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Reflexive Verben im Deutschen und deren Entsprechung im Arabischen

Wissenschaftliche Studie 2017 18 Seiten

Orientalistik / Sinologie - Arabistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Reflexive Verben im Deutschen
2.1.Echte reflexive Verben
2.2.Unechte reflexive Verben

3.Die reflexiven Verben im Arabischen
3.1.Verbalstämme im Arabischen (Hocharabischen).
3.1.1.Transkription
3.1.2.Verbalstämme und Bildung der Wörter
3.2.Verbalstämme als reflexive Bedeutung im Arabischen

4. Schwierigkeiten beim Gebrauch der reflexiven Verben im Deutschen

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Nach Rudi Conrad ist reflexives Verb eine“ Unterklasse der Verben, die syntaktisch-semantisch dadurch gekennzeichnet ist, dass das Objekt des Verbs mit dem Subjekt referentiell identisch ist, d.h., dass die Handlung sich auf das Subjekt zurückwendet. Formal gesehen, ist ein reflexives Verb im Deutschen durch die Verbindung mit einem Reflexivpronomen gekennzeichnet (sich entschließen)“. (Rudi Conrad 287: 1984)

Es muss noch darauf hingewiesen werden, dass es im Deutschen zwei Formen von reflexiven Verben gibt: echte und unechte reflexive Verben. Im Vergleich mit dem Arabischen gibt es nur reflexive Bedeutung und keine Strukturen der Reflexivität, besser gesagt; das Arabische kennt das Reflexivpronomen „sich“ nicht. Es existiert nur seine Entsprechung bzw., es druckt die Reflexivität durch Stammveränderung der Verben.

2. Reflexive Verben im Deutschen

Die reflexiven Verben sind im Deutschen -wie erwähnt- solche Verben bei denen sich das Reflexivpronomen sich auf das Subjekt des Satzes zurückbezieht und mit ihm identisch ist.

Bsp.: Er erholt sich oder er freut sich (vgl. Helbig/Buscha 1987: 64)

2.1. Echte reflexive Verben

In der deutschen Sprache ist zwischen zwei Hauptgruppen von reflexiven Verben zu unterscheiden:

Erstens die echten reflexiven Verben, die ein obligatorisches Reflexivpronomen besitzen. Und Rudi Conrad sagt dazu: “echte Verben kommen immer mit Reflexivpronomen vor“

(Rudi Conrad 287:1984).

Das Reflexivpronomen kann nicht durch ein anderes Objekt ersetzt werden, denn ohne Reflexivpronomen ergibt der Satz keinen Sinn, z.B. bei folgenden Verben: sich konzentrieren, sich freuen, sich interessieren, sich fürchten….

Ich irre mich.

Ich konzentriere mich auf die Lexikologie.

Die Besonderheit der echten reflexiven Verben besteht darin, dass das Reflexivpronomen nicht als Objekt zu betrachten ist, sondern als Bestandteil des Prädikats. "Diese Verben gelten deshalb trotz des Akkusativpronomens als intransitiv",

(Schmidt, 1966: 197)

Echte reflexive Verben sind demnach solche, die nur in Verbindung mit dem Reflexivpronomen sinnvoll sind, bei denen das Reflexivpronomen Bestandteil des Prädikats ist.

2.2. Unechte reflexive Verben

Die zweite Gruppe der reflexiven Verben bilden die sogenannten unechten reflexiven Verben, bei denen das Reflexivpronomen nicht obligatorisch ist.

Bei diesen Verben kann also das Reflexivpronomen durch ein anderes Objekt ersetzt werden, z.B.: fragen, rasieren, waschen, kümmern, schaden

Bsp.: Hamid wäscht sich

Hamid wäscht seine Wäsche.

Hamid wäscht mir meine Wäsche

Das Reflexivpronomen ist in diesen Beispielen durch ein Substantiv ersetzt worden, es besteht bei diesen Verben keine Identität zwischen dem Subjekt und dem Reflexivpronomen.

Rudi bestätigt noch dazu: “unechte Verben können reflexiv gebraucht werden waschen, sich waschen“ (Rudi Conrad 287:1984)

Unechte reflexive Verben sind also diejenigen, die reflexiv sein können, es aber nicht müssen:

Das Reflexivpronomen ist bei ihnen nicht Bestandteil des Prädikates, sondern hat bei ihnen Objekt- Funktionen.

Reflexive Verben können persönlich sein. Das Subjekt kann eine Person bzw. ein Lebewesen sein, z.B.:

Er ärgert sich ====> Der Lehrer ärgert sich Er wehrt sich ====> Der Hund wehrt sich.

Bei den echten reflexiven Verben kann das Subjekt z.B. auch sachlich sein, wenn der Täter nicht genannt werden soll oder kann. Diese Form steht meistens für das Passiv, z.B.:

Fenster und Türen öffnen sich (statt),

werden geöffnet.

Das Subjekt kann auch unpersönlich sein, z.B.: Es trifft sich gut.

3. Die reflexiven Verben im Arabischen

3.1. Verbalstämme im Arabischen (Hocharabischen)

Da es in der arabischen Sprache zwar keine Verben gibt, die man als reflexive Verben (sich + Verb) bezeichnet, steht es als Gegenleistung eine Entsprechung dafür, die durch Stammveränderung ohne Hinzufügung des Reflexivpronomens „Sich“ gebildet.

Deswegen ist es hier zuerst notwendig geworden, diese arabischen Verbalstämme Ausführlich zu behandeln und die Stammveränderung klar darzustellen.

3.1.1. Transkription

R1 : gleicht "f"

R2 : gleicht "C" R1+R2+R3 dadurch entsteht der Verbstamm im Arabischen

R3 : gleicht "l"

Für die Transkription der arabischen Sprache, wird es hier in einer Tabelle die Umschrift und die Aussprache der Konsonanten und Vokale aufgelistet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Details

Seiten
18
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668594524
ISBN (Buch)
9783668594531
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v384266
Institution / Hochschule
Universität Hassan II. Casablanca – Faculté des lettres et sciences humains Ain chock 2 Mars casablanca
Note
Schlagworte
reflexive verben deutschen entsprechung arabischen

Autor

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Titel: Reflexive Verben im Deutschen und deren Entsprechung im Arabischen