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Quantitative vs. qualitative Forschungsmethoden. Ein kurzer Überblick

Hausarbeit 2017 13 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

1. Hinführen zum Thema

2. Entwicklung der Meilensteine
2.1 Quantitative Forschung
2.2 Qualitative Forschung

3. Gegenüberstellung der beiden Forschungsmethoden

4. Analyse der Gegenüberstellung der beiden Forschungsmethoden

5. Fazit

II.Literaturverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.Hinführen zum Thema

Die Methoden der empirischen Sozialforschung sind ein unverzichtbarer Bestandteil sozialwissenschaftlicher Studiengänge. Die jeweilige Universität hat Einfluss auf die Auswahl der Methode und ob der Fokus eher auf der qualitativen oder quantitativen Methode liegt. Selten werden beide Forschungsmethoden im Ausbildungsplan gleichermaßen aufgenommen. Dabei spielt auch der Standort eine Rolle, denn während in Großbritannien eher die qualitativen Methoden bevorzugt verwendet werden, sind es in Holland eher die quantitativen Methoden (vgl. Baur und Blasius 2014 S. 41).

Durch die Fokussierung auf lediglich eine der beiden Methoden kam es letztendlich zu einem Methodenstreit. Daraus entstand mein Interesse nach der Frage, ob die Möglichkeit der Kombination beider Methoden besteht. Um dieser Frage nachzugehen, ist es erforderlich sich detailliert mit beiden Forschungsmethoden auseinanderzusetzen um ihre Vorgehensweisen, sowie Vor- und Nachteile zu erkennen.

Im ersten Kapitel werden zunächst die quantitative und dann die qualitative Forschung kurz dargestellt, um einen Überblick zu schaffen. Im zweiten Kapitel folgt die Gegenüberstellung der Methoden, um die differente Vorgehensweise der einzelnen Forschungsrichtung herauszuarbeiten. Im Anschluss werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten nochmal zusammengefasst, um in einem abschließenden Kapitel die Forschungsfrage beantworten zu können.

Da eine ausführliche Darstellung über den Rahmen dieser Hausarbeit hinausgehen würde, kann lediglich ein grober Überblick gegeben werden.

2. Entwicklung der Meilensteine

Die Entwicklung der Meilensteine der Wissenschaft gehen auf das 19. Jahrhundert zurück. Der Positivismus bzw. Empiriokritizismus1 orientiert sich am Ideal der exakten Naturwissenschaft. Avenarius, March, Schlick und der ‚Wiener Kreis‘ beschränken sich auf die Diskussion methodischer Voraussetzungen der exakten Beschreibung und Erklärung von Phänomen (vgl. Wenturis, S.38 Absatz 2).

Der Positivismus bekam innerhalb des ideologiebefrachteten Methodenstreites in den Sozialwissenschaften eine pejorative Bedeutung. Dies geschah aufgrund dessen, dass sich der Positivismus lediglich mit dem Gegebenen beschäftigt (vgl. Wenturis 1992 S. 39).

Im 20. Jahrhundert entsteht im Zuge der geistigen Entwicklung eine neue philosophische Richtung, die von dem Erlebten ausgeht.

Aus ihr folgt die Interpretation, dass der Mensch als Gattungswesen und als geschichtlich-gesellschaftliches Wesen zu charakterisieren ist (vgl. Wenturis 1992 S. 42).

Zunächst hat sich die quantitative Methode entwickelt und es entwickelte sich später die qualitative Methode (vgl. Wenturis 1992 S. 42).

In dem nächsten Kapitel werden die einzelnen Forschungsmethoden erläutert, definiert und veranschaulicht. Es wird darauf eingegangen, ob nur jede Methode einzeln benutzt werden kann oder aber ob man sie auch kombinieren kann.

Des Weiteren werden die Unterschiede sowie die Vorteile und Nachteile der beiden Forschungsmethoden dargestellt und aufgezeigt.

2.1 Quantitative Forschung

In der quantitativen Forschung wird ein vorab festgelegtes Muster verfolgt. Hierfür müssen die Theorien bereits zu Anfang des Forschungsprozesses bestimmt werden. Hieran angeknüpft werden anschließend die deduktiven Hypothesen abgeleitet, um sie im Forschungsprozess zu überprüfen.

Für die Überprüfung müssen eine Bildung und Abtrennung von messbaren Merkmalen kommen. Das Verfahren zur Datenerhebung, sowie die un- bzw. abhängige Variable und die Messoperationen werden dafür bestimmt. Dies erfolgt anhand eines extra geschaffenen Untersuchungsdesigns. In der Datenerhebung werden durch Messungen an der Zielgruppe, die bereits festgelegten Indikatoren in ihrem Ausprägungsgrad erfasst.

Die Auswertung findet, durch den Rückgriff auf die Kontrollgruppe, in einem statistischen Verfahren statt. Eine Signifikanzprüfung sichert den Grad des Erkenntnisgewinns ab und es folgt eine Interpretation der Ergebnisse auf das theoretische Modell erfolgt.

(vgl. Scheibler P. o.J.)

Das bedeutet also, dass es sich bei quantitativen Daten um messbare Daten handelt, z.B. Skalenwerte, Zeitwerte, psychologische Messwerte etc.

2.2 Qualitative Forschung

In der qualitativen Forschung gibt es unterschiedlichste Erhebungs- und Auswertungsverfahren (z.B. Interviews, Einzelfallanalyse, etc.). Die Entwicklung erfolgte in unterschiedlichen fachlichen Disziplinen, zeitlichen Kontexten und wegen unterschiedlicher Zielsetzungen.

Qualitative Methoden stellen daher keine „geschlossene Gruppe“ dar. Die Zugangsweise zum Forschungsgegenstand kann sich, im Gegensatz zur quantitativen Forschung, noch im Forschungsprozess ändern. Dies ergibt sich, innerhalb der Auseinandersetzung mit der Forschungsfrage, aus der gezielten Offenheit der ForscherInnen gegenüber Neuem. Durch diese Vorgehensweise wird die Entdeckung neuer Sichtweisen vorhanden sein.

Um individuelle Sichtweisen zu beleuchten, steht im Fokus des qualitativen Forschungsprozesses, dass die Probanden selbst zu Wort kommen sollen. Das stützt sich auf die Annahme, dass der Mensch ein selbstreflektierendes Wesen ist, welches als Experte für sich selbst fungiert.

Die qualitative Forschung hat zum Ziel unbekannte Phänomene zu erforschen und neue Theorien zu entwickeln. Deshalb weist sie eine starke Neigung der induktiven Vorgehensweise auf. Da diese aber nicht komplett umsetzbar ist, handelt es sich um eine „analytische Induktion“ (vgl. Scheibler P. o.J.). Diese setzt sich aus induktions- und deduktionslogischen Schritten zusammen . Ihre Entfaltung zeigt sich in fast allen hermeneutischen Verfahren, allerdings spiegelt sie sich in ein wenigen anderen Verfahren wider, wie z.B. in der Grounded Theory (vgl. Strauss 1994 S. 29).

3. Gegenüberstellung der beiden Forschungsmethoden

Anhand der Tabelle 1 werden die Unterschiede zwischen der qualitativen und quantitativen Forschung oberflächlich zusammengefasst. Es geht hierbei um die groben Unterschiede, die offensichtlich sind.

Eine genauere und detaillierte Gegenüberstellung der quantitativen und qualitativen Forschung wurde in den Tabellen 2 und 3 zusammengefasst.

Es handelt sich um Tabellen in denen genau auf die Handlung und Ausübung der beiden Forschungsrichtungen eingegangen wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Positivismus ist eine im

Details

Seiten
13
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668605022
ISBN (Buch)
9783668605039
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v385072
Institution / Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
3,0
Schlagworte
Wissenschaftliches Arbeiten Forschungsmethoden qualitativ qunatitativ

Autor

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