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Chancen und Grenzen des Programms "Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse"

Hausarbeit 2018 10 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung / Hinführung zum Thema

2. Das Programm „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“

3. Evaluationsstudie zu „Lubo aus dem All!“

4. Ergebnisse der Evaluationsstudie
4.1 Chancen von „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“
4.2 Grenzen von „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“

5. Umsetzbarkeit von „Lubo aus dem All – 1. und 2. Klasse“
5.1 Chancen der Umsetzbarkeit von „Lubo aus dem All – 1. und 2. Klasse“
5.2 Grenzen der Umsetzbarkeit von „Lubo aus dem All – 1. und 2. Klasse“

6. Fazit

Quellenverzeichnis

1. Einleitung / Hinführung zum Thema

Zahlreiche internationale Studien belegen, dass Verhaltensstörungen und sozial-emotionale Kompetenzdefizite bereits im Grundschulalter gehäuft auftreten, was universelle Fördermaßnahmen in der Schuleingangsphase notwendig macht. (vgl. Hennemann 2011, 113f.) Um zudem einer Verfestigung von Problemverhalten frühzeitig entgegenzuwirken, ist ein präventiver Einsatz von Fördermaßnahmen in der Schuleingangsphase notwendig. (vgl. Hillenbrand 2013, 13) Um emotionale und soziale Kompetenzen bereits zu Beginn der Grundschule zu fördern, wurde das universelle Präventionsprogramm „Lubo aus dem All! – 1. Und 2. Klasse“ entwickelt. Zur Evaluation des Programms wurde eine umfangreiche Studie an Kölner Grundschulen durchgeführt. (vgl. Hennemann 2011, 113) Ausgehend von den Ergebnissen der Evaluationsstudie zu dem Programm „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“ wird sich diese Arbeit mit den Chancen und Grenzen des Programms befassen. Nach einer kurzen Vorstellung des Programms für die Schuleingangsphase und der dazu durchgeführten Evaluationsstudie, werden die Ergebnisse der Studie aufgezeigt und Chancen und Grenzen des Programms daraus abgeleitet. Durch einen Blick auf die Umsetzbarkeit des Programms werden weitere Chancen und Grenzen des Programms ergänzt. Im anschließenden Fazit werden die skizzierten Chancen und Grenzen zusammengefasst und eine abschließende Bewertung des Programms vorgenommen.

2. Das Programm „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“

„Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“ ist ein universelles Präventionsprogramm für die Schuleingangsphase an allgemeinbildenden Grundschulen. Auch bis ins vierte Schuljahr kann das Programm an Förderschulen zum Einsatz kommen. Der Lehrer oder die Lehrerin erarbeitet mit der gesamten Klasse die vorgesehenen 30 Stunden à 60 Minuten zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten. Die Stunden sind dabei begleitet von einer Rahmengeschichte, die vom kleinen Außerirdischen Lubo und seinen Begegnungen mit Menschen auf der Erde, ihren Gefühlen und ihren Problemen handelt. Gemeinsam mit der Handpuppe Lubo erkunden die Kinder im Laufe des Programms verschiedene Basisemotionen und den Umgang mit Problemsituationen im menschlichen Zusammenleben. Ziel des Programms ist die frühzeitige Förderung von sozialen und emotionalen Basiskompetenzen der Kinder, um unangemessenem Verhalten entgegenzuwirken und die Lernvoraussetzungen zu optimieren. (vgl. Hillenbrand 2013, 8) Im Anschluss an jede Trainingsstunde findet in der Klasse die Sternenstaubvergabe statt, in der jedes Kind ein Verhaltensfeedback im Bezug auf die Regeleinhaltung während der Trainingsstunde erhält. Erwünschtes Verhalten soll dadurch verstärkt werden. (vgl. Hillenbrand 2013, 31) Als Grundlage für die Entwicklung des Trainings dient das Modell der sozial-kognitiven Informationsverarbeitung, das im Programm kindgerecht als Problemlöseformel mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet wird. (vgl. Hennemann 2011, 115) Die Kinder sollen diese Problemlöseformel verinnerlichen und langfristig in Problemsituationen als automatisierten, mentalen Leitfaden zur Problemlösung anwenden können. (vgl. Hillenbrand 2013, 33)

3. Evaluationsstudie zu „Lubo aus dem All!“

Von November 2006 bis November 2007 wurde eine umfangreiche empirische Studie durchgeführt, die die Überprüfung der Wirksamkeit des Programms „Lubo aus dem All! – 1. Und 2. Klasse“ zum Ziel hatte. Dazu wurden 13 Kölner Grundschulen mit insgesamt 558 Schülern aus 19 Klassen zufällig ausgewählt. Die teilnehmenden Schüler wurden dabei in eine Experimentalgruppe und eine etwa gleich große Kontrollgruppe aufgeteilt. Die Experimentalgruppe arbeitete ein Jahr lang mit dem Förderprogramm „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“, die Kontrollgruppe hingegen blieb untrainiert und erhielt weiterhin herkömmlichen Unterricht. Insgesamt fanden drei Messungen statt, bei denen die Experimentalgruppe jeweils mit der Kontrollgruppe verglichen wurde. Diese Messungen wurden zwei Wochen vor und zwei Wochen nach der Durchführung des Präventionsprogramms, sowie erneut ein halbes Jahr nach der Intervention, erhoben. Laut den der Studie zugrundeliegenden Hypothesen sollten die Kinder der Experimentalgruppe nach der Arbeit mit „Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse“ höhere sozial-emotionale Kompetenzen aufweisen und weniger problematisches Verhalten zeigen, als die Kinder der Kontrollgruppe. (vgl. Hennemann 2011, 116f.)

Um die Entwicklung der sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder zu erfassen, wurden die Schülerinnen und Schüler zu den drei Erhebungszeitpunkten mithilfe kindzentrierter Problemlösetests direkt befragt. Zudem fanden zu allen drei Erhebungszeitpunkten Verhaltensbeurteilungen der Kinder aus Sicht der Lehrkräfte anhand des standardisierten und normierten Leipziger Kompetenzscreenings statt. (vgl. Hillenbrand 2013, 45f.)

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Details

Seiten
10
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668828766
ISBN (Buch)
9783668828773
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v446976
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Schlagworte
chancen grenzen programms lubo klasse

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Titel: Chancen und Grenzen des Programms  "Lubo aus dem All! – 1. und 2. Klasse"