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Angststörungen und Depression in Kindheit und Adoleszenz

Interventions- und Präventionsmöglichkeiten im Rahmen des MindMatters-Programms

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 30 Seiten

Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Depressionen (kind- und jugendspezifisch)
2.1 Begriffsbestimmung und Klassifikation
2.1.1 Major Depression / depressive Episode
2.1.2 Dysthyme Störung
2.2 Epidemiologie, Verläufe und Nosologie
2.2.1 Epidemiologie
2.2.2 Verläufe
2.2.3 Nosologie
2.3 Erklärungsansätze und Risikofaktoren
2.3.1 Biologische Faktoren
2.3.2 Psychische Faktoren
2.3.3 Soziale Faktoren

3. Angststörungen (kind- und jugendspezifisch)
3.1 Begriffsbestimmung und Klassifikation
3.1.1 Störungen mit Trennungsangst
3.1.2 Panikstörungen
3.1.3 Phobische Störungen
3.1.4 Generalisierte Angststörungen
3.1.5 Posttraumatische Belastungsstörung
3.2 Epidemiologie, Verläufe und Nosologie
3.2.1 Epidemiologie
3.2.2 Verläufe
3.2.3 Nosologie
3.3 Erklärungsansätze und Risikofaktoren
3.3.1 Biologische Faktoren
3.3.2 Psychische Faktoren
3.3.3 Soziale Faktoren

4. Interventions- und Präventionsmöglichkeiten im Rahmen des MindMatters -Programms
4.1 Was ist MindMatters ? – Eine Kurzbeschreibung
4.2 Wie kann sich Schule partizipieren?

5. Kritische Würdigung und Fazit

6. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit befasst sich primär mit der Darstellung der psychischen Störung Depression sowie der der Angststörungen. Der wesentliche Schwerpunkt liegt hierbei auf der Betrachtung von kind- und jugendspezifischen Aspekten dieser Störungen.

Im ersten Abschnitt dieser Arbeit wird zunächst eine allgemeine sowie eine kind- und jugendspezifische Begriffsbestimmung und eine Klassifikation der Depressionen vorgenommen, bevor die beiden Formen Major Depression bzw. depressive Episode und Dysthyme Störung anschließend differenziert betrachtet und dargestellt werden. Dem folgt eine detaillierte Abhandlung bezüglich Epidemiologie, möglicher Verläufe und Nosologie. Ergänzend sollen danach mögliche Erklärungsansätze anhand relevanter Risikofaktoren vorgestellt werden. Ebenfalls bilden erwähnte Risikofaktoren die Basis für eine spätere Argumentation bezüglich des Ansatzes vom unter Punkt 4 vorgestellten MindMatters -Programm.

Im zweiten Abschnitt der Arbeit findet eine Bestimmung bzw. Klassifikation der kind- und jugendspezifischen Angststörungen statt. Hierzu werden ebenfalls verschieden (Unter-)Formen differenziert vorgestellt. Eine weiterführende Darstellung der diversen Angststörungen vollzieht sich in Analogie zum Aufbau des ersten Abschnitts.

Im dritten Teil dieser Arbeit sollen nach einer lakonischen Zusammenfassung bzw. Einleitung mögliche Präventions- bzw. Interventionsmöglichkeiten unter den Maßgaben des ganzheitlichen Schulansatzes des MindMatters -Programms auf die zuvor dargestellten psychischen Krankheiten Depression und Angststörungen bezogen und angewendet werden.

Den Abschluss der vorliegenden Arbeit bildet das Fazit, indem resümierend die wichtigsten Aspekte und Faktoren nochmals zusammengetragen werden. Letztlich erfolgt eine kritische Betrachtung des vorgestellten MindMatters -Programms u.a. hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit.

