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Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA

Seminararbeit 2017 37 Seiten

VWL - Außenhandelstheorie, Außenhandelspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkurzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen zu Freihandelsabkommen
2.1 Definition Freihandelsabkommen
2.2 Definition tarifarer und nichttarifarer Handelshemmnisse
2.3 Definition Zollunion und Freihandelszone

3 Die Freihandelsabkommen der EU mit Drittstaaten

4 Der Handel zwischen der EU und den USA

5 Das Transatlantische Freihandelsabkommen
5.1 Inhalte des Abkommens
5.2 Auswirkungen auf den Handel
5.2.1 Effekte des TTIP auf den deutschen AuRenhandel
5.2.2 Effekte des TTIP auf den europaischen AuRenhandel
5.2.3 Effekte auf den nordamerikanischen AuBenhandel
5.2.4 Sektorale Auswirkungen auf den EU-US- Handel
5.3 Auswirkungen auf das reale Pro-Kopf-Einkommen
5.3.1 Zollszenario
5.3.2 Tiefe Liberalisierung
5.4 Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
5.4.1 Wachstumseffekte
5.4.2 Beschaftigungseffekte
5.5 Kontroverse Aspekte

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die wichtigsten Handelspartner der EU

Abbildung 2: Die wichtigsten Handelspartner der USA

Abbildung 3: Die Anteile von China, der EU und der USA am weltweiten Warenexport

Abbildung 4: Veranderungen des realen Pro-Kopf-Einkommens (Zollszenario)

Abbildung 5: Veranderungen des Pro-Kopf-Einkommens (tiefe Liberalisierung)

Abbildung 6: Auswirkungen von tarifaren und nichttarifaren Handelshemmnisse

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ubersicht uberdie nichttarifaren Handelshemmnisse

Tabelle 2: Veranderung des deutschen Auftenhandels mit ausgewahlten Partnerlandern

Tabelle 3: Veranderung des deutschen Auftenhandels mit den GIIPS-Landern

Tabelle 4: Veranderung des deutschen Auftenhandels mit den BRICS-Staaten

Tabelle 5: Veranderungen des Handels der EU mit den EU-Nachbarstaaten

Tabelle 6: Veranderungen des Handels der GllPS-Staaten mit den USA

Tabelle 7: Veranderungen der Handelsbeziehungen Groftbritanniens

Tabelle 8: Veranderung des Handels der USA und Kanadas

Tabelle 9: Sektorale Handelseffekte von TTIP auf den EU-US-Handel

Tabelle 10: Prognostizierte BIP-Wachstum aus unterschiedlichen Studien

Tabelle 11: Prognose uber neu entstehende Arbeitsplatze

Abkurzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Freihandelsabkommen sollen den Handel zwischen Staaten verbessern und vorrangig zu Wohlfahrtsgewinnen der beteiligten Handelspartner fuhren. Dies wird in den meisten Fallen uber den Abbau von diversen Handelsbarrieren zwischen den Beteiligten erreicht.

Die Europaische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika streben nach einem transatlantischen Freihandelsabkommen, um ihre Handelsbeziehungen auszubauen. Die ersten Gesprache dazu haben 1995 stattgefunden, wurden jedoch nicht konkret weiterverfolgt. Seit 2013 sind die Verhandlungen erneut aufgenommen worden. Jedoch war bisher keine endgultige Einigung moglich.

Aus diesem Grund beschaftigt sich die vorliegende Arbeit mit den moglichen Auswirkungen der transatlantischen Handelspartnerschaft. Um die Effekte analysieren zu konnen, wird Bezug zu mehreren Studien genommen. Auf Grundlage dieser Studien werden die positiven Aspekte sowie kontroverse Argumentationen betrachtet.

