Lade Inhalt...

Marxistische Religionskritik. Die sozio-ökonomisch bedingte Selbstentfremdung des Menschen

Seminararbeit 2017 17 Seiten

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Biographie

3 Philosophische Ansätze
3.1 Anknüpfung der Religionskritik Feuerbachs
3.2 Opium des Volkes
3.3 Die Neudeutung Hegels
3.4 Marxistische Anthropologie & die Kritik am Kapitalismus
3.5 Christliche Kritik am marxistischen Menschenbild

4 Wirkungsgeschichte

5 Aktualität

6 Ertrag

7 Literaturverzeichnis

9 Anhang

1 Einleitung

„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt drauf an, sie zu verändern.“[1]

Das ist das wohl bekannteste Zitat von Karl Marx (M.). Er wollte mit seiner Lehre nicht ein weiteres philosophisches Gedankenkonstrukt aufbauen, sondern die Gesellschaft, in der er lebte verändern und beeinflussen. Die Ausbeutung der Arbeiterklasse durch den kapitalistischen Unternehmer wurde ihm zu viel. Er wollte der Arbeit "ihre menschliche Bestimmung und Würde" zurückgeben.[2]

Heute nach der digitalen und globalen industriellen Revolution ist die Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft wohl noch treffender. Die dadurch kommende Beschleunigung und der Hunger nach immer höherer Effizienz haben ihre Auswirkungen auf den Menschen. Der Mensch entfremdet sich selbst.

Dabei kann die Religion eine große Rolle spielen. Oder ist sie, wie Karl Marx sagen würde, doch nur „Opium des Volkes“?

Zur Vorgehensweise: Nachdem wir uns in knapper Form der biographischen Eckdaten bemächtigen, versuchen die Autoren die wichtigsten Denkansätze von M. zu erörtern. Da dies in umfassender Weise nicht möglich ist, wollen wir durch einen Überblick über drei Leitlinien eine anschauliche Zusammenfassung ausführen. Dabei werden zuerst die beiden Philosophen Feuerbach und Hegel untersucht. Der erste beeinflusste die Religionskritik von M.. Der zweite gab M. den Anstoss zum teleologischen Sieg des Proletariats über den Klassenkampf. Beide Denker sind notwendig, um ihn im dritten Teil der philosophischen Ansätze verstehen zu können. Hier erläutern wir die anthropologischen Ansätze, von welchen aus M. den Kapitalismus kritisierte und die Notwendigkeit einer kommunistischen Gesellschaft etablieren wollte. Wiederum hatten wir nicht den Anspruch einer lückenlosen Argumentation. Vielmehr soll der Zusammenhang der Prämissen mit der geforderten, politischen Umsetzung von M. verbunden werden.

Als dritten Schritt haben wir einige Aspekte der Wirkungsgeschichte beleuchtet, um einige Folgen einer klassenlosen Gesellschaft aufzuzeigen.

Zum Schluss gehen wir auf die Aktualität der Person und seiner Lehre ein.

2 Biographie

"Philosoph, Nationalökonom und Journalist"[3], als solcher ist Karl Marx in die Bücher der Geschichte eingegangen. Er lebte in der Zeit der Hungry fourties. Die französische Revolution und ihre Kriege von 1789 bis 1814[4] waren "vorbei" und die Industrialisierung im vollen Gange. In den 40igern im 19. Jhdt. gab es einen großen Sprung in der industriellen Produktionsweise. Die Eisenbahn begann den Lebensrhythmus der Menschen zu beschleunigen. Die Streckennetze wuchsen rasant an.[5] "Die Industrialisierung vernichtete alte und schuf neue Arbeitsplätze; sie wurde zum Auffangbecken vieler, die von der Landwirtschaft nicht mehr leben konnten, und beschäftigte sie unter Bedingungen, die so grausam und ausbeuterisch waren, wie das kritische Zeitgenossen behaupteten"[6]. Die soziale Not war so groß, dass diese Zeit als die Hungy fourties bekannt wurden.[7] Diese Massenarmut lässt sich aber nicht monokausal erklären. Der Pauperismus in der Zeit ist nicht durch die Industrialisierung entstanden. Die Industrie konnte die Mehrheit der Menschen noch nicht ernähren. Die Löhne waren verglichen zu anderen Zeiten extrem niedrig, aber längerfristig gab es eine Tendenz von steigenden Reallöhnen.[8] Das größte Ausmaß im "langen 19. Jahrhundert[9] " erreichte der Pauperismus in den Jahren 1845 – 1847. Missernten führten zu Hungersnöten in fast ganz Europa, eine "zyklische" Überproduktionskrise, massive Spekulationen beim Eisenbahnbau führte zum Zusammenbruch von Banken, zur Schließung von Fabriken und zum Bankrott vieler kleiner Geschäfte. Die Leidtragenden waren immer die Arbeiterklasse. Diese soziale und ökonomische Frage führte Karl Marx zu seinen Theorien.

