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Die Funktionale Pragmatik als Methode zur Erforschung von Interkultureller Kommunikation

Theoretische Betrachtungen mit einem Fokus auf Illokutionen

Hausarbeit 2017 19 Seiten

Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionale Pragmatik
2.1 Die pragmatische Wende
2.2 Die funktional-pragmatische Diskursanalyse
2.2.1 Sprachliches Handeln
2.2.2 Sprachliche Einheiten
2.2.3 Text und Diskurs

3. Interkulturelle Kommunikation

4. Illokutionen
4.1 Die Sprechakttheorie
4.2 Sprechaktklassifikationen

5. Analyse – Interkultureller Humor im Internet
5.1 Situativer Kontext
5.2 Funktional-pragmatische Analyse

6. Fazit

7. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

In der funktionalen Pragmatik wird die Sprache als Werkzeug verstanden, dessen sich Aktanten in einer kommunikativen Situation bedienen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Darüber hinaus werden diese in übergeordnete gesellschaftliche Zwecke eingespannt, die sich ganz konkret in gesellschaftlich geprägten sprachlichen Handlungsmustern u.Ä. niederschlagen.

Kommunikation ist also mehr als Sprache – ein Aktant, hier ein Sprecher, vermittelt seine mentalen Prozesse mittels sprachlicher Äußerungen an mindestens einen weiteren Aktanten, hier einen Hörer, der diese Konzepte verarbeiten und realisieren muss, damit eine erfolgreiche Kommunikation von statten gehen kann (vgl. Ehlich 2007:13). Der Hörer tätigt während des Rezipierens auch sprachliche Äußerungen, die allerdings so strukturiert sind, dass der Sprecher diese ohne eine Rückmeldung dazu folgen zu lassen wahrnehmen kann; so strukturiert sich eine Sprachliche Handlung also in zwei Systeme: ein hörer- und ein sprecherbasiertes System (vgl. Rehbein 2001:928). In diese Distinktion fallen auch die kulturell verschiedenen Wissensstrukturen, über die beide Aktanten verfügen, und ihr Stellenwert hinsichtlich des sprachlichen Handelns wird deutlich (vgl. Schlickau 2009:33).

Diese pragmatische Perspektive auf die sprachliche Handlung gewann erst im 20. Jahrhundert das Interesse der breiteren Öffentlichkeit, davor wurde sie fast ausschließlich systemzentriert betrachtet.

2. Funktionale Pragmatik

2.1 Die pragmatische Wende

Lange wurde im Gebiet der traditionellen Sprachwissenschaft auf eine pragmatische Perspektive verzichtet. Bis ins 20. Jahrhundert unternahmen verschiedene Gelehrte wie beispielsweise Ferdinand de Saussure Anstrengungen, das sprachliche System und das menschliche Sprachvermögen, zusammenfassend die sogenannte „langage“, auf ein vergleichsweise simples System aus Zeichen und Werten zu reduzieren – die „langue“ – und somit jedwede Strukturen systematisch auszuklammern, die die heutige Pragmatik zu ihrem zentralen Forschungsgegenstand macht (vgl. Rehbein 2007:29). Den Anstoß zur, wie Rehbein betitelt, pragmatischen Addition der sechziger und siebziger Jahre lieferten erste Versuche von US-amerikanischen Forschen wie Charles Sanders Peirce, die sprachlichen Zeichen in einen übergeordneten Verwendungskontext zu stellen und den Fokus der forschenden Betrachtung auf den gesellschaftlichen Zweck einer sprachlichen Äußerung zu legen (vgl. Rehbein 2007:30). Somit folgt das sprachliche System also keinem intrinsischen Selbstzweck, sondern orientiert sich (auch) an äußeren Umweltfaktoren und formt sich in konkreten Handlungskontexten unterschiedlich aus – konkrete sprachliche Handlungen gehen aus den verschiedensten Bereichen des alltäglichen Lebens hervor und folgen demnach unterschiedlichen gesellschaftlichen Anforderungen. Dies musste also dazu führen, dass sich eine sogenannte kommunikativ-pragmatische Wende einstellte, die ihren Fokus weg von der systemzentrierten, hin zur kommunikativ orientierten Linguistik verlagerte (vgl. Helbig 1990:13f.).

