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Industrie 4.0. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2017 19 Seiten

BWL - Personal und Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1. Industrie 4.0 als vierte Industrialisierung

2. Voranschreiten der Digitalisierung
2.1 Wirtschaft und Digitalisierung bisher
2.2 Zukünftige Nutzung der Digitalisierung

3. Mögliche weitere Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
3.1 Mögliche Lösungen

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anstieg der Online erzielten Umsätze des deutschen Handels

Abbildung 2: Veränderung der Wirtschaftssektoren im Verlauf der Zeit seit 1880

Einleitung

Die Fragestellung der folgenden Seminararbeit lautet „Industrie 4.0 – Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt?“.

Die schnell voranschreitende „Industrie 4.0“ wird als die vierte industrielle Revolution gesehen, die zum Ziel hat, die reale mit der virtuellen Welt zu verbinden um den Alltag zu vereinfachen. Die Fragestellung, mit der sich diese Industrialisierung beschäftigt, lautet kurz gesagt: Wie können Prozesse und Abläufe durch Einbeziehung künstlicher Intelligenz möglichst automatisiert werden? Denn dies ist das Ziel von immer mehr Unternehmen.

Der Impuls zu dieser Arbeit erfolgte durch persönliche Erfahrung aus dem Berufsleben als Bankkauffrau.

Durch das immer beliebter werdende Online Angebot können Kunden einerseits Ihre Bankgeschäfte von zuhause aus erledigen. Andererseits können Kunden auf Grund der gestiegenen Transparenz eine Beratung selbst anhand von Informationen aus dem Internet vornehmen und Angebote vergleichen. Persönliche Service-Standorte und Filialen werden in Folge dessen immer seltener aufgesucht. Die Folgen für den Bankensektor sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Denn durch die immer größer werdende Konkurrenz am Markt und die dadurch verbundene Macht der Kunden den Preis zu bestimmen, müssen Kosten eingespart werden. Die Digitalisierung bietet hierfür eine geeignete Möglichkeit. Wenn Kunden die Arbeit selbst machen, kann einer der größten Kostenfaktoren geschmälert werden: Arbeit in Form von Personal. Welche Auswirkungen hat dieses Verhalten langfristig auf den Gesamtarbeitsmarkt? Kann der immer weiter steigende Kostendruck auf die Unternehmen langfristig durch die Freisetzung von Personal gelöst werden, ohne dass es signifikante Einschnitte in den Arbeitsmarkt auslöst?

Im Folgenden soll auf diese Fragestellung genauer eingegangen werden. Hierfür müssen einige Punkte geklärt werden.

1. Was unter dem Begriff „Industrie 4.0“ zu verstehen ist und in welchem Maße die Digitalisierung bereits in unseren Alltag eingebunden ist.
2. Wie ist bereits heute jeder von uns Teil der Digitalisierung und treibt sie sogar aktiv voran?
3. Bisherige und mögliche zukünftige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Durch die Ausarbeitung dieser Aspekte soll diese Fragestellung weiter in den Vordergrund gerückt werden. Denn wenn zukünftig die Ressource Menschen durch eine künstliche Intelligenz ersetzen soll, können die Folgen hierfür hinreichend eingeschätzt werden?

1. Industrie 4.0 als vierte Industrialisierung

In der Geschichte der Wirtschaftsentwicklung seit Ende des 18. Jahrhunderts gab es immer wiederkehrende industrielle Revolutionen, mit denen grundlegende Veränderungen einhergingen.

Doch was genau bezeichnet man als „industrielle Revolution“? Eine industrielle Revolution bezeichnet einen raschen Wandel von Produktionstechniken und, daraus abgeleitet, von wirtschaftlich-gesellschaftlichen Strukturen.1 Das bedeutet, dass auf Grund von wirtschaftlichen Veränderungen ebenfalls ein Umbruch in der Gesellschaft hervorgerufen wird. Wie sahen die wirtschaftlichen Veränderungen in der Vergangenheit konkret aus?

