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Der Ku-Klux-Klan als Beispiel einer rechtsradikalen Terrororganisation

Hausarbeit 2017 23 Seiten

Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung.

B. Definition Terrorismus...

C. Rechtsradikaler (vigilantistischer) Terrorismus.

D. Definition Rassismus.

E. Der Ku-Klux-Klan
1. Die Geburt des Ku-Klux-Klans
2. Der Aufbau des Klans..
3. Die Entwicklung des Klans..
4. White Supremacy - Weiße Vorherrschaft.
5. Aktionen des Klans
6. Das Ende des ersten Klans..
7. Der zweite Klan..
8. Der Ku-Klux-Klan heute

F. Fazit

G. Literaturverzeichnis.

A. Einleitung

In einer Nacht im Jahre 1868 drangen Männer mit weißen Kapuzen gewaltsam in das Haus der afroamerikanischen Familie Jefferson in Camaco ein. Den jüngsten Sohn und die Mutter zerrten sie nach draußen. Der Junge wurde erschossen und die Mutter an einer Bettkordel an einem Baum aufgehängt. Sie stapelten Möbelstücke auf den Leichnam des Jungen und entzündeten diesen. Ein blutiger Lynchmord wurde vollbracht.1Solche und auch andere Gewalttaten führte der Ku-Klux-Klan aus. Der Ku-Klux-Klan wurde an Heilig Abend 1865 von sechs Männern in Pulaski, Tennessee gegründet. Beweggründe waren der verlorene Sezessionskrieg und die daraus resultierenden Bürger- und Wahlrechte für die ehemaligen Sklaven.

Das Thema dieser Arbeit soll die Terrororganisation Ku-Klux-Klan sein. Hier wird aufgezeigt, inwieweit der Klan eine rechtsradikale Terrororganisation ist. Zunächst wird auf den Terrorismus allgemein eingegangen, wie ist Terrorismus eigentlich zu definieren? Danach folgt ein kurzer Einblick in den rechtsradikalen, vigilantistischen Terrorismus, in dem sich der Ku-Klux-Klan verorten lässt. Da der Klan sehr rassistische Züge vorweist, wird im Weiteren der Begriff Rassismus definiert. Danach folgt der Hauptteil in Kapitel E dieser Arbeit, in dem es um die Geburt des Klans, den Aufbau, die Entwicklung, White Supremacy, Aktionen, das Ende des ersten Klans, den zweiten Klan und den Klan heute geht. In einem abschließenden Fazit werden alle Erkenntnisse und Ergebnisse zusammengetragen.

B. Definition Terrorismus

Bis heute hat man sich nicht eindeutig einigen können, wie Terrorismus eigentlich zu definieren ist. Der Grat zwischen Freiheitskämpfer und Terroristen ist sehr schmal. So galt Nelson Mandela beispielsweise in manchen Ländern als Terrorist und in anderen wiederum als Freiheitskämpfer. Um Terrorismus definieren zu können, muss man von moralischen oder rechtlichen Bewertungen des Phänomens absehen. Folglich werden zwei Definitionen aufgeführt:Unter Terrorismus wird eine politisch-militärische Strategie eines substaatlichen

Akteurs zur Durchsetzung politischen Willens verstanden, die auf systematischer

Anwendung (oder Androhung) von Gewalt gegen Gelegenheits- / und / odersymbolische und/ oder infrastrukturelle Ziele eines Staates fußt und aufpsychische Wirkung sowie Manipulation infolge der kalkuliertenMultiplikationseffekte durch massenmediale Kommunikanten abzielt.“2 und

