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Neugründung eines DOB-Fachgeschäfts

Projektarbeit 2003 46 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Geschäftsidee
1.3 Abgrenzung

2 Überprüfung der Geschäftsidee
2.1 Zielgruppenanalyse
2.2 Marktüberprüfung und Konkurrenzanalyse
2.2.1 Der deutsche Textilmarkt in Zahlen
2.2.2 Hohe durchschnittliche Kaufkraft
2.2.3 Kreisstadt und Mittelzentrum in der Region Frankfurt/Rhein-Main
2.2.4 Die Wettbewerbsintensität
2.3 Standortanalyse

3 Sortimentspolitik

4 Lieferantenauswahl

5 Kostenaufstellung
5.1 Personalplanung
5.2 Investitionsplan
5.3 Deckung durch Eigenkapital
5.4 Wahl der Rechtsform
5.5 Deckung durch Fremdkapital

6 Erstellung des Businessplans
6.1 Finanzierungskonzept
6.1.1 Persönliche Lebenshaltungskosten
6.1.2 Rentabilitätsvorschau
6.2 Marketingkonzept
6.3 Umsetzungsfahrplan
6.4 Risiken und Sensitivitätsanalyse

7 Zusammenfassung und Ausblick

8 Erklärung

9 Literaturverzeichnis

Anlagen

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1.1 Anteil Einzelhandelsumsatz an privaten Konsumausgaben (in Prozent)

Abb. 2.1.1 Kundenwünsche bzw. –anforderungen an den ortsansässigen Einzelhandel

Abb. 2.2.1 Preisindex für die Lebenshaltung – der neue Warenkorb

Abb. 2.2.4.1 Stärken-Schwächen-Analyse/Konkurrenzanalyse

Abb. 2.3.1 Standortanalyse

Abb. 4.1 Lieferanten-Nutz-Wert-Analyse

Abb. 5.1.1 Geschäftskonzept/Organigramm

Abb. 5.1.2 Berechnung der Jahresöffnungsstunden

Abb. 5.1.3 Berechnung der Jahresarbeitsstunden eines Vollzeitmitarbeiters

Abb. 5.2.1 Investitionsplan

Abb. 5.3.1 Ermittlung des EK

Abb. 5.4.1 Gegenüberstellung der Unternehmensrechtformen

Abb. 5.5.1 Finanzierungsquellen

Abb. 6.1.1.1 Persönliche Lebenshaltungskosten

Abb. 6.1.2.1 Rentabilitätsvorschau

Abb. 6.1.2.2 Gewinn- und Verlustrechnung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Seit dem Jahr 1991 hat der Deutsche Einzelhandel mit umsatzrückläufigen Zahlen zu kämpfen.

Der Anteil des Einzelhandelsumsatz am privaten Verbrauch sank in den letzten Jahren kontinuierlich. Die daraus resultierende Umsatzentwicklung im Deutschen Einzelhandel ist erschreckend.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1.1 Anteil Einzelhandelsumsatz an privaten Konsumausgaben (in Prozent)[1]

Gesättigte Märkte, austauschbare Produkte und Dienstleistungen sowie ein starker Preiskampf, seit dem Fall des Rabattgesetzes, sind nur einige Probleme mit denen der Einzelhandel zu kämpfen hat. Erschwerend wirkt sich darüber hinaus der Trend zu mehr Individualisierung aus.[2]

1.1 Aufgabenstellung

Trotz dieser sehr schlechten Entwicklung, die gerade im Deutschen Textileinzelhandel starke Spuren hinterlassen hat, möchte ich die daraus entstehende Chance nutzen und den Schritt in die Selbständigkeit wagen.[3]

Momentan stehe ich noch in einem Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen Peek & Cloppenburg KG. Verschiedene Gründe sind für mich ausschlaggebend gewesen den Schritt in die Selbständigkeit zu erwägen. Besonders schätze ich die unternehmerische und persönliche Freiheit.

Durch den plötzlichen Leerstand mehrerer Ladenflächen in Hofheim, rückte meine Geschäftsidee ihrer Realisierung wieder etwas näher. Ob diese nun erfolgreich durchführbar und rentabel am Standort Hofheim umsetzbar ist, wird diese Projektarbeit aufzeigen.