2. Depressionen (kind- und jugendspezifisch)

2.1 Begriffsbestimmung und Klassifikation

Ähnlich wie bei den Angststörungen galt nach Petermann/Essau (2000:292) auch hinsichtlich der Depression bis vor dreißig Jahren die Annahme, dass Kinder und Jugendliche aufgrund unzureichender kognitiver Reife bzw. entwicklungsphasentypischer Phänomene nicht von ihnen betroffen sein können. Heute ist jedoch anerkannt, dass auch Kinder und Jugendliche Merkmale von Depressionen aufweisen können. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass im ICD-10 explizit auf kinder- und jugendspezifische diagnostische Kriterien hingewiesen wird. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier bei der depressiven Episode (ICD-10: F32.0ff.) sowie beim Analogon des DSM-IV, der Major Depression. In beiden Klassifikationssystemen sind die diversen Formen depressiver Störungen unter den Affektiven Störungen verzeichnet.

Wesentliches Merkmal der depressiven Störungen ist nach Petermann/Essau (2000:292) die depressive Verstimmung, welche mit diversen psychischen und somatischen Symptomen kombiniert auftritt. Die Autoren postulieren, dass „alle Kriterien der affektiven Störungen […] auch auf Kinder und Jugendliche zutreffen [können]; für manche Störungen liegen jedoch kind- und jugendspezifische Modifikationen vor.“[1]

Die Autoren /Essau (2000:292) gliedern die affektiven Störungen grob in depressive Störungen (Major Depression, Dsythyme Störung und Nicht näher bezeichnete depressive Störung) und bipolare Störungen (Bipolar I Störung, Bipolar II Störung, Zyklothyme Störung und Nicht näher bezeichnete bipolare Störung).

In dieser Arbeit liegt der Fokus auf den depressiven Störungen bzw. Angststörungen. Deshalb sollen die bipolaren Störungen lediglich lakonisch erwähnt werden. Die Autoren betonen, dass die Major Depression sowie die Dysthyme Störung die im Kindes- und Jugendalter am häufigsten auftretende depressive Störungen sind (vgl. Petermann/Essau (2000:295)).

2.1.1 Major Depression

Die Major Depression ist nach Petermann/Essau (2000:295) eine schwere akute Form der depressiven Störung. Sie kann diagnostiziert werden, wenn mindestens fünf von neun Symptomen[2] täglich und über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen auftreten. Die Symptome können sowohl durch Selbsteinschätzung als auch über die Beobachtung durch andere Personen gewonnen werden (vgl. ebd.). Eines der geforderten fünf Symptome muss entweder depressive Verstimmung (bzw. gereizte Stimmung bei Kindern und Jugendlichen) oder Verlust von Interesse bzw. Freude beinhalten. Zudem müssen die Beeinträchtigungen in sozialen, schulischen bzw. beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen als massive Belastungen erlebt werden (vgl. ebd.). Weiter bedarf es einer Differentialdiagnose (vgl. 3.1) zur eindeutigen Feststellung dieser Störung, d.h. in diesem Fall muss z.B. die unmittelbare Einwirkung einer Substanz (z.B. Drogen) ausgeschlossen werden, auch darf die Störung nicht besser durch eine einfache Trauerreaktion (z.B. in Folge von Verlust oder Tod einer geliebten Person) erklärt werden können, etc.[3] (vgl. ebd.).

2.1.2 Dysthyme Störung

Die dysthyme Störung ist durch eine chronische depressive Verstimmtheit bzw. durch eine chronische reizbare Verstimmtheit speziell bei Kindern und Jugendlichen charakterisiert (vgl. Petermann/Essau (2000:295); DSM-IV). Bei Kindern und Jugendlichen wird im DSM-IV eine Dauer von einem, wohingegen bei Erwachsenen eine Dauer von mindestens zwei Jahren gefordert. Im Vergleich zur Major Depression bzw. zur Depressiven Episode ist die dysthyme Störung weniger stark ausgeprägt (vgl. ebd.). Zu den wichtigsten Symp-tomen zählen nach Petermann/Essau (2000:295) Appetitverlust bzw. gesteigertes Bedürfnis zu essen; Schlaflosigkeit bzw. übermäßig gesteigertes Bedürfnis zu schlafen; Energielosigkeit bzw. Erschöpfung; reduziertes Selbstwertgefühl; Konzentrationsschwierigkeiten bzw. Entscheidungslosigkeit; Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Für eine Diagnose müssen mindestens zwei der sechs Symptome zusätzlich zur depressiven bzw. reizbaren Verstimmung vorliegen. Weiter dürfen die Kinder und Jugendlichen nicht länger als zwei Monate in Folge symptomfrei sein. Zudem müssen die Symptome soziale, schulische bzw. berufliche Funktionsbereiche beeinträchtigen (vgl. ebd.). Ferner ist auch hier eine Differentialdiagnose[4] zu stellen.