Unter Terrorismus sind planmäßig vorbereitete, schockierende

Gewaltanschläge aus dem Untergrund gegen eine politische Ordnung zuverstehen. Sie sollen vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.“3 Beide Definitionsversuche sagen das gleiche aus. Primäres Ziel der Terroristen ist hiernach die gewaltsame Verfolgung eines politischen Ziels, durch Verbreitung von Schrecken, Furcht und Unsicherheit, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft für Mitläufer zu erzeugen. Dies gelingt den Terroristen durch Anschläge wie zum Beispiel 9/11, bei dem am 11. September 2001 mehrere tausend Menschen ihr Leben verloren. An diesem Tag fanden Anschläge auf das World Trade Center, Pentagon und ein vereitelter Anschlag auf das Weiße Haus statt. Ein Anschlag dieser Größe versetzt nicht nur das Land, in dem der Anschlag verübt wurde in Angst und Schrecken, sondern die ganze Welt. Terrorismus zeichnet sich durch eine besondere Unmenschlichkeit, Brutalität und Willkür aus4, da es den Terroristen bei ihren Taten weniger um den Menschen an sich geht - ein zu Tode gekommener Mensch zählt für sie nicht. „Es wäre weniger schlimm, wenn sie jemanden umbrächten, weil sie ihnpersönlich hassen; das Unmenschliche besteht darin, dass sie ihn töten, ohneeigentlich etwas gegen ihn zu haben.“5Die Gewalttat hat einen symbolischen Stellenwert. Er soll vermitteln, dass jeder zu Schaden kommt, der sich gegen den Terrorismus stellt und ihm im Weg steht. Terrorismus ist demnach primär eine Kommunikationsstrategie. Auf der einen Seite soll Terrorismus Angst und Schrecken in der Bevölkerung auslösen, auf der anderen Seite aber wollen die Terroristen auch Sympathie bei Mitläufern erwecken. Für einen Teil der Bevölkerung sind die Anschläge als eine Art Hoffnungsträger gedacht, sie sollen Schadenfreude auslösen und die Bereitschaft erwecken, die Terroristen bei ihren

Aktivitäten zu unterstützen.6Doch auch terroristische Verbände unterscheiden

sich voneinander, zum Beispiel was ihre Größe, ihr Wirtschaftsgebaren oder ihr Verhältnis zur Technik betrifft, aber auch die politische Kultur, die sie umgibt, spielt eine Rolle bei ihrer Vorgehensweise.7Das terroristische Handeln ist durch vier Motivlagen gekennzeichnet:

das Streben nach einer revolutionären Veränderung der gesellschaftlichen und politischen Strukturen im Sinne der Ideen von Marx; der Wille ethnischer Minderheiten oder unterdrückter Völker nach staatlicher Eigenständigkeit,zumindest aber nach vermehrter politischer Autonomie; ein dritter Teiltypus sind Bewegungen, die am Staat vorbei, unter Verletzung der Gesetze, die bestehende soziale Ordnung zu schützen vorgeben - man kann sie als rechtsradikalen odervigilantistischen Terrorismus bezeichnen. Die vierte Teilkategorie bildet derreligiös motivierte Terrorismus.“8

Eine terroristische Gruppierung entsteht demnach nicht einfach aus einer Laune heraus. Sie spiegelt einen bestimmten gesellschaftlich-historischen Hintergrund wieder. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem dritten Teiltypus, dem rechtsradikalen vigilantistischen Terrorismus.

C. Rechtsradikaler (vigilantistischer) Terrorismus

Der Rechtsradikalismus ist eine Mischung des Terrors von oben und des Terrorismus von unten. Der vigilantistische Terrorismus handelt zwar auch unter Missachtung der herrschenden Gesetze, das Ziel ist aber nicht eine grundlegende strukturelle Veränderung, sondern die Verteidigung des Status quo. Er zielt nicht auf die Veränderung des politischen Systems, sondern auf bestimmte gesellschaftliche Gruppen.9Rechtsradikale Terroristen richten ihren Hass auf Untergruppen der Bevölkerung. Sie werfen diesen Gruppen vor, dem Gemeinwohl zu schaden und machen sie für dessen angeblichen Niedergang verantwortlich. Solche Untergruppen sind beispielsweise Juden, Kommunisten, Afroamerikaner, Araber, Homosexuelle, etc. Für Rechtsradikale ist es gerechtfertigt, gegen solche Untergruppen gewaltsam vorzugehen, sie umzubringen, da sie in ihren Augen nicht zur Volks- bzw. Glaubensgemeinschaft

