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Unterrichtstunde mit Artikulationsschema im Fach Deutsch. Großschreibung nach unbestimmten Zahlenwörtern

von Chris K. (Autor)

Ausarbeitung 2017 20 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhalt

1. Klassensituation

2. Schulische Bedingungen

3. Lehrplanbezug

4. Sachanalyse

5. Didaktische Analyse

6. Lernziele

7. Methodeneinsatz

8. Medien

9. Eventualitäten

10. Besprechung der gehaltenen Stunde
10.1 Lehren aus den Stunden der anderen Teilnehmer

11. Quellen

Einstiegstext

Artikulationsschema: Großschreibung nach unbestimmten Zahlenwörtern

Hefteintrag:

Powerpoint:

Powerpoint 2 :

Aufgabe: Signale für Großschreibung

1. Klassensituation

Die Praktikumsklasse für das Praktikum im SS 2017 ist in einer Grund- und Mittelschule. Es handelt sich bei dieser Klasse um Schüler der Jahrgangstufe 6. Ein Schüler hat sonderpädagogischen Förderbedarf und hat deshalb eine Schulbegleitung, die ihm immer zur Seite steht. Ein weiterer Schüler hat Hörprobleme. Aus diesem Grund trägt der Lehrer ein Gerät zur Akustik um den Hals, welches mit dem Hörgerät des Schülers verbunden ist. Die Alterszusammensetzung ist recht unausgeglichen, da viele Schüler auch aus anderen Schulen kommen und ihre Probleme mitbringen. Das heißt sie wiederholen Klassenstufen. So gibt es 4 Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche. Die Geschlechterzusammensetzung ist recht ausgeglichen. Aufgrund des ländlichen Einzugsgebietes gibt es kaum SuS mit Migrationshintergrund.

Am besten und effektivsten lernt die Klasse im Frontalunterricht oder in Einzel- und Partnerarbeit. Bei Gruppenarbeiten haben viele Schülergruppen Probleme, alle SuS gleichmäßig in die Aufgaben mit einzubeziehen. Auch aus diesem Grund ist selbstständige Gruppenarbeit mit verteilten Rollen kaum möglich. Denn den SuS fällt es schwer in der jeweiligen Rolle zu bleiben, besonders wenn sie nicht ihrem Naturell entspricht.

In regelmäßigen Abständen werden die lernschwachen Kinder gesondert für zum Beispiel eine Doppelstunde in einem separaten Raum unterrichtet. Dieser Unterricht zeichnet sich durch genaueres Erklären und eine individuellere Ansprache aus.

2. Schulische Bedingungen

Die GS/MS besitzt ein bestimmtes Leitbild. Dieses beinhaltet unter anderem eine freundliche und wertschätzende Atmosphäre, die Einbeziehung externer Partner, wie Firmen oder Universitäten und gewisse Mitsprache von Eltern und Schülern. Der Unterricht beinhaltet die Persönlichkeitsbildung, Soziales Lernen, inklusives Lernen und mediales Lernen. Das Schulleben findet unter anderem durch die gemeinsame Erarbeitung von Regeln statt.

Die Schule besitzt genug finanzielle Mittel. Es gibt Beamer in den Klassenräumen. Die Schule besitzt verschiedenste Sportfelder, welche teilweise auch in der Pause genutzt werden können. Die Flure der Schule sind mit Bildschirmen ausgestattet.

3. Lehrplanbezug

Der Lehrplanbezug des Inhalts der Unterrichtsstunde ist sowohl nach dem aktuellen Lehrplan Plus aber auch laut der Fachliteratur gegeben. Die Fachliteratur (Müller 2010) besagt, dass der Einsatz der Großschreibung bei unbestimmten Zahlenangaben im Zusammenhang mit dem syntaxbezogenen Ansatz der Rechtschreiblehre in der 6. Klasse stattfindet.

Sieht man sich die Kompetenzerwartungen und Inhalte zum Rechtschreiben im Lehrplan Plus in Bayern an, so wird man an folgender Stelle fündig.

Deutsch Mittelschule

Jahrgangsstufe 6

D6 4.3 Richtig schreiben Groß- und Kleinschreibung

Hier wird als Kompetenzerwartung erwartet, dass die SuS bekannte und zusätzliche Regelhaftigkeiten der Rechtschreibung anwenden können. Als Beispiele werden hier die Großschreibung von Nomen und die Nominalisierung von Adjektiven und Verben genannt. Einen expliziten Verweis auf die Großschreibung nach unbestimmten Zahlenwörtern findet man hier nicht. Dies kann damit zusammenhängen, dass der syntaxbezogene Ansatz im Allgemeinen nicht sehr verbreitet ist.

