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Motivation, Emotionen und Emotionstheorien. Einsendeaufgaben im Studiengang Allgemeine Psychologie

Hausarbeit 2016 22 Seiten

Psychologie - Allgemeine Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • 1 B1
  • 1.1 Motivation
  • 1.2 Motiv
  • 1.2.1 Leistungsmotiv
  • 1.2.2 Machtmotiv
  • 1.2.3 Anschlussmotiv
  • 1.3 Motivmessung
  • 1.3.1 Motivmessung TAT
  • 1.3.2 Die Gitter- Technik
  • 1.3.3 Sonstige Messmethoden
  • 1.3.4 Das Multi-Motiv-Gitter
  • 2 B2
  • 2.1 Emotionen
  • 2.1.1 Affekt
  • 2.1.2 Gefühl
  • 2.1.3 Stimmung
  • 2.1.4 Empathie
  • 2.2 Klassifikation der Emotionen
  • 2.3 Basisemotionen im Hinblick auf Diversity Management
  • 3 B3
  • 3.1 Emotionstheorien
  • 3.1.1 James-Lange-Theorie
  • 3.1.2 Die Cannon-Bard-Theorie
  • 3.1.3 Die Zwei-Komponententheorie nach Schachter und Singer
  • 3.1.4 LeDoux Theorie
  • 3.2 Nutzen und Anwendung der Theorie
  • Literaturverzeichnis
  • Verzeichnis der Internetquellen

1 B1

 

Was ist der Unterschied zwischen Motivation und Motiv? Beschreiben sie drei grundlegende Motive ausführlich und beleuchten sie diese anhand je eines Beispiels. Wie lassen sich Motive messen und welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus den jeweiligen Messmethoden? Ein Unternehmen möchte eine Führungskraft einstellen und sucht ein neuen Kollegen für ein Team. Wie sollen die Personalauswahlprozesse vor diesem Hintergrund gestaltet werden? Begründen Sie Ihre Entscheidungen.

 

1.1 Motivation

 

Das Wort Motivation ist Ausdruck für sämtliche Prozesse, die der Richtungsgebung, Initiierung und der Aufrechthaltung psychischer und physischer Aktivitäten dienen. Der Begriff stammt von dem lateinischen Verb „movere“ das „bewegen“ bedeutet. [1] Die Motivation ist eine Voraussetzung und ein Auslöser für das Handeln.[2] Wichtig ist zu beachten, dass Motive und die zusammenhängende Motivation vorhanden sind obwohl sie für die Menschen nicht sichtbar sind. Um ihre Bedürfnisse zu befriedigend, handeln Menschen absichtsvoll und zielgerichtet. Dieses Verhalten kann intrinsisch wie extrinsisch sein. Das intrinsische Verhalten wird durch innerpsychischen oder physiologischen Ablauf ausgelöst. Unter extrinsischerr Motivation versteht man ein Verhalten, das durch äußere Reize hervorgerufen wird.[3]

 

1.2 Motiv

 

Im Vergleich zur Motivation, sind Motive als Anreize der menschlichen Handlungen definiert, deren Aufgabe es ist, sich der Zielerreichung zu nähern.[4]. Es kann also gesagt werden, dass ein Motiv, welches Entscheidungswahrscheinlichkeit und Anreiz beinhaltet, zur Motivation und somit Ausführung der eigentlichen Handlung führt.[5] Die Motivation muss nicht mit dem Motiv zusammenhängen, sondern Menschen werden durch Anreiz zum Handeln motiviert.[6]

 

1.2.1 Leistungsmotiv

 

Das Leistungsmotiv ist der meist erforschte Themenbereich der Motivationspsychologie. Unter Leistungsmotiv versteht man ein Verhalten, bei dem sich die Person mit speziellen Gütestandards auseinandersetzt. Zugleich gilt beim Motiv Leistung ein bestrebtes Verhalten zu zeigen, eine Aufgabe zu bewältigen, etwas äußerst gut zu machen und sich selbst zu übertreffen oder sich im Wettbewerb mit anderen zu beweisen. In der eigenständigen Lösung der Aufgabe, der Zufriedenheit und dem Stolz liegt der Anreiz für die Handlung.[7] Das Leistungsmotiv ist durch die Komponenten Hoffnung auf Erfolg und Angst vor Misserfolg geprägt.[8]

 

1.2.2 Machtmotiv

 

