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Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Epidemiologie von Adipositas

Hausarbeit 2016 18 Seiten

VWL - Gesundheitsökonomie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Abstract/ Zusammenfassung

2 Methodisches Vorgehen

3 Einleitung

4 Definition und Klassifikation

5 Epidemiologie
5.1 Verhaltensbedingte Faktoren
5.1.1 Ernährung
5.1.2 Bewegung
5.2 Genetische Ursachen
5.3 Sozialer Status bzw. sozialer Aspekt

6 Conclusio

7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1-Klassifikation BMI nach Rothe

Abbildung 2-Adipositas nach Alter, Geschlecht und Sozialstatus

1 Abstract/ Zusammenfassung

Warum leiden immer mehr Kinder und Jugendliche an Adipositas? Steht Adipositas in Zusammenhang mit einem sozial schwachen Umfeld beziehungsweise sind niedriges Einkommen und Bildungsgrad der Eltern Faktoren, welche Adipositas beeinflussen?

Menschen, die an Übergewicht oder im schlimmeren Fall an Adipositas erkranken, werden mehr und mehr zum weltweiten Gesundheitsproblem mit hoher Relevanz. Experten bezeichnen die Krankheit Adipositas oft auch als neue westliche „Wohlstandskrankheit“. Dies steht in einem gewissen Widerspruch dazu, dass gesunde beziehungsweise bewusste Ernährung in gewisser Hinsicht auch teuer geworden ist.

Mittlerweile ist jedes fünfte Kind in Deutschland davon betroffen. Bei den Erwachsenen leidet sogar jeder zweite unter dieser Krankheit. Das abnehmende Bewegungsverhalten zugunsten von Computer oder Fernseher trägt maßgeblich zur Entstehung von Adipositas bei. Aber auch das veränderte Essverhalten und der damit verbundenen vermehrten Aufnahme von ungesunden Stoffen, wie Fett und Zucker in Form von Fast-Food Produkten, ist ein maßgeblicher Förderer von Adipositas. Neben den verhaltensbedingten Faktoren können auch genetische oder sozioökonomischen Faktoren Einfluss in die Entwicklung der Erkrankung haben. Die erhöhten Körperfettmaße führen zu schweren Folgeerkrankungen und gesundheitlichen Einschränkungen. Adipöse weisen eine deutlich höhere Mortalitätsrate und weit mehr Risikofaktoren auf. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herzinfarkt, Krebs etc. sind nur einige wenige Krankheiten, welche als Folge einer Adipositas-Erkrankung auftreten können. Wichtig wird sein, einer weiteren allgemeinen Gewichtszunahme der Bevölkerung durch richtig angesetzte Bewegungs- und Ernährungsprogramme und gezielten

präventiven Maßnahmen durch die Gesundheitspolitik entgegenzuwirken, sodass es zu einer rückläufigen Entwicklung kommt.

Keywords: Adipositas, Übergewicht, Kinder und Jugendliche, overweight, adiposity in children

Methodisches Vorgehen

2 Methodisches Vorgehen

Diese Literaturübersicht hat zum Ziel, die oben angeführte Fragestellung „Warum leiden immer mehr Kinder und Jugendliche an Adipositas? Steht Adipositas in Zusammenhang mit einem sozial schwachen Umfeld beziehungsweise sind niedriges Einkommen und Bildungsgrad der Eltern, Faktoren welche Adipositas beeinflussen?" anhand von vorhandenen Literaturquellen zu bestätigen beziehungsweise zu beantworten.

Es wurden hauptsächlich die von der IMC FH Krems angebotenen Datenbanken Springer Link und Science Direct beziehungsweise die Suchmaschine Google beziehungsweise Google Books verwendet. Des Weiteren wurden auch Bücher verwendet. Mit folgenden deutschen und englischen Keywords/Suchbegriffen wurde recherchiert: Adipositas, Adipositas Ursachen, Adipositas Fast Food, Übergewicht, Adipositas Kinder und Jugendliche, Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, adiposity in children, adiposity.

Es wurde versucht, möglichst viele verschiedene Autoren heranzuziehen, um eine breite, wissenschaftlich literarische Arbeit zu erstellen. Zum Weiteren wurde darauf geachtet, dass die verwendete Literatur von aktueller Bedeutung ist. Die verwendeten Arbeiten stammen aus dem Zeitraum 2004 bis 2014.

3 Einleitung

Adipositas hat in vielen, vor allem wohlhabenden Staaten, ein epidemisches Ausmaß angenommen. Mittlerweile hat das Übergewicht die Unterernährung in seiner medizinischen Bedeutung überholt beziehungsweise sogar überrundet. Alarmierende Zahlen belegen, dass Adipositas zu den bedrohlichsten Gesundheitsgefährdungen in der westlichen Welt zählt (Rauh-Pfeiffer & Koletzko, 2007). In Deutschland durchgeführte Stichproben zeigen, dass unter den 18 bis 79­jährigen Befragten 67,1 % der Männer und 53 % der Frauen an Übergewicht leiden. An Adipositas leiden rund 23,3 % der Männer und 23,9 % der Frauen. Im Vergleich zu älteren Stichproben, ist vor allem bei der jüngeren Bevölkerung ein klarer Anstieg zu verzeichnen (Kurth B.-M. , 2012, S. 3).

