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Die zunehmende Bedeutung von Tochtergesellschaften im Internationalen Management - dargestellt am Beispiel ausgewählter Aktivitäten von Unternehmen in Mittel- und Osteuropa

Diplomarbeit 2005 226 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

DARSTELLUNGSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellungen und Zielsetzungen der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung

2. DIE ROLLE VON AUSLÄNDISCHEN DIREKTINVESTITIONEN ALS MATERIELLE GRUNDLAGE DER BILDUNG VON AUSLÄNDISCHEN TOCHTERGESELLSCHAFTEN
2.1 Direktinvestitionsmaßnahmen und Markterschließungsstrategien
2.1.1 Definition und Charakterisierung von Ausländischen Direktinvestitionsmaßnahmen (ADI)
2.1.2 Definition und Charakterisierung von Markterschließungsstrategien auf ausländischen Märkten
2.1.3 Globalisierung der Märkte
2.2 Zur wachsenden Bedeutung von Ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in Mittel- und Osteuropa
2.3 Motive für Ausländische Direktinvestitionen in Mittel- und Osteuropa
2.3.1 Kostenorientierte Motive
2.3.2 Absatzorientierte Motive
2.3.3 Steuerorientierte Motive
2.3.4 Umgehung der Konkurrentensituation
2.3.5 Verbesserung der strategischen Positionierung im internationalen Wettbewerb
2.3.6 Beschaffungsorientierte Motive
2.3.7 Überwindung von Handelshemmnissen

3. INTERNATIONALISIERUNG VON DEUTSCHEN UNTERNEHMEN
3.1 Der „Going International“ Prozess von deutschen Unternehmen in Ländern Mittel- und Osteuropas
3.2 Gründe für die zunehmende Internationalisierung von deutschen Unternehmen
3.3 Der Planungsprozess im Internationalen Management
3.4 Markterschließungsstrategien - Herausforderung an das Internationale Management
3.5 Eintritt in die Märkte Mittel- und Osteuropas (MOE) im Lichte der Osterweiterung der Europäischen Union (EU)

4. Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien in Mittel- und Osteuropa
4.1 Tochtergesellschaften als Markterschließungsstrategie in Mittel- und Osteuropa
4.1.1 Definition und Charakterisierung von ausländischen Tochtergesellschaften
4.1.1.1 Vertriebsgesellschaften
4.1.1.2 Produktionsgesellschaften
4.1.1.3 Vollständige Tochtergesellschaften
4.1.2 Akquisition von ausländischen Tochtergesellschaften
4.1.2.1 Vorteile der Akquisition von ausländischen Tochtergesellschaften
4.1.2.2 Nachteile der Akquisition von ausländischen Tochtergesellschaft
4.1.3 Neugründung ausländischer Tochtergesellschaften (Greenfield-Strategie)
4.1.3.1 Vorteile der Neugründung von ausländischen Tochtergesellschaften
4.1.3.2 Nachteile der Neugründung von ausländischen Tochtergesellschaften
4.2 Joint Ventures als Markterschließungsstrategie
4.2.1 Definition und Charakterisierung von Joint Ventures bzw. Gemeinschaftsunternehmen
4.2.2 Joint Ventures als Vorstufe zur Akquisition von ausländischen Tochtergesellschaften
4.2.3 Die Typisierung von Joint Ventures nach dem Grad der Eigentumsverhältnisse und dem Grad der Kontrolle
4.2.3.1 Minderheitsbeteiligung des inländischen Unternehmens
4.2.3.2 Paritätische Beteiligung der Unternehmen - Equity Joint Venture
4.2.3.3 Mehrheitsbeteiligung des inländischen Unternehmens
4.2.4 Vorteile von Joint Ventures mit ausländischen Unternehmen
4.2.5 Nachteile von Joint Ventures mit ausländischen Unternehmen

5. Die zunehmende Bedeutung von ausländischen Tochtergesellschaften als Markterschließungsstrategie in den Märkten der MOE-Länder
5.1 Vorteile von Tochtergesellschaften im Vergleich zum Export in Mittel- und Osteuropa
5.2 Vorteile von Tochtergesellschaften im Vergleich zu Joint Ventures in Mittel- und Osteuropa
5.3 Vorteile der Akquisition von ausländischen Tochtergesellschaften in mittel- und osteuropäischen Ländern
5.4 Vorteile von ausländischen Tochtergesellschaften als Greenfield-Investment in mittel- und osteuropäischen Ländern
5.5 Determinanten von ausländischen Tochtergesellschaften in mittel- und osteuropäischen Ländern
5.5.1 Rechtliche und Politische Determinanten
5.5.1.1 Politisches Risiko
5.5.1.2 Rechtliches und institutionelles Risiko
5.5.1.3 Steuerliche und wirtschaftspolitische Anreize
5.5.1.4 Privatisierungs- und Restrukturierungsprozess
5.5.1.5 Außenhandelspolitik des Gastlandes
5.5.1.6 Standortpolitik im Mutterland
5.5.1.7 Subventions- und Förderanreize
5.5.1.8 Rechtliche Restriktionen
5.5.2 Wirtschaftliche Determinanten
5.5.2.1 Fiskalische und monetäre Stabilität
5.5.2.2 Marktgröße und Marktwachstum
5.5.2.3 Lohnkosten und Humankapital
5.5.2.4 Infrastrukturausstattung
5.5.2.5 Geographische Nähe und Agglomerationsvorteile
5.5.2.6 Finanzierungsmöglichkeiten

6. Die Managementmöglichkeiten ausländischer Tochtergesellschaften im Lichte der Niederlassungsfreiheit der EU - supranationale versus nationaler Rechtsformen
6.1 Die Niederlassungsfreiheit innerhalb der Grenzen der Europäischen Union
6.2 Der Theorienstreit im Internationalen Gesellschaftsrecht - Gründungstheorie versus Sitztheorie
6.2.1 Sitztheorie
6.2.2 Gründungstheorie
6.3 Die Entwicklung der EuGH-Rechtsprechung im Europäischen Gesellschaftsrecht
6.3.1 „Daily Mail“
6.3.2 „Centros”
6.3.3 „Überseering“
6.3.4 „Inspire Art“
6.3.5 Fazit
6.4 Rechtsformwahl bei der Internationalisierung von Tochtergesellschaften
6.5 Europas Angebot zur Gründung von supranationalen Tochtergesellschaften innerhalb der Europäischen Union
6.5.1 EWIV- Die europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung
6.5.2 Societas Europaea - Die Europäische Aktiengesellschaft
6.5.2.1 Statut der Societas Europaea
6.5.2.2 Die Gründung einer Tochter - SE
6.5.2.3 Wahlrecht zwischen dualistischer oder monistischer Organisationsverfassung
6.5.2.4 Zukunftsaussichten der SE als europäische Gesellschaftsform
6.5.3 Die Europäische Privatgesellschaft (EPG) - „Die Europäische GmbH“
6.6 Der Wettbewerb der Gesellschaftsrechtssysteme
6.6.1 „Race to the bottom“ - Gefahr oder Wettbewerbsmotor?
6.6.2 Problematik bei Verwendung ausländischer Gesellschaften
6.6.3 Anerkennung der Rechtsfähigkeit ausländischer Gesellschaften
6.6.4 Limited (Ltd.) sein oder nicht sein? - Das ist hier die Frage.
6.6.5 Fazit

7. Ausgewählte Fallstudien deutscher Unternehmen und deren Tochtergesellschaften in Mittel- und Osteuropa
7.1 Berlin Chemie AG
7.1.1 Die osteuropäischen Tochtergesellschaften von Berlin Chemie AG
7.1.1.1 UAB Berlin-Chemie Menarini Baltic / Litauen
7.1.1.2 Berlin-Chemie Menarini Baltic SIA / Lettland
7.1.1.3 Berlin-Chemie Menarini Polska Sp.zo.o.
7.1.1.4 ZAO Berlin-Pharma Moskau / Russland
7.1.2 Das Firmeninterview
7.1.3 Erfahrungen im Hinblick auf das Engagement in mittel- und osteuropäischen Märkten
7.2 DaimlerChrysler Services AG
7.2.1 Die osteuropäischen Tochtergesellschaften von DaimlerChrysler Services AG
7.2.2 Die Firmeninterviews mit den Tochtergesellschaften von DaimlerChrysler Services AG
7.2.2.1 DaimlerChrysler Services Bohemia s.r.o. und DaimlerChrysler Services Slovensko s.r.o.
7.2.2.2 DaimlerChrysler Services Polska Sp.zo.o
7.2.2.3 DaimlerChrysler Services Ungarn kft.
7.2.2.4 DaimlerChrysler Services Slovenia d.o.o
7.2.3 Erfahrungen im Hinblick auf das Engagement mittels Tochtergesellschaften in den osteuropäischen Märkten
7.3 Axel Springer Verlag
7.3.1 Die osteuropäischen Tochtergesellschaften des Axel Springer Verlags
7.3.2 Das Firmeninterview
7.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse des Interviews
7.3.4 Erfahrungen im Hinblick auf das Engagement in osteuropäischen Märkten
7.4 Zusammenfassung der Gesamtergebnisse der Firmeninterviews