Rehbein fasst das Aufgabengebiet der pragmatischen Wende der linguistischen Forschung anhand drei zentraler Überlegungen zusammen: es muss eine ganzheitliche Perspektive auf das sprachliche System und dessen gesellschaftliche Handlungskontexte eingenommen werden; die konkrete sprachliche Handlung muss im Fokus stehen und in die Gesamtheit der kommunikativen Handlung eingeordnet werden; ausgehend von dieser Herangehensweise muss der Versuch unternommen werden zu erfassen, „was Sprache eigentlich sei“ (vgl. Rehbein 2007:30f.).

2.2 Die funktional-pragmatische Diskursanalyse

Um das sprachliche Handeln konkret untersuchen zu können, liefert die funktional-pragmatische Diskursanalyse eine Methodologie, die „eine präzise Unterscheidung äußerungsübergreifender Formen und deren Funktionen von solchen, die an […] sprachliche Formelemente unterhalb des Äußerungsakts gebunden sind“ (Rehbein 2001:927) ermöglicht. Anhand eines Datenausschnittes wird eine empirische und reflektierte Rekonstruktion des betrachteten Gegenstands realisiert und ermöglicht eine Interpretation des an sich sehr abstrakten, aber so messbar gemachten Gegenstands der Kommunikation. Sowohl verbal als auch non-verbal realisierte Handlungen können anhand einer authentischen, einzelfallartigen Realisierung als Sprachelemente von gesellschaftlicher Kommunikation auf sogenannte kommunikative Tiefenstrukturen bezogen werden, die sehr weit unter der sprachlich realisierten Oberfläche einer Kommunikationssituation liegen können (vgl. Rehbein 2001:928). Die sprachliche Oberfläche ist also greifbar als eine Abfolge von zeitlich versetzten, sprachlichen Handlungen und die Tiefenstruktur zielt auf den „inneren Zusammenhang sprachlicher Handlungen, bezogen auf jeweils spezifische Zwecke“ (Ehlich 2007:18).

2.2.1 Sprachliches Handeln

Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verstand man die Sprache als ein Werkzeug der Kommunikation. Karl Bühler verdeutlichte diese Überlegung anschaulich anhand seines Organonmodells, welches dem sprachlichen Zeichen Z, positioniert zwischen einem Sender, etwa einem Sprecher S, und einem Empfänger, etwa einem Hörer H, und dem Sachverhalt, also der außersprachlichen Realität, verschiedene Funktionen auf Seiten dieser Aktanten zuschreibt: ausgehend von der realen Darstellung von Z bringt S etwas mit Z zum Ausdruck, welches als Appell an H gewertet wird (vgl. Bühler 1934:28). Auch wenn dieses sehr simple Modell einige später identifizierte Faktoren nicht berücksichtigen kann, so verdeutlicht es bereits die Inhärenz von außersprachlichen, gesellschaftlichen Zwecken und Zielen der beteiligten Kommunikationspartner.

Hierbei sind die individuellen Ziele, die die Aktanten verfolgen, abzugrenzen von einem übergeordneten, gesellschaftlichen Zweck – als gesellschaftliche Größe steht der Zweck einer Kommunikationssituation immer im Zusammenhang mit den bestehenden gesellschaftsbezogenen Wissens- und Handlungsvoraussetzungen der Aktanten (vgl. Schlickau 2011:147).

