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"Gezeichnet zeichnend". Frühromantisches in der Moderne

Zu Leben, Werk und Utopiekonzept bei Christa Wolf und Ingeborg Bachmann im literarischen Kontext des 20. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung von Christa Wolfs "Kein Ort. Nirgends"

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 30 Seiten

Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
1.1 Hinführung
1.2 Zielsetzung

II. Präliminarien: Zur Geschichte der Utopie
2.1 Begriff und Bestimmung
2.2 Zu Christa Wolfs Utopiekonzept: Auf den Spuren Ernst Blochs

III. Christa Wolfs Kein Ort. Nirgends
3.1 Biografisch-sozialhistorischer Kontext
3.2 ,Gesprächs- und Projektionsraum Romantik‘
3.3 Zu Christa Wolfs Gestaltungsprinzip in Kein Ort. Nirgends
3.3.1 Zum Schreibverfahren in KON
3.3.2 Utopie in KON

IV. Zusammenfassung
4.1 Zur Wahlverwandtschaft Christa Wolfs zu Ingeborg Bachmann
4.2 Zu Christa Wolfs Bachmann-Rezeption

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Abbildung in dieer Leseprobe nicht enthalten

Karoline von GÜnderrode: Brief an Gunda Brentano vom 19. August 18011

I. Einleitung

1.1 Hinführung

Christa Wolf und Ingeborg Bachmann sind wohl die beiden bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus gelten sie als faszinierende Schriftstellerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegsliteratur: empfindsam, eigensinnig, suchend, fordernd. Beide wurden sie geliebt und missverstanden, beide waren sie unter der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus aufwachsende Kinder, die alsbald nach Antworten auf dringliche Fragen der Nachkriegszeit suchten: Gewalt und Faschismus, Widerstand und Bedrohung. Überdies sei zu erwähnen, dass Wolf als einzige Schriftstellerin von Weltrang gilt, deren Leben und Werk unmittelbar mit der DDR verbunden sind.

?Waren Sie nicht soeben selbst in Atlantis, und haben Sie denn nicht auch dort wenigstens einen alten Meierhof als poetisches Besitztum Ihres inneren Sinns? - Ist denn überhaupt des Anselmus Seligkeit etwas anderes als das Leben in der Poesie, der sich der heilige Einklang aller Wesen als tiefstes Geheimnis der Welt offenbaret?“2

Die Komparabilität zwischen utopischem Denken und poetischem Gestalten besteht darin, dass dichterische Einbildungskraft die Realität destruiert, um sie nach der Autorenintention erneut zu konstruieren, da beides seinen Ausgangspunkt in der Wirklichkeit nimmt und diese transzendiert. Zwischen dem ?Wesen der Utopie“ - jenem ?schmerzlichen Hang zum Absoluten“3 - und dem Dichten sieht Wolf eine Gemeinsamkeit. Bachmann postuliert in deren Frankfurter Poetik- Vorlesungen4, die Literatur habe der schlechten Sprache des Lebens die ?Utopie der Sprache“ entgegenzusetzen, um das Kunstwerk selbst zur Utopie emporzustrecken.5 Während Wolf ihr Utopiekonzept immer auf reales Leben rekrutiert - wie beispielsweise in Kein Ort. Nirgends (1979) [künftig KON]) - ist bei Bachmann die Utopie stets in der Poetik bzw. Literatur angesiedelt - ?um es mit Büchner zu sagen, ,[der] Kunst, ach [der] Kunst‘ [wegen]“.6 Als Wolf Mitte der Sechziger die Prosa der Bachmann liest, hat sie selbst schon die wesentlichen Grundlagen einer eigenen Literatur der Utopie hervorgebracht, vermisst allerdings noch die ?Andeutung realer Schritte von der Misere der Gegenwart weg“7. Weitere Unterschiede und wo Bachmanns Anstöße bei Wolf wiederum ortbar sind, gilt es, u.a., herauszuarbeiten.

1.2 Zielsetzung

?So habe ich immer Biographien mit eigener Freude gelesen und es ist mir dabei stets vorgekommen als könne man keinen vollständigen Menschen erdichten, man erfindet immer nur eine Seite und die Complicirtheit des menschlichen Daseins bleibt stets unerreicht.“8

Das Ziel dieser Arbeit liegt in der Näherung an Leben und Werk Christa Wolfs und Ingeborg Bachmanns im Kontext der Literaturentwicklung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Damit einhergehend soll selbstverständlich keinem blinden Biografismus die Hand gereicht werden, denn „[w]ir müssen uns hüten, die Biographie dem Werk aufzuzwingen, wo Worte sich weigern.“9 Allerdings ist es zum einen so, dass Der Tod des Autors - jenes literaturtheoretische, insbesondere poststrukturalistischer Prägung vertretende Konzept - nunmehr obsolet ist, und zum anderen ist es gerade in Bezug auf die Literaturentwicklung während dieser Zeit unumgänglich, auf gewisse biografische Fakten zurückzugreifen, was schon allein die Differenzen in der Kulturentwicklung von Ost und West anbelangt, welche bei beiden Autorinnen Spuren hinterlassen hat.

Dieser Untersuchung geht es primär darum, anhand verschiedener Texte Wolfs und Bachmanns deren poetologische Ansätze zu erschließen und dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. Wie sich dabei zeigen wird, verläuft die literarische Beziehung beider Autorinnen zueinander einseitig: Während die DDR-Schriftstellerin mehrfach Äußerungen über die österreichische Autorin verlautbart, lässt sich umgekehrt keine Positionierung Bachmanns zu Wolf finden. Im Zuge ihrer Bachmann-Rezeption glaubt Wolf nicht nur, ?[d]ie Bachmann ist aber jene namenlose Frau aus Malina, sie ist jene Franza aus dem Romanfragment“,10 indem sie in ?ihrer vierten Vorlesung den Charakter der Unmittelbarkeit weiblichen Schreibens mit Bachmanns Werk [belegt],“11 sondern entwirft auch aus dieser historischen Person eine ,Figur‘, wie sich zeigen wird. Deswegen erscheint es sinnvoll, der Betrachtung des Werks und Lebens Wolfs unter Berücksichtigung ihrer Bachmann-Rezeption hier mehr Gewicht zukommen zu lassen. KON bietet sich in vielerlei Hinsicht zu einer eingehenderen Analyse an, so z.B. auch, inwieweit Wolf eine Nachfolge ihrer Kollegin antritt. So gilt es, Wolfs Gestaltungsprinzip vornehmlich an diesem Werk zu analysieren, um zuvörderst aufzuzeigen, wo und wie der Utopiebegriff bei Wolf konträr zu Bachmann Verwendung findet. Da des Begriffs Extension seit seiner Prägung ein Ausmaß angenommen hat, welches eine homogene Definition12 kaum mehr zulässt, möchte sich die vorliegende Arbeit in der Rede von Utopie ausdrücklich nicht zu der komplexen Begrifflichkeit des Wortes verhalten. Vorauszuschicken sei hier lediglich, dass Bachmann mit ihrem Utopiebegriff u.a. auf Robert Musil13 rekurriert, währenddessen sich Wolfs Utopieverständnis in Anlehnung an Ernst Blochs14 utopischem Denken herausgebildet hat. Was Letzteres anbelangt, empfiehlt es sich, einige für diese Zwecke hier erforderliche Differenzierungen vorzunehmen.

