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Romanische Sprachräume und die Entstehung der romanischen Sprachen (Unterrichtsentwurf Spanisch Klasse 10)

Schriftliche Ausarbeitung eines Unterrichtsverlaufs

Hausarbeit 2016 23 Seiten

Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist guter Unterricht?

2. Hauptteil
3.1 Kompetenzangaben
3.2 Tabellarischer Stundenverlaufsplan (60 Minuten)
3.3 Didaktische Analyse
3.4 Verschriftlichung des Stundenverlaufsplans

3. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Anhang

Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem Unterrichtsverlauf in tabellarisch und schriftlicher Form und behandelt des Weiteren den Themenschwerpunkt der Kriterien guten Unterrichts nach Hilbert Meyer, welche darauffolgend speziell auf den Spanischunterricht übertragen werden.

Schulen begünstigen bislang vor allem normierte Verhaltensweisen der Schüler. Individualität und Originalität werden oft missachtet und herabgewürdigt. Der Lehrer spielt die Rolle als die autoritäre Bewertungsinstanz und lässt meist emotionale und motivierende Faktoren unberücksichtigt. Dementsprechend ist es umso wichtiger sich immer mehr individueller Förderung zu widmen und dies in jeglicher Unterrichtsstunde zu beachten. Solche Komponenten haben positive Auswirkungen auf die Lernerfolge von Schülerinnen und Schülern (SuS) und können durch weitere Kriterien wie beispielsweise kreativitätsfördernden Maßnahmen und Methodenvielfalt im Unterricht verbessert werden.

Diese Hausarbeit wird lediglich eine Einsicht in diese vielschichtige und tiefgründige Thematik darbieten. Zu Beginn wird in die Thematik des Unterrichtens bzw. was guten Unterricht ausmacht eingeleitet. Nach der Beschreibung und Kontextualisierung der Begriffe, folgt im Hauptteil die Anwendung dieser Kriterien anhand einer konzipierten Unterrichtsstunde, die mit didaktischen Kommentaren versehen und ausführlich beschrieben wird, um eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis herzustellen.

1. Was ist guter Unterricht?

Der emeritierte Professor für Schulpädagogik Hilbert Meyer erläutert in einem seiner Werke zehn Prinzipien guten Unterrichts. Um die Unterrichtsstunde qualitativ möglichst hochwertig zu gestalten, werden ich ausgesuchte Prinzipien zusammengefasst darstellen, um auf dessen Basis die in späteren Kapiteln beschriebene Unterrichtsstunde zu konzipieren.

Das erste Prinzip beschreibt die klare Strukturiertheit des Unterrichts. Meyer definiert es wie folgt: „Unterricht ist dann klar strukturiert, wenn das Unterrichtsmanagement funktioniert und wenn sich ein für Lehrer und Schüler gleichermaßen gut erkennbarer „roter Faden“ durch die Stunde zieht.“ (Meyer 2011, 26) Mit dem roten Faden ist hier eine logische Korrektheit von Unterrichtszielen, -inhalten und Methoden sowie ihre Folgerichtigkeit gemeint. So kann beispielsweise keine Frage im Raum stehen bleiben ohne für eine Antwort zu sorgen. Weiterhin müssen fördernde Methoden passend zu den zu erreichenden Lernzielen gewählt werden. Mit der Folgerichtigkeit spricht Meyer aufeinander aufbauende Aufgaben an, die von der einen zur anderen Aufgabe logischen Übergang aufweisen müssen und diese wiederum klar und deutlich verfasst sein sollten, um so eine Fehlinterpretation der Aufgabenstellung zu vermeiden. In diesem Zusammenhang fällt der Begriff der Aufgabenklarheit, der zusätzlich noch die Komponente der Teilhabe seitens der SuS am didaktischen Gedankengang der LuL beinhaltet. (vgl. ebd., 26 ff.)

Das zweite Prinzip beschreibt einen möglichst hohen Anteil echter Lernzeit. Gemeint ist hier „die vom Schüler tatsächlich aufgewendete Zeit für das Erreichen der angestrebten Ziele,“ (ebd., 40) denn „[w]er intensiver arbeitet, lernt mehr.“ (ebd. 39) Anzeichen für ausgeweitete echte Lernzeit im Unterricht sind beispielsweise die Aufmerksamkeit und Aktivität des Großteils der SuS, die sich nicht durch Belangloses vom Unterrichtsgeschehen abbringen lassen und keineswegs gelangweilt sind, wodurch wieder Unterrichtsstörungen vermieden werden. Nicht zu unterschätzen ist der Wechsel zwischen Lernphasen und Pausen, die den SuS die Möglichkeit gibt sich kurzzeitig zu erholen, um dann wieder für weiteren Stoff aufnahmefähig zu sein. (vgl. ebd. 40)

Das Prinzip der Methodenvielfalt beschreibt den Anspruch an variablen Unterrichtsgestaltungen bzw. -verläufe. Verschiedene Aufgabenstellungen erfordern verschiedene Techniken, d.h. planmäßige Verfahren zu ihrer optimalen Bewältigung. Darunter fällt ebenso die Variierung von Sozialformen, wie z.B. Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit. (vgl. ebd. 74 ff.)

