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Elektrosmog - die Einflüsse natürlicher und künstlicher elektromagnetischer Strahlung

Diplomarbeit 2004 139 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhalt

Vorwort

1 „Elektrosmog“ - elektromagnetische Grundlagen
Ionisierende Strahlung
Optische Strahlung
Hochfrequente elektromagnetische Felder und Mikrowellen
Niederfrequente magnetische Felder
Niederfrequente elektrische Felder
Magnetostatische Felder
Elektrostatische Felder

2 Das biologische System Mensch
Psychotronik und Wetterfühligkeit
Reaktionsprinzipien biologischer Systeme
Biophysikalische Absorption elektromagnetischer Strahlung
Biologische Fenster

3 Das natürliche elektromagnetische Feld
Die Erde und ihr Umfeld
Das Erdmagnetfeld und der Einfluss auf das Leben
Natürliche Gleichfelder
Natürliche Wechselfelder

4 Das künstliche elektromagnetische Feld
4.1 Arbeitsplatz und Bildschirmarbeit
4.1.1 Monitore
4.1.2 Beleuchtung
4.1.3 Kabelsalat
4.1.4 Wireless LAN - DECT- Schnurlostelefone
4.1.5 Netzteile
4.2 Exkurs: Das Sick-Building-Syndrom

5 Die Geschichte des Mobilfunk

6 Gesundheitliche Auswirkungen - thermische und athermische Wirkungen des Mobilfunks
6.1 Thermische Wirkungen
6.2 Athermische Wirkungen
6.2.1 Zellfunktionen und Bedeutung von Kalzium
6.2.2 Nerven und Muskeln
6.2.3 Blut-Hirn-Schranke
6.2.4 Die Melatonin-Hypothese
6.2.5 Amalgam
6.2.6 Gepulste Signale
6.3 Elektrosensibilität

7 Grenzwertproblematik
Baubiologische Richtwerte
Grenzwerte des elektrostatischen Feldes
Grenzwerte des magnetostatischen Feldes
Grenzwerte des elektrischen Wechselfeldes
Grenzwerte des magnetischen Wechselfeldes
Grenzwerte des elektromagnetischen Feldes (Hochfrequenz)
Grenzwerte der spezifischen Absorptionsrate (SAR-Wert)

8 Gegenmaßnahmen und Abschirmung elektromagnetischer Felder
Abschirmung von elektrischen Feldern
Abschirmung von magnetischen Feldern
Abschirmung hochfrequenter Strahlung
Abschirmung von Computern und Bildschirmen
Maßnahmen bei Mobiltelefonen

9 Exkurs: Magnetfeldtherapie

10 Zusammenfassung und Ausblick

11 Anhang 1: Langzeituntersuchungen an Tieren und Menschen

12 Anhang 2: Statistiken des Mobilfunks in Österreich

13 Anhang 3: Radiaesthesie
13.1 Das Wünschelrutenphänomen
13.2 Bedeutung und Geschichte
13.3 Grundlagen der Radiaesthesie
13.3.1 Wasseradern
13.3.2 Gittersysteme
13.3.3 Verwerfungen
13.3.4 Geomantische Zonen
13.4 Radiaestetisches Messen

14 Anhang 4: Maßeinheiten

15 Abkürzungsverzeichnis

16 Abbildungsverzeichnis

17 Tabellenverzeichnis

18 Literaturverzeichnis

„ Wer die Gesetze des Rhythmus kennt, kann den Stoff durch den Geist regieren. Denn jeder Fels ist zu Stein gewordene Musik. “

(Pythagoras)

Ich danke besonders meinem Vater für die fachliche Unterstützung

Vorwort

„ Forschung bedeutet, zu sehen, was alle anderen auch sehen, und zu denken, was noch niemand gedacht hat. “

(Albert Szent-Gyorgyi)

Mit Hilfe des technischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte erzeugte sich die Menschheit nicht nur mehr Behaglichkeit, sondern auch zusätzliche elektromagnetische Belastung. Der „trade-off“ zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und gesundheitlicher Beeinträchtigung wird in den Medien und durch unterschiedliche Forschungsgemeinschaften kontrovers diskutiert. Da das Thema „Elektrosmog“ aus verschiedenen Blickrichtungen betrachtet werden kann, ergeben sich daraus unterschiedliche Untersuchungsergebnisse, dennoch besteht immer noch großer Forschungsbedarf, um gesundheitlichen Auswirkungen vorzubeugen.

Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll durch Darstellung der Thematik aus technischer, medizinischer und biologischer Sicht ein wissenschaftsübergreifender Überblick vermittelt werden.

Aus ganzheitlicher Sicht werden die Wechselwirkungen des natürlichen und des künstlichen Frequenzspektrums verdeutlicht. Der Schwerpunkt liegt insbesondere in der biologischen Wirksamkeit elektromagnetischer Strahlung.

Das erste Kapitel umfasst die Definition von Elektrosmog und den elektromagnetischen Grundlagen anhand des Frequenzspektrums. Das zweite Kapitel behandelt das biologische System Mensch in Hinblick auf die Wirksamkeit von Strahlenemissionen auf den menschlichen Körper. Kapitel drei bezieht sich auf das natürliche elektromagnetische Feld der Erde und dessen Wirkung auf den Menschen. Kapitel 4 kennzeichnet die künstlichen Belastung am Bildschirmarbeitsplatz. Danach folgt ein Exkurs zur Geschichte des Mobilfunks und im Anschluss daran die resultierenden gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung. Die letzten beiden Kapitel definieren die derzeitigen Grenzwerte und die Möglichkeiten der Strahlenreduktion vor allem durch Abschirmung von elektromagnetischen Feldern. Der Exkurs „Magnetfeldtherapie“ erläutert abschließend grenzwissenschaftliche Erklärungen der natürlichen Erdstrahlung und dessen gesundheitlichen Nutzen in der Alternativmedizin vorstellen. Im Anhang 3 wird zusätzlich das grenzwissenschaftliche Gebiet der Radiaesthesie genauer untersucht und dessen physikalischen Grundlagen aufgearbeitet.

1 Elektrosmog - Elektromagnetische Grundlagen

Die Definition von „Elektrosmog“

„Der Begriff "Elektrosmog" ist Ende der siebziger Jahre entstanden. Sein Wortbestandteil "smog" setzt sich aus den beiden englischen Worten "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel) zusammen. Parallel zu dem "normalen" Smog bedeutet Elektrosmog also die zunehmende "Verunreinigung" der menschlichen Umgebung mit elektromagnetischer Strahlung.“ [siehe Nehe03, 1]

Unter "Elektro-Magnetische Feldern" (EMF) werden jene physikalischen Elementarerscheinungen bezeichnet, bei denen Energie nicht mit der Masse, sondern über den Ladungsträger übertragen wird. Diese Erscheinungen kommen in der Natur in unterschiedlichen Formen vor. Im Laufe der Evolution war der Mensch ihrer Strahlung ausgesetzt. In den letzten hundert Jahren wurde in der Technik eine Vielfalt an EMF in Anwendung von elektrischen Geräten hinzugefügt. Die Ambivalenz zwischen den großen Vorteilen neuer Techniken und der wachsenden Sorge, inwieweit technische EMF gesundheitsschädliche Wirkungen mit sich tragen, wird in dieser Arbeit anhand von Untersuchungsergebnissen diskutiert.

Da die elektromagnetische Strahlung, abhängig von Art und Frequenz, unterschiedliche Ausbreitung in der Natur, in Wohngebäuden und im menschlichen Körper erfahren und dort sehr verschiedenartig einwirken können, werden Erläuterungen des derzeitigen Wissensstandes entsprechend der notwendigen Feldklassifikation im Detail für die einzelnen Gruppen vorgenommen. [vgl. Gött03, 1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 .:Strahlungsspektrum [nach Gött03, 1]

Ionisierende Strahlung

Radioaktivität ist die Eigenschaft bestimmter Stoffe, sich ohne äußere Einwirkung umzuwandeln und dabei eine charakteristische Strahlung auszusenden (Alpha-, Beta- und Gammastrahlung), es verwandelt sich Materie in eine Energieform um, jedoch wird bei allen Vorgängen Strahlung frei, die in eV1 angegeben wird. [vgl. Fried03, 1]

Diese extrem hochfrequenten elektromagnetischen Wellen wie z.B. alpha-, beta-, gamma- oder Röntgen-Strahlen werden zur eigenständigen Klasse der ionisierenden Strahlung mit sehr hoher Elementarenergie zusammengefasst.

Unter „ionisierend“ versteht man die Eigenschaft Bindungen von Atomen und Molekülen aufzuspalten, d.h. um positive und negative elektrisch geladene Atome oder Molekülteilchen zu generieren. Da alpha-, beta- und gamma- Strahlen auf den Menschen verschiedene Auswirkungen haben, wurde der Begriff „Äquivalentdosisrate2 “ mit der Einheit „Sievert“3 eingeführt. Strahlenschäden mit akuter Wirkung entstehen im Bereich ab 1-2 Sv; tödlich ist die Einwirkung von 6-10 Sv. Alphastrahlung besteht aus positiv geladenen Teilchen, die zwei Neutronen und zwei Protonen enthalten. Da die Reichweite nur wenige Zentimeter beträgt, kann Alphastrahlung z.B. durch ein Blatt Papier absorbiert werden. Da Betastrahlung aus Elektronen besteht, kann sie durch eine 10 mm starke Aluminiumplatte (oder Plexiglas) abgeschirmt werden. Im Bereich der schädlichen Gammastrahlung emittieren hochenergetische, kurzwellige, elektromagnetische Strahlen aus dem Atomkern, die nur schwer abzuschirmen sind. [vgl. Kalt02, 43] „Um Gammastrahlen abzuschirmen, muss man dicke Schichten aus Materialien mit hoher Dichte (Schwerbeton, Blei) verwenden.“ [siehe Neit94, 95]

Zu den natürlichen Umweltbelastungen zählen die kosmische wie auch die terrestrische Strahlung. Kosmische Strahlung oder Höhenstrahlung sind äußerst energiereiche Teilchen, die die Erde aus dem Weltall treffen. [vgl. Fried01, 1] In diesem Fall besteht eine Wechselwirkung mit der Atmosphäre, die kosmische Primärstrahlung (93% Protonen) in kosmische Sekundärstrahlung umwandelt, die aus Protonen, Neutronen, Elektronen, Mesonen, Neutrinos und elektromagnetischer Strahlung besteht. Dabei treten alle Elemente des Periodensystems von Wasserstoff bis zu den Aktiniden (Serie von radioaktiven, chemischen Elementen) auf. Die Energie von kosmischer Strahlung übertreten einen Bereich von einigen 1000 eV bis zu über 10 20 eV. [vgl. Esch03, 1]

Im Gegensatz dazu steht die terrestrische Strahlung, die von natürlichen radioaktiven Stoffen ausgeht und auf der Erde überall in unterschiedlicher Konzentration vorkommt. Diese natürliche Strahlenbelastung entsteht beim Zerfall von in der Erdkruste enthaltenen Radionukliden. „Radionuklide sind instabile Atomkerne oder Nuklide, die sich spontan radioaktiv umwandeln können und dabei Gammastrahlung emittieren. Sie wandeln sich direkt oder über radioaktive Zwischenprodukte (Tochternuklide) in stabile Nuklide um. Jedes Radionuklid weist eine charakteristische physikalische Halbwertszeit auf. Die meisten Radionuklide können nur künstlich durch Kernspaltung oder bestimmte Kernreaktionen hergestellt werden. Die nur in geringer Anzahl natürlich vorkommenden Radionuklide sind für die natürliche Strahlenbelastung verantwortlich.“ [vgl. Fried01, 1]

Da die terrestrische Strahlung von geologischen Verhältnissen abhängig ist, tritt sie regional in unterschiedlichen Konzentrationen auf. In Gebieten mit kristallinen Gesteinen (z.B. Granite in Mitteleuropa) kann hohe terrestrische Strahlung gemessen werden. Radionuklide gelangen aus dem oberflächennahen Untergrund in Grund-, Quell- und Flusswasser über Pflanzen und Tieren und dann über die Nahrungskette bzw. das Trinkwasser zum Menschen. In geschlossenen Räumen ist die radioaktive Belastung vor allem durch das Edelgas Radon gegeben, das als Radium-Zerfallsprodukt entsteht und von verschiedenen Baumaterialien und Einrichtungen freigesetzt wird. Durch tägliches Lüften kann die Radon-Konzentration in der Raumluft wesentlich verringert werden. Zusätzliche Abschirmung durch Holz und Bienenwachs reduzieren die Strahlenbelastung im Haushalt. Nicht zu vergessen ist, dass Rauchen von Tabak ebenfalls radioaktive Stoffe erzeugt. [vgl. Kalt02, 43f] Auch Strahlung aus Baustoffen, z.B. Mauersteine, die Zusätze aus Schlackenstoffen enthalten und Strahlung aus Farbe und Anstrichstoffen, z.B. Leuchtzifferblatt von Uhren, können leicht radioaktiv strahlen. [vgl. Fried01, 1]

Optische Strahlung

Unter optischer Strahlung versteht man von der Sonne ausgehend emittierte Infarotstrahlung des sichtbaren Lichts sowie Ultraviolettestrahlung. Die Strahlungsintensität einzelner Komponenten nimmt mit der Höhenlage zu; die stärkste Exposition trifft den Menschen am Mittag, im Sommer und bei klarem Himmel. [vgl. Gött03, 1] „Maximal beträgt sie um 12 Uhr mittags am Äquator 1,45 kW/m 2 . Diese Intensität reicht aus, einen ungeschützten Menschen zu töten.“ [siehe Nimt94, 79] Schutz durch Absorption vor übermäßiger Exposition bieten nicht lichtdurchlässige Baumaterialien, die einen überwiegenden Teil optischer Strahlung der Sonne reflektieren. Bei intensiver und lang anhaltender Sonnenexposition kann es zum so genannten Sonnenbrand kommen und gleichzeitig besteht dadurch ein erhöhtes Risiko von Hautkrebserkrankungen. [vgl. Gött03, 1]