Die Autoren Petermann/Essau (2000:296) weisen daraufhin, dass gerade aufgrund der sehr ähnlichen Kernsymptome die Diagnose erschwert ist. „Kennzeichnend für die Major Depression sind eine oder mehrere depressive Episoden mit ausgeprägter Symptomatik, welche sich in der Regel klar vom Normalzustand differenzieren lassen. Die dysthyme Störung hingegen ist durch eine weniger schwere depressive Verstimmung [bzw. reizbare Verstimmtheit bei Kindern und Jugendlichen, S.D.] gekennzeichnet“ (zit. n. Petermann/Essau (2000:296)). Weiterhin besteht laut den Autoren die Möglichkeit, dass nach dem ersten Jahr die dysthyme Störung von Phasen einer Major Depression überlagert wird. In diesem Fall können beide Diagnosen gestellt werden (vgl. ebd.).

2.2 Epidemiologie Verläufe und Nosologie

2.2.1 Epidemiologie

Die Autoren Petermann/Essau (2000:296) kommen nach einer kritischen Auswertung von Studien[5] bis zum Jahre 1994 zu dem Ergebnis, dass die Depressionsrate bei Kindern unter 2% liegt (bei Vorschulkindern weniger als 1%), während sie jedoch im Jugendalter (am stärksten im Alter von 14-15 Jahren) signifikant ansteigt. Auch werden Geschlechtsunterschiede deutlich. So steigt bei Mädchen die Rate der Major Depression mit dem Alter an, während bei Jungen kein klarer Trend evident war (vgl. ebd.). Zwischen 11,8 und 18,4% der in den Studien untersuchten Kinder und Jugendlichen wiesen eine Major Depression auf. Bei der dysthymen Störung liegt die Prävalenzrate lediglich zwischen 0,6 und 1,7% bei Kindern bzw. 1,6 bis 8% bei Jugendlichen (vgl. ebd.).

2.2.2 Verläufe

Petermann/Essau (2000:297) führen an, dass eine Reihe verschiedener Studien bei Erwachsenen zu dem Ergebnis kommen, dass „die ersten depressiven Episoden in der Kindheit oder der frühen Adoleszenz auftreten“. Die Autoren berufen sich auf die Epidemiologic Catchment Area Studie, welche zeigt, dass depressive Störungen am häufigsten zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr beginnen. In einer weiteren Studie von Giaconia et al. (1994) liegt das Hauptrisiko eine Major Depression zu entwickeln zwischen 14 und 16 Jahren (vgl. ebd.). Weiter verweisen die Autoren auf Reicher (1998), der proklamiert, dass Kinder früher und langwieriger an Depression erkranken, wenn bereits die Eltern depressiv sind. Ferner begünstigt ein früher Beginn einer Depression das Risiko für Substanzmissbrauch sowie das Selbstmordrisiko (vgl. ebd.).

Bezüglich der Dauer geben Petermann/Essau (2000:297) an, dass Depression in vielen Fällen bei Kindern und Jugendlichen chronisch verläuft. Die durchschnittliche Länge einer depressiven Episode geben die Autoren mit 23 bis 36 Wochen an.

Des Weiteren kommt es bei Kindern und Jugendlichen besonders häufig zu Rückfällen (vgl. ebd.). Dazu haben Petermann/Essau (2000:298) eine Übersicht von Faktoren[6], die mit einem negativen Störungsverlauf verbunden sind, erstellt.