1.2 Geschäftsidee

Meine Geschäftsidee, eine Neugründung eines DOB-Fachgeschäfts, ist nicht neu. Bei der Geschäftsideensuche habe ich mich über die aktuellen Entwicklungen am Markt informiert. Bedingt durch den Strukturwandel in unserer Gesellschaft, sind auch ältere Damen immer modebewusster gekleidet. Die DOB-Umsätze stagnieren jedoch zurzeit.[4]

Meine Unternehmensphilosophie und –kultur lege ich an folgenden Leitsätzen an:

- Erst wenn unsere Kunden zufrieden sind, sind wir als Mitarbeiter des Unternehmens „Damen-Moden-Welt“ zufrieden.
- Der Kunde ist Mittelpunkt unseres Unternehmens „Damen-Moden-Welt“ und entsprechend richten wir alle Maßnahmen auf ihn aus.
- Kundenbindung durch Kundenzufriedenheit.

Gegenstand meines zukünftigen Unternehmens „Damen-Moden-Welt“, ist der Verkauf von modischer und qualitativ hochwertiger Damen-Oberbekleidung für die Zielgruppe der modebewussten Damen im Alter ab 30 Jahren. Die Erarbeitung des Unternehmensgegenstands erfolgt in den folgenden Gliederungspunkten meiner Projektarbeit, die alle Detailfragen beantworten sollen.

1.3 Abgrenzung

Die erhobenen Daten sind z.T. nur für den Standort Hofheim am Taunus zutreffend. Diese sind nicht auf andere Standorte übertragbar.

Eine Abgrenzung soll den vorgegebenen inhaltlichen Umfang dieser Projektarbeit gewährleisten. Das Marketing-Konzept wird nur in seinen Grundzügen angesprochen. Es werden lediglich inhaltliche Punkte erwähnt, die in diesem Konzept enthalten sein sollten.

Die Sortimentspolitik oder –gestaltung zeigt in dieser Projektarbeit keine Zusammenhänge zu meinem Zielsystem auf. Auch die zu berücksichtigenden einzelnen Determinanten werden nicht beschrieben bzw. näher erläutert.[5]

Bei der Lieferantenauswahl wird nur ein betriebswirtschaftliches Instrument angesprochen, das meine Entscheidungsqualität verbessern soll.

Die Personalplanung wird nur unter dem Gesichtspunkt der Personalkosten angesprochen und behandelt.

Detailliertere Ausführung in diesen Punkten sind nicht möglich, da sonst der Umfang dieser Projektarbeit zu umfassend gestaltet sein würde.

Des weiteren setze ich voraus, dass ich ein Unternehmertyp bin.[6] Ich bin überzeugt, dass die berufliche Selbständigkeit das „Richtige“ für mich ist und ich nicht aus der Not heraus diesen Schritt gewählt habe.

Meine Geschäftsidee, „Neugründung eines DOB-Fachgeschäfts“, ist durchdacht und ich bin von dieser überzeugt. Meine bisherige berufliche Tätigkeit im Unternehmen Peek & Cloppenburg KG hat mir tiefe Einblicke in die Branche des Textilmarkts gewährt. U.a. sammelte ich dort Erfahrungen im Umgang mit Personal und konnte Kontakte zu Lieferanten aufbauen.

Nachweisbare berufliche Qualifikationen belegen, dass ich kaufmännische und betriebswirtschaftliche Fähigkeiten besitze. Durch berufliche Fortbildungen bringe ich mich immer wieder auf den neusten Stand. Meine Geschäftsidee beruht u.a. auf den gesammelten Erfahrungen aus der Textilbranche. Diese kann ich in meine Geschäftsidee effizient einfließen lassen.

2 Überprüfung der Geschäftsidee

Der Businessplan wird auch als Konzept der Geschäftsidee bezeichnet. Er dient als schriftliches Konzept aller geschäftlichen Aspekte.[7] Daraus soll ein aussagefähiges Konzept entstehen, das mir zur Vorlage bei Kreditinstituten (KI) als Überzeugungsmittel dienen und mir persönlich aufzeigen soll, ob meine Geschäftsidee rentabel durchführbar und gut durchdacht ist.[8]

Einzelne Schrittfolgen muss ich auf dem Weg in die Selbständigkeit durchlaufen und beachten. Dies sind u.a. die Selbstüberprüfungs-, Informationsbeschaffungs-, Konzeptions-, Entscheidungs-, Realisierungs- und Startphase.[9]

Die Selbstüberprüfung wurde bereits abgeschlossen. Nun erfolgt die Informationsbeschaffung. Die angefertigte Zielgruppenanalyse, Marktüberprüfung und Standortanalyse zeigt auf, dass eine generelle Nachfrage nach DOB für modebewusste Damen ab 30 Jahren besteht und diese am Standort Hofheim nicht ausreichend gedeckt wird.