Hochfrequente elektromagnetische Felder und Mikrowellen

„Der Hochfrequenzbereich (HF) beginnt bei etwa 30 kHz (Radiowellen) und reicht bis ans Ende des Mikrowellenbereichs (300 GHz). Bei solchen Frequenzen treten elektrische und magnetische Felder stets eng gekoppelt und gemeinsam auf, weshalb man auch von elektromagnetischen Wellen oder Strahlung spricht.“ [siehe Kaly02, 23] Vorherrschende Quellen hochfrequenter elektromagnetischer Felder sind zahllose Radio- Kommunikations- und Telekommunikationssender. „Im kHz-Bereich senden die Lang- und Mittelwellen-Rundfunksender. Der MHz-Bereich wird unter anderem von Kurz- und Ultrakurzwellenrundfunk, vom Amateurfunk, Fernsehen, Richtfunk, nicht gepulsten schnurlosen Telefonen, Funkrufdiensten sowie dem C- und D-Netz- Mobilfunk belegt. Neu hinzugekommen sind der terrestrische digitale Rundfunk T-DAB und der digitale Bündelfunk TETRA und TETRAPOL. Im unteren GHz- Bereich sind beispielsweise der E-Netz-Mobilfunk, digital gepulste Telefone nach DECT-Standard, Mikrowellenherde, Satelliten-Telefone und Bewegungsmelder anzutreffen, während im Bereich von einigen GHz bis 150 GHz Anwendungen für Richtfunk, Radar oder moderne Verkehrsleittechnik zu finden sind.“ [siehe Mold00, 3] Diese Felder haben eine linienförmige Ausbreitung und werden beim Eindringen in Gebäude durch Baumaterialien gedämpft. Dabei zeigen Holz und Glas eine geringere Dämpfung als z.B. Beton und Kalksandstein.

Die primäre Wirkung hochfrequenter Felder im menschlichen Körper ist thermisch und besteht in einer Erwärmung von 0,1 Grad Celsius bei Leistungsdichten von über 10.000 Mikrowatt pro Quadratzentimeter. Bei der Benutzung von Handys steigen Leistungsdichten in Kopfnähe auf das bis zu 1000-fache an und verringern sich stark mit zunehmendem Abstand. Vorsicht ist geboten, wenn Mobilfunkgeräte in Fahrzeugen bzw. anderen dem faradayschen Käfig entsprechenden Fortbewegungsmitteln verwendet werden, da die elektromagnetische Strahlung im Auto verbleibt und hin- und herreflektiert wird. Den Vorteil, den ein faradayscher Käfig bei Gewitter bietet - es leitet Strahlung ab, rächt sich bei der Benutzung von Mobilfunkgeräten im inneren des Fahrzeuges: Die Blechverkleidung erschwert die Verbindung mit der nächstgelegenen Basisstation und erhöht somit die Sendeleistung bis auf die technisch Maximale um schlechtere Empfangsbedingungen auszugleichen. Die Feldbelastungen können zwischen 0,1 bis 10 µT schwanken. In Dieselfahrzeugen sind Feldstärken generell geringer und in großen teuren Autos tendenziell höher als in kleinen. Auch in Zügen ist man erheblichen Feldstärken ausgesetzt. Vor allem moderne Eisenbahnen können bis zu 40 µT aufweisen. In Flugzeugen stellt die radioaktive Strahlung eine sehr große Belastung dar. In Bodennähe findet man etwa 100 nSv/h, in der Luft sind es Werte von 2000 bis 7000 nSv/h. Auch ist die Strahlung über den Polargebieten höher als bei Flügen in Richtung Äquator. [vgl. Kata02, 96f]

Niederfrequente magnetische Felder

Sie entstehen durch den im Netz fließenden elektrischen Strom, d.h. durch elektrische Verbraucher und ihren Zuleitungen in Gebäuden. Es sind dies magnetische 50 Hertz-Felder mit Flussdichten unter einem µT. Die Maßeinheit magnetischer Wechselfelder wird in Ampere/Meter (A/m); die Einheit der magnetischen Flussdichte (Induktion) ist T4. Fliessen ungehindert lediglich geringe Ströme, bauen sich Felder von wenigen Zentimetern auf. Bei höheren Strömen entstehen große Felder mit hohen Amperestärken, die durch Verringerung der Spannung zustande kommen, z.B. Transformatoren, Dimmer, Radiowecker, tragbare Kassettenrekorder, Niedervoltlampen, Fernsehgeräte, HiFi-Anlagen, Sicherungskästen, Leuchtstoffröhren, Computer, Kühl- und Heizaggregate, Heizkissen, Leuchtstofflampen usw. [vgl. Hens96, 26]

„Je größer der Abstand zwischen der Phase und dem Nullleiter ist, desto größer sind die magnetischen Wechselfelder. Liegen die Leiter eng zusammen, heben sich die Magnetfelder weitgehend auf. Es ist also bei Hochspannungsleitungen eine Frage der Leitungskonfiguration, ob starke oder weniger starke Magnetfelder entstehen.“ [siehe Hens96, 26] Hochspannungsleitungen in Abständen weniger als 50 Meter zum Haus bauen zusätzliche magnetische Flussdichten bis zu 5 µT auf. Viele Alltagsgeräte strahlen ähnlich starke magnetische Felder ab, die man unter Hochspannungsleitungen messen kann. Bedenklich sind Geräte, die ständig vorhandene Magnetfelder streuen. Ein pulsierendes Magnetfeld mit biophysikalischen Wirkungen entsteht z.B. zwischen Kopfhörern von mobilen Musikwiedergabegeräten. Diese erzeugen Magnetfelder von 60 bis 90 nT. Unabhängig von der Beschaffenheit der Umgebung (z.B. Erde oder Baumaterialien) sinken Magnetfelder proportional mit dem Abstand von der Quelle. [vgl. Hens96, 27]

Niederfrequente elektrische Felder

Elektrische 50 Hertz-Wechselfelder werden in der Nähe von spannungsführenden Leitungen und Verbrauchern aufgebaut. In ihrer unmittelbaren Nähe erreicht die elektrische Feldstärke maximal 1 kV/m und nimmt mindestens proportional zur Entfernung ab. Sie entstehen aber auch wenn kein Strom fließt! Die Maßeinheit der elektrischen Wechselfeldstärke ist Volt/Meter (V/m). [vgl. Hens96, 22] Unter Hochspannungsleitungen entstehen elektrische Feldstärken bis zu 8 kV/m, die im Inneren eines nahe gelegenen Gebäudes durch Baumaterialien auf einige 100 V/m gedämpft werden. [vgl. Gött03, 1]

Magnetostatische Felder

Frequenzlose magnetische Gleichfelder werden von der Erde in allen Lebensbereichen mit einer Flussdichte zwischen 50 und 70 µT erzeugt. Sie kommen in Gleichstrommotoren, Dauermagneten und in der Tomografie vor. Diese Felder lassen sich nur mit Hilfe spezieller, kostspieliger Materialien und unter hohem Aufwand nennenswert dämpfen (z.B. Mu-Metall5 ).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Mumetall-Abschirmungen schützen den Monitor vor äußeren Magnetfeldern [nach Eder03, 1]

