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Die Subkulturtheorie nach Albert K. Cohen

Grundlagen - Erkenntnisse - Aussichten

Hausarbeit 2004 16 Seiten

Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der Subkulturtheorie Cohens
2.1. Die Anomietheorie (nach Merton)
2.2 Theorien des differentiellen Lernens (nach Sutherland)

3. Die Subkulturtheorie von Albert K. Cohen
3.1. Eigenschaften einer jugendlichen Subkultur im Unterschichtmilieu
3.2. Von Statusproblemen zur Subkultur
3.3. Erklärung der Delinquenz von Jugendbanden

4. Die Theorie im heutigen Kontext der BRD
4.1. Unterschicht heute?

5. Schluss

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts begannen ansteigende Kriminalitätsraten bei Jugendlichen vor allem in den USA ein immer größeres Problem zu werden. Man beobachtete außerdem die Entstehung von jugendlichen Gruppen oder Banden, die durch ihr abweichendes Verhalten gegenüber den üblichen Regeln und Normen der „Erwachsenengesellschaft“ auffielen und die Aufmerksamkeit von verschiedenen Soziologen und Kriminologen auf sich zogen. Aus der Erforschung dieser Gangs (z.B. von Thrasher und Whyte) entstanden die heutig als Subkulturtheorien bekannten Ansätze zur Erklärung von abweichendem Verhalten Jugendlicher, die meistens aus einem benachteiligten sozialen Umfeld stammten. Die Subkulturtheorien wollen die Entstehung solcher Banden beleuchten, die Motive und Ziele ihrer Mitglieder gegenüber der Gruppe, aber auch gegenüber der gesamten Gesellschaft untersuchen, und die Gründe für ihr kriminelles oder abweichendes Verhalten ergründen. Sie grenzen zum Teil den Individuellen Charakter, den psychoanalytische Ansätze hauptsächlich verfolgen, aus, und konzentrieren sich auf das ökosoziale Umfeld der Jugendlichen und deren Familien, dabei spielen vor allem sozialer Status, Schichtzugehörigkeit, Bildung und Wohnviertel eine Rolle. Außer einiger Ausnahmen (z.B. Cohen mit seiner Untersuchung der „Verwahrlosung der Mittelklasse“ (Cohen 1961, S. 118 ff.)) beschränken sich die Subkulturtheoretiker bei ihren Forschungen auf soziale „Krisengebiete“, wie die Armenviertel und Ghettos in amerikanischen Großstädten.

Diese Seminararbeit soll einen Überblick über die Subkulturtheorie von Albert K. Cohen geben, der in den 40ern damit begann, emotional gestörte Jugendliche näher zu erforschen und 1961 mit seinem wichtigsten Werk „Kriminelle Jugend“ (orig. Titel: „Delinquent Boys“) den Versuch unternahm, die von ihm selbst und seinen Zeitgenossen beobachteten und erforschten Phänomene der Bildung von delinquenten jugendlichen Subkulturen in einer allgemeinen und auch für andere Fälle brauchbaren Theorie zu fassen. Es soll zuerst ein kleiner Überblick über die soziologischen Theorien gegeben werden, die Cohen als Grundlage dienten, um dem Leser die Einflüsse früherer Theorien des abweichenden Verhaltens auf die Subkulturtheorie klar zu machen. Im darauffolgenden Teil soll die Theorie selbst und ihre zentralen Thesen herausgestellt werden. Im letzten Teil will diese Hausarbeit die durchaus schon „in die Jahre gekommene“ Theorie von Cohen auf ihre Anwendbarkeit auf die deutsche Gesellschaft und somit ihren Anspruch auf Allgemeinheit prüfen.

2. Theoretische Grundlagen der Subkulturtheorie Cohens

Natürlich ist, wie die meisten soziologischen Theorien, auch Cohens keineswegs aus dem Nichts entstanden. Er baute auf einem Grundstock von früheren soziologischen Theorien auf. Er lies in seine Theorie sowohl die Erkenntnisse von seinem ehemaligen Professor Robert K. Merton und dessen Anomietheorie, sowie die seines späteren Kollegen Edwin H. Sutherland und dessen Theorie des differentiellen Lernens einfließen, und vereinte diese beiden Ansätze in Kombination mit anderen soziologischen und psychoanalytischen Theorien und praktische Forschungsarbeit an Jugendlichen zu seiner Subkulturtheorie. In diesem Kapitel sollen nun die Theorien von Merton und Sutherland kurz zusammengefasst werden, um dem Leser die Gemeinsamkeiten mit Cohens und den beiden anderen Theorien klar werden zu lassen.

2.1. Die Anomietheorie (nach Merton)

Die Typologie abweichenden Verhaltens nach Robert K. Merton stellt eine Erweiterung der Anomietheorie Durkheims dar.

