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Ausdauertraining. Trainingsplanung Mesozyklus. Entwicklung der Grundlagenausdauer bei über 65-Jährigen

Einsendeaufgabe 2015 16 Seiten

Gesundheit - Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Ï DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Leistungsdiagnostik/ Ausdauertestung
1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person

2 ZIELSETZÜNG/ PROGNOSI:

3 TRAININGSPLANÜNG MESOZYKLÜS
3.1 Grobplanung Mesozyklus
3.2 Detailplanung Mesozyklus
3.3 Begründung zum Mesozyklus

4 LITERATTTRREGHERGHE

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDÜNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Diagnose

1.1 Allgemeine und biometrische Daten

Tabelle 1: Allgemeine undbiometrische Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Blutdruck ist der in den Gefäßen herrschende Druck; er wird in einen systolischen und einen diastolischen Druck differenziert. Er beträgt in Ruhe durchschnittlich 120/80 mmHg. Steigt der Blutdruck in Ruhe über 140/90 mmHg an, dann wird von einem Hochdruck (Hypertonie) gesprochen. Ausdauertraining führt zur Abnahme des Ruheblutdrucks (Hottenrott & Neumann, 2010, S. 55).

Tabelle 2: Blutdruckklassifikationder American Heart Association

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Herzfrequenz reagiert am schnellsten auf Beanspruchung und kann bereits nach 8 Tagen Training signifikant abnehmen (Neumann & Schüler, 1994; zitiert nach Hottenrott & Neumann, 2010, S. 37). Die erniedrigte Herzfrequenz ist nicht nur Ausdruck einer Sportherzbildung, sondern auch der Umstellung in der Funktionsweise des vegetativen Nervensystems (Vagotonie).

Tabelle 3: Normwerte Ruhepuls

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Normwerte der maximalen Sauerstoffaufnahme V02max bei Männern nach Altersgruppen (modifiziertnachFletcher etal., 1990, S. 2287)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Leistungsdiagnostik/ Ausdauertestung

Im Zuge der Leistungsdiagnostik wurde der submaximale Fahrradergometertest nach Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewählt. Dieser Test eignet sich durch das 25-Watt-Belastungssschema und einer kurzen Stufendauer (2 Minuten) besonders für leistungsschwächere, in diesem Fall ältere Personen. So ist gewährleistet, dass ein ausreichend langer Belastungszeitraum gegeben ist, damit die Möglichkeit einer sukzessiven Stoffwechselveränderung von aerob in Richtung des aerob-anaeroben Übergangsbereich ermöglicht werden kann. (Eitler & Kettenis, 2015, S. 68) Die Eingangsbelastung startet bei 25 Watt und wird stufenweise so lange gesteigert, bis eine vordefinierte Pulsobergrenze, in diesem Fall bei 115 S/min, definiert durch Voreinstufung nach Ruheherzfrequenz und Lebensalter (modifiziert nach Trunz, 2001; Institut für Prävention und Nachsorge, 2004; zitiert nach Eifler & Kettenis, 2015, S.67). Wird die definierte Pulsobergrenze erreicht, so wird die bis dahin erreichte Belastungsstufe zu Ende gefahren, d.h. Bis die zwei Minuten auf dieser Stufe vollendet sind und begleitend wird in jeder Minute die Herzfrequenz notiert. Die gefahrene Leistung (in Watt) bei Erreichen der Pulsobergrenze dient als Bewertung durch den Vergleich mit den Normwerten der jeweiligen Altersstufe und des jeweiligen Geschlechts in einer Norm-Leistungstabelle des Institut für Prävention und Nachsorge. Diese Einstufung der relativen Watt-Soll-Leistung ermöglicht sowohl einen intra- und interindividuellen Leistungsvergleich, sowie die Möglichkeit der Ableitung von individuellen Trainingsempfehlungen.

Tabelle 5: Überblick aller Parameter des WHO-Tests

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 6: Testprotokoll des Radergometertest

