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Der Dienst der Frauen in der Apostelgeschichte

Hausarbeit 2015 19 Seiten

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Die Rolle der Frauen im lukanischen Doppelwerk
1.1 Einführung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Grundsätzliches zur Apostelgeschichte
1.3 Zeitgeschichtlicher Hintergrund
1.3.1 Stellung der Frau in der griechisch-römischen Welt
1.3.2 Stellung der Frau im jüdischen Kontext
1.4 Wertschätzung der Frauen im Lukasevangelium

2 Von Frauen ausgeführte Dienstformen in der Apostelgeschichte
2.1 Vielfalt der Dienste
2.2 Frauen als Gastgeberinnen für Zusammenkünfte der Christen (Apg. 12, 12; 16, 15.40)
2.3 Prophetischer Dienst (Apg. 2, 17-18; 21, 9)
2.4 Priszilla und Aquila – ein antikes Pastorenehepaar? (Apg. 18)

3 Gesamtinterpretation: Der Dienst der Frau in der Apos-telgeschichte – ein Argument für den Lehr- und Leitungsdienst der Frau?

4 Literaturverzeichnis

1 Die Rolle der Frauen im lukanischen Doppelwerk

1.1 Einführung und Zielsetzung der Arbeit

[1]Bei der Diskussion über den Dienst der Frau wird die Praxis in der Apostelgeschichte (im Folgenden: Apg.)[2] immer wieder als Argument für oder gegen eine biblische Leitungs- und Lehrtätigkeit der Frau innerhalb der Gemeinde herangezogen.[3] Ziel dieser Arbeit ist es, Aufschluss darüber zu geben, welche Dienstformen die Apg. für Frauen tatsächlich kennt und beschreibt, was sie in der damaligen Zeit bedeuteten und somit zu überprüfen, ob eine derartige Argumentation – egal in welche Richtung – zulässig ist. In Anbetracht dessen, dass Lukas mehr als alle anderen neutestamentlichen Autoren geschrieben hat, wird Klarheit in diesem Bereich bereits einen entscheidenden Unterschied im „exegetischen Dschungel“ um die Frage nach dem Dienst der Frau machen.

1.2 Grundsätzliches zur Apostelgeschichte

Bevor die Betrachtung der Apg. im Hinblick auf die Aktivitäten der Frau in der Gemeinde begonnen wird, muss klar gestellt werden, dass wir aus dem Bericht des Evangelisten Lukas[4] an Theophilus[5] lediglich Anhaltspunkte über die frühchristliche Praxis finden können, jedoch keine normative Aussagen in Bezug auf den Dienst der Frau treffen dürfen.[6] Der Autor der Apg. wollte weder eine dogmatische Abhandlung über die Organisation und Struktur der Urgemeinde verfassen, noch ein Modell, das wir 1:1 kopieren sollen,[7] geben, sondern hatte ein ganz anderes Ziel vor Augen: Lukas beabsichtigte eine verlässliche Berichterstattung über die rasante Ausbreitung des Evangeliums von Jerusalem hin bis nach Rom durch das Wirken des Heiligen Geistes (vgl. Apg. 1, 8).[8]

Bemerkenswert für unsere Untersuchung ist, dass die Apg. also in nahezu rein heidenchristlichem Kontext geschrieben wurde: Ein großer Teil der Apg. spielt außerhalb Israels,[9] Lukas ist der einzige heidenchristliche Autor des Neuen Testaments[10] und auch sein Adressat ist nicht-jüdischer Herkunft.[11] [12]

