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Vom Nutzen regelmäßiger Meditation für Führungskräfte. Meditation im Führungskontext

Hausarbeit 2016 15 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Prolog

1. Einführung

2. Führung im Lichte der Herausforderungen unserer Zeit
2.1. Führung aus buddhistischer Betrachtungsweise

3. Meditation

4. Meditation und Forschung
4.1. Medizinische Effekte der Meditation
4.2. Meditation und Stressbewältigung
4.3. Meditation zur Konzentrationssteigerung und erhöhten Präsenz
4.4. Meditation zur Persönlichkeitsentwicklung

5. Meditation und Führung

6. Fazit

7. Quellen
7.1. Online-Quellen

Prolog

„In alten Zeiten, als die Führer um das Wohlergehen ihrer Untertanen noch besorgt waren, wollten sie ihre Staaten weise regieren. Um ihre Staaten weise zu regieren, strebten sie zuerst danach ihre Familie in Ordnung zu bringen. Bei dem Streben nach der Ordnung in ihren Familien, mussten sie bemüht sein, gute Menschen zu werden. Für das Ziel gute Menschen zu werden, trachteten sie danach, ihre Herzen zu reinigen. Beim Trachten, nach der Reinigung ihrer Herzen, durften sie nur noch aufrichtige Gedanken haben. In dem Bemühen um aufrichtige Gedanken arbeiteten sie an der Vergrößerung ihres Wissens. Und bei der Vergrößerung ihres Wissens entdeckten sie die Beweggründe für die Taten der Menschen.

Nachdem sie die Beweggründe für die Taten der Menschen entdeckt hatten, vergrößerte sich ihr Wissen. Aufgrund ihres großen Wissens konnten sie nur noch aufrichtige Gedanken haben. Die aufrichtigen Gedanken reinigten ihre Herzen rein. Sobald ihre Herzen rein waren, wurden sie zu guten Menschen. Als gute Menschen gelang es ihnen, ihre Familien in Ordnung zu bringen. Mit geordneten Familien konnten sie ihre Staaten weise regieren. Und nachdem ihre Staaten weise regiert wurden, lebten ihre Untertanen in Wohlergehen und Glück“

(Kong Qin [Konfuzius], 551 – 479 v Chr.)

1. Einführung

Noch bis in die 1990er Jahre herrschte in der westlichen Wirtschaft das Paradigma vor, dass Führungskräfte in erster Linie Leistung zu erbringen und zu funktionieren haben. Sie sollten stets hochwirksam sein und sich an der Front gegen jegliche Widerstände bewähren. Faktoren wie Stress, Überforderung oder ethische Bedenken in Entscheidungsprozessen wurden als Privatangelegenheit eingeordnet und waren dementsprechend am Wochenende oder im Urlaub zu kompensieren.

Seitdem hat sich in der Wirtschaft einiges geändert: Achtsamkeit und Meditation wird immer öfter diskutiert und in Form von Coaching- oder Weiterbildungsformaten angeboten. Erste Konzerne verschiedenster Branchen engagieren Meditationslehrer, die ihre Führungskräfte schulen. Im Juni 2014 veröffentlichte das Managermagazin unter dem Titel „Innenansichten eines Chefs“ sogar einen Artikel, in dem sich Führungspersönlichkeiten aus Dax-Konzernen beim Meditieren abdrucken ließen und über ihre Erfahrungen sprachen. Es scheint, als sei das Zeitalter einer neuen Führungskultur angebrochen, die sich langsam aber stetig ausbreitet. Ein solcher Wandel ist auch dringend notwendig, denn noch gehört durch Fehltritte, Skandale und Ungerechtigkeiten erzeugtes Leid in Unternehmen und auch in der Politik fast zum Alltag und ist oft ‚schlechter Führung‘ geschuldet.