zählen. Der rechtsradikale Terrorismus zeichnet sich nicht durch plötzliche

Anschläge aus, sie äußern sich in gezielten Droh- und Einschüchterungsaktionen gegenüber den anvisierten Bevölkerungsgruppen. Auslöser für dieses aggressive Verhalten sind meist diffuse Verunsicherungs- und Bedrohungsgefühle bestimmter Gruppen, „die ein Ventil suchen und es imZweifel in einer unterlegenen, vom Rest der Bevölkerung sich deutlichabhebenden Minderheit finden.“10Der rechtsradikale Terrorismus unterscheidet sich grundlegend von dem o.g. Terrorismus. Er operiert nicht aus dem Untergrund, sondern führt seine Aktionen offen aus. Die Gewaltanschläge sind nicht gegen das politische System gerichtet, sondern gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen. Der rechtsradikale Terrorist ist kein Vollzeitterrorist, sondern ein Teilzeitterrorist. Er geht meist einer legalen Beschäftigung nach, kommt aber in seiner Freizeit und am Wochenende mit seinesgleichen zusammen. Die Gewaltanschläge sind eine Mischung aus spontanen Entscheidungen und gezielter Planung. Die operationalen Konsequenzen werden genau besprochen. Eine langfristige Planung wird aber nicht benötigt, da sich die Aktionen nicht gegen geschützte Einrichtungen richten, sondern gegen die Gruppen, die als gefährlich und zugleich minderwertig erachtet werden. Sie sind wehrlos und meist stellt sich keiner vor sie. Ziel der rechtsradikalen Terroristen ist es, bei der betroffenen Gruppe Angst und Schrecken auszulösen, sie sollen sich unsicher fühlen, damit sie den betroffenen Ort verlassen.11Es kommt hinzu, dass Sicherheitskräfte den Gewalttätern gegenüber nachsichtig begegnen, da Rechtsextreme „den Staat und seine Ordnung nicht frontalangreifen, sondern eher an deren Stärkung und Erhaltung interessiert sind,wenngleich mit fragwürdigen Mitteln.“12Rechtsradikale Terrororganisationen sind beispielsweise die Skinhead Bewegung in Europa, die neofaschistischen Gruppen und die Ku-Klux-Klan Bewegungen in den USA.

D. Definition Rassismus

Unter Rassismus im engeren Sinne lässt sich eine gesellschaftliche Praxisverstehen, in Wort und Tat Menschengruppen wegen ihrer Herkunft oderHautfarbe zu diskriminieren.“13Seit 1945 wird das Wort Rassismus geächtet. Bestimmte Bevölkerungsgruppen wurden von Nationalsozialisten für rassisch minderwertig erklärt, sie wurden diskriminierenden Praktiken unterworfen, um sie schließlich auszurotten. Rassisten betrachten Menschen, die ihnen ähnlich sind

- sei es die Hautfarbe, die Sprache, bestimmte körperliche Merkmale, Bräuche, etc. - als höherwertig, gleichwertig, während alle anderen Menschen, die kaum bzw. keine Ähnlichkeiten mit ihnen besitzen, abgestuft werden oder als geringwertig gelten und diskriminiert werden. Mit solchen Rassentheorien werden die Gewaltanschläge gegen die Bevölkerungsgruppen, die nicht als ebenbürtig gelten, gerechtfertigt. Die Idee Menschen in Rassen einzuteilen stammt aus dem 19. Jahrhundert damit haben damals die Europäer ihre Kolonialpolitik gerechtfertigt.14Zu den bedeutendsten rassistischen Aktionen in den USA gehören die Sklaverei und die Rassentrennung, aber auch die Indianerkriege. 1776 gab es in den Vereinigten Staaten mehr als 460.000 Sklaven. Die nördlichen Bundesstaaten begannen schon bald, die Sklaverei abzuschaffen, da die Sklaven in ihrem Wirtschaftsleben keine bedeutende Rolle spielten. In den Südstaaten waren die Leute aber abhängig von ihnen. Die Zahl der Sklaven wuchs bis 1865 auf mehr als 4 Millionen an. Am 18. Dezember 1865 wurde die Sklaverei in den USA endlich verboten. Die Wahl des Republikaners Abraham Lincoln am 6. November 1860 führte zum sogenannten Sezessionskrieg. Ein Krieg zwischen den Nord- und den Südstaaten. Die amerikanische Verfassung wurde um den 13. Zusatz erweitert, nachdem die Nordstaaten gewonnen hatten. Dieser Zusatz beinhaltet die Regelung der Abschaffung der Sklaverei.15Die Zeit der Rassentrennung begann nach dem Ende der Sklaverei. Rassentrennung ist eine Form der Segregation. Nur weil die Sklaverei abgeschafft wurde, war die Gleichberechtigung damals noch lange nicht erreicht. Es gab eine strikte Trennung zwischen Weißen und Afroamerikanern. Letztere durften nicht die gleichen Hotels, Restaurants, Busse,

