Lade Inhalt...

Sozialökologische Marktwirtschaft

Eine Alternative mit Chancen und vielen Fragezeichen

Fachbuch 2018 162 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Grundlegende Fragestellungen
- Sozialökologische Marktwirtschaft – eine zeitgemäße Antwort
auf bestehende Herausforderungen
- Verantwortung im Rahmen des Wirtschaftens
- Sozialökologische Marktwirtschaft und Ost-West-Differenzierung .
- Wirtschaften und Berücksichtigung regionaler Besonderheiten
- Unmittelbarkeit des Wirtschaftens
- Hemmnisse und Widerstände

Spezifische Einzelaspekte
- Grundwerte, ethisches Fundament und Kultur im Rahmen
Eines sozialökologischen Wirtschaftens
- Steuer- und Subventionspolitik .
- Finanzindustrie
- Globalisierung und internationale Verflechtung
- Soziales Gefüge mit Sicherheit und Nachhaltigkeit
- Umwelt und sozialökologisch-marktwirtschaftliche Ordnung

Ansatzpunkte für die Entwicklung .
- Sozialökologisch-marktwirtschaftliche Orientierung
und deren ethisches Fundament
- Wissenschaft und Initiativen
- Individuelle Ebene
- Gesellschaftliche Milieus und erforderlicher Zielkonsens
im Gemeinwesen
- Bilaterale und multilaterale Vereinbarungen
- Forcieren eines kritischen Dialogs

Weitere Bereiche von Bedeutung
- Auseinandertriften der Gesellschaft
- Bildung und Zuwendung
- Gesundheitliche und soziale Aspekte
- Abbau umweltschädigenden Verhaltens, Umweltschonung,
Nachhaltigkeit und Recycling
- Gestaltung des Zusammenlebens in und mit der Natur .
- Sinn statt Unsinn, langer Atem gegen die Hektik des Augen-
Blicks, flexible Zielausrichtung gegen ein gedankenloses
starres Festhalten

Gesamtzusammenfassung zum Thema „Sozialökologische Marktwirtschaft“ .

Anhang

Vorwort

Unsere wirtschaftliche und die gesellschaftliche Ordnung ist heute von vielfältigen Umbrüchen gekennzeichnet. Sie hat sich neuen Herausforderungen zu stellen, Ziele zu erreichen, Aufgaben zu lösen, Probleme zu überwinden und gleichzeitig das Bewahrenswerte zu bewahren. Inwieweit dies im bisheri­gen Rahmen geschehen kann, darüber gehen die Meinungen deutlich ausei­nander. Dabei führen Befürworter einer Öffnung, aber auch Verfechter eines Bewahrens durchaus nachvollziehbare Gründe ins Feld.

Aus unserer Sicht spricht vieles dafür, dass die Sicherung der Zukunftsfähigkeit in einem evolutionären Prozess zu erreichen ist. Dieser ist vor allem dann erfolgreich, wenn er sich schrittweise und hinreichend reflektiert vollzieht. Ein euphorisches unkritisches Aufspringen auf eine neue Entwicklung ist wohl ebenso problema­tisch wie ein hinterherhinken hinter einer sich vollziehenden Veränderung. Auf den rechten Zeitpunkt und das rechte Maß kommt es letztlich an.

Bei einer Weiterentwicklung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung in Richtung sozialökologische-marktwirtschaftlich geprägter Verhältnisse ist dies nicht anders. So bemühen wir uns ausgehend von grundsätzlichen Überlegungen und Fragestellungen sozialökologische Marktwirtschaft aufzugreifen, spezifische Einzelaspekte zu beleuchten, Ansatzpunkte für die Entwicklung anzusprechen und letztlich ergänzend weitere Bereiche von Bedeu­tung in den Blick zu nehmen.

Mit unserem Vorgehen soll eine Sensibilisierung für den aktuellen Stand der Gegebenheiten bewirkt, Problembereiche identifiziert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Dabei muss uns bewusst sein, dass dies nur den Auftakt für eine grundlegende Weiterentwicklung bilden kann. Ein vollständiges Durchdringen des Themenkreises kann zweifelsohne alleine schon deshalb nicht geleistet werden, da die Dinge auch weiterhin im Fluss sind und die Dynamik der Entwicklung uns angesichts der wechselseitigen Überlagerung von Wandlungsprozessen tendenziell sogar zu überfordern droht.

Dies darf uns jedoch nicht entmutigen, uns unserer gesellschaftlichen Mitver­antwortung zu stellen. Aus unserer Sicht ist eine sozialökologisch geprägte Marktwirtschaft in einer offenen Gesellschaft eine wünschenswerte Fortentwicklung bisheriger Ordnungsvorstellungen. Denn neben wirtschaftlichen Interessen kommen hier auch soziale Gesichtspunkte und die Bewahrung der Natur zur Geltung. Dies erweitert die Zielperspektive in einem erforderlich erscheinende Maße und strebt letztlich ein faires Gleichgewicht an.

Sozialökologische Marktwirtschaft bietet eine Alternative zu heutigen Verhältnissen. Sie eröffnet Chancen, mit ihr verbinden sich allerdings auch viele Fragen. Die vorliegende Arbeit soll dazu beitragen, ein Mehr an Klarheit zu schaffen und dazu anzuregen, die vor uns liegenden Herausforderungen anzuge­hen. Denn nur wer sich beherzt auf den Weg macht, hat die Chance letztlich am Ziel anzukommen. Und dieses Ziel lautet: Sicherung künftigen menschlichen Wohlbefindens in einer lebenswerten Umwelt.

All Jenen, die mich beim Erstellen der vorliegenden Publikation unterstützt haben danke ich an dieser Stelle herzlich. Dies gilt vor allem gegenüber dem GRIN-Verlag, aber auch anderen Gesprächspartnern, mit denen ich in Kontakt stand und stehe. Denn ohne Dialog und wechselseitigen Austausch gibt es keinen wünschenswerten Fortschritt, der uns gerade heute so wichtig erscheint. Möge die Veröffentlichung für Leserinnen und Leser eine echte Berei­cherung sein.

Fürth, im April 2018

Prof. Dr. mult. Alfons Maria Schmidt

Grundlegende Fragestellungen

Sozialökologische Marktwirtschaft – eine zeitgemäße Antwort auf bestehende Herausforderungen

Hinführung, Abgrenzung, Zielbestimmung

Im Zuge der Entwicklung hat sich die Wirtschaft in Deutschland von der Planwirtschaft über die freie zu einer sozialen Marktwirtschaft entwickelt. Dies erscheint unter Berücksichtigung der sich vollziehenden dynamischen Ver­ände­rungen und des stattfindenden globalen Wandels als ein Zwischenergebnis auf dem Weg zu einer sozialökologischen Marktwirtschaft. Denn nicht nur die Berücksichtigung sozialer Aspekte ist neben den wirtschaftlichen Interessen von Bedeutung, sondern auch die Bewahrung Umwelt als Lebensgrundlage.

Sich mit dieser Fortentwicklung auseinander zu setzen macht insoweit Sinn, will man hinreichend Vorsorge treffen und nicht zu einem Getriebenen der Verhältnisse werden. In einem kleinen Beitrag kann die Thematik natürlich nicht umfassend aufgearbeitet werden. Doch lassen sich im Rahmen einer grundsätzli­chen Betrachtung zumindest Impulse und hilfreiche Anregungen zur Refle­xion geben. Dies ist das erklärte Ziel der Bemühungen. Dem Einzel­nen bleibt es natürlich überlassen, über das Vorgestellte hinaus zu denken.

Wir betrachten nachfolgend bestehende Spektren, innerhalb denen Stellung zu beziehen ist, betrachten Zukunftssicherung durch Überwindung neolibe­raler Wirtschaftsweisen, wenden uns der Notwendigkeit der Wertbindung des Handelns zu, themati­sieren die Prä­ferenz für eine sozialökologische Ausgestaltung des Wirt­­schaftens und kommen schließlich auf die Rückge­winnung der politischen Gestaltungs­macht gegen­über mächtigen Parti­kular­interes­sen zu sprechen.

Sozialökologische Marktwirtschaft grenzt sich klar von einer planwirtschaftlicher Ordnung mit Präferenz für Fremdbestimmung, aber auch von einer freien und ungezügelten Marktwirtschaft zu Gunsten der Mächtigen und Einflussrei­chen ab. Sie setzt dem gegenüber auf eine aus ethischer Sicht verantwort­bare Marktwirtschaft, die neben den wirtschaftlichen Interessen den legitimen Interessen und Bedürfnissen der Mitmenschen sowie den Er­­fordernissen der Lebensum­welt Rechnung trägt.

Sinn und Unsinn, Gemeinwohlorientierung und Eigennutz, Verantwor­tung und emotional bestimmtes „Sich treiben lassen“

Wer Zukunftssicherung betreiben will, der ist gehalten, sich durch ein neues Denken mit den bestehenden Gegebenheiten und Perspektiven auseinander zu setzen. Er kommt allerdings nicht umhin anzuerkennen, dass Entwick­­lungen nicht nur in eine positive Richtung erfolgen können und daher immer wieder im Inte­resse von Mensch und Natur Korrekturen geboten erscheinen. Sie zu gestal­ten, ist Herausforderung in der Gegenwart. Sinn sollte hier vor Un­­sinn stehen, Gemeinwohlorientierung vor ungezügeltem Eigennutz und Verant­wortung vor emotional bestimm­tem „Sich treiben lassen“.

Eine negative Orientierung droht schließlich, sich letztlich zum Schaden des Gemeinwe­sens auszu­wirken und negative Auswirkungen auch für den Einzel­nen zu zeigen. In der Tat bedarf es einer hinreichenden Rechtfertigung von Macht­­gebrauch, zumal wenn dieser sich gegen legitime Interessen und Bedürfnisse von anderen richtet. Es findet insoweit eine Auseinandersetzung zwischen Ratio­nalität und emotional bestimm­ten Prä­ferenzen, zwischen einer Verantwortungs­­orientier­ung und einem Unter­werfungsanspruch statt.

Von entscheidender Bedeutung erscheint hier in erster Linie die Grundorientierung des einzelnen Men­­­schen und der gemeinschaftlich in der Gesellschaft eingebunde­nen Personen. Der Einzelne hat letztlich nicht nur für sich selbst Verant­wortung wahrzunehmen, er hat auch eine Mitverantwortung für andere. Andererseits wirkt die Gesellschaft auf den Einzelnen ein und auf dessen Erkennen und dessen Prägung in der ihm gegebenen Zeit. Wir erkennen hier eine Wechselwirkung zwischen Einzelnem und Gemein­­wesen.

Sinn, Gemeinwohlorientierung und Verantwortung gegen Unsinn, Eigennutz und einem emotional bestimmten „Sich treiben lassen“ kennzeichnet eine Grundauseinandersetzung, die Klarheit im Denken und Handeln einfordert – eine Klarheit, gegen die sich bislang Begünstigte tendenziell richten, um vorhan­dene Privilegien zum eigenen Vorteil zu bewahren. Sinn, Gemeinwohlori­entierung und Verantwortung sind miteinander verbun­den wie dies auch die negativen Erscheinungsformen sind.

Zukunftssicherung durch eine Weiterentwicklung neoliberaler Wirt­-

schaftsweisen

Die Absicherung künftiger Lebensverhältnisse hängt nicht zuletzt davon ab, dass wir offenkundige Realitäten in unsere Überlegungen einbeziehen und uns nicht in einer Traumwelt bewegen, die kurzfristiges Wohlbefinden gegen­über langfristigen Folgewirkungen präferiert. Aktu­elle neoliberale Tendenzen tragen letztlich den Keim einer de­­struktiv gestalteten Verhal­tensaus­richtung in sich, die angesichts sozialer Verwerfun­gen und des Aufbrauchens knapper Ressourcen zumindest langfristig auf uns zurückfällt.

Neoliberale Grundorientierung setzt auf die ausgleichenden Kräfte des Marktes. Ihm wird zugeschrieben, für Fairness und Gerechtigkeit zu sorgen. Diese Vorstellung ist allerdings an Voraussetzungen geknüpft, die in der bestehen­den Wirklichkeit nicht als gegeben unterstellt werden können. An dieser Stelle muss wohl nur auf die jeweilig bestehenden Machtver­hältnis­se, Abhängig­keiten und Handlungsspielräume hingewiesen werden.

Die Ideologie vom Vorzug der neoliberalen Wirtschaftsweisen lässt sich aus Sicht des Gemeinwohls kaum halten, führt sie doch zu einem Auseinandertrif­ten der Besitzverhältnisse und einem Schwinden des Bewusstseins von der sozialen Mitverantwortung im Rahmen des jeweilig Leistbaren. Grenzenlose Befreiung führt so zu einer Knebelung derjenigen, die nicht in der Lage sind, von dieser Befreiung zu profitieren, zumal mit erweiterten Handlungsmöglich­keiten die Gefahr der Verführung zum Missbrauch von Freiheit besteht.

Eine neoliberale Ordnung verweigert ein korrigierendes Eingreifen des Staates. Damit verschärft sich das Auseinan­dertriften der Lebensverhältnisse der Mitglieder einer Gesellschaft – eine Tendenz, die in der Vergangenheit beispiels­weise zur französischen Revolution geführt hat um zu einer Neuordnung der Verhältnisse zu gelangen. Eine organische Fortentwick­lung unter Berücksichtigung von Fairness und Gerech­tigkeit ist hier zweifellos zeitweiligen erupti­ven revolutionären Umbrüchen vorzu­ziehen.

Notwendigkeit der Wertbindung des Handelns und der begründeten Beschränkung von Freiheit

Wer Zukunftssicherung betreiben will, der kann wohl nicht nur auf ein wachsendes Wissen und technologischen Fortschritt setzen. Abgesehen von deren fraglicher umfassender Beherrschbarkeit besitzt die Wertbin­dung des Handelns herausragende Bedeutung. Sie setzt uns zwar Grenzen, öffnet dafür aber durch ein reflektierendes wertgebundenes Vorgehen neue Hori­zonte, die über den Tellerrand und den Tag hinaus prägende Kraft entfalten. Weni­ger kann auch Mehr sein, wenn die Richtung des Handelns stimmt.

Die Notwendigkeit reflektierten Vorgehens erwächst aus der erforderlichen Abwehr von Fehlorientierungen und unfairen Praktiken des Wirtschaftens. Diese besitzen einen für die Gesellschaft letztlich destruktiven Charakter, der die Be­­ziehungsverhältnisse der Menschen vergiftet. So zeigt sich, dass Konzes­sionen im Hinblick auf Wertbindung des Handelns für das Gemeinwesen unter dem Strich zu einem Vorteil wird. Die mit ihr verbundene Beschränkung der Freiheit ist allerdings jeweils hinreichend zu begründen.

Vorteile für das Gemeinwesen dürfen dabei nicht unter Vernachlässigung legitimer Interessen und Bedürfnisse von Einzelnen erzielt werden. Dass sich hier eine gesellschaftliche Auseinandersetzung ergibt und ein Konsens nur schwer zu erzielen ist, liegt auf der Hand. Schließlich fällt es wohl jedem schwer, Begünstigungen – auch wenn diese ungerechtfertigt sind – im Interesse des Ganzen aufzugeben und zurück zu stecken. Einsicht in die Notwendigkeit der Selbstbeschränkung ist hier wohl ein erster Schritt in die richti­ge Richtung.

Wertbindung des Handelns und begründete Beschränkung von Freiheit erwächst aus einer rationalen Herangehensweise an die gegebene Problematik. Menschen sind allerdings komplexe und nicht nur rational bestimmte Wesen. So wird man immer wieder neu versuchen müssen, Einsich­ten im praktischen Handeln wirksam werden zu lassen. Diese Herausforderung besteht zeitlich unbeschränkt. Widrigenfalls droht Schaden und eine Belastung von Gegen­wart und Zukunft.

Präferenz für eine sozialökologische Ausgestaltung ökonomischen Wirtschaf­tens

Eine sozial-ökologische marktwirtschaftliche Ausgestaltung des Wirtschaftens würde sowohl den wirtschaftlichen Interessen des Einzelnen und der Gesellschaft, den Bedürfnissen der Menschen und der Bewahrung der Lebensum­welt Rechnung tragen. Das Gleichgewicht in dieser Zielausrichtung wieder zu gewinnen und die Einseitigkeit pekuniärer Orientierung abzubauen kann hier ein Mehr an dauerhafter Lebensqualität schaffen und dies ist dem Gemein­wesen auch gegen den Widerstand von bislang Begünstigten zu wünschen.

Der Dreiklang der Ausrichtung auf wirtschaftliche, soziale und umweltbezogene Interessen führt dazu, dass eine drohende Einseitigkeit verhindert wird, alle legitimen Interessen und Bedürfnisse Berücksichtigung finden, aber auch die sozialen Beziehungsverhältnisse und das Klima des Gemeinwesens sich in einer heilen Umwelt ausgewogen gestalten. Insoweit erscheint die Präferenz für eine bedarfsgerech­te Weiterentwick­lung der Wirtschaftsordnung und das Ziehen von Konsequen­zen aus dieser Einsicht angezeigt.

Das Verfolgen wirtschaftlicher Ziele erscheint auch aus heutiger Sicht durchaus legitim und notwendig. Dabei soziale Erfordernisse nicht zu vernachlässigen trägt der Tatsache Rechnung, dass Erfolg und Rendite nur inner­halb von so­­zialen Beziehungsverhältnissen zu realisieren ist und Mitmen­schen ebenso Anspruch darauf haben, ihre legitimen Interessen und Bedürfnisse anstreben und verwirklichen zu können. Ferner gilt es für eine lebenswer­te Zukunft die Natur zu bewahren.

Ein sozialökologisches Wirtschaften ist insoweit ein langfristig angelegtes verantwortungsbewusstes Wirtschaften, das über den Tellerrand blickt und nicht auf die eigene Lebensphase beschränkt ist. Damit wird Fremdbestimmung, reine wirtschaftliche Erfolgsausrichtung, aber auch anderes einseitig ausgerich­tetes Han­­deln überwunden. Gerade mit Einbeziehung des Aspektes der Umwelt­verantwor­tung zeigt sich jene Langfrist­orientierung, die sich sowohl rational, aber auch theologisch fassen lässt.

Rückgewinnung politischer Gestaltungsmacht gegenüber mächtigen Parti­kularinteressen

Ein Verschieben der Gewichte vom Neoliberalismus hin zu sozialökologischen Wirtschaftsweisen wendet sich notgedrungen gegen derzeit mächtige Partiku­larinteressen, aber auch gegen Denkfaulheit und Verantwortungsverges­senheit. Ohne Rückgewinnung politischer Gestaltungsmacht ist ein ange­zeigt erscheinender Richtungswechsel kaum zu bewerkstelligen. Politik, Gesell­schaft und Natur dürfen letztlich nicht zu einer beliebig nutzbaren Manö­vriermasse für wirtschaftlichen Eigennutz werden.