1.3 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

1.3.1 Stellung der Frau in der griechisch-römischen Welt

Aus diesem Grund ist es lohnenswert, sich die Stellung der Frau in der griechisch-römischen Welt näher anzusehen. Die Meinungen über die Rechte und Möglichkeiten der weiblichen Bevölkerung im hellenistisch[13] geprägten Mittelmeerraum gehen dabei jedoch weit auseinander: „Vertreten wird einerseits eine eher pessimistische Sicht (strenge Beschränkung der Frauen auf den Bereich des Hauses), andererseits eine eher optimistische Beurteilung (größere Flexibilität in der Wirklichkeit)“,[14] so der Theologe E. Stegemann. Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass Frauen in der Gesellschaft zwar eine untergeordnete Stellung im Schatten der Männer einnahmen, aber durchaus Rechte besaßen und nicht komplett aus dem Leben in der Stadt ausgeschlossen wurden. Grundsätzlich kamen ihnen innerhäusliche Aufgaben wie Kindererziehung, Vorratshaltung und die Herstellung von Textilien zu, wobei sie je nach sozialem Status auch einflussreiche Positionen in der Gesellschaft (z.B. als Herrscherinnen) erlangen konnten. Nicht selten kamen sie (vor allem durch Erbschaften) zu beträchtlichem Vermögen, über das sie frei verfügten. Der patriarchale Einfluss nahm von Athen über Sparta, Mazedonien und Kleinasien bis hin nach Ägypten stetig ab – je weiter man also nach Westen ging, desto mehr Freiheit erfreuten sich die Frauen.[15]

Für uns besonders interessant ist ihre Beteiligung in Kult und Religion: Während die Frauen in Rom wenig Möglichkeiten der Partizipation im öffentlichen oder häuslichen Kult hatten – schon gar nicht als Priesterin –, spielten Priesterinnen in griechischen Städten eine wichtige Rolle, auch wenn es sich dann normalerweise um einen Göttinnen-Kult handelte.[16] Die Prophetie wurde dort sogar als Domäne der Frauen betrachtet. Dies alles darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Männer hier wie dort auch im Kult die Vormacht inne hatten und weit mehr Möglichkeiten hatten als Frauen.

1.3.2 Stellung der Frau im jüdischen Kontext

Gesondert davon ist die Situation der Frau im Judentum, das im gesamten Römischen Reich eine Art Sonderstellung einnahm,[17] zu betrachten. Im Sinne der Unterordnung ging man hier so weit, dass man Frauen zum Teil Sklaven und Kindern gleichsetzte und als Mann dafür dankte, nicht als Frau geboren zu sein.[18] Es ist daher nicht verwunderlich, dass der weiblichen Bevölkerung auch in der Gesellschaft kein hoher Status zuteilwurde. So galt ihr Zeugnis vor Gericht nichts, sie war im Erb- und Eherecht massiv benachteiligt und in der Religionsausübung eingeschränkt:[19] „Im Tempelbezirk durften die Frauen nur bis in den Frauenhof gehen, und dem Synagogengottesdienst durften sie nur zuhörend folgen, aber nicht aktiv mitwirken.“[20] Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass Frauen karitative Tätigkeiten ausführten und es wohlhabende Jüdinnen gab, die in der Synagoge Einfluss übten, auch wenn sie vermutlich kein Amt innehatten.[21] [22]

1.4 Wertschätzung der Frauen im Lukasevangelium

Vor diesem Hintergrund ist die Art, wie Lukas von Frauen in Jesu (jüdischem!) Lebensumfeld wie auch im Alltag der Urgemeinde berichtet, umso beträchtlicher – nicht umsonst wird er nicht nur Evangelist der Armen, sondern auch Evangelist der Frauen genannt.[23] Die beiden Kapitel, die das Lukasevangelium einrahmen, bezeugen die Wertschätzung der Frauen durch den Autor besonders. Sowohl in der Geburtserzählung (Lk. 1) wie auch in der Auferstehungsszene (Lk. 24) lässt Lukas Frauen eine Hauptrolle zukommen, indem sie jeweils die „Übermittler“ der guten Botschaft sind – einmal als Mutter des Messias (Maria) und dann als erste Zeuginnen der Auferstehung.[24] Lukas erkennt aber nicht nur – entgegen des jüdischen Zeitgeistes (vgl. 1.3.2) – das Zeugnis einer Frau an, sondern dokumentiert auch die Szene, in der Maria zu den Füßen von Jesus gelehrt wird (Lk. 10, 39.42).[25] Wie kein anderer Evangelist beschreibt er Ereignisse, in denen sich Jesus für Frauen am Rande der Gesellschaft einsetzt (z.B. Lk. 7, 12-15. 37-48; 8, 41-48; 13, 10-17), erzählt von Frauen („Jüngerinnen“) im engen Umkreis von Jesus (Lk. 8, 1-3) und auch in den Gleichnissen, die der Paulusbegleiter in sein Evangelium aufnimmt, gibt es ein Gleichgewicht zwischen den kennzeichnenden Rollen der Männer und Frauen .

Es wird also deutlich, dass der dritte Evangelist Jesu Umgang mit den Frauen herausstellen möchte. Dennoch ist auf den ersten Blick keine eindeutige Lehr-, Leitungs- oder Aposteltätigkeit von Frauen erkennbar, wohl aber der Prophetendienst (Lk. 2, 36), das Unterstützen mit dem privaten Besitz (Lk. 8, 3) sowie Verkündigung durch Frauen (Lk. 24, 9).[26] Die Art und Weise, wie Lukas Frauen Achtung und Anerkennung entgegen bringt und keinen Halt davor macht, mit damaligen gesellschaftlichen Konventionen zu brechen, sollte im Hinterkopf behalten werden, wenn wir uns nun dem Dienst der Frau in der Apg. widmen.

2 Von Frauen ausgeführte Dienstformen in der Apostelgeschichte

2.1 Vielfalt der Dienste

Es ist unschwer zu erkennen, dass Frauen von Beginn an fester Bestandteil der christlichen Gemeinden waren (Apg. 1, 14; 5, 14; 6, 1; 8, 3.12; 9, 2; 17, 4.12.34; 21, 5; 22, 4). An Pfingsten sind sie nicht nur anwesend; es wird ihnen sogar die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und die Gabe der Prophetie verheißen (2, 17-18).[27] Dennoch werden sie weder bei der Apostelwahl (1, 21) noch bei der der Diakone (6, 3) auch nur in Betracht gezogen. Wir erfahren trotzdem von einer Frau, die aller Wahrscheinlichkeit nach einen diakonischen Dienst ausführte: Tabita, die als Einzige im NT „Jüngerin“ (μαϑήτρια) genannt wird[28] und die Petrus von den Toten auferweckte (9, 36-42). Der Zusammenhang zwischen ihrem bedeutenden Dienst und ihrer Auferweckung scheint dabei groß. Neben diesem karitativen Dienst gibt die Apg., wie Ben Witherington treffend zusammenfasst, noch Anhaltspunkte für vier weitere Dienstformen in der Gemeinde: Frauen unterstützten die Gemeinde, indem sie die Versammlungen in ihrem Haus beherbergten, eine Bemerkung über die Philippus-Töchter weist auf einen prophetischen Dienst hin und Priska wird oft als Beispiel für eine Lehrerin und gleichzeitig Mitarbeiterin der Apostel gesehen.[29] Was genau sich hinter diesen vier Tätigkeiten verbirgt und ob sie eine Lehr- und Leitungsfunktion für Frauen beinhalten, soll im Folgenden untersucht werden.[30]

2.2 Frauen als Gastgeberinnen für Zusammenkünfte der Christen (Apg. 12, 12; 16, 15.40)

Im Grunde handelt es sich um nur zwei Frauen in der Apg., denen aufgrund ihrer Rolle als Gastgeberinnen für christliche Zusammenkünfte eine Leitungsposition in der frühen Kirche nachgesagt wird: Maria, die Mutter von Johannes Markus (Apg. 12, 12), und Lydia, eine Purpurhändlerin und wahrscheinlich erste Christin in ganz Europa[31] (16, 14.15.40).[32] Was letztere angeht, ist es tatsächlich nahezu unumstritten, dass in ihrem Haus die erste Gemeinde in Philippi, einer römischen Kolonie in Griechenland (16, 12), zusammenkam.[33] Anlass zu diesem Schluss geben Apg. 16, 15 und 40. Bei Maria dagegen wird spekuliert, ob es sich unter Umständen nur um ein reines Frauengebetstreffen handelte, da Jakobus und „die Brüder“ nach Apg. 12, 17 gar nicht anwesend waren.[34] Gegen eine Hauskirche in ihrem Haus und eine leitende Rolle in diesem Kontext spricht außerdem, dass sie – genauso wie Lydia – in keinem der neutestamentlichen Grußworte auftaucht,[35] die durchaus von bedeutenden Frauen in der frühen Kirche zeugen.[36] Es liegt jedoch sehr nahe, dass V. 12 ein Rückbezug auf V. 5 ist, der vom anhaltenden Gebet der ekklēsia [37] spricht. In jedem Fall ist es aber bemerkenswert, dass Petrus direkt nach seiner Befreiung das Haus der Maria aufsuchte – ob darin jetzt eine Hausgemeinde zusammenkam oder lediglich betende Frauen bleibt unklar.

Auch bleibt die Frage, ob die Quartiergeberin einer Hausgemeinde, wie es bei Lydia (und auch Nympha (Kol. 4,15)) mit Sicherheit der Fall war, damit automatisch eine Leitungs- oder Lehrtätigkeit innerhalb der Versammlungen oder der Gemeinde übernahm. Verschiedene Theologen behaupten, dass die christlichen Versammlungen in den Häusern tatsächlich häufig von den Hausherren/-innen geleitet wurden oder diese zumindest teilweise Leitungsfunktionen innehatten. Ob sich diese auf Formalitäten beschränkte, Verkündigungstätigkeiten einschlossen und bei Lydia und Maria überhaupt der Fall waren, konnte meines Erachtens nach keiner der Autoren stichhaltig belegen.[38] Witherington gibt zudem zu bedenken, dass Gastfreundschaft in den Häusern sowieso in die Rolle der Frau fiel, weshalb es natürlich war, dass sie sich um die Hauskirchen kümmerten.[39]

Ausgiebige Recherche zeigt also, dass Aussagen über Maria und Lydia als Leiterinnen und Lehrerinnen ausschließlich von Vermutungen gestützt werden und daher äußerst vorsichtig damit umgegangen werden sollte. Es kann tatsächlich sein, dass beide (oder zumindest Lydia) eine leitende Funktion im Gottesdienst oder der Gemeinde hatten – es muss aber nicht sein. Die Beweislage ist viel zu dünn, um diese beiden Frauen als Argument für oder gegen den Leitungs- und Lehrdienst der Frau zu ge- (bzw. miss-)brauchen.

2.3 Prophetischer Dienst (Apg. 2, 17-18; 21, 9)

An keinem geringeren Tag als an Pfingsten, dem zentralen Ereignis gleich zu Beginn der Apg., spricht Petrus in der ersten uns bekannten christlichen Predigt von weissagenden Töchtern und Mägden (2, 17-18). Das hier verwendete griechische Wort προϕητεύω leitet sich direkt von προϕήτης (= Prophet) ab und bedeutet so viel wie „als Prophet wirken“, „prophetisch reden“ oder „die Gottesoffenbarung verkündigen“. Die Wortherkunft zeigt eine weitere, für uns interessante, Facette: Ursprünglich war die Form der Verkündigung entscheidender Bestandteil der Bedeutung, nämlich „öffentlich“, „laut“ bzw. „offen“. Außerdem kommt demjenigen, der weissagt, immer auch Autorität und Macht zu, da er im Namen Gottes redet. Im Gegensatz zu προϕήτης (= Prophet), das sich in der Apg. 26 von 30 Mal auf alttestamentliche Propheten bezieht, beschreibt προϕητεύω alle vier Mal gegenwärtige Prophetie. Sie ist bei Lukas in erster Linie ein Zeichen für die Geistausgießung auf alle Christen, wurde aber vermutlich schon bald als Amt bzw. Dienst des Propheten institutionalisiert. Es wird jedoch stets darauf hingewiesen, dass nicht jeder, der prophezeit, automatisch auch ein Prophet im engen Wortsinn ist.[40]

[...]


[1] Das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte.

[2] Für Bibelzitate wird die Revidierte Elberfelder Übersetzung (2006) verwendet, falls nicht anders angegeben.

[3] Beispiele für solche Argumentationen: Vgl. SUKOWSKI, T. (2008), S. 118 f., 124 f.; BELLEVILLE, L. [et al.] (2005), S. 54, 180, 283 f.

[4] Zur Verfasserschaft des Lukas vgl. WEISSENBORN, T. (2012), S. 168-183 sowie HÖRSTER, G. (1998), S. 89-92, 141-146.

[5] Nach Lk. 1,3 und Apg. 1,1 ist Theophilus, ein angesehener Römer oder Grieche, als der Adressat des Doppelbandes auszumachen. Es ist darüber hinaus gut möglich, dass Lukas dennoch für einen großen, in erster Linie griechischen Leserkreis schrieb. Vgl. ebd., S. 93 und RIENECKER, F. (2000), S. 2 f.

[6] Vgl. FEE, G/STUART, D. (2002), S. 116 f., 122.

[7] Sicherlich soll uns die Gemeinde der Apg. im Gesamtbild in Bezug auf Missionseifer und Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist als Vorbild dienen, aber wohl kaum in allen Einzelheiten nachgeahmt werden. Vgl. FEE, G./STUART, D. (2002), S. 111.

[8] Vgl. ebd., S. 109; SCHOLL, N. (2007), S. 7.

[9] Zur Struktur und Gliederung der Apg. vgl. SCHNELLE, U. (2007), S. 305; CONZELMANN, H./ LINDEMANN, A. (2000), S. 348-353.

[10] Vgl. BARCLAY, W. (2006), S. 12.

[11] Siehe oben.

[12] Vgl. für diesen Abschnitt – wenn nicht anders angegeben - GÄCKLE, V. (2006), S. 168; CONZELMANN, H./LINDEMANN, A. (2000), S. 162 f. und STEGEMANN, E. (1995), S. 315-319.

[13] Unter „hellenistisch“ versteht man eine griechisch-orientalische Mischkultur. Vgl. CONZELMANN, H./LINDEMANN, A. (2000), S. 160 f.

[14] STEGEMANN, E. (1995), S. 315.

[15] Vgl. COENEN, L. (2005), S. 480; WITHERINGTON, B. (1988), S. 15.

[16] Vgl. ebd., S. 16.

[17] Den Juden wurde ein hohes Maß an Selbstverwaltung und Freiheit in Bezug auf die religiösen Kulte zugestanden. Vgl. CONZELMANN, H./LINDEMANN, A. (2000), S. 170.

[18] Vgl. SCHRAGE, W. (1982), S. 92; LOHSE, E. (1994), S. 92.

[19] Vgl. RIEPLHUBER, R. (1986), S. 35 f.

[20] LOHSE, E. (1994), S. 108.

[21] Vgl. RIEPLHUBER, R. (1986), S. 38.

[22] Vgl. für diesen Abschnitt auch BLOMBERG, C. (2004), S. 141.

[23] Vgl. MELZER-KELLER, H. (2000), S. 87; http://www.bibelwerk.ch/d/m68800 vom 18.04.2015.

[24] Die Geburt des Messias wird im Gegensatz zu Matthäus Berichterstattung aus der Sicht Marias (und Elisabeths) geschildert und sowohl der Engel Gabriel als auch Simeon (Lk. 2) sprechen zu ihr (und nicht zu Josef (vgl. Mt. 1)), wenn sie über Jesu Leben prophezeien. Vgl. dazu auch WITHERINGTON, B. (1988), S. 142.

[25] Anstatt Marta, die die traditionelle Rolle im Haushalt einnimmt, zu loben, lobt Jesus Maria, die die für Frauen ungewöhnliche Position einer Schülerin zu Füßen des Rabbis einnimmt. Vgl. ORTBERG, J. (2004), S. 28-31; RIEPLHUBER, R. (1986), S. 52 f.

[26] Ob diese Stelle für einen Verkündigungsdienst gedeutet werden kann, ist umstritten. Vgl. z.B. MOLL, S. (2013), S. 46 f.

[27] Was diese Verse für den Dienst der Frau bedeuten, wird in Punkt 2.3 behandelt.

[28] Vgl. ELBERFELDER STUDIENBIBEL (2013), S. 1999.

[29] Vgl. WITHERINGTON, B. (1988), S. 155 f.

[30] Dabei wird die Funktion der Diakonisse außer Acht gelassen, da sie kaum als Argument für eine Leitungs- und Lehrtätigkeit vorgebracht wird. Für weitere Informationen zu Tabitas Dienst vgl. ebd., S. 149-151.

[31] Vgl. RIENECKER, F./MAIER, G. (2008), S. 1010.

[32] Beispiele für diese Position: Vgl. SUKOWSKI, T. (2008), S. 125; BELLEVILLE, L. [et al.] (2005), S. 36, 54; RIEPLHUBER, R. (1986), S. 75.

[33] Vgl. z.B. WITHERINGTON, B. (1988), S. 148; RIENECKER, F./MAIER, G. (2008), S. 1010; PESCH, R. (2012), S. 105; ULONSKA, R. (2002), S. 42.

[34] Als weiteres Indiz gilt auch die Tatsache, dass eine Frau mitten in der Nacht die Tür öffnet (V. 13); vgl. WITHERINGTON, B. (1988), S. 147. Andererseits könnte V. 17 aber auch einfach einen abwesenden Teil der Gemeinde meinen, die sich gegebenenfalls in einem anderen Haus trafen.

[35] Bei der Maria in Röm. 16, 6 handelt es sich mit großer Sicherheit um eine Andere. Vgl. UTLEY, B. (1996), S. 189; EINERT, W. (2003), S. 215.

[36] Z.B. Phöbe (Röm. 16, 1-2); Priska (Röm. 16, 3-5); Junia (Röm. 16, 7). Durch die Briefe werden jedoch weitere Frauen bekannt, in deren Häusern die Gemeinde zusammenkam: In jedem Fall Nympha (Kol. 4, 15) und Priska (Röm. 16, 3-5; vgl. Punkt 2.4), evtl. auch Chloë (1.Kor. 1, 11).

[37] Das Wort έκκλησία bezeichnete grundsätzlich die gesamte christliche Gemeinschaft, wurde aber wie in diesem Fall auch für einzelne Gemeinden gebraucht. Vgl. ELBERFELDER STUDIENBIBEL (2013), S. 1929.

[38] Vgl. für diesen Absatz BECKER, J. (1987), S. 167; ALIKIN, V. (2009), S. 69 f.; RUSAM, D. (1993), S. 219; WAGNER, J. (2011), S. 48-50; GNILKA, J. (2005), S. 135; WENDEL, U. (2007), S. 70.

[39] Vgl. WITHERINGTON, B. (1988), S. 146. Einen weiteren Einwand bringt Wagner: Die Autorität der Hausgemeindeleiter war wegen der Bedeutung der lukanischen Apostel anfangs noch sehr beschränkt und nahm erst langsam zu. Vgl. WAGNER, J. (2011), S. 49.

[40] Vgl. für diese Wortstudie ELBERFELDER STUDIENBIBEL (2013), S. 1301, 2058; COENEN, L. (1993) S. 1016-1022.

Details

Seiten
19
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668547162
ISBN (Buch)
9783668547179
Dateigröße
683 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v375412
Note
1,0
Schlagworte
Frauen in der Bibel Apostelgeschichte Leitung Lehre Exegese Dienst Lukas

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Titel: Der Dienst der Frauen in der Apostelgeschichte