Züge, Krankenhäuser, nicht einmal die gleichen Schulen, etc. wie die Weißen

benutzen. 1964 unterschreib Präsident Johnson das neue Bürgerrechtsgesetz, in dem die Rassentrennung aufgehoben wurde. Afroamerikaner wurden erstmals als US-Staatsbürger anerkannt.16

E. Der Ku-Klux-Klan

Ursprünglich bezeichnete der KKK einen Geheimbund weißer Männer in den amerikanischen Südstaaten, die sich nach dem Sezessionskrieg zwischen 1861 bis 1865 zusammenfanden. Mit dem Sieg der Nordstaaten und der Abschaffung der Sklaverei waren sie nicht einverstanden. Später trat der KKK als rassistisch- nativistischer Geheimbund auf. Das politische Ziel dieser Gruppierung ist die Verteidigung der weißen Rasse. Auch heute noch wird der Name des KKK von Gruppen verwendet, die von der Suprematie der weißen Rasse überzeugt sind.17Der Name Ku-Klux-Klan stammt vermutlich von dem griechischen Wort kݕklos, Kreis und dem Wort Klan, was so viel wie Familie bedeutet ab. So wurde aus dem Kݕ Klos Klan der Ku-Klux-Klan. Die Gründungsmitglieder erfanden den Namen jedoch spontan. Laut dem KKK hat der Name keine tiefere Bedeutung.18Es gibt drei Hauptphasen des KKK, die erste von 1865 bis 1875, die zweite von 1915 bis 1944 und die letzte von 1946 bis heute. Zwischen diesen Phasen wurde der Klan zeitweise verboten oder ist ausgestorben.

Die Geburt des Ku-Klux-Klans

Nach dem Sezessionskrieg und der Niederlage der Südstaaten verwalteten unionstreue weiße Einheimische, aus dem Norden stammende Republikaner und helfende Afroamerikaner den Regierungen in den Südstaaten, bis diese die Wiederaufnahmebedingungen anerkannten. Diese Wiederaufnahmebe- dingungen beinhalteten den 14. Verfassungssatz, der Afroamerikanern

Bürgerrechte garantierte und ihnen das Wahlrecht gewährte.19Die Eliten aus

dem Süden wollten diese Bedingungen nicht akzeptieren. An der bestehenden Ordnung und den Machtverhältnissen wollten sie nichts ändern. Der KKK entstand aus dem Zusammenkommen folgender Faktoren, an vorderster Stelle steht der Rassismus, gekoppelt mit der Ablehnung der Republikanischen Partei aufgrund des 13. und 14. Verfassungssatzes, welche wie o.g. die Abschaffung der Sklaverei, Bürgerrechte und Wahlrecht für die Afroamerikaner beinhalten. „Von diesen Entwicklungen fürchteten weiße Südstaatler››Afrikanisierung‹‹,››Rassenvermischung‹‹und sexuelleÜbergriffe afroamerikanischer Männer aufweiße Frauen. Außerdem graute ihnen vor››Negerherrschaft‹‹, einem››Krieg der Rassen‹‹, zumindest aber››Aufständen‹‹seitens der Afroamerikaner.20

Der Gründungstag des ersten, ursprünglichen Klans ist nicht eindeutig geklärt. Einige Quellen behaupten es war im Mai 186621, der Klan selber spricht vom 24. Dezember 186522. Der Gründungsort liegt in Pulaski, Tennessee. Der KKK wurde von sechs jungen Männern als geheime Bruderschaft gegründet. Diese Gründer hießen: Calvin E. Jones, Frank O. McCord, Richard R. Reed, John B. Kennedy, John C. Lester und James R. Crowe.23Sie stammten alle aus wohlhabenden Familien. Der Klan wurde gegründet, um die alte Ordnung der Trennung von Weißen und Afroamerikanern aufrechtzuerhalten. Ein bestimmtes politisches Ziel wurde hier aber noch nicht verfolgt. Die Bruderschaft vergnügte sich anfangs lediglich damit, nachts mit Kapuzen verkleidet durch die Straßen zu reiten und die Afroamerikaner somit in Angst und Schrecken zu versetzen. Diese Idee schauten sie sich bei den weißen Kindern ab, die die afroamerikanischen Kinder mit Geisterkostümen erschreckt haben.24