Übergewicht, beziehungsweise Adipositas, tritt vor allem in sozial benachteiligten Schichten, bei Migrantenkindern und bei Kindern mit übergewichtigen Eltern auf. Eine weitere in Deutschland durchgeführte Studie bei Kindern und Jugendlichen hat bei rund 15 % der Kinder und Jugendlichen Übergewicht festgestellt. Adipositas konnte bei 6,3 % nachgewiesen werden. (Rauh-Pfeiffer & Koletzko, 2007). Laut einer durchgeführten Studie von KIGGS, hat sich die Anzahl der an Adipositas erkrankten Kinder im Alter von 3-17 Jahren seit den 1990er Jahren um 50 % erhöht (Kurth & Schaffrath-Rosario, 2007).

Auch die WHO erkennt das Problem und spricht mittlerweile von einer Adipositas Epidemie und fordert auf, gezielte Maßnahmen ähnlich dem „Kampf gegen Tabak" zu setzen (Zsuzsana , 2013). „Jeder sollte die Hinweise auf den Lebensmitteln genau studieren und danach bewusst und verantwortlich gemäß den Empfehlungen der Ernährungswissenschaft entscheiden, was sie davon essen" (Zsuzsana , 2013).

Die großen Probleme von Adipositas zeichnen sich spätestens dann ab, wenn Folgeerkrankungen eintreten. Orthopädische, kardiovaskuläre Krankheiten beziehungsweise Diabetes Typ 2 sind nur einige von möglichen, welche in weiterer Folge durch Adipositas entstehen können. Eine weitere Folge wird sein, dass auf das Gesundheitssystem noch höhere Kosten zukommen werden. Die durch Adipositas zusätzlich verursachten Gesundheitskosten betrugen in Österreich im

Jahr 2004 bereits bis zu 1,1 Milliarden Euro. Berechnet man die seit damals stark ansteigende Zunahme mit ein, zeigt dies, dass die Kosten in exorbitante Höhen schnellen (Rieder, kein Datum). Für das deutsche Gesundheitssystem betrugen die durch Adipositas und daraus resultierenden Begleiterkrankungen entstandenen Kosten im Jahr 2010 bereits rund 17 Milliarden Euro (Lehnert, 2014).

4 Definition und Klassifikation

Adipositas ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen eine ernstzunehmende Krankheit, die mitunter schwere Folgeerkrankungen mit sich bringen kann. Definiert wird diese Erkrankung als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts (Deutsche Adipositas Gesellschaft, kein Datum). Auch Warschburger und Petermann definieren es sehr ähnlich, und erklären, dass bei an Adipositas erkrankten Kindern und Jugendlichen eine massive Zunahme des Körperfettgewebes vorliegt (Petermann & Warschburger, 2008, S. 1).

Die meisten Menschen verstehen unter den Begriffen Übergewicht und Adipositas ein und das selbe Wort. Es handelt sich jedoch um differenzierte Begriffe und sie können somit nicht als Synonym gehandhabt werden. Unter dem Begriff Übergewicht versteht man, dass das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße zu hoch ist (Petermann & Warschburger, 2008, S. 1).

Ob jemand übergewichtig ist, wird in der Regel mit Hilfe des Körpermassenindex, auch BMI genannt, gemessen. Die Berechnung ist sehr einfach mit den beiden Indikatoren Gewicht und Körpergröße durchzuführen. Mit untenstehender Formel erfolgt die Berechnung (Deutsche Adipositas Gesellschaft, kein Datum).

Zum Beispiel bei einem Mann mit 95 kg und einer Größe von 185 cm.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Ergebnis beträgt 27,8 kg/m2 (Deutsche Adipositas Gesellschaft, kein Datum).

Das daraus resultierende Ergebnis muss nun eingeordnet werden. Ein Wert unter 18,5 kg/m2 wird als Untergewicht bezeichnet. Werte, die zwischen 18,5 kg/m2 und 25 kg/m2 liegen, werden als Normalgewicht eingestuft. Laut WHO liegt dann ein Übergewicht vor, wenn der BMI größer als 25 kg/m2 ist (WHO, 2002). Diese Form des Übergewichtes wird auch als Präadipositas bezeichnet (zwischen 25 - 30 kg/m2). Adipositas Grad I liegt dann vor, wenn sich die Werte zwischen 30 - 35 kg/m2 einpendeln. Grad II zwischen 35 - 40 kg/m2 und Adipositas Grad III bei Werten über 40 kg/m2 (Kurth B.-M. , 2012). Auch Ina Rothe definiert die Klassifikation des Körpermassenindex gleich (Rothe, 2009).

Abbildung 1-Klassifikation BMI nach Rothe

Klassifikation BMI:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Adipositas bei Kinder und Jugendliche, Ina Rothe

Gemäß Petermann und Warschburger werden Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen mithilfe von Perzentilen für den Body-Mass-Index (BMI) definiert. Ab einem BMI-Wert oberhalb der 90. Perzentile liegt ein Übergewicht vor. Befindet sich der BMI oberhalb der 97. Perzentile spricht man von Adipositas. Perzentile bedeuten, dass der Body-Mass-Index in Bezug auf den BMI anderer Kinder und Jugendliche im selben Alter und Geschlecht angegeben wird. Das bedeutet also, dass ein Wert oberhalb der 90. Perzentile höher ist als der, der BMI von 90 % der Kinder und Jugendlichen (Petermann & Warschburger, 2008, S. 1)

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Details

Seiten
18
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668590557
ISBN (Buch)
9783668590564
Dateigröße
556 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v377010
Institution / Hochschule
FH Krems
Note
2
Schlagworte
fettleibigkeit kindern jugendlichen epidemiologie adipositas

Autor

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Titel: Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Epidemiologie von Adipositas