II. Präliminarien: Zur Geschichte der Utopie

2.1 Begriff und Bestimmung

Utopie f. ‘Idealbild von gesellschaftlichen Verhältnissen, die nicht oder unter den gegebenen Bedingungen nicht zu verwirklichen sind, phantastische Vorstellung ohne reale Grundlage, Wunschtraum, Hirngespinst’.

Wie bereits angedeutet, hat der Begriff seit seiner Schöpfung eine Vielzahl an Inhalten angenommen, weswegen es sinnvoll erscheint, zunächst einen kurzen Blick auf die Etymologie des Lexems zu werfen: Der Ausdruck ?ist gebildet zu griech. ü (??) ‘nicht’ und tópos (t?p??) ‘Ort, Stelle, Gegend, Land’, also eigentl. ‘Nirgendland’“15 oder ‘Nicht-Ort’, was philologisch betrachtet nur bedingt exakt ist und ihm eine gewisse schimärische Unexaktheit zuschreibt.16 Er geht zurück auf das im Jahre 1516 erschienene nlat. ,Utopia‘, eine Wortschöpfung des engl. Humanisten Thomas More (Morus), der in seiner philosophischen Reiseerzählung De optimo reipublica statu, deque nova insula Utopia den Reisenden Raphael Hythlodaeus über ein ideales, vernünftiges staatswesen auf einer Insel irgendwo in der südsee berichten lässt, womit die literarische Gattung der Utopie ihren Ursprung hat, welche sich seit Jahrzehnten steigender Beliebtheit erfreut. Morus‘ Utopia sowie deren Vor- und Nachfahren animierten zu stets neuen Analysen, sodass die Forschungsliteratur kaum mehr überschaubar ist.17

2.2 Zu Christa Wolfs Utopiekonzept: Auf den Spuren Ernst Blochs

?Prosa kann die Grenzen des Wissens über uns selbst weiter hinausschieben. Sie hält die Erinnerung an die Zukunft in uns wach, von der wir uns bei Strafe unseres Untergangs nicht lossagen dürfen. Sie ist revolutionär und realistisch: sie verführt und ermutigt zum Unmöglichen.“18

Der Utopie als literarische Gattung kommt bei Wolf generell kaum Gewicht zu. Wie aus oben aufgezeigten Auszug deutlich werden soll, ist allen voran ihren theoretischen Schriften ein Utopieverständnis immanent, welches zeitlich näher liegt: Sie folgt den Spuren des deutschen Philosophen und Marxisten Ernst Bloch, welcher während ihrer Studienzeit in Leipzig dozierte. So reihte sie sich ein in die Schar ostdeutscher Intellektueller, die er mittels seiner marxistisch­dialektischen Hoffnungsbestimmung fundamental zu beeinflussen vermochte; sie gedachten, den DDR-Sozialismus aus marxistischer Perspektive zu reformieren. Für BLOCH stellt Hoffnung ein derartig universales Prinzip der Philosophie, Kunst und Praxis dar, sodass KLAUS L. BERGHAHN ihn offenbar zurecht als den MORUS „unseres Jahrhunderts“ deklariert.19 Blochs Ansicht nach machen „Funktion und Inhalt der Hoffnung“ jenes aus, welches „unaufhörlich erlebt“20 wird, woraus sich für ihn ergibt, dass des Menschen eigentliches Sein im Zukünftigen liegt. Utopie wird seines Verständnisses nach zu einem Habitus, welcher unser aktuelles Agieren dadurch beeinflusst, indem der Mensch darin die Wirklichkeit vorwegnimmt: Utopie ist also begriffenes Hoffen, welches das eigene, aktuelle Handeln reflektiert, die gegenwärtige Realität kritisiert und schließlich ein Ziel antizipiert. Daraus folgt, dass die utopische Intention auf das real Mögliche einer künftigen Gesellschaft zielt, indessen sie an den Unzulänglichkeiten der jetzigen Kritik übt. Somit stellt Utopie nicht allein den ersten Schritt im Prozess menschlicher Selbstentfaltung dar, sondern ist darüber hinaus politisch realisierbaren Charakters. Für die „realexistierende“21 Utopie in der DDR hat eine derart beflügelnde Attitüde selbstverständlich Konsequenzen: Bloch wird 1957 wegen „Revisionismus“ als Philosophieprofessor in Leipzig zwangsemeritiert, entgeht nur knapp einer Verhaftung und gilt fortan als „persona non grata“, auf die sich Wolf nicht beziehen wird können.22

Für Bloch besteht die Funktion von Literatur darin, das „Noch-Nicht“ in der Gegenwart ausfindig zu machen und somit den „Vorschein von Wirklichem“ zu gestalten.23 Kunst ist für ihn der reinste Ausdruck utopischen Bewusstseins, welche sowohl den „Vor-Schein“ einer besseren Welt als auch Tendenzen und Latenzen der Zeit zu vermitteln vermag. Dabei geht er mit seinem Utopieverständnis über die Bedeutung als literarische Gattung im Sinne einer Zustandsbeschreibung von Zukünftigem hinaus. Diese Kombination aus Ästhetik und Utopie ist jedoch nichts Neues: Karl-Heinz Bohrer weist darauf hin, dass bereits im 19. Jh. zur Zeit der Frühromantik, welcher in dieser Arbeit noch eine gewichtige Rolle zukommen wird, sich die ?ästhetische Utopie“ Schillers, Schlegels, und Novalis‘ als Entgegnungen auf die von der Französischen Revolution nicht eingelösten ?Versittlichung“ des Menschen verstehen ließen.24 Dies stellt im Grunde das Wesen des utopischen Denkens Blochs dar, dessen konkretes Ziel sich selbstverständlich nicht ohne weiteres verifizieren lässt, was hier allerdings auch nicht Gegenstand der Arbeit sein soll. Vielmehr geht es um die Frage, wie und wo dieses „Wesen der Utopie“25, bei Wolf literarisch Gestalt annimmt. Der Utopiebegriff in ihrem Schreiben lässt sich als „ein im weiteren Sinn auf Wirklichkeitsveränderung zum Idealstaat zielendes Denken“26 auffassen, wie sich hernach zeigen wird.