Im Zusammenhang der Variierung der Sozialformen stoßen wir auf die Zusammenlegung verschiedenster Individuen. Jeder Klassenverband besteht aus individuellen SuS, die es gilt alle zu fördern. Möglich wird dies jedoch nur durch individuelle Ansatzpunkte, da beispielsweise das Lerntempo jedes einzelnen verschieden ist. Eckert definiert individuelles Fördern wie folgt: So soll jeder Schülerin und jedem Schüler die Möglichkeit geboten werden „ihr bzw. sein motorisches, intellektuelles, emotionales und soziales Potenzial umfassend zu entwickeln und [dies] durch geeignete Maßnahmen [unterstützen] […].“ (Eckert, in: Meyer 2011, 97) Wichtig dafür ist eine Anpassung der Lernzeit, Lernmaterialien und zu leistende Hilfestellung. (vgl. ebd.) Das bedeutet also, dass jegliche SuS das Potenzial haben diese Eigenschaften ausreifen zu lassen, aber der Prozess in unterschiedlichen Geschwindigkeiten stattfindet.

Die Aufgabe eines jeden Lehrenden ist es, diese Entwicklung zu leiten, zu fördern und zu begleiten. Es sind bestimmte Merkmale, die ein adäquates Niveau individuellen Förderns ausmachen. Eine solche Auflistung der Aspekte dient der Lehrperson zur Vergegenwärtigung und Analyse des eigenen Unterrichts. Folglich werden Beispielhaft einige dieser Aspekte benannt:

Die SuS bearbeiten verschiedene Problemstellungen entsprechend ihres Potenzials und erhalten bei Bedarf die Hilfestellungen einer Lehrkraft. Aus motivationsgründen u.a. erhalten sie je nach Thematik unterschiedliche Interessensschwerpunkte, Aufgabenstellungen und damit einhergehend den Aufgaben verschieden zugeordnete Schwierigkeitsgrade, die SuS letzten Endes dazu verhelfen sollen das Klassenniveau zu erreichen. Für leistungsschwächere Schüler geschieht dies mit dementsprechenden Zwischenschritten. (vgl. ebd, 99)

Um an dieser Stelle die Theorie mit der Praxis zu verbinden, wird eine Unterrichtsstunde im Fach Französisch/Spanisch präsentiert, die u.a. die bereits erwähnten Aspekte beinhaltet und den Schwerpunkt vor allem auf Methodenvielfalt und Kreativität setzt.

2. Hauptteil

Thema: Romanische Sprachräume und die Entstehung der romanischen Sprachen Klasse: 10

Die Einzelstunde (60 min.) im Fach Spanisch beinhaltet das Stundenthema „Romanische Sprachräume und die Entstehung der romanischen Sprachen“ im Hinblick auf die Frage, wie sich das Lateinische entwickelt hat und welche Sprachen daraus entstanden sind.

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) sind ungefähr im Alter von 16-17 Jahren und dabei sollte erwähnt werden, dass die Einzelstunde (60 Minuten) für eine zehnte Klasse in der Sekundarstufe I entworfen wird. Diese Unterrichtsstunde ist ein Teil der Unterrichtsreihe „Herkunft der Sprache und der Kultur“ und kann somit sinngemäß eingeordnet werden. In den nachfolgenden Stunden sollen andere Themen der Unterrichtsreihe noch weiter ausgearbeitet werden. So soll in diesem Stundenthema unter anderem zwischen verschiedenen Wortstämmen verglichen und dabei auf Regelmäßigkeiten geachtet werden. Das Lernziel dieser Unterrichtseinheit liegt darin, dass die SuS die Informationen aus Tabellen und Texten herausarbeiten und diese mit den Mitschülern vergleichend reflektieren können.

3.1 Kompetenzangaben

Das behandelte Themenfeld ist im Kernlehrplan nicht vertreten. Um es dennoch verschiedenen Kompetenzen zuordnen zu können, um eine Überlegung der Ergänzung des Kernlehrplans anzuregen, sind folgende aufgelistet1:

Sachkompetenz:

- beschreiben Zusammenhänge für Textverständnis unter den Aspekten der Gemeinsamkeit und Differenz

Urteilskompetenz:

- beurteilen die Wichtigkeit von Informationen und ihre Relation zu anderen

Methodenkompetenz:

- vergleichen Informationen aus Tabellen und Textquellen und stellen Bezüge zwischen diesen her
- stellen erweiterte Schritte der Interpretation von (Text-) Quellen sach- und themengerecht dar und wenden diese an

Funktionale kommunikative Kompetenz:

- können Äußerungen und den Text zu dem Thema der „Sprachwandel” verstehen (Teilkompetenzen: Lese- und Hörverstehen)
- können sich an Gesprächen weitgehend situationsangemessen und adressatengerecht beteiligen (Teilkompetenz: Sprechen)

Interkulturelle kommunikative Kompetenz

- können in interkulturellen Kommunikationssituationen handeln
- greifen auf ihr grundlegendes soziokulturelles Orientierungswissen zurück und werden geleitet von ihren Einstellungen und ihrer Bewusstheit für eine respektvolle, interkulturelle Kommunikation. (Ministerium Sekundarstufe II, 2013, S. 58)

(Teilkompetenz: Interkulturelle Einstellungen und Bewusstheit sowie Interkulturelles Verstehen und Handeln)

[...]


1 Die Kompetenzangaben wurden dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen entnommen

Details

Seiten
23
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668831810
ISBN (Buch)
9783668831827
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v447305
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,0
Schlagworte
romanische sprachräume entstehung sprachen unterrichtsentwurf spanisch klasse schriftliche ausarbeitung unterrichtsverlaufs

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