2.1 Zielgruppenanalyse

Bei der Zielgruppenbestimmung bzw. –analyse untersuchte ich folgende Merkmale:

- geographische Merkmale
- soziale Merkmale
- individuelle Merkmale
- Konsumentenmerkmale[10]

Die Reaktionen meiner Zielgruppe auf Preisänderungen sind ersichtlich (Kaufzurückhaltung).[11] Darüber hinaus wirkt sich die wirtschaftliche Situation sehr zum Nachteil für die Textilbranche aus.[12]

Bezogen auf den Standort Hofheim können jedoch einige dieser Risiken, anhand der wirtschaftlichen Entwicklung, ausgeschlossen werden. Bedingt durch die Einkommensstruktur der Region Frankfurt/Rhein-Main, sowie durch die Kundendichte am Standort Hofheim und dem Einzugsgebiet Frankfurt/Rhein-Main, wird sich die Angebotsveränderung am Standort selbst sehr positiv für meine Geschäftsidee auswirken.[13]

Mitte 2002 gab es in der Region Frankfurt/Rhein-Main rund 1,95 Mio. Beschäftigte. Davon waren 21,1% bei öffentlichen und privaten Dienstleistern, 34,5% bei Finanzierung, Vermietung und unternehmensbezogenen Dienstleistern und 28% im Handel, Gastgewerbe, Verkehr- und Nachrichtenübermittlung beschäftigt. 47% der Beschäftigten waren Frauen (rund 0,92 Mio.). Die Altersgruppe der 30 bis 50 jährigen (rund 0,47 Mio.) achten berufsbedingt zu 62% (rund 0,29 Mio.) auf ihr äußeres Erscheinungsbild. Davon wohnen rund 30% (rund 0,09 Mio.) im direkten Einzugsgebiet von Hofheim.[14]

Hier kristallisiert sich eine potentielle Zielgruppe für meine Geschäftsidee heraus, deren Wünsche ich nun kenne.[15] Die umliegenden Großstädte Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz beklagen sich über die Abwanderung der Kundschaft in die umliegenden Einzugsgebiete der Städte.[16] Der stationäre Einzelhandel in diesen Großstädten verzeichnete in den letzten zwei Jahren –9% beim Umsatz. Die Einzelhändler im Umland verzeichneten dagegen eine Umsatzzuwachs von +12%.[17]

Basierend auf diesen und den folgenden Angaben, gehe ich davon aus, dass meine Zielgruppe in Zukunft wachsen wird.[18] Der potentielle Kundenkreis ist ausreichend groß und meine Zielgruppenanalyse hat aufgezeigt, dass modebewusste Damen ab 30 Jahren, meine Dienstleistung in Anspruch nehmen würden.

2.2 Marktüberprüfung und Konkurrenzanalyse

Die aktuelle Marktsituation habe ich bereits in meiner Einleitung dieser Projektarbeit geschildert. Die voraussichtliche Marktentwicklung ist sehr schlecht einschätzbar. Jedoch profitieren immer stärker Discounter und vertikale Unternehmen von der momentanen Kaufzurückhaltung. Generell birgt der Markt das Risiko einer weiteren Verringerung der Konsumausgaben für Textilien.[19]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.2.1 Preisindex für die Lebenshaltung – der neue Warenkorb[20]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Markt- und Konkurrenzanalyse stellen den wichtigsten Teil der Umweltanalyse für ein Unternehmen dar. Mit den gesammelten Daten kann ich meine gesamte Unternehmenstätigkeit auf den Markt ausrichten und meine Unternehmens- und Marktstrategien festlegen. Darüber hinaus erlauben sie es, die eigene Leistung mit der Konkurrenz zu vergleichen.

Zur Marktüberprüfung bediene ich mich u.a. der angefertigten Zielgruppenanalyse. Die Ermittlung des vorhandenen Marktpotentials ist Voraussetzung für die Ertragsvorschau der nächsten Jahre. Die Marktanalyse entsteht aus der sinnvollen Verknüpfung von ortsbezogenen Zahlen, statistischen Größen und Erfahrungswerten.

2.2.1 Der deutsche Textilmarkt in Zahlen

Gesamtgröße 2002: 58,7 Mrd. Euro[21][22]

Teilsegmente: Damenbekleidung 26,64 Mrd. Euro, Herrenbekleidung 13,82 Mrd. Euro, Baby- und Kinderbekleidung 2,75 Mrd. Euro, sonstige Textilien und Bekleidung 6,94 Mrd. Euro, Heim- und Haustextilien 9,36 Mrd. Euro[23]

Zielsegment: DOB-Fachhandel

Wachstum: DOB-Fachhandel stagnierend[24]

Kundenwunsch: Individuelle Beratung, qualitativ hochwertige Waren zu einem angemessenen Preis

[...]