„Mertons vordringliches Anliegen ist es, herauszufinden, inwieweit durch sozialstrukturelle Bedingungen auf bestimmte Personen bzw. eine Gesellschaft Druck ausgeübt wird, sich eher abweichend als konform zu verhalten.“ (Lamnek 1979, S.114)

Das bedeutet, Merton will die relativ beschränkte Theorie Durkheims, die sich mehr oder weniger nur auf Arbeitsteilungsprozesse und dem Anomischen Selbstmord beschränkt, auf andere Aspekte der gesamten Gesellschaft, wie z.B. Schichtunterschiede und Verteilung des Reichtums, anwenden, und somit eine allgemeiner gültige Theorie schaffen. Er geht davon aus, dass es gesellschaftliche Bedingungen sind, die den Einzelnen zum Abweichler werden lassen (Lamnek 1979, S.117). Abweichendes Verhalten entsteht aus dem Auseinanderklaffen von den erwünschten gesellschaftlichen Zielen und, die einer Person zur Erreichung dieser Ziele zur Verfügung stehenden Mittel. Er erarbeitet daraus seine Typen der Anpassung, auf die ich hier nicht näher eingehen werde. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass Cohen dieses Problem der Zielerreichung ohne genügend gesellschaftliche Mittel in seine Subkulturtheorie einfließen lässt und auf die Jugendlichen der Unterschicht bezieht:

„Kinder verschiedener Klassen unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf die Kulturmuster, die ihrem Milieu zugrunde liegen. Als unterschiedlich erweisen sich auch die Forderungen und Erwartungen ihrer Umgebung und die Mittel zu ihrer Erfüllung“ (Cohen 1961, S.73)

Jedoch wandelt er die Erklärung der Delinquenz der Jugendlichen ab, worauf ich in einem späteren Kapitel noch näher eingehen werde. Er nimmt sozusagen Mertons Erklärung zwar als Begründung für die Entstehung der Frustrationen Jugendlicher, jedoch nicht als Beweggrund für das abweichende Verhalten, für das er mehr die „Kultur der Bande“ (Cohen 1961, S.16) verantwortlich macht und nicht wie Merton die individuelle sozialer Situation einer Person.

2.2 Theorien des differentiellen Lernens (nach Sutherland)

Im Gegensatz zu Merton konzentriert sich Sutherlands Theorie der differentiellen Assoziation nicht auf sozialstrukturelle Faktoren, die sich eventuell auf eine Person oder Gruppe auswirken, sondern auf individuelle Erfahrungen und Lernprozesse, die in die Lebensgeschichte einer Person einfließen. Trotzdem erkennt er an, dass diese persönlichen Faktoren nicht ausreichen, um die Abweichung zu erklären, sondern erkennt eine Ursache in den Unterschieden in der Gesellschaft selbst:

„Eine weitere Voraussetzung für Devianz ist die differentielle Organisation der Gesellschaft, d.h. das Individuum muß die Chance zum Kennenlernen konkurrierender Situationsdefinitionen haben. Mit dieser Grundanahme, die aber von Sutherland und Cressey nicht weiter ausgeführt wird, ist eine Verbindung zu den Subkultur-Ansätzen hergestellt. (Lamnek 1979, S.189)

Auf diesem Grundgerüst baut Cohen auf und sucht nach Erklärungen in der Ausprägung von gesellschaftlichen Schichten. Diese These ist aber nicht die einzige, die Cohen von Sutherland übernimmt, er schließt sich auch an seine Meinung an, dass Normen und Werte, die zu abweichenden Verhaltensweisen führen, in Gruppen (bei Cohen: Subkulturen) in einem Prozess erlernt werden, und nicht von natur aus in der Persönlichkeit der Delinquenten verankert sind:

„Individuen begehen abweichende Handlungen, weil sie die ein solches Verhalten stützende Glaubenshaltungen und Werte in ihren Subkulturen in gleicher Weise erlernt haben, wie andere Menschen konventionelle Glaubenshaltungen und Werte in ihren Subkulturen erlernen.“ (Cohen 1968, S.147)

Dazu zum Vergleich ein Auszug aus den neun Thesen Sutherlands:

- „Kriminelles Verhalten ist erlerntes Verhalten“
- „Kriminelles Verhalten wird hauptsächlich in intimen persönlichen Gruppen gelernt“
- „Das Erlernen krimineller Verhaltensweisen schließt das Lernen

a) der Techniken zur Ausführung des Verbrechens […]

b) die spezifische Richtung von Motiven, Trieben, Rationalisierungen und Attitüden ein.“ (Lamnek 1979, S.189, zit. nach Sutherland 1968, S.394ff.)