Doch schon bald begann der Geheimbund die Afroamerikaner, die politisch aktiv sein wollten, in dem sie zu Wahlen gegangen sind oder sich einfach nur registrieren lassen wollten, zu attackieren, um sie von den Wahlurnen fernzuhalten. Außerdem verprügelten die Anhänger die Afroamerikaner, zwangen sie, das Land zu verlassen oder begangen Lynchmorde an ihnen und deren Helfer. Die Toleranzgrenze gegenüber den Afroamerikanern war nahezu nicht vorhanden. „Wer seine Ehre nicht gegen diese verteidigte, hatte sie schon verloren.“25Herausforderungen oder Beleidigungen nahmen die Anhänger des Klans nicht einfach hin, das Ehrverständnis gebot, dagegen vorzugehen, meist mit Gewalt. Es galt schon als Ehrverletzung, wenn ein Afroamerikaner sich anders verhielt, als zu den Zeiten, in denen es die Sklaverei noch gegeben hat. Der Klan ging schon bei den unbedeutendsten Vergehen mit brutaler Gewalt vor. Um ihre Identität zu wahren, trugen die Anhänger des KKK weiße Roben und Hüte, sie zogen sogar den Pferden weiße Laken über. Die Farbe Weiß wurde für die Gewänder gewählt, da sie für Reinheit steht. In erster Linie steht der Klan für Reinheit und Erhaltung des Heimes und für den Schutz von Frauen, Kindern, Witwen und Waisen der konföderierten Soldaten. Da die Farbe Rot als Sinnbild des Blutes gedeutet werden kann, nahm der Klan diese für den Besatz. Es stand für das Blut, das der Klan zum Schutze und zur Verteidigung der Hilflosen zu vergießen bereit war. Da die Farben Rot und Weiß die Farben der Konföderierten waren, spielten diese wahrscheinlich bei der Wahl mit.26Die abergläubischen Afroamerikaner hielten die verkleideten Männer und Pferde für Geister der konföderierten Gefallenen. Durch diese Reaktion kamen die Klansmänner auf die Idee, die Afroamerikaner durch Angst und Schrecken wieder zur Arbeit auf die Plantagen zu zwingen und so das Gleichgewicht der Vorkriegszeiten wiederherzustellen.

Der Aufbau des Klans

Da der Klan immer größer wurde, reichten die sechs Gründer nicht aus, um alle Ämter zu besetzen. Frank McCord, der ursprüngliche Führer wurde Groß-Zyklop genannt; Captain Kennedy war sein Stellvertreter, er war der Groß-Magi. James

R. Crowe wurde zum Groß-Türken ernannt, eine Art Marschall oder Zeremonienmeister. Die Nachtfalken waren Calvin Jones und Captain Lester. Richard Reed war der erste Liktor. Für die neuen Mitglieder wurde der Name Ghuls ausgewählt. Der Sage nach plündert der Dämon Ghuls Gräber und frisst Leichen.27Diese mystischen Namen machen die Absicht deutlich, dass durch

[...]


1Vgl. Randel, Einband

2Logvinov

3Waldmann S. 16

4Vgl. Waldmann S. 16

5Waldmann S. 17

6Vgl. Waldmann S. 18

7Vgl. Waldmann S. 110

8Waldmann S. 110f

9Vgl. Waldmann S. 128

10Waldmann S. 130

11Vgl. Waldmann S. 130f

12Quent S. 136

13Claussen S. 1

14http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/213678/was-ist-eigentlich-rassismus

15https://www.wasistwas.de/archiv-geschichte-details/das-ende-der-sklaverei-in-den-usa.html

16http://www.deutschlandfunk.de/50-jahre-gleichberechtigung-die-aufhebung- der.724.de.html?dram:article_id=290732

17Metzler Lexikon Religion S. 264

18Vgl. Jacob S. 246f

19Vgl. Jacob S. 238

20Jacob S. 239

21Vgl. Jacob S. 243

22Vgl. Randel S. 30

23Vgl. Randel S. 29

24Vgl. Jacob S. 243

25Jacob S. 240

26Vgl. Randel S. 32

27Vgl. Randel S. 35f

Details

Seiten
23
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668651081
ISBN (Buch)
9783668651098
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v414418
Institution / Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – Soziologie
Note
1,3
Schlagworte
ku-klux-klan beispiel terrororganisation

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