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Portfolio zur Zulassung als Lehrkraft im Integrationskurs "Deutsch als Zweitsprache"

Gemäß der Integrationskursverordnung nach § 15 Abs. 2 IntV herausgegeben vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg

Hausarbeit 2017 34 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Unterrichtsfeinplanung
1. Arbeitsblatt / Unterrichtsfeinplanung zu einer auszuwählenden Fertigkeit oder zu kombinierten Fertigkeiten und zu einem auszuwählenden Thema
Zielgruppe
Lehrwerk(e) und weiteres Unterrichtsmaterial
Lernziel/e
Lerninhalte
Abkürzungen
2. Arbeitsblatt / Unterrichtsfeinplanung für 90 Minuten
Wie es in der folgenden Stunde weitergehen könnte

2. Analyse von Lehrwerken
1. Arbeitsblatt / Analysen von Lehrwerken
Erläuterung der Wahl des Analyseschwerpunktes
2. Arbeitsblatt / Analysen von Lehrwerken Angaben zum Unterrichtsmaterial
2.1. Zielgruppe
2.2. Zielsetzung
2.3. Aufbau
2.4. Methodische Schwerpunkte
2.5. Methodische Ansätze
2.6. Welche Hinweise finden Sie zu dem von Ihnen gewählten Aspekt im Lehrwerk und im Lehrerhandbuch?
2.6.1. Hinweise zur BD für TN, die schneller fertig sind!
2.6.2. Hinweise zur BD für TN, die lernstärker sind!
2.6.3. Hinweise zur BD für TN, die langsamer sind!
2.6.4. Hinweise zur BD für TN, die Schreiben nicht gewöhnt

3. Arbeitsblatt / Analysen von Lehrwerken

4. Arbeitsblatt / Analysen von Lehrwerken

3. Selbsteinschätzung der Lernerfahrungen
3.1. Welche Lernziele und Lerninhalte der Zusatzqualifizierung waren für Sie besonders wichtig und aufschlussreich?
3.2. Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit der Umsetzung der Lernerträge aus der Zusatzqualifizierung im eigenen Unterricht gemacht? Welche Fragen haben sich ergeben?
3.3. Welche Kenntnisse/Erkenntnisse haben Sie erworben oder erweitert? Welche Anregungen und Ideen haben Sie bekommen?
3.4. Woran wollen Sie weiterarbeiten? Benennen Sie Ziele und Maßnahmen, die Sie im Rahmen Ihrer weiteren beruflichen Tätigkeit für wichtig halten. Wie wollen Sie die Erkenntnisse aus dem Seminar künftig weiterentwickeln? Worauf werden Sie in Zukunft als DaZ-Lehrkraft in der beruflichen Praxis besonders achten?
3.5. Wie schätzen Sie allgemein Ihren Lernfortschritt ein?

Literaturverzeichnis

Zusatzmaterialien: 2. Arbeitsblatt / Unterrichtsfeinplanung

Unterrichtsfeinplanung zu einer auszuwählenden Fertigkeit oder zu kombinierten Fertigkeiten und zu einem auszuwählenden Thema

Erstellen Sie eine Unterrichtsfeinplanung in Form einer Lehrskizze für eine Unterrichtseinheit von 90 Minuten zu einem auszuwählenden Thema:

Zielgruppe:

Bei den TN handelt es sich um eine heterogene Gruppe, die nach dem Einstufungstest mit dem Unterrichtsniveau A1 gebildet wurde. Die Gruppe besteht aus 20 Teilnehmern und setzt sich aus 5 Frauen und 15 Männern im Alter von 19 bis 46 Jahren zusammen. Die meisten stammen aus Syrien, 3 TN kommen aus Eritrea, 2 TN stammen aus dem Iran, eine Teilnehmerin kommt aus Somalia, eine aus Rumänien und ein Teilnehmer, der fließend arabisch spricht, aus Italien. Einige haben studiert, die meisten anderen haben eine Schulbildung erfahren. Die Frau aus Rumänien hat für das Niveau A1 sehr gute Fähigkeiten im Sprechen, Hören, Schreiben und Lesen. Auch der TN aus Italien weist diese Fähigkeiten auf wie auch zwei TN aus Syrien, die durch ihre guten Sprachfertigkeiten sowohl im mündlichen wie im schriftlichen Bereich auffallen. Die meisten TN aus Syrien beteiligen sich aktiv am Unterricht und sind leistungsmäßig gut im Mittelfeld zu verankern. Probleme gibt es hauptsächlich beim Satzaufbau im mündlichen sowie im schriftlichen Bereich und bei der Aussprache harter Konsonanten und Diphthonge. Auffällig sind die drei TN aus Eritrea, die deutlich schwächer im mündlichen und schriftlichen Bereich sind. Hier ist unklar, ob und wie lange eine Schulbildung stattfand. Dazu kommt, dass die 3 TN in ihrer Art und Weise sehr zurückhaltend sind und sich sehr unauffällig im Unterricht benehmen. Sie weisen im Vergleich zu den anderen TN ein sprachliches Defizit in allen Bereichen (Sprechen, Hören, Schreiben und Lesen) auf, sind aber sehr freundlich und aufnahmebereit. Die Teilnehmerin aus Somalia wiederum ist sehr gut in allen Bereichen und sehr hilfsbereit gegenüber den TN aus Eritrea. Die TN aus dem Iran (eine Frau und ein Mann) sind auch sehr gut in den meisten Bereichen. Sie haben die meisten Schwierigkeiten bei der Aussprache und dem Satzbau. Ein Teilnehmer aus Syrien spricht sehr gut englisch, kann sich auch mit einigen Redemitteln gut auf Deutsch verständigen, hat aber große Probleme beim Lesen und Schreiben.

