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Kreativität im Spanischunterricht

Schriftliche Ausarbeitung eines Unterrichtsverlauf

Hausarbeit 2017 18 Seiten

Romanistik - Didaktik Spanisch

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist guter Unterricht?

2. Kreativität als Fähigkeit

3. Gründe für schulbezogene Kreativität

4. Kreative Kinder Hauptteil

5. Die Unterrichtsstunde
5.1 Thema und Schwerpunktlernziel der Stunde
5.2 Begründung zentraler Aspekte der Unterrichtsplanung
5.3 Tabellarischer Stundenverlaufsplan (60 Minuten)
5.4 Verschriftlichung des Stundenverlaufsplans

6. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem Unterrichtsverlauf in tabellarisch und schriftlicher Form und behandelt des Weiteren den Themenschwerpunkt der Kreativität für den Fremdsprachenunterricht und speziell für den Spanischunterricht, was in diesem Zusammenhang immer mehr gefordert wird.

Schulen begünstigen bislang vor allem normierte Verhaltensweisen der Schüler. Individualität und Originalität werden oft missachtet und herabgewürdigt. Der Lehrer spielt die Rolle als die autoritäre Bewertungsinstanz und lässt meist emotionale und motivierende Faktoren unberücksichtigt. Dementsprechend ist es umso wichtiger sich darüber Gedanken zu machen, inwiefern kreative Komponenten positive Auswirkungen auf die Lernerfolge von Schülerinnen und Schülern (SuS) annehmen können und wie beispielsweise kreativitätsfördernden Maßnahmen im Unterricht eingesetzt werden können.

Diese Hausarbeit wird lediglich eine Einsicht in diese vielschichtige und tiefgründige Thematik darbieten. Zu Beginn wird in die Thematik des Unterrichtens bzw. was guten Unterricht ausmacht eingeleitet, wonach die Begrifflichkeit der Kreativit ä t nähergebracht und sich darum bemüht wird es auf einen wissenschaftlichen Ausgangspunkt zu stellen. Nach der Beschreibung und Kontextualisierung der Begriffe, folgen Begründungen dafür, warum Kreativität einen solch fördernden Effekt, vor allem für den Schulunterricht, aufweist. Um eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis herzustellen erfolgt anschließend im Hauptteil die ausführliche Beschreibung einer Unterrichtstunde, die Didaktisierung der Theorie, Literatur im Spanischunterricht gekoppelt mit der Förderung von SuS in Hinsicht der Kreativität.

1. Was ist guter Unterricht?

Der emeritierte Professor für Schulpädagogik Hilbert Meyer erläutert in einem seiner Werke zehn Prinzipien guten Unterrichts. Um die

Unterrichtsstunde qualitativ möglichst hochwertig zu gestalten, werden ich ausgesuchte Prinzipien zusammengefasst darstellen, um auf dessen Basis die in späteren Kapiteln beschriebene Unterrichtsstunde zu konzipieren.

Das erste Prinzip beschreibt die klare Strukturiertheit des Unterrichts. Meyer definiert es wie folgt: „Unterricht ist dann klar strukturiert, wenn das Unterrichtsmanagement funktioniert und wenn sich ein für Lehrer und Schüler gleichermaßen gut erkennbarer „roter Faden“ durch die Stunde zieht.“ (Meyer 2011, 26) Mit dem roten Faden ist hier eine logische Korrektheit von Unterrichtszielen, -inhalten und Methoden sowie ihre Folgerichtigkeit gemeint. So kann beispielsweise keine Frage im Raum stehen bleiben ohne für eine Antwort zu sorgen. Weiterhin müssen fördernde Methoden passend zu den zu erreichenden Lernzielen gewählt werden. Mit der Folgerichtigkeit spricht Meyer aufeinander aufbauende Aufgaben an, die von der einen zur anderen Aufgabe logischen Übergang aufweisen müssen und diese wiederum klar und deutlich verfasst sein sollten, um so eine Fehlinterpretation der Aufgabenstellung zu vermeiden. In diesem Zusammenhang fällt der Begriff der Aufgabenklarheit, der zusätzlich noch die Komponente der Teilhabe seitens der SuS am didaktischen Gedankengang der LuL beinhaltet. (vgl. ebd., 26 ff.)