Mu-Metalle werden zur Produktion von kleinen Schutzgehäusen verwendet, können aber nicht großflächig eingesetzt werden. Eine Abschirmhilfe bieten im Bereich der magnetischen Gleichfelder Filter für Computer-Monitore. Es ist als Prävention ratsam eisenhaltige Teile wie Stahlträger, Eisenmatten, Lautsprecher, Federkernmatratzen, Heizkörper etc. zu vermeiden, denn diese können statische Magnetfelder aufbauen. Außerdem ist vor im Bereich des Schlafplatzes auf elektrische Leitungen, Geräte, metallene Gegenstände und Resonatoren jeglicher Art zu verzichten. Das Abschalten von feldverursachenden Stromkreisen durch Netzfreischaltung, schützt weitgehend vor elektrischen Wechselfeldern. Bei Gebäudeplanungen sollte beachtet werden, dass der Schlafraum nicht über Garagen angelegt werden soll, da Fahrzeuge große Magnetfelder aussenden. Gleiches gilt für Schlafplätzen über Metallbehältern (Öltanks). Weiters senden auch mit Gleichstrom betriebene Geräte (z.B. Armbanduhren) starke magnetische Impulse aus. [vgl. Kalt02, 35] „Brillengeräte können magnetisiert sein. Telefone und Kopfhörer erzeugen starke Magnetfelder.“ [siehe Hens96, 32]

Elektrostatische Felder

Im Allgemeinen wird hier von elektrostatischer Aufladung gesprochen, da diese frequenzlose statische Felder bilden. Hierbei gelten die Maßeinheiten Volt für die Oberflächenspannung, Volt/Meter für die Luftelektrizität und Ionenzahl/Volumen in Kubikzentimeter für die Ionenkonzentration. [vgl. Hens96, 28] Zwischen der Ionosphäre und der Erde bauen sich hohe Spannungen auf, die auf der Erde zu Feldstärken zwischen 100 und 400 V/m führen. Bei Gewittern kann die atmosphärische Feldstärke kurzzeitig über die Durchschlagfestigkeit der Luft steigen und zu einer Blitzentladung führen. „Die Werte können von einigen 100 V/m bei Schönwetterlage bis zu 20 kV/m (= 20000 V/m) unter einer Gewitterwolke betragen.“ [siehe Herr97, 13] Im Inneren von Gebäuden werden natürliche Felder wesentlich reduziert. Vor direkten Blitzeinschlägen schützen Blitzableiter.

Im Falle von Kunststoffprodukten und synthetischen Materialien können im Haushalt erhebliche Feldstärken auftreten. Zum Beispiel beim Abreißen einer Schutzfolie von Lebensmittelverpackungen kann man einige 100 kV/m messen. [vgl. Herr97, 13] Aufladungen von gut isolierten menschlichen Körpern erfolgt durch Reibung an synthetischem Material oder durch Influenzwirkung6 eines Bildschirms. Solange der Körper gut isoliert ist, werden Ladungen an der Körperoberfläche getragen; im Falle von Berührung mit elektrisch leitfähigen und geerdeten Gegenständen kommt es zur teilweise schmerzhaften, plötzlichen Entladung. Die Aufladung des Körpers kann durch gut leitfähige Fußböden minimiert werden und verhindert zusätzlich die Beeinträchtigung des Wohlbefindens durch elektrische Entladung. [vgl. Gött03, 1]

2 Das biologische System Mensch

Das Biologische System ist ein wichtiger Ausgangspunkt zum Verständnis der elektromagnetischen Einwirkung auf den Menschen. Die Funktionsweise des biologischen Systems ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht vollständig erforscht. Dieses komplexe, offene, sich selbst organisierende System ist gekennzeichnet durch die bisher noch undurchschaubaren „Wechselwirkungen zwischen Zellstoffwechsel, Organfunktionen, automatische gesteuerten Lebensvorgängen, seelischen Bedingungen und Einflüssen von Natur, Klima …“ [siehe Brau02, 2].

Das biologische System funktioniert im Gegensatz zu nicht-lebenden Systemen „dissipativ“7, d.h. es benötigt zur Aufrechterhaltung seiner dynamischen Ordnungszustände - in Form von stehenden Wellen - ständig Energie, die in Wärme umgewandelt wird. Der Gegensatz zu nicht-biologischen Systemen liegt in der Tatsache, dass es durch Energiezufuhr zu einer Erhöhung der inneren Ordnung kommt und nicht zur Entropieproduktion. Elektromagnetische Signale induzieren dissipative Wirkungen und je kohärenter diese Signale beschaffen sind, desto mehr Resonanzen und spezifische Wirkungen entstehen. Bei Wärmezufuhr reagiert der Mensch zum Teil dissipativ, zum Teil reagiert er mit Erwärmung durch ungeordnete Energie. [vgl. Brau02, 3]

Psychotronik und Wetterfühligkeit

Unter Psychotronik versteht man die Einflussmöglichkeit von elektromagnetischen Strahlungen auf biologische Systeme. Es wird angenommen, dass technisch erzeugte Trägerfrequenzen von bestimmter Tiefe moduliert werden und somit auf das Verhalten des Menschen Einfluss haben. [vgl. Kalt02, 12] „Nach der Entdeckung durch Nicola Tesla liegen die Resonanzfrequenzen der Erde bei 150 kHz, 6,8 Hz und 11,78 Hz. Die Wetterfühligkeit zeigt uns die menschliche Aufnahmebereitschaft für diese Schwingungen.“ [siehe Kalt02, 12]

Mit dem biologischen System „Mensch“ sind auch weitere artspezifische Eigenschaften verbunden: Die Steuerung der Lebensprozesse ist ein unüberschaubares Gebilde aus wahrnehmbaren Einflüssen und bioelektrischen Vorgängen, die sich wechselseitig beeinflussen. Natürliche elektromagnetische Einflüsse stellen u.a. Schumanwellen, Sferics, Geomagnetwellen, Solarwellen und das Erdmagnetfeld mit seinen unspezifischen Schwankungen dar. Körperliche Ausdrücke dieser Phänomene sind z.B. die „innere Uhr“ des Menschen oder die Reaktion des vegetativen Nervensystems.

Schumannwellen8

Diese beeinflussen den circadianen Rhythmus (die „innere Uhr“) und schwingen mit 6 bis zu 40 Hz. Diese Wellen entstehen zwischen Erde und der Ionosphäre mit einer Frequenz von 7,8 Hz. Diese Frequenz - erzeugt durch die Eigenresonanz der Erde - stimmt mit der Schwingung des Hippocampus überein. Ein Teilbereich der Schumannwellen wird durch Wetterfronten, Gewitter und Blitzentladungen erzeugt. Sie umfassen im Bereich der Delta-, Theta- und Alphawellen des Gehirns die Frequenzen 1-13 Hz. [vgl. Brau02, 3]

Sferics

„Die atmosphärische Impulsstrahlung hat ihren Ursprung unter anderem in der weltweiten Gewittertätigkeit. Jede Blitzentladung strahlt ein breites Spektrum elektromagnetischer Wellen ab, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Diese sehr niederfrequenten, daher sehr langen Wellen pflanzen sich sehr gut entlang der Erdoberfläche, unter der Erde und sogar unter Wasser fort. Zum Teil werden sie auch von der Ionosphäre reflektiert oder gebeugt. Aufgrund dieser Reflexion kann es auch zu Resonanzphänomenen kommen. Im Frequenzbereich der Sferics kann man zwei Bereiche unterscheiden: Einen VLF9 - Teil zwischen 1 und 10 kHz mit einem Energieschwerpunkt bei 5 -10 kHz, und einem ELF10 -Teil mit einem Maximum zwischen 10 und 200 Hz. Der ELF-Bereich hat seinen Ursprung in der Weltgewittertätigkeit, während VLF- Strahlung mehr aus lokalen Gewittergebieten stammt. Eine weitere Ursache der Sferics sind Wettervorgänge, wie Warm- und Kaltfronten, Aufgleitvorgänge, Föhn usw., aus denen sich charakteristische Sfericsprogramme herausmessen lassen.“ [siehe Rose94, 248f]