Er ist 1818 in Trier geboren und starb 1883 in London.[10] 1836 schloss er sich den Junghegelianern an der Berliner Universität an, wo er Rechtswissenschaften und Philosophie studierte.[11] Als Sohn eines vom Judentum zum Protestantismus übergetretenen Rechtsanwalt geboren wurde er Doktor der Philosophie und 1842/43 zeitweilig Redakteur der radikalliberalen "Rheinischen Zeitung", die im Frühjahr 1843 von der preußischen Regierung verboten wurde.[12] Er verfasste 1848 gemeinsam mit dem Unternehmer und Philosoph Friedrich Engels das Kommunistische Manifest.[13] Mit ihm entwickelte er die heute als Marxismus bezeichnete Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie.

1849 wird M. aus Preußen und Frankreich verbannt und geht nach London, wo er 1852 anfängt Artikel für die New York Daily Tribune zu schreiben.[14] An der Gründung der Ersten Internationale, einer kommunistischen "Arbeiterassoziation" beteiligte sich M. 1864.[15] Das erste Band von seinem wohl bekanntesten Hauptwerk Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie" wurde 1867 veröffentlicht.[16] 1872 lag das Werk auch in russischer Sprache vor.[17] M. hatte Zeit seines Lebens wenig Geld. Ab 1868 übernimmt Engels die gesamte Finanzierung des M. Haushalts und kommt für alle Schulden auf. M. ist es dadurch möglich, sich ganz seiner wissenschaftlichen Arbeit zu widmen. 1881 stirbt seine Frau und Kindheitsliebe Jenny von Westphalen.[18]

Ein langsames Sterben. So wurden die letzten zehn Jahre von M. genannt. Das Haus war leer, zwei Töchter lebten in Paris, drei Kinder waren tot. M. politische Isolation war zu der Zeit komplett.[19] Nur sehr wenige Menschen nahmen 1883 an seinem Begräbnis teil.[20] Doch seine Theorie, Kritik und Lehre gewann an Bedeutung und brachte eine historische Dynamik, die wir heute noch in den kommunistisch und atheistischen Ländern erleben.

3 Philosophische Ansätze

3.1 Anknüpfung der Religionskritik Feuerbachs

M. orientiert sich in weiten Teilen an der Religionskritik von Ludwig Feuerbach. Dabei übernimmt er seine Projektionshypothese, welche Gott als anthropologisches Konstrukt erklärt. Der Mensch entwirft sein Gottesbild gegenteilig zu dem was er selber ist (homo homini deus). Gott ist das Maximum der menschlichen Begabungen.

Der Mensch konstruiert sich eine allmächtige, allwissende und allgegenwärtige Projektion aus dem eingeschränkten Selbstsein. Das nennt Feuerbach u.a. Selbstentfremdung. Der Mensch findet zu wahrhaftiger Mündigkeit, wenn er eine “Revision seines Bewusstseins“[21] anstrebt. Nur wenn er die falschen Projektionen ablehnen und seine Einschränkungen nicht negativ bewertet, findet er einen Weg aus der Selbstentfremdung. Die Erneuerung des menschlichen Geistes geschieht durch therapeutische Besinnung auf die Leiblichkeit. Er setzt damit voraus, dass allein durch die naturwissenschaftliche Beschäftigung mit dem Materiellen alleinigen Erkenntnisgrund sein darf. Darauf folgt die Explikation der Philosophie durch die Anthropologie: „Theologisch-metaphysischer Sinn ist Sinn für, aber kein Sinn für sich.“[22] In der Religionskritik geht es also insbesondere um die Wiederaneignung des Menschen durch sich selbst. An dieser Stelle wird der Reduktionismus von Theologie & Philosophie auf eine unmittelbare, sinnliche Erfahrbarkeit ersichtlich.