Dazu werden im folgenden Kapitel die notwendigen theoretischen Grundlagen zu Freihandelsabkommen und dabei moglichen Barrieren erlautert. Aufbauend wird die Ausgangssituation fur die Betrachtung eines moglichen Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA dargelegt. Dafur wird anhand der bestehenden Freihandelsabkommen und konkreten Zahlen uber den aktuell vorliegenden AuBenhandel der beteiligten Staaten die Ist- Situation beschrieben. Das anschlieBende Kapitel befasst sich konkret mit dem TTIP und dessen Auswirkungen. Dabei werden vorrangig die moglichen Anderungen auf den Handel zwischen den Beteiligten, das jeweils reale Pro-Kopf-Einkommen in den Staaten und die Arbeitsmarktanderungen eingegangen. AbschlieBend werden kontroverse Aspekte zu dem transatlantischen Freihandelsabkommen aufgefuhrt.

Ziel ist es so herauszustellen, welche Bedeutung das Eingehen eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA fur die Beteiligten hat. Dabei werden ebenso die sonstigen Handelspartner der beiden betrachteten Wirtschaftsmarkte beleuchtet.

2 Theoretische Grundlagen zu Freihandelsabkommen

Im folgenden Kapitel werden die theoretischen Grundlagen erlautert, welche zum Verstandnis der vorliegenden Arbeit notig sind. Dazu zahlen Themen wie Freihandelsabkommen, Handelshemmnisse, Zollunionen und Freihandelszonen.

2.1 Definition Freihandelsabkommen

Unter dem Begriff Freihandel ist der Guterhandel zwischen mindestens zwei Landern zu verstehen, welcher ohne staatliche Beschrankungen des Handels gekennzeichnet ist. Somit ist dieser Handel frei von Zollen oder sonstigen Handelsbeschrankungen.[1] Bei einem Freihandelsabkommen handelt es sich um einen volkerrechtlichen Vertrag, welcher zwischen Staaten geschlossen wird. Hierbei wird zwischen bilateralen und multilateralen Abkommen unterschieden. Ein bilaterales Abkommen liegt vor, sobald zwei Staaten einen Vertrag untereinander schlieBen. Im Gegensatz dazu handelt es sich um einen multilateralen Vertrag, wenn mehr als zwei Staaten ein Handelsabkommen eingehen. Innerhalb dieses Vertrags werden die zuvor verhandelten Ziele und die zu erfullenden MaBnahmen der jeweiligen Staaten festgehalten. Ein Freihandelsabkommen beinhaltet daher eine Vielzahl von Regulierungen, an welche sich die beteiligten Staaten halten mussen. Neben der grundlegenden Vereinbarung uber die Beseitigung von Zollen werden unter anderem auch Sicherheits- sowie Umweltstandards durch ein solches Abkommen geregelt.[2]

Das Ziel eines solchen Abkommens ist es, Barrieren abzubauen, welche den Handel erschweren. Somit soll ein Wirtschaftswachstum innerhalb der beteiligten Staaten erreicht werden. Neue Markte konnen leichter erschlossen werden und die Moglichkeit fur zusatzliche Arbeitsplatze entsteht. Weiterhin kann durch den Freihandel das Angebot an Waren erweitert werden, wobei sich die einzelnen Guterpreise verringern konnen.[3] Solch ein Freihandelsabkommen kann gewisse positive und negative Effekte mit sich bringen, auf welche im weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit naher eingegangen wird.

2.2 Definition tarifarer und nichttarifarer Handelshemmnisse

Handelshemmnisse sind bestimmte MaBnahmen, welche eingesetzt werden um den Waren- und Dienstleistungshandel zwischen zwei Landern zu begrenzen. Durch solche Barrieren wird in den internationalen Guter- und Leistungsaustausch eingegriffen, um die inlandischen Wirtschaftssektoren vor der auslandischen Konkurrenz zu schutzen.[4] Grundsatzlich werden die Handelshemmnisse in tarifare und nichttarifare Handelshemmnisse unterteilt und stellen zwei Instrumente der AuBenpolitik dar.

