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Abdel-Hakim Ourghi. Reform des Islam. 40 Thesen

Seminararbeit 2018 27 Seiten

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Geschichte Algeriens im Überblick

2. Der Islam in Deutschland

3. Lebenslauf von Abdel-Hakim Ourghi

4. Reform des Islam. 40 Thesen
4.1. Einleitende Vorbemerkungen
4.2. Reform des Islams
4.2.1. Nur ein europäischer Islam
4.2.2. Nur ein humanistisch-ethischer Koran
4.2.3. Nur ein liebender, barmherziger Gott
4.2.4. Nur ein gewöhnlicher, fehlbarer Mensch – der Prophet
4.2.5. Nur Befreiung der Frau
4.3.Epilog

5. Überlegungen zu Ourghis Buch - Reform des Islam

Resümee

Bibliographie

Literatur

Internetseiten

Einleitung

Wenn vom Islam hier in Europa die Rede ist, dann wird meist nur in journalistischen Schlagzeilen gedacht und somit nur in Verbindung mit Terrorismus, Gewalt, Rückständigkeit, Scharia und Unterdrückung der Frau. Alles Themenkomplexe die mit der westlichen Demokratie nicht vereinbar scheinen.

So heißt es auch immer, die (muslimischen) Flüchtlinge müssen sich an „unsere“ Werte anpassen, wenn sie hier leben wollen. Der Islam, näherhin der Koran und die Scharia, seien mit der westlichen Denkweise nicht kompatibel und sohin müsste der Islam verändert, reformiert werden, ja damit er zum Europa des 21. Jahrhunderts passt.

Dies wird mittlerweile nicht nur von Europäern gefordert, sondern ist auch zum Thema hier lebender Muslime geworden. Und nicht von ungefähr sind 2017 mehrere Bücher[1] im deutschen Raum erschienen, die anknüpfend an den Reformator Martin Luther, der mit den legendären Thesenanschlag 1517 die evangelische Kirche, eine neue Lesart der christlichen Religion, begründet hat, eine Reform des Islam fordern, offenbar in der Hoffnung ähnliches für den Islam zu bewirken und Ourghi bzw. Abdel-Samad und Khorchide legen sogar ebenso Thesen vor, letztere sogar 95 an der Zahl.

In Zentrum dieser Arbeit soll nun das Buch von Ourghi, Reform des Islam. 40 Thesen, stehen. Da Ourhgi in Algerien geboren, und aufgewachsen ist und auch dort studiert hat, wird zunächst einmal ein Blick auf den Islam in Algerien geworfen werden. Natürlich wird auch die islamische Landschaft in Deutschland skizziert, bevor das Buch schwerpunktmäßig inhaltlich vorgestellt wird und abschließend einige Überlegungen zu seinen Thesen dargelegt werden.

1. Geschichte Algeriens im Überblick

Ab dem 7. Jahrhundert wurde Algerien durch die Araber islamisiert. Die osmanische Ära, die im 16. Jahrhundert begonnen hatte, ging 1830 durch die französische Besetzung und letztlich Eroberung des Landes zu Ende,[2] die sicher auch durch die seeräuberischen Aktionen mitbedingt waren.[3]

Algerien wurde daraufhin von der Kolonialmacht Frankreich ausgebeutet, viele Bauern wurden enteignet und mussten sehen, dass sie überleben konnten. Bald waren die Algerier Bürger zweiter Klasse im eigenen Land.[4]

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es daher vermehrt Probleme, da die Muslime Algeriens nicht französische Staatsbürger sein konnten, wenn sie nicht auf ihre islamischen Traditionen verzichteten.[5] So wundert es nicht, dass viele der 1924 schon über 100.000 algerischen Arbeiter in den Städten Nordfrankreichs die kommunistische Bewegung als bedeutsam betrachteten.[6]

Bereits ab 1920 betrieben unter der Führung von Ibn Badis algerische Nationalisten, die das Gedankengut der salafistischen Reformbewegung aufgegriffen hatten, die Trennung von islamischer Religion und französischem Staat.[7] Vor allem in Oran und Algier gründeten die Salafisten viele muslimischen Schulen und waren vorerst nicht politisch tätig. So gab es neben den Anhängern mit islamischen Hintergrund, denen es primär darum ging die Vorherrschaft der Sufiorden zu brechen, auch Anhänger mit keinem islamischen Hintergrund für den Plan, dass Algerien gleichberechtigter Teil von Frankreich werden sollte.[8]

