Lade Inhalt...

Freizeitsport. Was ist das eigentlich?

Hausarbeit 2012 10 Seiten

Sport - Sportarten: Theorie und Praxis

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursprung Freizeitsport

3. Aufgabengebiete der Spiele

4. Freizeitsport – Leistungssport

5. Definition Freizeitsport

6. Freizeitspiele im Unterricht

7. Schluss

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Sport ist für mich Flucht aus der Wirklichkeit.“ [1]

(Tamás Széchy, ungarischer Schwimmtrainer der Nationalmannschaft ).

Dieses Zitat ist ein gutes Beispiel dafür, wie heute Sport gesehen wird und wofür man ihn braucht bzw. wofür er betrieben wird. In der heutigen Zeit des hektischen Arbeitsleben, wird der Ausgleich zu diesem immer wichtiger, und da die Leute immer mehr freie Zeit haben, im Gegensatz zu früher, wo der Tag fast nur aus Arbeit bestand, nutzen viele diese Zeit, um sich vom Stress des Alltags zu erholen. Sie nutzen das große Angebot an Freizeitsport und nahezu jeder hat schon einmal Freizeitsport betrieben oder betreibt ihn immer noch. Jeder benutzt dieses Wort bzw. Begriff Freizeitsport. Doch was ist dieser Freizeitsport? Was bedeutet eigentlich Freizeitsport? Wo kommt der Begriff eigentlich her? Dies möchte ich im Folgenden erläutern und schildern. Dafür werde ich zunächst einmal auf den Ursprung eingehen. Anschließend werde ich den Freizeitsport genauer beschreiben und von anderen Arten des Sporttreibens unterscheiden und einteilen. Nachdem der Freizeitsport näher erklärt wurde, werde ich einige Punkte zur Definition des Begriffs darbringen. Zur Abrundung werde ich noch kurz etwas zu freizeitbezogenen Sportunterricht sagen, da dieser auch im Lehrplan gefordert wird und Kinder schon von Klein auf wissen sollten was Freizeitsport ist.

2. Ursprung Freizeitsport

Wenn man sich einmal die historische Entwicklung des Freizeitsport anschaut, wird man feststellen, dass es zwei wichtigen Bewegungen und Wurzeln gibt. Die ersten Entwicklungsstufen sind die Trimm-Aktionen des Deutschen Sportbundes in den 1970 Jahren. Dort hat man versucht durch Werbeaktionen wie „Trimming130“ oder auch Sport- und Spielfeste der Bevölkerung das Mitspielen näher zubringen. Ebenfalls wurde auch Trimm-Parks bzw. - Parcours in ganz Deutschland aufgebaut.[2] Durch solche Aktionen und Parcours wollte der deutsche Sportbund der Bevölkerung einen Chance bzw. Möglichkeit bieten, dass sie sich mit Hilfe von sportlicher Bewegung und Betätigung körperlich leistungsfähig halten. Ein anderer Grund war, dass dem weitverbreiteten allgemeinen Bewegungsmangel entgegengewirkt werden sollte und Anreize zum Bewegen geschaffen werden sollten.[3] Die zweite Entwicklungsstufe oder Wurzel des Freizeitsports entstand in den 1980 Jahren. Damals wollte man eine alternative Bewegungskultur aufbauen, welche von den traditionellen Sportangeboten weggeht, hin zu einer neuen Spiel- und Bewegungskultur und somit vollkommen neue Bewegungsformen hervorbringen. Eine Studie in Nordrheinwestfalen hat hervorgebracht, das 70 % der dort lebenden Bevölkerung sich körperlich betätigen. Bei der MAREPS-Studie gaben die befragten Personen an, dass sie rund 120 verschiedene Aktivitäten ausüben, darunter auch sehr exotische Aktivitäten, wie Tai-Chi. Die Favoriten jedoch sind Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen, Joggen und Fitness. Jedoch geht in der heutigen Zeit immer mehr der Trend hin zu den Bewegungsformen Jogging und Walking bzw. Nordic-Walking.[4] Somit lässt sich aufzeigen, dass die Aktionen in den ´70 und ´80 Jahren dafür gesorgt haben, das die Bevölkerung sich sportlich betätigt und weggegangen ist von den traditionellen Sportformen, diese jedoch nicht vollkommen außer Acht gelassen wurden. Hierbei muss man erwähnen, dass die Entwicklung, die zu den heutigen Trends geführt hat nicht vom Staat oder von den Ländern systematisch gefördert wurde. Somit ist für die Trendentwicklung nicht der Staat verantwortlich, sondern die Hersteller der Sportartikel. Diese steuern und lenken durch Angebot und Preis die Entwicklung und die aktuellen Trends des Freizeitsports.[5]

3. Aufgabengebiete der Spiele

Das Aufgabengebiet des Freizeitsports ist sehr vielfältig, deshalb wird der Bereich aufgeteilt in unterschiedliche Formen des Spielens, die bestimmte gemeinsame Merkmale aufweisen. Der Freizeitsport wird in die sogenannten wettkampforientierten und die nicht-wettkampforientierten, freizeitbezogenen Spiele unterteilt. Die wettkampforientierten Spiele sind, wie man bereits am Namen hört und merkt Spiele, die einen geregelten Wettkampfbetrieb haben, wie Volleyball.[6] Hier muss man allerdings hinzufügen, dass es sich bei dieser Form des Spieles nur in den unteren und mittleren Leistungsbereichen bzw. Ligen um eine Form des Freizeitsport handelt.[7] Die freizeitbezogenen Spiele hingegen beschränken sich auf das vielseitige Turnen, wobei jedoch Turnen hier viele verschiedene Bewegungsformen auszuüben und das Miteinander spielen bedeutet. Diese beiden Kategorien werden auch als Sportspiel und Freizeitspiel bezeichnet, auf die nun im folgenden genauer eingegangen wird. Zunächst einmal das Sportspiel. Das Sportspiel zeichnet sich durch bestimmte Charakteristika aus, welche hier jetzt genauer erörtert und genannt werden sollen.