M. befürwortet die Projektionshypothese und die Notwendigkeit zur Loslösung von einem metaphysischen Gottesgedanken, lehnt jedoch den Revisionsvorgang als gedankliche Rückkehr aus der Selbstentfremdung ab. Stattdessen will er Erneuerung erreichen, indem die äusseren, ökonomischen-politischen Verhältnisse zu ihrem geschichtlichen Ziel finden und dadurch die Gesellschaft sowie der einzelne Mensch neu konstituieren. Die praktische Umsetzung unterscheidet M. von Feuerbach: „Allerdings beginnt Marx, wie wir schon bei der Behandlung seiner Religionskritik sahen, ab 1843 über Feuerbach hinauszugehen, um die Felder der Geschichte und der Praxis wiederzugewinnen, die bei Feuerbach verlorengegangen waren.“[23] Das Proletariat als klassenlose Gesellschaft bildet den Höhepunkt der Menschheitsgeschichte sowie die praktischen Verwirklichung des Revisionsprozesses. Rolfes formuliert dazu: „Danach wurde die Sache der Humanität nicht etwa unwichtig, doch erfuhr sie eine andere Lokalisation in der Praktizität des menschlichen Seins selbst, nicht in einem „aparten“ normativen Bewusstsein.“[24]

3.2 Opium des Volkes

Die von Feuerbach übernommene Religionskritik führte bei M. zu einer umfassenden Denunziation der Religion sowie der Kirchen durch den berühmten Ausspruch die Religion sei “Opium des Volkes“. Er sieht mit der Vertröstung auf das Jenseits eine weitere Selbstentfremdung (vgl. 3.1/3.3) des Menschen. Das einzige Wahrheitsmoment liegt für M. in der Wiedergabe der unvollkommenen Verhältnisse. Die Religion zeige lediglich, dass die momentanen Verhältnisse veränderungsbedürftig seien: „Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“[25]

An anderer Stelle bezeichnet M. die Religion als Nebelschleier der Gesellschaft. Beide Teile sind derart eng miteinander verknüpft, dass eine Kritik der Gesellschaft zugleich eine Kritik der Religion beinhaltet. Deshalb ist für M. die Religionskritik so zentral. Er fordert die Auflösung des Nebelschleiers, damit die sozialökonomischen Probleme nicht mit dem Himmel vertröstet werden. Vielmehr kann die Gesellschaft durch die Abschaffung der Religions-Illusion zu ihrem geschichtlichen Heil gelangen.

3.3 Die Neudeutung Hegels

Ebenso wie andere Denker zu seiner Zeit, war M. von der Philosophie Hegels geprägt. Sie besitzt einen teleologischen Geschichtscharakter, der von seinem “sich-selbst-findenden Gottesbild“ ausgeht, welches ausschliesslich durch ein sich versöhnendes drei-personales Wesen denkbar ist.[26] M. deutet die Dialektik Hegels neu, indem er die Geschichte ohne transzendente Wirklichkeit, sondern auf rein immanenten Wege erklären will. Der durch die Religionskritik Feuerbachs ergebene Materialismus bestimmt die Menschheitsgeschichte als Klassenkampf. „Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener Zukunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf“[27]. Das eschatologische Ende des dialektischen Konfliktes verwirklicht sich mit dem Sieg des Proletariats.

Mit Rohrmoser ist anzumerken, dass der Begriff “Neudeutung“ dem Sachverhalt nicht gemäss ist. Die Philosophie Hegels sei derart stark vom biblischen Gedankengut untermauert, dass sich eine marxistische Verbindung mit der Religionskritik Feuerbachs nur schwer in Einklang bringen lässt. „Allein aus diesem Grund ist der Marxismus nicht nachhegelisch, nicht posthegelisch, sondern er ist ein Ergebnis in der geschichtlichen Wirkung Hegels.“[28] Anstatt “Neudeutung“ trifft “Dekonstruktion“ den Sachverhalt adäquater. Dem entspricht folgendes Zitat von M.:

„Meine dialektische Methode ist der Grundlage nach von der Hegelschen nicht nur verschieden, sondern ihr direktes Gegentheil. Für Hegel ist der Denkproceß, den er sogar unter dem Namen Idee in ein selbständiges Subjekt verwandelt, der Demiurg des Wirklichen, das nur seine äußere Erscheinung bildet. Bei mir ist umgekehrt das Ideelle nichts andres als das im Menschenkopf umgesetzte und übersetzte Materielle.“[29]

3.4 Marxistische Anthropologie & die Kritik am Kapitalismus

In Anlehnung an die Überlegungen Hegels und Feuerbachs ist der Mensch für M. ein konkret sinnliches Gattungswesen, der die Fähigkeit besitzt seine Umgebung schöpferisch frei zu konzipieren. Als höchste Schöpfungstätigkeit sowie sinnliche Erfahrbarkeit gilt die sexuelle Fortpflanzung.