Menschen die ein Machtmotiv besitzen, möchten Einfluss auf andere nehmen und Kontrolle über sie besitzen. Zugleich zeichnet diese Personen ihre Selbständigkeit und Dominanz aus, sowie die Übernahme von wichtigen Entscheidungen.[9] Das Machtmotiv besteht aus sechs verschiedenen Machtquellen, wie die Belohnungsmacht, legitimierte Macht, Vorbildmacht, Expertenmacht, Informationsmacht und die Bestrafungsmacht.[10] Die Antriebstendenz des Machtmotivs besteht aus Hoffnung auf Macht und Furcht von Verlust der Kontrolle.[11] Als Beispiel wird die Bestrafungsmacht beschrieben. In einer Firmenabteilung gibt es eine Führungskraft die ein starkes Machtmotiv besitzt. Ein Mitarbeiter fragt seinen Vorgesetzten ob er seine Schicht wechseln kann. Sein Vorgesetzter hat ihm keine Genehmigung gegeben, da er zuvor keine Überstunden gemacht hat. Wichtig ist anzumerken, dass das Machtmotiv nicht nur negativ zu beurteilen ist. Vorgesetzte die das Machtmotiv richtig einsetzen, können anderen etwas beibringen und ein gutes Vorbild für ihre Mitarbeiter sein. Sie können ein Gefühl von Wirksamkeit und Stärke vermitteln.[12] Für die Messung des Machtmotivs wird wie beim Leistungsmotiv das TAT Testverfahren benutzt.[13]

 

1.2.3 Anschlussmotiv

 

Das Anschlussmotiv zielt auf ein harmonisches Umgehen mit seinen Mitmenschen ab. Personen mit einem hohem Anschlussmotiv haben eine positive Ausstrahlung, besitzen Toleranz gegenüber anderen, sind kontaktfreudig und empfinden Konflikte als belastend.[14] Ein ausgeprägtes Anschlussmotiv ist für eine Führungskraft nachteilig, da ihr Handeln dadurch sehr beeinflusst wird von der Hoffnung auf Anschluss und der Angst vor Zurückweisung, daher kann die Führungskraft in diesem Fall ihre Entscheidungen nur sehr schwer umsetzen. Eine erfolgreiche Führungskraft besitzt ein hohes Machtmotiv, ein mittleres bis hohes Leistungsmotiv und ein niedriges Anschlussmotiv.[15] Beispiel: Eine Familie hat ein Restaurant eröffnet in dem alle Familienmitglieder tätig sind. Der Vater ist Vorgesetzter und es fällt ihm schwer, konsequente Entscheidungen zu treffen, weil er das Arbeitsklima und die familiären Verhältnisse nicht gefährden möchte.

 

1.3 Motivmessung

 

1.3.1 Motivmessung TAT

 

Um die Stärke des Leistungsmotivs zu erfassen wurde im Jahre 1953 von David McClelland und seinen Kollegen ein Messinstrument entwickelt. Die Teilnehmer des Thematischen Apperzeptionstests (TAT) beauftragten Teilnehmer zur mehreren Abbildungen Geschichten zu erfinden. Die Auswertung des Leistungsmotivs wird in nAch (need for achievement) formuliert. Angenommen die Probanden erhalten ein Bild mit einem Jungen der Geige spielt, durch die Bildbeschreibung kann festgestellt werden ob die Person einen hohen oder einen niedrigen nAch Wert besitzt. Teilnehmer mit einem hohen nAch Wert würden das Bild z.B. so interpretieren: der Junge steigert sich in den Geigenstunden und ist bereit seine Freizeit und sein soziales Leben zu opfern um seinen Traum, ein großer Geiger zu werden, zu verwirklichen. Während Probanden mit einen niedrigen nAch Wert angeben, dass der Junge wünscht die Geige zu spielen aber dass er nicht über die nötige Mittel verfügt. Ein hoch stehender nAch Wert weist nicht zwingend auf Erfolg im Beruf hin, obwohl in der Forschung von David McClelland und Carol Franz im Jahre 1992 belegt wurde, dass Personen mit diesem Motiv ein höheres Gehalt verdienten und höheren beruflichen Status erreichten.[16] Nachteil dieses Verfahrens ist ungenügend Reliabilität und Objektivität, sowie die aufwändige Auswertung die sehr zeitintensiv ist.[17]

 

1.3.2 Die Gitter- Technik

 

In diesem Testverfahren erhalten die Teilnehmer 18 Bilder aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen. Unter jedem Bild sind 18 Aussagen angeboten, zwischen welchen die Probanden auswählen können, welche nach ihrer Annahme am besten auf die in der Bildsituation dargestellte Person passt. Im Vergleich zum TAT hat die Gitter-Technik zufriedenstellendere Reliabilität aufgewiesen und sich in der Forschung bewährt. [18]

 

1.3.3 Sonstige Messmethoden

 

Die Bemängelung am TAT hat zur Entwicklung weiterer Fragebögen geführt, die zur Messung des Leistungsmotivs eingesetzt werden können. Nachfolgend werden stellvertretend drei Inventare beschrieben, welche auch in der derzeitigen Leistungsmotivationsforschung eingesetzt werden,.[19]