Im Rahmen meines Masterstudiums Ethik und Organisation befasse ich mich unter anderem damit, wie Führungskräfte solches Leid verringern und sich den (ethischen) Problemstellungen unserer Zeit, wie z.B. Konflikte, soziale Ungleichheit, Klimawandel etc. stellen können. Die häufig diskutierten formalen Praktiken oder Regularien wie Compliance-Richtlinien, Corporate Social Responsibiliy und Gesetzgebungen sind dazu meiner Meinung nach nicht ausreichend, um eine menschengerechtere und umweltfreundlichere Wirtschaft zu schaffen. Vielmehr glaube ich, dass sich Führungskräfte ihrer gesellschaftlichen Verantwortung erst im innersten Kern ihres menschlichen Seins bewusst werden müssen – Meditation ist ein möglicher Weg einen solchen Prozess anzustoßen.

Diese kurze Hausarbeit verfasse ich demnach als kurzes Plädoyer für regelmäßige Meditation im Führungsalltag. Dazu skizziere ich zunächst die Verantwortung, die eine Führungsperson trägt. Anschließend gehe ich auf den Begriff der Meditation ein und diskutiere Forschungserkenntnisse, um letztendlich aufzuzeigen, welcher praktische Nutzen sich daraus für Führungskräfte ableiten lässt.

2. Führung im Lichte der Herausforderungen unserer Zeit

Unter einer Führungskraft wird in dieser Arbeit eine Person verstanden, die eine entsprechende formale Position in institutionellen Strukturen innehat und dementsprechend Verantwortung für eine Unternehmung, deren Angehörige und auch deren Umwelt trägt. In unserer Gesellschaft, die geprägt ist von einer stetigen Expansion der realen Abhängigkeiten, in der Handlungsfolgen immer weniger absehbar sind und das Leben immer weiter entfernter anderer beeinträchtigen, stellt eine solche Position eine hohe Bürde dar (vgl. Ortmann 2010: S.247). Führungspersonen müssen Leitbilder vorgeben, Werte definieren, Vertrauen schaffen und Entscheidungen treffen – vor allem ‚die Richtigen‘.

Besinnt man sich auf die indoeuropäischen Wurzeln der Wörter ‚Leitung‘ und ‚Leadership' so gehen diese auf ‚leith‘ zurück, dass so viel bedeutet wie ‚nach vorne gehen‘, ‚in ein neues Gebiet gehen‘ oder auch ‚sterben‘. Die Wortwurzel verweist also geradezu darauf, „dass die Erfahrung des Loslassens der alten Welt und des Eintauchens in eine neue Welt die innere Essenz jedes Führungsgeschehens ist“ (Scharmer 2013: S.468f.). Gerade die großen Herausforderungen unserer Zeit wie Klimawandel, Massenarmut, gewalttätige Konflikte und ein absehbarer Veränderungsbedarf in den traditionellen Einrichtungen der Regierung, des Gesundheitswesens, der Wirtschaft und der Bildung verlangen nach einer neuem Typus von Führungsperson, der es wagt, Altes loszulassen und neue Wege einzuschlagen.

2.1. Führung aus buddhistischer Betrachtungsweise

Dalai Lama, das Oberhaupt der tibetischen Exilregierung, spricht dabei gar von Führungs persönlichkeiten, also Menschen in Verantwortungspositionen, die aktiv daran arbeiten, ihre Persönlichkeit und ihre Führungsqualitäten zu entwickeln. Nach der buddhistischen Auffassung zeichnet sich eine solche Führungspersönlichkeit dadurch aus, dass sie die ‚richtigen Entscheidungen‘ trifft. In erster Linie heißt dass, das sie im Sinne der buddhistischen Ansicht von wirtschaftlicher Tätigkeit, die Produktion, Konsum und andere wirtschaftliche Aktivität nicht als Selbstzweck, sondern stets als Mittel zum Wohl des Einzelnen der Gesellschaft und der Umwelt ansieht und ihre Handlungen so ausrichtet, dass sie einem guten Leben dienen. ‚Richtige Entscheidungen‘ können nach den Prinzipien der Rechten Anschauung und dem Rechten Handeln gefunden werden: Die Rechte Anschauung hängt dabei davon ab, dass sich die jeweilige Person in einer guten geistigen Verfassung befindet und sich von negativen Gedanken und Emotionen freimacht. Außerdem sollte sie sich bewusst sein, mit welcher Absicht sie eine Handlung durchführen will und dass diese stets ‚dem Guten‘ dient. Ein Bewusstsein über das bedingte Entstehen, Gegenseitige Abhängigkeit und die Vergänglichkeit – alles Prinzipien die aus dem Gesetz von Ursache und Wirkung folgen – ist dabei dem Entscheidungsprozess dienlich. Das Rechte Handeln beinhaltet hingegen, dass die Person auch stets authentisch und integer den Prinzipien folgt, die sie selbst verkündet (vgl. Dalai Lama 2008: S.20-53).