Das zweite Prinzip beschreibt einen möglichst hohen Anteil echter Lernzeit. Gemeint ist hier „die vom Schüler tatsächlich aufgewendete Zeit für das Erreichen der angestrebten Ziele,“ (ebd., 40) denn „[w]er intensiver arbeitet, lernt mehr.“ (ebd. 39) Anzeichen für ausgeweitete echte Lernzeit im Unterricht sind beispielsweise die Aufmerksamkeit und Aktivität des Großteils der SuS, die sich nicht durch Belangloses vom Unterrichtsgeschehen abbringen lassen und keineswegs gelangweilt sind, wodurch wieder Unterrichtsstörungen vermieden werden. Nicht zu unterschätzen ist der Wechsel zwischen Lernphasen und Pausen, die den SuS die Möglichkeit gibt sich kurzzeitig zu erholen, um dann wieder für weiteren Stoff aufnahmefähig zu sein. (vgl. ebd. 40)

Das Prinzip der Methodenvielfalt beschreibt den Anspruch an variablen Unterrichtsgestaltungen bzw. -verläufe. Verschiedene Aufgabenstellungen erfordern verschiedene Techniken, d.h. planmäßige Verfahren zu ihrer optimalen Bewältigung. Darunter fällt ebenso die Variierung von Sozialformen, wie z.B. Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit. (vgl. ebd. 74 ff.) Die Quelle der Vielfalt liegt vor allem in der Kreativität auf Seiten der LuL, aber auch die der SuS. Diese ist eine Triebkraft, die Unterricht und Lernen zu einem Erlebnis machen kann, somit Motivation fördert und Langeweile und daraus oft resultierende Unterrichtsstörungen außen vorlässt.

2. Kreativität als Fähigkeit

Der Terminus Kreativität findet in unterschiedlichen Bereichen Verwendung. Heutzutage ist es zu einem Modewort geworden, ohne das dessen Bedeutung tiefer bedacht wird. Meistens wird es mit der „Fähigkeit des Menschen zu originellem, schöpferischen Denken und Gestalten“ in Bezug gesetzt. (Seibert/ Serve 1992, 129) Etymologisch betrachtet lässt sich creare aus dem Latein, mit erschaffen, gebären oder erzeugen übersetzen. Für weitere Eindrücke werfe man einen Blick in die Wortdefinition des Dudens, in der bildungssprachlich von sprachwissenschaftlich unterschieden wird:

„1. (bildungssprachlich) schöpferische Kraft, kreatives Vermögen. 2. (Sprachwissenschaft) mit der sprachlichen Kompetenz verbundene Fähigkeit, neue, nie gehörte Sätze zu bilden und zu verstehen.“ (Duden s.v. Kreativität)

Im Lexikon der Sprachwissenschaft definiert Bußmann diesen Begriff noch ausführlicher:

„[Kreativität ist ein] wesentliches Merkmal aller natürlichen Sprachen, deren Funktionieren darauf beruht, dass der Sprecher mittels einer endlichen Menge von

(a) sprachlichen Ausdrücken und (b) Regeln für deren Kombinierbarkeit eine unendliche Menge von Äußerungen produzieren und interpretieren kann.“ (Bußmann 2008, 379f.)

Da wir das Hauptaugenmerk auf den Fremdsprachenunterricht Spanisch legen wollen, können wir aus diesen Definitionen folgendes entnehmen: Es muss eine möglichst hohe Förderung der Sprachkompetenz geboten werden um Kreativität zu erlangen und zu entwickeln. Auf der anderen Seite werden zudem bestimmte Denkweisen erläutert. Der Begriff Kreativität wird für mentale aber nicht mentale persönlichkeitsbezogene Eigenschaften adaptiert, die als Basis für eine außergewöhnliche Leistung gilt. Daher kann der aus der Kunst stammende Terminus, auf Domänen des Leistungsverhaltens und innovativen Einfallsreichtums erstreckt werden. (vgl. Wulf 1974, 347)

Cropley legt Kreativität genau darauf aus und zwar als Kompetenz, neue gestalterische und fruchtbare Ideen zu generieren, die eigenständige Gedanken und Einfallsreichtum voraussetzen. Jedoch erfordert eine solche Denkweise neben der Vergegenwärtigung auch die korrekte Attitüde, die Sprache ist hier von essenziellen Eigenschaften wie Motivation, Risikobereitschaft und die Kompetenz Einsicht zu erlangen. (vgl. Cropley 1991, 10) Infolgedessen kann Kreativität dreigeteilt betrachtet werden: Vorerst das intellektuelle Kriterium, das die Voraussetzung für Ideenproduktion generell schafft. Dann das motivationale Kriterium, das die Disposition Ideen zu konzipieren und anderen darzustellen, impliziert. Anschließend gefolgt von der Risikobereitschaft, die das Bestreben ungewöhnlicher Dinge trotz der Konformität mit dem sozialen Umfeld nachzugehen und das Emotionale hervorzuheben. (vgl. ebd., 30.)

Begemann verknüpft den Aspekt der Intelligenz mit dem kreativen Denken. Besonders wichtig ist hier die Intellektualität, da diesbezüglich eine solche Fähigkeit bei Kreativität mitwirkt. Allerdings werden auch Anschauungsweisen benannt, die Kreativität gegensätzlich zu Intellektualität sehen. Daraus schließt er folgendes: Das Potenzial Problemstellungen zu bewältigen betreffen beide Termini. Während der Intelligente lediglich eine alleinige Lösung findet, erahnt man vom Kreativen gleich diverse. (vgl. Begemann 1975, 14 ff.) Cropley bekräftigt weiterhin, dass die Jugend zwar mit den scharfsinnigen Komponenten ausgerüstet sein möge, allerdings erst durch Motivation und Emotionen kreativ agieren können. (vgl. Cropley 1991, 10) In diesem Zusammenhang lässt sich nun klären, inwiefern diese Konzepte didaktischen Prinzipien in der Schule fördern.

3. Gründe für schulbezogene Kreativität

Das Schulwesen war in dessen Lehrinhalten auf eine fiktive Durchschnittsleistung einer Schülerin/ eines Schülers reguliert. Oft sollte eine solche/ ein solcher mit lehrerorientiertem Unterricht reines Wissen überliefert bekommen. Ein solches Konzept kann rapide Schulversagen generieren, da sich eventuell bestimmte SuS an bestimmten Normen nicht anpassen können. So wird die Schulinstanz als Erzwingung von Normierung, die das Ziel der Gleichmachung und somit eine Vereinheitlichung erreichen will. (vgl. Begemann 1975, 11) Auch ist eine reine Wissensvermittlung losgelöst von gegenwärtigen Alltagsbezügen, nur damit bestimmte Inhalte und Problemstellungen problemlos und schnell erledigt und abgeschlossen werden können, nicht im Sinne der SuS. Jedoch werden aufgrund dessen die Forderungen, mit denen SuS in außerschulischen Bereichen konfrontiert werden, falsch ausgelegt. Denn in diesen Dimensionen werden dementsprechende Handlungsmöglichkeiten verlangt, ohne Acht auf Vertrautheit oder Fremdheit zu geben. (vgl. Dannenberg 1975, 238) Gleichermaßen wie das Lernen ist die Basis der Kreativität das Interesse und die Neugier. Daher gilt es beispielsweise für LuL in der Schule stets das Interesse der Schüler zu berücksichtigen, dass differenziertes und abweichendes Denken sogar von Vorteil ist und Lehrmaterial anbieten, welches imaginäre Kräfte erweckt. (vgl. Seibert/ Serve 1992,153)

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Details

Seiten
18
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668833111
ISBN (Buch)
9783668833128
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v447310
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,0
Schlagworte
kreativität spanischunterricht schriftliche ausarbeitung unterrichtsverlauf

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