Die salafistischen Bemühungen fielen vor allem deswegen auf fruchtbaren Boden, da ja die französische Politik alles was mit islamischer Tradition verbunden war, mehr oder minder unterbunden hatte. Viele Gebildete sahen darin auch einen Weg, um von Frankreich loszukommen und die Unabhängigkeit erreichen zu können.[9] Und so begann im März 1954 ausgehend von der Nationale Befreiungsfront (FLN) die Unabhängigeneisbewegung und ab 1. November 1954 der Kampf für die Unabhängigkeit Algeriens.[10]

Nach Ende des Unabhängigkeitskrieges wurde verstärkt versucht, die Religion mehr in den Mittelpunkt zu stellen, um die sufischen Bruderschaften mehr in den Hintergrund zu drängen und die eigene Sichtweise des sunnitischen Islams zu favorisieren.[11] Dieser Krieg war sehr brutal und bis 1962 waren ein Fünftel der Einwohner auf der Flucht oder getötet.[12]

Im Juli 1962 erreichte Algerien dann seine Unabhängigkeit von Frankreich.[13] Von da an versuchten die islamistischen Gruppierungen nun den „wahren Islam“ unter Beachtung der Scharia umzusetzen. Alles musste mit dem Islam vereinbar sein und es wurde auf die Wiedererrichtung des Kalifats gehofft.[14]

1982 kam es dann erstmals zu islamistischen Gewalttätigkeiten und 1988 brachen landesweite Unruhen aus. 1992 stand dann ein Sieg der Islamistischen Heilsfront (FIS) bei den Parlamentswahlen in Reichweite, doch bevor es soweit kam, wurde die Wahl für ungültig erklärt, viele Islamisten verhaftet und die FIS verboten.[15]

Es kam schließlich von 1993 bis 2002 zum Bürgerkrieg zwischen militanten Islamisten und dem Militär. 1999 wurde Abd al-Aziz Bouteflika zum Präsidenten gewählt.[16] Nachdem klar wurde, dass kein Sieg einer Seite in Zukunft möglich sein würde, versuchte Präsident Bouteflika mittels einer Politik der „Nationalen Eintracht“ den Frieden im Lande wieder herzustellen.[17] Offenbar war die Mehrheit der Algerier mit diesem Weg zufrieden, denn sie wählten 2004 wieder Bouteflika, der seine Politik der Versöhnung weiter fortsetzte[18] und mittlerweile wurde er 2014 zum vierten Mal gewählt und ist derzeit Präsident in Algerien.

Die Sufibruderschaften haben nach wie vor religiöse und soziale Bedeutung,[19] doch:

„Das Erscheinungsbild des Islam [ist] von kultureller Vielfalt und unterschiedlichen individuellen Glaubensausformungen geprägt. Doch was die Zugehörigkeit der Muslime dieser Region zu einer islamischen Rechtsschule angeht, so ist [...] abgesehen von einer ibaditischen Minderheit sowie Anhängern der hanafitischen Rechtsschule [...] die überwältigende Mehrheit [...] der malikitschen Rechtsschule zuzuordnen.“[20]

2. Der Islam in Deutschland

Im Gegensatz zu Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich steht in Deutschland an der Spitze der Problematik mit den Muslimen, die Frage nach deren Integrierbarkeit und die Vereinbarkeit des Islams, vor allem des Korans und der Scharia, mit dem Deutschen Grundgesetz.[21] Vor allem wird befürchtet, dass sich die Muslime verstellen, also nur nach außen hin so tun, als ob sie sich dem deutschen Gesetz unterstellen, wenn sie aber unter sich sind, würden sie über die Unmoral des Westens bzw. über die Überlegenheit des Islams sprechen. In diesem Zusammenhang ist auch die Diskussion in Deutschland um den Begriff Leitkultur, der 2000 zu einer heftigen Debatte geführt hatte, zu sehen. Sollen sich nun die Muslime anpassen? Und wenn ja, an was?[22]

Deutschland hebt sich auch sonst aus der westeuropäischen Situation heraus, da es im Gegensatz zu den anderen Ländern, nicht wirklich Kolonialmacht war und demgemäß die afrikanischen Flüchtlingen meist mit keinen Kenntnissen der deutschen Sprache kommen und daher ein längerwährender Prozess einer möglichen Eingliederung in die deutsche Gesellschaft vorprogrammiert ist.[23]

Der größte Teil der Muslime Deutschlands stammt aus der Türkei. Einst als Arbeitskräfte in den 50er/60er Jahren in das Land geholt, spätere Zusammenführung der Familien und von da weg auch ständiger Aufenthalt in Deutschland, haben aber nicht dazu geführt, dass diese auch deutsche Staatsbürger geworden sind. So waren von den türkischen Muslimen auch noch 2005 ca. 2 Millionen türkische und nur an die 340.000 deutsche Staatsbürger.[24]

Genaue Zahlen, wie viele Muslime in Deutschland leben gibt es nicht, da der Islam in Deutschland keine anerkannte Religionsgemeinschaft ist,[25] so schwanken die Zahlen zwischen 3 bis 4,4 Millionen,[26] da es bis jetzt es den Muslimen nämlich nicht möglich war sich alle unter einem Dachverband zu vereinen[27] und sohin die muslimischen Verbände und Organisationen weiterhin nach der jeweiligen Konfession und Ethnie bzw. Nationalität getrennt agieren.[28]

Da die Türken die überwiegende Mehrheit bei den Muslimen bilden, ist auch der in Deutschland praktizierte Islam vor allem durch die politischen und religiösen Verhältnisse in der Türkei geprägt. Daher haben die großen muslimischen Organisationen, die eine Vielzahl von Moscheen unter einem Dach vereinen, durchaus ein türkisches Gesicht. Aber auch religiöse Gruppierungen, die in der Türkei nur im Untergrund wirken können bzw. verboten sind, haben sich ebenso in Deutschland angesiedelt und können hier sogar immer mehr Mitglieder gewinnen.[29] Nicht zu vergessen ist außerdem noch, dass die türkischen Muslime keinesfalls eine Einheit darstellen, sondern zu diesen neben der Mehrheit der Sunniten, auch z. B. die Kurden und die Aleviten zählen.[30]

Die Moscheen bieten aber nicht nur Raum für das Gebet, sondern können auch für viele heimatliche Gefühle wecken, da sie dort an den Wochenenden mit Menschen aus dem gleichen Land zusammenkommen und dort auch deren Kinder die elterliche Kultur und Sprache näherhin kennen lernen können.[31] Und natürlich wird hier in den überwiegenden Moscheen weder in Deutsch gesprochen noch auf Deutsch gepredigt, sondern in der jeweiligen Landessprache.[32]

Die größte aller islamischen Organisationen ist die Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion (DİTİB) mit Sitz in Köln. DİTİB hat keine spezielle religiöse Ausrichtung wie die anderen, jedoch ist sie sunnitisch geprägt und folgt der hanafitischen Rechtsschule.[33] Noch 2011 lehnten sie die Imameausbildung in Deutschland und deren anschließende Anstellung ab,[34] sodass 2017 seitens der Bundesregierung 350 Imamen aus der Türkei ein Visum ausgestellt bekamen. Diese werden von der Türkei für ihre Tätigkeit in Deutschland bezahlt, was klar dafür spricht, dass DİTİB letztlich von der Türkei und vom türkischen Präsidenten Recep Erdoğan abhängig ist und auch kontrolliert wird.[35] Laut Internetauftritt vertritt DİTİB 70% der Muslime Deutschlands.[36]

Ein weiteres islamisches Zentrum stellt der Verbund der islamischen Kulturzentren (VIKZ) dar, der 1970 mit dem Standquartier in Köln gegründet worden ist. Der VIKZ bietet Religionsunterricht und sorgt auch für eine gewisse Lernbetreuung.[37]

Einen weiteren Zusammenschluss von Moscheen bildet die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), die seit 1995 so bezeichnet wird und ebenso ihren Sitz in Köln hat. Sie steht dem politischen Islam sehr nahe, betrieb z. B. auch Werbung für den türkischen Politiker Necmettin Erbakan. Diese ist auch gesamteuropäisch tätig.[38] Sie ist allerdings die einzige Organisation, die ihre Imame in Deutschland ausbilden lässt.[39]