Der Dalai Lama beschreibt die Umsetzung der Rechten Anschauung und des Rechten Handelns als eine große Herausforderung, die den meisten Menschen nur mit einer geistigen Schulung gelingt. Diese Schulung soll ermöglichen, dass der Geist in allen Situationen ruhig, gesammelt und konzentriert ist, er gleichzeitig beweglich und offen bleibt und Entscheidungen auch in schwierigen Situationen gut bedacht getroffen werden können. Buddhisten haben zu diesem Zweck in ihrer Jahrtausende langen Praxis eine große Zahl solcher geistigen und meditativen Übungen entwickelt (vgl. ebd. S. 63f.). Wie diese auch in der westlichen Welt von Nutzen sein können soll im weiteren Verlauf herausgestellt werden.

3. Meditation

An dieser Stelle soll zunächst das der Hausarbeit zugrundeliegende Verständnis von Meditation umrahmt und dazu auf die Etymologie der Begrifflichkeit eingegangen werden. Im Altindischen wird für die Meditation der Begriff ‚samâdhi‘ verwendet, was mit dem Aufsteigen zu höheren Bewusstseinsformen übersetzt werden kann. In der deutschen Sprache leitet sich ‚meditieren‘ hingegen etymologisch vom lateinischen ‚meditari‘ ab, das so viel wie ‚nachdenken‘, ‚überdenken‘, ‚sinnen‘, ‚sich vorbereiten‘ und ‚sich einüben‘ bedeutet. Auch im Altgriechischen finden wir ‚médomai‘ (≈ ich ersinne) sowie im althochdeutscen ‚mezzōn‘ (≈ ermessen). Der deutsche Philosoph, Theologe und Psychotherapeut Rupert Lay vertritt die Theorie, dass „in allen diesen Worten eine Stammverwandtschaft mit ‚Mitte‘ vorhanden ist“ (Lay 1979: S.13) und geht daher davon aus, dass die ursprüngliche Bedeutung der Meditation in engem Bezug zu ‚in die Mitte gehen‘ oder ‚aus der Mitte kommen‘ steht. Letztlich existiert bis heute jedoch keine allgemein anerkannte Definition für den Begriff der Meditation. Dies hat den Hintergrund, dass viele unterschiedliche Techniken als Meditation verstanden werden können und diese als religiöse, spirituelle oder säkulare Praxis betrieben werden kann. An dieser Stelle wollen wir uns zunächst darauf einigen Meditieren als einen Prozess des ‚in die Mitte Gehens‘ und ‚aus der Mitte Kommens‘ zu verstehen, also als ein Nach-innen-gehen, dass dazu verhilft die eigene Mitte zu finden und dem Menschen die höchste Konzentration seiner Fähigkeiten abverlangt (vgl. Lay 1979: S.13).

4. Meditation und Forschung

Meditationspraktiken erhielten in unseren westlichen Kreisen lange Zeit nur wenig Beachtung und wurden, wenn überhaupt, nur vor dem Hintergrund persönlicher und spiritueller Erfahrungen diskutiert. Doch im Zuge der 1968er Bewegung gewannen sie in Europa und den USA an Popularität und auch die Wissenschaft wurde auf sie aufmerksam: Verschiedene Fachdisziplinen, wie die Medizin, Neurowissenschaften und Psychologie begannen vermehrt dazu zu forschen; rund 200 Studien und Publikationen werden inzwischen pro Jahr dazu veröffentlicht (vgl. Kohtes 2014: S.34). Sie belegen letztendlich das, was bereits in jahrtausendealten Schriften nachzulesen ist: Mediation und Bewusstseinstraining kann positive Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit des Menschen haben und der Persönlichkeitsentwicklung förderlich sein.