III. Christa Wolfs Kein Ort. Nirgends

3.1 Biografisch-sozialhistorischer Kontext.

Typisch für das Œuvre Christa Wolfs: Dessen Rezeption wird von politischen Deutungen (mit)bestimmt: Als KON im Jahre 1979 erstmals in der DDR erschien, wurde das Buch angesichts der Zäsur kulturpolitischer Entwicklung - äußerlich markiert durch die Ausweisung Wolf Biermanns im November 1976 - allen voran als Affront wider die zunehmende politische Erstarrung betrachtet. Doch stellt es weit mehr dar als ein ?Spiegel“ - ?eine reine Analogie zur DDR-Wirklichkeit“.27 So führten die Ereignisse um Biermann28, jedoch insbesondere ?[d]as reine Zurückgeworfensein auf die Literatur“, die nicht mehr politisch wirken sollte, Wolf in eine ?Krise, die existentiell war“.29 Aus diesem zunächst identifikatorischen Prozess - das Wiedererkennen dieses ?ins Extrem getriebene Zum-Außenseiter-gemacht-Werden“30 - ist die ?Beschäftigung mit dem Material solcher Lebensläufe wie denen von Günderrode und Kleist entstanden.“31 Somit stand bei der Auseinandersetzung mit der Frühromantik nicht der literaturhistorische Aspekt im Vordergrund, sondern die ?Gespaltenheit der Menschen und der Gesellschaft“,32 womit eine oben bereits angedeutete für Wolf wie auch für Bachmann, die „immer neue Nahrung aus der Entfremdung der realen Vorgänge [zieht], die sie beobachtet[,]“33 zentrale Problematik zutage tritt: Selbstentfremdung. In einem mit Jaqueline Grenz im Jahre 1983 geführten Interview markiert Wolf in diesem Kontext den Beginn ihrer Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Entfremdung:

?In den späteren Büchern - ,Kein Ort. Nirgends‘ und ,Kassandra‘ - erinnere ich (mich) an etwas: an die Ursprünge der Entfremdungserscheinungen in unserer Zivilisation. Dies war meine Fragestellung der letzten sieben Jahre.“34

Nicht zuletzt dieser Aussage wegen könnte man leicht fehlgehen in der Annahme, Wolf hätte sich erst Ende der 70er Jahre - also unmittelbar nach der Ausbürgerung Biermanns - dieser Thematik zugewandt. Allerdings geht dieser Äußerung eine frühere voraus, die die Autorin drei Jahre zuvor in einem Gespräch mit Hans Kaufmann Bezug nehmend auf ihre Erzählung Selbstversuch35 (1972) mit aller Deutlichkeit hat verlautbaren lassen: ?Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Überwindung von Entfremdung“.36 Diese ist bereits in einigen früheren literarischen ?Vorläuferarbeiten“ ortbar: Schon in Der geteilte Himmel [DgH] (1963) lässt Wolf ihre Romanheldin, die Pädagogikstudentin Rita Seidel sagen: ?Man ist auf schrecklicher Weise in der Fremde“.37 Ebenso die an Leukämie erkrankte Christa T. in Nachdenken über Christa T. [NüC] (1968) konstatiert in ihrer Impasse tief erschüttert: ?Mir steht alles fremd wie eine Mauer entgegen. Ich taste die Steine ab, keine Lücke. Was soll ich es mir länger verbergen: Keine Lücke für mich.“38 Dieses ,keine-Lücke-für-sich-Finden‘ verschärft sich zu ?Unlebbares Leben. Kein Ort. Nirgends“ (96), wo Kleist geradezu von einer unentrinnbaren Weltfremdheit überwältigt scheint: ?Bin ich irre? Sind die es? Es wird dahin kommen, daß die Kinder auf der Straße meine Weltfremdheit belachen.“ (64) In Zusammenhang mit Wolfs stark autobiografischem Werk Kindheitsmuster [KM] (1976) wird von der ?exemplarische[n] Selbsterkundung des verhinderten Subjekts“39 gesprochen, und auch in ihrer ersten Mythos-Bearbeitung Kassandra [K] (1983) kommen jene Selbstentfremdungs-phänomene zum Vorschein, welche insbesondere die Stimme Kassandras betreffen: Von Apollon beschenkt mit der Sehergabe, allerdings ihrer Glaubwürdigkeit beraubt, ist Kassandra nicht mehr imstande, sich mit ihrer eigenen Stimme zu identifizieren, weil aus ihr immer wieder eine ?fremde Stimme“40 spricht. Und auch in ihrem letztem mythopoetischen Werk Medea. Stimmen [MS] (1996) setzt sie sich mit dieser für ihr Werk so zentralen Problematik auseinander, wodurch eine Fülle von Entfremdungserscheinungen vorzufinden ist. Und schließlich auch in dem hier vornehmlich zu analysierendem Werk KON: Sie spielt verschiedenste (Selbst)Entfremdungsphänomene an ihren Personnages Kleist und Günderrode durch, was bereits an jenen von ihr dem Werk vorangestellten Zitaten HEINRICH VON Kleists [HvK‘s] und Karoline von Günderrodes [KvG’s]41 deutlich wird, indem die Autorin diese als Motti wählt. (9)

3.2 ,Gesprächs- und Projektionsraum Romantik‘

„An den Bruchstellen zwischen den Zeiten wird gebrochen: der Mut, das Rückgrat, die Hoffnung, die Unmittelbarkeit: vieles, was zum Srechenkönnen nötig ist. In die Hohlräume springt die Angst. Vorläufer in der Dichtung sind fast immer auch Vorempfinder einer Angst, die später über viele kommt.42

Laut Helmuth Kiesel „erschlossen“ sich in den 70er Jahren Autorinnen wie Wolf und Günter de Bruyn „die Romantik als Reflexionsraum ihrer Subjektivität und zumal ihrer Enttäuschungen durch den ,real existierenden Sozialismus‘“43. Die späten Texte der 70er Jahre sind jedoch keineswegs Wolfs erste Begegnung mit der Romantik, sondern stellen vielmehr den Kulminationspunkt einer Auseinandersetzung dar, deren Beginn bereits zehn Jahre zuvor anzusetzen ist. So wandte sie sich den dichtenden Frauen - ?den ersten weiblichen Intellektuellen“44 - die jene Epoche hervorbrachte, schon früher zu, wobei der Autorin Hauptinteresse dabei einerseits Bettine von Arnim [BvA] und eben der KvG zukam. Diese schwebten Wolf nicht bloß als Modell für Christa T. vor, wie Barbara Becker-Cantarino andeutet, sondern sie hatte sowohl in den Personnages in NüC als auch in der Erzählerin Christa T. die von den beiden Frühromantikerinnen im zeitgenössischen Kontext aufgegriffenen Lebensattitüden gestaltet.45 Gepeinigt von Heimatlosigkeit und getrieben von einer Sehnsucht nach Selbstverwirklichung wird Christa T. zu einer weiteren ?Vorläuferin“ neben Kleist und Günderrode, was ebenfalls durch Kongruenz beider Eingangspassagen der Texte deutlich wird:

?Kein Ohr mehr, Klagen zu hören, kein Auge, Tränen zu sehen, kein Mund, Vorwürfen zu erwidern. Klagen, Tränen, Vorwürfe bleiben nutzlos zurück. Endgültig abgewiesen, suchen wir Trost im Vergessen, das man Erinnerung nennt.“46

?Blicke aus keinem Auge, Worte aus keinem Mund. Gestalten, körperlos. Niedergefahren gen Himmel, getrennt in entfernten Gräbern, wiederauferstanden von den Toten, immer noch vergebend unsern Schuldigem, traurige Engelsgeduld.“ (11)