Rückgewinnung von Gestaltungsmacht steht hier für ein Gleichgewicht der Kräfte, eine Berücksichtigung aller legitimen Interessen und Bedürfnisse. Wo Einzelne nicht in der Lage sind, ihre Rechte wahrzunehmen und Möglichkei­ten zu nutzen, hat Politik für den Vorrang der Gemeinwohlorientierung zu sorgen und damit den weniger Begünstigten ihren Anteil am wirtschaftlichen Erfolg zu sichern. Schließlich liegt im gemeinsamen Bemü­hen durch Nutzung unterschiedlicher Talente und Fä­higkeiten Gewinn für alle begründet.

Politisches Handeln ist gehalten, nicht nur die Kurzfristperspektive im Blick zu haben. Von Legislaturperiode zu Legislaturperiode zu denken verkennt die Folgewirkungen des Handelns. Man ist hier letztlich versucht, den sich ergeben­den Sachzwang aus bestehenden Gegebenheiten als Rechtfertigung anzugeben. Doch hinter den Gegebenheiten stehen jene Menschen, die durch ihre Entscheidungen Entwicklun­gen vorgeprägt haben, für die Verantwortung zu überneh­men ist.

Einsatz von wirtschaftlicher Macht, ausufernder Lobbyismus und ein Zurückdrängen der Gemeinwohlorientierung führt letztlich ins Abseits. Um aber politische Gestaltungsmacht zurückgewinnen zu können erscheint für das Handeln hinreichende Kompetenz bei den Entscheidungsträgern, ausreichende Einarbeitung in die zu gestaltenden Gegebenheiten und wahrgenommene Verantwortung unverzichtbar, aber auch die konsequente Abwehr von illegitimen Ansprüchen der Vertreter von Partikularinteressen.

Zusammenfassung, Reflexion, Ausblick

Wir haben uns im Rahmen unserer Betrachtung verschiedenen Einzelas­pekten zugewandt. Wir gingen ein auf

- Sinn und Unsinn, Gemeinwohlorientierung und Eigennutz, Verantwor­tung und emotional bestimmtes „Sich treiben lassen“,
- auf Zukunftssicherung durch eine Weiterentwicklung der aktuellen tenden­ziell neolibe­ralen Wirtschaftsweise,
- auf die Notwendigkeit der Wertbindung des Handelns und einer zu begründenden Beschränkung von Freiheit,
- auf die Präferenz für eine sozialökologische marktwirtschaftliche Ausgestal­tung wirtschaftlichen Handelns, sowie
- auf die Rückgewinnung politischer Gestaltungsmacht gegenüber mächti­gen Parti­kularinteressen.

Mit diesen Überlegungen sollte die Diskussion um die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft angeregt und unterstützt werden, auch wenn hier nicht ab­­­schlie­ßende Aussagen getroffen werden konnten. Das Nach­­den­­ken und der Austausch von Argumenten ist aber für sich genommen ein deutlicher Fortschritt, der nicht gering einzuschätzen ist. Wir machten uns immerhin auf den Weg. Sich den Herausforderungen zu stellen bietet schließlich die Hoffnung, neue tragfähige Antworten zu finden, die weiter führen.

Letztlich bedarf es eine Berücksichtigung sowohl wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Interesse, aber auch eines Gleichgewichtes von sich entfaltender Globalität und regionaler Verbundenheit. Globalisierung steht hierbei für internationale Verflechtungen in vielen Bereichen. Sie bietet unbestreitbare Vorzüge, bedarf aber der regionalen Ergänzung, Verbun­denheit und Identität. Letzt­ere nutzen auch die Vorzüge der Nähe, des Bewährten und der Sicherheit gebenden Heimat. Uns erscheint auch hier Ausgewogenheit angezeigt.

Die dabei zu vollziehende Gratwanderung stellt angesichts der laufend stattfindenden Ver­änderungen unabweisbar eine permanente Herausforderung dar. Sie anzunehmen zeugt von Reife, sie abzulehnen von Wirklichkeitsferne. Überzeugende Antworten zu finden lässt sich bei realistischer Betrachtung allerdings nur schrittweise erreichen. Doch eine Folge von kurzfristig erzielba­ren Zwischenergebnissen ist dem Warten auf den großen Wurf vorzuziehen, denn Annäherung an das Erforderliche in Zeiten von globalen Veränderungen kennzeichnet das durch Menschen jeweils Leistbare.

Bei zunehmender Komplexität und Dynamik der Entwicklung ist schließlich bei Wahrung der angemessenen Ausrichtung eine Konzentration auf das zentral Bedeutsame angebracht (didaktische Reduktion), nicht aber Detail­rege­lungen von Bürokraten. Regelungen und Freiraum stehen hier in Konkur­renz zueinander. Sozi­al­­ökologisches Wirtschaf­ten ist und bleibt da eine permanen­te Heraus­forderung. In ihr liegt Potential und Hoffnung für den Einzelnen und für die Gesellschaft hinsichtlich der Ausgewogenheit.

Regelungen > Ordnung, Klarheit, Orientierung,

statische Verankerung

Freiraum > Gestaltungs- und Anpassungsflexibilität,

dynamische Entwicklung

Verantwortung im Rahmen des Wirtschaftens

Will man Handeln in seiner vollen Tragweite begreifen, so kommt man nicht am Phä­nomen "Verantwor­tung" vorbei. Verantwortung impliziert dabei die Auf­­forderung, Antwort zu geben und einzustehen für indi­viduelles Tun und Unterlassen. Fachkräfte sind dabei ebenso gefordert, wie Führungskräfte, Unter­­nehmer ebenso wie abhängig Beschäftigte. Wir alle stehen hier in einer Bringschuld.

Welche Verantwortung tragen wir, und wem gegenüber? Was hat Verant­wortung mit Schuld zu tun? Worin liegt das Belastende bei Verantwort­lichkeitskonflikten? Und wie könne wir uns in Verantwortung den Herausfor­derungen stellen? Damit sollen sich nachfolgende Ausführungen befassen. Sie sollen uns zu einem Verhalten führen, das auch aus ethischer Sicht angemessen erscheint.

In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass nicht nur die Professionalität und die Legalität des Handelns bedeutsam sind, sondern auch deren Legitima­tion, die sich im Rahmen der Wertbindung erschließt. Diese Wertbindung schließt aus heutiger Sicht die Verantwortung gegenüber der Zukunft und künftiger Verhältnis­se ein, gegenüber den Mitmenschen und gegenüber der sonstigen Lebensumwelt.

Handlungstheoretische Verantwortungsstufen

Verantwortung gehört untrennbar zum Handeln, und Handeln ist jeweils persönlich zu rechtfertigen. Dies resultiert aus der Tatsache, dass "jeder (Mensch) .., der sein .. Handeln zielgerichtet selbst steuert, .. Normensubjekt (ist)" (Löwisch o.J., 18). Situativ gebunden ergeben sich dabei – wie bereits angedeu­tet drei handlungstheoretische Verantwortungsstufen - die Funktions­verantwortung, die Gemein­wohlverant­wortung und die Gewissensverant­wortung.

"Das Vertrauen in die Spezialistentätigkeit nährt sich aus der verantwortli­chen Wahrneh­mung der Funktion, so lange man für sie mitverantwortlich zeichnet" (ebd.,20). Ausfluss dieser Form von Verantwortung sind Berufs-, Standes- oder Zunftethi­ken, die ihren Ausdruck in (z.T. sankti­onsbe­wehrten) Ver­­haltenskodices finden. Typisches Beispiel hierfür wäre der "Hypokra­tische Eid" des Arztes – aber auch in weniger formalisierter Form verbinden sich Kom­­petenz, Arbeitsethos und Wertbewusstsein zu einer Profession, die im Gegenzug Anerkennung einfordert. Führungskräfte können z.B. nur dann mit Ge­­folgschaft bei mündigen Mitarbeiter(n/innen) rechnen, wenn sie die Breite und Tiefe ihrer Aufgaben in Funktions­verant­wortung wahrneh­men. Dies allei­ne reicht jedoch nicht aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1:

Handlungstheoretische Verantwortungsstufen

Quelle: selbst erstellt

„Das Recht gibt dem Handeln unter Gemeinwohlaspekten den Rahmen vor“ (ebd., 21). Recht ist dabei die kodifizierte Form des allgemein für richtig erach­teten. Durch aktive Rechtsgemeinschaft soll hier das Gemein­wohl gewährleistet werden. Unter der Prämisse der Übereinstimmung von Gemeinwohl und Recht dokumentiert damit legales Handeln eine Verantwortungshaltung sich und anderen gegenüber, für das Recht und für das Rechte im Recht. Fach- und Führungskräfte sind dabei wie alle Handelnden, an sich stetig fortentwickelnde Normen der Rechtsge­mein­­schaft gebunden.

Aber nicht nur das Recht gibt dem Handeln einen Rahmen vor, sondern auch die praktische Vernunft, die quer zur Zunftethik liegt und sich nicht in kodifiziertem Recht erschöpft. Sie wird gemeinhin unter dem Begriff Gewis­sensverantwortung des Handelnden erfasst. „Es ist das persönlich zu rechtferti­gende und zu verantwortende Handeln des Normensubjektes das, was zur Gänze Persönlichkeitskompetenz ausmacht“ (ebd., 21). Hier findet die transzendentale Dimension ihren unmittelbaren prak­­tischen Niederschlag.

Während Funktionsverantwortung und Gemeinwohlverantwortung externer und interner Kontrolle unterliegen, muss Gewissensverantwortung als intrapersonaler Vorgang (d.h. als ein in der Person liegender) Vorgang charak­terisiert werden. Dies fordert den Einzelnen, sich hinreichend mit der Legitimität seines Handelns auseinander zu setzen und ggf. aus ethischer Sicht erforderliche Verhaltensänderungen herbeizuführen.

Verantwortung und Schuld

"Verantwortung wird in der Philosophie definiert als das auf sich nehmen der Folgen des eigenen Tuns" (ebd., 22) und natürlich auch des Unterlas­sens. Menschliches Handeln ist damit untrennbar mit grundsätzlicher Verant­wortungshaftigkeit verbunden. Und diese Verantwortungshaftigkeit ist verknüpft mit menschlicher Unzulänglich­keit, begrenztem Wissensstand und Dynamik der Veränderung. Ungeachtet seines Tuns oder Nicht-Tuns befindet sich der Mensch mithin in der Falle des Schuldrisi­kos, in der Gefahr, Schuldig zu wer­­den vor der Funktions-, Gemeinwohl- oder Gewis­sensverantwortung, vor An­­­deren oder sich selbst. Dieses Risiko lässt sich nicht tilgen.

Ins öffentlichen Blickfeld tritt uns Risiko meist als Gefahrenrisiko. Bei dessen Betrach­tung sollte uns bewusst sein, dass der Eintritt eines Restrisikos stets das volle Risiko und das volle Gefährdungspotential mit sich bringt - auch, wenn ein Schadens­fall statistisch nur alle 10.000 Jahre erfolgen sollte. Schuld­­­risiko und Gefahrenrisiko sind letztendlich zwei Seiten einer Medaille, da aus dem Handeln oder Unter­lassen von Menschen Gefahren, und damit Risiken entstehen, die individuell zuzurechnen und zu verantworten sind.

Ethik als dreifach gebrochene Verantwortungshaltung muss sich am jewei­ligen Einzel­fall zeigen. Denn in der Situation des Handelns wird die Integra­tion der Verant­wortung konkret und die Schwerpunktsetzung für bestimm­te Verantwortungsstufen deutlich. In der aktuellen Situation kann z.B. Funktions- und Gemeinwohlverant­wortung die Gewissensverantwor­tung in den Hinter­grund drängen, oder umgekehrt. Der Einzelne ist hier zur Entscheidung berufen und verpflichtet.

Schuldigwerden kann – wie angedeutet – in zweifacher Form geschehen, in Form äußerer und innerer Schuld. Bei äußerer Schuld wird im Hegelschen Sinne "die Nega­tion des Rechtes durch rechtswidriges Handeln ... negiert durch Strafe. Damit ist quasi der Null-Zustand wiederhergestellt" (ebd., 24). Die als innere Schuld benannte moralisch-ethische Schuldzuweisung ist demgegenüber verbunden mit individueller Einsicht in die ethische Verfehlung und deren persönlichem Zugestehen. Sich-Schuldig-Sprechen-Können und Selber-Büßen-Wollen ist hier Bestandteil von Persönlichkeitskom­petenz.

Verantwortlichkeitskonflikte

Wie verhält es sich aber, wenn sich Legalität und Legitimität im Widerstreit be­­finden, wenn kodifiziertes Recht mit individuell Vertretbarem kollidiert? Niemand kann da dem Einzelnen das Abwägen der Verant­wortungs­stufen abnehmen können. Individuelles Entscheiden wird hier zu einem grundsätzli­chen Schul­­digwerden, ob nun im rechtlichen oder im ethischen Sinne. Wir stehen vor einem Dilemma.

Generell lässt sich jedoch festhalten, dass die Präferenz für ein individuell als legitim erachtetes Handeln, unter Vernachlässigung von Normen, als Konse­quenz das Tragen von Sanktionen nach sich zieht. Die Führungs­kraft, welche im Interesse der unterstellten Mitarbeiter Entscheidungen im Gegensatz zu den Vorgaben übergeord­neter Führungsebenen trifft, wird sich dafür vor eben diesen rechtfertigen müssen und für die getroffenen Entscheidungen ggf. Sanktionen zu tragen haben.

Auf der anderen Seite führt ein für nicht legitim erachtetes legales Verhal­ten zu psychi­scher Belastung. Nicht selten wird dies jedoch unter Hinweis auf die Rechtmäßigkeit verdrängt. Das individuelle Gewissen sieht hier zumeist klarer. Innere Schuld kann jedenfalls nur in bewusster Auseinan­dersetzung aufgearbeitet werden, und bewusste Auseinandersetzung mit innerer Schuld führt häufig zu einem ver­änderten Sozialverhalten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2:

Drohende Zielkonflikte

(selbst erstellt)

Inwieweit innere Schuld belastet, das kann nur individuell beantwortet werden. Es sollte jedoch zu denken geben, dass subjektiv empfundene unbe­wältigte Schuld durchaus in der Lage ist, einen Menschen zu zerbre­chen. Die Stärke des mündigen Menschen liegt da in der Erkenntnis des untilgbaren Schuldrisi­kos, seiner Annahme und in der Kraft zu angemessenem Umgang mit den situations­gebundenen Herausforderungen, einschließlich der Verar­beitung von Schuld.

Bewältigung der Herausforderung

Zur Bewältigung der Herausforderung bedarf es einer Verantwortungsbil­dung durch "ethische Diskursführung". Dies ist die ernsthaft betriebene "argumentative ethische Auseinandersetzung, ... aus Anlass notwendiger Folgen­abschät­­zungen beabsichtig­ten Handelns, um Glaubwürdigkeit und Vertrauens­würdigkeit zu gewinnen" (ebd., 54) und mit sich "im Reinen" zu sein. Eine sol­­che ethische Diskursführung muss rechtzei­tig im Vorfeld von Entschei­dungen einsetzen, um nicht in den Zugzwang notwendi­­ger Ad-hoc-Entschei­dungen zu geraten.

Die Rückkehr zu moralischen Werten und die Orientierung am Gemein­wohl, also die bewusst wahrge­nommene Verantwortung sich und anderen gegen­über, ist mittlerweile wichtiger Diskussionspunkt und Ziel der Erneuerung der Ökonomie mit dem Ziel der Abkehr von der ungezü­gelten Gier nach Geld" (Piper 1992, 31). Hier wurde erkannt, dass das morali­sche Gefüge die notwendige Grundlage für humanes Agierens darstellt. Ein am Ideal des "homo oecono­micus" orientiertes Verhalten führt in der Konse­quenz langfristig doch nur zu ernstem Schaden (vgl. ebd.).

Durch ethische Diskursführung und ernsthaftes Abwägen lässt dieser Schaden sich vermeiden. Durch ethische Diskursführung lässt sich bei allen vorhandenen Schuldrisiken den Heraus­forderungen und den Mitmenschen angemessen begegnen. Durch ethische Diskurs­führung kommt der Einzelne zu den im Rahmen des Möglichen wirklich vertret­baren Lösungsansätzen. Dies sind wir als angehende oder aktiv tätige Eliten uns und unserer Verantwortung schuldig.

Zusammenfassung, Reflexion, Ausblick

Im Zuge sozialökologischen Wirtschaftens gewinnt Verantwortung an Bedeutung. Diese bezieht sich nicht nur auf den ökonomischen Erfolg des Handelns, sondern auf stets langfristig ausgelegte Professionalität, Legalität und Legi­timi­tät.

- Professionalität stellt darauf ab, das jeweilige Handeln „richtig“, also nach dem Stand der fachlich vorhandenen Erkenntnisse auszuführen,
- Legalität fordert ein, sich im Rahmen der gemeinwohlorientierten Rechtsordnung zu bewegen und
- Legitimität verweist auf die notwendige ethische Bindung. Sie ordnet kurzfristigen Renditeerwartungen der Wertbindung unter.

Dass sich aus dieser dreifach bestehenden Verantwortung Zielkonflikte ergeben können, liegt auf der Hand. Gefordert ist da die bewusste und reflektier­te Entscheidung des jeweilig Handelnden. Wenn im Handeln sich kurzfristige und langfristige Auswirkungen einander diametral gegenüberstehen, so erscheint jenseits emotionalem kurzfristigen Erfolgsstrebens die Einbeziehung der rational ansatzweise fassbaren Konsequenzen für die Zukunft unverzichtbar.

Das Schuldrisiko aus einer Fehlentscheidung und Fehlhandlung lässt sich letztlich nicht tilgen. Es ist insoweit vom Einzelnen anzunehmen. Hinreichendes Reflektieren und daraus begründetes Handeln kann das vorhandene Risi­ko allenfalls mindern. Im Laufe der Zeit gewonnene erweiterte Einsichten lassen immerhin die Möglichkeit zu, erforderlich erscheinende Korrekturen vor­­zunehmen.

Schließlich zählt nicht nur die Gewinnerwirtschaftung, sondern auch der Sinn, der hinter dem Handeln steht. Gewinn ist für sich genommen kein hinreichender Selbstzweck. Der Gewinn findet seine Legitimation schließlich erst in der Gewinnver­wendung, die es aus ethischer Sicht zu hinterfragen gilt und die einer Rückbindung zum Gemeinwesen und zum jeweiligen Gemeinwohl bedarf, also einer gewissen Beschränkung unterliegt.