8. Zusammenfassende Würdigung und Ausblick

LITERATURVERZEICHNIS

ENTSCHEIDUNGSREGISTER

ANHANG

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darstellungsverzeichnis

Abb. 1: Markterschließungsformen

Abb. 2: Systematisierung von Markterschließungsformen

Tabelle 1: Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen (ADI) im Mittel- und Osteuropa im Zeitraum 1999 - 2002

Tabelle 2: Profil der ausländischen Direktinvestitionen (ADI) Abbildungen im Anhang:

Abb. 3: Corruption Perceptions Index 2002

Abb. 4a: Privatisierungsaufkommen (kumuliert, in % des BIP)

Abb. 4b: Anteil des privaten Sektors am BIP in %

Abb. 4c: EBRD Privatisierungsindex

Abb. 5: Handelsliberalsierung - „Trade Openess Ratios“ im Vergleich

Abb. 6: Restriktionen für Direktinvestitionen in den mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten

Abb. 7a: Die EWU-Konvergenzkriterien von Maastricht

Abb. 7b: EWU-Konvergenz der EU-Beitrittsländer

Abb. 8: Bruttoauslandsverschuldung der mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten in % des BIP

Abb. 9: Leistungsbilanzsalden der mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten in % des BIP

Abb. 10: Währungsreserven in den mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten in Monatsimporten

1 EINLEITUNG

Der deutsche Philosoph Friedrich von Schlegel nannte Europa „eine Idee“ und der Franzose Victor Hugo ahnte jenen Tag voraus, „an dem ihr Nationen euch zu einer höheren Einheit innig verschmelzen werdet“, die „keine anderen Schlachtfelder“ mehr kennt als „als die Märkte, die sich dem Handel öffnen“. Mit Wirkung zum 01. Mai 2004 wurden Polen, die Tschechei, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen sowie Malta und der griechische Teil Zyperns in die EU integriert. Der Beitritt der zehn neuen mittel- und osteuropäischen Staaten am 1. Mai war die größte Beitrittsrunde in der Geschichte der EU und lässt die Gemeinschaft auf 25 Länder und um fast 75 Millionen Bürger wachsen. Damit leben in der EU jetzt 450 Millionen Menschen - 170 Millionen mehr als in den USA. Das dicht besiedelte Europa ist nun der größte Binnenmarkt der Welt. Im Jahr 2007 werden voraussichtlich Bulgarien und Rumänien in die Europäische Union aufgenommen. Dann kommen noch einmal rund 20 Millionen Einwohner hinzu.

An die EU-Osterweiterung knüpfen sich hohe Erwartungen. In diesem Zusammenhang sprach EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen vom „Beginn eines neuen Zeitalters“, während bei der Unterzeichnung der Beitrittsverträge am 16. April 2003 in der Stoa in Athen die Erweiterung durch Bundeskanzler Schröder als eine „einmalige Chance“ besonders hervorgehoben wurde. Eine Chance ist dieser Erweiterungsprozess für die deutsche Wirtschaft tatsächlich, auch wenn im Taumel der Euphorie weder die immensen Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft als auch die Wettbewerbskraft der beigetretenen Staaten unterschätzt werden dürfen. Die sich vollziehende EU-Osterweiterung stellt insbesondere für die Wirtschaften in den MOE-Ländern Chance und Herausforderung zugleich dar. Natürlich werden Kritiker die Erweiterung der EU pessimistisch betrachten und gerade für deutsche Unternehmen im Hinblick auf Standortverlagerungen und damit verbundenen Arbeitsplatzabbau1 nach Mittel- und Osteuropa ein wirtschaftliches Horrorszenario entwerfen. Aber die Erweiterung der Europäischen Union ist beileibe kein „Wohltätigkeitsakt“ für die Märkte Mittel- und Osteuropas und auch kein Selbstzweck. Die Erweiterung wird den Wirtschaftsstandort Deutschland, auch den Europas im globalen Wettbewerb wesentlich stärken. So wird sich die Integration der mittel- und osteuropäischen Wirtschaften als weiterhin positiv auf die Exportindustrie Deutschlands auswirken. Der Erweiterungsprozess kommt beileibe nicht überraschend auf die deutsche Wirtschaft zu. Schon seit Jahren engagieren sich deutsche Unternehmen auf den Märkten in Mittel- und Osteuropa. Für diejenigen Unternehmen, welche es bisher versäumt hatten, sich zu engagieren, kommt der Wettbewerb nun deutlich vor die eigene, deutsche Haustür und er betrifft bei weitem nicht nur Großunternehmen oder so genannte Global Player. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind von den sich bietenden Chancen und den Herausforderungen des sich verschärfenden Wettbewerbs betroffen. Mit der stufenweisen Einführung der gleichen Rechte und Normen in den Beitrittsländern entfallen ökonomische und rechtliche Hindernisse, welche vor allem kleine und mittlere Unternehmen bisher noch zögern ließen, nennenswerte Direktinvestitionen im osteuropäischen Ausland zu tätigen. Seit mit Beginn der 90er Jahre durch die tief greifenden Veränderungen in Osteuropa die Erschließung des Wirtschaftsraumes der mittel- und osteuropäischen Länder (MOE-Länder) möglich war, wurden die politischen und rechtlichen Zugangsbeschränkungen für ausländische Unternehmen sukzessive abgebaut und damit eine enorme Wachstumsdynamik ausgelöst. Aufgrund dieses Transformationsprozesses hat sich eine Vielzahl westeuropäischer Unternehmen mit ausländischen Direktinvestitionen auf den verschiedenen osteuropäischen Märkten engagiert. Seit Mitte der Neunziger Jahre lag das Wachstum der Beitrittsstaaten durchschnittlich zwei Prozentpunkte über dem in der EU, was unter anderem auch als direkte Folge der hohen ausländischen Direktinvestitionen anzusehen ist. Eine weitere Ursache dafür liegt in dem enorm gestiegenen Güterhandel und Kapitalverkehr zwischen der EU und den Beitrittsländern. Die Transformation der MOE-Länder war vor allem durch beträchtliche ausländische Direktinvestitionen und einem wahren Exportboom der EU-Länder in die MOE-Länder geprägt. Zu Beginn der neunziger Jahre und dem damit verbundenen Fall des „Eisernen Vorhangs“ war vor allem der Export die Domäne deutscher Unternehmen. So war unmittelbar nach der Öffnung der ehemals sozialistischen Länder in Mittel- und Osteuropa der Export als die am besten geeignete Markterschließungsstrategie angesehen, wenn es um die Erschließung des Potentials der osteuropäischen Märkte ging. Dies hing vor allem damit zusammen, dass Neugründungen von Tochtergesellschaften kaum realisierbar waren und vor allem viel zu zeitaufwendig und Ressourcen bindend waren. Dagegen galten Exporte als schnell, relativ unkompliziert und vor allem, für den Fall des Scheiterns im ausländischen Markt, als schnell und Kosten schonend umkehrbar. Bereits Mitte der neunziger Jahre erfuhren neben den nach wie vor florierenden Export- und Importaktivitäten deutscher Unternehmen die ausländischen Direktinvestitionen einen stetigen Zuwachs. Wichtig ist hierbei zu betonen, dass Direktinvestitionen keineswegs die Ex- und Importe verdrängen. Vielmehr bedingt das steigende Außenhandelsvolumen durch die wachsende Anzahl von Tochtergesellschaften vor Ort in den Märkten Mittel- und Osteuropas als positive Korrelation2 auch steigende ausländische Direktinvestitionen.3 Bereits zu diesem Zeitpunkt drängten vor allem die international agierenden Großunternehmen mittels Joint Ventures und ausländischen Tochtergesellschaften auf die Märkte der MOE-Länder. So kam es zu einer deutlichen Zunahme von Neugründungen bzw. Akquisitionen ausländischer Tochtergesellschaften.4 So resümieren Herrmann/Lipsey, dass mehr als 55 % von Direktinvestitionen, welche in den mittel- und osteuropäischen Ländern getätigt werden, in der Markteintrittsform des Greenfield Investment getätigt werden und rund 40 % in der Form von Akquisitionen.5 Dabei unterscheiden sich die Markteintrittsstrategien deutscher Unternehmen nicht von denen internationaler Unternehmen.