4. Sachanalyse

Das allgemeine Stundenthema ist die Groß- und Kleinschreibung. Es soll zum einen auf die bereits vorhandenen Kenntnisse der Schüler eingegangen werden. Zum anderen soll durch die Erweiterungsprobe eine neue Methode zur Erkenntnis der Groß- und Kleinschreibung erprobt werden. Die Attribut- und Erweiterungsprobe ist Teil des syntaxbezogenen Ansatzes. Über diesen Ansatz habe ich bereits eine Seminararbeit in einem anderen fachdidaktischen Seminar geschrieben. Es wird geprüft, ob sich Wörter durch ein Adjektiv erweitern lassen. So erkennen die Schüler den sogenannten nominalen Kern und dieses Wort wird groß geschrieben (vgl. Müller 2010, S. 164f.). Der syntaxbezogene Ansatz unterscheidet sich vom herkömmlichen wortartbezogenen Ansatz darin, dass er den Satzzusammenhang in den Vordergrund stellt. Es handelt sich hierbei um einen Ansatz, der in der Fachwissenschaft als sehr effektiv angesehen wird, jedoch von den Lehrern nicht so gut angenommen werde. Das Stundenthema ist die Erarbeitung der Tatsache, dass unbestimmte Zahlenwörter anzeigen können, dass das darauffolgende Wort großgeschrieben wird. Nach dem syntaxbezogenen Ansatz sollte man den nominalen Kern bestimmen können. Danach wird die Erweiterungs- und Umstellprobe erlernt. Dies geschieht bei einfachen Substantiven.

Erst zu einem späteren Zeitpunkt werden Aufgaben mit Genitivattributen und unbestimmten Zahlenwörtern, z.B. ,viel Neues‘, oder Nominalisierungen erlernt. Diese werden dann in der 6. und 7. Klasse gelehrt (vgl. Müller 2010, S. 165f.). Das Thema der unbestimmten Zahlenwörter ist also für die 6. Klasse gerade richtig. Unbestimmte Zahlenwörter wie z.B. ‚viel, nichts, alles‘ können zeigen, dass das folgende Wort großgeschrieben wird. Dieses Wort kann auch zu einem Adjektiv umformuliert werden. Ein Beispielsatz kann hier sein: Es gibt Interessantes zu berichten. => Es gibt viel Interessantes zu berichten. => Das, was berichtet wird, ist interessant.

Eine Beispielaufgabe für die Klassenstufe 6 könnte sein: „Analysieren von Satzstrukturen mit präpositionalen Attributen: Erweiterungen mit Präpositionen finden.“ (ebd., S. 170). Es sollen in einem Text die nominalen Kerne unterstrichen werden, die auf die präpositionalen Attribute folgen. Daraufhin soll durch die Umstell- und Ersatzprobe ermittelt werden, ob es sich hierbei um ein Satzglied handelt. Nachgestellte Erweiterungen sollen ebenfalls ermittelt werden (vgl. ebd., S. 181). Diese Aufgabe dient der Übung und Festigung des Gelernten (vgl. ebd., S. 170) und stammt aus folgendem Werk: Müller 2010: „Rechtschreiben Lernen“ S. 181.

Hinsichtlich der Begrifflichkeiten sollte darauf geachtet werden, dass Begriffe wie ‚nominaler Kern‘ oder andere Fachtermini im Unterricht verhindert werden. Es sollte also eine klare didaktische Reduktion stattfinden.

5. Didaktische Analyse

Klares Bildungsziel ist das Richtige Schreiben der Groß- und Kleinschreibung. Allein der syntaxbezogene Ansatz behandelt die Großschreibung nach unbestimmten Zahlenwörtern. Aus diesem Grund ist es wichtig diese Methode zu lehren und die Großschreibung bei unbestimmten Zahlenwörtern als neues Thema zu präsentieren. So liegt der konkrete Bildungsgehalt der Stunde in der neuen Methode, sowie der neuen Rechtschreibregel.

