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Lese-Rechtschreib-Schwäche

Essay 2018 8 Seiten

Psychologie - Entwicklungspsychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Was versteht man unter einer Lese-Rechtschreib-Schwäche?
2.2 Die Unterscheidungen von LRS
2.3 Wie erkennt man eine Lese-Rechtschreib-Schwäche?
2.4 Prävention und Förderungsmaßnahmen

3. Fazit

Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Die folgende Ausarbeitung soll einen Einblick in das Thema der Lese- Rechtschreib-Schwierigkeiten, kurz LRS, geben. LRS ist das Synonym für LeseRechtschreib-Störung, Lese-Rechtschreib-Schwäche und Lese-Rechtschreib- Schwierigkeiten. In dieser Ausarbeitung wird zuerst LRS definiert, dann dargestellt unter welchen Bedingungen es sich um eine Lese-Rechtschreib-Schwäche handelt und was man im Allgemeinen darunter versteht. Dabei werden Ursachen unterschieden und genauer beleuchtet. Des Weiteren werden Möglichkeiten des frühzeitigen Erkennens und Fördermöglichkeiten erläutert.

2. Hauptteil

2.1 Was versteht man unter einer Lese-Rechtschreib-Schwäche?

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche wurde vom Schularzt Oswald Berkhan, im Jahr 1885 entdeckt. Seitdem versuchen Wissenschaftler aus aller Welt die Gründe für Legasthenie zu klären.

Von Lese-Rechtschreib-Schwäche wird gesprochen, wenn ein Kind das Lesen nicht in der dafür vorgesehenen Zeit oder nur unzureichend lernt.1 Bei LRS han- delt es sich nicht um das Verwechseln ähnlicher Schriftzeichen, sondern um die Anzahl der Fehler ,die ein Schüler im Verhältnis zu einem Schüler ohne Legasthe- nie macht.

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche kann verschiedene Ursachen haben. So sind sich Medizin, Psychologie und Pädagogik nicht einig über die Ursachen und die Fördermaßnahmen für LRS. Dennoch werden im Großen und ganzen drei Gründe unterschieden.

2.2 Die Unterscheidungen von LRS

Es gibt primäre und sekundäre Ursachen aus medizinischer und psychologischer Sicht, sowie tertiäre Ursachen aus sozialwissenschaftlicher Sicht. Bei einer primären Ursache handelt es sich um eine erblich bedingte Schädigung, während es sich bei der sekundären um eine neurobiologische Schädigung han- delt. Neuere wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass der Gesamtbeitrag der Genetik zum Ursachengefüge der LRS bei circa 50% - 60% liegen dürfte.2 Auch der Umstand, dass Jungen deutlich öfter von LRS betroffen sind, ist ein Indiz dafür, dass es biologische Einflussfaktoren gibt.3 Eine tertiäre Ursache für LRS stellt das soziale Umfeld des Kindes dar. Darunter fallen dann Faktoren, wie bei- spielsweise die Bildungsschicht der Eltern und der Stellenwert, den das Lesen in der Familie hat.

Sowohl die biologischen untereinander4, als auch biologischen und sozialen Faktoren, lassen sich nicht scharf voneinander trennen. Dennoch ist festzuhalten, dass es sich bei Legasthenie zwar um eine Teilleistungsschwäche des Gehirns handelt, aber dies keine Auswirkungen auf die Intelligenz des Menschen hat.5 Nichts desto trotz ist das frühzeitige Erkennen und Behandeln unabdingbar, um der Legasthenie entgegen zu wirken.

2.3 Wie erkennt man eine Lese-Rechtschreib-Schwäche?

Bei Kindern mit einer ausgeprägten Lese-Rechtschreib-Schwäche finden sich oft- mals Sprachentwicklungsverzögerungen im Vorschulalter.6 Auch Häufungen in ei- ner Familie stellen ein Indiz für eine mögliche Lese-Rechtschreib-Schwäche dar. Besonders auffällig ist im Grundschulalter die große Anzahl an Fehlern beim Schreiben. Insbesondere beim freien Schreiben von Aufsätzen. Aber auch Fehler in der Reihenfolge von Buchstaben und allgemeine Regelfehler, wie das Verdop- peln von Buchstaben und die Groß-/Kleinschreibung, treten vermehrt auf. Durchaus möglich sind auch Blockaden und körperliche Beschwerden, in Form von Bauch- und Kopfschmerzen, wenn das Thema auf die schriftlichen Hausauf- gaben fällt.7

2.4 Prävention und Förderungsmaßnahmen

Eine Prävention von LRS ist im Grunde genommen kaum möglich. Nach Weinhold und Fay ist es allerdings wichtig, frühzeitig der Schriftferne entgegenzuwirken. Das heißt, Kinder sollten nicht erst in der Schule die ersten Erfahrungen mit Schrift machen, sondern im Vorschulalter.

Ein wesentliches Ziel für Kinder im Grundschulbereich besteht darin, den Grund- wortschatz „ohne zu denken“ richtig schreiben zu können.8 Dieser Aspekt sollte demnach in der Grundschule im Vordergrund stehen. Wie auch schon bei der Ur- sachenforschung, gibt es dafür bei den Fördermaßnahmen verschiedene Ansätze und Theorien. Zwei Theorien werden im Folgenden vorgestellt. Der Ansatz über den Weg des Trainings der kognitiven Grundfunktionen, fördert in erster Linie auditive, visuelle und motorische Funktionen. Anhand dessen sollen Teilleistungsstörungen behandelt werden können.

[...]


1 Herne, Karl-Ludwig u. Löffler, Cordula: LRS: Schwierigkeiten erkennen - Fähigkeiten fördern. Seelze 2014. S.63

2 Herne, Karl-Ludwig u. Löffler, Cordula: LRS: Schwierigkeiten erkennen - Fähigkeiten fördern. S.67

3 Vgl. Weinhold, Swantje/Fay, Johanna: „Störung des Schriftspracherwerbs“. In: Maik Philipp (Hg.): Schriftspracherwerb und weiterf ü hrendes Lesen und Schreiben. Beltz Juventa 2017. S.125.

4 Mechthild, Firnhaber: Legasthenie und andere Wahrnehmungsstörungen. Wie Eltern und Lehrer Risiken frühzeitig erkennen und helfen können. 10. Auflage.Frankfurt am Main 2007. S.31.

5 Mechthild, Firnhaber: Legasthenie und andere Wahrnehmungsstörungen. S.31.4

6 Born, Armin u. Oehler, Claudia: Lernen mit Grundschulkindern. Praktische Hilfen und erfolgreiche Fördermethoden für Eltern und Lehrer. 2. Auflage.Stuttgart 2017. S.173.

7 Born, Armin u. Oehler, Claudia: Lernen mit Grundschulkindern. S.173.

8 Born, Armin u. Oehler, Claudia: Lernen mit Grundschulkindern. S.174.

Details

Seiten
8
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668740617
Dateigröße
379 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v417438
Note
Schlagworte
lese-rechtschreib-schwäche

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Titel: Lese-Rechtschreib-Schwäche