 

Beim MARPS (Mehrabian Achievement Risk Preference Scale) werden Verhaltensweisen erfasst, die Kennzeichen für erfolgsmotivierte Personen sind. Darunter versteht man die Bevorzugung mittelschwere Aufgaben, eine realistische Zielvorsetzung und das Unabhängigkeitsstreben. Der LMT (Leistungsmotivationstest) ist eine Version für Jugendliche. Entwickelt wurde der LMT im Jahre 1970 von Hermans. In der „Achievement Motives Scale“ (AMS) werden die Verhaltensmerkmale Erfolgszuversicht und Misserfolgsängstlichkeit auf zwei Skalen erfasst. Bei diesen Fragebogenverfahren handelt es sich um den Informationsgewinn über die eigene Tüchtigkeit.[20]

 

1.3.4 Das Multi-Motiv-Gitter

 

Das Multi-Motiv-Gitter misst alle drei Motive. Den Probanden stehen 14 Darstellungen mit Aussagen zur Verfügung zwischen den ausgesucht werden kann.[21] Ein bedeutungsvoller Vorteil des Multi-Motiv-Gitters ist, dass die Testpersonen die Testergebnisse kaum beeinflussen können.[22] Im beruflichen Zusammenhang haben Ergebnisse des MMG gezeigt, dass das Anschlussmotiv für gute interpersonale Beziehungen zuständig ist, das Machtmotiv ist ein Indikator für Tätigkeiten, die Prestige bringen und hoch angesehen sind. Ein hohes Leistungsmotiv ist ein Anzeichen für eine gute berufliche Entwicklung. Der Vorteil dieses Testverfahren besteht darin, dass die Auswertung nicht zeitintensiv aber ökonomischer ist und dass die Kennwerte die Erwartung der Testtheorie erfüllen.[23] Daraus lässt sich ableiten, dass die Testverfahren für die Motivmessung nicht eindeutig empirisch belegt werden können, da Motive nicht direkt beobachtbar sind und es daher schwierig ist ein Testverfahren auszusuchen, das so zuverlässig ist, dass daraus ein aussagekräftiger Personalauswahlprozess erfolgen kann. Das Multi-Motiv-Gitter kann bei diesem Verfahren als Unterstützung genutzt werden, allerdings sollte man sich nicht vollkommen darauf verlassen.

 

2 B2

 

Was sind Emotionen? Was ist der Unterschied zu Affekt, Gefühl, Stimmung und Empathie? Was versteht man unter Basisemotionen? Diskutieren sie das Wissen um die Basisemotionen im Hinblick auf Diversity Management und zeigen sie mögliche Probleme anhand eines selbst gewähltes Beispiels aus dem beruflichen Alltag auf.

 

2.1 Emotionen

 

Emotionen sind Ausgangspunkte der menschlichen Erfahrung. Außerdem erweitern Emotionen den Kontakt mit Menschen und Natur und geben der Erinnerung Bedeutung.[24] Eine klare allgemeine Definition von Emotionen wurde bis heute nicht gefunden.[25] Dennoch wurden in der Literatur von Gerrig und Zimbardo (2008) die Emotionen so zusammengefasst:“ Heutzutage definieren Psychologen Emotionen als ein komplexes Muster körperlicher und mentaler Veränderungen, darunter psychologische Erregung, Gefühle, kognitive Prozesse und Reaktionen im Verhalten als Antwort auf eine Situation, die als persönlich bedeutsam wahrgenommen wurde.“[26]

 

2.1.1 Affekt

 

Das Wort Affekt entstammt dem lateinischen Ausdruck „afficere“ und bedeutet „anregen“. Als Affekt wird ein körperlicher und seelischer Erregungseffekt bezeichnet, der sich nach seiner Dauer, Intensität und Qualität unterscheidet. Beschrieben wird er auch als Verhaltensmuster, welches von außen beobachtbar ist und Ausdruck eines individuellen Gefühlzustandes ist, welcher in klarer Veränderung des Gesichtsausdrucks, der Bewegungsweisen und Stimmführung deutlich wird.[27] Dieser Begriff wird oft als eine starke und kurze Emotion verstanden, wobei der Begriff Affekt in der Emotionsforschung kaum verwendet wird.[28]

Details

Seiten
22
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668620094
ISBN (Buch)
9783668620100
Dateigröße
692 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v379078
Institution / Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,0
Schlagworte
motivation emotionen emotionstheorien einsendeaufgaben studiengang allgemeine psychologie

Autor

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Titel: Motivation, Emotionen und Emotionstheorien. Einsendeaufgaben im Studiengang Allgemeine Psychologie