Die Frequenz von 10 Hz kommt zum einen bei Sferics und im Bereich der Gehirnströme vor. Sferics sind für die Steuerung des vegetativen Nervensystems verantwortlich. Der Mensch korreliert mit Wetterfühligkeit und psychosomatischen Störungen. [vgl. Brau02, 3] Es wird angenommen, dass Nervenfasern als Antenne dienen, um Sferics-Impulse einzufangen. Das Signal wird weitervermittelt, und führt zur Bildung von Botenstoffen am Ende von Nervenzellen beeinflusst dadurch das gesamten biologischen System. Es wurde festgestellt, dass durch Sferics-Impulse der Sauerstoffverbrauch von Lebewesen reduziert und die Blutgerinnung gefördert wird. [vgl. Treu00, 76]

„Setzt man einen Hamster einem Muster von winterlichen Sferics-Impulsen aus, fällt er in den Winterschlaf. Wird Sommer simuliert, bleibt das Tier acht Tage lang superaktiv.“ [siehe Treu00, 77]

Geomagnetwellen

Geomagnetwellen sind elektromagnetische Wellen des modulierten Erdmagnetfeldes. Die Erdkruste enthält 64 Spurenelemente, die ihrerseits eine ganz spezielle Eigenfrequenz aussenden. Die 64 essentiellen Spurenelemente findet man im nahezu gleichen Verhältnis in den roten Blutkörperchen des Menschen. Durch die Modulation kommt es zu einer Übertragung von Schwingungsmuster der Spurenelemente auf das natürliche Erdmagnetfeld. Körperlich steuern Geomagnetwellen die Aufnahme von Spurenelementen, den Vitamin- und Mineralhaushalt, die Adrenalinproduktion. [vgl. Brau02, 3 ]

Solarwellen

Solarwellen sind elektromagnetische Impulse der Sonne im Frequenzbereich von 100 MHz bis ca. 1,5 GHz. Solarwellen, ebenso wie sichtbares Licht, haben Einfluss auf das vegetative Nervensystem, den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel. [vgl. Brau02, 3]

Der Mensch muss arbeitsplatzbedingt immer mehr auf diese lebenswichtigen Umweltsignale verzichten. Ein Mangel kann sich durch viele Zivilisationskrankheiten ausdrücken. In der Raumfahrt wurde erkannt, dass die Isolation dieser Wellen zur Verschiebung des Zeitgefühls und vegetativen Funktionen führt. Natürlichen elektromagnetischen Wellen haben die Eigenschaft, dass sie sich für das biologische System „Mensch“ nicht von künstlich erzeugten EMF („technics“) unterscheiden. „Sie verfälschen die Inhalte der elektromagnetischen Information. Jedenfalls bewirken sie eine Irritation, die mit dem Begriff „Interferenz“ bezeichnet wird: der Hemmung eines biologischen Vorgangs durch einen gleichzeitigen und gleichartigen anderen.“ [siehe Rose94, 117] Ein Beispiel dafür ist die Beeinflussung des Melatoninhaushaltes durch Lichteinflüsse und besonders auch durch Mobilfunk.

Reaktionsprinzipien biologischer Systeme

Um die Gefährdung und biologische Wirksamkeit11 äußerer und innerer schädigender Noxen12 (Reize) abschätzen zu können, ist es wichtig, die Gesetzmäßigkeiten der Toxikologie13 zu beachten. Man unterscheidet [vgl. Brau02, 6]:

- Unterschwellige Belastungen
- Risikopersonen
- Potenzierung der schädigenden Wirkung durch Kofaktoren
- Individuelle Sensibilität
- Kontinuität von Reizen
- Kompensationsfähigkeit
- Überlaufeffekt
- Synergismen
- Langzeitwirkung: Zusammenbruch der Kompensation eines vorher schon labilisierten aber noch funktionsfähigen Organismus infolge des Katalysatoreffektes von sich gegenseitig begünstigenden Einzelfaktoren

Der russische Forscher Alexander Presman stellte fest: „Es ist charakteristisch, dass das zentrale Nervensystem stärker auf relativ geringe Feldstärken als auf höhere Werte reagiert. In einzelnen Fällen geht das sogar so weit, dass eine Reaktion überhaupt nur bei einer gewissen geringen Feldstärke aufritt, jedoch völlig ausbleibt, wenn man die Stärke steigert.“ [siehe Treu00, 118]

Schwache Noxen schädigen auf lange dauernde Einwirkung mehr als starke Noxen kurzzeitig. Dies wird im Bereich der ionisierenden Strahlung als „Petkau- Effekt“ bezeichnet. Der Effekt besagt, dass im Falle andauernder Bestrahlung durch geringe Anteile radioaktiver Stoffe eine größere Gefahr ausgeht, als angenommen. [vgl. Brau02, 7]

Wenn man die Prinzipien der Homöopathie in diesem Zusammenhang betrachtet, lassen sich Analogien erkennen. Die Homöopathie arbeitet mit dem Prinzip „similia similibus curentur“, das soviel heißt wie „Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden“. Dabei werden aus Urtinkturen (aus Pflanzen, tierischen Stoffen, Mineralien und Chemikalien) Verdünnungen (Potenzierungen) hergestellt, verschüttelt und verabreicht. Das Wirkprinzip beruht darauf, dass hochpotenzierte, also extrem stark verdünnte normalerweise toxikologische Dosen genau die Krankheitsbilder heilen, die sie unpotenziert auslösen.

„Wenn wir die Homöopathie vom Gesichtspunkt der Bioelektronik aus betrachten, ergibt sich ein anderes Bild von ihrem Wirkungsmechanismus. Wie viele Moleküle einer Substanz sind für eine biologische Wirkung erforderlich? Eine stattliche Anzahl, wenn man den gängigen pharmakologischen Vorstellungen folgen will. Die biologisch-chemischen Wahrnehmungssysteme kommen aber mit viel weniger Molekülen aus. So sind zum Beispiel Pheromone komplexe chemische Sexuallockmittel, die, vor allem von Insekten, an die Luft abgegeben werden. Hier ist naturgemäß schon die Gesamtzahl der Moleküle gering und wird durch die Luftbewegung und durch Windstöße noch in gewaltigem Ausmaß weiter verringert. Dennoch erfüllen diese wenigen Moleküle ihre Aufgabe vollkommen; [...]. Das ist noch erstaunlicher, wenn man sich klarmacht, dass dieses Verhalten nur durch eine einzige aktive Gruppe und die Übertragung eines einzigen Elektrons zustande kommt. [...] Das homöopathische Präparat muss lediglich in der Lage sein, ein einziges Elektron auf die betreffende Rezeptorgruppe an der Zelloberfläche zu übertragen, damit eine starke biologische Reaktion zustande kommt.“ [siehe Beck91, 165f] Deshalb definieren manche Autoren Homöopathie als Hochfrequenztherapie. [vgl. Hens96, 130]

D.h. Homöopathie verwendet sozusagen ein „Reaktionsfenster“ des Menschen um den Organismus zur Regeneration und Selbstheilung anzuregen. Homöopathie wird bei chronischen Krankheiten mit hoher Erfolgsquote eingesetzt. Genauso wie der „Petkau Effekt“ die schädigende Wirkung von kleinen Strahlungsdosen auf längere Zeit voraus sagt, agiert die Lehre der Homöopathie in umgekehrter Weise.

