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Die Theorie der Leistungsmotivation nach John W. Atkinson

Studienarbeit 2018 23 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Abkurzungsverzeichnis

Einleitung

Begriffserlauterungen
Motivation
Leistungsmotiv

Leistungsmotivation
Geschichte hinfuhrend zur Leistungsmotivation
Tests
Messen des Leistungsmotivs
Thematic Apperception Test (TAT)
Test Anxiety Questionnaire (TAQ)
Atkinsons Risikowahlmodell
Hoffnung auf Erfolg
Furcht vor Misserfolg
Die resultierende Leistungsmotivation

Wurdigung und Kritik Atkinsons Theorie

Summary

Quellen
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis

Abstract

Es stellt sich haufiger die Frage, warum es Personen gibt, die in gestellte Aufgaben nicht die Intensitat an Motivation investieren, wie es andere mit gleichen oder vergleichbaren Aufgaben tun. 1st man doch davon ausgegangen, dass es eines jeden danach verlangt die eigenen Bedurfnisse zu stillen. Hier setzt diese Arbeit an und verdeutlicht anhand von John W. Atkinsons Theorie der Leistungsmotivation, dass fur Motivation speziell in Leistungssituationen individuelle Tendenzen und anhaltende Motivation von Personen existieren. Diese individuellen Tendenzen resultieren aus Erfahrungen aus bereits Erlebtem und der subjektiven Einschatzung bezuglich einer Leistungssituation. Aufgrund der Tatsache, dass die Personlichkeit eines Jeden individuell ist, kann nicht jede resultierende Tendenz, hinfuhrend zu einer bestimmten Leistungsmotivation, erklart werden.

Abkurzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einleitung

Jeder Mensch handelt unterschiedlich. Manche stecken viel Leistung in eine Aufgabe, wahrend andere sich der gleichen Aufgabe weitestgehend entziehen. Wie es zu diesem Verhalten kommt, ob Personen sich immer gleich entscheiden und ob man Tendenzen erklaren oder sogar errechnen kann, soll in folgender Arbeit anhand von Atkinsons Theorie der Leistungsmotivation, erortert und aufgezeigt werden. Hierzu erlautert diese Arbeit vorerst wichtige Begriffe und offeriert anschlieBend den Status Quo auf den Atkinsons Theorie der Leistungsmotivation aufbaut. Im Folgenden erortert die Arbeit die im Risikowahlmodell verwendeten Tests, um sich schlieBlich detailliert mit dem eben erwahnten Risikowahlmodell zu befassen. Ein wichtiger Aspekt dieser Arbeit ist zudem die Auseinandersetzung mit Kritik und Komplikationen im Zusammenhang mit Atkinsons Theorie.

Begriffserlauterungen

Motivation

Um den Begriff „Leistungsmotivation" definieren zu konnen, ist es wichtig als Erstes den Begriff Motivation zu erortern. Hierzu wird dieser Arbeit die Definition des Gabler Wirtschaftslexikons zugrunde gelegt, die Motivation wie folgt definiert:

„Zustand einer Person, der sie dazu veranlasst, eine bestimmte Handlungsalternative auszuwahlen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen und der dafur sorgt, dass diese Person ihr Verhalten hinsichtlich Richtung und Intensitat beibehalt. Im Gegensatz zu den beim Menschen begrenzten biologischen Antrieben sind Motivation und einzelne Motive gelernt bzw. in Sozialisationsprozessen vermittelt. Der Begriff der Motivation wird oft auch im Sinn von Handlungsantrieben oder Bedurfnissen verwendet." (Maier und Kirchgeorg, 2017)

Fur Motivation ware somit eine konstante Richtung und Intensitat zur Erreichung eines bestimmten Zieles von Noten.