Neben den türkischen, gibt es natürlich auch noch andere muslimische Organisationen. An erster Stelle wäre hier die Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD) zu nennen, die die arabisch sprechenden Muslime vereint. Sie ist die älteste islamische Organisation in Deutschland und gibt die Zeitschrift Al Islam heraus. In der Vergangenheit wurde die Vorläuferorganisation von einem Schwager von Hasan al-Bannā geleitet und wird seitdem immer wieder mit den Muslimbrüdern in Verbindung gebracht.[40]

Das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) vereint die schiitischen Muslime Deutschlands und steht mit der iranischen Regierung im engen Kontakt.[41]

Der 1987 gegründete Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) versteht sich als Organisation für alle in Deutschland lebenden Muslime, ebenso auch der 1994 gegründete Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD).[42]

Allen diesen Organisationen gemein ist aber, dass sie nicht öffentlich anerkannt sind und daher auch nicht den Status einer Körperschaft aufweisen. Einzig die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft (AMJ) in Hamburg und Hessen haben seit kurzem Körperschaftsstatus.[43]

3. Lebenslauf von Abdel-Hakim Ourghi

Viel gibt es derzeit noch nicht über das Leben von Abdel-Hakim Ourghi zu berichten. Die spärlichen Notizen kann man nur seinen Büchern, Interviews bzw. der Homepage der Pädagogischen Hochschule in Freiburg entnehmen.

Demnach wurde Ourghi 1968 in Oran in Algerien geboren,[44] hat das Abitur in Tlemcen/Algerien 1987 und 1991 die Licence für Philosophie an der Senia-Universität in Oran gemacht.[45] Dann verliert sich seine Spur.

Erstmals im europäischen Kontext taucht er mit seiner Promotion in Islamwissenschaft im Jahre 2006 an der Universität Freiburg mit seiner Dissertation Die Reformbewegung in der neuzeitlichen Ibāḍīya: Leben, Werk und Wirken von Muḥammad b. Yūsuf Aṭfaiyaš, 1236–1332 h.q. (1821–1914) wieder auf.[46]

Seit 2011 leitet Ourghi den Fachbereich Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.[47] Seine Forschungsschwerpunkte stellen die Koranforschung, das sunnitische Fatwawesen, die Ibaditen in Nordafrika und die islamische Theologie dar. Er ist auch Autor verschiedenster Publikationen.[48]

4. Reform des Islam. 40 Thesen

Im September 2017 brachte Ourghi sein Buch Reform des Islams. 40 Thesen heraus. In Anspielung an den Thesenanschlag Martin Luthers 1517 schlug er sogar am 7. Oktober seine Thesen an die Türe der Dar-as-Salam-Moschee in Berlin, was jedoch zu einem heftigen Streit mit einem Berliner Pastor führte.[49]

Dass er sein Buch im Gedächtnisjahr von Martin Luther herausgab war sicher kein Zufall, denn so bekam er mehr Publicity für sein Werk. Auch Khorchide veröffentlichte zusammen mit Abdel-Samad das Buch Ist der Islam noch zu retten? Eine Streitschrift in 95 Thesen im Mai des Lutherjahres und noch dazu sogar mit der gleichen Anzahl an Thesen, wie dieser.

Aber auch in seinem Buch nimmt Ourghi immer wieder Bezug auf den evangelischen Reformator und stellt auch Parallelen zwischen seiner Person/Theologie und der Martin Luthers her. So verwundert es nicht, wenn er gleich zu Beginn ein Zitat von diesem setzt: „Je mehr mich die Leute bedrohen, umso größer meine Zuversicht,“[50] um dann auch im Interview darauf hinzuweisen, dass auch sein Leben, wie das Luthers, bedroht ist.[51]

Das Buch ist klar gegliedert: Der einleitende Teil beinhaltet eine Einführung, den pathologischen Zustand der islamischen Identität und einiges über die Wächter des Tempels. Dann folgen die vierzig Thesen, an deren Ende ein Epilog steht.