So ist der Einzelne im Rahmen seiner Zuständigkeit, Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten gefordert, wie auch die Gesellschaft über ein ver­ändertes Wertbewusstsein insgesamt. Ansonsten setzt sich eine Abwärtsspirale, gekennzeichnet durch Raubbau an der Natur und ungerechtfertigten sozialen Ungleichge­wichte fort. Dies aber zerstört langfristige Zukunftsfähigkeit und diese Zerstörung zu verhindern gebietet schlicht die Vernunft.

Sozialökologische Marktwirtschaft und Ost-West-Differenzierung

Hinführung, Abgrenzung, Zielbestimmung

Ost und West innerhalb der Bundesrepublik Deutschland ist noch immer dabei zusam­menzuwachsen. Und dieses Zusammenwachsen muss im Hinblick auf die Zukunft erfolgen. Dabei sind sowohl die sich ergebenden Herausfor­derungen zu berücksichtigen, als auch die unterschiedlichen Ausgangssituatio­nen in den die einzelnen Teile des Landes stehen. Wenn wir ein sozialökologisches Wirtschaften anstreben, dann hat dies für die 1989 vereinigten Teile Deutschlands letztlich eine durchaus voneinander abweichende Bedeutung.

Dem nachzuspüren macht insoweit Sinn, da sich aus der Differenziertheit Konsequenzen für den Prozess der Weiterentwicklung des Gemeinwesens ergeben, die zu vernachlässigen sich verbietet. Wir betrachten insoweit im Zusam­menhang mit sozialökologischem Wirtschaften die östliche Befindlichkeit als Ausgangspunkt in den neuen Bundesländern und die westlichen Gegeben­heiten als einen Gegenpol, kommen auf die Notwendigkeit der Einbindung und der gemeinsamen Ausrichtung zu sprechen und suchen Ansätze zum wechselsei­tigen Verständnis und zu positiver Ent­­wicklung zu finden.

Dies soll dazu beitragen, in einem fortlaufenden Entwicklungsprozess fair und gerecht zusammen zu wachen und ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit, Verständnis und gesellschaftlichem Frieden zu erreichen. In der Tat ist dies auch ohne die Weiter­entwicklung des Gemeinwesens zu einer sozialökologisch geprägten Heimat eine echte Herausforderung, die Hoffnung und Vertrauen in das Gelingen nötig hat. Hoffnung und Vertrauen zu stärken ist denn auch den gesellschaftlichen Eliten auf­­gegebene Pflicht.

Östliche Befindlichkeit als Ausgangspunkt in den neuen Bundesländern

Wenn wir auf die östliche Befindlichkeit in Deutschland blicken, so ist hier auf die durch den Systemwechsel erforderlichen Veränderungen, als auch auf die von den Einzelnen geleistete Neuorientierung hinzuweisen. Dass dies eine erhebliche Belastung darstellte und Überforderung einzelner nachvollziehbar erscheinen lässt, ist ein Faktum und eine zu überwindende Gegebenheit. Dies wird uns bei realistischer Betrachtung noch längere Zeit beschäftigen.

Aus statischen Verhältnissen in eine dynamische Lebensumwelt katapultiert zu werden schürt schließlich Unsicherheiten und Verlustängste, gerade dann, wenn die Zumutungen übergroß waren. Doch ist hier festzuhalten, dass eine unmittelbare Angleichung der Lebensverhältnisse bei so großen Diskrepanzen und langen Zeiten der Differenziertheit naturgemäß Zeit benötigt. Immerhin ist darauf zu verweisen,

- wie die wirtschaftlichen Verhältnisse im Beitrittsgebiet vor der Vereinigung waren,
- was in der Zwischenzeit durch Leistungen in Ost und West bereits geschafft wurde,
- wieviel Transferleistungen aus dem Westen in den Osten geflossen sind und was sich daraus für zurückliegende Teile im Westen ergeben hat,
- welche Konsequenzen sich aus dem Beitritt für das nun vereinigte Land ergeben und
- wie dieses sich heute bereits im Vergleich mit anderen Ländern trotz bestehender Defizite darzu­stellen in der Lage ist.

Von Seiten des Westens gilt es die Lebensleistung im Osten unter anderen gesell­schaftlichen Gegebenheiten und widrigen Umständen anzuerkennen und zur konstruk­tiven Mitgestaltung des Landes zu ermutigen. Dies geschieht, wenn auch nicht immer in ausreichendem Maße. Es ist das gemein­same Land, das es fortzuentwickeln gilt, auch wenn man von den vielfältigen zurückliegenden Veränderungen bereits genervt ist und sich – wohl verständlich und nachvollziehbar – eine Phase der Geruh­samkeit wünscht.

Da wird man wohl auch darauf hinweisen müssen, dass man mit dem Beitritt sich nicht das Recht erworben hat, Rosinen zu picken. Man wird den ganzen Kuchen schlucken müssen. So gilt es Mut zu fassen, Schwachstellen zu eliminieren und Fortschritt im positiven Sinne zu generieren. Dazu zählt auch angesichts bestehender Globalisierung die Fortentwicklung unseres Wirtschaftssystems von der sozialen zu einer sozial­ökologischen Marktwirtschaft, die sowohl im Osten wie auch im Westen eine verbesserte Zukunft schaffen soll.

Sich Sündenböcke zu suchen führt bekanntlich nicht weiter. Ein solches Verhalten trifft in erster Linie die noch stärker benachteiligten Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, aufgrund kultureller Unterschiede Anpassungspro­bleme haben und auf Solidarität und Mitmenschlichkeit hoffen. Würden wir dem nicht gerecht werden, so gäben wir letztlich die Grundsubstanz der gesellschaft­lichen Identität und die Werteordnung des Gemeinwesens auf. Der Kampf Jeder gegen Jeden würde sich sodann zu Lasten von vielen verstärken.

Westliche Gegebenheiten als Gegenpol

Im Westen des Landes ist die empfundene Realität von partiell anderen Eindrücken geprägt. Dies ist einerseits zurückzuführen auf eine abweichende Entwicklung in der Nachkriegszeit, andererseits auf eine verinnerlichte Öffnung, verankerte Liberalisierung und Flexibilität. Die bisherige Entwicklung verlief im Gegensatz zum Osten des Landes schrittweise und nicht in einem großen Schritt. Dies gab dem Einzelnen mehr Zeit, die mit diesen Veränderungen verbundenen zwangsläufigen Belastungen besser zu verarbeiten.

So hat sich hier ungeachtet der früher bestehenden gemeinsamen Geschichte ein eigenes Selbstverständnis herausgebildet, das sowohl Licht- wie auch Schattenseiten aufweist.

- Positiv erscheint die Aufgeschlossenheit für Veränderungen und das Neue, das zwar Chancen bietet, sich nicht immer aber als gesellschaftlicher Gewinn erweist. Mit der Aufgeschlossenheit ist letztlich die erforderliche Bereitschaft verbunden, dazu zu lernen und nicht stehen zu bleiben.
- Negativ erscheint im Zuge des sich ausbreitenden Neoliberalismus die partielle Rückentwicklung von der sozialen zur freien Marktwirtschaft, das gegebene Auseinandertriften des Sozialgefüges, die Verrohung der Sitten und ein zum Teil ausufernder Egoismus mit Rückzug ins Private.

Chancen zu nutzen und Gefahren abzuwehren ist angesichts der sich ausbrei­­tenden Komplexität der Verhältnisse und bürokratischer Verfahrensweisen, die in aller Regel vergangenheitsbezogen gestaltet sind, höchst schwierig. So zeigen sich Gewinner und Verlierer und das gemeinsam Verbindende schwindet – sowohl innerhalb des Westens, wie auch zwischen dem Westen und dem Osten des vereinigten Landes. Da wird man wohl von den Erfahrungen der Mitbürger im Osten lernen müssen und das Verbindende zu betonen haben.

Besitz ist bei weitem nicht von entscheidender Bedeutung hinsichtlich des jeweiligen gesellschaftlichen Status, der empfundenen Zufriedenheit, des erlangten Wohlbe­findens und der Zukunftsfähigkeit eines Menschen. Weniger kann durchaus Mehr sein, wenn die übrigen Rahmenbedingungen im Leben stimmen und vorhandene Ansprüche und Erwartungen sich realistisch gestal­ten. Hier taucht unweigerlich die Sinnfrage auf, die angesichts der gesellschaftlichen Differenziertheit im Westen wohl nur schwer zu beantworten ist.

Im Hinblick auf eine Fortentwicklung der Wirtschaftsordnung zu einem sozial­ökologischen Wirtschaften stehen sich zumindest zwei gesellschaftliche Gruppierungen gegenüber – die im Rahmen der bestehenden Verhältnisse Begünstigten, die eine Veränderung der Vorrangstellung zu verhindern suchen und die weniger Begünstig­ten und Benachteiligten, die kaum Einfluss und Entscheidungs­macht besitzen und insoweit eher Opfer der Verhältnisse und Gegebenheiten sind.