[1] Quelle: Hauptverband des Deutschen Einzelhandels

[2] Vgl. Pressemitteilung des BTE vom 07. Oktober 2003 – „Ratio oder Emotion? Was Kunden wirklich bewegt“

[3] Vgl. Sümmerer, Thomas: Bekleidungsausgaben stark gesunken, in: Textilwirtschaft , Ausgabe 39 vom 25.09.03, Seite 72

[4] Vgl. Sümmerer, Thomas: Das Jahr des Geizes, in: Textilwirtschaft, Ausgabe 39 vom 25.09.03, Seite 59 - 63

[5] z.B. Gegebenheiten von Absatz- und Beschaffungsfaktoren, Lagerkapazitäten, Ladeneinrichtung, Verkaufsfläche, usw.

[6] Eignungstest der Kfw-Mittelstandsbank unter http://www.kfw-mittelstandsbank.de/mportal/Gruenderzentrum/d050TippsA/d010EignuT/d010EignuT.jsp. Erstellt von Prof. Dr. Heinz Klandt, EUROPEAN BUSINESS SCHOOL, Schloss Reichartshausen. Vgl. Brockmann, Mariene: Taugen sie als Unternehmer, in: impulse, Ausgabe SH 1/2002, Seite 17

[7] Vgl. Herzberg, Uwe: Mein Business-Plan / Strategisch planen – Erfolge präsentieren, S. 11, Rudolf Haufe Verlag, Freiburg i. Br. 2001, 1. Auflage

[8] Vgl. Bischof, Franz-Georg: Der professionelle Business Plan – Geschäftsideen erfolgreich umsetzen, Seite 139, Humboldt-Taschenbuchverlag Jacobi KG, München 2000,

[9] Vgl. Jansen, Michael: Der Gründerfahrplan – 45 Schritte zum Erfolg, in: impulse, Ausgabe SH 1/2002, Seite 32 bis 36

[10] Vgl. Abb. 1.1 Anteil Einzelhandelsumsatz an privaten Konsumausgaben (in Prozent) und Abb. 2.2.1 Preisindex für die Lebenshaltung – der neue Warenkorb

[11] Vgl. Sümmerer, Thomas: Das Jahr des Geizes, in: Textilwirtschaft, Ausgabe 39 v. 29.09.03, S. 58-63

[12] Vgl. Abb. 1.1 Anteil Einzelhandelsumsatz an privaten Konsumausgaben (in Prozent) sowie Abb. 2.2.1 Preisindex für die Lebenshaltung – der neue Warenkorb

[13] Vgl. Gliederungspunkt 2.2.3 Kreisstadt und Mittelzentrum in der Region Frankfurt/Rhein-Main

[14] Quelle: IHK Frankfurt und BTE

[15] Vgl. Abb. 2.1.1 Kundenwünsche bzw. –anforderungen an den ortsansässigen Einzelhandel (Quelle: PVFRM, Wirtschaftsstandort Hofheim am Taunus - Strukturanalyse und Empfehlungen (7/2003), Frankfurt am Main 2003)

[16] Vgl. Bender, Hanno und Crescenti, Marcelo: Deutschland, deine Einkaufsmeilen, in: Der Handel, Ausgabe 11/2003, S. 20-27

[17] Quelle: Frankfurter Beratungsunternehmen HML Modemarketing GmbH

[18] Vgl. Gliederungspunkt 2.2 Marktüberprüfung und Konkurrenzanalyse

[19] Vgl. Sümmerer, Thomas: Das Jahr des Geizes, in: Textilwirtschaft, Ausgabe 39 v. 29.09.03, S. 58-63

[20] Quelle: Statischtisches Bundesamt

[21] Quelle: Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandel (BTE)

[22] Nach der Berechnung des (BTE) z.VJ. – 2,9%

[23] Vgl. Sümmerer, Thomas: Das Jahr des Geizes, in: Textilwirtschaft, Ausgabe 39 v. 29.09.03, S. 62

[24] Vgl. Sümmerer, Thomas: Das Jahr des Geizes, in: Textilwirtschaft, Ausgabe 39 v. 29.09.03, S. 62

Details

Seiten
46
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638384209
ISBN (Buch)
9783638706032
Dateigröße
720 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v39716
Note
1,2
Schlagworte
Neugründung DOB-Fachgeschäfts Fortbildung Betriebswirt

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