Verbundenen mit der Transformation der MOE-Länder war die schrittweise Anpassung der wirtschaftlichen und rechtlichen Systeme an den westeuropäischen Standards der EU-Mitgliedsstaaten. So führten unter anderem die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen sowie die gewachsene Rechtssicherheit für Investitionen ausländischer Unternehmen in den Transformationsländern zu einer wachsenden Bedeutung von Joint Ventures und ausländischen Tochtergesellschaften als Markteintrittsstrategie in den MOE-Ländern. Gegenüber allen anderen Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien zeichnen sich Tochtergesellschaften durch den höchsten Investitionsgrad aus. Sie unterliegen damit auch dem höchsten Risiko in Bezug auf sich verändernde politische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dieses Risikopotential ist durch den Beitritt einer Vielzahl der MOE-Länder und der damit verbundenen Übernahme des „Acquis Communautaire“ durch die Beitrittsländer „nahezu weggefallen“6. Die osteuropäischen Beitrittsländer haben seit Öffnung ihrer Märkte einen längeren Anpassungsprozess durchlaufen, welcher bereits vor dem Beitritt zur EU im Mai dieses Jahres zur teilweisen Übernahme des „Acquis Communautaire“ führte. Die Anwendung des „Acquis Communautaire“ bedeutet für die investierenden Unternehmen zugleich mehr Rechtssicherheit in vielen Bereichen. Im Rahmen der für ausländische Unternehmen wichtigen Währungsstabilität eines Landes werden die Umrechnungskurse der Währungen der neuen Mitgliedsländer bis zur schrittweisen Schaffung der Einheitswährung Euro in den Beitrittsstaaten nur noch innerhalb eines festen Korridors schwanken. Damit verbunden ist letztendlich der Vorteil, die Wechselkursrisiken einer typischerweise instabilen Finanzwelt zu vermindern und dadurch solche Transaktionskosten senken zu können, welche nicht Werte schaffend sind. Die aus den vorgenannten Maßnahmen resultierende Rechtssicherheit und Währungsstabilität, sowie der weitestgehend freie Zugang zu den neuen Märkten ist für Investoren, welche in den beigetretenen Ländern ausländische Direktinvestitionen tätigen wollen extrem wichtig und macht diese noch attraktiver als vorher. Die Internationalisierung deutscher Unternehmen in Richtung osteuropäische Märkte ist somit als eine der wichtigsten Wachstumsmöglichkeiten anzusehen. Dies wird zur Folge haben, dass Unternehmen bei einem Engagement in den neuen Beitrittsländern immer mehr auf 100%ige Tochtergesellschaften als Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategie zurückgreifen werden.

1.1 PROBLEMSTELLUNGEN UND ZIELSETZUNGEN DER ARBEIT

Internationalisierung der Wirtschaft und das Management international agierender Unternehmen sind aktuelle Themenbereiche, welche die Diskussionen in Politik und Wirtschaft immer mehr beherrschen. Durch den Wegfall von Ländergrenzen, Deregulierung der Finanzmärkte, Verringerung von Transaktionskosten und Verkürzung von Informationslaufzeiten verstärkt sich der Druck auf Unternehmen, die Chancen und Potentiale im internationalen Wettbewerb zu erkennen und für sich zu nutzen. So erwarten laut einer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG durchgeführten Umfrage unter Kfz-Zulieferern7 insgesamt 89,5 % aller befragten Unternehmen einen zunehmenden Wettbewerb in ihrem spezifischen Branchensegment. Ursächlich werden dafür von 62,5 % der Markteintritt neuer ausländischer Wettbewerber und von 38,2 % die Einführung neuer Produkte bzw. neuer Technologien ausgemacht.

Um dem Druck auf dem regionalen, nationalen Markt zu entgehen, sehen Unternehmen als Lösung eine Investition im Ausland. Motive für diese Entscheidung sind unter anderem das Erschließen viel versprechender Absatzmärkte zur langfristigen Erfolgssteigerung, das Verlagern arbeitsintensiver Prozesse in diejenigen Märkte Mittel- und Osteuropas, wo die Personalkosten noch relativ niedrig sind, sowie der Anreiz der zumeist mit dem Auslandsengagement gebotenen Investitionsförderung. Im Gegensatz dazu war Deutschland bisher traditionell eher eine Exportnation. Deutsche Unternehmen haben verstärkt Produktionsstandorte im Ausland gegründet, um auch auf den osteuropäischen Märkten präsent zu sein. So ist nach Einschätzung vieler deutscher Unternehmer der Prozess der Internationalisierung als eine der wichtigsten Wachstumsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in der Zukunft anzusehen. Auslandsmärkte werden von deutschen Unternehmen inzwischen vorrangig durch Tochtergesellschaften erschlossen. So ist mit insgesamt 72,4 % für drei von vier der innerhalb der KPMG Umfrage8 benannten Unternehmen eine eigene, also 100%ige Tochtergesellschaft, die bevorzugte Markteintrittsstrategie und erst dann folgt alternativ oder zusätzlich die Eroberung von Marktanteilen in den osteuropäischen Wachstumsregionen mittels Exporten (47,4 %) oder Joint Ventures mit lokalen Partnern (43,4 %).

Schon 1995, also gerade 5 Jahre nach Öffnung der Märkte Mittel- und Osteuropas konnte bereits der grundlegende Wandelungsprozess der Marktbearbeitungsformen hin zu einer ausländischen Tochtergesellschaft in den mittel- und osteuropäischen Ländern durch Shama9 beschrieben werden. Diese Studie zu den Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien US-amerikanischer Unternehmen zeigte auf, dass die meisten der bereits in den mittel- und osteuropäischen Ländern aktiven Unternehmen ihre Strategie hin zu einer ausländischen Tochtergesellschaft geändert hatten. Und auch für deutsche Unternehmen stellten Engelhard/Eckert10 1993 einen Internationalisierungsprozess deutscher Unternehmen im Sinne eines schrittweisen Übergangs dar. Dieser Prozess beginnt mit dem Export als dem „üblichen Markteintrittsverhalten“ und verläuft weiter über die Errichtung einer Repräsentanz sowie des weiteren Ausbaus des Engagements über ein Joint Venture und endet letztendlich in der finalen Transformation zu einer ausländischen Tochtergesellschaft.

Diesen grundlegenden Prozess der Umorientierung von reinen Exportstrategien über Joint Ventures mit ausländischen Partnern hin zu ausländischen Tochtergesellschaften als Markterschließungsstrategie gilt es näher zu analysieren.

Gegenstand dieser interdisziplinär angelegten, wirtschaftswissenschaftlich- juristischen Untersuchung soll die zunehmende Bedeutung und Entwicklung von in Mittel- und Osteuropa angesiedelten ausländischen Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen sein. Im ersten, wirtschaftswissenschaftlichen Teil sollen ausländische Tochtergesellschaften als Markteintrittsstrategie näher untersucht werden und im zweiten, juristischen Teil der Arbeit sollen die national rechtlichen und möglichen europarechtlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten ausländischer Tochtergesellschaften in den MOE- Ländern untersucht werden.

Dabei sollen innerhalb der einzelnen Kapitel dieser Arbeit folgende Fragen untersucht werden:

1. Führt die stetige Zunahme der Bearbeitung der mittel- und osteuropäischen Märkte mittels ausländischer Direktinvestitionen (ADI) zu einer äquivalenten Zunahme der Bedeutung von ausländischen Tochtergesellschaften als der kapitalintensivsten Form von ADI?
2. Welches sind die wesentlichen Motive von Unternehmen zur Schaffung von ADI in den Märkten Mittel- und Osteuropas?
3. Worin liegen die Gründe für die zunehmende Internationalisierung deutscher Unternehmen und warum sind gerade die Märkte der MOE- Länder für den Internationalisierungsprozess von strategischer Bedeutung?
4. Worin liegen die Besonderheiten von Tochtergesellschaften als Markterschließungs- und Marktbearbeitungsstrategie in den Märkten der MOE-Länder und worauf ist ihre zunehmende Bedeutung im Internationalen Management zurückzuführen?
5. Welches sind die wesentlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Determinanten von ausländischen Direktinvestitionen (ADI) und damit ausländischen Tochtergesellschaften in Mittel- und Osteuropa, insbesondere in den EU-Beitrittsländern?
6. Welche Managementmöglichkeiten ergeben sich mit der Nutzung von ausländischen Tochtergesellschaften in den MOE-Ländern im Lichte der europarechtlich garantierten Niederlassungsfreiheit für Kapitalgesellschaften?
7. Ist innerhalb der EU ein verschärfter Wettbewerb der Gesellschaftsrechtsordnungen oder die Gefahr eines „race to the bottom“ zu erwarten?
8. Stellt die supranationale Gesellschaftsrechtsform „Societas Europaea“ (SE) eine Alternative für das Management von ausländischen Tochtergesellschaften in Mittel- und Osteuropa dar?
9. Wird im Zusammenhang mit der Niederlassungsfreiheit die englische Limited die deutsche GmbH als „beliebteste“ Rechtsform ablösen? Mit Hilfe dieses Themas soll im ersten, wirtschaftswissenschaftlichen Teil der vorliegenden Diplomarbeit ein Überblick über die differenzierte Rolle von Tochtergesellschaften im Internationalen Management erarbeitet werden. Es soll im Speziellen untersucht werden, welche Rolle ausländische Tochtergesellschaften beim Markteintritt- und bei der Marktbearbeitung in den mittelosteuropäischen Ländern für den Prozess der Internationalisierung des Mutterunternehmens und damit der Schaffung ausländischer Direktinvestitionen spielen und warum ausländische Tochtergesellschaften eine zunehmende Bedeutung bei ausländischen Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in Mittel- und Osteuropa erfahren.

Um diese zunehmende Bedeutung von ausländischen Tochtergesellschaften plausibel darstellen zu können, ist ein Vergleich der Vor- und Nachteile gegenüber Joint Ventures als der nach Tochtergesellschaften am häufigsten verwendeten Markteintrittsstrategie deutscher Unternehmen auf mittel- und osteuropäischen Märkten.

Im zweiten, eher juristisch geprägten Teil der Arbeit soll ein analytischer Vergleich von deutschen und europäischen bzw. europarechtlichen Lösungsansätzen bezüglich der gesellschaftsrechtlichen Verfassung von im Ausland agierenden Tochtergesellschaften erarbeitet werden. Der Wettbewerb der Gesellschaftsrechtsformen in der Europäischen Union nimmt stetig zu. Die neuere Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zu Fragen der Niederlassungsfreiheit von Unternehmen sowie die im Oktober 2004 stattfindende europaweite Einführung der europäischen Aktiengesellschaft „Societas Europaea“

(SE) vergrößern das Angebot an möglichen Gesellschaftsrechtsformen für international agierende Unternehmen, welche Tochtergesellschaften im EU-Ausland gründen möchten. Somit stehen grundsätzlich mehrere gesellschaftsrechtliche Gestaltungsansätze zur Verfügung.

Zum ersten besteht die Möglichkeit, wie bisher Tochtergesellschaften als solche Kapitalgesellschaften zu gründen, die in den jeweiligen ausländischen, nationalen Rechtsordnungen vorgegeben sind. Damit würde ein europaweit agierendes Unternehmen sich eine Vielzahl jeweiliger nationaler Gesellschaftsformen zulegen, die es gilt, alle reibungslos in das organische Gefüge der Muttergesellschaft zu integrieren. Diese Situation entspricht wohl im Wesentlichen dem aktuellen Status quo. Aufgrund der sich erst seit kurzem formierenden Möglichkeiten, das strategische Management einer europäisch-internationalen Unternehmung neu gestalten zu können, sind es zwangsläufig wohl nur eine geringe Anzahl von Unternehmen, die hinsichtlich der genannten Möglichkeiten tatsächlich gestalterisch tätig werden. Es stellt sich aber die Frage, ob diese Situation im Lichte der jüngsten Entwicklung des europäischen Gesellschaftsrechts bezüglich der „freizügiger gewordenen“ Niederlassungsfreiheit von Unternehmen im (nunmehr stark territorial erweiterten) Europa die wirtschaftsstrategisch sinnvollste oder praktikabelste ist. Es bestünde als Alternative nunmehr auch die Möglichkeit, das Angebot an transeuropäischen, supranationalen Gesellschaftsformen zu nutzen. Also beispielsweise die Option, alle verschiedenen national agierenden ausländischen Tochtergesellschaften in der Form einer einzigen europäischen Gesellschaftsform, so z.B. als Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea), im folgenden SE genannt, zu gründen. In diesem Zusammenhang soll die Frage diskutiert werden, inwiefern das „Angebot“ an supranationalen Gestaltungsformen für Kapitalgesellschaften, insbesondere die Europäische Aktiengesellschaft, deutschen Unternehmen überhaupt einen Nutzen bringt. Wird die Möglichkeit, eine paneuropäische Tochtergesellschaft in der Form der SE zu verwenden von deutschen international agierenden Unternehmen überhaupt angenommen? Oder besteht inzwischen überhaupt kein Bedarf mehr an einer solchen strategischen Ausrichtung der ausländischen Tochtergesellschaften. Antworten auf diese Frage sollen vor allem die Interviews mit Vertretern / Geschäftsführern ausländischer Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen hervorbringen.

Und nicht zuletzt ermöglicht die seit März 2003 erfolgte Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) nunmehr die Nutzung von ausländischen Gesellschaftsformen, ganz gleich in welchem Staat der Europäischen Union die Gründung und damit verbundene Eintragung in das Handelsregister vonstatten ging. Diese, nunmehr in zwei Grundsatzurteilen des EuGH11 bestätigte tatsächliche Durchsetzung der EU-rechtlichen Niederlassungsfreiheit für Gesellschaften stellt einen grundlegenden Paradigmenwechsel des EuGH bezüglich der bisherigen Rechtsauslegungspraxis dar. Trotzdem in der juristischen Fachliteratur heftigst und kontrovers umstritten, ist der bisherige Theorienstreit zwischen den Verfechtern der „Niederlassungstheorie“, welche auch der herrschenden Meinung in Deutschland entsprach, und denen der „Gründungstheorie“ wohl inzwischen zugunsten letzterer entschieden. Ob und inwiefern die neuen Gestaltungsmöglichkeiten eines Auslandsengagements über die jeweiligen nationalen Gesellschaftsrechtsformen für deutsche Firmen überhaupt relevant und praktikabel sind, soll die vorliegende Untersuchung im Ansatz beleuchten. So soll anhand von Fallstudien und damit verbundener empirischer Daten von Interviewpartnern aus der osteuropäischen Unternehmenspraxis die Frage erörtert werden, ob es für ein transnationales Unternehmen, welches in mehreren EU-ausländischen Märkten mit Tochtergesellschaften unternehmerisch tätig ist, wirtschaftlich sinnvoll wäre, die jeweiligen in den verschiedenen Ländern tätigen Tochtergesellschaften in einer einzigen europarechtlich zulässigen Gesellschaftsform zu gründen. Dies kann entweder die SE als erste realisierte supranationale Gesellschaftsrechtsform oder als Beispiel auch eine englische Limited, als einer nationalen verfassten Gesellschaftsrechtsform, bzw. jede andere nationale Gesellschaftsrechtsform von Kapitalgesellschaften der EU-Mitgliedsstaaten sein. da die Limited die wohl bekannteste Gesellschaftsrechtsform in der EU ist, soll untersucht werden, ob die Limited tatsächlich eine so einfache und preiswerte Alternative gegenüber der deutschen GmbH als Rechtsform für eine ausländische Tochtergesellschaft ist.

Es wäre vermessen, in dieser Arbeit eine allumfassende, jeglichen länderspezifischen Bedingungen und Ausprägungen gerecht werdende Analyse anzustreben. Der Inhalt der Arbeit kann natürlich nur auf ausgewählte Detailprobleme, Kernfragen und Schlüsselaspekte eingehen. Unternehmerische Entscheidungen pro oder contra einer der Markteintrittsalternativen sind mittlerweile derart komplex, dass jegliche wissenschaftliche Festlegung auf eine der Alternativen einer absolutistischen Empfehlung für eine der genannten Alternativen den komplexen Realitätsbedingungen nicht gerecht würde.

1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG

Die Arbeit gliedert sich in insgesamt acht Kapitel. Im Anschluss an die thematische Einführung im Kapitel 1 werden sich die Kapitel 2 bis 5 mit der wirtschaftswissenschaftlichen Betrachtung von ausländischen Tochtergesellschaften auseinandersetzen, während im Kapitel 6 die juristischen Möglichkeiten der Ausgestaltung eines Engagements mit ausländischen Tochtergesellschaften im Lichte der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) untersucht werden soll. Das Kapitel 7 wird sich mit relevanten Fallstudien beschäftigen und die Ergebnisse von Experteninterviews auswerten. Abschließen wird die Arbeit mit dem Kapitel 8 durch die abschließende Betrachtung und Bewertung der theoretischen und empirischen Ergebnisse, sowie mit einem entsprechenden Fazit und Ausblick auf die in der Zukunft zu erwartenden Bedingungen ausländischer Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen.

1. Kapitel

Das erste Kapitel wird sich mit der Einleitung und thematischen Einführung in die relevante Thematik, sowie mit den Fragestellungen, Zielsetzungen und der entsprechenden Vorgehensweise innerhalb der Arbeit beschäftigen.

2. Kapitel

Im zweiten Kapitel der Arbeit wird auf die Grundlagen des Internationalen Managements eingegangen werden. So soll im zweiten Kapitel dieser Arbeit zuerst auf die theoretischen Grundlagen und Rahmenbedingungen von ausländischen Direktinvestitionen als materielle Grundlage für die Bildung von Tochtergesellschaften eingegangen werden, um das Verständnis für die spezielle Problematik von Direktinvestitionsmaßnahmen als Grundlage von ausländischen Tochtergesellschaften in den MOE-Ländern zu erleichtern. Hierzu wird der Begriff der ausländischen Direktinvestition (ADI) genauer definiert, sowie auf die verschiedenen Formen von Markteintrittsstrategien bzw. Marktbearbeitungsstrategien auf ausländischen Märkten eingegangen. Zum Schluss des zweiten Kapitels werden die wesentlichen Motive deutscher Unternehmen für die Schaffung ausländischer Direktinvestitionen in den MOE-Ländern erläutert.

3. Kapitel

Der zunehmende Internationalisierungs- und Globalisierungsprozess deutscher Unternehmen ist Gegenstand des dritten Kapitels. Hier soll vor allem auf die Beweggründe und Ursachen für die zunehmende Internationalisierung deutscher Unternehmen, auf den Prozess der sich international oder sogar global orientierenden Unternehmen, auf Besonderheiten der Märkte Mittel- und Osteuropas im Internationalen Management und auf die Relevanz der Marktzutrittsmöglichkeiten nach dem Beitritt der mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten in den Binnenmarkt der Europäischen Union eingegangen werden.

4. Kapitel

Im vierten Kapitel stehen Tochtergesellschaften als Direktinvestitionsstrategie im Mittelpunkt. Um die in der Praxis zunehmende Bedeutung von ausländischen Tochtergesellschaften erklären und darstellen zu können, werden in diesem Teil der Arbeit, Tochtergesellschaften als Markteintrittstrategie für ausländische Märkte zunächst eines Vergleichs mit Joint Ventures als eine der kooperativen Form von Markteintrittsstrategien hinsichtlich der jeweilig festzustellenden Vor- und Nachteile unterzogen.

Im Anschluss an eine begriffliche Abgrenzung von Tochtergesellschaften zu Niederlassungen und Repräsentanzen folgt eine Analyse der unterschiedlichen Typen und der differenzierten Rolle von im Ausland gegründeten Tochtergesellschaften. Mit der Gründung von ausländischen Tochtergesellschaften werden eine langfristige Kapitalbindung und Investitionsorientierung impliziert. Differenziert betrachtet werden dabei Tochtergesellschaften als Neugründung im Gegensatz zu Tochtergesellschaften als Akquisition, deren jeweiligen Vor- und Nachteile sowie ansatzweise die im Ausland zu beachtenden gesellschafts- und steuerrechtlichen Aspekte.

5. Kapitel

In diesem Kapitel soll im speziellen die Frage untersucht und ein entsprechender Erklärungsansatz herausgearbeitet werden, warum die Bedeutung und die Rolle von Tochtergesellschaften als Direktinvestitionsmaßnahme im Auslandsgeschäft stetig wächst, zumal Tochtergesellschaften im Allgemeinen aufgrund des hohen Gerades der Ressourcen- und Marktbindung im Ausland als die risikoreichste Form eines Auslandsengagements angesehen werden12.

Das fünfte Kapitel widmet sich daher der Konkretisierung der wesentlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Determinanten von ausländischen Direktinvestitionen (ADI) und damit ausländischen Tochtergesellschaften in Mittel- und Osteuropa, insbesondere in den mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittsländern.

6. Kapitel

In diesem Kapitel werden die juristischen Möglichkeiten der Ausgestaltung eines Engagements mit ausländischen Tochtergesellschaften im Lichte der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) untersucht. Im Hinblick auf das Management von ausländischen Tochtergesellschaften in Mittel- und Osteuropa wird die Thematik der europarechtlich garantierten Niederlassungsfreiheit untersucht, da mit dem aktuellen Beitritt einer Vielzahl der mittel- und osteuropäischen Staaten der europarechtliche Rahmen erstmals über die Grenzen der westeuropäischen Staaten in Richtung Osten übergreift und nunmehr eine Vielzahl von europarechtlich zulässigen Gestaltungsmöglichkeiten sich direkt auf das Management von Tochtergesellschaften in den mittel- und osteuropäischen Märkten auswirken.

Zuerst werden die entsprechenden Grundlagen der Niederlassungsfreiheit sowie der bisherige Streit der verschiedenen Rechtstheorien im Zusammenhang mit dem Internationalen Gesellschaftsrecht erörtert. Daran anschließend wird die Entwicklung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Europäischen bzw. Internationalen Gesellschaftsrecht anhand der einschlägigen Urteile des EuGH dargestellt. Diese stellen die Grundlage für die sich neu ergebenden Managementmöglichkeiten durch die Nutzung von ausländischen Tochtergesellschaften in den MOE-Ländern im Lichte der europarechtlich garantierten Niederlassungsfreiheit für Kapitalgesellschaften dar.

Darauf aufbauend werden die verschiedenen supranationalen Gesellschaftsrechtsformen dargestellt, welche durch europarechtliche Richtlinien oder Verordnungen bisher Umsetzung in die nationalen Rechtsysteme fanden oder deren Umsetzung, wie beispielsweise bei der Societas Europaea (SE), noch ansteht. Insbesondere soll auf den Aspekt eingegangen werden, ob die supranationale Gesellschaftsrechtsform „Societas Europaea“ (SE) eine Alternative für das Management von ausländischen Tochtergesellschaften in Mittel- und Osteuropa darstellt. Innerhalb dieses Zusammenhangs wird die Frage untersucht, ob durch den sich innerhalb der EU verschärfenden Wettbewerb der Gesellschaftsrechtsordnungen die Gefahr eines „race to the bottom“ zu erwarten ist.

Verbunden mit der Diskussion über die „neue Freiheit“ für Gesellschaftsformen in der Europäischen Union stellt sich insbesondere für den Wirtschaftsstandort Deutschland die Frage, ob mit der Niederlassungsfreiheit die englische Limited die deutsche GmbH als „beliebteste“ Rechtsform abzulösen in der Lage ist oder welche Argumente gegen den erwateten Ansturm der „Billig-GmbH´s“ sprechen.

7. Kapitel

Anhand dreier exemplarischer Fallstudien von deutschen Unternehmen soll der Internationalisierungsprozess durch die Gründung von ausländischen Tochtergesellschaften in den mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten dargestellt werden, sowie entsprechende Schlussfolgerungen aus dem modus operandi der Markterschließung durch die Unternehmen gezogen werden. Dargestellt werden die Beweggründe für die Gründung von ausländischen Tochtergesellschaften sowie die aus den Experteninterviews abzuleitenden wesentlichen Determinanten, welche zu einem Engagement in Form einer ausländischen Tochtergesellschaft auf dem jeweiligen ausländischen Markt geführt haben.

Im Rahmen der Untersuchung hat der Verfasser mit drei ausgewählten deutschen Unternehmen Interviews geführt. Ziel dieser Interviews war es, empirische Aussagen zum Internationalisierungsverhalten ausgewählter deutscher Unternehmen zu treffen, welche mittels Tochtergesellschaften in den mittel- und osteuropäischen Märkten geschäftlich aktiv sind. Die dabei erfassten empirische Datenlage ist nicht als repräsentativ anzusehen, gibt aber durchaus ein auf viele deutsche Unternehmen übertragbares Bild ab.

8. Kapitel

Im Schlusskapitel erfolgen eine Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse, ein Ausblick auf die mögliche Entwicklung der nächsten Jahre sowie eine Bewertung der internationalen Markterschließungs- und Marktbearbeitungsstrategien ausgewählter deutscher Unternehmen in den MOE-Ländern.

2 DIE ROLLE VON AUSLÄNDISCHEN DIREKTINVESTITIONEN ALS MATERIELLE GRUNDLAGE DER BILDUNG VON AUSLÄNDISCHEN TOCHTERGESELLSCHAFTEN

2.1 DIREKTINVESTITIONSMAßNAHMEN UND

MARKTERSCHLIEßUNGSSTRATEGIEN

Internationalisierung und Globalisierung sind aktuelle Themenbereiche, welche die Diskussionen in Politik und Wirtschaft immer mehr beherrschen. Die Etablierung von Tochtergesellschaften geht mit der Vornahme von Direktinvestitionen einher. Deshalb sollen in diesem Kapitel die ausländischen Direktinvestitionen als Grundlage für die Bildung von ausländischen Tochtergesellschaften näher untersucht werden.

Deutschland ist wohl traditionell eher eine Exportnation. Doch in den letzten Jahren haben im Zuge der Globalisierung die ausländischen Direktinvestitionen für die deutschen Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Die Unternehmen haben verstärkt Produktionsstandorte im mittel- und osteuropäischen Ausland gegründet, um auch auf diesen Märkten präsent zu sein. In den letzten 10 Jahren stieg der deutsche Warenexport im Schnitt jährlich um 6,5%, während die Auslandsinvestitionen im gleichen Zeitraum um 11,5% jährlich zunahmen. Diese Zahlen zeigen, dass der Export allein nicht mehr als Messgröße für die Kapitalverflechtung deutscher Unternehmen mit dem Ausland ausreicht. Die der EU beigetretenen MOE-Länder erwarten von ausländischen Direktinvestitionen vor allem eine Verbesserung ihrer mikro- und makroökonomischen Wettbewerbsfähigkeit.

Zahlreiche Umfragen belegen, dass die mittel- und osteuropäischen Länder als Investitionsstandort in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung zugenommen haben. So bietet sich Mittel- und Osteuropa gemäß einer Schweizer Studie13 für die befragten Unternehmen dank seiner niedrigen Faktorkosten und hohen Fertigungsqualität vor allem für die Auslagerung lohnkostenintensiver Fertigungs- und Montagearbeiten und administrativer Funktionen an.

Generell lassen sich die Länder innerhalb Osteuropas in zwei Gruppen einteilen:

- Die zehn neuen Mitgliedsstaaten der EU genießen seit dem 1. Mai 2004 neben den Vorteilen der EU-Mitgliedschaft auch einen vereinfachten Warenverkehr und erhöhte Rechtssicherheit. Zudem liegen sie in unmittelbarer Nähe zu Deutschland und bieten einen großen Pool an gut ausgebildeten und im Umgang mit dem Westen erfahrenen Mitarbeitern.
- Die Staaten Osteuropas im Gürtel von Russland und der Ukraine bis Bulgarien und Rumänien locken vor allem mit Lohnkosten, die teilweise um das Ein- bis Zweifache unter denen der neuen EU Beitrittsländer liegen. Auch hier sind Qualifikation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter sehr hoch.

Innerhalb der osteuropäischen Regionen bilden sich zunehmend Industriecluster, die Investoren mit besonderen Standortvorteilen locken. Ein Beispiel ist das AutomobilCluster um Bratislava in der Slowakei, wo VW, Toyota, Peugeot und Hyundai bis zum Jahr 2008 mehr als EUR 2,5 Mrd. investieren werden. Und die Standortvorteile der Region um Sofia lockt derzeit IT-Unternehmen wie SAP oder Siemens, die ihre Software-Entwicklung und IT-Betreuung dorthin verlegen.

Durch die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern wachsen zunehmend neue und sehr kaufkräftige Märkte vor Ort heran, die eine echte Alternative für deutsche Unternehmen zum heimischen Markt darstellen. In den vergangenen zehn Jahren haben ausländische Investoren die mittel- und osteuropäischen Länder nicht einzeln, sondern als eine einheitliche Region betrachtet und so ihre Entscheidungen zu ausländischen Direktinvestitionen getroffen. Inzwischen hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Erfolg aus dem Verständnis für die Besonderheiten der einzelnen osteuropäischen Volkswirtschaften resultiert.

2.1.1 DEFINITION UND CHARAKTERISIERUNG VON AUSLÄNDISCHEN DIREKTINVESTITIONSMAßNAHMEN (ADI)

Um sich dieser komplexen Thematik zu nähern, ist es zunächst notwendig, den Begriff der ausländischen Direktinvestition zu definieren und seine unterschiedlichen Gestaltungsformen zu erläutern.

Ausländische Direktinvestitionen (ADI) sind grenzüberschreitende Investitionen, welche darauf ausgelegt sind, einen dauerhaften Einfluss auf ein Unternehmen im Ausland auszuüben.14 ADI können somit charakterisiert werden als Kapitalanlagen inländischer Investoren in ausländischen Wirtschaftsgebieten und lassen sich durch das Kriterium der Ressourcenverlagerung zur Leistungserstellung im Ausland charakterisieren. Unter Direktinvestitionen werden „jene unternehmerischen grenzüberschreitenden Investitionen verstanden, die darauf abzielen, einen dauerhaften Einfluss auf ein Unternehmen in einem anderen Land auszuüben“.15 Ausländische Direktinvestitionen werden also mit dem Ziel durchgeführt, Einflussnahme bis hin zur maximalen Kontrolle auf die Geschäftstätigkeit eines ausländischen Unternehmens auszuüben. ADI sind somit im Ausland gegründete Kapitalanlagen mit dem Ziel, unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit eines zu gründenden oder bereits bestehenden Unternehmens ausüben zu können. Neben dem angesprochenen Kontrollmotiv sind prägende Merkmale von Direktinvestitionen das langfristige, strategische Interesse und das Ertragsmotiv. Die Kernelemente einer ausländischen Direktinvestition sind die

- Erreichung einer weitestgehenden Einflussnahme auf das Investitionsobjekt
- Maximierung der Kontrollmöglichkeiten durch strategische und langfristige Ausrichtung der Investition

Fasst man die Kernpunkte und Eigenschaften einer ausländischen Direktinvestition zusammen, so kann man sie unter folgenden Voraussetzungen definieren:

- Die Motivation des Unternehmens liegt entweder in der Akquisition eines bereits existierenden ausländischen Unternehmens, in dem Erwerb einer kapitalmäßigen Beteiligung am ausländischen Unternehmen oder in einer Neugründung eines ausländischen Unternehmens.
- Das Unternehmen möchte einen langfristigen, strategischen Einfluss auf das ausländische Unternehmen ausüben.
- Das Unternehmen möchte eine möglichst komplette und anhaltende Kontrolle über die Geschäftsentwicklung des ausländischen Unternehmens erlangen.

Liegen diese Kerneigenschaften voraus, so kann man von einer ausländischen Direktinvestition (ADI) sprechen.

Innerhalb der Unternehmenspraxis können ausländische Direktinvestitionen verschiedene Ausprägungsformen annehmen. Bei ausländischen Direktinvestitionen kann es sich handeln um16

- die Gründung eines neuen Unternehmens bzw. Produktionsstätte (so genannte „Greenfield Investments“)
- die Erweiterung eines Vertriebsnetzes durch die Schaffung bzw. Gründung von Unternehmen, rechtlich selbständigen Niederlassungen oder rechtlich unselbständigen Betriebsstätten
- die Akquisition bzw. Übernahme eines bereits existierenden ausländischen Unternehmens (dies muss nicht zwangsläufig immer ein konkurrierendes Unternehmen sein)
- eine kapitalmäßige Beteiligung von mindestens 10% an einem neu zu gründenden Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder bereits bestehenden ausländischen Unternehmen
- die Ausstattung ausländischer Unternehmen mit Anlagevermögen
- die langfristige Vergabe von Kapital an ausländische Unternehmen, an denen ein Inländer beteiligt ist

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Formen der Direktinvestitionstätigkeit. So zählen die Gründung oder der Erwerb von Unternehmen genauso dazu wie die Errichtung oder der Erwerb von Zweigstellen oder auch der Erwerb von Beteiligungen. Selbst die Ausstattung von Zweigniederlassungen mit Anlagemitteln oder Zuschüssen rechnet man zu ADI. Wichtig ist es herauszustellen, dass ausländische Direktinvestitionen nicht nur den Kapitaltransfer, sondern auch den Transfer von Kontrollrechten, Organisationsstrukturen und von Know-how beinhalten und dass, in Abgrenzung zum Direktgeschäft, eine Investition vorliegen muss, die zu einer festen, dauerhaften Verknüpfung mit dem Gastland führt. Dies können eine ausländische Tochterkapitalgesellschaft, eine ausländische Personengesellschaft oder eine rechtlich unselbständige ausländische Betriebsstätte sein. Bei ADI handelt es sich keinesfalls um ein homogenes Gebilde17. Vielmehr muss herausgestellt werden, dass Direktinvestitionen einer heterogenen Natur unterliegen18 Bei ausländischen Direktinvestitionen kann es sich sowohl um Erstinvestitionen, als auch um Folgeinvestitionen handeln, wobei das dazu eingesetzte Kapital Eigen- oder Fremdkapital sein kann.19

2.1.2 DEFINITION UND CHARAKTERISIERUNG VON MARKTERSCHLIEßUNGSSTRATEGIEN AUF AUSLÄNDISCHEN MÄRKTEN

Jedes Unternehmen, welches einen ausländischen Markt erschließen möchte, muss sich mit verschiedenen strategischen Fragestellungen auseinandersetzen. Zuerst muss es jedoch entscheiden, in welchem ausländischen Markt es aktiv werden möchte, zu welchem Zeitpunkt es den ausgewählten Markt erschließen möchte und mit welcher Form es auf dem Markt aktiv werden möchte. Der zu erschließende Markt sollte über ein langfristiges Wachstumspotential und entsprechende Profitaussichten für das Unternehmen verfügen. Die Wahl der Markterschließungsform ist dabei abhängig von den Vorrausetzungen und den strategischen Zielen des Unternehmens. Zu den verschiedenen Möglichkeiten, einen ausländischen Markt zu erschließen, gehören:

1. Der Export
2. Das Franchising als Form der Lizenzierung
3. Das Joint Venture mit einem ausländischen Partnerunternehmen
4. die Tochtergesellschaft als Akquisition eines bereits bestehenden Unternehmens
5. die Tochtergesellschaft als Greenfield-Investment

Jede dieser Markterschließungsstrategien hat ihre ganz eigenen Vorteile bzw. Nachteile. Diese Markterschließungsstrategien werden beeinflusst von einer Vielzahl von Faktoren wie z.B. Transportkosten, Handelsbeschränkungen durch das eigene Land oder das Gastgeberland, das Risiko der politischen Instabilität des Gastlandes, allgemeine ökonomische Risiken, den Kosten im Allgemeinen und der gewählten Unternehmens- bzw. Expansionsstrategie. Somit kann es keine „optimale Markterschließungsstrategie“ geben, vielmehr variiert die jeweilige Form der Markterschließung in Abhängigkeit von den oben genannten Determinanten.

Abbildung 1: Markterschließungsformen

Quelle: Klaus Macharzina/Michael-Jörg Österle (Hrsg.),

Handbuch Internationales Management, Wiesbaden 1997, S. 237.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Systematisierung von Markterschließungsformen

Quelle: Dr. Stephan Buse, Lehrstuhl für Internationales Management, Universität Hamburg, Lehrmaterial

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.3 GLOBALISIERUNG DER MÄRKTE

Grundsätzlich sind es zwei Motive, die deutsche Unternehmen über die Grenzen nach Osteuropa treiben. Zum einen sind das klassische Expansionsbestrebungen, also Investitionen zur Erschließung neuer, in Osteuropa gelegener Absatzmärkte. Solche Investitionen sind geeignet, in den neuen EU-Beitrittsländern Kaufkraft und damit steigenden Wohlstand zu ermöglichen, was wiederum auch für den Erwerb deutscher Produkte sorgt und somit letztendlich die deutsche Exportwirtschaft unterstützt und hilft, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern bzw. möglicherweise gar zu vermehren. Dass sich hier ein riesiger Markt auftut, zeigt ein Vergleich des Pro- Kopf-Einkommens, welches weit unter dem EU-Durchschnitt liegt. Zum anderen werden ausländische Direktinvestitionen getätigt, die aus reinen Kostenmotiven erfolgen. Nur hinter solchen Investitionen verstecken sich die gefürchteten Arbeitsplatzverlagerungen. Jedoch wären viele der Arbeitsplätze, die jetzt mittels Verlagerung zur Disposition stehen, aus Kostengründen ohnehin nicht zu erhalten gewesen, sie wären in Deutschland einfach betriebsbedingt weggefallen. Laut Schätzungen des Münchner Osteuropa-Instituts sind bislang ca. 300.000 deutsche Arbeitsplätze aus Kostenmotiven in Osteuropa und nicht in Deutschland geschaffen worden.

Folgt man den Ausführungen von Hans-Werner Sinn, dem Präsidenten des Ifo- Instituts für Wirtschaftsforschung, so sind bereits zwei Drittel des Zuwachses der deutschen Industrieproduktion seit 1995 auf eine Verlagerung von Teilen der Wertschöpfungskette in das Ausland zurückzuführen. Zwar florieren die Exporte Deutschlands20, doch leider produzieren deutsche Unternehmen einen immer kleineren Wertanteil der Wertschöpfungskette hierzulande. Vielmehr werden einzelne Glieder der Wertschöpfungskette aufgebrochen und an kostengünstigere Standorte verlagert. Somit stellt der Titel „Exportweltmeister“ keinen Beleg mehr dafür dar, dass der Standort Deutschland den Anforderungen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit entspricht. Paul R. Krugmann bezeichnet dieses Problem als „slicing up the value added chain“.21

Deutsche Investoren engagierten sich bereits früh in den EU-Beitrittsländern. Durchschnittlich 35 % aller ausländischen Direktinvestitionen in den EU- Beitrittsländern stammen aus den Kassen deutscher Unternehmen. Signifikant für diese Entwicklung ist die Steigerung der deutschen Direktinvestitionsbestände in den EU-Beitrittsländern um 430 % auf nahezu 30 Mrd. Euro in der Dekade von 1991 bis 2001. Mit dem jetzt vollzogenen EU-Beitritt wird sich aller Voraussicht nach die Situation noch verschärfen, da mit der Übernahme des EU-Regelwerks durch die neuen Mitgliedsländer sich deutsche Investoren dort rechtlich auf sicherem Terrain bewegen können. Das macht es auch für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) leichter, z.B. ihre Produktion zu verlagern oder zu ergänzen.

2.2 ZUR WACHSENDEN BEDEUTUNG VON AUSLÄNDISCHEN DIREKTINVESTITIONEN (ADI) IN MITTEL- UND OSTEUROPA

Die Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in Mittel- und Osteuropa haben im Laufe des Transformationsprozesses dieser Länder deutlich zugenommen. Mit dem „Fall des Eisernen Vorhangs“ und die damit verbundene schrittweise Öffnung der mittel- und osteuropäischen Märkte begann im Jahre 1990 der langsame und noch verhaltene Zufluss von ausländischen Direktinvestitionen (ADI). Doch dies änderte sich aufgrund des sich abzeichnenden immensen Potentials dieser Märkte schnell. Bereits 1995 kam es zu einem deutlichen Anstieg von ausländischen Direktinvestitionen (ADI). Infolgedessen hatte sich auch der Bestand an ADI stark ausgeweitet. So konnte in den Jahren 1990 - 2002 der Bestand an ausländischen Direktinvestitionen (ADI) stetig gesteigert werden. Setzt man diese Zahlen in das Verhältnis zum Bruttosozialprodukt der Länder, so wird die erhebliche Bedeutung von ausländischen Direktinvestitionen (ADI) für das wirtschaftliche Wachstum der mittel- und osteuropäischen Staaten deutlich. Im Jahre 2002 betrug der ADI-Bestand bereits fast 21 % des Bruttosozialprodukts der mittel- und osteuropäischen Staaten. So erreichte der Zufluss von ADI in die Wirtschaften Mittel- und Osteuropas im Jahr 2002 ein neues Rekordhoch von 29 Mrd. $.22 Damit erwiesen sich die Wirtschaften der MOE-Länder, ungeachtet einer sonst weltweit zu verzeichnenden Stagnation bzw. auch teilweise rückläufigen Tendenz von ADI, als weiterhin stabile und attraktive Zielregion für ausländische Direktinvestitionen. Dies gilt jedoch nur für ausgewählte Volkswirtschaften in MOE. So konnte z.B. die Tschechische Republik steigende ADI verzeichnen, während Polen zwischen 2000 und 2002 von einem drastischen Rückgang betroffen war.23

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Tabelle 1: Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen (ADI) im Mittel- und Osteuropa im Zeitraum 1990 - 2002

Quelle: UNCTAD 2004, Online Statistical Databases, in: Schmid/Machulik, (2004), S. 23.

Allerdings darf man diese Ergebnisse nicht verallgemeinernd auf alle Staaten Mittelund Osteuropas übertragen.

Betrachtet man nicht nur das Investitionsvolumen vorrangig nach dem Wert des investierten Kapitals, sondern nach der Anzahl der Investitionen, unabhängig von ihrem finanziellen Wert, so ergibt sich ein deutlich klares Investitionsverhalten zugunsten der Region Mittel- und Osteuropas.

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Tabelle 2: Profil der ausländischen Direktinvestitionen (ADI)

Quelle: IdW, (Institut der Wirtschaftsprüfer), 2004, Online Statistical Databases, in: Eden, (2002), S. 64.

Bei einer detaillierten Betrachtung der einzelnen mittel- und osteuropäischen Staaten werden erhebliche Unterschiede beim Zufluss von ausländischen Direktinvestitionen deutlich.24 So entfallen nahezu zwei Drittel aller getätigten Investitionen auf Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien und Ungarn als die Länder Mittel- und Osteuropas mit dem größten wirtschaftlichen Entwicklungspotential. Jedoch ist in allen Ländern Mittel- und Osteuropas eine Tendenz zu verstärkter Direktinvestitionstätigkeit deutscher Unternehmen zu erkennen. Dabei lässt sich ein wesentlicher Zusammenhang zwischen der Zunahme von ausländischen Direktinvestitionen und der Entscheidung grenzüberschreitend tätiger Großunternehmen und verstärkt auch kleiner und mittelständischer Unternehmen, eigenständige Tochtergesellschaften im osteuropäischen Markt aufzubauen oder bereits existierende Unternehmen zu akquirieren.25 So stellen Schmid und Machulik26 im Wesentlichen fest, dass trotz der nach wie vor beliebten Marktbearbeitungsform des Joint Venture ein „Großteil der (heutigen) Direktinvestitionstätigkeit auf ausländische Tochtergesellschaften zurückzuführen“ sei.

2.3 MOTIVE FÜR AUSLÄNDISCHE DIREKTINVESTITIONEN IN MITTEL- UND OSTEUROPA

Deutsche Unternehmen zieht es ins Ausland. Nach einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)27 aus dem Jahr 2003 plant jedes vierte Industrieunternehmen, in den Jahren 2004 bis 2006 zumindest Teile seiner Produktion ins Ausland zu verlagern. Unter den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern (VDMA) ist der Anteil der „Auswanderungswilligen“ sogar noch größer. Jedes zweite VDMA-Mitgliedsunternehmen plant eine Standortverlagerung ins Ausland bis zum Jahr 2005. Dass diesen Planungen in der Regel auch Taten folgen, zeigen die Zahlen der Vergangenheit. Von den Industrieunternehmen, die vor drei Jahren einen Gang ins Ausland planten, haben laut DIHK-Umfrage28 die allermeisten inzwischen ihre Planungen in die Tat umgesetzt. Dadurch erhöht sich auch für die ausschließlich in Deutschland tätigen Unternehmen der Anpassungsdruck durch die kostengünstigere Konkurrenz aus dem Ausland. Der große Umfang der Investitionstätigkeit deutscher Unternehmen auf ausländischen Märkten wirft die Frage auf, was die zentralen Motive deutscher Unternehmen sind, einen Standort in MOE-Ländern aufzubauen. Die einzelnen Motive deutscher Unternehmen führen für sich allein genommen nicht zu einer ausländischen Direktinvestition. Die einzelnen Motive wirken abhängig voneinander und auch deren Gewichtung wird von den Unternehmen durchaus unterschiedlich bewertet.

Zunächst einmal ist in vielen Länder Mittel- und Osteuropas eine Stabilisierung der Umweltbedingungen festzustellen. Dabei sind für die Unternehmen unter anderem die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von entscheidender Bedeutung.29 So existiert vor allem in den der Europäischen Union beigetretenen Ländern durch nationale Gesetzgebung und Rechtsangleichung an europarechtliche Vorgaben die notwendige Sicherheit für die Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen. Auch die verbesserte Infrastruktur ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg einer Direktinvestition in den Ländern Mittel- und Osteuropas. So können inzwischen in vielen Ländern die Investoren von einer gut ausgebauten und sich ständig weiter entwickelnden Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur profitieren. Doch die makroökonomischen Rahmenbedingungen allein führen nicht zum Zufluss von ausländischen Direktinvestitionen in nennenswerter Größenordnung. Deutsche Unternehmen investieren in den Ländern Mittel- und Osteuropas, da sie sich davon entsprechende Vorteile versprechen.

Unter den Investitionsmotiven in Mittel- und Osteuropa stehen nach einer Studie der IHK Münster30 die niedrigen Arbeitskosten bei 90 % der Unternehmen an erster Stelle. Dabei messen 72 % der befragten Unternehmen den niedrigeren Löhnen in den osteuropäischen Transformationsländern auch in Zukunft noch große Bedeutung bei Investitionsentscheidungen bei. Für 67 % der Unternehmen ist die Sicherung bestehender Märkte ein immer wichtigeres Argument für die Erschließung neuer Märkte. 43 % benennen bessere Einkaufs- und Beschaffungsmöglichkeiten sowie 34 % die Nutzung des Standortes als Exportbasis als wesentliches Motiv für die Schaffung von ausländischen Direktinvestitionen.

Gründe für die zunehmende Durchführung von ausländischen Direktinvestitionsmaßnahmen durch deutsche Unternehmen in MOE-Ländern liegen im Wesentlichen in

- dem verbesserten Zugang zu ausländischen Beschaffungs- und Absatzmärkten (Suche nach hoch qualifiziertem Personal oder bereits bestehenden Distributionskanälen),
- im Zugang zu lokalem Know-how und Netzwerken,
- in der Möglichkeit der Durchführung einer wesentlich kostengünstigeren Produktion durch die Ausnutzung von Kostenvorteilen,
- der Ausnutzung und des Ausbaus von Wettbewerbsvorteilen (beispielsweise durch die Inanspruchnahme von Vergünstigungen und staatlichen Investitionsanreizen),
- der Erhöhung der Lieferfähigkeit durch den Zugang zu neuen Wachstumsmärkten und
- einer potentiellen Zunahme des Firmen- und Markenimages durch den Aufbau langfristiger Markt- und Wettbewerbspositionen

begründet. Durch die tatsächliche Präsenz am Absatzmarkt lässt sich dieser wesentlich effektiver bearbeiten, als wenn das Unternehmen nur aus dem inländischen Markt heraus agiert. Ausländische Tochtergesellschaften bieten sich in ihrer Brückenkopffunktion auch als ideale Ausgangsbasis für weitere Expansionen in Mittel- und Osteuropa sowie benachbarte Regionen an. Allerdings führt die Nutzung von ausländischen Tochtergesellschaften als Markteintrittstrategie und die damit verbundenen Direktinvestitionen aufgrund des unter Umständen sehr hohen Kapitaleinsatzes zu einer verstärkten Abhängigkeit von länderspezifischen und wirtschaftlichen Risiken des Gastlandes.31

Eine Übersicht bezüglich der grundsätzlichen Motive und Ziele, welche zu einer ausländischen Direktinvestition führen können, findet sich bei Zschiedrich.32

- Markterschließung infolge zu hoher Exportkosten (Transport, Zölle) (zumindest was die neuen mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer betrifft, ist der Faktor zu hohe Zölle mit der Aufhebung der Binnengrenzen und Binnenzölle weggefallen, das Motiv der Einsparung von Transportkosten bleibt natürlich bestehen)
- Vorbereitung und Unterstützung neuer Exporte
- Marktgröße und Gewinnung von Marktkenntnissen
- Nutzung regionaler Cluster (Agglomerationsvorteile bei Forschung und Entwicklung und Fertigung)
- Fehlende Inlandsnachfrage
- Risikostreuung
- Ausschaltung oder Übernahme von Konkurrenzunternehmen
- Weniger Reglementierung im Vergleich zu inländischen Investitionen
- Entwicklung von Skalen- und Synergieeffekten
- Niedrige Steuern
- Geringeres Wechselkursrisiko (bezogen auf die mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer fällt diese Motivation spätestens mit dem Beitritt dieser Länder zur Europäischen Währungsunion (EWU) weg)
- Bessere Beschaffungsmöglichkeiten
- Flexiblere Arbeitsmärkte
- Sicherung vorhandener Marktpositionen

Insgesamt ist in der Zukunft ein noch stärkeres Engagement deutscher Unternehmen bei der Schaffung von ausländischen Direktinvestitionen in den Ländern Mittel- und Osteuropas aus folgenden Gründen zu erwarten:

1. Firmen, welche ihre Produktion oder Teile davon bereits in die MOE-Länder verlagert haben, könnten unter anderem aufgrund ihrer Marktmacht auch die zum Teil abhängigen Zuliefererunternehmen davon überzeugen, sich am gleichen Standort oder zumindest in dessen Nähe anzusiedeln.

2. Die der EU beigetretenen MOE-Länder verfügen zumeist über deutliche Vorteile bei den entscheidenden Standortfaktoren. Für Unternehmen, welche auf Standortsuche im Ausland sind, treten als entscheidende Faktoren eindeutig die Unternehmensbesteuerung, Arbeitskosten bzw. Lohn- und Lohnnebenkosten, das allgemeine Investitionsklima oder die Beziehungen zwischen den Tarifpartnern in den Vordergrund.

3. Mit der weitestgehend vollständigen Übernahme des EU-Regelwerks (Aquise Communautaire) durch die neuen Mitgliedsländer können sich deutsche Investoren im EU-Ausland auf rechtlich sehr sicherem Terrain bewegen.

[...]


1 Standortverlagerungen in Folge passiver Lohnveredelungen mit Verschlechterungen der Beschäftigungslage in Deutschland werden sich auf ausgewählte, vor allem arbeitsintensive Wirtschaftszweige konzentrieren, die schon vor der EU-Erweiterung Wettbewerbs- und Strukturschwächen unterlegen waren. Die Standortverlagerungen stellen somit Probleme dar, welche nicht erst durch die Osterweiterung der EU entstanden sind.

2 Die Korrelation ist eine Beziehung zwischen zwei oder mehr Ereignissen, die in der Regel eine geordnete und nahe zeitliche Abfolge besitzen. Es gibt positive und negative Korrelation.

3 Vgl. Zschiedrich, (2002), S. 19.

4 Vgl. Schmid/Machulik, (2004), S. 28.

5 Vgl. Herrmann/Lipsey, (2003), S. 158.

6 Der „Acquis Communautaire“ ist das Herzstück des existierenden Gemeinschaftsrechts, wie es durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) interpretiert wird. Es umfasst die Regeln des europäischen Binnenmarktes und spiegelt den Weg wider, den die alten 15 EU-Staaten während des Integrations- und Angleichungsprozesses gegangen sind. Als „Acquis Communautaire“ (gemeinschaftlicher Besitzstand) bezeichnet man den Gesamtbestand an Rechten und Pflichten, der für die Mitgliedstaaten der EU verbindlich ist. Er besteht aus dem Primärrecht der Verträge, dem Sekundärrecht, den von den EG-Organen erlassenen Rechtsakten, den Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), Erklärungen, Entschließungen und bestimmten Abkommen.

7 KPMG-Umfrage zu strukturellen Veränderungen in der Automobilzulieferindustrie, teilgenommen haben 76 Vorstände bzw. Geschäftsführer von branchenbeteiligten Unternehmen, von denen 62 % einen Umsatz von mehr als 100 Mio. € ausweisen. http://www.kpmg.de/about/press-office/5506.htm vom 26.04.2004

8 Vgl. Fußnote 1

9 Vgl. Shama, (1999), S.99 in: Schmid/Machulik, (2004), S.31.

10 Vgl. Engelhard/Eckert, (1993), S. 172-188 in: Schmid/Machulik, (2004), S.31

11 EuGH, 5.11.2002 - Rs. C-208/00, BB 2002, 2402 - “Überseering” = NJW 2002, 3614. EuGH, 30.9.2003 - Rs. C-167/01, BB 2003, 2195 - “Inspire Art”.

12 Macharzina/Oesterle,(1997), S. 321.

13 Vgl. Studie „Verlagern oder nicht? Die Zukunft der produzierenden Industrie in der Schweiz.“

14 Vgl. Schmid/Machulik, (2004), S. 22.

15 Vgl. Zschiedrich,(2002), S.10.

16 Vgl. Jahrmann, F.-U., Außenhandel, 1995, S.61.

17 Vgl. Nunnenkamp, (2000), S. 188.

18 Vgl. Nunnenkamp, (2000), S. 108.

19 Vgl. Kutschker/Schmid, (2004), S.88-93.

20 Deutschland ist nach der Handelsstatistik der WTO für 2003 erneut Exportweltmeister geworden

21 Vgl. Harald Zschiedrich, Wirtschaftswoche Nr. 19 vom 29.04.2004, Seite 103

22 World Investment Report, (2003), S. 59.

23 Vgl. Zschiedrich, (2004), S. 51 f.

24 Vgl. Schmid/Machulik, (2004), S. 25, Tabelle 2: Entwicklung des ausländischen Direktinvestitionsbestandes in ausgewählten Ländern Mittel- und Osteuropas.

25 Vgl. Schmid/Machulik, (2004), S. 25.

26 Vgl. Schmid/Machulik, (2004), S. 25.

27 Vgl. Studie „Produktionsverlagerung als Element der Globalisierungsstrategie von Unternehmen“, DIHK, 2003.

28 Vgl. in genannter Studie, DIHK, 2003

29 Vgl. zu Umweltbedingungen Kutschker/Schmid, (2004), S. 434 f.

30 Vgl. Eden, (2002), S. 57.

31 Vgl. Macharzina (1993), S.708 f.

32 Vgl.: Zschiedrich (2002), S.14.

Details

Seiten
226
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638411066
ISBN (Buch)
9783656659303
Dateigröße
1.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v43264
Institution / Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Note
1,7
Schlagworte
Bedeutung Tochtergesellschaften Internationalen Management Beispiel Aktivitäten Unternehmen Mittel- Osteuropa

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Titel: Die zunehmende Bedeutung von Tochtergesellschaften im Internationalen Management - dargestellt am Beispiel ausgewählter Aktivitäten von Unternehmen in Mittel- und Osteuropa