Lade Inhalt...

Direktvertrieb via Internet als zweites Standbein. Chancen und Risiken

Projektarbeit 2016 35 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise

2. E-Business
2.1 Definition des Begriffs E-Business
2.2 Aktivitäten des Electronic Business
2.3 Akteure des E-Business

3. E-Commerce
3.1 Definition des E-Commerce
3.2 Geschäftsmodelle des E-Commerce
3.3 Bezahldienste des E-Commerce

4. E-Distribution
4.1 Absatzwege der E-Distribution
4.2 Prozesse der E-Distribution

5. Ist- Analyse
5.1 Ist Analyse Firma XXX
5.2 Ist Analyse Wettbewerb
5.3 Chancen und Risiken durch einen Direktvertrieb
5.4 Lösungsansatz
5.5 Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Entwicklung zur Informationsgesellschaft

Abbildung 2 Akteure des E-Business, Abgrenzung und Zusammenhänge

Abbildung 3 Geschäftsbereiche des E-Business

Abbildung 4 Umsatz im E-Commerce von 1999-2013

Abbildung 5 Abdeckung der Produktsegmente durch Online-Shops

Abbildung 6 Beziehungen innerhalb des E-Business

Abbildung 7 Internet – Basisgeschäftsmodelltypologien

Abbildung 8 Elektronische Zahlungsabwicklung mit E-Payment Verfahren

Abbildung 9 Beispiel SWOT-Analyse

Abbildung 10 SWOT - Analyse

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Abkürzungsverzeichnis

Tabelle 2 Wettbewerbsanalyse

Information:

Auf Wunsch des Unternehmens wird in der folgenden Arbeit der Namen des Unternehmens nicht erwähnt, sowie alle Zahlen und betriebsinterne Daten.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Durch stetige technische Verbesserungen in der Herstellung von Produkten kommt es folglich zu einer steigenden Produktivität in den Herstellbetrieben. Viele Hersteller wandeln sich vom Kleinunternehmen zu einem Großunternehmen bzw. zu einem Massenhersteller.

Diese Wandelung erfordert eine optimale Distribution in den Herstellbetrieben da die Distributionskosten steigen. In Folge können die Vertriebsstrukturen in den Herstellunternehmen ggf. für die bisherigen Kleinkunden nicht mehr kostendeckend sein. Hier kann der Handel die bisherigen Distributionsaufgaben der Hersteller dann übernehmen.

Verbraucher fordern heute immer mehr breitere und tiefere Sortimente, was zu einem zunehmenden Konkurrenzdruck der Großhändler führen kann. Zu dem verlangen Kunden eine immer schnellere Lieferzeit, im Idealfall am nächsten Tag, um ihre Bedürfnisse zu stillen. Dies fordert von den Händlern eine optimale Bedarfs- und Bestandsplanung um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Der Handel muss aufgrund dessen seine Prozesse stetig verbessern und rationalisieren um die Kosten zu senken, Lieferzeiten zu verkürzen und somit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Aufgrund dessen hat man sich bei der Firma XXX nun Gedanken gemacht, inwieweit hier ein Direktvertrieb via Internet (online Handel) hilfreich sein könnte. Die Firma XXX erwirtschaftet ein Großteil Ihres Umsatzes mit dem Verkauf von Landwirtschaft.-, Bau.- und Gartenbau Produkten. Die Hauptkunden sind kleinere und größere Zwischenhändler, die dann direkt den Endkunden bedienen. Dennoch wird auch ein kleinerer Umsatz mit Kleinkunden oder sogar mit Privatpersonen erwirtschaftet, z.B. durch Verkauf am Standort (Thekenverkauf). Durch einen Direktvertrieb via Internet an Kleinkunden bzw. den Endkunden der Zwischenhändler, würden die Zwischenhändler sich nun ggf. hintergangen fühlen, was wiederum bei der Einführung eines Direktvertriebes via Internet eher hinderlich wäre.

Der Onlineauftritt der Firma XXX wurde leider in den letzten Jahren etwas vernachlässigt. Aufgrund dessen ist nicht nur zu klären wie ein Online Handel an sich aussehen kann um die Prozesse zu verbessern, es gilt auch zu klären, wie die kaufmännischen Strukturen hierfür sein müssen. Welcher Kunde wird via Internet bedient? Welcher Kunde erhält welche Konditionen? Eine Vielzahl der offenen Fragen soll nun mit Hilfe dieser Projektarbeit beantwortet werden.

1.2 Zielsetzung

Ziel dieser Projektarbeit ist es möglichst eine Vielzahl offener Fragen beantworten zu können, welche im Zusammenhang bei der Einführung eines Direktvertriebes, konkret für die Firma XXX, entstehen können. Des Weiteren sollen die Praxiserfahrungen des dualen Studenten mit der Theorie in einer wissenschaftlichen Arbeit kombiniert werden.