In der Forschung wird Meditation heute vor allem „als mentales Training, als Methode zur Selbstregulation verstanden“ (vgl. Ott 2010: S.153) und die traditionellen Techniken sowie ihre Wirkung auf Basis moderner wissenschaftlicher Modelle erklärt. Dabei ist an dieser Stelle besonders zu betonen, dass viele verschiedene, uneinheitliche Meditationstechniken zum Gegenstand der Forschung gemacht werden. So gibt es einerseits bewegungsorientierte Verfahren wie Tai Chi, Qigong, Drehtanz der Sufis, Yoga, dynamische Meditation nach Osho und andererseits bewegungslose „stille“ Methoden, vorwiegend im Sitzen, während derer die Aufmerksamkeit spezifisch auf eine Tätigkeit oder ein Objekt ausgerichtet wird, wie z.B. auf den Atem, eine Visualisierung, ein Mantra oder eine Körperregion. So ist bei den im Folgenden vorgestellten Forschungsergebnisses zu beachten, dass diese sich auf teils auf sich erheblich voneinander unterscheidende Meditationspraktiken beziehen und die Erkenntnisse dementsprechend nicht auf alle Techniken generalisierbar sind (vgl. Ott 2010: S.141f.).

4.1. Medizinische Effekte der Meditation

Die Gesundheit der Mitarbeiter und Führungskräfte stellt das wichtigste Kapital von Unternehmen dar. Eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin weist auf, dass sich die Kosten durch krankheitsbedingte Produktionsausfälle allein im Jahr 2014 auf rund 52 Milliarden Euro belaufen. Der Verlust der Arbeitsproduktivität insgesamt (also Ausfall der Bruttowertschöpfung) wird sogar auf rund 90 Milliarden Euro geschätzt (vgl. BAuA: 2014: S.1). Verantwortungsvollen Unternehmen sollten gleichzeitig auch aus menschlicher Perspektive an der Gesundheit ihrer Mitarbeiter gelegen sein: Erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität und die persönliche Entfaltung. Die Meditationsforschung kann inzwischen nachweisen, dass Achtsamkeitspraktiken positive Effekte auf die Gesundheit haben. Basis für diese gesundheitsförderlichen Effekte ist die damit einhergehende physiologische Entspannungsreaktion. Besonders in Untersuchungen zu bekannten Methoden wie der Transzendentalen Meditation[1], der Benson-Methode[2] oder MBSR-Programmen[3] konnten aufzeigen, wie sich beim Praktizierenden mit der Zeit ein Zustand tiefer Entspannung einstellt (vgl. Ott 2010: S. 158f.). Dadurch wird Stress gelöst und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert, was sich wiederum positiv auf das Immunsystem auswirkt. Die Wirksamkeit von Meditation konnte dementsprechend schon bei vielen stressbedingten Erkrankungen und Symptomen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Problemen, Entzündungen, Ängsten, Depression und Schlafproblemen nachgewiesen werden. Hintergrund ist ein Prozess der Selbstheilung, der durch die Meditation angeregt wird: Im limbischen Motivations- und Belohnungszentrum, dem Glückszentrum des Gehirns, wird die Autoregulation aktiviert. Endogenes Morphin wird frei, dieses führt zur Ausschüttung von Stickstoffmonoxid, welches wiederum anti-entzündlich ist, die Gefäße erweitert, den Blutdruck senkt und sowohl das Schmerzempfinden, als auch das Immunsystem reguliert (vgl. Büssing/ Kohls 2011: S.28f./ Kohtes 2014: S.35f.).