Das vorrangige Ziel und der Sinn dessen ist, der Erfolg und der Sieg, welcher angestrebt wird. Somit wird ein Wettkampf- und Leistungsverhalten von den Spielern erwartet. Damit dies möglichst fair abläuft, muss man diese Spiele Organisieren und Verbände gründen. Es werden Liga und Rundenspiele veranstaltet, um den Wettkampfcharakter hervorzuheben, um somit auch einen direkten Leistungsvergleich zu erstellen. Was zusätzlich noch eingeführt werden muss, um die Fairness zu gewährleisten ist ein normiertes Regelwerk das für jeden gleichermaßen gilt und das nicht von Region zu Region unterschiedlich ist. Weiterhin ist es auch nicht möglich einen geregelten, fairen Rundenwettkampf durchzuführen ohne das Anlegen von präparierten und normierten Wettkampfanalgen, wie zum Beispiel beim Fußball der Rasenplatz mit seinen bestimmten Ausmaßen die er benötigt, damit darauf im Ligamodus gespielt werden darf. Dies macht das Sportspiel abhängig und kann nicht überall praktiziert werden. Ein weiteres Charakteristika ist, dass nicht jeder es spielen kann. Es gibt hohe technische Voraussetzungen, die benötigt werden um bei einer Mannschaft mitzuspielen oder akzeptiert zu werden. Damit dies möglich ist, braucht man einen längeren Lernprozess, um die technischen Feinheiten und Raffinessen kennenzulernen und sie zu beherrschen. Wenn all diese Punkte erfüllt werden handelt es sich um ein Sportspiel.[8] Das Freizeitspiel hingegen weist andere Merkmale und Charakteristika auf. So ist bei dieser Art von sportlicher Betätigung das gesellige Miteinander untereinander ein sehr wichtiger Punkt. Damit ist gemeint, dass wirklich jeder Freizeitsport betreiben kann, egal wie alt oder jung er ist oder wie sportlich oder unsportlich er ist. Normalerweise liegt dem Freizeitspiel kein Wettkampfgedanke zugrunde, jedoch wie oben bereits erwähnt gibt es auch Freizeitsport, bei dem es um das Wettkämpfen geht, allerdings nur auf Amateurniveau. Weiterhin gibt es nur ein einfaches Regelwerk, welches jederzeit abgeändert werden kann, um sich situativ anzupassen. Es gibt keine Organisation bzw. einen organisierten Wettkampfbetrieb, Ausnahme wiederum die oben bereits genannten wettkampforientierten Spiele. Im Gegensatz zum Sportspiel benötigt man keine oder nur ein geringes Maß an technischen Fertigkeiten und taktischem Können, da jeder mitspielen soll und kann. Somit muss man nicht längere Zeit die Spielhandlungen lernen, sondern kann sofort mitmachen. Ebenfalls anders ist, dass man keine befestigten Sportanlagen braucht und somit unabhängiger ist von solchen Sportstätten. Die meisten Spiele können überall und zu jederzeit ausgeübt werden.[9] Da nun die zwei verschiedenen Arten von Freizeitsport erläutert und näher gebracht wurden wird im Folgenden auf die Abgrenzung Freizeitsport zu Leistungssport eingegangen.

[...]


[1] Széchy,Tamás.http://www.zitate.de/db/ergebnisse.php?sz=2&stichwort=&kategorie=Sport&autor=(eingesehen am 08.08.2011)

[2] Ferrauti, Alexander (Hg.) (2006): Trainingswissenschaft im Freizeitsport. Symposium der DVS-Sektion Trainingswissenschaft vom 7. - 9. April 2005 in Bochum. Hamburg: Czwalina.

[3] http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=1259952.html (eingesehen am 08.08.11)

[4] Ferrauti, Alexander (Hg.) (2006): Trainingswissenschaft im Freizeitsport. Symposium der DVS-Sektion Trainingswissenschaft vom 7. - 9. April 2005 in Bochum. Hamburg: Czwalina.

[5] Ferrauti, Alexander (Hg.) (2006): Trainingswissenschaft im Freizeitsport. Symposium der DVS-Sektion Trainingswissenschaft vom 7. - 9. April 2005 in Bochum. Hamburg: Czwalina.

[6] Deutscher Turner-Bund (1984): Freizeitspiele. München: BLV Verlagsgesellschaft.

[7] Ferrauti, Alexander (Hg.) (2006): Trainingswissenschaft im Freizeitsport. Symposium der DVS-Sektion Trainingswissenschaft vom 7. - 9. April 2005 in Bochum. Hamburg: Czwalina.

[8] Deutscher Turner-Bund (1984): Freizeitspiele. München: BLV Verlagsgesellschaft.

[9] Deutscher Turner-Bund (1984): Freizeitspiele. München: BLV Verlagsgesellschaft.

Details

Seiten
10
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668559578
ISBN (Buch)
9783668559585
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v378702
Institution / Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Sportzentrum
Note
1,7
Schlagworte
freizeitsport

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Freizeitsport. Was ist das eigentlich?