Weil dieser Lehrstoff für die Schüler sehr trocken ist, sowie von sich aus nur geringe Lernmotivation hervorruft, ist es sehr wichtig, für andere Arten der Motivation zu sorgen. Diese Motivation kann zum Beispiel durch die Einarbeitung in eine Geschichte geschehen, welche gleichzeitig auch zu einem Verstehen der Schülerinnen und Schüler führt. Die Geschichte über einen Freund in Mexiko, welcher Bananen mitbringt und Dinge erzählt, wirkt hier sehr Schülerorientiert und motivationsfördernd. Auch das Einbetten der Doppelstunde in Form von Darbietung eines Textes, welcher zerschnitten wurde und in dem alles klein geschrieben wurde und welcher von einem ‚Kollegen‘ als ein Problem an den Lehrer weiter gegeben wurde wirkt motivationsfördernd und lernfördernd. Hier werden die Schülerinnen und Schüler mit dem Problem konfrontiert, dass sie herausfinden sollen, welche Wörter großgeschrieben werden. In der Stunde lernen und wiederholen die Schülerinnen und Schüler die Rechtschreibregeln der Groß- und Kleinschreibung und können dann durch das gelernte das Problem mit den Textfragmenten lösen: Sie können den Text in der richtigen Reihenfolge zusammensetzen, indem sie die Wörter identifizieren können, welche groß geschrieben werden.

Grundvoraussetzung für diesen Unterricht ist natürlich, dass die Schülerinnen und Schüler bereits Erfahrungen mit der Groß- und Kleinschreibung besitzen. Diese besitzen sie in der Jahrgangsstufe 6 auf jeden Fall. Die Einbettung des Themas des syntaktischen Lehransatzes und dem damit zusammenhängenden Thema der Groß- und Kleinschreibung wird in der Sachanalyse beschrieben. Denn ein Lernziel der Stunde ist die neue Methode des syntaxbezogenen Ansatzes. Somit findet man die Einbettung der neuen Rechtschreibregel in der Methode, sowie die neue Methode in der Sachanalyse. Es sei gesagt, dass in dieser konkreten Stunde der Inhalt der Großschreibung von Wörtern nach unbestimmten Zahlenwörtern in der 6. Klasse erfolgt. Allerdings sollten die Schüler, wenn der syntaxbezogene Ansatz vollständig gelehrt werden soll, die neue Methode bereits mindestens seit der 5. Klasse kennen. Hier werden die Grundlagen gelegt, wie zum Beispiel das Erkennen des nominalen Kernes und dessen Erweiterung. In der Unterrichtsstunde werden diese Schritte in eine Stunde gelegt und gekürzt. Dennoch ist der neue Lerninhalt verständlich. Es handelt sich beim syntaxbezogenen Ansatz um einen neuen Ansatz, welcher den Vorteil hat, verschiedene Phänomene der Groß- und Kleinschreibung erklären und didaktisch vermitteln zu können. Es wird also nicht mehr nur über die Wortart gelehrt.

Der Lerninhalt, also die richtige Anwendung der Groß- und Kleinschreibung ist elementar Wichtig für das Alltagsleben in der Gegenwart und der Zukunft. In jedem Fall können die SuS bei der konsequenten Anwendung des syntaxbezogenen Ansatzes über einen längeren Zeitraum, ein groß zu schreibendes Wort daran erkennen, dass es erweiterbar ist. Darüber hinaus werden den Schülern neben der Großschreibung bei unbestimmten Zahlenwörtern auch andere spezielle Phänomene vermittelt werden. In dieser konkreten Unterrichtsstunde kann aber nicht alles nachhaltig und dauerhaft vermittelt werden. Aus diesem Grund handelt es sich um eine Stunde, bei der ein wenig mit dem syntaxbezogenen Ansatz ausprobiert wird. Er wird den Schülerinnen und Schülern vorgestellt und beispielhaft angewendet.

6. Lernziele

Aufgrund des neuen Lehrplanes sollen in den Lernzielen Kompetenzerwartungen formuliert werden. Aus diesem Grund werden im Folgenden die Kompetenzerwartungen an die Schüler formuliert.

Die Schülerinnen und Schüler…

- … sind in der Lage bereits vorhandenes Wissen über die Groß- und Kleinschreibung zu reaktivieren und anzuwenden

Die Schüler wiederholen die Regeln der Groß- und Kleinschreibung, die sie bereits kennen. Hierzu kann man folgende Regeln beispielhaft zählen: Großschreibung von Nomen, Großschreibung an Satzanfängen oder auch Nominalisierungen. Zudem Erlernen die Schüler eine neue Methode. Diese Methode ist die erwähnte Methode des syntaxorientierten Ansatzes.

Die Schüler erwerben dann folgendes Wissen:

Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ein Wort im Satz großgeschrieben wird, so frage ich mich:

Kann ich vor das Wort ein anderes Wort setzen, welches dieses Wort beschreibt? Hat die Beschreibung die richtige Endung, nämlich ein –e, -en, -em, -er, -es? Kann ich beide Fragen bejahen, so wird dieses Wort großgeschrieben.