So bezeugt auch das für die Druckgenehmigung erforderliche Gutachten, dass mit NüC ein ?eher romantisch empfindende[r] Mensch“ zum Fall für die Zensurmaschinerie der DDR geworden ist, Wolfs schon früher stattgefundene Hinwendung zur Frühromantik.47 BvA‘s Mut zur engagierten Literatur verewigt sie in einem ,Brief‘ über die Bettine (geschrieben 1978),48 den sie Ende 1979 fertigstellt und ihn als Nachwort für BvA‘s Neuausgabe ihres Briefromans Die Günderode (1840) beisteuert. KvG widmet sie einen luziden Entwurf, einen biographischen Essay Der Schatten eines Traumes,49 (ebenfalls 1978 geschrieben), den Wolf der von ihr zusammengestellten Werkauswahl gleichen Titels - einen Band mit Gedichten, Prosa und Briefen - (Berlin 1979) einleitend voranstellt.50 Sowohl in den beiden Essays zu BvA und KvG als auch in KON zeichnet sich Wolfs ,Verwandtschaft‘ zu den beiden: Während sich diese in der verwandten Schreibweise der Textmontage zu BvA abzeichnet, kommt sie bei KvG mehr in der Unbedingtheit der Lebensattitüde und der daraus resultierenden Außenseitererfahrung zum Ausdruck. So eröffnet die Autorin mit diesen beiden Essays programmatisch den Projektionsraum Romantik, welcher in KON literarische Gestalt gewinnt: Wofür die beiden Essays den biografischen als auch literaturgeschichtlichen Kontext liefern, dies zeigt in KON poetisch Präsenz.

Marion Schmaus hält die Extension dieses komplexen Bezugssystems Projektionsraum Romantik, den die drei Texte in verschiedenen Schreibweisen und von differenten Perspektiven aus als Analogiemodell zur Gegenwart fokussieren, um den Gesprächs- und Projektionsraum Romantik fest und verweist auf die im Zentrum der Forschungsliteratur51 zu Wolfs Romantik- Rezeption stehenden Verlautbarungen derselben, in denen sie sich als Wahlverwandte zu jener ?kleinen progressiven Gruppe“52 bekundet und so auch auf das ?Geistergespräch“ zwischen HvK und KvG.53 Damit nähert sich die Autorin einer für sie neben Ingeborg Bachmann weiteren gewichtigen Stimme des 20. Jh.s an - diejenige Anna Seghers‘: Mit zuletzt genannten griff sie Namen auf, die die exilierte Autorin bereits 1935 auf dem Internationalen Schriftstellerkongress in ihrer Rede Vaterlandsliebe unter die ?Besten“ gezählt hatte.54 Dieser Versuch einer Rehabilitierung der Frühromantik - jener ?Avantgarde ohne Hinterland“55 - sowie der zwischen Georg Lukács und Seghers geführte Briefwechsel56 in den 30er Jahren, in welchem Seghers für die FrühromantikerInnen plädiert, ist in Wolfs essayistischem Werk seit 1965 ein mehrfach zitierter Bezugspunkt.57

So tritt die Künstlerproblematik in KON und den beiden Essays in den Vordergrund: ?Ein Amt oder die Literatur. Erniedrigung und ein bescheidenes Auskommen, oder die blanke Armut und ein ungebrochnes Selbstgefühl.“ (64) Schmerzlich erkennt sie die Parallelen zur Gegenwart, und diese zieht sie allerdings nicht zuletzt zu ihrer individuellen Situation, sondern prangert mit KON die Funktion von Kunst, die Trennung derselben vom Leben und die zugleich beständig wachsende Bedeutung von Wirtschaft und Technik, und damit grundsätzlich bestehende Probleme der DDR-KünstlerInnen an. So galt die ,Romantik‘ - wie sie ungenau tituliert wurde - in der DDR als unpolitisch bis restaurativ, darüber hinaus sei sie zu einseitig auf das Innere ausgerichtet, und deswegen der Klassik deutlich unterlegen. Dies rührt daher, dass die literaturwissenschaftliche Romantik-Rezeption in der DDR, deren Beginn wohl mit dem Erscheinen von Seghers‘ Das wirkliche Blau im Jahre 1967 anzusetzen ist, über die Dauer von Jahrzehnten ?unter dem von Georg Lukács verhängten Verdikt einer reaktionären Ideologie [stand], demzufolge diese Epoche vorgeblich ,einen politisch und sozial reaktionären Kapitalismus‘58 erstrebt habe“ - wie Schmaus festhält, und Christa Wolf als eine derjenigen nennt, ?die sowohl literarisch als auch theoretisch eine entscheidende Wandlung [...] eingeleitet habe."59 Die zunächst noch verpönten Romantikerinnen sollten nun im Kulturprogramm der ,Erbpflege‘ in den siebziger Jahren auf Akzeptanz stoßen. Nachdem sich insbesondere Günter Kunert60 mehrfach für eine Rehabilitierung HvK‘s61 engagierte, und 1975 Claus Trägers programmatischer Essay Ursprünge und Stellung der Romantik62 gesellschaftspolitische Hintergründe für die Verzögerung einer positiven Romantik-Rezeption dargeboten hatte, sollten sie nun auch in die progressive Reihe der geistig-literarischen Bewegungen seit der Reformation aufgenommen werden. Wolf schrieb in einer Zeit, in der sich „die Geisteswissenschaften das Erbe der 68er für ihre Zeit produktiv gemacht hatten, indem sie nach [...] Strukturen für die Bewertung von Realität suchten und in der zugleich (!) eine starke individuelle Richtung gegen Generalinterpretationen und zu große Synthesen [...] angetreten war.“63

3.3 Zu Christa Wolfs Gestaltungsprinzip in Kein Ort. Nirgends

3.3.1 Zum Schreibverfahren in KON

Dieser voranstehend komplexe Kontext bestimmt den Dialog der RezipientInnen mit dem Werk; sollte KON nach dem Lukacsschen Kriterienkatalog gelesen werden, führte dies zu einem Werkverständnis, welches der Autorin zuwiderliefe. So wehrt sich Wolf insbesondere gegen das Widerspiegelungstheorem Lukaksscher Provenienz, welches sie als Literaturkritikerin einmal selbst vertrat, bis sie sich der entstehenden ?Sympathie“ zu Seghers gewahr wurde, ?weil sie undogmatisch die Generation jener Schriftsteller [wie Lenz oder Kleist] verteidigte“.64 ?Lassen wir Spiegel das Ihre tun, spiegeln“, lässt sie sarkastisch verlautbaren, ?sie können nichts anderes.

Literatur und Wirklichkeit stehen sich nicht gegenüber wie der Spiegel und das, was gespiegelt wird. Sie sind ineinander verschmolzen im Bewußstein des Autors.“65

Wie gesehen, weißt KON nicht allein intertextuelle Bezüge zur Frühromantik auf: In den Erzählungen Unter den Linden und Neue Lebensansichten eines Katers (beide 1974) rekurriert die Autorin auf Motive sowie Personnages von Novalis‘ (1772-1801) Heinrich von Ofterdingen (1802) und E.T.A. Hoffmanns Lebensansichten des Kater Murr (1819/21); Ersterer zeigt durch die „blaue Blume des Märchens“66 schon in der Moskauer Novelle Präsenz, mit der die Autorin 1961 debütierte. Weitergehende Parallelen, die auch Elemente struktureller Natur inkludieren, bestehen zwischen KON und dem um mehr als ein Jahrzehnt früher entstandenen Text NüC: Dort ist nicht zuletzt vom ?wirklichen Blau“67 die Rede - eine Allusion auf Seghers‘ ein Jahr zuvor erschienene Erzählung Das wirkliche Blau, in der wiederum auf Heinrich von Ofterdingen Bezug genommen wird, sondern auch von ?Bettinen und Annetten“68 [BvA und Anette von Droste- Hülshoff (1797-1848)], Ersterer Großmutter Sophie La Roche (1730-1807), und deren Figur, dem Fräulein von Sternheim. Interessant ist einerseits, dass La Roche ihrer Protagonistin den eigenen Vornamen gab, wie es bei Christa T. in NüC schon der Fall ist, und andererseits, dass die strukturelle Vorgehensweise BvA’s wahrscheinlich auf La Roche zurückzuführen ist, die die Erstausgabe ihres Briefromans Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim (1771) mit folgendem Paratext versah: ?Von einer Freundin derselben aus Original-Papieren und anderen zuverlässigen Quellen gezogen.“69 ?Verschmolzen“ sind auch verschiedene Textsorten in KON: So tut sie es ihrer ?Vorgängerin“70 gleich und montiert Tagebuchaufzeichnungen, Briefzitate HvK‘s und KvG‘S oder aus BvA‘s Günderode-Buch selbst. Das gleiche Strukturprinzip ist bereits in NüC ortbar: Wolf versucht mittels Erinnern und Erfinden an eine jung verstorbene Freundin zu erinnern - wie auch BvA, bei welcher fast fünfunddreißig Jahre vergehen sollten, bis sie in einem Schrank ?von Arnim sorgfältig verpackt und eingesiegelt [...] an 30 Briefe der Günderrode, noch mehrere von“71 ihr wiederentdeckt, sich den ?Vorteil zunutze mach[t], den der historische Abschied uns bietet“, und dafür Sorge trägt, dass die Nachwelt KvG ?wiedererkennen“ kann.72 So ist Die Günderode BvA’s ebenso ?nicht Nachruf, sondern Anruf“73 wie Wolfs KON: Schreibend holt die eine ihre Freundin, die andere ihre ,Verwandte‘ zurück.

[...]


2 Der Archivarius Lindhorst zu Anselmus. In: HOFFMANN, E.T.A.: Der goldene Topf. Ein Märchen aus der neuen Zeit. Berlin; Weimar 1973, S. 106.

3 WOLF, Christa: Lesen und Schreiben [LuS]. Neue Sammlung: Essays, Aufsätze, Reden. Darmstadt; Neuwied 1980, S. 282.

4 Diese vom Suhrkamp Verlag gestiftete Vorlesungsreihe an der Goethe-Universität Frankfurt am Main wurde von selbiger erstmalig arrangiert. Die Vorlesungen finden im Rahmen der Stiftungsgastdozentur Poetik statt, die seit dem Wintersemester 1959/60 besteht, bei welchem Bachmann als erste Dozentin sprach. Teile dieser Vorlesungen entstanden in der Frankfurter Wohnung von THEODOR W. ADORNO. Vgl. DERICUM, CHRISTA: Faszination des Feuers. Das Leben der Ingeborg Bachmann. Freiburg; Basel; Wien 1996, S. 114f.

5 BACHMANN, Ingeborg: Probleme zeitgenössischer Dichtung. Frankfurter Vorlesungen. Neuausg., 4. Aufl. München; Zürich 1995, S. 92.

6 Dies.: Wir müssen wahre Sätze finden. Gespräche und Interviews. Hg. v. CHRISTINE KOSCHEL u. INGE VON Weidebaum. 4. Aufl., München; Zürich 1994, S. 46.

7 WOLF: Die zumutbare Wahrheit. Prosa der Ingeborg Bachmann. In: LuS, S. 172-185, hier S. 185.

8 GÜNDERRODE, KAROLINE VON [KvG] in: ARNIM, Bettine VON [BvA]: Clemens Brentano ' s Frühlingskranz. Die Günderode. In: Dies.: Werke und Briefe in drei Bänden. Bd. I, hgg. v. WALTER SCHMITZ u. SIBYLLE VON Steinsdorff. Frankfurt/M. 1986, S. 1107.

9 DERICUM, S. 11.

10 WOLF: Voraussetzungen einer Erzählung. Kassandra [VeEK]. Frankfurter Poetik-Vorlesungen. Darmstadt; Neuwied 1983, S. 126-151 , hier S. 151.

11 EPPLE, THOMAS: Der Aufstieg der Untergangsseherin Kassandra. Zum Wandel ihrer Interpretation vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. (= Würzburger Beiträge zur deutschen Philologie; Bd. 9). Hg. v. HORST BRUNNER et al., Würzburg 1993, S. 331.

12 Vgl. dazu die entsprechenden Einträge im Duden: Utopia ist ein ‘erdachtes Land’, Utopie bezeichnet einen als ‘unausführbar geltenden Plan’ bzw. ‘Zukunftstraum’, währenddessen utopisch ‘schwärmerisch’ oder ‘unerfüllbar’ bedeutet, s. v. Utopia, Utopie u. utopisch in: SCHOLZE-STUBENRECHT, WERNER (Hg.): Der Duden in zwölf Bänden. Das Standardwerk zur deutschen Sprache, Bd. I: Die deutsche Rechtschreibung. Auf der Grundlage der neuen

3

amtlichen Rechtschreibregeln. 24., völlig neu bearb. u. erw. Aufl.. Mannheim; Leipzig; Wien; Zürich 2006, S. 1061; s. v. Utopie von HANS-EDWIN Friedrich. In: [RL] Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Hg. v. Jan-Dirk MÜLLER et al. Bd. III: P-Z. Berlin; New York 2007, S. 739: ?Narrative Entfaltung eines idealen funktionierenden Gesellschaftsmodells; im weiteren Sinn auf Wirklichkeitsveränderung zum Idealzustand zielendes Denken.“; Zur Übernahme des Begriffs in sehr verschiedenen Bedeutungsvariationen in Psychologie und Soziologie vgl. ferner: JäBEKOWSKA, JOANNA: Literatur ohne Hoffnung. Die Krise der Utopie in der deutschen Gegenwartsliteratur. Wiesbaden 1993, S. 17f.

13 Zur MUSIL-Rezeption Bachmanns vgl.: BARTSCH, KURT: ,Ein nach vorn geöffnetes Reich von unbekannten Grenzen‘. Zur Bedeutung Musils für Ingeborg Bachmanns Literaturauffassung. In: BAUR, UWE / CASTEX, ELISABETH (Hgg.): Robert Musil. Untersuchungen. Königstein/TS 1980, S. 162-169; Ders.: Ingeborg Bachmanns Wittgenstein- und Musil-Rezeption. In: Akten des VI. Internationalen Germanisten-Kongresses (Jahrbuch für Internationale Germanistik, Reihe A; Bd. 8.4). Basel 1980, S. 527-532.