2.2.3 Nosologie

Die wichtigsten kind- und jugendspezifischen Symptome der Major Depression nach Petermann/Essau (2000:298ff.), die sich auf den DSM-IV berufen, finden sich bereits zusammengefasst in der Fußnote 2 der vorliegenden Arbeit.

Abhängig vom Lebensalter führen die Autoren jedoch an, dass bei Kindern besonders häufig körperliche Beschwerden[7] , psychomotorische Unruhe, Reizbarkeit und sozialer Rückzug auftreten, während bei Jugendlichen eher Hoffnungslosigkeit, psychomotorische Verlangsamung, Hypersomnie, Gewichtsveränderung, Drogen- und Alkoholkonsum sowie Wahnphänomene primär charakteristisch sind (vgl. Petermann/Essau (2000:300).

Einen besonderen Hinweis geben die Autoren Petermann/Essau (2000:298f.) hinsichtlich der Problematik Suizid. So kommen sie zu der Feststellung, dass Suizidversuche, Suizidgedanken und -planung sowie vollendete Suizide in Zusammenhang mit Depression eine ernstzunehmende und schwerwiegende Problematik darstellt, da besonders Selbstwertprobleme, Sinnkrisen sowie intensive Traurigkeit, also typische diagnostische Merkmale für depressive Störungen, Auslöser für suizidales Verhalten sein kann.

Ebenfalls tritt eine Komorbidität von Depression und Aggression häufig im Kindes- und Jugendalter auf (vgl. ebd.). So werden in der ICD-10 die Störungen des Sozialverhaltens (F91.x) und die depressiven Störungen (F32.x) zu einer eigenständigen Kategorie zusammengefasst, welche im kinder- und jugendspezifischen Teil unter Störung des Sozialverhaltens mit depressiver Störung (F92.0) klassifiziert wird. Gefordert wird hier die Kombination von dissozialem, aggressivem und oppositionellem mit depressivem Verhalten (vgl. Petermann/Essau (2000:299).

Ferner weisen depressive Kinder nach Petermann/Essau (2000:300f.) große psychosoziale Probleme (z.B. Schulschwierigkeiten, schlechte Schulnoten, beeinträchtigte Lehrer-Kind-Beziehung, Probleme in Freizeit und anderen sozialen Aktivitäten) auf, welche die betroffenen Kinder und Jugendlichen stark belasten. Dies erklären die Autoren z.T. durch sozialen Rückzug. Daraus resultieren Probleme bei der Entwicklung des Sozialverhaltens (Bewältigungsverhalten im Umgang mit Streit, Kritik, etc.). Jedoch werfen Petermann/Essau (2000:301) die Frage auf, ob diese Schwierigkeiten Begleiterscheinungen, Ursachen oder Folgen einer Depression sind.

2.3 Erklärungsansätze und Risikofaktoren

Folgende Faktoren können für den Ausbruch bzw. die Aufrechterhaltung von depressiven Störungen verantwortlich bzw. diese begünstigen sein.

2.3.1 Biologische Faktoren

Petermann/Essau (2000:302) listen fünf biologische Auffälligkeiten[8] von depressiven Kindern und Jugendlichen auf. Sie verweisen jedoch ausdrücklich darauf, dass diese als vorläufig anzusehen sind, da bislang noch nicht ausreichend geklärt ist, ob es sich bei den beobachtbaren Besonderheiten um Begleiterscheinungen oder Folgen depressiver Störungen handelt oder um Faktoren, die eine Depression verursachen.

Als weiteren biologischen Faktor benennen die Autoren das Geschlecht. Demnach weisen Mädchen ab dem Einsetzen der Pubertät ein deutlich höheres Risiko auf an Depressionen zu erkranken als Jungen (vgl. Petermann/Essau (2000:303); 2.2.1). Hingegen sind in der Kindheit keine geschlechtsspezifischen Differenzen festzustellen (vgl. ebd.). Ob dies ein rein biologischer Faktor ist oder aber auch soziale Aspekte (z.B. Sozialisierungsprozesse, Rollenvorgaben, o.ä., S.D.) mitwirken, bleibt jedoch strittig.

[...]


[1] Demzufolge kann das Hauptmerkmal, die depressive Verstimmung, bei Kindern und Jugendlichen auch in Form von gereizter Stimmung äußern. Ebenfalls finden sich Differenzen in der Zeitspanne im Vergleich zu Erwachsenen (vgl. Petermann/Essau (2000:292).

[2] Symptome der Major Depression nach DSM-IV: 1. depressive Verstimmung (auch gereizte Stimmung bei Kindern und Jugendlichen); 2. deutlich vermindertes Interesse oder kaum Freude an (fast) allen Aktivitäten, die früher als positiv empfunden wurden; 3. signifikanter Gewichtsverlust (>5% des Körpergewichts in einem Monat; verminderter / gesteigerter Appetit, ausbleibende entwicklungstypische Gewichtszunahme bei Kindern; 4. Schlaflosigkeit / vermehrter Schlaf; 5. psychomotorische Unruhe / Verlangsamung bzw. Hemmung in Bezug auf Sprache, Denken und Bewegung (muss von anderen beobachtbar sein); 6. Müdigkeit / Energieverlust; 7. Gefühl von Wertlosigkeit, übermäßige / unangemessene Schuldgefühle; 8. verminderte Denk- und Konzentrationsfähigkeit, Entscheidungsschwierigkeit; 9. wiederkehrende Gedanken von Tod, Suizidvorstellungen, Suizidversuch oder -planung (vgl. Petermann/Essau (2000:292; 298ff.)

[3] Näheres bzw. Spezifisches bezüglich der Differenzialdiagnose zur Major Depression findet sich in ICD-10 bzw. DSM-IV

[4] Näheres bzw. Spezifisches bezüglich der Differenzialdiagnose zur dysthymen Störung findet sich in ICD-10 bzw. DSM-IV sowie Petermann/Essau (2000:296).

[5] Unter anderem beziehen sich die Autoren auf die Studien von: Wittchen, Nelson und Lachner (1998); Lewinsohn, Hops, Roberts, Seeley und Andrews (1993); „Bremer Jugendstudie“ Essau, Karpinski, Petermann und Conradt (1998a, b) und Anderson, Williams, McGee und Silva (1987).

[6] Faktoren nach Petermann/Essau (2000:298): Früher Beginn der Major Depression; hoher Schweregrad der Depression; Suizidgedanken; komorbide Störungen; Behandlung wg. affektiver Störungen; starker Emotionsdruck; elterliche Depression (insbesondere der Mutter); Probleme mit Sozialkontakten; niedriger sozioökonomischer Hintergrund.

[7] Somatische Beschwerden manifestieren sich bei Kindern am häufigsten in Form von Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl, Schwitzen sowie Rückenschmerzen (vgl. Petermann/Essau (2000:300).

[8] 1. Mangel an biochemischen Überträgersubstanzen im ZNS (z.B. die Katecholamine Noradrenalin, Dopamin und Serotonin); 2. veränderte Empfindlichkeit postsynaptischer Rezeptoren des ZNS; 3. atypische Ausschüttung des Wachstumshormons im Hypophysenvorderlappen; 4. abweichende laterale Aktivitäten der Frontalhirnbereiche; 5. verkürzte zirkadiane Periodik sowie eine reduzierte REM-Latenz.

Details

Seiten
30
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638394246
ISBN (Buch)
9783656250142
Dateigröße
800 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v41077
Institution / Hochschule
Universität Lüneburg – Institut für Sozialpädagogik
Note
1,0
Schlagworte
Angststörungen Depression Kindheit Adoleszens Interventions- Präventionsmöglichkeiten Rahmen MindMatters-Programms Mind Matters Programm Förderung Gesundheit

Autor

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Titel: Angststörungen und Depression in Kindheit und Adoleszenz