4. 1. Einleitende Vorbemerkungen

In seiner Einleitung macht Ourghi bereits klar, dass der Islam in einer Sinnkrise, ob der Moderne stecke und unbedingt reformiert werden müsse. So macht er seine großen Schwerpunktthemen hier schon stark: Es muss einen humanistisch-ethische Islam geben und über Gott, den Koran, den Propheten und die Tradition des Propheten neu nachgedacht werden.[52]

Erneuerung ist prinzipiell im Islam nichts Neues, denn schon nach der Invasion Napoleons in Ägypten (1798-1801) wussten einige islamische Gelehrte, dass der Islam erneuert werden müsste.[53] Heute steht der Islam in einer ähnlichen Situation, wie z. B. auch Abdelwahab Meddeb von einem pathologischen Zustand des Islams spricht,[54] ja sogar betont, dass der Islam selbst die Krankheit hervorbringe und von daher auch die „Therapie“ vom Islam selber kommen müsse.[55]

Terroristische islamische Aktionen gibt es heute nicht mehr nur in den von mehrheitlich von Muslimen bewohnten Ländern, sondern auch im Westen. Diese Aktionen werden mit den sogenannten Schwertversen des Koran, des medinensischen Korans, gerechtfertigt. Diese Verse werden auch immer wieder in Predigten dargelegt und in diesem Zusammenhang werden auch oft Ibn Taimīya (1263-1328) und Sayyid Qutb (1906-1966) zitiert. Wobei Ourghi in Qutb sozusagen den Ahnherrn aller terroristischen Aktivitäten sieht. Vor allem, da Qutb die heutige Zeit als ǧāhilīya betrachtet, also als Zeit der Unwissenheit, die vorislamische Zeit des 7. Jahrhunderts, und unter Bezugnahme auf Sure 3:85 würde Qutb zum Kampf gegen alle anderen Religionen aufrufen. Und in dieser Hinsicht sieht Ourghi die Import-Imame als das Grundübel, denn sie predigen die Sichtweise eines Islams, der jedoch für ihn nicht zukunftsfähig ist.[56]

[...]


[1] Z. B.: Abdel-Samad, Hamed / Khorchide, Mouhanad: Ist der Islam noch zu retten?: Eine Streitschrift in 95 Thesen, München 2017. Blume, Michael: Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug, Ostfildern 2017. Ourghi, Abdel-Hakim: Reform des Islams. 40 Thesen, München 2017. Özyürek, Esra: Deutsche Muslime – muslimische Deutsche: Begegnungen mit Konvertiten zum Islam, Heidelberg 2017.

[2] Vgl. Elger, Ralf (Hrsg.): Kleines Islam-Lexikon. Geschichte, Alltag, Kultur, München 42006, 34.

[3] Vgl. Wöhler-Khalfallah, Khadija Katja: Der islamische Fundamentalismus, der Islam und die Demokratie: Algerien und Tunesien: Das Scheitern postkolonialer "Entwicklungsmodelle" und das Streben nach einem ethischen Leitfaden für Politik und Gesellschaft, Wiesbaden 2004, 439.

[4] Vgl. Wöhler-Khalfallah: 52-53.

[5] Vgl. Schulze, Reinhard: Geschichte der islamischen Welt. Von 1900 bis zur Gegenwart. München 2016, 136-139.

[6] Schulze: 138f.

[7] Vgl. Elger: 35.

[8] Vgl. Kogelmann, Franz: Der Islam in ausgewählten Staaten: Maghreb, in: Ende, Werner / Steinbach, Udo / Laut, Renate (Hrsg.): Der Islam in der Gegenwart, München 52005, 418. Vgl. Schulze: 138.

[9] Vgl. Kogelmann: 419.

[10] Vgl. Wöhler-Khalfallah: 439.

[11] Vgl. Elger: 35.

[12] Vgl. Schulze: 248.

[13] Vgl. Wöhler-Khalfallah: 439.

[14] Vgl. Ludwig, Georg: Militär, Islamismus und Demokratie in Algerien (1978 bis 1995), Wiesbaden 1998, 260.

[15] Vgl. Kogelmann: 424. Vgl. Elger: 35.

[16] Vgl. Wöhler-Khalfallah: 444.

[17] Vgl. Elger: 35.

[18] Vgl. Elger: 35-36.

[19] Vgl. Kogelmann: 418.