4.2. Meditation und Stressbewältigung

Die Wirksamkeit von Meditation als Methode zur Stressbewältigung wurde im Jahre 2009 in einer breit angelegten Meta-Analyse zu MBSR Aufgezeigt. Die Autoren Müller und Ziehen kamen zu dem Ergebnis, dass achtsamkeitsbasierte Meditationsverfahren bei gesunden Menschen mit normaler bis erhöhter Stressbelastung langfristig die psychische Gesundheit fördern und eine Stressminderung herbeiführen können (Ott 2010: S.166). Aus einer Längsstudie, auch aus dem Jahre 2009 geht gleichzeitig hervor, das bereits nach einem achtwöchigen MBSR-Kurs bedeutsame Veränderungen im rechten Mandelkern (Amygdala) im Gehirn zu verzeichnen waren: Die Dichte der grauen Substanz nahm dort bedeutsam ab[4] (vgl. Ott 2010: S.181). Die Amygdala ist Teil des limbischen Systems im Gehirn und wesentlich an der Entstehung von Angst beteiligt, soll aber auch bei der Wahrnehmung von affekt- und lustbetonten Stimuli beteiligt sein (Adolphs 2004). Eine geringere Aktivierung der Amygdala ermöglicht ein gelasseneres und reflektierteres Reagieren auf prekäre Situationen (vgl. Kohtes 2014: S.40). In einer weiteren Längsschnittuntersuchung konnte nach einem achtwöchigen Meditationstraining sogar festgestellt werden, dass sich die Veränderung der Amygdala-Aktivierung auch auf nicht-meditative Zustände überträgt. Hier werden allerdings auch die unterschiedlichen Effekte von verschiedenen Meditationstechniken deutlich. So führt etwa die Ausübung des Compassion-Trainings, ein Programm dass an die tibetische Meditation über das Mitgefühl anlehnt, zu einer gesteigerten Amygdala-Aktivierung bei negativen Stimuli (vgl. Desbordes et al 2012).

[...]


[1] Die Transzendentale Meditation geht zurück auf den Inder Maharishi Mahesh Yogi, der sich auf die philosophische Tradition des indischen Monismus berief: Im Vordergrund steht die Lehre von der Einheit allen Seins. In einer hinduistischen Zeremonie wird dem Schüler nach geheimen Schlüssel ein personalisiertes Mantra zugewiesen, dass dieser jeden Morgen und Abend je 15-20 Minuten seiner Meditation zugrundelegen soll. Maharishi vertritt die These dass der Mensch durch die Meditation zum Mitgestalter des kosmischen Geschehens wird und so kreative Intelligenz und kosmisches Bewusstsein erlangen kann (vgl. Dehn/ Eißler 2011).

[2] Der Kardiologe Herbert Benson überarbeitete in den 1970er Jahren die Transzendentale Meditation, sodass die säkulare Benson Methode entstand, die vor allem durch das Buch „The Relaxation Response“ im Jahre 1975 besonders an Popularität gewann. In einer betont wissenschaftlichen Vorgehensweise wird ein meditativer Zustand herbeigeführt, indem sich der Praktizierende bei jedem Ausatmen auf ein Wort (z.B. Eins) konzentriert und dementsprechend ablenkende Gedanken loslässt. Ziel ist die Herbeiführung einer tiefen Entspannung (vgl: Guttmann; Bestenreiner 1991: S.183f.)

[3] Die MBSR-Methode (Mindful-Based Stress Reduction) ist ein in den 1970er Jahren von Jon Kabat-Zinn hochgradig strukturiertes und standardisiertes, achtwöchiges Programm zur Stressbewältigung. In den Gruppensitzungen werden Körperübungen aus dem Yoga und der Achtsamkeitsmeditation praktiziert, achtsames Verhalten im Alltag geübt, sowie Kurzvorträge zu Themen wie Stressbewältigung etc. gehalten. Ziel ist, dass das erlernte Verhalten auf den Lebensalltag übertragen werden kann.

[4] In Experimenten mit Versuchstieren konnte hingegen nachgewiesen werden, dass die Dichte der grauen Substanz bei Dauerstress zunimmt. Eine Verkleinerung spricht für einen gelasseneren Umgang mit Stress (vgl. Ott 2010: S.181).

Details

Seiten
15
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668548268
ISBN (Buch)
9783668548275
Dateigröße
867 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v377475
Institution / Hochschule
Universität Witten/Herdecke
Note
1,3
Schlagworte
Meditation Führung Führungskraft Ethik Führungsethik Management Achtsamkeit Persönlichkeitsentwicklung

Autor

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Titel: Vom Nutzen regelmäßiger Meditation für Führungskräfte. Meditation im Führungskontext