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Protektionistische Außenwirtschaftspolitik der USA

Hausarbeit 2017 23 Seiten

VWL - Fallstudien, Länderstudien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Thema und Zielsetzung.
1.2 Methodik der Untersuchung..

2. Protektionistische Außenwirtschaftspolitik
2.1 Protektionismus
2.2 Maßnahmen
2.2.1 Tarifäre Handelshemmnisse
2.2.2 Nichttarifäre Handelshemmnisse
2.3 Ziele & Wirkung

3. Protektionistische Außenwirtschaftspolitik der USA
3.1 Protektionismus
3.2 Maßnahmen
3.3 Ziele & Wirkung

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Thema und Zielsetzung

Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der protektionistischen Außenhandelspolitik der USA unter den Regierungszeiten von US-Präsident Barack Obama und den jüngst gewählten US-Präsident Donald Trump.

Zu aller erst werden intensiv wesentliche Gesichtspunkte und Hauptaufgaben einer protektionistischen Außenhandelspolitik thematisiert. Weiterhin wird zwischen den Grundbegriffen Protektionismus, tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse unterschieden, um die Differenzierung näher betrachten zu können. Dabei werden Gründe für die Entwicklung eines protektionistischen Außenwirtschaftssystems aus der Sichtweise der US-Regierung anhand definierten Beispielen dargestellt. Im Gegenzug werden Argumente für eine optionale Differenzierung genannt.

In der aktuellen stark vernetzten Welt zeigt die Globalisierung in sämtlichen Bereichen auf dem Globus massive Auswirkungen. Besondere Folge ist die Zunahme der weltwirtschaftlichen Verflechtung. Das liegt vor allem an der Öffnung neuer Märkte, wie beispielsweise der Freihandel in den Märkten in Ostasien. Das liegt vor allem an dem Abbau von handels- und Kapitalkontrollen. Dadurch einhergehend sind die amerikanischen Unternehmen einer immer größer werdenden Konkurrenz ausgesetzt, wodurch der Kostendruck massiv ansteigt und anderweitig die Ertragsrate des eingesetzten Kapitals reduziert wird. Damit amerikanische Unternehmen national und international am Markt bestehen bleiben können, müssen Mittel und Wege gefunden werden, um dem hohen Konkurrenzdruck standhalten zu können. In den vergangenen Jahren hat die US-Regierung unter der Macht von Barack Obama diverse protektionistische Maßnahmen eingeleitet. Demzufolge ergreift die republikanische US- Regierung unter US-Präsident Donald Trump weiterführend die Einrichtung einer Politik, die einer noch stärker ausgeprägten protektionistischen Außenwirtschaftspolitik gleicht. Dementsprechend sollten Entscheidungsträger der Wirtschaft und Gesellschaft sowohl in den USA als auch in Europa die Konsequenzen einer derartigen protektionistischen Außenwirtschaftspolitik realisieren und ein entsprechendes Handeln auf die Folgen entwickeln.

Nach welchen wesentlichen Unterscheidungsfaktoren der Protektionismus differenziert werden kann und welche Konsequenzen für die Wirtschaft und Gesellschaft daraus resultieren, wird in der folgenden Hausarbeit herausgearbeitet und überprüft, indem die wichtigsten Fälle des Protektionismus in der Vergangenheit und der Gegenwart behandelt werden.

1.2 Methodik der Untersuchung

Vorweg wird ein transparenter Überblick über die begrifflichen Grundlagen einer protektionistischen Außenwirtschaftspolitik geschaffen. Hierbei wird sowohl die allgemeine Definition des Grundbegriffs Protektionismus geboten als auch eine Erläuterung der Unterteilung der Maßnahmen in tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse. Anschließend werden allgemeine Ziele und Wirkungen der protektionistischen Außenwirtschaftspolitik näher erläutert. Dazu werden die ausschlaggebendsten Konsequenzen gründlich betrachtet. Im Rahmen des Kapitel 3. wird die protektionistische Außenwirtschaftspolitik der US-Regierung in der Vergangenheit und in der Gegenwart analysiert. Der Protektionismus der USA wird anhand von definierten Beispielen aus der Wirtschaft belegt. Hierbei werden allgemeine und aktuelle Maßnahmen und Ziele der US-Regierung mit Einsatz der protektionistischen Außenwirtschaftspolitik dargestellt und vertieft. Im Anschluss daran, werden die Konsequenzen des protektionistischen Handelns der US-Regierung auf die Unternehmen und die Gesellschaft behandelt.

Als letztes wird ein Fazit aus den gewonnenen Informationen gezogen und eine begrün- dete Einschätzung der protektionistischen Außenwirtschaftspolitik der USA geboten.