„Russische Wissenschaftler, die sich schon viel länger und intensiver mit der Frage beschäftigen, ob elektromagnetische Felder Informationsträger in der lebenden Natur sind, haben schon in den sechziger Jahren bewiesen, dass die These der Homöopathie auch für die Wirksamkeit elektromagnetischer Felder auf Pflanzen, Tiere und Menschen zutrifft.“ [siehe Rose94, 118]

Biophysikalische Absorption elektromagnetischer Strahlung

Strahlungsenergie wird vom menschlichen Körper vor allem durch drei Vorgänge absorbiert: [vgl. Chen01]

Antenneneffekt

Der Körper oder Teile des Körpers absorbieren RF/MW - Signale aufgrund von Resonanz14, die durch die Größe der Körperpartie mit der Wellenlänge der RF/MW-Signale entsteht. Eine erwachsene Person mit der Körpergröße von 1,80 m referiert mit einer optimalen Absorptionsfrequenz nahe bei 70 MHz, da die Länge der Welle 4,3 m beträgt. Der Körper kann als Halb-Wellen-Dipol angesehen und nähert sich dadurch der halben Wellenlänge an. Auch Körperteile wie Arme oder der Kopf können durch den Antenneneffekt betroffen werden. Die Breite des Kopfes beträgt typischerweise 15 cm und entspricht dadurch der halben Wellenlänge eines 1 GHz Mikrowellensignals - der Frequenz von Mobilfunktelefonen D-Netz mit 0,9 GHz). [vgl. Chen01, 2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Durchschnittliche SAR (spezifische Absorptionsrate) von drei Spezies-Arten (Mensch, Affe und Maus) bei einer Exposition von 10 Watt pro m² (1'000'000 nW/cm²) mit einem Vektor E parallel zur Längskörperachse [nach Chen91, 2]

Handystrahlung hat eine Bandbreite von 0,9 GHz bis zu 1,8 GHz. Abbildung 3 lässt uns erkennen, dass zwar weder Kinder noch Erwachsene mit ihrer Körpergröße im optimalen Bereich der Absorptionsrate liegen, jedoch Babys und kindliche Körper, deren Größen sich zwischen Affen- und Mäusegrößen bewegen, dem Maximalbereich der handytypischen Absorptionsstrahlung entsprechen. [vgl. Chen91, 3]

Biophysikalische Absorption

Der zweite Mechanismus richtet sich nach der Einkoppelung des Signals in das Gewebe. Das Signal, das das Gewebe durchläuft, wirkt auf Zellen und Gewebsschichten ein.15 Dies ist die exponentielle Zunahme der Leitfähigkeit bei Zunahme der Frequenz der Trägerwelle. [vgl. Chen91, 4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Die dielektrische Konstante und die Leitfähigkeit von typischem biologischem Gewebe als Funktion der Frequenz. [nach Chen91, 4]

„ Resonanz-Absorption “

Der dritte Mechanismus von biophysikalischen Aufnahmevorgängen ergibt sich durch Resonanzvorgänge biologischer Systeme im Gehirn und in den Zellen. „Resonanz-Absorption“ findet statt, wenn ein System mit natürlicher Frequenz durch ein gleiches oder in Harmonie dazu stehender Frequenz überlagert wird. Dies wird auch „resonanz-bedingte Hochfrequenzaufnahme“ genannt und bei Radio- und Fernsehgeräten verwendet, die jedoch zusätzlich auch nach dem Antennenprinzip arbeiten. [siehe Chen91, 4]

Biologische Fenster

Man unterscheidet das erste biologische Fenster, das das Lichtspektrum elektromagnetischer Wellen darstellt und das zweite, das aus dem Frequenzbereich des Gigahertzspektrums (Mikro- und Dezimeterwellen) mit biologischer regulativer Wirkung besteht. Im Falle beider Fenster ist die Atmosphäre durchlässig und bewirkt biologische Effekte. Die Natur hat diese optimiert und je nach Landschaftsstruktur ein spezifisches Schwingungsklima geschaffen.

Biologische Fenster sind Intensitätsbereiche, in denen Reize auf biologische Systeme einwirken. Menschen und Lebewesen stellen biologische Systeme dar, die mittels Anregung durch einen Resonanzerreger in Resonanz treten. Der Resonanzerreger löst eine Erregerschwingung aus, die wiederum auf das biologische System einwirkt. Eigenresonanz bedeutet, dass Stoffe wegen ihrer spezifischen eigenen Struktur im Molekülaufbau bzw. in ihren atomaren Teilchen eine innere Energie besitzen. Die physikalische Eigenschaft der Eigenresonanz eines Resonators kann sogar schon durch ein leistungsschwaches Erregersignal ausgelöst werden. Diese Energie kann durch ein Anregungssignal von außen freigesetzt werden, das bedeutet der Körper „schwingt mit“. Dabei geraten die Elektronen des Stoffes in ein höheres Energieniveau und vollziehen den Quantensprung16. Das Signal muss jedoch genau die Resonanzwellenlänge des Stoffes treffen. [vgl. Lüde98, 104]

Biologische Systeme können auf Anregungen in unterschiedlicher Weise reagieren:

Entweder auf thermische Weise, d.h. wärmebezogen, wenn z.B. elektromagnetische Wellen hohe Leistungsdichten aufweisen (z.B. Mikrowellenherde, Mobilfunkgeräte). Die Reaktion ist dabei abhängig von einer bestimmten Feldstärke oder Reizdosis. Einige Körperteile reagieren jedoch sensibler als andere bzw. die Empfindlichkeit hängt auch von der Frequenz ab. Hierbei gilt das Prinzip: Je niedriger die Feldstärke oder Reizdosis ist, desto geringer ist die Reaktion oder Reizantwort. [vgl. Lüde98, 115]

Biologische Systeme können weiters auch athermisch reagieren, d.h. nicht wärmebezogen. In diesem Fall ist die Reaktion stark abhängig von dem Informationsinhalt bzw. Reizinhalt und der Reizdosis. Es gilt in diesem Bereich, dass die Reaktion aus einer Kombination von Reizdosis und Reizinhalt besteht, wobei bei einer zu hohen Dosisleistung der Reizinhalt nicht mehr vermittelt werden kann und Reaktionen dadurch ausbleiben. [vgl. Brau02, 7] Da jedoch die biologischen Fenster aller Menschen verschieden sind und jeder Mensch vermutlich täglich auf unterschiedliche Fenster anspricht, kann von keinem Reiz bzw. Frequenz mit Sicherheit prognostiziert werden, ob diese einen biologischen Effekt erzeugen oder nicht. Ein einfaches Beispiel dazu: Wenn in einem Raum mit hohem Geräuschpegel der eigene Name ausgesprochen wird, nimmt man trotzdem diese Schwingungsmuster auf und „hört“ seinen Namen. In diesem Fall ist das biologische Fenster „nach unten“ stark geöffnet.

