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Qualitative versus quantitative Erhebungsmethoden

Akademische Arbeit 2017 21 Seiten

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einfuhrung in die empirische Sozialforschung
1.2 Problemstellung in Bezug auf die Datenerhebung
1.3 Zielsetzung
1.4 Methodischer Aufbau der Arbeit
2. Quantitative Forschung

2.1 Gutekriterien
2.2 Erhebungsmethoden
2.3 Vorteile und Nachteile

3. Qualitative Forschung
3.1 Gutekriterien
3.2 Erhebungsmethoden
3.3 Vorteile und Nachteile

4. Gegenuberstellung der Methoden

5. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis IV

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vorteile & Nachteile quantitativer Methoden

Tabelle 2: Vorteile & Nachteile qualitativer Methoden

Tabelle 3: Gegenuberstellung qualitativer und quantitativer Forschung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Der empirische Forschungsprozess in einzelnen Arbeitsschritten

Abbildung 2: Generelle Methoden der empirischen Sozialforschung

1. Einleitung

1.1 Einfuhrung in die empirische Sozialforschung

Die empirische Sozialforschung ist ein uberaus umfangreiches Gebiet. Grundsatzlich versteht man darunter eine Gesamtheit von Methoden, Techniken und Instrumenten zur wissenschaftlich korrekten Durchfuhrung von Untersuchungen des menschlichen Verhaltens und weiterer sozialer Phanomene.1 Die Methoden wiederum sind hochspezialisiert um eine breite Aufgabenpalette abzudecken.2 Sie dienen in Form von systematischen Handlungsanweisen oder Regeln, zum Erforschen der „sozialen Wirklichkeit". Vereinfacht kann man sagen, dass Methoden dazu dienen ein bestimmtes Ziel zu erreichen.3 4

Die empirische Sozialforschung kann im Rahmen dieser Arbeit nur begrenzt thematisiert werden. Ein genereller Fahrplan zum Ablauf einer empirischen Forschung kann der Abbildung 15 entnommen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Der empirische Forschungsprozess in einzelnen Arbeitsschritten

Die aufgezeigten Arbeitsschritte bilden eine idealtypische Grobstruktur einer empirischen Untersuchung von der Entdeckung einer Problemstellung bis zur Interpretation der Ergebnisse. Die Grobstruktur lasst sich sowohl auf qualitative, quantitative oder gemischte methodische Zugange anwenden. Im Rahmen dieser Arbeit wird vertieft auf den Arbeitsschritt 6 „Datenerhebung" eingegangen. Dabei spielen die Methoden zur qualitativen und quantitativen Informationserhebung die zentrale Rolle.6 Eine fur den Untersuchungszweck verwendbare und aussagekraftige Datenerhebung ist im Rahmen der empirischen Forschung unabdingbar. Dabei gilt es, bei der Durchfuhrung wissenschaftlicher Untersuchungen, vier wichtige Anforderungen zu erfullen. Die grundlegenden Gutekriterien der qualitativen Forschung sind die Objektivitat, Validitat und Rentabilitat. Erganzt werden diese durch das Kriterium der Generalisierbarkeit, was insbesondere bei wissenschaftlichen Studien Bedeutung findet. Auf die Gutekriterien und deren Bedeutung fur die qualitative und quantitative Forschung wird im weiteren Verlauf der Arbeit naher eingegangen.7 8

1.2 Problemstellung in Bezug auf die Datenerhebung

Neben der Berucksichtigung von Gutekriterien steht der Organisator vor der grundlegenden Frage, auf welche Methoden in der Erhebungsphase zuruckgegriffen werden soll. Die Moglichkeiten der Auswahl an Methoden sind im Rahmen einer empirischen Forschung auGerst vielfaltig. Eine kurze Ubersicht der generellen Methoden sind Abbildung 29 zu entnehmen. Dabei wird gezielt zwischen der Primarmarktforschung und Sekundarmarktforschung unterschieden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Generelle Methoden der empirischen Sozialforschung

Die Methodenlandschaft reicht von „harten“ quantitativen Methoden, die naturwissenschaftlichen Ansatzen verpflichtet sind, bis zu interpretativen qualitativen Methoden, die der geisteswissenschaftlichen Tradition entstammen. Das Repertoire umfasst die experimentelle Datenerhebung, sowie zahlreiche nichtexperimentelle Methoden. Hierzu zahlen beispielsweise die Befragung, die Gruppendiskussion, die Beobachtung oder die Datenerhebung im Internet. Die unterschiedlichen Erhebungsmethoden haben meist einen systematischen Aufbau, wodurch sie auf Ihren typischen Anwendungsbereich sowie Starken und Schwachen aufmerksam machen. Zum Losen einer bestimmten Zielstellung hat sich der Organisator kritisch mit den Methoden auseinanderzusetzen umso die passende Methode zu definieren.10 In der Regel wird eine empirische Untersuchung nicht nur mit einer der Erhebungsmethoden auskommen. Viele Untersuchungen erfordern Kombinationen wie z.B. das gleichzeitige Befragen und Schatzen oder Beobachten und Zahlen. Die Frage der „besten“ Erhebungsmethode lasst sich nicht generell beantworten, sondern muss fur jede konkrete Untersuchung durch den Organisator gestellt werden. Bei der Auswahl spielen beispielsweise Kriterien wie die Art des Untersuchungsgegenstandes und der Untersuchungsteilnehmer sowie finanzielle und zeitliche Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle. Neben der Auswahl geeigneter Erhebungsmethoden steht der Organisator ebenfalls vor der Frage in welcher Reihenfolge er diese anwendet.1

1.3 Zielsetzung

Bei der in der Problemstellung beschrieben Methodenvielfalt ist eine ordnungsstiftende Systematisierung hilfreich. Aus diesem Grund wird in den nachfolgenden Kapiteln genauer auf die Unterscheidung zwischen qualitativen und quantitativen Erhebungsmethoden eingegangen. Dazu werden Vorteile und Nachteile der Methoden sowie deren Anwendung erlautert. Durch das Unterziehen einer kritischen Gegenuberstellung wird versucht dem Organisator einen groben Fahrplan bei der Auswahl entsprechender Methoden zu geben.12

1.4 Methodischer Aufbau der Arbeit

Nachdem in der vorangegangenen Einfuhrung das Gebiet der empirischen Sozialforschung eingegrenzt wurde, kann die Arbeit im weiteren Verlauf speziell auf den Arbeitsschritt Sechs (Abbildung 1), die Datenerhebung, zentralisiert werden. Die nachfolgenden Kapitel 2 & 3 thematisieren die quantitative sowie die qualitative Forschung. Dabei wird fur beide Verfahren einen Uberblick uber deren Gutekriterien, die Erhebungsmethoden sowie deren Vorteile und Nachteile gegeben. Als letztes inhaltliches Kapitel wird in Kapitel 4 eine kritische Gegenuberstellung der beiden Verfahren aufgezeigt. Dabei werden beispielsweise Themengebiete, wie der Forschungsprozess, die Standardisierbarkeit oder die Anwendungsfelder der quantitativen und qualitativen Forschung gegenubergestellt. Im letzten Kapitel 5 wird die Arbeit zusammengefasst und es wird ein Ausblick zur Methodenauswahl fur den Organisator gegeben. Einschrankend muss angemerkt werden, dass die zum Teil sehr anspruchsvollen qualitativen und quantitativen Erhebungsmethoden aufgrund des knappen Umfangs dieser Studienmaterialien nur uberblicksartig dargestellt werden konnen. Daher werden in den einzelnen Kapiteln schwerpunktmaGig Hinweise zur ersten Orientierung gegeben. An vielen Stellen finden Sie entsprechende Literaturhinweise, die Ihnen zur Vertiefung der Inhalte behilflich sein konnen.

2. Quantitative Forschung

Spricht man heute von quantitativer Forschung, versteht man im Vergleich zur qualitativen Forschung einen eher objektbezogenen Forschungsansatz. Ziel ist es, Verhalten in Form von Modellen, Zusammenhangen und numerischen Daten moglichst genau zu beschreiben (eine numerische Darstellung empirischer Sachverhalte). Es erfolgt eine elementarische Vorgehensweise durch die Zerlegung in messbare Einheiten.13 Idealtypischerweise folgt der quantitative Forschungsprozess einem vorab festgelegten Muster. Dazu ist es notwendig, dass zu Beginn des Forschungsprozesses bereits Theorien und Modelle uber den Gegenstand der Forschung vorliegen. Anknupfend daran werden deduktiv Hypothesen abgeleitet, die im Forschungsprozess uberpruft werden. Ein wichtiger Punkt stellt dabei die Bildung von messbaren Indikatoren. Somit wird anhand eines Untersuchungsdesigns vorab das Verfahren zur Datenerhebung, Messoperationen sowie abhangige und unabhangige Variablen bestimmt.14 Grundsatzlich spricht man von einer Gewinnung praziser, vergleichbarer, intersubjektiv gultiger empirischer Informationen und deren Instrumente. Sowie der Erhebung von Daten, die den Charakter von Messwerten haben sollen, die unmittelbar statistisch auswertbar sind.15 Die anschlieGende Auswertung der erhobenen Daten erfolgt meist uber statistische Verfahren und unter Ruckgriff auf Kontrollgruppen, zum kontrollieren moglicher Storeinflusse. Ein naheres Eingehen auf die Auswertungsmethoden quantitativ erhobener Daten wurde den Rahmen dieser Arbeit uberschreiten. In den nachfolgenden Unterkapiteln werden vorab die Gutekriterien der quantitativen Forschung beschrieben bevor dann die Erhebungsmethoden sowie deren Vorteile und Nachteile erlautert werden.

2.1 Gutekriterien

Die Wissenschaftlichkeit empirischer Forschung wird an sogenannten Gutekriterien gepruft. Bei der quantitativen Informationserhebung sind dies die grundlegenden Gutekriterien der Objektivitat, Validitat und Reliabilitat.

[...]


1 Hader, M. (2006), S. 20

2 Hader, M. (2006), Einfuhrung

3 Feiks, M. (2016), S. 5

4 Feiks, M. (2016), S. 5 ff.

5 Robken, H. / Wetzel, K. (2014), S. 10

6 Robken, H. / Wetzel, K. (2014), S. 10 ff.

7 Topfer, A. (2012), S.233 ff.

8 Lang, S. (o.J.), S.8 f.

9 Topfer, A. (2012), S.240

10 Hussy, W. / Schreier, M. / Echterhoff, G. (2013), Vorwort zur 1. Auflage

11 Bortz, J. / Doring, N. (2006), S.138 ff.

12 Hussy, W. / Schreier, M. / Echterhoff, G. (2013), S. 20 ff.

13 Robken, H. / Wetzel, K. (2014), S. 13 ff.

14 Scheibler, P. (o.J.), 2. Quantitative Methoden

15 Mey, G. / Mruck, K. (2014), S.197 ff.

Details

Seiten
21
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668842250
ISBN (Buch)
9783668842267
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v451230
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,0
Schlagworte
Methoden Erhebungsmethoden

Autor

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