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Gesundheitspolitik in Deutschland. Krankheiten und Präventionsstrategien

Referat (Handout) 2017 4 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe

Gesundheitspolitik

I. Definition

- Förderung und Erhaltung der Gesundheit durch Minimierung der gesundheitsbedrohenden Risikopotenziale und ihrer Ursachen.
- Wiederherstellung der Gesundheit durch Behandlung, Pflege und Rehabilitation mit Hilfe der Einrichtungen des Gesundheitssystems.
- Sicherung des materiellen Lebensunterhalts im Fall von z.B. Krankheit, Arbeits- und Erwerbsfähigkeit.
(Bäcker 2007 unter: Naegele 2008)

II. Krankheiten und Präventionsstrategien

- Zahl der chronischen Krankheiten im Alter steigt.
- Gesundheitspolitik bietet Lösungsansätze in Form von Präventionsstrategien.
- „Gesundes altern“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/267555/umfrage/anteil-der-chronisch-erkrankten-in-deutschland-nach-altersgruppen/ (02.12.2017)

Präventionskategorien:

- Primärprävention: Verhindern der Krankheiten vor dem Ausbruch.
- Sekundärprävention: Frühstadien der Krankheit positiv beeinflussen.
- Tertiärprävention: Verschlimmerung der Krankheit verhindern.

Präventionsstrategien:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

http://www.info-praxisteam.de/2007/04/HH_Praevention_17-21.pdf (01.12.2017)

III. Zentrale Akteure

Drei Ebenen der zentralen Akteure:

1. Ebene - Makroebene: Staatliche Stellen. Weite Bereiche des deutschen Gesundheitswesens werden durch Bundesgesetze geregelt. Einfluss des Bundestages auf das Gesundheitswesen ist groß. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) arbeitet die Gesetzvorhaben auf Bundesebene aus. Dem BMG ist eine Reihe von Institutionen nachgeordnet, die spezifische hoheitliche Aufgaben wahrnehmen oder steuerungsrelevante Informationen bereitstellen.

2. Ebene - Mesoebene: Korporatistischen Akteure, also die Körperschaften und Verbände, obliegt es, die gesundheitliche Versorgung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung zu organisieren und sicherzustellen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVs) sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und schließen mit den Verbänden der Krankenkassen Verträge, in denen die Einzelheiten der ambulanten ärztlichen Versorgung geregelt werden.

3. Ebene - Mikroebene: Übrige Akteure; vor allem Unternehmen und einzelne Organisationen bzw. deren Vereinigungen. Der medizinische Dienst der Krankenversicherungen unterstützt Krankenkassen und Verbände mit medizinischem Sachverstand. (Rosenbrock 2001: 16)

IV. Gesundheitspolitik in Deutschland

- 1883: Im Zuge der Einführung eines Sozialversicherungssystems findet die Begründung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) statt.
- Finanzierung der medizinischen Versorgung des größten Teils der Bevölkerung durch eine Sozialversicherung.
- GKV bot den Bürger damals Schutz vor elementaren Lebensrisiken.
- Sollte aber auch die Macht Bismarcks stärken → revolutionäre Neigungen und die Arbeiterschaft sollten mit dem Kaiserreich versöhnt werden. (Burkhardt 2012)

Selbstverwaltung: Krankenkassen und KVs sind selbstverwaltete Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sind nicht unmittelbar Teil der staatlichen Verwaltung und deshalb keine Weisungsempfänger. Staat gibt den Körperschaften den Rahmen vor und führt die Aufsicht. (Ebd.)

Korporatismus: Verlagerung von Entscheidungen auf Verbände. Handelnde Akteure sind Verbände beziehungsweise in besonders wichtigen Fragen "die GKV" und "die Vertragsärztinnen und -ärzte" – in Gestalt der gemeinsam und einheitlich handelnden Spitzenverbände beziehungsweise der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. (Ebd.)

Pflegereform: Ist seit dem 1. Januar 2017 in Kraft und beinhaltet eine Umstellung von drei Stufen auf fünf Pflegegrade. Leistungen für Demenzkranke steigen und ein Fragebogen klärt den Pflegegrad. Jedoch keine Abkehr von der "Minutenpflege". (Anthony 2015)

V. Bismarck-Modell und Beveridge-Modell im Vergleich

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darstellung in enger Anlehnung an (Schmid 1996: 59).

Literaturverzeichnis

- Anthony, Tamara (2015): Besserstellung von Demenzkranken beschlossen (URL) https://www.tagesschau.de/inland/pflegereform-135.html (04.12.2017).

- Breuker, Gregor (2017): Prävention- und Gesundheitsförderung- Schlüsselfelder für nachhaltige Gesundheitspolitik, in: Knieps, Franz (Hrsg.): Gesundheitspolitik. Akteure, Aufgaben, Lösungen, Berlin, S. 133-145.

- Burkhardt, Wolfram / Gerlinger, Thomas (2012): Die wichtigsten Akteure im deutschen Gesundheitswesen. (URL) http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gesundheitspolitik/72588/institutionen-und-interessenvertretungen?p=all (2.12.17).

- Kümpers, Susanne; Rosenstock, Rolf (2010): Gesundheitspolitik für ältere und alte Menschen. In: Naegele, Gerhard; Bertermann, Britta (Hg.): Soziale Lebenslaufpolitik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 281-308.

- Naegele, Gerhad (2008): Sozial- und Gesundheitspolitik für ältere Menschen. In: Kuhlmey, Adelheit; Schaeffer, Doris (Hg.): Alter, Gesundheit und Krankheit. Bern: Verlag Hans Huber.

- Rosenbrock, Rolf / Gerlinger, Thomas (2001): Gesundheitspolitik. Eine systematische Einführung. Bern.

- Schmid, J. (1996): Wohlfahrtsstaaten im Vergleich. Soziale Sicherheit in Europa: Organisation, Finanzierung, Leistungen und Probleme, Wiesbaden.

- Walter, Ulla (2007) Strategien und Methoden von Prävention und Gesundheitsförderung (URL) http://www.info-praxisteam.de/2007/04/HH_Praevention_17-21.pdf.

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Details

Seiten
4
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668651876
Dateigröße
1010 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v413631
Institution / Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,7
Schlagworte
gesundheitspolitik deutschland krankheiten präventionsstrategien bismark-modell

Autor

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Titel: Gesundheitspolitik in Deutschland. Krankheiten und Präventionsstrategien