Nachdem in der ersten industriellen Revolution zu Beginn des 19. Jahrhunderts erstmals Maschinen eingesetzt wurden, konnte in der zweiten industriellen Revolution Ende des 19. Jahrhunderts bereits die Elektrizität genutzt werden um Abläufe zu vereinfachen. Ein Ergebnis dieser Weltneuheit war das Fließband, wodurch die Fertigungskapazitäten deutlich gesteigert werden konnten. Die dritte industrielle Revolution findet Ihre Anfänge in den 1970er Jahren, als erstmals Rechenmaschinen und Elektronik genutzt wurde, um Produktionsprozesse zu optimieren.2 Ein grundlegendes Ziel war auch damals schon, Kosten zu senken und dadurch effizienter zu arbeiten. Durch jede dieser industriellen Revolutionen wurden Änderungen auf dem Arbeitsmarkt hervorgerufen. Die Verteilung der Arbeitsplätze verschob sich, da die Nachfrage nach qualifiziertem Personal in Folge der veränderten Bedingungen in anderen Bereichen auftrat. Daher suchten die Arbeitnehmer den Weg in neue Brachen, die im Zuge der verschiedenen Industrialisierungen aufblühten. Kann diese Vorgehensweise auch für die thematisierte vierte industrielle Revolution vorausgesetzt werden?

Denn die Auswirkungen der „Industrie 4.0“ sind bereits heute erkennbar. Um diese Folgen besser verstehen zu können, soll im ersten Schritt die „Industrie 4.0“ genauer definiert werden.

Der elementare Kern der „Industrie 4.0“ besteht aus der Digitalisierung der Wirtschaft. Die Digitalisierung soll eine Standardisierung und Automatisierung möglichst jeglicher Prozesse erreichen, um Kosten senken zu können und Abläufe zu vereinfachen. Dies soll einerseits ein Vorteil für die Unternehmen darstellen, auf der anderen Seite aber auch verbraucherfreundlicher sein, da viele Abläufe für den Kunden einfacher werden.

Durch neue Möglichkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz können viele menschliche Aufgaben bereits heute durch Roboter und Computersysteme erledigt werden. So zum Beispiel in einer Produktionsstraße der japanischen Firma Fanuc, bei der ganze Produktionshallen nur aus Robotern bestehen, die selbstständig die Produkte herstellen. Ein Zutun von menschlicher Arbeitskraft benötigt es hier nicht mehr.3 Es kann also nicht nur eine Interaktion zwischen Mensch und Maschine erreicht werden, wie es aus Verbrauchersicht der Fall ist. Der Mensch kann durch Maschinen in vielen Bereichen bald ersetzt werden, was aus Unternehmenssicht vorteilhaft ist, um Personal einzusparen. Dies gewinnt nicht nur, wie bereits geschildert, in der Bankenbrache immer mehr an Bedeutung. Auch andere Brachen setzen immer mehr darauf, Personalkosten zu sparen um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Denn im mittlerweile 21. Jahrhundert finden auch weiterhin Veränderungen statt, die nun nicht mehr nur Auswirkungen auf den industriellen Teil der Wirtschaft haben. Die Veränderungen reichen bis in den Dienstleistungssektor und die Landwirtschaft, wodurch eine Neustrukturierung sämtlicher Bereiche voranschreitet.

2. Voranschreiten der Digitalisierung

Wieso schreitet die Digitalisierung so schnell voran? Dies lässt sich in erster Linie auf das veränderte Konsumverhalten der Verbraucher zurückführen. Durch die Globalisierung und Digitalisierung können Kosten und Lieferwege bereits seit Jahren optimiert werden. Der Verbraucher wurde an kurze Lieferzeiten, ein großes Angebot und geringe Preise gewöhnt. Hierauf will heute kaum noch einer verzichten, weshalb sich viele Verbraucher ein alltägliches Leben ohne digitale Angebote nicht mehr vorstellen können, deutlich erkennbar aus folgender Darstellung.4

Abbildung 1 Anstieg der Online erzielten Umsätze des deutschen Handels5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Vgl. Springer Gabler Verlag, Wirtschaftslexikon.

2 Vgl. Industrie-Wegweiser.de, 2014.

3 Vgl. Fanuc Deutschland GmbH.

4 Vgl. Handelsverband Deutschland.

5 Vgl. Umsatzzahlen Online-Handel, Quelle: HDE-Prognose.

Details

Seiten
19
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668639676
ISBN (Buch)
9783668639683
Dateigröße
679 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v412322
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Schlagworte
Industrie Personal Arbeitsmarkt Deutschland Industrie 4.0

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Titel: Industrie 4.0. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt?