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Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

von Sarah Anouk Lehmann (Autor)

Hausarbeit 2018 18 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

II.Abbildungsverzeichnis

I.Inhaltsverzeichnis

1.Problemstellung: Umgang mit dem Begriff Wissenschaft

2.Quellen der Wissenschaft
2.1.Ausgewählte Quellen der Wissenschaft vor dem 20. Jahrhundert
2.2.Ausgewählte Quellen der Wissenschaft im 20. Jahrhundert

3.Das Wesen der Wissenschaft
3.1 Wissenschaftsdisziplinen
3.2.Begriffsdefinitionen
3.2.1.Quellen für Begriffsdefinitionen
3.2.2.Fazit zu Begriffsdefinitionen
3.3.Wertfreiheit
3.3.1.Begriffsdefinition
3.3.2.Beispiel
3.3.3.Fazit
3.4.Fazit zu dem Wesen der Wissenschaft

4.Systematik der Wissenschaft
4.1.Quantitative und qualitative Forschung
4.2.Deduktion, Induktion, Abduktion
4.3.Falsifikation
4.4.Paradigmen
4.4.1.Begriffsdefinition
4.4.2.Anwendung von Paradigmen
4.4.3.Fazit zu Paradigmen

5.Denkschulen
5.1.Begriffsdefinition
5.2.Beispiele für Denkschulen
5.2.1.Freiburger Schule
5.2.2.Frankfurter Schule
5.3.Fazit zu Denkschulen

6.Wissenschaftsstreit
6.1.Was ist Glyphosat und Gegenstand des Streits
6.2.Streitpositionen im Glyphosatstreit
6.3.Fazit zum Wissenschaftsstreit

7.Fazit

III.Literaturverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Ausgewählte Quellen der Wissenschaft vor dem 20. Jahrhundert

Abbildung 2 - Ausgewählte Quellen der Wissenschaft im 20. Jahrhundert

Abbildung 3 - Wissenschaftsdisziplinen

Abbildung 4 - Quellen für Begriffsdefinitionen

Abbildung 5 - Definitorische Merkmale

Abbildung 6 - Quantitative und qualitative Forschung

Abbildung 7 -Deduktion, Induktion, Abduktion

Abbildung 8 - Streitpositionen im Glyphosatstreit

1. Problemstellung: Umgang mit dem Begriff Wissenschaft

„Wer's nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er's klar sagen kann.“1 Karl Popper (1902-1994)

In nahezu allen alltäglichen Lebensbereichen und -situationen wird häufig auf wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgegriffen. Dabei wird der Begriff Wissenschaft oft in einem inflationären, verallgemeinernden Sprachgebrauch verwendet, der dem Wesen der Wissenschaft nicht gerecht wird. In den Medien werden häufig Beweisführungen und Behauptungen mit pseudowissenschaftlichen Formulierungen belegt. Aussagen wie „es ist längst wissenschaftlich bewiesen“ werden als faktische Begründungen angeboten, ohne dass relevante Hintergründe und Zusammenhänge in verlässlicher Weise vermittelt werden. So wird Berichten und Meinungen ein oft zweifelhafter wissenschaftlicher Anstrich verliehen mit der Gefahr, dass der Stellenwert wissenschaftlicher Erkenntnisse und Aussagen im Empfinden der Leser als erheblich abgenutzt und abgewertet registriert wird.

Die Kehrseitedieses Dilemmas ist, dasswissenschaftliche Erkenntnisse und Errungenschaften von den Expertinnen und Experten leider häufig in sprachlichen Sphären abgehandelt werden, welche die praktische Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit für den „Konsumenten“höchstunverdaulich oder gar unmöglich machen. Ganz im Sinne eines Zitats von dem ehemaligen kanadischen Premierminister Pierre Elliot Trudeau (1919-2000): „Nicht wenige Experten sehen ihre Daseinsberechtigung darin, einen relativ einfachen Sachverhalt unendlich zu komplizieren.“[2] Erschwerend kommt hinzu, dass „Wissenschaftsstreit“ die Aufnahme und die Verständlichkeit von Informationen erheblich kompliziert. Das Gebot der Verständlichkeit der Wissenschaft wurde auch von Karl Jaspers (1883-1969) formuliert. Für ihn war es ein Anliegen, seine Reden und Aufsätze möglichst offen und für alle Interessierten zugänglich zu gestalten.

Im Blick auf diese beiden Extreme möchte ich mit meiner Arbeit ganz im Sinn des Eingangszitats von Karl Popper mit einem strukturierten, ausgewogenen Überblick zu wesentlichen Aspekten und Wissenschaftsbegriffenzu einer differenzierten und verständlichen Betrachtung des Begriffs Wissenschaft beitragen.

Ich zeige ausgewählte Quellen, erläutere das Wesen der Wissenschaft, behandlewesentliche Aspekte zur Systematik, gehe auf Denkschulen und den Wissenschaftsstreit ein und schließe mit einem persönlichen Fazit.

2. Quellen der Wissenschaft

Die Frage: „Was ist Wissenschaft?“ hat über viele Jahrhunderte hinweg Philosophen und andere Denker beschäftigt. Sie haben die Grundsätze, die Methodik und Modelle geprägt und weiterentwickelt.Ihre Ausführungen bieten eine guteGrundlage für eine differenzierte Betrachtung.Die nachfolgende Darstellung (vgl. Abb. 1+2) umfasst dazu eine Auswahl namhafter Wissenschaftler mit jeweils stichwortartig ausgewähltenAngaben zu ihren wissenschaftlichen Aussagen, auf die im weiteren Verlauf meiner Arbeit eingegangen wird.

2.1. Ausgewählte Quellender Wissenschaft vor dem 20. Jahrhundert

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1- Ausgewählte Quellen der Wissenschaft vor dem 20. Jahrhundert

2.2. Ausgewählte Quellen der Wissenschaft im 20. Jahrhundert

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2- Ausgewählte Quellen der Wissenschaft im 20. Jahrhundert

Aus diesen Darstellungen geht hervor, dass die Geschichte und der Fortschritt der Wissenschaft in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess gewachsen und vielfältig durch unterschiedliche, mit einander konkurrierenden Auffassungen geprägt ist.

3. Das Wesen der Wissenschaft

3.1. Wissenschaftsdisziplinen

Bei der Recherche zur Ermittlung der wissenschaftlichen Disziplinen wird schnell deutlich, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Aussagen und Aufzählungen verwendet wird. Die folgende Darstellung bildet meines Erachtens eine häufig anzutreffende Gliederung ab (vgl. Abb. 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3– Wissenschaftsdisziplinen[3]

3.2. Begriffsdefinitionen

Wie kann man den Begriff Wissenschaft definieren? Es besteht eine sehr große Bandbreite zur Beantwortung dieser Frage. Wir stellen dabei fest, dass es je nach Quelle an einer eindeutigen und umfassenden Definition fehlt (vgl. Abb. 4)

3.2.1. Quellen für Begriffsdefinitionen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung4 - Quellen für Begriffsdefinitionen

3.2.2. Fazit zu Begriffsdefinitionen

Bei aller sprachlichen Verschiedenheit kann dennoch der Schluss gezogen werden, dass gemeinsame, verbindende definitorische Merkmale bestehen (vgl. Abb. 5).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 - Definitorische Merkmale

Als übergeordnetes Merkmal ist auch die Frage nach der Wissenschaftsethik, d. h. was ist ethisch erlaubt, zu berücksichtigen.Als Beispiel können hierzu die Restriktionen für die Forschung an menschlichen Embryonen in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Stammzellgesetz (StZG, 2002/2008) genannt werden.

