Lade Inhalt...

Ist es nach dem Ende des Kalten Krieges friedlicher geworden?

Hausarbeit 2015 12 Seiten

Geschichte - Amerika

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der Kalte Krieg im Gesamtüberblick.

Der Kalte Krieg und die Interessen der Weltmächte

Koreakrieg

Kubakrise

Die Zeit nach dem Kalten Krieg8-

Fazit

Quellenverzeichnis

Einleitung

In dieser Hausarbeit wird das Thema „Ist die Welt nach dem Ende des Kalten Krieges friedlicher geworden?“ ausführlich behandelt. Dabei wird zuerst auf den Kalten Krieg in seinem zeitlichen und historischen Verlauf allgemein eingegangen und daraufhin speziell auf die Interessen der Großmächte.

Anbei wird das Wettrüsten und das Thema der Atom- und Nuklearwaffen näher erläutert, um später damit als Argument im Fazit zu argumentieren, welchen Einfluss diese Waffen derzeit gegenwärtig noch haben. Inhaltlich werden verschiedene Einzelheiten, wie die Kubakrise oder der Koreakrieg gründlich dargestellt. Die Zeit nach dem Kalten Krieg wird dann gegen Ende dieser Hausarbeit, die historische Zeitspanne bis in die Gegenwart aufholen, und aktuelle globale Probleme darstellen, die dann wiederum als Argumente für meine Meinung im Fazit dienen, um eine konstruktive Kritik ausüben zu können. Zuletzt werden die Quellen aufgelistet, um Gedankengänge, Strukturen und Aufbau nachvollziehen zu können.

Der Kalte Krieg im Gesamtüberblick

Die Wurzeln des Kalten Krieges reichten bis weit vor die Jahre 1945 zurück, denn gegen Ende des Ersten Weltkrieges sah sich die Sowjetunion in ihren internationalen Beziehungen als sozialistisches Land ausgegrenzt, welches später mit Bürger- und Interventionskriegen aktiv bekämpft wurde. Die umgebenden Großmächte und die zukünftigen NATO-Länder, grenzten die Sowjetunion geographisch ein und brachten sie in eine suboptimale strategische Lage. Daraufhin fühlte sich die Sowjetunion einerseits eingeengt und andererseits militärisch bedroht von den umliegenden Staaten. Die einzige Möglichkeit und Lösung sich auszubreiten war die flächendeckende Ausbreitung der eigenen Herrschaft in den westlichen Staaten, wodurch es zur Ausdehnung des Sozialismus kam. Doch trotz der strategisch schlechteren Ausgangssituation erstarkt die Sowjetunion allmählich und bereitete sich auf einen Angriff ausgehend vom Westen vor. Sie hatte den Wiederaufstieg zur Weltmacht im Sinn, wodurch es zu einer enormen Furcht vor der rasanten Ausbreitung des Sozialismus in ganzen westlichen Bevölkerungsgruppen kam. Doch jeder mündige Bürger der westlichen Großmacht konnte die Intension dahinter und den Irrglauben der Verbreitung des Sozialismus erkennen, denn man glaubte „es sei an der Zeit, den Kapitalismus durch den Sozialismus abzulösen“. Beide Großmächte fürchteten sich gegenseitig und sahen im Gegner eine bedrohende Macht, sodass es kaum Differenzierungen, Kompromisse, geschweige denn zu Annäherungen kam , da man sich schon in verschiedene Hemisphären zweigeteilt sah. Die Spannungen zwischen den Großmächten wurden immer intensiver und es zeichnete sich ab, dass Deutschland eine Strategie verfolgte, mit der man die Welt erobern wollte, und somit auch die involvierte Sowjetunion. Schließlich kam es zum Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion am 22.06.1941. Der gegnerische Vergeltungsschlag ließ nicht lange auf sich warten, denn schon am 07.12.1941 überfiel Japan die USA in Pearl Harbor. Diese beiden historischen Ereignisse brachten für beide Seiten die Erkenntnis in ihren bisherigen politischen Auffassungen. Mit der Zeit wurden die naturwissenschaftlichen und technologischen Fortschritte bemerkbar, denn man hatte das Wissen erlangt, eine Atombombe zu bauen. Dieses Wissen wurde der Sowjetunion jedoch vorenthalten, sodass sie sich erneut ausgegrenzt fühlten. Der Sowjetunion lag dennoch viel daran über das Auslandsabteil eine rasante Informationsbeschaffung herbeizueilen, über die neuen Erkenntnisse des atomaren Wissens. Ihnen gelang es bis zum Jahr 1945 ihre Atomindustrie in militärischer Hinsicht auf das gleiche Niveau zu bringen, welches auch die Westgroßmacht aufwies. Nun standen sich die Kontrahenten in einer neuen Dimension erneut gegenüber, denn die zuvor von Wissenschaftlern befürchtete Theorie, die Bomben könnten im Krieg missbraucht werden, hatte sich mehr als bestätigt, als die erste Atombombe von der Sowjetunion am 29.08.1949 gezündet wurde. Auch die amerikanischen Streitkräfte ließen bis 1954 mehrere Wasserstoffbombentest durchlaufen. Die zuvor aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangene stolze Sowjetunion strotze vor Selbstbewusstsein und Macht und war aus eigener Kraft heraus bereit den eigenen Herrschaftsraum bis Westeuropa auszubreiten, der jedoch in Europa kaum Fuß fassen konnte. Auch die verfeindete Großmacht USA konterte im Gegenzug und wurde durch die Abgabe der Rolle von Großbritannien in ihrem Aufstreben unterstützt und zudem durch eine ausformulierte militärische Strategie von Churchill ermutigt, militärische Stärke zu beweisen. Das führte zu jahrzehnter langer Konfrontation der beiden eigensinnigen Kontrahenten, die jedoch nie beabsichtigt hatten mit dem Gegenüber ein Abrüsten zu vereinbaren. Mit der zunehmenden Aufrüstung und dem atomaren Waffenbesitz hatten beide Großmächte eine gewisse Sicherheit vor Angriffen und Kriegsmittel zur Verfügung, die jedes Konzept von Krieg übertraf. Die angehäuften Waffenberge und der Überbesitz an Rüstungen sorgten für einen enormen militärischen Aufschwung und hatten schon bald jede Vorstellungskraft übertroffen. Das Überrüsten beinhaltete keinen Sicherheitsaspekt mehr, sondern galt nur noch als reine Machtdemonstration und sollte zur Einschüchterung der anderen Großmacht dienen. Doch im Neoatomzeitalter führte ein Mehrbesitz an Waffen und Rüstung zur Destabilisierung und sorgte für das Gegenteil von Sicherheit. Außerdem wurden in diesem Zeitalter neue Ideologien entwickelt, die sich gegen die bisherige Entwicklung durchsetzte und eine neue Weltordnung forderte.

In beiden Hemisphären fanden friedensähnliche Bewegungen statt, auch wenn sie im Ostblock ideologisch bekämpft wurden. Zusammenfassend war der Kalte Krieg ein historisches Ereignis, bei dem beide Supermächte die alleinige Weltherrschaft forderten und ihre Ideologien bei den Kontrahenten durchsetzen wollten. Jede Großmacht sah sich von der anderen bedroht, sodass sich beide Hegemonialmächte absichtlich antagonistisch verhalten haben. Letztendlich sorgte die übertriebene Entwicklung der Kernwaffen, und der Verständnis, dass man die gesamte Menschheit damit vernichten könnte für ein rigoroses Ende des Kalten Krieges. (Knappe.U., Alter, neuer Kalter Krieg, Eine philosophiegeschichtliche Analyse des Zusammenhangs von „Sozialismus“ und Frieden, S.162ff).

Der Kalte Krieg und die Interessen der Weltmächte

Als Deutschland im Februar 1945 aufgeteilt wurde und daraufhin im Juni 1945, 50 Nationen die Charta der UNO unterzeichneten, auch die USA und die UdSSR, war das gemeinsame Ziel klar, den Weltfrieden zu sichern und Konflikte durch schiedsrichterliche Entscheidungen beizulegen. Die Interessen der USA bestanden vor allem darin, Europa wieder aufzubauen und zu stärken. Diese Ziele sollten zum einen mit dem Morgentau-Plan, welcher beinhaltet, dass Deutschland ein reiner Agrarstaat werden sollte und zum anderen mit dem Marshall-Plan (Unterstützung Europas durch Materiallieferungen, Produktionsaufträge und nicht zurück zuzahlende Kredite) umgesetzt werden. Die UdSSR jedoch verfolgte eine andere Politik, deren Interessen darin bestanden, die eigene Weltmachtstellung auszubauen und gleichzeitig zu sichern , sowie die Besatzungszonen auszuplündern, durch die Forderung von hohen Reparationszahlungen. Es wurde sehr deutlich, dass die USA und die UdSSR gegensätzliche Ziele in den jeweiligen Besatzungszonen verfolgten. Der amerikanische Präsident Truman schätze die UdSSR als „einen aggressiven Staat“ ein und wollte den weltweiten Einfluss der Russen verhindern. So entstand die Truman-Doktrin, die besagt, dass die USA allen Staaten helfen wird, die vom Kommunismus bedroht werden. Im Herbst 1947 bereitete die USA im Alleingang eine Währungsreform für den Westen Deutschlands vor. Als daraufhin im März 1948 eine gemeinsame Konferenz der Besatzungszonen stattfand, verließen die Vertreter der Sowjetunion die Konferenz, noch bevor sie über die geplante Reform informiert werden konnten, die letztlich im Juni 1948 im Westen umgesetzt worden war. Die Reaktion der Russen auf diese Reform, war die Totalblockade Westberlins, die jedoch im Mai 1949 aufgehoben wurde und die Erpressungspolitik der Russen scheitern ließ. Schon kurz darauf fand ein Ereignis statt, welches die deutsche Geschichte bis heute prägt, denn im September 1949 wurde die BRD gegründet und im Folgemonat Oktober die DDR. Die Teilung der Welt in zwei Lager war jedoch schon im Frühling 1949 besiegelt , als die NATO gegründet wurde. (Arbeitsblatt, Bolz.J., Auf dem Weg in den Kalten Krieg,(2014) ; Internetseite Planet Wissen ,Kalter Krieg; Internetseite Geschichte kompakt, Kalter Krieg).

Koreakrieg

1945 erlitt Japan eine Niederlage und Korea verblieb als einst erobertes Land, aufgeteilt in zwei Besatzungszonen. Im Süden waren die Amerikaner und im Norden die Russen. Die Aufteilung in die zwei Besatzungszonen führte dazu, dass die Russen in Nordkorea eine sozialistische Republik errichteten und die Amerikaner im Süden eine Demokratie. Es herrschten also wieder zwei unterschiedliche Ideologien in einem Land, wie zuvor schon in Deutschland.

1950 erteilte Stalin den nordkoreanischen Truppen den Befehl Südkorea anzugreifen, mit dem Ziel das gesamte Land unter kommunistischer Herrschaft wieder zu vereinen. Auf diesen Schritt reagierte der UN- Sicherheitsrat mit militärischen Eingriffen der vereinten Nationen unter dem Oberkommando des amerikanischen Generals MacArthur. Während des Krieges wuchs die Gefahr militärischer Auseinandersetzungen zwischen den USA und China, die Nordkorea unterstützen. Im Frühjahr 1951 verstärkte Nordkorea mit Chinas Hilfen den Druck auf den Süden und zwang die UN- und US-Truppen zum Rückzug. Im Herbst erhöhten sich die Bombeneinsätze auf beiden Seiten und MacArthur erwog den Einsatz von Atomwaffen woraufhin Truman jedoch ablehnte. 1953 erfolgte dann die Wiederherstellung der Teilung Koreas am 38igsten Breitengrad. Mit dem Kriegseintritt in den Koreakrieg folgte die USA den Konditionen des Kalten Krieges und sieht sich im „Kampf der Systeme“ als Vormacht der „freien Welt“. Die Beteiligung in Korea sollte der Welt klar machen, dass die USA überall dem Vormarsch der Kommunisten resolut entgegentraten. Aufgrund des Effektes des Korea Krieges propagierte der US-Außenminister John Foster Dulles die sogenannte „Roll-Back“ Politik, die vorsah, dass die sowjetische Expansion nicht nur aufgehalten sondern zurückgedrängt werden sollte. (Internetseite Planet Wissen, Koreakrieg; Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterial, Wikipedia: Koreakrieg).

Kubakrise

Der Höhepunkt des Kalten Krieges hatte sich während der Kuba Krise gezeigt. 1962 entdeckten amerikanische Aufklärungsflugzeuge stationierte Sowjetraketen auf Kuba, woraufhin der damalige Präsident John F. Kennedy eine Sonderberatungsgruppe einberief und sich dazu entschloss eine Seeblockade zu errichten, doch die Russen ließen sich nicht davon beeindrucken. Die ersten sowjetischen Schiffe näherten sich dem Blockadering, was zur Folge hatte, dass in der ganzen Welt die Anspannung und die Angst vor einem atomaren Weltkrieg stieg. Chruschtschow, der damalige Regierungschef der Sowjetunion forderte, dass die USA Mittelstreckenraketen aus der Türkei zurückziehen sollte und erst dann würde er auf die Stationierung von Waffen in Kuba verzichten. Kennedys Forderung war, dass die USA nicht auf Kuba intervenieren, wenn Chruschtschow die Raketen nicht abziehe. Im Gegenzug würden die Amerikaner die ihre Raketenbasen in der Türkei abbauen. Die Sowjetunion war mit diesem Vorschlag einverstanden, sodass die Gefahr eines atomaren, dritten Weltkrieges gebannt war. Der Fall der deutschen Mauer 1989 war ein Ereignis, welches auch maßgeblich zum Ende des Kalten Krieges führte. In der Sowjetunion entstanden marktwirtschaftliche Probleme und die Lebensumstände der Menschen verschlechterten sich enorm, Kriegsmüdigkeit machte sich breit und die Bevölkerung revoltierte gegen den scheinbar nie endenden Krieg. Gorbatschow, der neue Präsident der Sowjetunion leitete eine Reform ein- „Glasnost“ und „Perestroika“. Die Auflösung des Warschauer Paktes, die bereits 1985 stattfand, führte dazu, dass die Sowjetunion zusammenbrach und sich die Opposition vergrößern konnte, wodurch der Krieg beendet ohne einen klaren Sieger beendet war. (Arbeitsblätter Kuba-Krise, Internetseite Geschichte kompakt, Kuba-Krise, Wikipedia: Kuba-Krise).

[...]

Details

Seiten
12
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668742123
ISBN (Buch)
9783668742130
Dateigröße
479 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v432090
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,0
Schlagworte
ende kalten krieges

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Ist es nach dem Ende des Kalten Krieges friedlicher geworden?