2.2.2 Sprachliche Einheiten

Der Prämisse folgend, dass zwischen einem Sprecher S und einem Hörer H stets eine qualitative Differenz, d.h. ein ungleicher Wissensbestand und mentale Diskrepanzen, besteht, und eine kommunikative Situation somit stets auch ein Problemlösungsweg ist, versuchen die Aktanten also ihre eigenen mentalen Prozesse anhand sprachlich realisierter Formen oder Einheiten zu vermitteln (Rehbein 2001:928). Die kleinste sprachliche Größeneinheit der Prozeduren gliedert das sprachliche Handeln in einzelne Felder. Schon Karl Bühler unterschied das Symbol- und das Zeigfeld – das Symbolfeld umfasst sogenannte nennende Prozeduren, welche der sprachlichen Verbalisierung und Rezeption von Wissenspartikeln der Aktanten dienen, während im Zeigfeld von deiktischen Prozeduren Gebrauch gemacht wird, die die Fokussierung auf außersprachliche Objekte des gemeinsamen Wahrnehmungsraumes der Beteiligten zulassen (vgl. Rehbein 2001:37f.). In Anlehnung an Bühlers Erkenntnisse erweiterte Jochen Rehbein diese Felder um drei weitere: das Malfeld dient mithilfe seiner expressiven Prozeduren zum Ausdruck von Emotionen, Empfindungen und ermöglicht Bewertung, das Lenkfeld ermöglicht die, vom inhaltlichen gelöst, Beeinflussung des rezipierenden Aktanten durch expeditive Prozeduren, wie beispielsweise die Modi Imperativ oder Vokativ, und das Operationsfeld vollzieht durch operative Prozeduren, also steuernde Ausdrücke, wie etwa Konjunktionen oder der Variation von Satzformen, die Verarbeitung und letztendlich das Verständnis des versprachlichten Wissens beim rezipierenden Aktanten (vgl. ebd.). Hier greifen konkret die illokutiven Sprechakte, die in Kapitel 4 näher betrachtet werden.

Größentechnisch darauf aufbauend werden sprachliche Handlungsmuster unterschieden, die routinierte sprachliche Handlungen umfassen, welche gemeingesellschaftlich geprägt und bei jedem Individuum etabliert sind, um bestimmte kommunikative Szenarien zu bewältigen. Jedes Individuum einer Gesellschaft verfügt so über Musterwissen, welches in einer Gesprächssituation als Ressource für die sprachliche Interaktion dient (vgl. Rehbein 2007:33). Ein Muster kann innerhalb einer kommunikativen Situation auch mehrere Male durchlaufen werden, dann wird von einer Musterrekursion gesprochen (vgl. Ehlich 1998/2010:218f.) – dieser Prozess schlägt sich beispielsweise in einem institutionellen Kontext anhand eines Frage-Antwort-Musters wieder: wenn ein Kunde bei einer Institution wie einer Versicherung, Bank o.Ä. anfragt, sei es nun per Brief, Mail, Anruf oder in einem persönlichen Gespräch, so wird die Kommunikation mit dem Agenten nach konkreten, institutionell spezifischen Schemata stattfinden. Um erforderliche Informationen zu erhalten, wird der Sachbearbeiter sich standardisierter Fragen bedienen, um so effizient wie möglich die Informationen vom Klienten zu erhalten, die er benötigt um die Anfrage zu bearbeiten.

So zeichnet sich die letzte kategorische Größeneinheit sprachlicher Handlung ab, die Institution – sie ist ein gesellschaftlicher Apparat mit etablierten Konfigurationen für komplexe Zwecke, die immerzu wiederholt werden (vgl. Rehbein 2001:939). Sie formiert sich zu einem zentralen Aspekt in der Funktionalen Pragmatik und findet ihre Bedeutung in den Funktionen, die einzelne sprachliche Handlungen kontextuell mit sich bringen (vgl. Bendel Larcher 2015:23). Die Institution manifestiert sich in vielen verschiedenen konkreten Einrichtungen, wie beispielsweise Schulen, juristischen und politischen Einrichtungen wie der Polizei oder dem Gericht, und religiöse Einrichtungen, um nur ein paar zu nennen. Alle Variationen vereint die inhärente Konstellation des Agenten und des Klienten, die über verschiedene Wissensstrukturen verfügen – der Agent handelt als Vertreter der Institution und der Klient verfolgt seine persönlichen Ziele (vgl. Graefen und Liedke 2008:273f.). Das Klientenwissen umfasst die gesellschaftlich etablierten, kommunikativen Muster um das Anliegen des Klienten zu bearbeiten, wohingegen der Agent mit seinem Agentenwissen ein spezifischeres sprachliches Werkzeug bekommt, um im Interesse seiner Institution zu handeln - in der stetigen Wiederholung dieses Prozesses werden gesellschaftliche Handlungsmuster entwickelt und gefestigt, die auf die Zwecke einer Institution ausgerichtet werden (vgl. Graefen und Liedke 2008:274).