14 Laut RICHARD SAAGE habe BLOCH durch sein dreibändiges Opus Magnum Das Prinzip Hoffnung, in welchem er sich für eine Erweiterung des Utopiebegriffs engagiert (BLOCH, Ernst: Gesamtausgabe in 16 Bänden. Bd. V.: Das Prinzip Hoffnung. Frankfurt/M. 1998 [1954-1959 in DDR erschienen], S. 727-728.), diesen derart weit gefasst, dass er ?ihn im wahrsten Sinne des Wortes [entgrenz(e)]“ (SAAGE, RICHARD: Wie zukunftsfähig ist der klassische Utopiebegriff? In: UTOPIE kreativ, Heft 165/166. Juli/August, S. 617-636, hier S. 620.).

15 Vgl. dazu den Artikel in: Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache [DWDS] unter URL: http://www.dwds.de/?qu=Utopie [Stand: 25. 11. 2014].

16 Vgl. SEEBER, HANS-ULRICH: Einleitung. Zur Geschichte des Utopiebegriffs. In: BERGHAHN, KLAUS L. / SEEBER, HANS-ULRICH (Hgg.): Literarische Utopien. Königstein/TS. 1986, S. 7-23.

Subjektwerdung von Zeit in der modernen Literatur. In: Ders.: Plötzlichkeit. Zum Augenblick des ästhetischen Scheins. (= Neue Folge; Bd. 58). Frankfurt/M. 1981, S. 180-218; ders.: Utopie ,Kunstwerk‘. Das Beispiel von Friedrich Schlegels Rede über die Mythologie. In: Utopieforschung: Interdisziplinäre Studien zur neuzeitlichen Utopie, Bd. III. Hg. v. WILHELM VOSSKAMP. Stuttgart 1982; hernach: FOHRMANN, JÜRGEN: Utopie-Forschung. Hg. v. Wilhelm Vosskamp, Stuttgart 1983, Bd. I, S. 232-253; für nähere Informationen zur Geschichte des Utopiebegriffs, seinen Verwendungsweisen sowie den Haupttypen literarischer Utopien vgl. Friedrichs Kategorisierung: s. v. Utopie. In: RL; III, S. 739-743, hier S. 739.

17 Zur Forschungsliteratur bis zum Jahre 1968 vgl. NEUSÜSS, Arnhelm (Hg.): Schwierigkeiten einer Soziologie des utopischen Denkens. In: Utopie. Begriff und Phänomen des Utopischen. Neuwied 1968, S. 449-495; Vgl. dazu auch KARL-HEINZ BOHRERS Theorie der Plötzlichkeit in: Ders.: Der Lauf des Freitag. Die lädierte Utopie und die Dichter. Eine Analyse. (= Reihe Hanser 123). München 1973; Ders.: Utopie des ,Augenblicks ‘ undFiktionalität. Die

18 WOLF: LuS, S. 48.

19 BERGHAHN, Klaus L.: L’art pour l’espoir. Literatur als ästhetische Utopie bei Ernst Bloch. In: Zukunft in der Vergangenheit. Auf Ernst Blochs Spuren. Bielefeld 2008, S. 19-38, hier: S. 21.

20 Ebd., S. 2.

21 Dieser Terminus findet in dem von Wolf beigesteuerten Vorwort Berührung zu MAXI WANDERS Protokollband „Guten Morgen, Du Schöne“ (1977) Anwendung.

22 BERGHAHN: Die real existierende Utopie im Sozialismus. Zu Christa Wolfs Romanen. In: Literarische Utopien von Morus bis zur Gegenwart. Hgg. v. KLAUS L. BERGHAHN u. HANS ULRICH Seeber. 2. Aufl. 1986 Königstein/Ts., S. 275-297, hier S. 277.

23 BLOCH: Das Prinzip Hoffnung, S. 247.

24 Vgl. Bohrer (1982), S. 303-332. Bohrer weist zudem darauf hin, dass seit der Romantik in der Literatur nicht mehr der Inhalt utopischen Denkens, sondern vielmehr dessen Voraussetzungen und Mechanismen vermittelt würden.

25 WOLF: Der Schatten eines Traumes. Karoline von Günderrode - ein Entwurf. In: Dies.: Werke in 12 Bänden. Hg., kommentiert u. mit einem Nachwort versehen v. Sonja Hilzinger. München 1999-2001, Bd.VI, S. 175. [Künftig erfolgt die Zitation der Bände nach dem Kurztitel der Werkausgabe wie folgt: WA; Bandangabe, Seitenzahl.].

26 Friedrich: Utopie. In: RL, S. 739.

27 TEUPE, PETER F.: Christa Wolfs ,Kein Ort. Nirgends‘ als Paradigma der DDR-Literatur der siebziger Jahre. (= Europäische Hochschulschriften: Reihe I, Deutsche Sprache und Literatur; Bd. 1305), Frankfurt/M.; Bern; New York; Paris 1992, S. 192.

28 Zu den weitreichenden Folgen der Ausbürgerung Biermanns vgl.: Walther, Joachim / Biermann, Wolf / De

Bruyn, Günter / Fuchs, Jürgen / Hein, Christoph / Kunert, Günter / Loest, Erich / Schädlich, Hans-

JOACHIM / WOLF, Christa (Hgg.): Protokoll eines Tribunals. Die Ausschlüsse aus dem DDR Schriftstellerverband 1979. Reinbeck 1991.

29 Wolf: Projektionsraum Romantik. Gespräch mit Frauke Meyer-Gosau. [PR]. In: Dies.: WA; Bd. VIII, S. 236.

30 PR. In: WOLF: [DdA] Die Dimension des Autors. Essays und Aufsätze, Reden und Gespräche 1959-1985. 2. Aufl. Darmstadt; Neuwied, 1987, S. 880. Die Dimension des Autors betitelt ursprünglich das Gespräch Wolfs mit Hans Kaufmann über ihren Essay LuS.

31 WOLF: Kultur ist, was gelebt wird. [Interview mit Frauke Meyer-GOSAU]. In: alternative 25 (1982) 143/144, S. 118-127, hier: S. 118. Unter dem Gesamttitel dieses Heftes Projektionsraum Romantik wurde später das Gespräch PR mit Meyer-GOSAU nachgedruckt (s. Anm. 29!).

32 PR. In: DdA, S. 879f.

33 WOLF: Die zumutbare Wahrheit. In: LuS, S. 179.

34 Ursprünge des Erzählens. Gespräch mit Jaqueline Grenz. Herbst 1983. In: WA; VIII, S. 347-365, hier S. 365.

35 Vgl. ZÜGER, ARMIN: Christa Wolf ,Selbstversuch ‘. In: dies.: Männerbilder - Frauenbilder. Androgyne Utopie in der deutschen Gegenwartsliteratur. Bern u.a. 1992, S. 201-206.