1.3 Vorgehensweise

Im Folgenden widmet sich der Autor zu Beginn der Projektarbeit dem Begriff Electronic-Business. Der Begriff Electronic Business soll daher dezidierter beschrieben und analysiert werden. Dazu wird zunächst die Einordnung des Electronic Business vorgenommen. Hierzu werden anschließend die Aktivitäten erläutert und die Akteure des E-Business beschrieben. Danach wird der Teilbereich des E-Business, der Begriff E-Commerce betrachtet. Es werden die Geschäftsmodelle sowie die Bezahldienste des E-Commerce erläutert.

Der Punkt E-Distribution bildet den Abschluss der theoretischen Grundlage. Es wird dabei auf die Absatzwege sowie auf die Prozesse der E-Distribution eingegangen.

Es folgt eine Analyse der Ist-Situation und des Weiteren werden die Chancen und Risiken betrachtet, welche für die Firma XXX durch einen Direktvertrieb als zweites Standbein entstehen könnten.

2. E-Business

Der Begriff Electronic Business hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung in der digitalen Welt gewonnen und gehört zu den bedeutendsten Anwendungsgebieten der neuen digitalen Informations-und Kommunikationstechnologien. Fortschrittliche Geschäftsmodelle sorgten für eine Branchenänderung und gaben den Unternehmen die Chance sich am Markt neu zu positionieren. Dieser Wandel wurde durch die Veränderung in der Telekommunikation, der Computer- und Medienindustrie bewirkt. Durch den gesellschaftlichen Wandel und der veränderten Bevölkerungsstruktur, gewann der Faktor Information gegenüber dem Faktor Produktion an Bedeutung, wie aus Abbildung 1 hervorgeht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Entwicklung zur Informationsgesellschaft

Mit Hilfe neuer digitalen Technologien waren Informationen nie zuvor so umfangreich verfügbar. Der Informationssektor etabliert sich zu einem eigenen Sektor in der Volkswirtschaft. Einige Unternehmen verlagern deshalb ihre Geschäftsprozesse in das Internet und können so mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationsmitteln, elektronische Geschäfte und Informationen realisieren. Darüber hinaus ermöglicht der elektronische Internethandel für Unternehmen zusätzliche Kundengruppen zu gewinnen. Es hat sich eine neue Art von Geschäftsbeziehungen entwickelt.[1] Der Wandel wird vor allem durch stetige technische Verbesserungen bewirkt. Bekannte Firmen wie Amazon oder Ebay basieren auf der Idee des Electronic Business. Hierbei wird das Internet als Technikplattform verwendet. Das Internet bietet die Möglichkeit, für Personen oder Organisationen einen Kauf oder Verkauf von physischen als auch digitalen Waren zu tätigen.

2.1 Definition des Begriffs E-Business

Electronic Business (E-Business) basiert auf eine Internet Technologie und ist ein Überbegriff für die strategischen Informations- und Kommunikationstechnologien.[2] Mit Hilfe dieser Technologie können Geschäftsprozesse schnell, weltweit und kundenorientiert erfolgen. Mit der Nutzung des Internets können nicht nur Geschäftsprozesse schnell abgewickelt werden, sondern auch neue Kunden gewonnen werden und die Kosten erheblich gesenkt werden. Alle Prozesse zwischen Geschäftspartnern welche auf Informationstechnologien basieren werden unter E-Business verstanden. Zum Beispiel können Kunden und Lieferanten über spezielle Netzwerke miteinander kooperieren. Die Kommunikationen, Vorgänge und Abwicklungen der Geschäftsprozesse erfolgen über elektronische Netze bis hin zur elektronischen Durchführung sämtlicher geschäftlicher Aktivitäten.[3] Die Typische Plattform für das E-Business ist das Internet, in dem Geschäftsprozesse abgewickelt werden.[4] Auch firmeninterne Kommunikationen welche auf elektronischem Wege durchgeführt werden, werden in den E-Business Bereich eingeordnet, z.B. das firmeneigene Intranet.

2.2 Aktivitäten des Electronic Business

Der Begriff E-Business ist vielfältig einsetzbar und wird sowohl in den Medien als auch in der Wissenschaft verwendet. E-Business beschäftigt sich vor allem mit dem Einsatz von elektronischen Technologien innerhalb des Internets. Im Folgenden wird auf die wichtigsten Unterschiede und Zusammenhänge im Bereich E-Business eingegangen.

Die Geschäftsbereiche des E-Business lassen sich wie folgt einteilen:

- E-Commerce
- E-Information
- E-Collaboration[5]
- E-Communication
- E-Education

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Akteure des E-Business, Abgrenzung und Zusammenhänge

Unternehmen wie z.B. der Internethändler Amazon sind im Bereich Business-to-Consumer (Verbraucher) tätig. Sie verfolgen primär die Aktivitäten Electronic Commerce und Electronic Information/Entertainment. Im E-Commerce wird die Anbahnung, Aushandlung und der Abschluss von Handelstransaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten umfasst.[6] Zudem werden informierende Inhalte und Konzepte bereitgestellt.

