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Durchführung einer Ernährungsberatung unter Einbezug des GROW-Modells

Hausarbeit 2017 16 Seiten

Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG
1.1 Klientencharakterisierung
1.1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Ausgangssituation und Änderungswunsch

2 COACHING-PROZESS
2.1 GROW-Modell nach Whitmore
2.2 Anwendung GROW-Modell
2.2.1 Goal
2.2.2 Reality
2.2.3 Options
2.2.4 What
2.3 Maßnahmenplan zum Verhaltenstraining
2.3.1 Selbstbeobachtung
2.3.2 Stimuluskontrolle
2.3.3 Flexible Esskontrolle
2.4 Maßnahmenplan zur Rückfallprophylaxe
2.4.1 Folgetreffen
2.4.2 Bewegung
2.4.3 Nachsorge per Telefon oder E-Mail

3 DARSTELLUNG EINER COACHING-SITZUNG
3.1 Coachinghaltung
3.2 Ausgewählte Sitzung
3.2.1 Gesprächsauszug der Sitzung

4 ERGEBNISBEWERTUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 TABELLENVERZEICHNIS

1 Einleitung

1.1 Klientencharakterisierung

1.1.1 Allgemeine und biometrische Daten

Tab. 1: Allgemeine Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Klientin wirkt schüchtern und scheint ein gewisses Allgemeinwissen bzgl. Ernährung zu besitzen. Sie trinkt selten Alkohol und raucht nur in geselliger Runde, bei einem Glas Wein. Sie hat in dem letzten halben Jahr 5 kg zugenommen und sieht die Schuld bei dem erhöhten Stress auf der Arbeit, da sie seit dem halben Jahr in einer neuen Abteilung eingesetzt ist. Nach den von der Klientin angegebenen und gemessenen Werten, ist sie Normalgewichtig. Der Klientin ist der Esstyp ״Gestresste Alltagsmanager/in“ zuzuordnen.

Tab. 2: Biometriselle Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Klientin nimmt keine Medikamente zu sich und hat auch sonst keine gesundheitlichen Beschwerden.

1.2 Ausgangssituation und Änderungswunsch

Die Klientin ernährt sich laut eigenen Aussagen und Anamnesebogen gesund. Jedoch isst sie in Stresssituationen und bei Langeweile vermehrt Süßigkeiten und möchte dies ändern, um ihr Ziel eine präsentable Strandfigur zu haben, zu erreichen.

2 Coaching-Prozess

2.1 GROW-Modell nach Whitmore

Das GROW-Modell nach Whitmore (1997) stellt den Inhaltlichen Ablauf eines Coaching-Prozesses vereinfacht dar und basiert auf vier Richtlinien, die in einer Einzelsitzung vom Coach nacheinander befolgt werden. Bei diesem Betreuungsprozess geht es um die Erarbeitung eines Lösungsweges zusammen mit dem Klienten. Der Coach spielt hier nur eine unterstützende Rolle und gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Durch die Hilfe des Coaches werden die Fähigkeiten, Kenntnisse und Ressourcen des Klienten gestärkt, wenn möglich ausgebaut und bestmöglich eingesetzt. Der gesamte Coaching-Prozess wird auf die Fähigkeiten des Klienten abgestimmt und ist daher personenzentriert.

Tab. 3: Richtlinien GROW-Modell (Pieter & Domberg, 2017, s. 210)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Anwendung GROW-Modell 2.2.1 Goal

Zu beginn der Sitzung wurde das Ziel der Klientin in ein End- sowie Prozessziele nach der SMART-Formel (Doran, 1981) definiert. Das Endziel ist das erreichen einer ansehnlichen Strandfigur und wird durch das eingliedem von Prozesszielen, die von der Klientin selbst beeinflusst werden können, erreicht. Prozessziele können anhand von Fragen wie: ״Was kann ich jetzt tun, um meinem Ziel näher zu kommen?“, ״Welcher Schritt, sei er noch so klein, ist heute sinnvoll?“, bestimmt werden.

Tab. 4: Endziel гшӓ Prozessziele

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Goalsetting hat 30 Minuten in Anspruch genommen und die Klientin wurde bzgl. der Reihenfolge und der Umsetzbarkeit der Ziele aufgeklärt. Es ist ihr im klaren, dass die Umsetzung der Prozessziele sie zu ihrem Endziel führen werden und sie wird sich diese in Form von Klebezetteln an den Bildschirm ihres Arbeitsrechners sowie zuhause an ihren Kühlschrank kleben, um an die Umsetzung erinnert zu werden.

2.2.2 Reality

Bei der Realitätsprüfung wird die Ist-Situation und das zu lösende Problem der Klientin durch gezieltes Fragen möglichst präzise erfasst (Pieter & Dornberg, 2017, s. 212).

Tab. 5: Realitätsprüfung (Pieter & Domberg, 2017, s. 212-214)

Präsentation der Situation Was ist eigentlich das Problem?

Das Problem ist in erster Linie das Essen überden Energiebedarf der Klientin hinaus. Des weiteren ist das Essen von Süßigkeiten in Stresssituationen und bei Langeweile problematisch. Beide Problematiken verursachten die Gewichtszunahme der Klientin und sind eine Kompensation ihrer negativen Gefühle.

In welcher Situation tritt das Problem auf?

Wenn die Klientin sich von ihrer Arbeit überfordert fühlt, von ihrem Chef vermittelt bekommt, ihre Arbeit sei minderwertig und sich zuhause versucht von dem ganzen Stress abzulenken, indem sie TV schaut.

Wie wichtig ist das Problem?

Die Klientin hat das Problem auf einer Skala von 1-10 (1 = nicht wichtig, 10 = sehr wichtig) mit einer 8 als wichtig eingestuft. Durch die Gewichtszunahme scheint sich das Selbstbewusstsein der Klientin zu verringern. Somit ist das Problem wie von der Klientin definiert, als wichtig einzustufen.

Was soll so bleiben wie es ist?

3-4 mal wöchentlich isst die Klientin gemeinsam mit ihren Eltern oder Freunden.

Wie wird das problematische Verhalten erklärt?

Die Klientin rechtfertigt ihr Verhalten anhand von Stressbewältigung, da sie im Urlaub nicht so viel Süßes isst.

Ausarbeitung der Situation

Was haben Sie bisher dafür getan?

Die Klientin hat seit ca. einem Monat das Abendessen teilweise oder ganz ausgelassen. Wenn sie zu Abend isst, dann nur in Gesellschaft von Eltern oder Freunden und dann auch nur Salat bzw. Gemüse.

Was denken Sie in der Situation?

Die Klientin äußert positive Gefühle wie ״Das tut mir jetzt gut.“ oder ״Das gönne ich mir jetzt.“ bzgl. der Nahrungsaufnahme und den Essanfällen.

Wie sehen andere die Situation?

Freunde und Eltern der Klientin entgegnen ihr mit Verständnis, wobei die Eltern der Klientin die Essgewohnheit mit Aussagen wie ״Wenn du das brauchst, dann ist es gut für dich.“ unterstützen und vehement gegen das weglassen des Abendessens sind.

Was wäre, wenn die Situation sich nicht änderte?

Die Gewichtszunahme macht der Klientin zu schaffen und mindert ihr Selbstwertgefühl. Durch die fehlende Anerkennung im Beruf, würde die Situation auf lange Sicht gesehen der Klientin schaden.

Was tun andere in der Situation?

Die Eltern der Klientin ״zwingen“ sie fast schon mehr zu essen, wohingegen die Freunde mehr Verständnis gegenüber des Problems zeigen, jedoch keine nützliche Hilfe für die Klientin sind.

Die Ist-Situationsanalyse hat 50 Minuten in Anspruch genommen. Um ein Vertrauens­Verhältnis zwischen der Klientin und dem Coach aufzubauen, wurde der Inhalt der Sitzung zu beginn erläutert und in eine lockere Gesprächsatmosphäre verpackt.

2.2.3 Options

Bei ״OPTIONS“ werden Lösungsmöglichkeiten für das bestehende Problem der Klientin erarbeitet. Der Coach fördert die Selbstwirksamkeit der Klientin, indem er ihr das Gefühl vermittelt, dass er ihr zutraut selbst eine Lösung zu finden (Pieter & Dornberg, 2017, s. 216). Anhand von Brainstorming hat die Klientin Ideen zur Erreichung ihres Ziels entwickelt und festgehalten.

Tab. 6: Ergebnisse Brainstorming Wie kann das Endziel erreicht werden?

Öfter selbst und gesund kochen, 3xam Tag essen, Kalorien zählen, mehr Bewegung, mehr Obst und Gemüse essen, Abendessen auslassen, Freunde und Eltern bei sich zum essen einladen, gemeinsam mit Freunden und Eltern kochen, mit den Eltern über bestehendes Problem reden

Die Klientin soll für das Erreichen des Ziels unrelevante Ideen und aktuell nicht realisierbare Ideen streichen und die übrig gebliebenen nach Umsetzungsreihenfolge priori- sieren (1 = als erstes, 10 = als letztes) (Pieter & Dornberg, 2017, s. 219).

Tab. 7: Gefilterte Brainstormingergebnisse

2 Öfter selbst und gesund kochen, 1 3x am Tag essen, Kalorien zählen, 3 mehr Bewegung, 4 mehr Obst und Gemüse essen, Abendessen auslassen, 6 Freunde und Eltern bei sich zum Essen einladen, 5 gemeinsam mit Freunden und Eltern kochen, mit den Eltern über bestehen des Problem reden

Übrig gebliebene Ideen werden von der Klientin auf die Umsetzbarkeit, die Konsequenzen, die Wirksamkeit und das Kosten-Nutzen-Verhältnis hin überprüft um die Vor- und Nachteile sichtbar zu machen (Pieter & Domberg, 2017, s. 220).

Tab. 8: Überprüfung der Maßnahmen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Erarbeitung der Lösungsmöglichkeiten hat 60 Minuten in Anspruch genommen, da die Klientin intensiv über die Möglichkeiten nachdenken musste und selten spontan geantwortet hat. Der Klientin wurde zu Beginn der Sitzung erklärt worum es bei einem Brainstorming geht und das es keine ״richtigen“ oder ״falschen“ Antworten gibt, sondern nur ihre Gedanken. Im Anschluss wurde ihr auch das Filtern und Rating der Ideen erklärt.

2.2.4 What

Nun geht es darum, mit der Klientin einen Aktionsplan zu erstellen, der ihr dazu dienen soll ihre Ziele selbstständig zu erreichen. Somit liegt die Verantwortung der Erreichung ihrer Ziele bei der Klientin (Pieter & Dornberg, 2017, s. 221). Für die Ideenfindung, welche Schritte dazu nötig sind, werden der Klientin folgende Fragen gestellt.

Tab. 9: Planung der Maßnahmen (Pieter & Domberg, 2017, s. 222)

Was werden Sie tun?

Die Ernährung wird umgestellt und ich treibe 2-3x in der Woche Sport.

Was werden Sie genau tun?

Ich werde mich vollwertig ernähren und Nährstoffreiche Lebensmittel bevorzugen. Ich werde 2- 3x in der Woche für je 1 stunde ins Fitnessstudio gehen.

Was werden Sie genau anders machen?

Ich werde 3 Mahlzeiten am Tag essen, wenn die Zeit da ist, werde ich selbst kochen und meine Mahlzeiten für die Woche planen. Im Fitnessstudio werde ich nicht nur auf das Laufband gehen sondern auch Krafttraining machen.

Wann werden Sie es tun?

Ernährungsumstellung: täglich, Krafttraining: 3x/W0che, Ausdauertraining: 2x/W0che nach dem Krafttraining.

Womit müssten Sie beginnen?

Mit der Ernährungsumstellung.

Welche Hindernisse treten auf?

Das ich zu wenig Zeit habe, selber zu kochen und bei Lustlosigkeit nicht zum Sport gehe.

Wie werden Sie sie überwinden?

Ich werde mit einer Freundin zum Sport gehen und die Zeit mit Freunden und Eltern dazu nutzen, gemeinsam zu kochen.

Wer muss es wissen?

Meine Eltern und Freunde.

Wer wird Sie unterstützen?

Meine Freunde und vor allem die Freundin, mit der ich trainieren werde.

Welche anderen Überlegungen haben Sie?

Einen Gruppenkurs zu Ernährung besuchen um unter gleichgesinnten zu sein.

Beantworten Sie auf einer Skala von 1-10, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie diese Handlung

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Details

Seiten
16
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668692664
ISBN (Buch)
9783668692671
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v423598
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,4
Schlagworte
Ernährungspsychologie Ernährung Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

Autor

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Titel: Durchführung einer Ernährungsberatung unter Einbezug des GROW-Modells