Durch aktives Einbringen und Übungen wenden die Schülerinnen und Schüler ihr bereits vorhandenes Wissen über die Groß- und Kleinschreibung an.

Es werden unterschiedlichste Methoden der Reaktivierung angewandt. Die Schüler befinden sich ca. die erste Hälfte der Doppelstunde im Reaktivierungs- und Wiederholungsprozess.

- … sind in der Lage die Großschreibung anhand der unbestimmten Zahlenwörter richtig anzuwenden

Mit Hilfe der verschiedensten Methoden der Schüleraktivierung (Banane, Mexiko) werden die Schüler auf das Thema aufmerksam. Die Schüler erlangen in der zweiten Hälfte der Doppelstunde folgende Kompetenz:

Heute habe ich gelernt, dass Zahlenwörter wie z.B. ‚viel, nichts, alles‘ zeigen können, dass das folgende Wort großgeschrieben wird. Dieses kann auch zu einem Adjektiv umformuliert werden.

7. Methodeneinsatz

In dieser Doppelstunde kommen unterschiedlichste Methoden zum Einsatz. Sie sollen den Schüler motivieren und den Schülerinnen und Schülern den Stoff auf unterschiedlichste und abwechslungsreiche und zudem interessenfördernde Art und Weise beigebracht werden.

Die Stunde beginnt mit einem Textausschnitt an der Tafel. Es handelt sich um Frontalunterricht, allerdings werden die Schüler in eine einleitende Problemstellung mit einbezogen. Alle Schüler werden auf gleiche Weise für die Stunde aktiviert. Diesem Prinzip folgend werden Regeln der Groß- und Kleinschreibung wiederholt und angewendet, indem der Lehrer durch frontale Aufgabenstellung die Schülerinnen und Schüler in den Unterricht integriert. Es entsteht ein Unterrichtsgespräch. Es handelt sich auch hier um einen Frontalunterricht, bei dem die SuS aktiv an der Aufgabenstellung arbeiten. Als Überleitung zum Thema der Großschreibung bei unbestimmten Zahlenwörtern wird ein plastischer Gegenstand (Banane) den Schülern präsentiert. Dies wird in der angewandten Stunde sehr gut von den Schülern aufgenommen. Anhand dieser Banane und einer Powerpointfolie, welche einen fiktiven Freund in Mexiko zeigt wird eine fiktive Geschichte kreiert, welche sehr Schülerorientiert ist und die Schüler in das doch trockene Thema mitnimmt. Die Geschichte handelt von einem Freund in Mexiko, welcher einige Sätze sagt, bei welchem die Problematik der Groß- und Kleinschreibung mit unbestimmten Zahlenwörtern deutlich wird.

Der Frontalunterricht birgt auch immer das Risiko, dass schwächere Schüler etwas nicht verstehen oder den Anschluss verlieren. Nach diesem doch recht langen Frontalunterricht mit Unterrichtsgespräch machen die SuS Aufgaben zum Thema in Partnerarbeit, bzw. offener Einzelarbeit. Hier zeigen sich die unterschiedlichen Leistungsniveaus der Schüler sehr deutlich. Es handelt sich um die einzige Einzelarbeit der Stunde. Die Schülerinnen und Schüler erkennen für sich selbst und auch der Lehrer erkennt, wo noch einzelne Defizite liegen und in wie fern das Thema verstanden wurde. Hier hätte man auch noch mehr differenzieren können und mehr auf die Lernniveaus der SuS eingehen können.

Am Ende geht es wieder zurück zum Frontalunterricht und Unterrichtsgespräch. Die Anfängliche Textaufgabe an der Tafel wird gelöst.

In der Unterrichtsstunde wir eher deduktiv gearbeitet. Dies bedeutet, es wird vom allgemeinen Fall zum besonderen gelehrt. Zuerst werden die allgemein bekannten Grammatikregeln wiederholt, ehe schließlich zu der speziellen Grammatikregel übergegangen wird. In der Besprechungsstunde zeigte sich aber, dass diese Herangehensweise so nicht richtig ist, sondern es besser wäre, den Fokus auf die Großschreibung im Falle unbestimmter Zeitangaben zu legen. Die Einführung in den syntaxbezogenen Ansatz würde dann ausgelagert werden.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass man allgemein vom Frontalunterricht in die Einzel-, Partner-, oder Gruppenarbeit übergeht. So werden zuerst alle Schüler mitgenommen, ehe dann differenziert und individuell geübt und gelernt werden kann.