E-Collaboration ermöglicht die zeit- und entfernungsunabhängige Zusammenarbeit. Hierbei sollen Prozesse und Anwendungen optimiert werden. Bei der E-Communication werden Kommunikationsplattformen bereitgestellt bzw. der Daten- und Informationsaustausch wird ermöglicht.

E-Education bzw. E-Learning wird im Bereich der Bildung eingesetzt, z.B. online Mathekurs oder Schulaufgaben Betreuung.

Folgende E-Business Geschäftsbereiche würden bei der Firma XXX bei einem Direktvertrieb via Internet zutreffen.

Der Bereich E-Commerce, d.h. der Abschluss eines Kaufvertrages via Internet,

E-Information, das zur Verfügung stellen von Produktinformationen via Internet,

E-Collaboration, d.h. die zeit- und entfernungsunabhängige Zusammenarbeit, Kunden aus dem Ausland können jederzeit auch außerhalb der Bürotätigkeit bestellen.

2.3 Akteure des E-Business

Zu den Akteuren des E-Business zählen grundsätzlich alle Anbieter oder Empfänger. Anbieter bzw. Empfänger kann je nach Geschäftsmodell ein Kunde oder aber auch ein Unternehmen sein.

Somit können Unternehmen, Einrichtungen der öffentlichen Dienste und private Haushalte am Markt teilnehmen.

Das heißt die wesentlichen Akteure des E-Business sind:

- Consumer (Privatperson)

- Business (Unternehmen)

- Administration (öffentliche Institutionen)[7]

Unter diesen Marktteilnehmern können neun Geschäftsbeziehungen entstehen.

Die nachfolgende Abbildung zeigt die möglichen Konstellationen der Geschäftsbeziehungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Geschäftsbereiche des E-Business

Aus der Abbildung 3 ergeben sich, die nachfolgenden Konstellationen:

- Business-to-Business (B2B)
- Business-to-Consumer (B2C)
- Business-to-Administration (B2A)
- Administration-to-Business (A2B)
- Administration-to-Customer (A2C)
- Administration-to-Administration (A2A)
- Customer-to-Business (C2B)[8]

Elektronische Netze welche von verschiedenen Anbietern zu Verfügung gestellt werden, geben den Akteuren die Möglichkeit, einen Leistungsaustausch in Anspruch zu nehmen.

Im Folgenden werden die möglichen Aktivitäten zwischen den Akteuren kurz beschrieben.[9]

Administration-to-Administration (A2A)

Der Geschäftsbereich A2A umfasst elektronische Abwicklung zwischen nationalen und internationalen behördlichen Einrichtungen.

Administration-to-Business (A2B)

Das Aufeinandertreffen im Geschäftsfeld A2B erfolgt zwischen dem Staat und Unternehmen.

Administration-to-Consumer (A2C)

Dieser Bereich bezieht sich auf Beziehungen zwischen einem Staat und seinen Einwohnern.

Business-to-Administration (B2A)

Im Geschäftsfeld B2A werden alle Verwaltungsaufgaben zwischen Unternehmen und öffentlichen Institutionen abgewickelt.

Consumer-to-Administration (C2A)

Im Geschäftsfeld C2A werden alle internetbasierten Handlungen zwischen Einwohnern eines Staates und den Einrichtungen der öffentlichen Dienste abgewickelt.

Consumer-to-Business (C2B)

Im C2B werden Daten und Informationen von Privatpersonen (Consumer) an Unternehmen weitergegeben.

Consumer-to-Consumer (C2C)

C2C bezeichnet den Handel zwischen mehreren Privatpersonen.

[...]


[1] Aichele, Christian, Schönberger, Marius: E-Business, 2016, S.11

[2] Wirtz, Bernd W: Electronic Business, S. 20

[3] Wirtz, Bernd W: Electronic Business, S. 28

[4] E-Business: http://www.itwissen.info/definition/lexikon/E-Business-eBusiness-electronic-business.html, 2015, S.1

[5] Aichele, Christian, Schönberger, Marius: E-Business, 2016, S.12

[6] Wirtz, Bernd W: Electronic Business, S. 30

[7] Fost,Markus: E-Commerce-Strategien für produzierende Unternehmen,2014, S.29

[8] Fost,Markus: E-Commerce-Strategien für produzierende Unternehmen,2014, S.29

[9] Aichele Christian, Schönberger, Marius: E-Business, 2016, S.16 ff.

Details

Seiten
35
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668496088
ISBN (Buch)
9783668496095
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v371808
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, früher: Berufsakademie Heidenheim
Note
2,0
Schlagworte
direktvertrieb internet standbein chancen risiken

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Direktvertrieb via Internet als zweites Standbein. Chancen und Risiken