor

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