Institutionen als gesellschaftliche Apparate werden also dazu genutzt, sprachliche Muster, Akte, Prozeduren und nicht zuletzt sich selbst zu formieren und zu modifizieren (vgl. Rehbein 2001:939).

2.2.3 Text und Diskurs

Als Gegenstand der Diskursanalyse werden über Text und Diskurs gesellschaftliche Strukturen anhand der Wissensstrukturen der beteiligten Aktanten vermittelt, die ihrerseits lediglich partikulares Wissen, gewonnen aus individueller Erfahrung, umfassen (vgl. Rehbein 2001:936f.). Einem Text ist die Aufgabe inhärent, die Vergänglichkeit und Flüchtigkeit von sprachlichen Handlungen zu überwinden und zugänglich zu machen, zu überliefern - beispielsweise durch das Mittel der Schrift (vgl. Ehlich 1984/2007:541). Ein mündlich realisierter Text kann diese Aufgabe ebenso bewältigen, da die Reproduktion aus dem Gedächtnis natürlich auch eine Grundlage einer „oralen Tradition“ ist (vgl. Hanna und Liedke 1994 zit. n. Rehbein 2001:928); konkret können diese beispielsweise Folklore und Märchen sein. In solchen kommunikativen Situationen befinden sich die Aktanten in zeitlich versetzten Wahrnehmungsräumen, und haben „[…] den Zweck, Wissen in versprachlichter Form an Rezipienten in zeitlich differenten Konstellationen zu tradieren“ (Ehlich 1983a, 1984a zit. n. Rehbein 2001:928).

Diskurse hingegen sind flüchtige kommunikative Prozesse, die wie ein Text schriftlich und mündlich realisiert werden können (vgl. Rehbein 2001:929). Sie sind hingegen an die konkrete Kopräsenz der beteiligten Aktanten gebunden und befinden sich beide im unmittelbaren Wahrnehmungsraum des jeweils anderen (vgl. Ehlich 2007:32) – so ermöglicht der Diskurs auch die Verwendung deiktischer Prozeduren.

3. Interkulturelle Kommunikation

Im Zuge der Globalisierung rücken die Menschen verschiedenster kultureller Gesellschaften und Gruppierungen immer näher zusammen und müssen zwangsläufig auf die eine oder andere Weise miteinander umgehen. Soziale, und hier insbesondere interkulturelle, Kompetenzen im Umgang mit Menschen unterschiedlicher Kulturkreise ermöglichen der globalen Gesellschaft die kreative Nutzung der kulturellen Vielfalt und die Erschaffung von vorher nicht gekannten Synergien (vgl. Lüsebrink 2004:45) – natürlich zeichnet sich hier eher ein idealtypisches Bild einer funktionalen Globalgesellschaft und ihrer Kommunikation ab; die reellen Sachverhalte, all ihre Dimensionen beachtend, sind natürlich merklich verworrener und die Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen bleibt weiterhin etwas, das es noch in seiner ganzheitlichen Wirkung zu erfassen gilt.

Eine interkulturelle kommunikative Situation ist vordergründig geprägt von der Verschiedenheit der beteiligten Aktanten – der Interkulturalität, die sich anhand unterschiedlicher Wissensstrukturen bezüglich sprachlicher Formen und ihrem symbolischen Handlungscharakter festmachen lässt (vgl. Knapp-Potthoff und Liedke 1997:56). Es gilt also Fähigkeiten zu entwickeln um diese Diskrepanz zu überwinden, in der Lage zu sein, sich mit Individuen anderer Kulturkreise zumindest fast so harmonisch verständigen zu können wie mit denen des heimatlichen Umfeldes, und auftretende kommunikative Probleme mit gesellschaftlich geprägten Kompensationsstrategien bewältigen zu wissen (vgl. Knapp- Potthoff und Liedke 1997:194ff.). Dieser zunehmende Kulturaustausch ist ein Symptom der Digitalisierung, er wird konkret durch die De-Territorialisierung von Institutionen, Unternehmen und Gemeinschaften bewirkt, und führt wiederum zu einer Hybridisierung der verschiedenen Kulturkreisen (vgl. Lüsebrink 2012:3). Dies bedeutet konkret die lokale Aneignung von wirtschaftlichen und kulturellen Phänomenen anderer Gemeinschaften, etwas wird imitiert und kreativ an die eigene Identität angepasst. Oft geht es dabei auch um Gestik, Mimik und die allgemeine Körpersprache, also nonverbale Handlungen, in denen sich schon seit jeher Unterschiede zwischen verschiedenen Nationalitäten beobachten ließen (vgl. Rehbein 1985:9). Zudem sind die verbalen und paraverbalen Elemente menschlicher Kommunikation geprägt durch den Kulturkreis eines Aktanten, die sich in der alltäglichen Kommunikation manifestieren (vgl Lüsebrink 2012:8). Gerade aber der Einsatz von kulturspezifischen nonverbalen Elementen kann eine zu überwindende Hürde im interkulturellen Kontext werden, wenn die beteiligten Individuen dem eine ausreichende Bedeutung beimessen und somit verhindern, dass die Kommunikation glückt (vgl. Rehbein 1985:9).

Ein kulturell geprägtes Individuum sollte im interkulturellen Austausch stets sein Empathievermögen und kulturelles Wissen in seinem Verhalten gegenüber einem kulturell anders geprägtem Individuum reflektieren, denn das als fremd und anders empfundene kann so zugänglich gemacht und erschlossen werden (vgl. Lüsebrink 2012:9f.).

4. Illokutionen

Wie bereits im 2. Kapitel angedeutet, handelt es sich bei Illokutionen um eine weitere Einheit sprachlicher Handlungen. Durch den Gebrauch verschiedener illokutionärer Äußerungen ist es einem Aktanten möglich, verschiedene Wirkungen beim Rezipienten hervorzurufen und die kommunikative Situation voranzutreiben – es geht konkret also um die Frage, welche Funktion eine sprachliche Äußerung mit sich bringt. Dieser Ansatz geht zurück auf die Sprechakttheorie, entwickelt von John L. Austin und seinem Schüler John R. Searle (vgl. Graefen und Liedke 2012:243).

4.1 Die Sprechakttheorie

Der Sprachphilosoph John L. Austin begründete 1962 die Sprechakttheorie in seiner Niederschrift How To Do Things With Words. Darin unterschied er zunächst zwei wesentliche Kategorien: die konstativen Äußerungen, sie können entweder wahr oder falsch sein, und die performativen Äußerungen, sie vollziehen eine Handlung – später ließ er diese Distinktion wieder relativieren und räumte jeglichen konstativen Ausdrücken auch einen Handlungscharakter ein (vgl. Graefen und Liedke 2012:243f.). Solch eine sprachliche Handlung lässt sich durch sogenannte performative Verben vollziehen, oft mit dem sprachlichen Ausdruck „hiermit“ – beispielsweise „ Hiermit taufe ich dieses Kind auf den Namen X“.

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Details

Seiten
19
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668777989
ISBN (Buch)
9783668777996
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v436916
Institution / Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung) – Institut für Interkulturelle Kommunikation
Note
2,0
Schlagworte
Funtionale Pragmatik Interkulturelle Kommunikation Illokutionen Diskurs Analyse

Autor

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Titel: Die Funktionale Pragmatik als Methode zur Erforschung von Interkultureller Kommunikation