Daraus ergibt sich die von gesellschaftlichen Formen unabhängige Kategorie der Arbeit. „In solidarischer Kommunikation mit anderen entäussere er sein Wesen in der Arbeit, vergegenständliche es in seinem Produkt und schaue sich in ihm an.“[30] Im Kapitalismus sieht M. eine Pervertierung des Zusammenhanges zwischen Arbeit und dem Arbeiter. Er verwendet den Begriff “Entfremdung“ und entfaltet eine vierfache Entfremdungslogik. Entfremdung vom Produkt bedeutet eine Entfremdung von der Arbeit durch Zwangsarbeit, was eine Entfremdung von seinem Gattungswesen beinhaltet und viertens zur Entfremdung der Menschen untereinander führt. Im ersten Schritt entfremdet der Kapitalismus den Menschen vom Produkt, weil kein Interesse an einem realen Gebrauchswert vorhanden ist. Die Produktion orientiert sich an Angebot und Nachfrage und verzehrt dabei den realen Wert der Produkte zu sogenannten Tauschwerten. Geld und Kapital sind dabei grundlegende Wesensmerkmale des Kapitalismus, welche die Entfremdung des realen Wertes eines Produktes erst möglich machen. Solange bei der Zirkulation eines Produktes durch den Handel ein Gewinn erwirtschaftet wird, bedeutet das zugleich einen Verlust gegenüber den Produzenten des Produktes. Es entsteht ein Ausbeutungsverhältnis, weil die Arbeiterschaft nur über die Produktion von eigenen Lebensmittel und kaum über die Produktionsmittel selbst verfügen kann.[31]

M. sowie Engels sehen in der Auflösung jeglichen Privateigentums, die Aufhebung des Klassenkampfes. Insbesondere die Produktionsmittel, welche ausschliesslich die Bourgeoisie besitzt, soll dem Staat übereignet werden. Im “Manifest der kommunistischen Partei“ legen M. und Engels einen 10 Punkteplan vor, damit letztlich der Staat selber “stirbt“ und durch Verwaltung von Sachen und Produktionsprozessen ersetzt wird. „Sind im Laufe der Entwicklung die Klassenunterschiede verschwunden, und ist alle Produktion in den Händen der assoziierten Individuen konzentriert, so verliert die öffentliche Gewalt den politischen Charakter.“[32]

3.5 Christliche Kritik am marxistischen Menschenbild

Mit Walther Bienert ist zu kritisieren, dass die Anthropologie von Marx gegenüber der Christlichen eine wesentliche Zäsur erfährt. Die Dimension der Transzendenz wird von vorherein durch die Religionskritik ausgeschlossen. M. geht aber noch weiter, indem er die Dimension der Vernunft einschränkt zugunsten des leiblichen Aspektes. Die Frömmigkeit und die Moral sind keine eigenständigen Grössen mehr, vielmehr ergeben sie sich aus den Funktionen der gesellschaftlichen Verhältnisse. Der Mensch sei ausschliesslich ein gesellschaftliches Wesen.[33]

Daraus resultiert ein degradiertes Menschsein, welches sich aus den sozioökonomischen Gegebenheiten entwickelt und zum Werkzeug der Produktionsverhältnisse verkommt. Der neue Gott sind nun die Verhältnisse, wodurch sich letztlich jegliche Individualität sowie Personalität auflöst im Gemeinsamen und Ganzen. „In welcher Gesellschaftsordnung auch immer, der Mensch hat keine individuelle, keine personhafte Freiheit, er ist in all seinem Denken, Wollen, Fühlen und Handeln immer das Produkt der Verhältnisse.“[34] Dieser Subjektverlust ist ein nicht zu unterschätzender Bestandteil des historischen Materialismus und kann bei Bienert aus christlicher Sicht nicht mitgetragen werden, wenngleich die Kritik am absoluten Idealismus (Hegel) zum Teil berechtigt ist.

