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Smart Home als Geschäftsmodell für regionale Energieversorger

Hausarbeit 2017 10 Seiten

Ingenieurwissenschaften - Energietechnik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

III. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Smart Home?
2.1 Wie kann ein regionaler Energieversorger Smart Home Produkte anbieten?
2.2 Situation des Smart Home Marktes
2.3 Smart Home als neues Geschäftsfeld für regionale Energieversorger
2.4 Synergieeffekte von Smart Home und Strom- und Gasvertrieb
2.5 Geschäftsmodell von Smart Home bei einem regionalen Energieversorger

3. Fazit

IV. Quellen

III. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kumulierte Wechselquote

Abbildung 2: Entwicklung Umsatz im Smart Home Markt

Abbildung 3: Geschäftsmodell Smart Home bei regionalem Energieversorger

1. Einleitung

Regionale Energieversorger sind mittlerweile einem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Nach der Liberalisierung der Stromversorgung im Jahr 1998 und der Gasversorgung im Jahr 20071 sind verschiedene neue Wettbewerber im Energiemarkt aufgetreten. Durch bundesweite Werbung mit günstigeren Preisen und mit sogenanntem Wechselbonus locken neue Energieanbieter die früheren Kunden der regionalen Energieversorger an. Regionale Energieversorger verlieren tendenziell Kunden an überregionale Versorger. Die Wechselbereitschaft der Kunden steigt2. In der folgenden Abbildung wird die kumulierte Wechselquote der Kunden seit der Liberalisierung vom Strom- und Gasmarkt dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kumulierte Wechselquote

Quelle: BDEW: Wechselverhalten im Energiemarkt 2017 Stand 15. August 2017, S. 4

In der Abbildung sieht man, dass im Juli 2017 bereits 42,2 % der Stromverbraucher und 32,7 % der Gasverbraucher mindestens einmal ihren Lieferanten gewechselt haben. Aus dieser Grafik kann man schließen, dass die regionalen Energieversorger sich nicht mehr auf die Umsatzerlöse aus ihren Kerngeschäften, nämlich dem Strom- und Gasvertrieb, verlassen sollten. Eine wichtige Aufgabe der regionalen Energieversorger ist es neue Geschäftsfelder zu etablieren. Für regionale Energieversorger gibt es verschiedene Möglichkeiten durch nahe Geschäftsfelder und Synergieeffekte seine bisherigen Kunden weiterhin zu binden bzw. neue Kunden zu erreichen. In dieser Hausarbeit wird auf das Geschäftsfeld Smart Home eingegangen. Es wird beschrieben, wie regionale Energieversorger durch das Produkt Smart Home ein neues Geschäftsfeld aufbauen können. Dabei werden auch die Synergieeffekte im Vertrieb aufgezeigt. Am Ende der Hausarbeit wird ein Fazit gezogen.

2. Was ist Smart Home?

Laut Prof. Dr. Oliver Bendel ist Smart Home das informations- und sensortechnisch aufgerüstete, in sich selbst und nach außen vernetzte Zuhause. Enge Beziehungen gebe es zum Smart Metering, dies ist die intelligente Stromzähler Ablesung. Durch Smart Home würde eine Erhöhung der Lebens- und Wohnqualität und der Energieeffizienz angestrebt. Smart Home ist der Begriff für alle Automatisierungen und Fernsteuerungssysteme in einem Haushalt. Beispiele hierfür sind automatisch gesteuerte Heizungen, Lüftungen, Türen, Fenster, Lampen und manuell über mobile Endgeräte, wie z. B. Smartphones, steuer- und kontrollierbare Systeme.3

2.1 Wie kann ein regionaler Energieversorger Smart Home Produkte anbieten?

Smart Home Endgeräte sind z. B. Thermostate, Lichtsysteme, Lüftungssysteme und verschiedene weitere Steuerungs- oder Kontrollsysteme, auf die per App am Smartphone oder an einem anderen internetfähigen Gerät zugegriffen und ferngesteuert werden kann. Es gibt verschiedene Hersteller von diesen Produkten. Ein regionaler Energieversorger kann diese Produkte von diesen Herstellern beziehen und zu einem Produkt bündeln.

In einem Produktbündel ist ein Steuerungsmodul notwendig, mit dem alle anderen Smart Home Endgeräte verbunden werden. Auf das Steuerungsmodul kann der Endnutzer dann per App zugreifen und dadurch seine Smart Home Endgeräte fernsteuern. Der Energieversorger kann den Kunden verschiedene Produktbündel anbieten. Ein Beispiel wäre: ein Steuerungsmodul, drei Mal intelligente Thermostate, mit denen man per App die Temperatur in einem Raum regeln kann, drei Mal intelligente LED-Leuchten, die man per App an- und ausmachen oder deren Leuchtstärke regeln kann, drei Mal intelligente Steckdosen, die man per App ein- und ausschalten kann, um z. B. durch Vermeidung von Stand-By bei Haushaltsgeräten Strom zu sparen. Dieses Produktbündel kann der Energieversorger den Endkunden für z. B. 29,90 Euro pro Monat vermieten. Des Weiteren kann der Energieversorger vorab eine kostenpflichtige Beratung vor Ort beim Kunden anbieten.

2.2 Situation des Smart Home Marktes

Der Smart Home Markt wächst stetig. Im Jahr 2015 betrug der Umsatz im Smart Home Bereich 484 Millionen Euro. Laut der Website Statista, die mit 18.000 Quellen für Statistiken und Studien arbeitet, wird der Umsatz bis zum Jahr 2021 auf 4,146 Milliarden Euro steigen, wie die folgende Grafik zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Entwicklung Umsatz im Smart Home Markt

Quelle: https://de.statista.com/outlook/279/137/smart-home/deutschland#marketStudy

[...]


1 Vgl. BDEW: Wechselverhalten im Energiemarkt 2017 Stand 15. August 2017, S. 2

2 Vgl. BDEW: Wechselverhalten im Energiemarkt 2017 Stand 15. August 2017, S. 4

3 Vgl. Prof. Dr. Oliver Bendel auf der Internetseite http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/smart- home.html

Details

Seiten
10
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668576865
ISBN (Buch)
9783668576872
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v381229
Institution / Hochschule
Hochschule Darmstadt
Note
1,0
Schlagworte
Smart Home Nachhaltigkeit Energieversorger Geschäftsmodell

Autor

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