Alle TN streben das Niveau A1 an, für das 180 Stunden eingeplant wurden.

Lehrwerk(e) und weiteres Unterrichtsmaterial:

Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo (2009): Berliner Platz 1 NEU – Deutsch im Alltag, Lehr- und Arbeitsbuch inkl. 2 Audio-CDs, Berlin und München: Langenscheidt. [Meine Schüler haben ein Buch vom Klett Verlag, in dem die Zusatzmaterialien „Im Alltag EXTRA“ nicht enthalten sind.]

Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo (2009): Berliner Platz 1 NEU – Deutsch im Alltag, 2 CDs zum Lehrbuchteil, Berlin und München: Langenscheidt.

Kaufmann, Susan; Köker, Anne (2010): Berliner Platz 1 NEU – Deutsch im Alltag – Lehrerhandreichungen, Berlin und München: Langenscheidt.

Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz (2013): Berliner Platz 1 NEU – Deutsch im Alltag, Intensivtrainer, München: Klett-Langenscheidt GmbH, pdf.

Rodi, Magret (2013): Berliner Platz 1 NEU – Deutsch im Alltag, Testheft, München: Klett-Langenscheidt GmbH, pdf.

Kopiervorlagen aus dem Internet:

http://deutsch-im-duett.de/berliner-platz-neu-1.html

https://www.klett-usa.com/_downloads/lupo/BP1_Neu_Kopiervorlagen_LHR_K42.pdf

Whiteboard, Whiteboardmarker, Lernplakat, Bilder = Sätze bilden in GA/PA, Wortkarten zum Zerschneiden, Scheren, Beispieluhr …

Seiten:

Lehrbuchteil, Kapitel 4 „Wie spät ist es?“, S. 44 + 45: Verbformen | trennbare Verben + Aussprache (Wortakzent und Rhythmus)

Arbeitsbuchteil, Kapitel 4 „Wie spät ist es?“, S. 168 bis S. 171

Im Alltag Extra, Zusatzkapitel 4 „Wie spät ist es?“, S. 244 + 245

Lehrerhandreichungen, Kapitel 4 „Wie spät ist es?“, S.34 + 35

Intensivtrainer, Kapitel 4 „Wie spät ist es?“, S. 23 - 27

Lernziel/e:

Lernziel für die Stunde:[1]

Die TN können über einen/ihren Tagesablauf sprechen und trennbare Verben richtig anwenden.[2]

- Einführung: Bildergeschichte – Sätze zuordnen und ordnen
- Lesen der geordneten Sätze
- Kontrolle WS: Hinweis auf Verben – trennbare Verben
- Gespräch zum Text

Teillernziele:

LZ 1: TN können im Dialog einen Tagesablauf formulieren
TLZ 1.1: TN können den Tagesablauf verstehen
TLZ 1.2: TN können einschlägigen WS anwenden
TLZ 1.3: TN können trennbare Verben + Satzklammer anwenden
TLZ 1.4: TN können die Verbformen richtig betonen und die Melodie des Satze intonieren

Pragmatisches Lernziel [3] für die ganze Lektion:

Die TN können Uhrzeiten und Tageszeiten verstehen und angeben, nach der Uhrzeit fragen, nach Öffnungszeiten fragen und Öffnungszeiten angeben, einen Veranstaltungskalender lesen, über den Tagesablauf sprechen und sich verabreden.

Kognitive Lernziel[4] für die ganze Lektion:

Die TN wissen, dass es trennbare Verben gibt und an welcher Stelle die einzelnen Wortbestandteile im Satz stehen. Sie wissen, dass das Verb auf Position 2 und das Präfix am Satzende steht. Auch wissen sie, dass bei dem Verb mitkommen nach dem „ mit“ oft noch eine Information folgt.

Lerninhalte:

WS: schriftlicher und mündlicher Gebrauch der Uhrzeiten

GR: trennbare Verben, temporale Angaben

Aussprache/Phonetik: Wortakzent und Rhythmus

Soziale pragmatische Kenntnisse der Personalpronomen und deren Konjugation

Kommunikative Fertigkeiten in Hörverstehen, Leseverstehen, Sprechen und Schreiben

Um Uhrzeiten und Tageszeiten verstehen, nach der Uhrzeit und Öffnungszeiten fragen und diese angeben, einen Veranstaltungskalender lesen, über den Tagesablauf sprechen und sich verabreden zu können, brauchen die Lernenden z. B. die Verben aufwachen, aufstehen, anfangen, anmachen, einkaufen, mitkommen … Sie müssen die erste, zweite und dritte Person Singular und die dritte Person Plural (Sie) kennen. Die TN müssen wissen, dass der Wortakzent bei den trennbaren Verben immer auf dem 1. Wortteil liegt und das „getrennte“ Verb einen Teil des Satzes einklammert (Satzklammer).[5] Um Fragen zu stellen, brauchen sie Fragesätze mit dem Fragewort „Wann …?“ und sie müssen auch wissen, dass es möglich ist, eine Frage mit dem Verb an der ersten Stelle im Satz zu formulieren („ Kommst du mit ins Kino?“). Sie müssen Substantive mit den entsprechenden Artikeln kennen. Im Dialog sollen die TN nachfragen und antworten können („Kommst du mit ins Kino?“ „Ja.“ „Wann fängt der Film an?“ „Um acht..“).

Um die Lerninhalte zu erreichen, lernen die TN die Redemittel (Chunks), die grammatischen Strukturen und die Phonetik der trennbaren Verben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die TN verfügen über vorkommunikative und kommunikative Fertigkeiten. Im vorangegangen Unterricht wurden schon WS/Redemittel eingeführt bzw. gelesen und erklärt. Es wurden Situationen erörtert, in denen Uhr- und Tageszeiten eine Rolle spielen und der Tagesablauf dadurch bewusst gemacht wurde. Durch globales Lesen wurde auch das Hören geschult. Das Verständnis wurde in PA verglichen und gesichert. Durch zusätzliche Übungen wurden die neuen Lerninhalte vertieft. Mit Hilfe der Audio CD wurde das selektive Hören geübt. Im Multiple-Choice-Verfahren konnten die TN ihr Verständnis für die Uhrzeiten und deren Benennung kontrollieren und festigen. Mit Hilfe einer Papp-Uhr wurden die Uhrzeiten visualisiert und die Temporaladverbien erstmals bewusst benannt und zugeordnet. In diesem Zusammenhang wurden auch trennbaren Verben verwendet. In der GA fragten sich die TN mithilfe von Papp-Uhren gegenseitig nach der Uhrzeit. Die schnelleren Gruppen wurden ermuntert, beide sprachlichen Varianten zu nutzen. Bei den langsamer Lernenden wurde darauf geachtet, dass keine Verwirrung zwischen den möglichen Varianten in der Benennung der Uhrzeiten entsteht.[6] Es wurde dialogisches Sprechen geübt. Frageformen wie „Wie viel Uhr ist es? / Wie spät ist es?“ wurden neben dem Benennen der Uhrzeit in den beiden möglichen Formen trainiert.

Abkürzungen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Arbeitsblatt / Unterrichtsfeinplanung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Löschmann, Marianne: IIK Berlin - Analyse und Planung von DaZ-Unterricht, Seminarinhalt vom 06.05.2017.

[2] Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo (2009): Berliner Platz 1 NEU – Deutsch im Alltag, Berlin und München, S. 44.

[3] Brinitzer, Michaela; Hantschel, Hans-Jürgen; Kroemer, Sandra; Möller-Frorath; Ros, Loerdes (2013): DaF unterrichten – Basiswissen Didaktik, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Stuttgart, S. 155.

[4] Ebd. ↑.

[5] Vgl. Brinitzer, Michaela u. a. (2013): DaF unterrichten – Basiswissen Didaktik, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Stuttgart, S. 156.

[6] Kaufmann, Susan; Köker, Anne (2010): Berliner Platz 1 NEU – Deutsch im Alltag – Lehrerhandreichungen, Berlin und München, S. 33 - 34.

Details

Seiten
34
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668571686
ISBN (Buch)
9783668571693
Dateigröße
582 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v379819
Note
1
Schlagworte
Unterrichtsfeinplanung Analyse von Lehrwerken Selbsteinschätzung der Lernerfahrungen

Autor

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