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Aktivitätsplanung innerhalb des Projektes "Gesundes Leben" in einem Wohnheim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche

Prüfungsvorbereitung 2014 21 Seiten

Ada Pädagogik / Erziehung / Beratung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Darstellung der Einrichtung.. 3

2 Beschreibung der Zielgruppe/der aktuellen Gruppenzusammensetzung.. 5

3 Darstellung der Entwicklung eines ausgewählten Kindes/Jugendlichen.. 7

4 Sachanalyse.. 8
4.1 Erläuterung der Thematik.. 8
4.2 Einordnung in den Sächsischen Bildungsplan/ die konzeptionellen Vorgaben der Einrichtung.. 8
4.3 Subjektive Sachanalyse.. 9

5 Zielformulierung.. 10
5.1 Erarbeitung der Kompetenzen.. 10
5.2 Konkretisierung der Lernziele.. 10

6 Vorbereitung vor und am Prüfungstag.. 11
6.1 Eingliederung in das aktuelle Geschähen.. 11
6.2 Vor- und am Prüfungstag.. 11

7 Didaktisch-methodische Planung.. 13
7.1 Der Einstieg.. 13
7.2 Der Übergang.. 13
7.3 Der Hauptteil.. 13
7.4 Der Abschluss.. 14
7.5 Begründung der didaktisch-methodischen Prinzipien.. 14
7.6 Begründung der gewählten Materialien und Medien.. 14

8 Tabellarische Verlaufsplanung.. 16

9 Reflexion.. 19

10 Evaluation der Aktivität.. 20

11 Quellenverzeichnis.. 21

1 Darstellung der Einrichtung

Das Wohnheim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche befindet sich am Rande der XY und hat eine bevorzugte Lage. Das ausgedehnte Waldgebiet, in dem viele XY und Gäste Ruhe und Erholung, Natur und sportlichen Ausgleich suchen, beginnt hinter dem Zaun des Gebäudes. Der Waldspielplatz ist in der Nähe vom Wohnheim. Es sind nur wenige hundert Meter bis zu einem Wildgehege. Alle kulturellen und vielfältigen Angebote der Stadt XY sind vom Haus gut zu erreichen. Dafür können die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden(vgl. Konzeption der Einrichtung, 2013).

Die Förderschule für körperbehinderte Kinder befindet sich gleich in der Nachbarschaft. Viele Kinder aus dem Wohnheim besuchen die Schule. Dort steht auch eine Beratungsstelle für die Körperbehinderten zur Verfügung. Das Außengelände ist so gestaltet, dass die Anlagen für die Bedürfnisse, Wünsche und Ideen von Kindern und Jugendlichen, auch mit den Rollstühlen viel Raum bieten. In dem Schulhof befinden sich barrierefreie Spielplatz, Ballspielplatz und ein Bolzplatz zum Austoben. Der Spielplatz des Kinderheimes wurde 2010 aufwendig saniert und den Bedürfnissen der derzeitigen Bewohner angepasst. Im Sommer 2013 wurde ein Kletterberg erbaut. Zurzeit geht es darum, dass ein Blumenbeet mit Beteiligung der Kinder und Jugendlichen im Garten gestaltet wird. 2012 wurde die Inneneinrichtung komplett erneuert. Seitdem verfügen die Kinder und Jugendlichen über bessere Möglichkeiten, ihre Bedürfnisse nach Rückzug, Spiel, Bildung, Bewegung, Nutzung von Medien, Teilhabe an der Gemeinschaft zu erfüllen. Vier kleine Wohngruppen fördern die familiäre Atmosphäre. Die Wohngruppen verfügen über gemütliche Gemeinschaftsräume mit integrierten Küchen. Es werden hier Einzel- und Doppelzimmer angeboten. Je zwei Kinder nutzen ein behindertengerechtes Bad mit Waschbecken, WC und Dusche. Es gibt ein modernes Pflegebad in jeder Etage. Ein Snoezelraum mit Wasserbett, Musikanlage und Lichteffekten ist bei den Kindern sehr beliebt. Das Haus verfügt über einen Hobbyraum und einen großen Raum für Geburtstage und kulturelle Veranstaltungen. In jeder Etage gibt es eine großzügige Sonnenterrasse (vgl. Konzeption der Einrichtung, 2013).

Im Wohnheim können 35 Bewohner vom Kleinkind bis zum Ende des Schulbesuches aufgenommen werden, wenn mehrere schwere Behinderungen in Kombination auftreten; wobei herausforderndes Verhalten, Übergriffe auf andere Bewohner, Selbstaggression oder Weglauftendenzen im Vordergrund stehen, welche das Kindeswohl in der Herkunftsfamilie gefährden (bei Gewalt, Vernachlässigung, Überforderung) (vgl. Konzeption der Einrichtung).

Je nach Bedarf werden Kinder und Jugendliche an 250 Tagen/ Jahr oder 365 Tagen/ Jahr( intern oder extern) betreut. Es gibt unterschiedliche Betreuungsformen mit vier Zielgruppen:

- Gruppe für schwerst-mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche ( Kinder und Jugendliche mit schwerstmehrfacher Behinderung, die aufgrund der schweren Beeinträchtigung, besonders intensiver Pflege bedürfen)

- Intensiv - begleitete Sozialtrainingsgruppe Jugendhilfegruppe ( Kinder und Jugendliche mit einem Bedarf an Hilfen zur Erziehung nach SGB 8 und einer Körperbehinderung bzw. Mehrfachbehinderung). Der Bedarf an Plätzen für Kinder und Jugendlichen mit Behinderung und einem Bedarf an Hilfen zur Erziehung steigt. Seit 2013 leben 7 Kinder in der Einrichtung, die zu dieser Zielgruppe gehören. Für diese Kinder liegen Ausnahmegenehmigungen des Landesjugendamtes vor.

- Jugendwohngruppe ( Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter und mit vorrangig körperlicher Behinderung, welche über ein ausreichendes Entwicklungspotential verfügen um Alltagskompetenzen zu erlernen)

- Gruppe für körper- und mehrfach behinderte Kinder mit interner und externer Tagesstruktur (überwiegend jüngere Kinder mit mehrfacher Behinderung) (vgl. Konzeption der Einrichtung, 2013) (vgl. Konzeption der Einrichtung, 2013).

Im Wohnheim arbeiten 26 Fachkräfte und Helfer/innen. Es gibt drei Schichten( Früh-, Spät-und Nachtschicht) und verschiedene Dienste. Die Praktikanten und ehrenamtliche Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen im freiwilligen sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst unterstützen das professionelle Team.

Die Erzieher haben die Aufgabe, emotionale, physische und kognitive Aspekte, wie auch soziale Beziehungen und Konzeptentwicklung zu reflektieren und berücksichtigen. Die pädagogische Arbeit sollte sich auf der Entwicklung der Kinder orientieren. Um die Kinder beim Lernen zu unterstützen, sollten die Erzieher sich auf alters- und behinderungsgemäße Angebote orientieren.

Die Qualifikationen als Heilerziehungspfleger/in, Kranken- und Gesundheitspfleger/in, Erzieher/in mit der heilpädagogischen Zusatzqualifikation und Ergotherapeut/in werden durch regelmäßige Weiterbildungen, z.B. Umgang mit Aggression und Gewalt, Gebärdensprache, Hilfeplanung und Dokumentation ergänzt. Zur individuellen Betreuung und Behandlung kommen Therapeuten ins Haus( Physiotherapeuten und Ergotherapeuten, Logopäden, Musik- und Kunsttherapeuten) (vgl. Konzeption der Einrichtung, 2013). Die Praxisanleiterin hat die Weiterbildung zur Heimleitung absolviert und nach Bedarf kann die Leiterin des Wohnheimes vertreten.

2 Beschreibung der Zielgruppe/ der aktuellen Gruppenzusammensetzung

Die Gruppe, in der ich mein drittes Blockpraktikum absolviere, besteht aus 10 körper- und geistig behinderten Jugendlichen mit Verhaltensstörungen, die im Alter von 13 bis 20 Jahren sind und verschiedene Krankheitsbilder und Lebensgeschichten haben. Die beiden Mädchen, die einen Raum teilen sind 16 Jahre alt. Nach der Aufnahme eines Mädchens ins Wohnheim im Februar 2014 sind sie gute Freundinnen geworden und haben gemeinsames Interesse für das Kochen und Backen. Ein Mädchen besucht die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche und wird im Wohnheim 365 Tage/Jahr betreut. Sie hat eine geistige Behinderung, Hyperaktivität und Weglauftendenz. Das andere Mädchen arbeitet in einer Werkstatt, hat die Intelligenzminderung, körperliche Behinderung und Verhaltensstörung und wird im Wohnheim 365 Tage/Jahr betreut. Noch ein Mädchen, das 13 Jahre alt ist und eine geistige Behinderung und Epilepsie hat, wird 250 Tage/Jahr im Wohnheim betreut. Obwohl dieses Mädchen eine körperliche Beschränkung hat, bastelt und malt sie gern. Zwei Jungen, die 14 und 16 Jahre alt sind, haben große Begeisterung für Natur und Gartenarbeit. Ein Junge hat eine niedrige Intelligenz, kombinierter Hörverlust, Entwicklungs- und Verhaltensstörung und besucht eine Schule für gehörlose Kinder und Jugendliche. Er wird im Wohnheim 365 Tage/Jahr betreut. Der andere Junge hat Epilepsie, geistige Behinderung und Verhaltensstörung. Er besucht die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche und hat 250-Tage/Jahr Betreuung im Wohnheim. Der 16-jährige Junge, der sich für Computer und Technik interessiert, hat Asperger- Syndrom, Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und Asthma und hat 250-Tage/Jahr Betreuung. Er kann gefährliche Situationen nicht einschätzen, braucht Hilfe bei allen alltäglichen Verrichtungen und Impulse zum Durchführen der Basisversorgung. Der Junge besucht die Schule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche. Ein Junge, der 15 Jahre alt ist, interessiert sich für klassische Musik und hört gern Oper. Er hat hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens, nicht organische Enuresis und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen und hat 250-Tage/Jahr Betreuung im Wohnheim. Der Junge besucht auch die Schule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche. Der 17-jährige Jugendliche, der Corviden-Syndrom und Intelligenzminderung mit Verhaltensstörung hat, hat 365-Tage/Jahr Betreuung und besucht die Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Er trifft sich mit Jugendlichen im Jugendtreff „Intervall“, wo sie zusammen Zeit verbringen und verschiedene Angebote nach ihren Interessen durchführen. Er zeigt ein großes Interesse für Tiere und möchte gern ein Kaninchen haben. Der Jugendliche, der eine geistige Behinderung, Impulskontrollstörung und unklassifizierte Epilepsie hat, ist 20 Jahre alt und arbeitet in einer Werkstatt. Später möchte er eigene Wohnung haben und spart dafür sein Geld. Dienstags und freitags von 15:00-16:00 Uhr besucht die Gruppe der 16-jährige Jugendliche, der Rollstuhlfahrer ist und eine Epilepsie hat. Der Junge ist kontakt- und kommunikationsfreudig und verreist gern. Er besucht die Schule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche und wird in der Form der Verhinderungspflege im Wohnheim betreut.

Obwohl alle Jugendlichen unterschiedliche Interessen, Diagnosen, Fähigkeiten und Fertigkeiten haben, kochen und backen sie gern zusammen. Donnerstags findet immer der Kochtag in der Gruppe statt. Die Kinder können unkomplizierte Gerichte mit der Hilfe der Erzieher kochen und backen. Auch haben die Jugendlichen einen großen Spaß an Brettspielen.

Sehr oft entstehen Konflikte unter Jugendlichen und zwischen Betreuer und Jugendlichen. Die Atmosphäre innerhalb der Gruppe ist oft angespannt, was durch die vielfältigen Krankheitsbilder verursacht ist. Nicht jedes Gruppenmitglied ist in der Lage, sein Verhalten zu steuern und unter Kontrolle zu halten. Die Jugendlichen sollen die Fähigkeit besitzen, mit anderen umgehen und Konflikte verbal lösen zu können. Mit der Unterstützung von Betreuern entwickeln die Jugendlichen die Konfliktlösungsfähigkeit, Empathie und Wertschätzung gegenüber anderen Personen. Eine Schlichtung durch den Betreuer ist in solchen Situationen notwendig.

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Details

Seiten
21
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668680036
ISBN (Buch)
9783668680043
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v418950
Note
2
Schlagworte
aktivitätsplanung projektes gesundes leben wohnheim kinder jugendliche

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Titel: Aktivitätsplanung innerhalb des Projektes "Gesundes Leben" in einem Wohnheim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche