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Kaiser Wilhelm I. und seine Deutung der Befreiungskriege

Hausarbeit (Hauptseminar) 2015 24 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Napoleon

III. Die preußische Armee

IV. Die Eltern
1. König Friedrich Wilhelm III.
2. Königin Luise

V. Fazit

VI. Literaturverzeichnis
1. Quellen
2. Forschungsliteratur

I. Einleitung

Wilhelm I. ist der Nachwelt vor allem als erster Kaiser des 1871 gegründeten zweiten Deutschen Kaiserreichs in Erinnerung geblieben. Schon in hohem Alter war der zweite Sohn Friedrich Wilhelms III. von Preußen 1861 erst König und zehn Jahre später dann Kaiser geworden. Als er 1888 fast einundneunzigjährig starb, hatte er nahezu das gesamte neunzehnte Jahrhundert mit all seinen Umwälzungen erlebt. Am Anfang stand die Auseinandersetzung Europas mit Napoleon. Der spätere Kaiser Wilhelm wurde zwei Jahre vor dessen Machtübernahme geboren. Als Kind musste er die Niederlage Preußens bei Jena und Auerstedt und die Demütigung seiner Eltern in Tilsit miterleben. Aber ebenso begleitete er sechs Jahre später seinen Vater und die preußische Armee, als Napoleon besiegt wurde und Europa wieder zur alten Ordnung zurückkehrte. Diese Zeit hat den späteren König und Kaiser stark geprägt. Ein Jahr vor seinem Tod bezeichnete er die so genannten „Befreiungskriege“ als die „schönste Erinnerung“ seiner Jugendzeit.[1] Seine Deutung dieser drei Jahre von 1813 bis 1815 soll in dieser Arbeit behandelt werden. Im Titel ist deshalb die Bezeichnung „Befreiungskriege“ gewählt worden, weil es hier um die Sichtweise Wilhelms I. gehen soll und für ihn die Auseinandersetzung mit Napoleon die Befreiung von seiner Herrschaft bedeutete. Zwar gibt es auch Zeitgenossen, die von den „Freiheitskriegen“ sprechen, und viele Historiker tendieren heute dazu, den neutralen Begriff der „Antinapoleonischen Kriege“ zu verwenden, aber in dieser Arbeit wird aus oben genannten Gründen in der Regel der Terminus „Befreiungskriege“ genutzt.

Leider gibt es nur sehr wenig aktuelle Literatur, die sich explizit mit Kaiser Wilhelm I. beschäftigt. Nach wie vor wird seine Bedeutung für die deutsche Geschichte von vielen Historikern als sehr gering eingeschätzt, und die Aufmerksamkeit konzentriert sich hauptsächlich auf Otto von Bismarck, zumal sich 2015 dessen Geburtstag zum 200. Mal jährt. Aber unabhängig davon, wie der wirkliche Einfluss Wilhelms I. auf die wichtigen Ereignisse der deutschen Geschichte im neunzehnten Jahrhundert ausgesehen haben mag, war er für die Zeitgenossen eine Persönlichkeit von großer Popularität. Deshalb ist seine Bewertung der Befreiungskriege von großem Interesse. Immerhin war er selbst Zeitzeuge der Ereignisse und hatte später als König und Kaiser auch großen Einfluss auf die Deutung dieser Zeit in Preußen und im Deutschen Reich.

Da es aber abgesehen von der Biografie Karl Heinz Börners aus dem Jahr 1984 keine größeren aktuellen Studien über den Kaiser gibt, muss für diese Untersuchung hauptsächlich auf die Forschungsliteratur zu Bismarck zurückgegriffen werden. Dabei handelt es sich um das Standardwerk von Lothar Gall sowie um die neueren Biografien von Otto Pflanze und Jonathan Steinberg. Außerdem hat sich Christopher Clark mit der Deutung der Befreiungskriege in Preußen beschäftigt, und ein Aufsatz von ihm zu diesem Thema wurde deshalb für diese Arbeit herangezogen. Überdies befassen sich die Studien von Nikolaus Buschmann, Alexander Seyferth, Heidi Mehrkens und Birgit Aschmann über den Deutsch-Französischen Krieg bzw. die Auseinandersetzungen zwischen Preußen und Frankreich insgesamt auch mit der Rezeption der Befreiungskriege während dieser Zeit. Sie wurden deshalb ebenfalls berücksichtigt. Mit dem Luisenkult, der unmittelbar mit der Deutung der Kriege gegen Napoleon in Verbindung steht, hat sich Philipp Demandt in einer umfangreichen Monografie auseinandergesetzt.

Die schriftlichen Quellen, die Wilhelm I. hinterlassen hat (hauptsächlich Briefe und gedruckte Ansprachen), sollen auf drei Aspekte hin untersucht werden. Zuerst geht es um die Darstellung Napoleons. Schließlich galt er in der preußischen Historiografie bald als der große Feind Preußens und Deutschlands. Der Kampf gegen ihn hatte den Beginn des Jahrhunderts geprägt. Als zweiter Punkt soll die Haltung Wilhelms zur preußischen Armee in den Befreiungskriegen analysiert werden. Auch in seinem späteren Leben und seinen politischen Überzeugungen nahm das Heer einen wichtigen Platz ein. Immerhin galt Preußen schon seit den Zeiten Friedrich Wilhelms I. als ein stark durch das Militär geprägter Staat. Im dritten Abschnitt soll dann das Verhältnis Kaiser Wilhelms I. zu seinen Eltern – König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise – im Vordergrund stehen. Wie bei den meisten Hohenzollern spielten auch für Wilhelm I. dynastische Anschauungen eine große Rolle. Am Ende soll die Analyse der Quellenbelege eine differenzierte Antwort auf die Frage ermöglichen, wie Wilhelm I. selbst die Befreiungskriege interpretierte. Dadurch könnten wiederum Erkenntnisse über die offizielle Deutung dieser Zeit in Preußen und später im Deutschen Reich gewonnen werden.

II. Napoleon

Napoleon wurde im neunzehnten Jahrhundert von den meisten kleindeutsch gesinnten Historikern als der große Feind Preußens und Deutschland betrachtet. Seine Niederlage in der so genannten „Völkerschlacht“ bei Leipzig galt manchen sogar als Geburtsstunde der deutschen Nation.[2] Für Wilhelm I. kam außerdem noch eine ganz persönliche Abneigung hinzu. Der Kaiser der Franzosen hatte Preußens Armeen in der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt geschlagen und die königliche Familie zur Flucht nach Ostpreußen gezwungen. Im Frieden von Tilsit wurde die Fläche des Königreichs hauptsächlich auf die Provinzen Brandenburg, Pommern, Schlesien und Preußen reduziert. Es verlor dadurch seine westdeutschen und einen großen Teil seiner polnischen Untertanen. Hinzu kam die persönliche Demütigung des Königs aber vor allem der Königin. In Tilsit hatte Friedrich Wilhelm III. nur zusehen können, wie Zar Alexander und Napoleon über das Schicksal seines Landes entschieden. Und auch die persönliche Unterredung der Königin Luise mit Napoleon brachte keine Erleichterungen der Friedensbedingungen für Preußen. Das Land musste vielmehr französische Besatzungstruppen beherbergen und vorerst war die königliche Familie gezwungen, in Königsberg zu residieren. Die Besatzungspolitik der Franzosen führte dazu, dass in Preußen der Unmut über Napoleon wuchs. Der Versuch des Majors Ferdinand von Schill, eine große Aufstandsbewegung gegen den französischen Kaiser und seine Verbündeten in Preußen zu initiieren, scheiterte zwar im Jahr 1809. Aber nach Napoleons verheerendem Russlandfeldzug von 1812 schloss sich Friedrich Wilhelm III. dem Kampf des Zaren Alexander an und erklärte dem Kaiser der Franzosen den Krieg.

An dieser Stelle sollen nun einige Äußerungen des zweiten Sohnes Friedrich Wilhelms III. – des späteren Wilhelms I. – analysiert werden. Er begleitete den König während der Feldzüge der Jahre 1813 bis 1815. Im Folgenden wird im Vordergrund stehen, wie der junge Preußenprinz den Kaiser der Franzosen darstellte. In dieser Arbeit geht es zwar um die Deutung der Befreiungskriege durch Wilhelm I. und nicht nur um seine Eindrücke während der Ereignisse. Aber in Bezug auf die Aussagen zu Napoleon wird das Quellenmaterial für die Zeit nach dem Sieg über den Kaiser der Franzosen sehr dünn, weil sich der Preußenprinz nach dessen endgültiger Niederlage nur noch selten in seinen Briefen und Reden zu ihm geäußert hat. Deshalb konzentrieren sich die untersuchten Quellenbelege hauptsächlich auf den Zeitraum von 1813 bis 1815.

Zunächst einmal muss hierbei zwischen Napoleon und Frankreich getrennt werden. Zwar hielt Prinz Wilhelm diese Differenzierung selbst nicht immer ein, aber grundsätzlich galt ihm doch Napoleon als der Hauptfeind und nicht die französische Bevölkerung. Daher konnte er auch den französischen Truppen Respekt zollen, als es Napoleon im Februar 1814 noch einmal gelang, mehrere Siege im Kampf gegen die Koalition zu erringen.[3] Aber für den Kaiser der Franzosen selbst hatte er nur Verachtung übrig.

Wenn er sich über Napoleon äußerte, bedachte er ihn meist mit wenig schmeichelhaften Bezeichnungen.[4] „Nappelchen“ war dabei noch einer der freundlicheren Spottnamen.[5] Wann immer die Rede von Verhandlungen zwischen der Koalition und ihm waren, wandte sich Prinz Wilhelm energisch dagegen. Auf keinen Fall sollte mit dem Mann verhandelt werden, den viele Angehörige der alten Dynastie als einen Emporkömmling betrachteten. Den Sieg bei Leipzig empfand der junge Prinz daher auch als große Genugtuung: „Näppel hat denn nun endlich gebüßt. Die Völkerschlacht ist geliefert, und Deutschland befreit.“[6] Prinz Wilhelm übernahm hier schon früh die später populär gewordene Deutung der Völkerschlacht als hauptsächlich deutsche Angelegenheit. Immerhin war Leipzig eine Stadt in Deutschland, und die deutschen Staaten gehörten zu den Ländern, die am längsten unter Napoleons Herrschaft gestanden und für seine Kriege einen hohen Blutzoll hatten entrichten müssen.

Nachdem Napoleon im Jahr 1814 hatte abdanken müssen, schien der Rückkehr Europas zur alten Ordnung nichts mehr im Weg zu stehen. Doch es gelang dem ins Exil nach Elba Verbannten im März des folgenden Jahres tatsächlich, nach Frankreich zurückzukehren und ohne größere Widerstände in Paris einzuziehen. Dies empörte den jungen Prinzen Wilhelm: „Nun werden wir schon alle zutreten müßen“, meinte er, als er hörte, dass es Napoleon gelungen sei, „in 20 Tagen von Frejus bis Paris“ zu gelangen.[7] In diesem Fall störte ihn allerdings auch, dass sich die französische Bevölkerung dagegen nicht ernsthaft gewehrt habe: Die Franzosen seien eine „infame Nation“, die es Napoleon ermöglicht habe, „ohne Schwerdtstreich nach Paris“ zu kommen. Hier hob auch er einmal die Unterscheidung zwischen der Bevölkerung und ihrem Herrscher auf.

In späteren Jahren äußerte sich Prinz Wilhelm, wie oben erläutert, nur noch selten über Napoleon I. Der Kampf gegen ihn war am 18. Juni 1815 in der Schlacht von Waterloo endgültig gewonnen worden, und deshalb sah er möglicherweise auch keinen Grund mehr, sich mit Gedanken über den besiegten Kaiser zu beschäftigen. Für ihn zählte vorrangig der Ruhm der Hohenzollern und der preußischen Armee, der durch den Sieg in den Befreiungskriegen gemehrt worden war. Für ihn blieb daher der Kampf gegen Napoleon der „glorreiche Krieg“.[8]

Allerdings änderte sich das, als sich der Neffe Napoleons I. zum Kaiser hatte ausrufen lassen. Nun kamen bei Wilhelm wohl einige ungute Erinnerungen an die Kriege gegen den ersten Kaiser aus dem Haus Bonaparte zurück. Der nunmehrige preußische Thronfolger reagierte daher mit Verachtung auf die Ereignisse in Paris: „Kein Staat mehr als Preußen kann das Wiederaufkommen der Napoleoniden mehr anfeinden und beklagen, da er Ströme von Blut vergossen hat, um sie zu vertreiben, und diese Erinnerung ist gewiß noch wach in einem großen Teil der Nation.“[9] Die militärischen Erfolge Napoleons III. in den fünfziger Jahren des Jahrhunderts weckten dann auch in der Presse Erinnerungen an die Bedrohung, die einst sein Onkel dargestellt hatte.[10] Als Prinz Wilhelm den neuen Kaiser später persönlich kennen gelernt hatte, äußerte er sich zwar deutlich freundlicher über ihn, aber zuerst scheinen bei ihm vor allem die Erinnerungen an den ersten Napoleon wach gerufen worden zu sein. Über diesen äußerte er sich zeitlebens nur mit Verachtung. Und auch wenn er gegenüber Napoleon III. deutlich mildere Töne anschlug und ihn bei seiner Gefangennahme nach der Schlacht von Sedan mit ausgesuchter Höflichkeit behandelte, änderte das nichts an seiner Haltung zu dessen Onkel.[11]

Der Vergleich mit den Befreiungskriegen wurde während des Deutsch-Französischen Kriegs dann auch häufig gezogen. Einst hätten die Deutschen gemeinsam gegen Napoleon I. gekämpft, nun müsse sein Neffe Napoleon III. besiegt werden.[12] Als der Krieg mit Frankreich 1870 begann, erinnerten die preußischen Regierungspräsidenten in fast allen Berichten, die sie an den König schickten, an das Jahr 1813, als sich sein Vater zum endgültigen Bruch mit Napoleon durchgerungen hatte.[13] Bismarck ließ während des Krieges sogar ermitteln, in welchem Umfang die Franzosen Kontributionen und Requirierungen in Preußen erhoben hatten, als sie das Land nach der Niederlage von Jena und Auerstedt 1806 besetzten.[14] Nun sollte das Ergebnis dieser Untersuchung zur Grundlage der Reparationsforderungen an Frankreich werden, wenn der Krieg gewonnen sei. Letztlich blieb es eine interne amtliche Angelegenheit, aber Bismarck gedachte, diese Aufstellung als Druckmittel bei den Verhandlungen einzusetzen.

Auch bei Wilhelm I. waren die Erinnerungen an die Befreiungskriege also durchaus noch präsent. Und auch wenn er Napoleon III. deutlich milder beurteilte, änderte das nichts an der Tatsache, dass auch er den Deutsch-Französischen Krieg als eine Art Neuauflage der Befreiungskriege interpretierte. In der Nachfolge seines Vaters sah er sich als Rächer der Königin Luise, die die endgültige Niederlage Napoleons nicht mehr miterlebt hatte. Im dritten Teil der Arbeit wird auf diesen Aspekt noch einmal umfassend eingegangen.

Für diesen Abschnitt genügt als Zwischenfazit, dass sich die Äußerungen des späteren Königs und Kaisers über Napoleon hauptsächlich auf die Zeit der Befreiungskriege selbst konzentrieren. Diese sind durchgehend negativ und offenbaren eine tiefe Abneigung gegenüber dem Kaiser der Franzosen, dem Prinz Wilhelm wahrscheinlich – wie auch viele Zeitgenossen in Preußen – die Schuld am frühen Tod der Mutter gab.[15] Deshalb vermied er vermutlich auch später die Erinnerung an den Kaiser der Franzosen und äußerte sich nach dessen Niederlage nur noch selten über ihn. Für Wilhelm blieb er einer der schlimmsten Feinde der Hohenzollerndynastie und des preußischen Staates. Erst die Rückkehr des Hauses Bonaparte auf den Thron in Frankreich ließ bei ihm die Ereignisse der Jahre 1813 bis 1815 dann wieder sehr lebendig werden. Wie einst sein Vater zog er schließlich 1870 gegen einen Napoleoniden in den Krieg und sah sich als Rächer seiner Mutter.

III. Die preußische Armee

In Preußen hatte das Militär schon seit den Tagen Friedrich Wilhelms I. immer eine sehr wichtige Rolle gespielt. Prinz Wilhelm war militärisch erzogen worden, da er als zweiter Sohn des Königs eigentlich nicht als Thronfolger vorgesehen war. Er sollte eine Karriere in der Armee einschlagen. Bei ihm schien außerdem die Neigung mit der Pflicht perfekt überein zu stimmen, und er blieb zeitlebens ein begeisterter Soldat. Die Grundlage für diese Einstellung könnte zu einem guten Teil während der Befreiungskriege gelegt worden sein. Am ersten Januar 1807, zweieinhalb Monate nach der Schlacht von Jena und Auerstedt, war er von seinem Vater in die Armee aufgenommen worden. Und in den Befreiungskriegen begleitete er dann seinen Vater auf den Feldzügen gegen Napoleon. Im Folgenden sollen einige seiner Eindrücke während der Jahre 1813 bis 1815 und seine späteren Deutungen dieser Zeit analysiert werden.

Während der Befreiungskriege war Prinz Wilhelm meist nur indirekt beteiligt. Sein Vater hielt ihn zurück und gestattete ihm in der Regel nicht, sich allzu sehr den kämpfenden Einheiten zu nähern. Wilhelm bedauerte das immer wieder. Es finden sich sehr viele Stellen in seinen Briefen, in denen er sich beklagt, nicht an den Gefechten teilnehmen zu dürfen.[16] Als er beispielsweise am ersten Februar 1814 seine erste Schlacht von einem Hügel aus miterlebte, bedauerte er, dass er nicht näher ans Geschehen kommen konnte. Für ihn war dies ein besonderer Augenblick, auf den er sich offenbar schon lange gefreut hatte. Daher fürchtete er, der Krieg könne schon beendet werden, bevor er wirklich viel von ihm gesehen hatte, denn am fünfzehnten Februar hörte er das Gerücht, Napoleon würde ein Friedensangebot zugesandt.[17] Doch finden sich auch Belege dafür, dass der junge Prinz sehr wohl erkannt hatte, welche Schattenseiten der Krieg aufwies. Von seinem Ritt über das Schlachtfeld bei Bar sur Aube berichtete er von „fürchterlich zerschossen[en]“ Toten, die er dabei gesehen hätte.[18] Auch später erwähnte er gegenüber seinem Bruder Karl das „menschliche Unglück“, das sowohl die Zivilbevölkerung als auch die Soldaten in Gestalt des Krieges getroffen habe.[19]

[...]


[1] Brief an den Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen vom 1. Januar 1887, in: Berner, Ernst (Hg.): Kaiser Wilhelms des Großen Briefe, Reden und Schriften. II. Band: 1861-1888, Berlin 1906, S. 412-413.

