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Organisationsstrukturen und Leitungssysteme

Hausarbeit 2017 10 Seiten

Organisation und Verwaltung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Organisation

2 Leitungssystem (Konfiguration)
2.1 Grundformen eines Leitungssystems
2.1.1 Einliniensystem
2.1.2 Mehrliniensystem
2.2 Stab-Linien-Organisation
2.3 Matrixorganisation

3 Aufbauorganisation
3.1 Abteilungsbildung
3.1.1 Funktionale Organisationsstruktur
3.1.2 Divisionale Organisationsstrukur (Spartenorganisation)

4 Literaturverzeichnis

5 Abbildungsverzeichnis

1 Organisation

Bei der Organisation werden allgemeine Regelungen getroffen, wie Daueraufgaben strukturiert und sowohl im jetzt, als auch in der Zukunft erfolgen sollen. Die Organisation führt zu einer Vereinheitlichung der Aufgabenbewältigung und stellt durch diesen Prozess Stabilität her.[1]

2 Leitungssystem (Konfiguration)

„Mit dem Leitungssystem wird die dritte Hauptdimension (formaler) Organisationssysteme angesprochen. Sie rückt in den Mittelpunkt, wenn […] bei der Analyse der äußeren Form des Stellengefüges den mit spezifischen Entscheidungsbefugnissen, Weisungskompetenzen, Aufsichtspflichten und Kontrollrechten ausgestatteten Instanzen besondere Beachtung [ge]schenkt [wird].“[2] Es gibt mehrere Ausprägungen von Leitungssystemen, die wichtigsten sind:

- Idealtypische Grundformen eines Leitungssystems: Einlinien- und Mehrliniensystem
- Der Einbau von Stabstellen in das Organisationsystem
- Die Weiterentwicklung von Mehrliniensystemen durch die Matrixorganisation[3]

2.1 Grundformen eines Leitungssystems

2.1.1 Einliniensystem

Beim Einliniensystem handelt es sich um das Prinzip der Einheit der Auftragserteilung. Jeder Mitarbeiter hat demnach genau einen Vorgesetzten und jeder Vorgesetzte mehrere ihm untergeordnete Mitarbeiter. Hierbei tragen die Vorgesetzten im Rahmen ihrer Leitungsfunktion die gesamte Verantwortung. Nachteilig ist die Inanspruchnahme der Instanzen, da sowohl bei abteilungsübergreifenden als auch bei abteilungsinternen Problemen der hierarchische Dienstweg stets eingehalten werden muss (s. Abb. 1).[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Der Idealtyp des Einliniensystems[5]

2.1.2 Mehrliniensystem

Das Mehrliniensystem beruht auf dem Prinzip der Mehrfachunterstellung. Somit hat jeder Mitarbeiter, im Gegensatz zum Einliniensystem, mehrere Vorgesetzte. Es besteht ein funktionales Weisungsrecht, bei dem Verantwortlichkeiten und Weisungsbefugnisse der einzelnen Vorgesetzten auf bestimmte Sachgebiete beschränkt sind. Damit soll eine Verbesserung der Entscheidungs- und Weisungsqualität, als auch eine Spezialisierung der Vorgesetztentätigkeit ermöglicht werden. Das Mehrliniensystem hilft bei der Realisierung des Prinzips des kürzesten Weges, allerdings können aufgrund von Funktionsüberschneidungen schnell Kompetenzkonflikte und Unklarheiten bei Verantwortlichkeitsbeziehungen entstehen (s. Abb. 2).[6]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Der Idealtyp des Mehrliniensystems[7]

2.2 Stab-Linien-Organisation

Bei der Stab-Linien-Organisation, auch Stabliniensystem genannt, erfolgt eine Modifizierung des Leitungssystems durch Hinzufügen von Stabstellen in das Organisationssystem (s. Abb. 3). Bei den Stäben handelt es sich um „Leitungsassistenzstellen“, welche eine Unterstützungs- und Beratungsfunktion hinsichtlich der Instanzen und ihrer Leitungsfunktion erfüllen. Hierbei haben die Stabstellen weder Weisungs-, noch Entscheidungsbefugnisse gegenüber den Linienstellen. Je nach Art der geleisteten Assistenz findet eine Unterscheidung zwischen generalisierten und spezialisierten Stabstellen statt. Mithilfe der Stäbe sollen „die Vorteile der klaren Kompetenz- und Verantwortungsabgrenzung des Einliniensystems […] mit den Vorteilen der Spezialisierung [verbunden werden], wie sie sonst im Mehrliniensystem möglich sind.“[8] [9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Stab-Linien-Organisation[10]

2.3 Matrixorganisation

„Bei einer Matrixorganisation entsteht eine Stelle (Abteilung) im Fadenkreuz von einer Spartenleitung und Funktionsbereichsleitung.“[11] Als Grundlage dient die Unterscheidung in funktionale und divisionale Organisation (Vgl. Abb. 6), denn vertikal betrachtet weist die Matrixorganisation eine funktionale und horizontal eine divisionale Organisationsstruktur auf. Hauptaspekt ist die Schaffung einer zweidimensionalen Struktur. Hierbei werden die traditionellen vertikalen Funktionssäulen von einer horizontalen produktorientierten Struktur überlagert(s. Abb. 4).[12] An den Knotenpunkten (s. Abb.4, dunkelblaues Feld), können sogenannte organisatorische Spannungen entstehen, da es zu Kompetenzstreitigkeiten beim Zusammentreffen der Führungsansprüche von Funktionsträgern und Produktverantwortlichen kommen kann. Ein solcher Konfliktfall entsteht beispielsweise dadurch, dass der „Produktmanager B zur Befriedigung individueller Kundenwünsche eine starke Produktdifferenzierung bei kleinen Stückzahlen wünscht, der Produktionsleiter dagegen zwecks Kostenminimierung auf Großserienproduktion ohne Produktdifferenzierung besteht.“[13] [14]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Matrixorganisation[15]

[...]


[1] Vgl. Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 122 f.

[2] Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 137 f.

[3] Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 138.

[4] Vgl. Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 139.

[5] Vgl. Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 138.

[6] Vgl. Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 139.

[7] Vgl. Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 139.

[8] Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 140.

[9] Vgl. Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 140.

[10] Vgl. Kieser, A., Walgenbach, P. (2007), S. 148.

[11] Wöhe, G., Döring, U. (2013), S. 115.

[12] Vgl. Schierenbeck, H., Wöhle, C. B. (2008), S. 141.

[13] Wöhe, G., Döring, U. (2013), S. 115.

[14] Vgl. Wöhe, G., Döring, U. (2013), S. 115.

[15] Vgl. Wöhe, G., Döring, U. (2013), S. 115.

Details

Seiten
10
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668588615
ISBN (Buch)
9783668588622
Dateigröße
548 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v382977
Note
Schlagworte
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