Neben diesen biologischen Fenstern existieren auch so genannte „Zeitfenster“. Dies stellt den Unterschied zwischen kurzzeitiger Exposition und Dauerexposition dar. [vgl. Lüde98, 115f]

3 Das natürliche elektromagnetische Feld

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Dr. Karl Freiherr von Reichenbach 185017 [nach Reic50, 75]

In unserer Umwelt wirken für uns Menschen im Normalfall unsichtbare Kräfte - die Kräfte des Erdmagnetismus. Erst mit der Eroberung des Weltraums durch Raumfahrt und Raumforschung konnte die Erkenntnis wiedergewonnen werden, dass das geomagnetische Feld der Erde großen Einfluss auf alle Lebewesen hat. [vgl. Beck91, 225] Die Erdkugel, die sich pro Tag einmal ganz um die eigene Achse dreht, besteht in seinem Inneren ein Magnetfeld. [vgl. Treu00, 41]

Die Erde und ihr Umfeld

Der kilometertief unter der Erde liegende rotierende Kern aus flüssigem Eisen entspricht einem magnetischen Dipolfeld. Er ähnelt einem Stabmagneten. [vgl. Beck91, 226] Anhand komplizierter Vorgänge, wie z.B. die elektrische Leitfähigkeit des flüssigen Eisens im Kern des Erdballes, wird mittels der Erdrotation das vorhandene Magnetfeld im Sinne eines elektrischen Generators verstärkt. Zusätzlich bewirkt die Sonne auf der Tagseite ein etwas stärkeres Magnetfeld als auf der Nachtseite der Erde. Durch Sonnenenergie wird dieses Feld verzerrt und bildet eine ganz eigene Struktur - die Magnetosphäre.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Das natürliche elektromagnetische Feld [nach Beck91, 226]

Sonnenwinde bestehen aus hochenergetischen atomaren Teilchen und bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit durch den Raum, stoßen an die äußeren Schichten des Erdmagnetfeldes, komprimieren es bis die Energie gleich der der Sonnenwinde ist („Bow-shock-Region“). [vgl. Treu00, 41]

Auf der sonnenabgewandten Seite gleicht das Magnetfeld einem langen Magnetschweif, der sich weit in den Raum erstreckt. Im Van-Allen-Gürtel eingeschlossen, befinden sich hochenergetische Teilchen, die sich auf Spiralbahnen ständig zwischen Nord- und Südende auf „Flussröhren“ hin- und herbewegen. Die Sonne sendet außerdem riesige Mengen an lebensgefährlicher ionisierender Strahlung aus (z.B. Röntgenstrahlung) und andere Hochenergiestrahlungen. Ohne die Magnetosphäre, die die Erde von dieser Strahlung abschirmt, würde es kein Leben auf der Erde geben. Die Magnetosphäre steht fest im Raum und wendet eine Seite immer der Sonne zu, sodass jeder Punkt der Erdeoberfläche einem ständig wechselnden Erdmagnetfeld ausgesetzt ist. Schwankungen im geomagnetischen Feld sind der Ursprung unseres Biozyklus. Im Wechselfeld zwischen der Energie des Sonnenwinds und des Magnetfeldes entstehen immense elektrische Ströme von Milliarden Watt, die auch ionisierende Strahlung und verschiedene Wellen im Niederfrequenzbereich (ELF: 0 -100 Hz und VLF; 100 - 1000 Hz) beinhalten. [vgl. Beck91, 226]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Die Anatomie eines Magnetsturmes [nach Beck91, 229]

Die Sonne wird von Schwankungen nach dem elfjährigen Zyklus der Sonnenflecken beeinflusst. Bei erhöhter Aktivität treten häufig Sonnenstürme auf, die im Vergleich zu Magnetstürmen durch riesige Eruptionen von Energie auf der Sonnenoberfläche entstehen. Diese Sonneneruptionen führen zu großen Störungen des Magnetfeldes (Magnetstürme) durch den Anstieg der Anzahl energiegeladenen Teilchen im Sonnenwind und einer Vermehrung von Röntgenstrahlung, Protonenströmen und Radiowellen, die auf die Magnetosphäre aufprallen. „Während eines Magnetsturms ist die Stärke des geomantischen Feldes großen Schwankungen unterworfen und nimmt insgesamt stark zu. Diese Störungen des Oberflächenmagnetfeldes reichen häufig aus, um in Hochspannungs- und Telefonleitungen sehr starke Ströme zum Fließen zu bringen, so dass die Leitungen zusammenbrachen. Gleichzeitig treten ähnliche Erscheinungen in der Ionosphäre auf und verursachen erhebliche Störungen vom Rundfunk- und Fernsehsignalen.“ [siehe Beck91, 228f]

Das Erdmagnetfeld und der Einfluss auf das Leben

„ Die magnetische Energie ist die elementare Energie, von der das gesamte Leben des Organismus abhängt."

(Prof. Werner Heisenberg, Physiker und Philosoph, Nobelpreisträger der Physik)

Die natürlichen elektromagnetischen Erscheinungen, wie zum Beispiel die kosmische Strahlung, das Erdmagnetfeld, die terrestrische Strahlung und auch Gewitter, sind der Erde seit ihrer Entstehung gegeben. Das Erdmagnetfeld schützt uns vor kosmischer Strahlung, die in 1000 bis 10000 km Höhe hochkonzentriert auftritt. Die Entwicklung aller Lebewesen wurde von kosmischer Strahlung beeinflusst und so ist es auch nachvollziehbar, dass sich Vögel noch immer am Erdmagnetfeld orientieren. Das Ozon bewahrt die Atmosphäre vor zu intensiver kosmischer Strahlung. Durch den Abbau dieser Schutzschicht müssen wir uns immer mehr vor negativer UV-Strahlung schützen, denn sonst können sich durch zu hohen Dosen an elektromagnetischer Strahlung Krebsanteile in der Haut bilden. [vgl. Kata02, 50f]

Den natürlichen Aspekt der Atmosphäre bilden Luftionen, die in Bodennähe größtenteils negativ und in den oberen Schichten der Erdatmosphäre vermehrt positiv gepolt sind. Diese Zone wird Ionosphäre genannt und ist zum Teil durch die ionisierende Strahlung des Kosmos angeregt. Dies sind eine oder mehrere Schichten ionisierter (geladener) Luft in der Atmosphäre in der Höhe von ca. 80 - 640 km. Sie ist besonders leitfähig und ihre Spannung gegenüber der Erdoberfläche liegt bei 200 bis 300 V/m. Es ist nicht verwunderlich, dass dadurch zu jeder Zeit um die 1000 bis 2000 Gewitter stattfinden, um die Stabilität des Gleichfeldes zu erhalten. Für Menschen sind negativ ionisierte Luftmoleküle ein wichtiger Teil des Wohlbefindens. Der Körper fühlt sich bei einem Regenschauer meist viel wohler als bei positiv ionisierter Luft. [vgl. Kata02, 51] „Sie erzeugen gute Laune und stärken die Leistungsfähigkeit. Denn wenn sie ins Blut gelangen, beschleunigen sie den Transport von Sauerstoff zu den Körperzellen. Positive Ionen dagegen behindern den Sauerstofftransport und rufen daher die bekannten Symptome von Sauerstoffmangel wie Atembeschwerden, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und depressive Stimmung hervor.“ [siehe Treu00, 33] Weitere Wirkungen negativer Ionen sind die Beschleunigung der Heilung bei Brandwunden, der Schutz vor Asthmaanfällen durch die Aktivierung der Flimmerhärchen in der Lunge und starke schmerzstillende Wirkung. [vgl. Treu00, 34]