Mann kann erkennen, dass auch Sutherland die Bedeutung von übernommenen (bzw. erlernten) Werten und Normen aus der „Kultur der Gruppe“ erkennt, aber das Wesen seiner Theorie ein anderes ist, er sieht die Gruppe nur im Zusammenhang ihrer Lernwirkung auf ein Individuum und das dadurch entstehende abweichende Verhalten. Seine Intention ist auch nicht, die Entstehung dieser Gruppen zu erklären, sondern er sieht ihre Anwesenheit als Bedingung für Lernprozesse, die auf die einzelnen Mitglieder wirken.

Hier will Cohen ansetzen. Ihn interessiert es weniger, warum ein einzelnes Mitglied einer Bande abweichend oder kriminell wird, sondern wie es überhaupt zur Entstehung dieser Gruppe kommt, wie sie im Kontext zur Gesamtgesellschaft steht, und was die Motive ihrer Angehörigen zur Mitgliedschaft und zum Annehmen gruppenspezifischer Verhaltensweisen, Einstellungen und Werte sind.

3. Die Subkulturtheorie von Albert K. Cohen

Im nächsten Kapitel werde ich auf die eigentliche Theorie von Cohen eingehen, seine Hauptthesen herausstellen und begründen. Cohens Theorie gründet auf eigenen Beobachtungen von jugendlicher Bandendelinquenz, daher werde ich damit anfangen, seine und die seiner Zeitgenossen vorgenommenen Beobachtungen und Forschungen über jugendliche Straßengangs zu erläutern und die von ihm festgestellten Eigenschaften einer delinquenten Jugendbande aufzuzählen und zu deuten. Später bespreche ich die Determinanten, die zur Entstehung von solchen Subkulturen im Unterschichtmilieu führen, und wie es zu ihren abweichenden Verhaltensweisen kommt.

3.1. Eigenschaften einer jugendlichen Subkultur im Unterschichtmilieu

Für Cohen sind die herausragendsten Merkmale der delinquenten Subkultur „Nichtutilitarismus“, „Boshaftigkeit“ und „Negativismus“ (Cohen/Short 1968, S.373). Mit nicht-utilitaristisch ist gemeint, dass das von Cohen am häufigsten gezählte Delikt Diebstahl nicht den Zweck zur persönlichen Bereicherung erfüllt, sondern aus anderen Beweggründen geschieht. Die Jugendlichen begehen diese meist kleineren Diebstähle nicht aus rationalen Gründen, d.h. sie stehlen nicht Dinge, die ihnen vielleicht fehlen, um einen höheren sozialen Status zu erlangen, sondern stehlen oft irgendetwas, weil sich eventuell gerade die Gelegenheit bietet, werfen es dann entweder weg, verschenken es oder machen es kaputt. Sie stehlen aus „Spaß an der Sache“ (Cohen 1961, S.17), sie sehen im Diebstahl eine „[…] Tätigkeit, mit der sich Ruhm, Heldentum und tiefe Befriedigung verbinden“ (Cohen 1961, S.17). Damit verbindet Cohen seine Kernfrage: Warum wird eine Tätigkeit, die in der übrigen Gesellschaft (oder Mittelschicht) als verwerflich und statusmindernd angesehen wird, in der Subkultur als angesehenes Mittel zum Erlangen eines höheren Status akzeptiert?

Das Adjektiv „boshaft“ ist vielleicht von Cohen etwas missverständlich ausgedrückt, weil man normalerweise diesen Titel nur mit einzelnen Personen und nicht mit Gruppen verbindet (Obwohl natürlich im Volksmund oft solche klischeehaften Ausdrücke für soziale Gruppen verwendet werden, wie z.B.: „Die Jugendlichen sind alle faul.“ oder „Zigeuner sind hinterhältig.“ etc.). Er will damit zeigen, dass die meisten Tätigkeiten einer solchen Bande einen gewissen „boshaften“ Charakter haben, d.h. die Mitglieder fühlen eine Befriedigung bei Tätigkeiten, die anderen Menschen (hauptsächlich Jugendliche, die nicht zur Gruppe gehören) schaden, diese verärgern oder verlegen macht. Beispiele dafür sind Pöbeleien auf der Straße, wie gesagt der nicht-utilitaristische Diebstahl oder Ärgern von anderen Kindern und Jugendlichen. Alles in allem: „[…] Vergnügen an der Missachtung von Regeln und Tabus überhaupt.“ (Cohen 1961, S.18)

Aus diesen beiden Einstellungen folgert Cohen einen insgesamt „negativistischen“ Charakter der delinquenten Subkultur. Damit will er den Unterschied der Normen und Werte der Bande gegenüber der der „Erwachsenen-Gesellschaft“ darstellen, der Begriff ist sogar noch weiter zu verstehen, „Negativistisch“ bedeutet nicht nur eine negative oder ablehnende Haltung gegenüber den konventionellen Normen, sondern eine gegensätzliche Einstellung, eine Verkehrung der Normen ins Gegenteil. (Cohen 1961, S.19) Diese Erschaffung von „neuen“ Normen und Werten ist nach Cohen der entscheidende Hinweis auf die Entstehung einer delinquenten Subkultur. Wie es zur Ausformung dieser neuen Normen kommt und warum sich jugendliche Bandenmitglieder daran orientieren, wird im nächsten Kapitel behandelt.

3.2. Von Statusproblemen zur Subkultur

Wie entsteht das Phänomen von jugendlichen Banden? Warum kapseln sich manche Jugendliche von der Gesellschaft dermaßen ab und begeben sich in eine Subkultur? Das sind die Fragen, die Cohen mit seiner Theorie beantworten will. Er stellt fest, dass die Zusammenschlüsse der Jugendlichen zu Banden eine Antwort auf Probleme der Jugendlichen darstellt, die sie in ihrer Situation und Umgebung belasten. Er behauptet dabei nicht, dass diese Lösung die häufigste, oder die einzige wäre, um diese Probleme zu lösen, es ist einer von vielen Wegen, wie Menschen mit ihren Problemen umgehen und sie zu lösen versuchen. Aber was sind das für Probleme, die die jungen Menschen aus der Unterschicht zu kriminellen Bandenmitgliedern werden lassen? Wie bereits erwähnt, bezieht sich Cohens Theorie auf Jugendliche der Unterschicht, die mit spezifischen soziokulturellen Problemen zu kämpfen haben. Diese Kinder wachsen in einem Milieu auf, in dem die Ziele der Mittelschicht zwar teilweise anerkannt und auch von ihren Eltern zumindest „verdünnt“ vermittelt werden. Jedoch reichen die Mittel zur Erreichung dieser Ziele nicht aus, und die Jugendlichen werden auch nicht richtig von ihren Eltern auf das Erreichen dieser Ziele vorbereitet. (Cohen 1961, S.71) Er stellt hierbei die „Ethik der Mittelschicht“ (Cohen 1961, S.62ff.), die den Mittelschichtkindern hauptsächlich Strebsamkeit, Achtung vor dem eigenen und dem Eigentum anderer, und damit auch ein Statusbewusstsein vermittelt, gegenüber dem sozialen Milieu der Unterschicht, in dem das Verhalten des Jugendlichen „[…] weitgehend von seinen Augenblickslaunen, der Bequemlichkeit und den spontanen Impulsen seiner Eltern und von den Notwendigkeiten des Haushalts“ (Cohen 1961, S.74) bestimmt wird. Diese Diskrepanz zwischen den Möglichkeiten der Unterschichtjugend und, von Massenmedien und Institutionen (Schule, Jugendzentren) vorgegebenen Mittelschichtzielen, führt zu Statusproblemen. Die Lösung dieser Statusprobleme kann auf verschiedene Weise geschehen. Nach Cohen ist eine Lösung dadurch möglich, indem die Person seinen Bezugsrahmen ändert:

„Daraus folgt, daß eine wirklich befriedigende Lösung eine Wandlung innerhalb dieses Bezugsrahmens selbst notwendig macht. Ein Handelnder mag das Streben nach einem Ziel aufgeben, das unerreichbar erscheint. Aber das ist solange keine Lösung, bis er sich nicht selbst überzeugen kann, daß dies Ziel es eigentlich auch gar nicht wert ist, verfolgt zu werden; kurz, sein Wertbewußtsein muß sich ändern.“ (Cohen 1961, S.38)

Abhängig von der Person und anderen Umständen kann diese Änderung verschiedene Dinge bedeuten. Zum Beispiel kann, abhängig von der Frustrationstoleranz einer Person, es genügen, bei zu geringem Einkommen Lotto zu spielen, und somit eine legale, institutionalisierte Lösung zu verwenden, und somit auch bei geringen Erfolgsaussichten seinen Spannungszustand befriedigen (Lamnek 1979, S.154). Eine andere Lösungsform ist die bereits genannte „Aufgabe des Zieles“.

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Details

Seiten
16
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783668809543
ISBN (Buch)
9783668809550
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v443744
Institution / Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,3
Schlagworte
Theorien abweichenden Verhaltens Soziologische Theorien Albert Cohen Subkultur Bandenkriminalität Delinquent Boys Jugend Subkulturtheorie Unterschicht

Autor

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Titel: Die Subkulturtheorie nach Albert K. Cohen