36 Subjektive Authentizität. Gespräch mit Hans Kaufmann. In: WA; IV, S. 401-437, hier S. 431.

37 WOLF: Der geteilte Himmel. In: WA; I, S. 238.

38 Dies.: Nachdenken über Christa T.. In: WA; II, S. 83.

39 CHRISTMANN, Stefanie: Auf der Suche nach dem verhinderten Subjekt. DDR-Prosa über Faschismus im Licht der Frankfurter Schule. (= Epistemata: Reihe Literaturwissenschaft; Bd. 59). [Zugl.: Bonn, Univ., Diss., 1989]. Würzburg 1990, S. 95.

40 Dies: Voraussetzungen einer Erzählung. Kassandra. In: WA; VII, S. 269.

41 Wolf hatte in differenter Weise über Karoline von Günderrode geschrieben, so in essayistischer (vgl. Anm. 25!) als auch in fiktiver Weise (KON). Zur leichteren Unterscheidung von historischen Personen u. fiktiven Personnages erfolgt für die Autorinnen die Schreibung der in Kapitälchen gehaltenen Siglen.

42 WOLF: Von Büchner sprechen (1980). In: WA; VIII, S. 190.

43 KiESEL, Helmuth: Geschichte der literarischen Moderne. Sprache, Ästhetik, Dichtung im zwanzigsten Jahrhundert. München 2004, S. 276.

44 WOLF: DdA, S. 541.

45 Vgl. BECKER-CANTARINO, Barbara: Schriftstellerinnen der Romantik. Epoche, Werke, Wirkung. München 2000,

46 Wolf: NüC [zit. n. Hilzinger (2006), S. 115f.].

47 DRESCHER, Angela (Hg.): Dokumentation zu Christa Wolf ,Nachdenken über Christa T. ‘. Hamburg; Zürich 1991, S. 32. In jenem Gutachten wird vor der „Gefahr einer ideologischen Desorientierung“ des Lesers gewarnt (ebd., S. 34.), und erst 1969, nach Druck- und Auslieferungsstopps, erscheint das bereits im März 1967 - bis auf das nachträglich eingefügte 19. Kapitel - fertiggestellte Manuskript in kleiner Auflage. Über diesen im verfehlten Diktum ,falsche Innerlichkeit‘ zusammengefassten Tenor befindet sich jedoch ebenso das westliche Feuilleton im Einklang: Wolfs ,neue Subjektivität‘ wird als Rückzug ins Private bewertet, wobei der ?sentimentale Stil“ sowie die ?rührende und gleichzeitig raffinierte Naivität, wie sie vielleicht nur schreibende Frauen zustande bringen“ eine besondere Pointierung zukommt (ebd., S. 141.). Diese Tonlage wird zwei Jahre darauf ebenfalls in den ersten Rezensionen zu Bachmanns Malina (1971) angestimmt.

48 Vgl. WOLF: Nun ja! Das nächste Leben geht aber heute an. Ein Brief über die Bettine. In: WA; VI, S. 177.

49 Vgl. Dies.: Der Schatten eines Traumes, a.a.O. ?Der Schatten eines Traumes“ ist ursprünglich ein Briefauszug KvG‘S an ihre Freundin Karoline von Barkhaus vom 26. 7. 1799 (?S.“ meint den Rechtsgelehrten Friedrich Carl von Savigny, die erste unglücklich gewählte Liebe KvG‘S, u. späterer Ehemann Gunda Brentanos): ?Wenn Sie etwas von S. hören darf ich Sie dann bitten es mir zu schreiben, verargen Sie mir diese Bitte nicht, es ist ja das Einzige was ich von ihm haben kann, der Schatten eines Traumes.“ (Hilzinger, SONJA: Christa Wolf. Kein Ort. Nirgends. Mit einem Kommentar v. Sonja Hilzinger. Frankfurt/M. 2006, S. 147.) An dieser Stelle sei zu erwähnen, dass in der Vorbemerkung zur HKA von KvG‘S Œuvre Wolf die ihr zustehende Wertschätzung beigemessen wird: ?Christa Wolfs 1979 erschienenem Buch Der Schatten eines Traumes ist es zu verdanken, daß die zu Unrecht fast vergessene Dichterin Karoline von Günderrode (1780-1806) wieder ins öffentliche Bewußtsein rückte.“ (Morgenthaler, WALTER: Vorbemerkung. In: GÜNDERRODE, KAROLINE VON [KvG]: Sämtliche Werke und ausgewählte Studien. Historisch-kritische Gesamtausgabe in 3 Bänden. Bd. I: Texte. Hg. v. WALTER MORGENTHALER unter Mitarbeit v. Karin Obermeier u. Marianne Graf. Sonderausgabe zum 200. Geburtstag. Frankfurt/M.; Basel 2006 [1. Ausg. 1991], S. 6.).

50 Vgl. Becker-Cantarino, S. 199f. u. 202f.

eine lebenskräftige Krankheit. Ihre literarischen Nachwirkungen in der Moderne, Amsterdam 1991, S. 135-144. Um hier nur einige zu nennen. Weitere Beiträge werden hernach in Bezug auf Ingeborg Bachmann Verwendung finden.

51 Vgl. u.a. BaAB, PATRICK: Die Mitwelt hat Anspruch auf Auskunft. Konzeptionelle Wandlung der Rezeption des ,negativen ‘ romantischen Erbes in der DDR am Beispiel von Christa Wolf. In: Die Horen 29 (1984), S. 49-61; Ders.: Romantische Stilelemente in der Prosa Christa Wolfs. Zur Romantik- Rezeption in der DDR. In: Diskussion Deutsch 17 (1986), H. 88; WERNER, Hans Georg: Zur Problematik des Romantikverständnisses in der DDR. In: Weimarer Beiträge. Zeitschrift für Literaturwissenschaft, Ästhetik und Kulturtheorie 36 (1990), S. 20-51. [im Folgenden: WB Heftnummer (Jahrgang)]; ders.: Über die Modernität der literarischen Romantik in Deutschland. In: Kulturelles Erbe zwischen Tradition und Avantgarde. Ein Bremer Symposium. Hgg. v. THOMAS METSCHER u. CHRISTIAN MARZAHN. Köln; Weimar; Wien 1991, S. 65-101; KURPANIK MalinowSA, Gizela: Stil und Traditionsbezüge gehören zusammen. Zu Christa Wolfs Aufarbeitung der deutschen Romantik. In: TUNNER, ERIKA (Hg.): Romantik -eine lebenskräftige Krankheit. Ihre literarischen Nachwirkungen in der Moderne, Amsterdam 1991, S. 135-144. Um hier nur einige zu nennen. Weitere Beiträge werden hernach in Bezug auf Ingeborg Bachmann Verwendung finden.

52 WOLF: In: SAUER, Klaus (Hg.): Christa Wolf Materialienbuch [Mat]. Neue, überarb. Ausg. Darmstadt; Neuwied 1983, S. 71.

53 SCHMAUS, Marion: Die poetische Konstruktion des Selbst. Grenzgänge zwischen Frühromantik und Moderne: Novalis, Bachmann, Christa Wolf. Foucault. (= HERMAEA GERMANISTISCHE FORSCHUNGEN NEUE FOLGE; Bd. 92). Hgg. v. Joachim Heinzle u. Klaus-Detlef Müller. Tübingen 2000, S. 203. Gesprächsraum Romantik ist ebenso der Untertitel eines von Christa und Gerhard Wolf herausgegebenen Bandes (Wolf, Christa / WOLF Gerhard: Ins Ungebundenen gehet eine Sehnsucht. Gesprächsraum Romantik. Prosa, Essays. Berlin 1985.).

54 SEGHERS, Anna: Vaterlandsliebe. In: Aufsätze, Ansprachen, Essays 1927-1953. In: Dies.: Gesammelte Werke in Einzelausgaben. 14 Bde; Bd. XIII. Berlin; Weimar 1977-1980, S. 32-37. SEGHERS nennt HÖLDERLIN, BÜCHNER, HvK, KvG und Bürger. (Vgl. ebd., S. 37.).

55 WOLF: DdA, S. 514.

56 Auf diesen stieß Wolf, wurde so auf die Frühromantikerinnen aufmerksam und überdachte ihre ?Ehrerbietung für

Lukács (Wolf: Kiefern und Sand von Brandenburg. In: DdA, S. 850.); Vgl. hierzu: BATT, Kurt: Der Dialog

zwischen Anna Seghers und Georg Lukács. In: WB 5 (1975); Vgl.: SCHMITT, HANS-JÜRGEN (Hg.) Ein Briefwechsel zwischen Anna Seghers und Georg Lukács (1939). In: Die Expressionismusdebatte. Materialien zu einer marxistischen Realismuskonzeption. Frankfurt/M. 1973, S. 264-301. Die reglementierende, gar ausgrenzende Funktion von Lukács' Literaturtheorie wird hier besonders deutlich.

57 Vgl. hierzu: BaAB: Romantische Stilelemente Christa Wolfs, a.a.O.; SØRENSEN, BARBARA: Sprachkrise und Utopie in Christa Wolfs Texten nach der Wende. Die Krise der Intellektuellen im wiedervereinigten Deutschland. Kopenhagen; München,1996 (= Text & Kontext Sonderreihe; Bd. 38), S. 33-38.

58 LUKÁCS, Georg: Die Romantik als Wendung in der deutschen Literatur. In: Romantikforschung seit 1945. Hg. v. Klaus Peter. Königstein/Ts. 1980, S. 40-52, hier S. 41. Zu Wolfs kritischer Haltung gegenüber Lukács vgl. Wolf: DdA, S. 302f., S. 512, S. 902.

59 Schmaus, S. 203.

60 Vgl. KUNERT, Günter: Pamphlet für K. und Notwendiges Nachwort zum Pamphlet in: Sinn und Form 27 (1975) sowie sein Kleist-Hörspiel Ein anderer K. München 1977; vgl. ferner seinen Text zu KON Zweige vom selben Stamm (1979) erschienen in: Wolf: Mat. KUNERT gehörte neben Wolf zu den Mitunterzeichnerinnen der Biermann­Petition an, weswegen er 1977 aus der SED ausgeschlossen wurde und die DDR 1979 verließ.

61 Auch Lukács deutete den Suizid HvK‘S, dessen Hintergründe er in der ?Miserabilität Deutschlands“ verankert sieht, jedoch ebenso in HvK‘S ?eigenen reaktionären wie dekadenten Instinkten“ (Lukács: Die Tragödie, S. 231). HvK repräsentiere seines Erachtens ?in der schroffsten Weise die romantische Opposition, mit all ihren reaktionären Tendenzen, gegen den klassischen Humanismus der Weimarer Periode Goethe und Schillers“, und sieht in ihm den ?germanische[n] Dionysier unter den Dramatikern, welcher ?bei den Faschisten das große gestalterische Gegenbild zum dramatischen Humanismus Goethes und Schillers“ werden würde und diskreditiert ihn somit zum Wegbereiter des Faschismus! (Ders.: ebd., S. 201f). Vgl. ferner zur Romantik-Rezeption Lukács‘ in ders.: Die Romantik als Wendung in der deutschen Literatur (1945). In: Romantikforschung, S. 40-52. Ebenso hier setzt LUKÁCS humanistische Ideale dem subjektivistischen Anspruch der Romantik entgegen, welche mit ihrem Niederreißen der Grenzen von Gattungen sowie derer zwischen Leben und Literatur zu Reaktion und Nihilismus führten.

62 Träger, Claus: Ursprünge und Stellung der Romantik. In: WB 21, H. 2 (1975), S. 37-73. Aus sozialistischer Perspektive analysiert er anhand der Begriffe ?Utopie“ und ?Arbeit“ die begrenzte Betrachtungsweise der Romantik und ihre daraus resultierenden Fehleinschätzungen. (ebd., v.a. S. 307f.) Dennoch positioniert er sich gegen eine einseitige Interpretation, die die Epoche allein als reaktionäre Bewegung deuten. Er verweist darauf, dass in der romantischen Literatur erstmalig ?die Vereinzelung und Deformation der Individuen“ im beginnenden Kapitalismus thematisiert und kritisiert wird. (ebd., S. 316.)

63 RUDOLPH, Andrea: Genderarchäologie, Friedensbewegung und Mythenneudeutung. Christa Wolfs ,Frankfurter Vorlesungen (1980)‘. In: Brüche und Umbrüche. Frauen, Literatur und soziale Bewegungen. Hgg. v. MARGRID Bircken, MARIANNE Lüdecke u. Helmut Peitsch. Potsdam 2010, S. 427-456, hier S. 429.

64 Kiefern und Sand von Brandenburg (Wolf in einem Interview mit Adam Krzeminski, 1976). In: DdA, S. 850.

65 WOLF: LuS, S. 41.

66 Dies.: Moskauer Novelle [zit. n. Hilzinger (2006), S. 114].

67 Dies.: NüC. In: WA; II, S. 35.

68 Zit. n. Hilzinger (2006), S. 115.

69 Vgl. dazu den Eintrag im OPACplus der Bayerischen Staatsbibliothek unter URL: http://opacplus.bsb- muenchen.de/metaopac/search?View=default&db=100&id=BV007420477 [Stand: 11. 12. 2014].

70 WOLF: Ein Brief über die Bettine. In: WA; VI, S. 179.

71 BvA: Werke und Briefe. Bd. I-V. Hg. v. GUSTAV KONRAD, Bd. V, Bartmann 1959, S. 187.

72 WOLF: Ein Brief über die Bettine. In: WA; VI, S. 179.

73 Diers, MICHAELA: Bettine von Arnim. München 2010, S. 75.

Details

Seiten
30
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668845749
ISBN (Buch)
9783668845756
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v448562
Institution / Hochschule
Universität Leipzig – Institut für Germanistik
Note
1,3
Schlagworte
DDR "realexistierender Sozialismus" Utopie

Autor

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Titel: "Gezeichnet zeichnend". Frühromantisches in der Moderne