Notwendigkeit der Einbindung und gemeinsamen Ausrichtung

Beide Teile der Bundesrepublik benötigen eine gemeinsame Vision hinsichtlich der zu gestaltenden Zukunft. Das Erzielen von gesellschaftlicher Einheit und die Wahrung regionaler Besonderheiten sind dabei gleichzeitig zu berücksich­tigen. Ohne Einbe­ziehung der differierenden Vergangenheit wird dies wohl nicht zu bewerkstelligen sein. So ist ein tragfähiger Konsens über das gesell­schaftlich Wünschenswerte herzustellen, der alle legitimen und verantwort­­baren Interessen und Bedürfnisse hinreichend berücksichtigt.

Dabei gilt, dass Liberalität ohne Fairness und Chancengleichheit den langfris­tig wirksamen Keim der Abwehr und der Zerstörung in sich trägt. Entschei­dend ist nicht zuletzt, dass hier nicht einfach das dem Einzelnen formal Mögliche zählt, sondern die faktisch für ihn bestehenden Realisierungschancen. Dies verbindet Menschen sowohl im Osten, wie auch im Westen der Republik. Beide sind in die Entwicklung der Gegebenheiten einzubeziehen und beide bedürfen einer gemeinsamen Ausrichtung, die erfolgversprechende Perspekti­ven bietet.

Über die Einbeziehung in die Entwicklung der Gegebenheiten eröffnen sich Verständnis hinsichtlich der Vorgänge, Möglichkeiten zur Teilhabe und zur Beeinflussung des Geschehens, aber auch Erfolgserlebnisse, die Zuversicht in die Bewältigung der Herausforderungen und Mut zum Handeln erwachsen lassen. Dies verändert das soziale Klima und die Bereitschaft zu konstruktiver Zusammenarbeit zum Positiven hin. Gerade dies erscheint in einer Zeit dynamischer Veränderungen als unverzichtbare Notwendigkeit.

Eine gemeinsame Ausrichtung stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Es verstärkt damit die Einbindung, vermittelt Sinn und ein Erkennen von Erfordernissen. Hier wirkt schließlich, dass im Miteinander und der damit verbundenen Bündelung unterschiedlicher Ideen, Kompetenzen und Erfahrun­gen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit liegt, erfolgreich zu sein. Dies sollte sich letztlich auch für alle auszahlen, damit relative Zufriedenheit sich einstellt und deren Gegenteil abgewehrt wird.

Sowohl in Ost und West ergaben sich in den letzten Jahrzehnten erhöhte Anfor­derungen an die einzelnen Mitmenschen. Angesichts der divergierenden Ausgangslagen und Befindlichkeiten führte dies im Hier und Jetzt zu abweichender Belastung. Daher erscheint es angemessen auf die bestehende Differen­zierung hinreichend einzu­gehen.

- Im Osten des Landes bedeutet dies eine Einbeziehung des faktisch erhöht beste­henden Veränderungsdrucks, sowie der empfundenen Belastungen und Unsi­cherheiten angesichts der bereits erfolgten raschen und gravierenden Umwälzun­gen, im Westen bedeutet dies eine erforderliche Rückbesinnung auf das zu bewah­rende Gemein­wohl, auf unveräußerliche Grundwerte und die Zügelung des krassen Egoismus gerade in Gesellschaftsschichten mit Gestaltungsmacht.

Es gilt letztlich ungeachtet auch negativer Folgewirkungen aus der Globalisie­rung ein Auseinandertriften der Gesellschaft und ihrer Teilelemente zu verhin­dern. Sie würde vor allem die weniger Begünstigten und die Benachtei­ligten treffen, den sozialen Frieden in Gefahr bringen und damit eine Abwärtsspirale in Gang setzen, die letztlich fast alle zu Verlierern machen und die interna­tionale Konkurrenzfähigkeit beschä­digen würde. So erscheint eine Bändi­gung des partiell vorhandenen emotionalen Empfin­dens durch hinreichende rationale Reflexion und Vermittlung von Einsichten angezeigt, damit die Gege­benheiten und Entwicklungen nicht aus dem Ruder laufen.

Ansätze zum wechselseitigen Verständnis und positiver Entwicklung

Ungeachtet der offenkundigen Diskrepanzen, dem teilweise bestehenden Unver­ständnis und einer gewissen Fremdheit bedarf es tragfähiger Ansätze zur Bewältigung der sich sowohl für Ost und West ergebenden gemeinsamen Herausfor­derun­gen. Sie können letztlich zu einem erforderlichen Zusammenwachsen bei gleichzeitig vorhandener gegenseitiger Achtung von gewachsenen Unterschieden und Beson­derheiten bei­­tragen. Sie können dabei allerdings sowohl für den Einzelnen einerseits Last, andererseits aber auch Bereicherung sein.

Gerade in der Bündelung von Stärken liegt Hoffnung, die fortlaufend auftre­tenden He­­rausforderungen ungeachtet der sich ergebenden Probleme gemein­sam zu meistern.

- Gemeinsam muss dabei sein, das Vertrauen in die Bewältigung der Zumu­tungen zu stärken,
- ein wechselseitiges Verständnis durch Wissen über die jeweiligen anderen Befind­lichkeiten aufzubauen,
- eine im Konsens erarbeitete gemeinsame Zielorientierung zu schaffen und diese fest zu verankern,
- positive Teilschritte auf dem Weg zu einer positiv veränderten Wirklichkeit zu gestalten,
- auf die Menschen konsequent zuzugehen und hinreichende Überzeugungsarbeit zu leisten,
- drohenden und eintretenden Überforderungen von Teilen der Bevölkerung vorzu­beugen, sowie
- ihnen in dem sich vollziehenden schrittweisen Veränderungsprozess verlässlich beizuste­hen.

Spezifische Ansatzpunkte ergeben sich aus den unterschiedlichen Gegebenhei­ten in den einzelnen Regionen und aus den differierenden Befindlichkeiten. Sie dürfen nicht einfach mittels bürokratischen Festlegungen und Maßnahmen, die am grünen Tisch getroffen wurden, quasi in Form ei­­ner Gängelung und Gleichschaltung, übergangen werden. Neben einer ehrlichen Vermittlung von Einsichten und Bildung eines tragfä­higen Vertrauens wird hier das Schaffen von Akzeptanz bei den Betroffenen zu einem entschei­denden Moment für den anzustrebenden Erfolg.

Im Blick auf eine sozialökologische Marktwirtschaft muss hier eine Langfristper­spektive greifen. Diese hat legitime wirtschaftliche Interessen mit den Erfordernissen von Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit, aber auch der Bewahrung der Lebensumwelt für nachwachsende Generationen auszusöhnen. Dies wird wohl nicht ohne Abstriche und eine Abkehr von bisher gewohn­ten Verhaltensweisen möglich sein. Doch lässt sich die erreichte Lebens­qualität durchaus auch unter veränderten Rahmenbedingungen sichern und erhalten.

Aktuell fehlt an vielen Stellen sowohl die erforderliche Einsicht, das notwendige Vertrauen, die unverzichtbare Akzeptanz, aber auch die Bereitschaft, sich auf politisch gesteuerte Veränderungen einzulassen, die nicht hinreichend kom­­muniziert wurden. Diese Veränderungen werden nicht selten als eine weitere Verschlechterungen der beste­henden Gegebenheiten wahrgenommen. Darin zeigt sich eine Kluft zwischen den Entscheidungsträgern und den Betrof­fenen, die es zu überwinden gilt.

Zusammenfassung, Reflexion, Ausblick

Im Hinblick auf eine sozialökologisch-marktwirtschaftliche Fortentwicklung des Wirtschaftens in Deutschland gilt es,

- die Einsicht in die Notwendigkeit zur Fortentwicklung des Gemeinwesens allen Orts zu stärken,
- sich die unterschiedlichen Ausgangssituationen in Ost und West bewusst zu machen,
- die Einbindung aller zu fördern und eine gemeinsame Ausrichtung zu forcieren, aber auch
- Ansätze zur Bewältigung der Herausforderungen zu schaffen und deren Umsetzung konsequent zu verfolgen.

Dabei erscheint notwendig, neben den vorhandenen wirtschaftlichen Interessen sowohl die Chancengleichheit und die soziale Gerechtigkeit stärker zu berücksichtigen, als auch die Bewahrung der Lebensumwelt für nachwachsende Generationen. Die Welt verträgt nun einmal nur ein gewisses Maß an Raubbau und der Gefährdung des sozialen Friedens und eine wachsende Un­­gleichheit macht letztlich langfristig betrachtet keinen Sinn. Da lassen sich wohl nur im Rahmen einer gemeinsamen Anstren­gung Perspektiven schaffen, die uns voranbringen.

Man wird bei dem erforderlichen Umbau zu einer sozialökologischen Marktwirtschaft wohl allerdings nicht im Alleingang voranschreiten können. Insoweit sind internatio­nale Aspekte mit zu bedenken. Es gilt insoweit, Fehlentwicklungen der Globalisierung zu stoppen und einen fairen Ausgleich der differierenden Interessen und Notwendig­keiten – auch und gerade mit der Vielzahl an Entwicklungs- und Schwellenländern – hin zu bekommen. Ohne sie und die sinnvoll zu nutzenden der Rohstoffe wird die Fortentwicklung der Wirtschaftsordnung kaum gelingen können.

Das traditionelles Denken und Handeln hat uns zum jetzigen Stand der Entwick­­lung gebracht. Es hat Erfolge generiert, aber auch langfristigen Schaden verursacht. Mächtige Partikularinteressen und deren zentrale Berücksichti­gung im Rahmen von verstärkten Einflussnahmen über einen öffentlichkeits­vermeidenden Lobbyismus sind künftig wohl nicht der angezeigte Weg. Gemeinsames Bemühen um faire Entwicklung und Bündelung der unterschiedlichen Kräfte im Interesse des Gemeinwohls aber schon.

Letztlich muss sich Jede und Jeder in dieser Entwicklung hinreichend berücksichtigt finden damit die Tragfähigkeit der Maßnahmen erwächst und relative Zufriedenheit sich einstellen kann. In der bewussten Fortentwicklung unserer Wirtschaftsordnung zu einer sozialökologisch verpflichteten Gemeinschaft ergibt sich Zukunftsfähigkeit. Wirtschaftliche Interessen, soziale Erfordernisse und die Bewahrung der Schöpfung gilt es nicht nur deklaratorisch zu fordern, sondern mit Leben zu füllen. Dabei bestehen derzeit noch erhebliche Baustellen, die der Fertigstellung harren.

Wirtschaften und Berücksichtigung regionaler Besonderheiten

Hinführung, Abgrenzung, Zielbestimmung

Sozialökologisches Wirtschaften als grundlegende Ausrichtung hat neben der Zielper­spektive und der Ost-West-Differenzierung auch regionale Besonderheiten zu berücksichtigen. Dies gilt alleine schon aufgrund der Tatsache, dass die vor Ort anzutreffenden Gegeben­heiten zum Teil erheblich voneinander abweichen. Regionale Besonder­heiten können dabei vielfältige Ursachen haben. Sie können auf eine differie­rende Kultur zurückzuführen sein, aber auch aus örtlichen Besonderheiten resultie­ren.

Dass diese im Vergleich ersichtliche Vielfalt ihrerseits zu Folgewirkungen führt und ge­­führt hat, erscheint als eine natürliche Erscheinung. Schließlich war man auch frü­her daran interessiert, vor Ort vorhandene Möglichkeiten zu nutzen um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Zielvorstellungen und Ausgangslagen sind damit Eckpfeiler von denen auszugehen ist und es erscheint angemessen, unter Berücksichtigung dieser zentralen Eckpfeiler einen gangba­ren und vernünftigen Weg zu konzipieren.

Unser Bemühen in diesem Beitrag ist daraufhin ausgerichtet, diesem gangbaren Weg nachzuspüren und für den zu beschreitenden Weg zumindest ein Mehr an Klarheit zu schaffen. So gehen wir nachfolgend ein
- auf die bestehende Tatsache von vorhandenen regionalen Besonderheiten und Unter­schieden,
- kommen darauf zu sprechen, dass es differenzierter Antworten im Rahmen eines Gesamtkonzeptes bedarf,
- dass ein überzeugendes Gesamtkonzept in wahrgenommener Verant­wortung zu entwickeln ist und
- trotz vorhandener regionaler Besonderheiten ein sozialökologisches Wirtschaf­ten als über­­zeugende und zukunftsträchtige Antwort auf bestehende Heraus­­forderun­gen erscheint.

Ein sozialökologisches Wirtschaften und die Berücksichtigung regionale Beson­der­­hei­­ten stellen aus unserer Sicht keine unüberwindliche Hürde dar, verlangt aller­dings Sensibilität und Überzeugungskraft, damit das Bewahrenswerte bewahrt wird und der erforderliche Wandel eine Chance erhält, damit nicht unreflektiert an Tradi­tionen festgehalten und damit Entwicklung und Fortschritt im besten Sinne des Wortes verhindert wird. Es gilt schließlich die Glut der Evolution zu bewahren und nicht die übrig gebliebene Asche zu hüten.

In unserem Bemühen werden wir nur umrisshaft die angesprochene Thematik aufgreifen können. Ungeachtet dessen hoffen wir, Impulse für ein Weiterdenken zu geben. Dieses wirksam werden zu lassen bleibt uns allen als Aufgabe und Auftrag nicht erspart. Unser Wirken fügt sich letztlich ein in den fortlaufenden zeitlichen und örtlich geprägten Ablaufprozess. In ihm gilt es sich zu bewähren. So machen wir uns in der Hoffnung auf den Weg, unserer Mitverantwortung hinreichend gerecht zu werden.

Regionale Besonderheiten als Faktum

Wenn wir die einzelnen Regionen in Deutschland betrachten, so fallen uns örtliche Besonderheiten als faktische Gegebenheit auf. Diese Besonderheiten haben ihre durchaus nachvollziehbaren Gründe und üben einen regional prä­genden Einfluss aus. Sie können deshalb nicht einfach durch ein gleichge­schaltetes wirtschaftliches Gesamtkonzept beiseitegeschoben werden, ohne Widerstand und Schaden hervor­zurufen. Auf regionale Besonderheiten einzu­gehen bietet sich daher an.

Regionale Besonderheiten können sowohl durch klimatische, landschaftliche, histo­rische, kulturelle, wirtschaftliche, soziale, politische oder sonstig abwei­chende Gegeben­heiten veranlasst sein. Sie können von zwingender Natur oder aber von zufällig entwickelten Faktoren herrühren und damit z.T. in relativ leichtem Maße veränderlich erschei­nen. Erst eine differenzierte Betrachtung und Klärung lässt erkennen, auf welche Art und Weise den jeweiligen örtlichen Besonderheiten angemessen zu begegnen ist.

Ein Blick auf die Bundesrepublik macht deutlich, dass sich so bei gegebener gesellschaft­­licher Einheit eine Vielfalt ergibt, die teilweise auch überrascht. Diese jeweili­gen Besonderheiten verknüpfen sich zu einem spezifischen örtlichen Gefüge, das sinnvolle Modifikationen am Vorgehen erforder­lich macht, die sich nicht gänzlich in formalen Regelungen und Einzelvor­gaben erfassen lassen. Hier das rechte Maß zu finden wird man wohl nur am erzielten Ergebnis ablesen können. Gewonnene Erfah­rung ist hier für das gebotene Handeln überaus bedeutsam.

Vergleicht man beispielsweise die regionalen Gegebenheiten zwischen den Küsten- und Bergregionen oder zwischen den Stadtstaaten und den flächenreichen Bundes­ländern, so erscheint die Dif­­ferenziertheit auf nahezu allen anzusprechenden Gebie­ten offenkundig. Sie entfaltet eine Eigendynamik, der wir uns nicht entziehen können und der wir angemes­sen Rechnung zu tragen haben. In diesem Zusammenhang sind Abwägungen geboten, die stets eine örtlich bestimmte Optimallösung im Blick zu behalten hat.

Regionale Besonderheiten als Faktum erschwert das Auffinden des Angemessenen. Und dennoch muss unter Berücksichtigung der klaren Zielausrichtung – hier einer sozialökologisch marktwirtschaftlichen Ordnung – ein vernünftiges und überzeugendes Gleichgewicht zwischen Grundausrichtung und Diffe­renziertheit der Gegebenheiten, zwischen den zentripetalen und zentrifugalen Kräfte fortlaufend gefunden werden, die auch ethischen Min­­destanforderungen ge­­recht wird.

Differenzierte Antworten im Rahmen eines Gesamtkonzepts

Wenn wir ein in sich schlüssiges wirtschaftliches Gesamtkonzept favorisieren, kommen wir also letztlich nicht umhin, differenzierte Antworten angesichts bestehen­der regionaler Un­­terschie­de zu geben. Diese haben

- einerseits der Differenzierung hinreichend Rechnung zu tragen und diese zu berücksichtigen und
- andererseits die Grundausrichtung des wirtschaftlichen Gesamtkonzeptes zu unterstützen.

Geleistet wird dies durch regionale Strukturpolitik, einen vertikalen und horizon­talen Finanzausgleich, durch umlagefinanzierte Umverteilungen und bedarfs­­­orientierte Fach­­politiken. Dabei entstehen allerdings neben der Verwirkli­­chung sozialer Gerech­tigkeit auch Mitnahmeef­fekte, sowie zu vermeidende Unausgewogenheiten und Verschwendung. Schwierig erscheint da nicht zuletzt auch der Unterschied zwischen ob­­­jektiv feststellbaren und ernst zu nehmenden Indikatoren und subjektivem Empfin­den der Gege­benhei­ten.

Hier vom Ziel einer relativen Ausgewogenheit und nicht von angestrebter tatsächlicher vollständiger Gerechtigkeit auszugehen, erscheint realistisch und allenfalls leistbar, auch wenn wir damit nicht alle in vollem Umfange zufriedenstellen können. Schließlich bestehen Grenzen der Finanzierbarkeit und da­­rüber hinaus subjektiv geprägte Wertungen, die es nur schwer errei­chen lassen, ein alle befriedigendes Gleich­­gewicht zu erzielen. Da bleibt zur Lösung der Problematik wohl wiederum nur ein fortlaufendes Bemühen.

Einbindung in ein Gesamtkonzept und Berücksichtigung regionaler Besonderheiten erscheint insoweit als eine Gratwanderung innerhalb eines Beziehungsgeflechts von miteinander konkurrierenden Einflussfaktoren, innerhalb eines perma­nenten Ringens um Optimierung. Rückblickend das angestreb­te Optimum durch punktuelle Abweichungen zeitweilig verfehlt zu haben ist da Resultat menschlicher Unzulänglich­keiten und fehlenden Wissens über Erforder­nisse und Gegebenheiten in der Zukunft.