Trotz allem sollten die in der Luft vorhandenen Ionen einen Wert von 600 Ionen/cm 3 nicht überschreiten. [vgl. Hens96, 30] Abhilfe, um eine negative Ionisierung in Innenräumen zu erzeugen, sind Zimmerbrunnen oder Aquarien, die positive Ionen umpolen. Ein Mindestabstand von einen Meter sollte, wegen dem sich durch den elektrischen Anschluss aufbauenden Magnetfeld eingehalten werden. [vgl. Hens96, 32f] Schutz vor diesen Feldern ermöglichen geerdete Metallgitter, die zwischen dem Gerät und dem Menschen aufgestellt werden. Eine andere Möglichkeit der Abschirmung bieten Stoffe, in den Metallfäden eingearbeitet sind. [vgl. Kalt02, 33]

„Jeder Organismus steht durch Atmung und ständigen Austausch mit negativen und positiven Ionen in Kontakt. Schlechte Luftionenwerte verringern unsere Widerstandskraft, sie können Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Nervosität und Ängste erzeugen. Eine Verbesserung des Ionenklimas erfolgt durch Aufstellen von Kerzen, einem offenen Kamin, Springbrunnen im Raum und häufiges Lüften. Das Rauchen gilt als „Luftionenkiller“.“ [siehe Hens96, 30]

Natürliche Gleichfelder

Das Erdmagnetfeld kann mit einem überdimensionalen Stabmagneten mit Nord- und Südpol an den jeweiligen Enden der Erdachse verglichen werden. [vgl. Kata02, 52]

Das Magnetfeld der Erde ist überlagert von pulsartigen Wechselfeldern mit einem Maximum von 10 Hz. Das Gleichfeld ist orts- und zeitabhängig und schwankt zwischen 20 µT und 60 µT. [vgl. Kalt02, 13] Der Mittelwert an den Polen beträgt 60 µT, am Äquator 30 µT und in unseren Breiten etwa 50 µT. Tägliche Schwankungen liegen bei etwa 30 µT. [vgl. Kata02, 52] Bei starker Sonnenaktivität können sich sogar „Magnetstürme“ von bis zu 500 µT entwickeln. Magnetische Stürme strömen mit dem Sonnenwind von der Sonne zur Erde. Diese hochenergetischen Partikel bewirken Polarlichter und stören vor allem den Funkverkehr; auch bewirken sie die Schwankungen und Oszillationen des Erdmagnetfeldes. [vgl. Kalt02, 14]

In Anbetracht, dass Lebewesen bereits geringe tägliche Schwankungen aus dem an sich ruhigen Magnetfeld wahrnehmen, ist es leicht vorstellbar, dass Magnetstürme drastische biologische Effekte auslösen können. [vgl. Beck91, 228] „Sie dringen normalerweise ungehindert durch den menschlichen Körper und erzeugen Wirbelströme, je nach der einwirkenden Frequenz.“ [siehe Treu00, 41]

[...]


1 Elektronen Volt

2 „Die Äquivalentdosis ist ein Maß für die vom Organismus absorbierte Strahlungsenergie, das die biologische Wirksamkeit verschiedener Strahlungsarten auf Organismen berücksichtigt. Sie wird nur im Bereich niedriger Dosen verwendet, d.h. nur im Strahlenschutz.“ [siehe Fried01, 1]

3 Sievert Sv; alte Einheit rem (roentgen equivalent man): 100 rem = 1 Sv [vgl. Kalt02, 45]

4 Tesla; früher Gauß = 10000 Tesla

5 Mu-Metall: „Teure Speziallegierungen, mit denen starke magnetische Wechselfelder abgeschirmt werden können. Ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt, werden sie heute zum Beispiel auch dafür eingesetzt, den Lokführer vom Elektrosmog der Motoren zu schützen.“ [siehe Roll03, 161]

6 „[...] das Ansammeln von Teilchen gleicher Ladung [...].“ [siehe Herr97, 17]

7 dissipieren = zerstreuen

8 Das „Gebiet im Gehirn, das beidseitig angelegt ist und hinter den Augen liegt. Es ist für das Aufmerksamkeits-Verhalten und Konzentrations-Vermögen verantwortlich und spielt auch im Traum eine Rolle, d.h. hat dann erhöhte Aktivität. Die elektromagnetischen Signale des Hippocampus/Hypothalamus haben bei allen Säugern eine Frequenz von 7,8 Hz in Resonanz mit dem Haupteigenwert der Schumannwellen.“ [siehe Brau02, 3] Schumannfrequenz: „Eigenresonanz der Erdatmosphäre zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre. Sie beträgt etwa 7,8 Hz und entspricht einer wichtigen Gehirnfrequenz. Benannt nach dem Entdecker Prof. Dr. W. O. Schumann.“ [siehe Roll03, 162]

9 very low frequency

10 extrem low frequency

11 „Biologische Wirkungen sind messbare Reaktionen von Organismen oder Zellen auf Reize oder Veränderungen in der Umwelt.“ [siehe WHO02, 16]

12 schädigende Reize

13 die Lehre von Giftstoffen und den Reaktionen des Körpers. [vgl. Brau02, 6]

14 „Resonanz: von lat. Resonare „widerhallen, zurückschallen“, beschreibt die Anregung der Eigenfrequenz von Körpern oder Systemen durch Schwingungen mit gleicher oder ähnlicher Frequenz (Resonanzfrequenz).“ [siehe Lüde98, 203]

15 Dieser Effekt ist abhängig von der „Dielektischen Konstante“ und der „Leitfähigkeit“ der jeweiligen Gewebeart und verändert sich signifikant mit der Trägerfrequenz. [vgl. Chen91, 4]

16 „Der Übergang eines mikrophysikalischen Systems (z.B. Atomhülle) aus einen stationären Zustand in einen anderen. Bei einem Quantensprung wird Energie unstetig, d.h. portionsweise (quantenhaft) emittiert bzw. absorbiert. Die Energie kann entweder als kinetische Energie, als Photon oder durch Emission bzw. Absorption anderer Teilchen aufgenommen bzw. abgegeben werden. Der Quantensprung kann spontan, d.h. ohne äußere Einflüsse erfolgen, wenn das System z.B. aus einem angeregten (höheren) Energieniveau in ein tieferes übergeht, es kann aber auch durch äußere Einwirkungen erzwungen werden.“ [siehe Bens00, 17]

17 „Der Erdmagnetismus übt auf sensitive Personen, gesunde wie kranke, eine eigentümliche Reizwirkung aus, stark genug, um ihre Ruhe zu beeinträchtigen, bei Gesunden den Schlaf zu verändern, bei Kranken den Umlauf des Blutes, die Funktionen der Nerven und das Gleichgewicht der Geisteskräfte zu stören.“ [siehe Reic50, 75]

Details

Seiten
139
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638383059
Dateigröße
3.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v39572
Institution / Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien – Institut für Wirtschaftsinformatik
Note
2
Schlagworte
Elektrosmog Einflüsse Strahlung

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Titel: Elektrosmog - die Einflüsse natürlicher und künstlicher elektromagnetischer Strahlung