[20] Kogelmann: 417.

[21] Vgl. Landmann, Nico: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, in: Ende, Werner / Steinbach, Udo / Laut, Renate (Hrsg.): Der Islam in der Gegenwart, München 52005, 587.

[22] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 587.

[23] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 588.

[24] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 588. Vgl. Schirrmacher, Christine: Islam und Demokratie. Ein Gegensatz?, Ulm 2013, 65f.

[25] Vgl. Gerlach, Julia: Zwischen Pop und Dschihad. Muslimische Jugendliche in Deutschland, Berlin 2006, 127.

[26] Vgl. Klausen, Jytte: Europas muslimische Eliten. Wer sie sind und was sie wollen, Frankfurt am Main 2006, 14. Vgl. Mohsen, Hassan: Muslimischer Wohlfahrtsverband in Deutschland?: Vergleich zwischen der Etablierung des Jüdischen (1917) und einem (möglichen) muslimischen Wohlfahrtsverbandes, München 2017, Kindle Edition, Position 540.

[27] Vgl. Klausen: 46f.

[28] Vgl. Gerlach: 125. Vgl. Mohsen: Kindle Edition, Position 553.

[29] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 589.

[30] Vgl. Schirrmacher, Christine: Islam und Demokratie. Ein Gegensatz?, Ulm 2013, 65.

[31] Vgl. Gerlach: 125.

[32] Vgl. Gerlach: 126.

[33] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 592.

[34] Vgl. Markus Decker: Entscheidung Ditib lehnt Imam-Ausbildung ab, in: https://www.ksta.de/entscheidung-ditib-lehnt-imam-ausbildung-ab-12374104 [abgerufen am 27.7.2018].

[35] Vgl. Zeit Online: 350 Imame durften im vergangenen Jahr einreisen, in: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/ditib-imame-arbeitsvisa-einreise [abgerufen am 27.7.2018].

[36] Vgl. Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.: Gründung und Stuktur, in: http://www.ditib.de/default1.php?id=5&sid=8&lang=de [abgerufen am 27.7.2018].

[37] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 589.

[38] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 590.

[39] Vgl. Gerlach: 127.

[40] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 593.

[41] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 594.

[42] Vgl. Landmann: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, 595.

[43] Vgl. Mohsen: Kindle Edition, Position 703.

[44] Vgl. Ourghi, Abdel-Hakim: Reform des Islams. 40 Thesen, München 2017, Umschlag.

[45] Vgl. Pädagogische Hochschule Freiburg: Dr. Abdel-Hakim Ourghi, in: https://www.ph-freiburg.de/theologie/islamische-theologie/mitglieder/dr-abdel-hakim-ourghi.html [abgerufen am 13.3.2018].

[46] Vgl. Pädagogische Hochschule Freiburg: Dr. Abdel-Hakim Ourghi [abgerufen am 13.3.2018].

[47] Vgl. Ourghi: Reform des Islams, Umschlag.

[48] Vgl. Pädagogische Hochschule Freiburg: Dr. Abdel-Hakim Ourghi [abgerufen am 13.3.2018].

[49] Vgl. Ourghi, Abdel-Hakim: 40 Thesen zur Reform des Islams, in: Zeit Online: in: https://www.zeit.de/2017/45/islam-reform-thesen-theologie [abgerufen am 13.3.2018].

[50] Vgl. Ourghi: Reform des Islams, 9.

[51] Vgl. Käfer, Armin: Anfeindungen gegen kritischen Islamgelehrten, in: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.anfeindungen-gegen-kritischen-islamgelehrten-ein-reformator-der-nicht-luther-sein-will.cc17da87-55b8-4556-91cb-021838113e08.html [abgerufen am 13.3.2018].

[52] Vgl. Ourghi: Reform des Islams, 9-16.

[53] Z. B. Schakib Arslan: Warum sind die Muslime zurückgeblieben, und warum kamen andere voran? (1930);

[54] Vgl. Abdelwahab Meddeb: Die Krankheit des Islam (2002).

[55] Vgl. Ourghi: Reform des Islams, 19f.

[56] Vgl. Ourghi: Reform des Islams, 20-25.

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Titel: Abdel-Hakim Ourghi. Reform des Islam. 40 Thesen