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person

Die Person ist aufgrund der aktuellen sportlichen Aktivität moderat ausdauertrainiert, verfügt über einen niedrigen Ruhepuls und ein überdurchschnittliches Leistungsvermögen im submaximalen Radergometertest. Da die Testperson über 65 Jahre alt ist und die Gesundheit in der Zielsetzung eine überwiegende Rolle spielt, wird diese Person als typischer Gesundheitssportler eingeordnet. Es bestehen neben leichten gesundheitliche Beschwerden, wie z.B. dem Bluthochdruck, keine weiteren orthopädischen Beschwerden. Aufgrund des Alters und Leistungsvermögens ist die Person moderat belastbar und gilt durch jahrelange Erfahrung im Fitnessstudio als fortgeschrittener Gesundheitssportler. Es gibt einige Einflüsse die die Intensitätssteuerung nach maximaler Herzfrequenz beeinflussen. „Außerdem muss die Wirkung von brady- oder tachykardisierenden Medikamenten berücksichtigt werden. Während Digitalis und negativ chronotrope Kalziumantagonisten (Verapamil, Diltiazem) vorrangig die Ruheherzfrequenz beeinflussen, senken Betarezeptorenblocker darüber hinaus die Herzfrequenz unter Belastung einschließlich HFmax. Eine mittelhohe Dosis eines kardioselektiven Betablockers senkt die Ruheherzfrequenz und die Hfmax um ca. 10 bzw. 30 Schläge pro Minute bei aber deutlich interindividueller Streuung“ (Such & Meyer, 2010, S. 310). Da es sich hierbei jedoch um Medikamente anderer Art handelt, wird die Intensitätssteuerung über die maximale Herzfrequenz erfolgen.

2 Zielsetzung/Prognose

Tabelle 7: Zielsetzung der Testperson

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

An erster Stelle steht in der Zielsetzung die Senkung des Blutdrucks und somit einhergehenden positiven Effekte wie beispielsweise die Minderung der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch das Erreichen von Normotonie des diastolisches Werts, soll die Einnahme der blutdrucksenkenden Medikamente reduziert bzw. eingestellt werden. Diese Maßnahme hat die größten Auswirkungen auf den gesundheitlichen Zustand und die Prävention verschiedener Folgeerkrankungen.

„In a meta-analysis that included studies of both normotensive and hypertensive cohorts, regular aerobic exercise produced average reductions of 4 mm Hg in systolic and 3 mm Hg in diastolic blood pressure. Based on these observed benefits, patients should be encouraged to exercise for a minimum of 30 minutes on most days of the week“ (Whelton, Chin, Xin & He, 2002; zitiert nach Calhoun et al., 2008, S. 1411).

Des Weiteren möchte die Testperson nach eigenen Aussagen die Ausdauerleistungsfähigkeit verbessern. Hierbei dient der V02max-Wert als messbare Größe, die durch den Polar Own-Index-Test bestimmt wurde. Eine Verbesserung durch ein Ausdauertraining von entsprechender Dauer und Intensität ist innerhalb eines 8-12- wöchigen Trainings nur um durchschnittlich 15-25% möglich (Hollmann & Hettinger 2000, S. 371; zitiert nach Eitler & Kettenis, 2015, S.29).

Mittlere Anstiege der V02max durch gesundheitssportliches Ausdauertraining liegen bei +3 bis +11 ml/kg/min bei Studiendauern von 5-11 Monaten (Denis, Dormois & Lacour, 1984; zitiertnach Scharhag-Rosenberger& Meyer, 2013, S. 46).

Die V02max ist in jedem Alter entwickelbar, d.h., Untrainierte können durch ein Training ihr Ausdauemiveau steigern und das erreichte Niveau durch Inanspruchnahme ihres Anpassungspotentials über 3-4 Jahrzehnte aufrechterhalten (Hottenrott & Neumann, 2010, S. 58).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Maximale Sauerstoffaufnahme in Abhängigkeit vom Lebensalter bei talentierten Ausdauersportlem und Untrainierten (Hollmann & Hettinger, 2000; Thompson, 2001; modifiziert nach Hottenrott & Neumann, 2010, S.58)

Die dritte Zielsetzung ist die Leistungssteigerung im WHO-Test durch die Verbesserung der relativen Watt-Soll-Leistung und stimmt mit den angegebenen Trainingsmotiven, der Verbesserung der Kondition und Leistungssteigerung im Alltag überein. Dieses oft subjektiv empfundene Ziel wird hier durch den Test messbar gemacht. Die Zielsetzung ist die Verbesserung von 1,64 Watt/kg KG, welches dem leicht überdurchschnittlichen Leistungsvermögen entspricht, zu 1,95 in den überdurchschnittlichen Bereich.

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Details

Seiten
16
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668522589
ISBN (Buch)
9783668522596
Dateigröße
666 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v374421
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,6
Schlagworte
ausdauertraining trainingsplanung mesozyklus entwicklung grundlagenausdauer

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Titel: Ausdauertraining. Trainingsplanung Mesozyklus. Entwicklung der Grundlagenausdauer bei über 65-Jährigen