Die tarifaren Handelshemmnisse umfassen monetare Eingriffe, welche den Guter- und Leistungsaustausch beeinflussen. Hierbei gibt es unterschiedliche Moglichkeiten solche Handelsbeschrankungen vorzunehmen. Zu den gebrauchlichsten Methoden der tarifaren Handelshemmnisse gehoren Mindestpreise, Exportsubventionen und Zolle.[5] Die am haufigsten genutzte Methode stellt der Mindestpreis dar, welcher vom Staat fur ein bestimmtes Produkt eingefuhrt wird. Diese MaBnahme wird genutzt, um eine Preisstabilitat zu erreichen. Somit darf das Produkt nicht unter dem festgelegten Preis verkauft werden. Exportsubventionen dienen als Unterstutzung seitens des Staates fur das Exportieren von bestimmten Produkten. Oftmals kann es passieren, das inlandische Unternehmen ihre Produkte im Ausland aufgrund von zu hohen Produktionskosten nur unter erschwerten Bedingungen absetzten konnen. Durch Exportsubventionen kann der exportierende Staat das Produkt im Ausland gunstiger anbieten und hat eine Chance gegen die inlandische Konkurrenz.[6] Eine weitere Variante der tarifaren Handelshemmnisse stellen Zolle dar, welche beim grenzuberschreitenden Warenverkehr anfallen. Diese eignen sich besonders dann, wenn inlandische Unternehmen deutlich hohere Produktionskosten fur ein Produkt aufweisen, als dies bei auslandischen Unternehmen der Fall ist. Durch die Besteuerung des Imports von bestimmten Produkten wird das Importieren von Gutern fur auslandische Unternehmen deutlich unattraktiver.[7]

„Nicht-tarifare Handelshemmnisse sind alle nicht auf Zollen beruhenden Handelshemmnisse, die eine Einschrankung oder Behinderung des AuBenhandels bewirken.“[8] Die nichttarifaren Handelshemmnisse dienen als Schutz der inlandischen Wirtschaft. Folglich wird den auslandischen Teilnehmern der Zugang zum inlandischen Markt erschwert.

Die Unterteilung der nichttarifaren Handelshemmnisse erfolgt in preisbezogene, mengenbezogene und administrative MaBnahmen. Zu diesen nichttarifaren Handelshemmnissen lassen sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Formen zuordnen, welche aus Tabelle 1 hervorgehen.[9] [10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Obersicht uber die nichttarifaren Handelshemmnisse[10]

Zu den preisbezogenen Vorschriften gehoren beispielsweise Exportsubventionen und Ausfuhrsteuern. Bei den Exportsubventionen handelt es sich um staatliche Zuschusse an heimische Industrien, welche Guter ins Ausland exportieren. Dahingeben sind unter Ausfuhrsteuern Abgaben zu verstehen, welche Exporteure an den Staat leisten mussen.[11]

Bei den mengenbezogenen MaBnahmen handelt es sich beispielsweise um Import- und Exportkontingente. Diese Kontingente sind Wert- bzw. Mengengrenzen, welche fur die Ein- und Ausfuhr von Waren festgelegt sind.[12]

[...]


[1] Vgl. May/Wiepcke (2012), S. 257.

[2] Vgl. Klimenta (2014), S. 12.

[3] Vgl. Felbermayr/Larch/Kruger/Flach/Yalcin/Benz (2013), S. 9 f.

[4] Vgl. Gelbrich/Muller (2011), S. 578.

[5] Vgl. Then de Lammerskotter (2004), S. 98.

[6] Vgl. Steinrucken (2011), S. 291 f.

[7] Vgl. Neumair/Schlesinger/Haas (2012), S. 68.

[8] Buter (2007), S. 15.

[9] Vgl. Krugman/Obstfeld (2006), S. 252.

[10] Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Donges (1981), S. 785.

[11] Vgl. Wagner (1999), S. 34.

[12] Vgl. Then de Lammerskotter (2004), S. 98.

Details

Seiten
37
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668548466
ISBN (Buch)
9783668548473
Dateigröße
642 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v377498
Institution / Hochschule
Fachhochschule Stralsund
Note
1,3
Schlagworte
freihandelsabkommen ttip

Autoren

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