Im fortlaufenden Bemühen nicht aufzugeben und im Streben nicht nachzu­lassen kennzeichnet den realistisch erscheinenden und letztlich verant­wortba­ren Weg. Ihn zu gehen bedarf der zielführenden Unterstützung durch die Beteiligten und durch die Betroffenen. Denn in wechselseitiger Ergänzung und Unter­stützung liegt ein Mehr an produktiv nutzbarem Potential, als in der Summe der einzelnen Aktivitäten. Dies zu gewährleisten, zählt zu jenen Führungs­aufgaben, die der aufzuwendenden Mühen Wert ist.

Überzeugendes Gesamtkonzept in wahrgenommener Verantwortung

Ein wirtschaftliches Gesamtkonzept ist dann überzeugend, wenn es im Rahmen der in ihm vorhandenen Ordnung in erforderlichem Umfange die bestehen­de Verantwor­tung ernst nimmt und zu einer Leitidee für das jeweilige Handeln wird. Wahrgenom­mene Verantwortung besitzt schließlich einen legitimierenden Cha­­rakter, sorgt für Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit und lädt die vom Gesamtkonzept Betrof­fenen zur Akzeptanz der Entwicklung und zur Mitwir­kung bei der zu leistenden Ver­änderung ein.

Einbindung ist damit ein Schlüsselelement, das dafür sorgt, dass legitime Interessen und Bedürfnisse nicht unberücksichtigt bleiben und eine fairer und inhaltlich schlüssig begründeter Interessenausgleich stattfindet.

- Das Gesamtkonzept bildet einen Rahmen, innerhalb dessen sich Handlung vollzieht,
- überzeugend ist dieses Konzept, wenn es in Übereinstimmung mit den für unverzichtbar erscheinenden Werten gestaltet ist und
- die Menschen für ihr jeweiliges Tun und Unterlassen einstehen, und letztlich vertretbar handeln.

Der mit dem Gesamtkonzept geschaffene Rahmen gibt die grobe Richtung vor. Er basiert auf einem gesellschaftlichen Konsens, der im Laufe der Zeit der Ver­­ände­rung unterliegt. Diese Veränderung geschieht dabei innerhalb eines evolutio­nären Entwick­lungsprozesses, der sich im Rahmen eines Ringens um vertret­bare Lö­sungen vollzieht, Fortschritte aber auch Rückschritte kennt und daher einer andauernden und ausreichenden Reflexion bedarf. Letztere geschieht auf einem gefestigten Fundament an Überzeugungen.

Diese Überzeugungen spiegeln sich im Rahmen der Wertorientierung der Handeln­den. In Rückbindung zum sozialen Umfeld wurden diese geschaffen und im Zeitablauf entwickelt und gefestigt. Unverzichtbar erscheinende Werte bestehen indivi­duell und gesellschaftsbezogen. Letztere sind das Ergebnis der entwickelten Kultur. Insoweit erscheint verständlich, dass in unterschied­lichen Kulturen historisch begründete Unterschiede festzustellen sind, die zu ernsthaften Problemen führen können.

Mit wahrgenommener Verantwortung wird sichergestellt, dass die jeweilig zu vollziehenden Handlungen nach einer vorgelagerten Auseinandersetzung mit den möglichen Konsequenzen und gebunden an das letztlich für maßgeblich erkannte Normge­füge geschieht. Bedauerlicherweise müssen wir allerdings konzedieren, dass nicht alle Handelnden rational gesteuert vorgehen. Wir treffen insoweit auch auf Handlungs­weisen, die eine Ausrichtung auf das Gesamtkonzept ablehnen oder vortäuschen und insoweit eine Diskrepanz zu diesem aufweisen. Auf Dauer lässt sich dies weder verbergen, noch kann die aus der Diskrepanz bestehende subjektive und gesellschaftliche Belastung überse­hen und vernach­lässigt werden.

Sozialökologisches Wirtschaften als überzeugende zukunftsträchtige

Antwort

Aus unserer Sicht bildet eine sozialökologisch geprägte marktwirtschaftliche Ordnung trotz bestehender regionaler Besonderheiten eine überzeugende Antwort für die zukunftsträchtige Fortentwicklung des Gemeinwesens. Denn sie trägt sowohl den grundlegenden Erfordernissen, wie auch den vorhandenen Unterschieden innerhalb des maßgeblichen Gebietes Rechnung. Hier das rechte Maß zwischen Differenzierung und Einheitlichkeit zu finden, begegnet uns dabei als eine permanente Herausforde­rung.

Individuelle wirtschaftliche Interessen, soziale Erfordernisse und Nachhaltigkeit des Wirtschaftens sind nun einmal Garanten für ein langfristig angelegtes verantwor­tungsbewusstes Handeln, das alle relevanten Aspekte – soweit im Vorfeld erkennbar – einbezieht und bei veränderter Erkenntnislage bedarfsge­recht zu modifizieren ist. Damit wir sowohl Orientierung geboten, als auch Flexi­bilität, damit im Rahmen des Handelns den sich wandelnden Erforder­nissen und der regionalen Differenzierung Rechnung getragen werden kann.

Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang, dass regionale Differenzierung nicht den Gesamtrahmen aus den Angeln hebt, dieser Rahmen aber auch nicht durch eine gnadenlose Gleichschaltung, ein Überstülpen von Konzepten, Strukturen und sonsti­gen Vorgaben die Luft zum Atmen nimmt, sodass örtliche Gegeben­heiten unbe­rücksichtigt bleiben. Dass diese Gratwanderung eine echte Kunst darstellt, die zeitweilig besser und zeitweilig schlechter gelingt, davon können wir unbesehen ausgehen.

Sozialökologisches marktwirtschaftliches Handeln als Rahmenkonzept wird also nur dann ihrer Zielausrichtung gerecht, wenn sie den Dreiklang aus wirtschaft­lichem Erfolgsstreben, Berücksichtigung sozialer Notwendigkeiten und Bewahrung der Lebensumwelt zum übergeordneten Leitprinzip macht und dabei gleichzeitig dem Erfordernis der Subsi­­diarität – der Lösung von Herausforderungen und der Bewältigung von Problemen auf möglichst niedriger Ebene (also vor Ort) – gerecht wird.

Gesamtkonzept und regionale Umsetzung treten idealtypisch miteinander in einen fruchtbringenden Dialog, der über Synergieeffekte auch auf ande­re Regio­nen ­ausstrahlt, sowie neue Impulse bringt und Lösungsansätze schafft. Da­­bei muss nicht auf den großen Wurf gewartet werden, denn auch kleine Verbesserun­gen zeitigen unter dem Strich positive Auswirkungen und sei es nur durch eine Erweiterung des Blicks auf die Gegebenheiten. Wiederum ist hier auf das erforderliche Finger­spitzen­gefühl hinzuweisen, welches seinerseits nicht unwe­­sentlich da­­zu beiträgt, dem ange­strebten letztendlichen Ziel näher zu kommen.

Zusammenfassung, Reflexion, Ausblick

Bei einer Betrachtung sozialökologischen Wirtschaftens und der Berücksichtigung regionaler Besonderheiten sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass

- ein wirtschaftliches Gesamtkonzept zur weitgehenden Zielerreichung der Tatsa­che bestehender regionaler oder örtlicher Besonderheiten Rechnung zu tragen hat.

- Insoweit sind Freiräume und Ausgestaltungsvarianten innerhalb des festgelegten grundlegen­den Rahmens zuzulassen, damit örtliche Besonder­heiten die erforderliche Berücksichtigung finden kön­­nen.

- Differenzierung widerspricht nicht einer gemeinsamen Zielausrichtung, sofern das Ausmaß der Differenzierung den Kern der Gemeinsamkeit gegen­über den Be­­sonderheiten nicht verblassen lässt.

- Es gilt also ein in sich stimmiges und überzeugendes flexibles Gesamtkon­zept in Verantwortung wahrzunehmen. Aus Sicht einer sozialökologischen marktwirt­schaftlichen Ordnung werden dabei sowohl wirtschaftliche, als auch soziale und umweltbezogene Aspekte bedarfsgerecht berücksichtigt.

Eine fortlaufend sicherzustellende Gratwanderung erscheint dabei als zwingend geboten und zwar sowohl aus rationalen, pragmatischen, als auch aus ethischen Gesichts­punkten. Ohne begrenzte Risiken, der Gefahr des Abirrens und erforderlich wer­­­dender Modifikationen beim Vorgehen ist dies letztlich nicht zu bewerkstel­ligen. Sich darauf einzulassen erscheint als Zeichen von Reife und Führungsstärke. Unter fortlaufend sich verändernden Gegebenheiten kann insoweit das beharrli­che Ge­­hen auf ausgetretenen Pfade kaum den angestreb­ten langfristigen Erfolg sichern.

Es gilt mithin das rechte Maß zu finden zwischen globaler Ausrichtung und Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Dies ist im Übrigen bei jeder Form der Wirtschaftsordnung so. Wird die erforderliche Differenzierung nicht vorgenommen, so zeigen sich zwangsläufig bedauernswerte Defizite und erkennbare Abstriche im Hinblick auf das potentiell Erreichbare. Diese wären aus rationaler Sicht sowohl subjektiv als auch gesamtgesellschaftlich bedauer­lich und letztlich nicht hinzunehmen.

[...]

Details

Seiten
162
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668677753
ISBN (Buch)
9783668677760
Dateigröße
2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v418297
Note
Schlagworte
wirtschaftliche Ziele soziale Erfordernisse Nachhaltigkeit Verantwortung Langfristige Ausrichtung

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Sozialökologische Marktwirtschaft