[2] Vgl. Rabe, Fred/Hemmann, Tino: Das Völkerschlachtdenkmal. Weiheschrift 1813 1913. Nachdr. aus dem Jahre 2002, Leipzig 2002, S. 34.

[3] Vgl. den Tagebucheintrag vom 20. Februar 1814, in: Berner, Ernst (Hg.): Kaiser Wilhelms des Großen Briefe, Reden und Schriften. I. Band: 1797-1860, Berlin 1906, S. 12.

[4] Vgl. den Brief an Prinz Friedrich von Oranien vom 5. Mai 1813, in: Granier, Herman (Hg.): Prinzenbriefe aus den Freiheitskriegen 1813-1815. Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm (IV.) und des Prinzen Wilhelm (I.) von Preußen mit dem Prinzen Friedrich von Oranien, Stuttgart/Berlin 1922, S. 43-44.

[5] Brief an Prinz Friedrich von Oranien vom 4. Juni 1813, in: Granier (wie Anm. 4), S. 49-51.

[6] Brief an Prinz Friedrich von Oranien vom 29. Oktober 1813, in: Granier (wie Anm. 4), S. 70-72.

[7] Brief an Prinz Friedrich von Oranien vom 29. März 1815, in: Granier (wie Anm. 4), S. 181-182.

[8] Vortrag über die Reorganisation der Armee, gehalten im Staatsministerium am 3. Dezember 1859, in: Berner (wie Anm. 3), S. 461-478.

[9] Brief an den Gesandten in London, Karl Josias von Bunsen vom 8. November 1852, in: Schultze, Johannes (Hg.): Kaiser Wilhelms I. Briefe an Politiker und Staatsmänner. Erster Band: 1830-1853 (Die Briefe Kaiser Wilhelms I.), Berlin/Leipzig 1930, S. 177-182.

[10] Vgl. Buschmann, Nikolaus: Einkreisung und Waffenbrüderschaft. Die öffentliche Deutung von Krieg und Nation in Deutschland 1850-1871, Göttingen 2003, S. 227–229.

[11] Vgl. Brief an Kaiser Napoleon vom 1. September 1870, in: Brandenburg, Erich (Hg.): Briefe Kaiser Wilhelms des Ersten nebst Denkschriften und anderen Aufzeichnungen in Auswahl, Leipzig 1911, S. 240-241.

[12] Vgl. Mehrkens, Heidi: Statuswechsel. Kriegserfahrung und nationale Wahrnehmung im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 (Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte N.F. 21), Essen 2008, S. 62.

[13] Vgl. Seyferth, Alexander: Die Heimatfront 1870/71. Wirtschaft und Gesellschaft im deutsch-französischen Krieg (Krieg in der Geschichte 35), München/Paderborn/Wien u.a. 2007, S. 34 f.

[14] Vgl. ebd., S. 550.

[15] Vgl. Demandt, Philipp: Luisenkult. Die Unsterblichkeit der Königin von Preußen, Köln/Weimar/Wien 2003, S. 333 f.

[16] Vgl. den Brief an Prinz Friedrich von Oranien vom 28. September 1813, in: Granier (wie Anm. 4), S. 63-64.

[17] Vgl. die Tagebucheinträge vom 1. Februar und 15. Februar, in: Berner (wie Anm. 3), S. 8-11.

[18] Brief an Prinz Karl von Preußen vom 2. März 1814, in: Berner (wie Anm. 3), S. 17-18.

[19] Brief an Prinz Karl von Preußen vom 12./13. April 1814, in: Berner (wie Anm. 3), S. 21-25.

Details

Seiten
24
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668809673
ISBN (Buch)
9783668809680
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v442774
Institution / Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Historisches Seminar
Note
1,3
Schlagworte
Befreiungskriege Napoleon Napoleon III. Kaiser Wilhelm I. Königin Luise König Friedrich Wilhelm III. Gebhard Leberecht von Blücher Waterloo Völkerschlacht bei Leipzig

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