Im Allgemeinen ist auf einen wesentlich stärkeren Methodenwechsel zu achten, welcher sich nicht nur durch unterschiedliche Frontalunterrichtsformen ausdrückt, sondern vielmehr auch interaktive und individuelle Methoden anwendet.

8. Medien

In dieser Unterrichtsstunde soll auf einen abwechslungsreichen Unterricht durch Einsatz verschiedener Medien geachtet werden. Es werden viele visuelle Medien eingesetzt. So zum Beispiel die Textausschnitte auf der Tafel oder die angestrahlten Powerpointfolien. Aber auch der Tafelanschrieb ist visuell. Karikaturen lockern das trockene Thema Rechtschreiben ein wenig auf. Plastische Gegenstände kommen in Form der Bananen vor. Die Schüler können mit einem Arbeitsblatt auch pragmatische lernen. Auditives Lernen geschieht in Form des Lehrer-Schüler-Gespräches. Hier könnte für die zukünftigen Unterrichtsstunden noch auf Podcast oder Videos oder ähnliches zurückgegriffen werden.

9. Eventualitäten

Es hat sich konkret in dieser Stunde als wichtig erwiesen, dass man mit einplant, dass der Kopierer möglicherweise nicht funktioniert oder durch andere Lehrer belegt ist. Denn sollte man vor einer Unterrichtsstunde auf diesen zum Kopieren von Unterrichtsmaterial angewiesen sein, so kann es hier zu Verzögerungen kommen. Es ist also am besten man kopiert das Unterrichtsmaterial schon weit vor der Unterrichtsstunde um auf die Eventualitäten vorbereitet zu sein. Im Unterrichtsverlauf kann man sich auch auf manche Eventualitäten vorbereiten. Sollten die Schüler in der Anfangsphase noch nicht viele Rechtschreibregeln reproduzieren können, so kann man sie auch zu diesen hinleiten, oder selbst ein Beispiel nennen. In der Phase der Einzelarbeit sollte man die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie gut sie alleine mit der Bewältigung zurechtkommen. Sollten sich hier Probleme ergeben, kann die Einzelarbeit zur Partnerarbeit geöffnet werden und die SuS können sich von ihren Mitschülern Hilfe holen. Sollten Aufgaben, welche per Beamer angestrahlt werden nicht bearbeitet werden können, da zum Beispiel der Beamer oder der Computer kaputt ist, so sollte man Alternativaufgaben zur Hand haben. Diese können zum Beispiel im Deutschbuch stehen oder schon als Aufgabenblatt ausgedruckt sein.

In der durchgeführten Unterrichtsstunde hat sich auch herausgestellt, dass die vorherige Planung, dass die Schüler einzeln ihre Reproduktionen auf die Tafel schreiben nicht der Situation angemessen ist. Beobachtet man den sonstigen Unterricht und das Schülerverhalten, so kann man davon ausgehen, dass es nicht gut von den Schülerinnen und Schülern angenommen werden würde, wenn sie einzeln nach vorne gehen müssten. Deswegen wurde dieser Teil in der Anwendung der Stunde gestrichen.

10. Besprechung der gehaltenen Stunde

Wichtig ist es, die Stunde pünktlich anzufangen. Dies war in dieser Stunde ein Problem, denn der Drucker hatte Probleme und konnte die Blätter nicht rechtzeitig drucken. In der Besprechung mit Frau Dr. XX wurde darauf hingewiesen, dass man nicht die Stunde verlassen sollte. Die Stunde war insgesamt zu überladen. Der Fokus der Stunde hätte nur auf den unbestimmten Zahlenwörtern liegen sollen. Das Thema des syntaxbezogenen Ansatzes hätte besser in eine andere Stunde ausgelagert werden sollen.

Die Dinge, welche gut gelaufen sind, ist die vorhandene Klammer, welche die Stunde umrahmt, in Form von dem Text an der Tafel. Der Bananeneffekt, also die Phase als die Banane in der Stunde zum Einsatz kam, war, genauso wie die Mexikogeschichte, die zu Einstieg in das Thema der unbestimmten Zahlenwörter erzählt wurde. Des Weiteren wurde gut auf das Vorwissen der Schüler eingegangen und aufgebaut. Allerdings hätte diese Phase deutlich kürzer sein müssen.

[...]

Details

Seiten
20
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668703742
ISBN (Buch)
9783668703759
Dateigröße
637 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v425565
Institution / Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,7
Schlagworte
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Autor

  • Chris K. (Autor)

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Titel: Unterrichtstunde mit Artikulationsschema im Fach Deutsch. Großschreibung nach unbestimmten Zahlenwörtern