2 Protektionistische Außenwirtschaftspolitik

2.1 Protektionismus

Der Begriff „Protektionismus“ bezeichnet sämtliche ökonomische Maßnahmen der Au- ßenwirtschaftspolitik, um die inländischen Wirtschaftsbereiche vor ausländische Konkur- renz zu schützen. Der Schutz der eigenen Volkswirtschaft soll in Form von Handels- hemmnissen erbracht werden. Das Instrument zur Ausübung des Protektionismus ist die Handelspolitik. Folglich ist Protektionismus im Kontext des internationalen Handels ein genereller Tatbestand, der den Freihandel beeinträchtigt und durch Einsatz weiterer Ein- schränkungen laufend bedroht.1

2.2 Maßnahmen

In den vergangenen Jahrzenten wurden diverse Handelshemmnisse, wie beispielsweise Handels-und Kapitalkontrollen, abgebaut. Dies führt wiederum im Zuge des Anstieges der weltwirtschaftlichen Verflechtung zu immer mehr Konflikten der einzelnen Nationen, in dem jeder Staat so viele Vorteile wie möglich aus dem freien Handel ziehen möchte. Diese Entwicklungen führen tendenziell zu einer Rückkehr zum Protektionismus.2

Jeder Staat setzt in seiner Außenwirtschaftspolitik verschiedene protektionistische Maßnahmen in unterschiedlichem Maße ein. Durch die einhergehende immer mehr wachsende ausländische Konkurrenz, wollen die Staaten die inländische Produktion durch protektionistische Maßnahmen schützen.

Klassische Maßnahmen sind neben Zöllen auch mengenmäßige Einfuhrbeschränkungen und-Verbote. Ebenso zählt dazu die Erhebung von Steuern, der Einsatz von Subventionen sowie die Erstellung spezieller Regulierungen.3

Im Grundsatz werden verschiedene Arten von protektionistischen Maßnahmen betrachtet. Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen tarifärer Protektion (Zölle) und nichttarifärer Protektion (Handelshemmnisse).

2.2.1 Tarifäre Handelshemmnisse

Tarifäre Handelshemmnisse dienen dem Schutz der inländischen Wirtschaft vor auslän- discher Konkurrenz. Traditionelle tarifäre Handelshemmnisse sind sämtliche Arten von Zöllen, zum anderen aber auch Steuern und Exportsubventionen. Tarifäre Handels- hemmnisse sollen regulierend auf den Markt einwirken. Sie führen zu großen Unter- schieden zwischen den Weltmarktpreisen und den relevanten Preisen im Inland.4

Zölle sind staatliche Abgaben im internationalen Warenverkehr. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen Fiskalzöllen und Schutzzöllen. Fiskalzölle sollen die Einnahmen des Staates erhöhen, während Schutzzölle eine Reduktion der Nachfrage durch die Ver- teuerung der Güter anstreben sollen. Wenn man von den Wirkungen der beiden Zölle ausgeht, können beide Arten als protektionistische Maßnahmen bezeichnet werden. Die Schutzzölle werden erhoben, um junge oder schwache Wirtschaftszweige solange vor ausländischer Konkurrenz zu schützen, bis sie selbst stark genug sind, sich auf dem Weltmarkt zu behaupten. Die Zollabgaben sowie auch Steuern werden auf importierte Güter erhoben.5

Die Steuern können auf Mengenbasis eingeführt werden oder auf Wertbasis. Tarifäre Handelshemmnisse führen zu einer Verzerrung zwischen den Weltmarktpreisen (Terms of Trade) und den im Inland relevanten Güterpreisen. Die Zölle und Steuern dienen häufig dem Staat als lukrative Einnahmequelle für einen speziellen Zeitraum, um das Zahlungsbilanzdefizit wieder auszugleichen.6

Eine weitere handelspolitische Einschränkung im Sinne der tarifären Handelshemm- nisse stellen die sogenannten Subventionen dar. Subventionen sind staatliche Beihilfen, die die Existenz spezielle heimischer Wirtschaftsbranchen sichern sollen. Beispiele für Subventionen sind Steuererleichterungen, die Gewährleistung von günstigen Krediten

sowie die direkte finanzielle Unterstützung des Staates für spezieller Branchen. Die eben genannten Maßnahmen werden häufig zur Importverhinderung und zum Schutz nationaler Unternehmen eingesetzt, um ausländische Hersteller gegenüber inländischen Produzenten zu benachteiligen.7

Außerdem gibt es protektionistische Maßnahmen, die der Exportförderung dienen. Ex- portsubventionen sind staatliche Zuschüsse, um nicht konkurrenzfähige Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu machen. Die Exporteure sollen Ihren Absatz im Ausland erhöhen können. Dabei werden neue Industriezweige, beispielsweise Zukunftsbranchen, oder nichtwettbewerbsfähige heimische Unternehmen unterstützt. Grund dafür ist die Schaffung zusätzlicher Vorteile der eigenen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb.8

2.2.2 Nichttarifäre Handelshemmnisse

Als nichttarifäre Handelshemmnisse werden Importquoten, Handelskontingente sowie technische und rechtliche Vorschriften bezeichnet. Mit Hilfe nichttarifärer Handelshemm- nisse wird der Marktzugang von ausländischen Produzenten zur heimischen Wirtschaft erschwert.