Leistungsmotiv

Das Leistungsmotiv beschreibt die Basis einer erbrachten Leistung. Diese emotionale Basis wird anhand eines GutemaBstabes in Bezug auf die personliche Leistungserwartung gebildet. Dieser GutemaBstab wird durch die zwei Bezugsnormen, der sozialen sowie der individuellen Bezugsnorm, gebildet. Eine soziale Bezugsnorm besteht dann, wenn die Leistung einer Person mit der Leistung anderer Personen verglichen wird. Die individuelle Bezugsnorm dagegen, ist der Leistungsvergleich einer Person mit den bisher erbrachten Leistungen (Vgl. Stangl, 2017).

Leistungsmotivation

Die Theorie der Leistungsmotivation basiert auf einem kognitiven Ansatz. Weiner zufolge nimmt sie an, dass die Wahrscheinlichkeit eine Aufgabe mit Erfolg meistern zu konnen, einen Einfluss auf die, in die Aufgabe investierte Arbeitsleistung hatte (Vgl. Weiner, 1976, S. 11). Hiermit spaltet sich die Leistungsmotivationstheorie von traditionellen Triebtheorien ab. Diese gehen davon aus, dass das menschliche Handeln durch die Befriedigung eigener Grundbedurfnisse motiviert ist. (Vgl. W. M., 2000).

Geschichte hinfuhrend zur Leistungsmotivation

In den 1920er Jahren bahnte sich ein Wandel im Verstandnis von der „Instinkt-Doktrin" an. Die beiden Begriffe „Trieb" und „Instinkt" wurden umgangssprachlich mit der Bedeutung von Bedurfnis gleichgestellt. Der Trieb wurde vermehrt als ein "Deprivationszustand" (Weiner, 1976, S. 11), also der Entzug von Reizen, verstanden, woraufhin das Bewusstsein das Individuum dazu veranlasst, diesen Entzug eines Bedurfnisses auf eine bestimmte Weise zu befriedigen. Wohingegen die Bedeutung von Bedurfnis auf einen bestimmten Reiz nicht direkt eine bestimmte Handlungsreaktion erwartet. Laut Weiner verfasste Murray im Jahre 1938 die der Leistungsmotivation zugrunde liegende Definition von Bedurfnis wie folgt:

„Obwohl jedes [Bedurfnis] einzigartig ist, zeigt doch die Beobachtung, daB (sic!) gewisse Ahnlichkeiten zwischen ihnen bestehen, aufgrund derer einige Bedurfnisse in Klassen zusammengefaBt (sic!) werden konnen; jede Klasse stellt dann ein einziges Hauptbedurfnis dar. So konnen wir ahnliche Bedurfnisse als verschiedene Ausdrucksweisen ein und desselben Bedurfnisses verstehen, ebenso wie wir einen Freund wiedererkennen und nicht zogern, ihn bei seinem Namen zu nennen, obwohl er nicht mehr dieselbe Person ist, mit der wir uns gestern noch unterhalten haben . . . Im weiteren Rahmen kann der Begriff „Bedurfnis" eine organische Verhaltensmoglichkeit oder -bereitschaft bezeichnen, [um] unter gegebenen Umstanden in einer bestimmten Weise zu reagieren.

In diesem Sinne ist es ein Begriff, der die Tatsache beschreibt, daB (sic!) eine bestimmte Verhaltensweise die Tendenz zeigt, sich zu wiederholen. Wir fanden nicht, daB (sic!) es zu Uneindeutigkeiten fuhrt, wenn wir „Bedurfnis" einmal fur ein vorubergehendes Ereignis verwenden und dann wiederum fur eine mehr oder weniger konsistente Personlichkeitseigenschaft." (Weiner, 1976, S. 12).

Murray schien also davon auszugehen, dass einzigartige Bedurfnisse sich ahneln und zu Hauptbedurfnissen zusammengefasst werden konnen. Das soil ermoglichen, dass Personen ahnliche Bedurfnisse wiedererkennen und entsprechend reagieren konnen. Es beschreibt also vereinfacht, die Tendenz einer Person bestimmte Verhaltensweisen zu wiederholen. Murrays Wortlaut wird hier zitiert, um dieser essentiellen Definition wenig Fehlinterpretationsflache zu bieten.

Tests

Messen des Leistungsmotivs

Weiner zufolge erforschten Psychologen vermehrt das „Verhalten" von Menschen und beachteten hierbei weniger das „BewuBtsein (sic!)" und die „Gedanken" der jeweiligen Probanden (Vgl. Weiner, 1976, S. 18). Murray und Morgan entwickelten den „THEMATIC APPERCEPTION TEST" (Vgl. Murray, 1953, S. 530-545), um die Probanden beim Ermitteln des Leistungsmotivs nicht zu beeinflussen und somit unverfalschte Ergebnisse im Hinblick auf deren Gedanken zu erhalten.

Thematic Apperception Test (TAT)

Der Thematic Apperception Test (TAT), im Deutschen Thematischer Auffassungstest genannt, wurde von Henry Murray entwickelt und dient als Messmethode fur die Personlichkeitsmessung (Weiner, 1976, S. 14). Hierbei bekommen Probanden unterschiedliche Bilder vorgelegt, die jeweils uneindeutige Situationen darstellen. Daraufhin mussen die Probanden Geschichten passend zu der jeweiligen Szene erzahlen oder aufschreiben. Auf diese Weise sei es nach Murray moglich „certain inner tendencies and cathexes : wishes, fears, and traces of past experiences" (Murray, 1953, S. 531) des Probanden ermitteln zu konnen. Murray stellte fest, dass ein Proband mehr von seiner eigenen Personlichkeit preisgibt, wenn diese folgende zusatzliche Information bekamen: "create a dramatic fiction rather than to guess the probable facts" (Murray, 1953, S. 531).

Der TAT wird auf Grund seiner „wackligen theoretischen Fundierung" (Funke, 2003) haufig kritisiert. Dennoch existiert laut Funke keine Alternative, die ahnlich gute Ergebnisse liefert. Deshalb wird heute noch der TAT zum Erlangen des Leistungsmotivs beziehungsweise der Leistungsmotivation verwendet.

Test Anxiety Questionnaire (TAQ)

Ein weiterer Test, anhand dessen Atkinson die Furcht vor Misserfolg ermittelt, ist der „Test Anxiety Questionnaire" (TAQ) beziehungsweise auf Deutsch ubersetzt: „Test-Angst-Fragebogen". Er wurde von George Mandler und Seymour B. Sarason konzipiert und publiziert (Vgl. Weiner, 1976, Mandler und Sarason, 1952).

Mandler und Sarason verteilten an 154 Studenten einen Angst- Fragebogen, der den Studenten als ein questionnaire on attitudes toward test situations." (Mandler und Sarason, 1952, S. 167) uberreicht wurde. Dieser Fragebogen enthielt 67 Fragen, die wiederum in 4 Sektionen unterteilt waren:

- Individuelle Intelligenz-Tests
- Gruppen-Intelligenz-Tests
- Kursprufungen
- Generelle Fragen

Die Fragen wurden subjektiv anhand einer 15cm langen Skala beantwortet. Zur Ermittlung der Verteilung der jeweiligen Antworten, verwendeten Mandler und Sarason Pearsons Chi-Quadrat Test von Karl Pearson (Vgl. Mandler und Sarason, 1952, S. 168). Die jeweiligen Ergebnisse aus den einzelnen Fragen ergeben summiert einen Gesamtpunktwert, den Atkinson fur das Motiv Misserfolg zu vermeiden verwendet.

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Details

Seiten
23
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668717435
ISBN (Buch)
9783668717442
Dateigröße
711 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v423700
Institution / Hochschule
SRH Fachhochschule Heidelberg
Note
2,2
Schlagworte
theorie leistungsmotivation john atkinson TAT TAQ Murray Weiner

Autor

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Titel: Die Theorie der Leistungsmotivation nach John W. Atkinson