4 Wirkungsgeschichte

Bei der russischen Sozialrevolution 1917 entfaltete sich der leninistische Marxismus. Er wird insofern vom ursprünglichen Marxismus unterschieden, als dass sich eine absolute, totale und autarke Diktatur des Proletariats etablierte. Als normatives Werk kann wohl das “ABC des Kommunismus“ angesehen werden. Josef W. Stalin (1879-1953) als Nachfolger von Lenin entfernte sich noch weiter von der ursprünglichen Idee von M.. Seine willkürliche, despotische und terroristische Führer-Autokratie ruinierte flächendeckend die Gesellschaft der damaligen Sowjetunion. Die sogenannten Säuberungswellen gehören zu einem der schrecklichsten und grössten Massenmorde des modernen Zeitalters. „Die Zahl der Verhaftungen gingen in die Millionen, die Erschiessung in die Hundertausende. […] Die Untersuchungsbeamten hatten freie Hand, jede Art von Quälereien und Verstümmelungen zu ersinnen und anzuwenden.“[35] Hatten schon bei der Machtergreifung Lenins unzählige Menschen ihren Kopf hinhalten müssen, nahm das Gemetzel bei Stalin kein Ende. Forscher streiten sich über die Anzahl der Ermordungen. Mit Gunnar Heins ist anzunehmen, dass es etwa zwanzig Millionen Menschen waren. 4,4 davon in den Jahren des “Grossen Terrors“ (1936-1939).[36]

[...]


[1] Karl Marx in seiner 11. Feuerbachthese im Jahre 1845.

[2] Vgl. Volf: Zukunft der Arbeit, 13.

[3] Blume, https://www.dhm.de.

[4] Vgl. Winkler, Geschichte des Westens, 431.

[5] Vgl. a.a.O., 545ff.

[6] Ebd.

[7] Ebd.

[8] Vgl. ebd.

[9] Zeitgenössische Bezeichnung für die Jahre 1789 – 1914, in der, der Adel vorherrschend war.

[10] Vgl. ebd.

[11] Vgl. Noebel, Kampf um Wahrheit, 35.

[12] Vgl. Winkler, Geschichte des Westens, 547.

[13] Vgl. Noebel, Kampf um Wahrheit, 35.

[14] Vgl. ebd.

[15] Vgl. ebd.

[16] Vgl. Blume, https://www.dhm.de.

[17] Vgl. ebd.

[18] Vgl. ebd.

[19] Vgl. Raddatz, Karl Marx, 335.

[20] Vgl. Noebel, Kampf um Wahrheit, 35.

[21] Vgl. Zenkert, Marx, 878.

[22] Rohrmoser, Glaube und Vernunft am Ausgang, 198f.

[23] Bockmühl, Herausforderungen des Marxismus, 63.

[24] Fleischer, Marx/Marxismus II, 227.

[25] Marx; Engels, MEW Bd. 2, 171.

[26] Vgl. Rohrmoser, Glaube und Vernunft am Ausgang, 132.

[27] Marx; Engels, Marx, Engels 1946 – Manifest der kommunistischen Partei, 3f.

[28] Rohrmoser, Glaube und Vernunft am Ausgang, 198.

[29] Marx; Engels, MEW Bd. 2, 27.

[30] Dtv-Lexikon, dtv-Lexikon in 20 Bänden, 288.

[31] Vgl. a.a.O., 289.

[32] Marx; Engels, Marx, Engels 1946 – Manifest der communistic Partei, 24.

[33] Vgl. Bienert, Über Marx hinaus zu wahrem, 49.

[34] A.a.O., 50.

[35] Kolakowski, Die Hauptströmungen des Marxismus, 95.

[36] Vgl. Heinsohn, Lexikon der Völkermorde.

Details

Seiten
17
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668500570
ISBN (Buch)
9783668500587
Dateigröße
812 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v372055
Institution / Hochschule
Theologisches Seminar St. Chrischona
Note
Schlagworte
Selbstentfremdung Karl Marx Hegel Postmoderne Beschleunigung Marxismus Kapitalismus

Autor

Zurück

Titel: Marxistische Religionskritik. Die sozio-ökonomisch bedingte Selbstentfremdung des Menschen