Mit Einsatz der Importquote setzt der Staat die maximale zu importierende Menge eines Importgutes fest, die in ein Land eingeführt werden darf. Dadurch soll der Preis eines Gutes erhöht werden. Die Realisierung von Einfuhrkontingenten führt ebenfalls zu einer wert- und mengenmäßigen Beschränkung des Warenangebotes aus dem Ausland. Dadurch soll eine Importwelle aus dem Ausland verhindert werden. Dadurch will man für eine bestimmte Preisstabilität sorgen und die inländischen Unternehmen schützen.

Im weiteren Sinne verschafft sich ein Land für einen bestimmten Zeitraum einen Vorteil zu Lasten eines anderen Landes.

Rechtliche Vorschriften werden als „verstecke“ protektionistische Maßnahmen bezeichnet. Darunter fallen Normen, beispielsweise die DIN-Norm, und Sicherheitsbestimmungen. Die gesetzlichen Maßstäbe weichen von denen der ausländischen Handelspartner ab, sodass die ausländischen Unternehmen indirekt gezwungen werden, Ihre Produktionen zu ändern und die Qualität zu erhöhen.

Demzufolge steigen die Kosten der ausländischen Hersteller, da sie auf Massenproduktionen verzichten müssen. Dieser Prozess sorgt für einen Wettbewerbsnachteil der ausländischen Konkurrenz.9

2.3 Ziele und Wirkungen

Der Protektionismus wird zur Erreichung unterschiedlicher Ziele angewendet werden. Zum einen will man, wie vorhin schon erwähnt, bestimmte Produktionssektoren vor der ausländischen Konkurrenz schützen, zum anderen zielt der Staat aber auch darauf ab, seine Staatseinnahmen durch Zölle zu erhöhen. Jedoch stellen Zölle nur eine kurzfristige Einnahmequelle dar. Langfristig gesehen senken sie jedoch das Handelsvolumen und das hat zur Folge, dass die Steuereinnahmen senken und die Konjunktur geschwächt wird.

Ebenso dient der Protektionismus der Verbesserung der Handelsbilanz bzw. der Außen- handelssituation. Beispielsweise wird der Zugang für ausländische Unternehmen zur heimischen Wirtschaft durch zahlreiche Handelshemmnisse erschwert. Dadurch zielt der Staat ab, seine Exporte zu erhöhen und die Importe zu senken. Die Außenhandelsüber- schüsse sorgen nun wiederum für mehr Einnahmen für den Staat und der heimischen Volkswirtschaft.

Weiterhin sollen die protektionistischen Maßnahmen das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Beispielsweise werden neu gegründete Industriezweige, die unter Schutz des Staates stehen, konkurrenzfähiger. Sie sind dementsprechend der hochentwickelten Konkurrenz nicht schutzlos ausgeliefert. Somit werden die neuen Unternehmen zügiger in den Markt etabliert, da sie nun mehr Zeit haben ihre Wirtschaftskraft zu optimieren. Dieser Sachverhalt wird auch als infant-industry bezeichnet.

Mit diesem Zusammenhang, der Gründung bzw. der Erhalt neuer Industriezweige zur Steigerung des Wirtschaftswachstums, wird gleichzeitig ein weiteres Ziel erreicht. Es wird die Verbesserung des heimischen Beschäftigungsgrades angestrebt und demzufolge auch die damit einhergehende Steigerung des Wohlstandes. Denn es ist so möglich, neue Arbeitsplätze zu schaffen oder zu erhalten.

[...]


1 Vgl. Artur Woll, Protektionismus, 2011, S.604.

2 Vgl. Helmut Wagner, Protektionismus, 1999, S.53.

3 Vgl. Initative Marktwirtschaft, Protektionismustheorie, Abrufdatum: 11.07.2017. 3

4 Vgl. Viktor Lüpertz, Außenwirtschaftspolitische Maßnahmen, 2013, S.360.

5 Vgl. Helmut Wagner, Zölle, 1999, S.33.

6 Gabler Wirtschaftslexikon, tarifäre Handelshemmnisse, Abrufdatum: 10.07.2017. 4

7 Wirtschaftslexikon, Gestaltung des Protektionismus, Abrufdatum: 10.07.2017.

8 Vgl. Hanno Beck, Exportsubventionen, 2016, S.82.

9 Vgl. Helmut Wagner, Nicht-tarifäre Handelshemmnisse, 1999, S.34. 6

Details

Seiten
23
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668576438
ISBN (Buch)
9783668576445
Dateigröße
677 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v381196
Institution / Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1,3

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Titel: Protektionistische Außenwirtschaftspolitik der USA