3.3. Wertfreiheit

Eine weitere sehr wesentliche Anforderung an die Wissenschaftlichkeit ist die Wertfreiheit, auch als Wertneutralität bzw. Werturteilsfreiheit bezeichnet.

3.3.1. Begriffsdefinition

Laut Max Weber (1864-1920) soll Wissenschaft frei sein von persönlichen Wertungen. Was ist nun Wertfreiheit? Sie ist in der Wissenschaftstheorie die Anforderung an eine Aussage, frei von einer positiven oder negativen Stellungnahme, einer Aufforderung oder Vorschrift zu sein. „Man darf Aussagen nicht nur deshalb für richtig halten, weil sie dem eigenen Wertsystem entsprechen, bzw. nicht deshalb für falsch, weil sie dem eigenen Wertsystem nicht entsprechen[7].“

3.3.2. Beispiel

Ein Beispiel für die Bedeutung der Wertfreiheit im Allgemeinen finden wir auch als Prinzip in der journalistischen Berichterstattung. Hanns Joachim Friedrichs8 hat dazu die prägendeAussage gebildet: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache - auch nicht mit einer guten Sache (…)[8]

3.3.3. Fazit

Durch Wertfreiheit soll also in der Wissenschaft ein höchstmögliches Maß an Objektivität sichergestellt werden. Dazu ist jedoch einzuräumen, dass die Erfüllung dieses Erfordernisses grundsätzlich schwierig ist, da der Mensch als wertegebundenes Wesen im Lauf seiner Sozialisationbestimmte Werte verinnerlicht hat und damit nicht vollkommen wertneutral an eine Sache herangehen kann.

3.4. Fazit zu dem Wesen der Wissenschaft

„Wissenschaft ist ein methodisch geregeltes Erkenntnissystem“ und „‘Wissenschaftlich‘ wird eine Erkenntnis also alleine dadurch, dass sie auf Grundlage einer bestimmten Methode gewonnen wurde, die unabhängig von der forschenden Person ist“9. Die wissenschaftliche Forschung ist demnach eine methodisch geregelte Suche nach Erkenntnissenunter Verwendung unterschiedlicher Methoden und Verfahren.

[...]


1 URL: http://www.zitate.de/autor/Popper%2C+Karl+Raimund?page=2 (letzter Zugriff 10.12.2017)

2 URL: https://gutezitate.com/zitat/106568(letzter Zugriff 10.12.2017)

3 In Anlehnung an Stöhr, A., Moritz, M., Breyer, M, Wintersemester 2011/12: Werte Prinzipien und Kriterien der Wissenschaft und des Wissenschaftlichen Arbeitens - Grundfragen des wissenschaftlichen Arbeitens, Beuth Hochschule für Technik, Berlin

4 Knauers Lexikon, 1967, Lexografisches Institut München, 19. Band, S. 6539

5 Wahrig, G. Deutsches Wörterbuch, Bertelsmann Lexikon-Verlag Reinhard Mohn, Gütersloh 1968, S. 4033

6 URL: http://www.science-at-home.de/misc/wissenschaft/wissenschaftliche_methode_01.php (letzter Zugriff 10.12.2017)

7 https://de.wikipedia.org/wiki/Wertfreiheit (letzter Zugriff 10.12.2017)

8 Deutscher Journalist (1927-1995).Mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis fürFernsehjournalismus werden jährlich einmal Fernsehjournalisten ausgezeichnet, die in ihrer Arbeit Herausragendes geleistet haben.

Details

Seiten
18
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668662278
ISBN (Buch)
9783668662285
Dateigröße
571 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v415780
Institution / Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn – IUBH Internationale Hochschule
Note
2,0
Schlagworte
Deduktion Induktion Wertfreiheit Paradigmen Denkschulen Wissenschaftsstreit Quellen der Wissenschaft Abduktion Quantitative und qualitative Forschung

Autor

  • Sarah Anouk Lehmann (Autor)

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Titel: Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten