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Stereotypen im Fremdsprachenunterricht. Analyse des DaF-Lehrwerks Studio d (B1)

Akademische Arbeit 2018 22 Seiten

Ada Pädagogik / Erziehung / Beratung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stereotyp und Vorurteil
2.1 Definition
2.2 Lernpsychologischer vs. sozialpsychologischer Ansatz

3. Die Lehrwerkreihe Studio d
3.1 Untersuchung des Kurs- und Übungsbuches in Hinblick auf Stereotypenbildung
3.2 Auswertung und Interpretation

4. Stereotype im Fremdsprachenunterricht
4.1 Ein Mittel zum erfolgreichen Sprachenlernen?
4.2 Stereotype im Kontext des interkulturellen Lernens

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Wir finden sie in nahezu jeder Gesellschaft: Stereotype. Obwohl sie keiner haben möchte, nutzen wir sie, wenn es darum geht, über Gruppen von Menschen zu sprechen und/oder zu urteilen. Stereotype und Vorurteile vereinfachen komplexe Eigenschaften oder Verhaltensweisen von Personen bzw. Personengruppen. Sie reduzieren die Komplexität unserer Umwelt und erleichtern die Kommunikation. Dabei sind Stereotype und Vorurteile nicht immer wahrheitsgetreu. Bisweilen verleiten sie dazu, in Pauschalisierungen stecken zu bleiben und die Augen vor der vielfältigen und nicht eintönigen Realität zu verschließen. Besonders beliebt sind Stereotypisierungen in Bezug auf Nationen. Nationale Stereotype, die Individuen oder Gruppen von Menschen einer Nation und ihrer Bevölkerung generalisierende Eigenschaften zuschreiben, stimmen meistens nicht mit den Selbstdarstellungen überein. Betrachten wir beispielsweise Deutschland, werden wir uns des Unterschieds gewahr: Die Deutschen als das Volk der Dichter und Denker, Deutschland als eine Nation von hoher Kultur und Leistungsfähigkeit – das ist der Eindruck, den man hierzulande pflegt. In anderen Ländern sind die deutsche Philosophie und Literatur dagegen nur ganz wenigen Menschen bekannt. Für die Mehrheit der Amerikaner beispielsweise bedeutet Deutschland noch immer und vor allem: Bier, Bratwurst, Sauerkraut, Schnitzel, Lederhosen und Volksmarsch.1 Von großen deutschen Gelehrten ist keine Rede. Solche Stereotypisierungen, die dem Selbstbild und der Selbstbewertung entgegenstehen können, finden auch ihren Eingang in die schulischen Institutionen und ihre Lehrwerke. Sie prägen die Wahrnehmung von anderen Gruppen und Gesellschaften wie Nationen, Ethnien, Religionen oder Stämmen. Insbesondere im Fremdsprachenunterricht, in dessen Kontext Menschen sich intensiv mit der Sprache und den kulturellen Eigenheiten einer Nation auseinandersetzen, wird vom Mittel der Stereotypisierung und dem Vergleich dieser Stereotype Gebrauch gemacht. Studien deuten darauf hin, dass besonders Lehrwerke direkten Einfluss darauf nehmen, welche Vorstellungen die Lernenden2 von der Zielkultur entwickeln. Sie zeigen, dass stereotypisierende Darstellungen der Zielkultur von den Lernern unkritisch reproduziert werden, wenn der bewusste Umgang mit ihnen nicht gefördert wird.3

Die folgende Arbeit untersucht den Umgang mit Stereotypen im Fremdsprachenunterricht am Beispiel des DaF-Lehrwerks Studio d auf dem Niveau B1. Zunächst soll der Begriff des Stereotyps definiert werden. Um des besseren Verständnisses willen wird der Ausdruck in Beziehung zum Vorurteilsbegriff gesetzt. Verdeutlicht werden soll auf der Basis der Definitionen, ob und inwieweit es sinnvoll erscheint, beide Begrifflichkeiten voneinander zu unterscheiden. Damit einhergehend wird der Begriff Stereotyp aus lern- und sozialpsychologischer Sicht beleuchtet, und es wird dargelegt, warum mit der lernpsychologischen Sichtweise weitergearbeitet wird. Die sorgfältige Begriffsklärung bildet die Grundlage für den Übergang zur Analyse des Kurs- und Übungsbuchs Studio d im Hinblick auf Stereotypenbildung, die schließlich in eine Auswertung der erfassten Inhalte mündet. Das anschließende Kapitel erweitert den Rahmen und befasst sich allgemein mit Stereotypen im Fremdsprachenunterricht. Können Stereotypisierungen ein Mittel zum erfolgreichen Sprachenlernen sein? In welchem Zusammenhang stehen Stereotype mit dem Konzept des interkulturellen Lernens? Diese Fragen sind Hauptgegenstand des vierten Kapitels. Sie werden beantwortet, ehe die gesammelten Ergebnisse in der Schlussbetrachtung in den Kontext der Gesamtarbeit gerückt und resümiert werden.

2. Stereotyp und Vorurteil

Stereotyp und Vorurteil sind zwei Begriffe, die im Alltag meistens synonym gebraucht werden. Sie hängen oftmals mit unterschiedlichen Kulturen zusammen, die für Außenstehende verschiedene Stereotype und Vorurteile mit sich bringen. Die vielen Versuche der Trennung zwischen beiden Ausdrücken zogen in der neueren Historie nur geringen Erfolg nach sich. Zwar existieren viele Definitionen, die versuchen, die Begriffe sauber zu bestimmen und sie voneinander abzugrenzen. Doch schon ein Blick in die Literatur genügt, um offenzulegen, wie widersprüchlich und inkonsequent die Forschung agiert. Heute macht es die schiere Menge an Definitions- und Abgrenzungsversuchen praktisch unmöglich, eine allgemeingültige Definition der beiden Ausdrücke zu formulieren. Wie konnte es zu dieser Fülle an Definitionen und Unterschieden kommen? Der Psychologie Jürgen Körner führt das Problem der unterschiedlichen Bestimmungen u. a. auf die Spezialisierung und die Trennung der Einzelwissenschaften, wie Soziologie, Sozialpsychologie und Psychologie, zurück. Infolgedessen, so betont Körner, teilte sich auch das Problemfeld, es entstanden verschiedene Termini, die wiederum nicht sauber voneinander unterschieden wurden.4

2.1 Definition

Vorurteil

Nach der klassischen Definition von Gordon Allport wird das Vorurteil verstanden als „ablehnende oder feindselige Haltung gegenüber einer Person, die zu einer Gruppe gehört und deswegen dieselben zu beanstandenden Eigenschaften haben soll, die man dieser Gruppe zuschreibt.“5

Dem gegenüber zählt Strzelewicz auch bestimmte Bewertungen von Menschen, Gruppen und Sachverhalten zu Vorurteilen.6 Interessant ist der Aspekt der Negativität: Wie in den meisten wissenschaftlichen Definitionsversuchen verwendet auch Allport die negative Beurteilung als kennzeichnendes Merkmal des Vorurteils. Eine „ablehnende und feindselige Haltung“ muss gegeben sein.7 Betrachtet man das Vorurteil aber als eine soziale Bezugsgröße verschiedener Gruppen, wird deutlich, dass ein negatives Vorurteil immer auch ein positives zur Folge hat.8 Meistens ist es die eigene Gruppe, die aufgewertet und ins bessere Licht gerückt wird, indem ihr insgesamt das bestimmte (positive bzw. negative) Merkmal zu- oder abgesprochen wird. Die Möglichkeit, dass Vorurteile auch positiv sein können, ändert freilich nichts an der Tatsache, dass sie in den allermeisten Fällen negativ ausfallen. Das belegte die von Joshua Correll an der Universität Chicago durchgeführte Studie, der zufolge in 9 bis 10 Fällen Vorurteile negativ ausfallen.9 Während dieses im Jahre 2002 realisierten virtuellen Experiments am PC wurden Teilnehmer gebeten, diejenigen Personen auf Fotos zu erschießen, die eine Waffe in der Hand trugen. Abgebildet waren schwarze und weiße Menschen, entweder mit einem Fotoapparat oder einer Waffe in der Hand. Die Probanden, die kaum Zeit hatten, ihre Wahl zu überdenken, brachten eine schwarze Hautfarbe häufiger mit Gefahr in Verbindung. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie wesentlich mehr schwarze unbewaffnete Personen als weiße Unbewaffnete erschossen.

Ein weiteres wichtiges Merkmal eines Vorurteils ist für viele Autoren neben der negativen Zuschreibung auch die Falsifizierbarkeit. Gemäß den meisten Vorurteilsdefinitionen ist die Komponente der Falschheit im Vorurteil enthalten. Bei genauerem Hinsehen scheint es jedoch fragwürdig und durchaus diskutierbar zu sein, inwieweit ein Vorurteil immer auch ein falsches Urteil sein muss.10

Stereotyp

Der Begriff des Stereotyps stammt ursprünglich aus dem Griechischen und kennzeichnete ein starres Muster. Dem etymologischen Ursprung folgend, definieren Katz und Braly ein Stereotyp als „einen starren Eindruck, der nur in geringem Ausmaß mit der Realität übereinstimmt, sondern vor allem dadurch zustande kommt, daß wir zuerst urteilen und dann erst hinschauen.“11 Nach den neueren Definitionen umfassen Stereotype sämtliche Überzeugungen von den Merkmalen der Mitglieder einer sozialen Gruppe. Noch stärker als im Falle des Begriffs des Vorurteils ist man sich in der Psychologie nicht einig darin, ob Stereotype an sich als schlecht bzw. negativ betrachtet werden sollten. Nicht weniger umstritten ist außerdem die Frage, ob Stereotype als sozial geteilte Überzeugungen aufgefasst werden sollten oder ob der Ausdruck für Überzeugungen einzelner Individuen steht. Vorgeschlagen wird deshalb, mit Blick auf die kollektive Überzeugung von kulturellen Stereotypen zu sprechen. Im Gegensatz zu Vorurteilsdefinitionen beinhalten viele Stereotypendefinitionen das Merkmal der kognitiven Ausrichtung, mit dessen Hilfe versucht wird, den Begriff des Stereotyps als kognitive Struktur oder hoch organisierte soziale Kategorie zu kennzeichnen und ihn somit vom Vorurteil abzugrenzen.12 Andere Definitionen sprechen in Bezug auf das Stereotyp von einer klischeehaften, verallgemeinernden Vorstellung oder typisierten Wahrnehmung, die unreflektiert wiederholt und an der unveränderlich festgehalten werde.13 In der Fachliteratur lassen sich zahlreiche Abhandlungen zu den Eigenschaften und Merkmalen von Stereotypen finden. Fasst man sie zusammen, sind folgende drei Hauptcharakteristika zu konstatieren:

1. Stereotype entstehen im Zuge einer langen historischen und sozialen Entwicklung. In Folge ihrer langen Entstehungsphase bleiben sie resistent gegenüber Veränderungen und halten besonders lange an. Ihre tiefe Verwurzelung in der Gesellschaft führt dazu, dass selbst die eigene Erfahrung nur selten zu Veränderungen in der Denkweise führt. Stereotype werden nicht vom Individuum selbst konstruiert, sondern gelernt bzw. übernommen, weshalb die inhaltliche Seite von verbreiteten Stereotypen in Gesellschaften weitgehend deckungsgleich ist.14
2. Stereotype haben einen generalisierenden Charakter. Bestimmte Eigenschaften werden auf alle Vertreter einer Nation übertragen und umgekehrt. So kann z. B. eine Nation zum alleinigen Träger von eigentlich für alle Menschen typischen negativen Eigenschaften gemacht werden. Der verallgemeinernde Charakter ist Grund dafür, dass Stereotype meistens als unwahr abgestempelt werden.
3. Die Inhalte von Stereotypen sind nie wertneutral. Immer sind sie verbunden mit einem bewertenden und emotionalen Statement, ganz gleich, ob positiver oder negativer Art. Stereotype dienen als Beurteilungshilfen, die Sachverhalte vereinfachend darstellen, die in der Realität viel komplexer sind.

Diese drei Charakteristika sind in den meisten Definitionen inbegriffen und bilden die Grundlage jeder Stereotypisierung. Wir können sie, unabhängig von der Art des Stereotyps – das national, geschlechtlich oder sogar berufsbedingt ausfallen kann – bei stereotypisierenden Darstellungen wiederfinden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Unterscheidung zwischen den beiden Begriffen Vorurteil und Stereotyp in den einschlägigen wissenschaftlichen Werken nicht eindeutig und nur begrenzt konsequent ist. Vielmehr gehen die Eigenschaften und Merkmale ineinander über, während die Unterschiede in den entsprechenden Lehrwerken nicht eindeutig genannt werden. Nichtsdestotrotz wird im weiteren Verlauf der Arbeit der Begriff des Stereotyps vorgezogen und überwiegend verwendet. Er ist m.E. insgesamt klarer und aufgrund seines spezifischen und beschränkten Rahmens geeigneter für den Untersuchungsgegenstand, das Kurs- und Übungsbuch Studio d der Niveaustufe B1. Der Vorurteilsbegriff wird, wenn von ihm Gebrauch gemacht wird, als Synonym für den Begriff des Stereotyps eingesetzt. Den Inhalt beider Begriffe bilden immer die drei oben genannten Hauptcharakteristika. Sie sollen als semantische Beschreibung des Stereotypen- bzw. Vorurteilsbegriffs dienen und gemeinsame Merkmale hervorheben. Neben der Begriffsbestimmung ist es für den weiteren Verlauf der Arbeit von Relevanz, den Begriff des Stereotyps aus lernpsychologischer und sozialpsychologischer Sicht zu erläutern. Je nach Ansatz kann der Ausdruck anders begriffen werden. Es lohnt sich daher, das Stereotyp aus der Perspektive beider Theorien zu beleuchten.

2.2 Lernpsychologischer vs. sozialpsychologischer Ansatz

Wie bereits angedeutet, vereinfachen Stereotype die Welt. Menschen kategorisieren andere Menschen und fassen sie zu Typen zusammen, um leichter mit dem Unbekannten umgehen zu können. Die währenddessen entstehenden Stereotype sind immer eines von beidem: positiv oder negativ. Wie Stereotype genau entstehen, versuchen die unterschiedlichen Ansätze der Psychologie zu erklären. Neben dem lernpsychologischen Ansatz ist auch die Sozialpsychologie bestrebt, die Bildung von Stereotypen zu beschreiben. Die Perspektive macht dabei den Unterschied aus: Denn der lernpsychologische Ansatz geht davon aus, dass Vorurteile oder Stereotype aktiv übernommen und erlernt werden, wohingegen der sozialpsychologische Ansatz die Entstehung derselben im Rahmen von Gruppengeschehnissen beschreibt.15 Nach der Lernpsychologie werden Vorurteile und Stereotype insbesondere im Grundschulalter übernommen und verdichten sich anschließend. Später sollen die Schüler dann in der Lage sein, zwischen Stereotypen, Vorurteilen und der Realität zu unterscheiden.

Für die Sozialpsychologen erklärt sich die Stereotypisierung anhand eines starken Gruppengefühls, das erzeugt wird, indem man sich von anderen Gruppen abgrenzt und seine eigene Gruppe aufwertet. Die andere Gruppe wird abgewertet und erniedrigt; es werden Vorurteile erzeugt, damit man sich in seiner Gruppe sicherer fühlt.16 Ein stark vereinfachtes Bild von Personen, Institutionen oder Ereignissen wird in seinen wesentlichen Merkmalen von einer großen Anzahl an Personen geteilt. Damit sind Stereotype Urteilssimplifizierungen, bei deren Nutzung sich der Wahrnehmende eines Sparsamkeitsprinzips bedient und mithilfe der Selektion von wenigen Merkmalen aus allen vorhandenen die komplexe Wahrnehmungssituation zu verarbeiten versucht.17

Der lern- und der kognitionspsychologische Ansatz sehen die Funktion von Stereotypen vor allem in der Entlastung bzw. Vereinfachung der Wahrnehmung. In der Forschungslinie stehen daher vor allem kognitiv-motivationale Prozesse der Entwicklung, Aufrechterhaltung und Veränderung von Stereotypen im Sinne der mentalen Repräsentation und deren Funktionen im Prozess der Informationsverarbeitung im Fokus. Dabei vollzieht sich die Stereotypisierung kognitiv grundsätzlich in zwei Schritten: Zunächst löst die Wahrnehmung einer Person (oder Personengruppe) die Aktivierung des geteilten Stereotyps aus, bevor es im nächsten Schritt angewendet wird. Ob und wie stark die Stereotypisierung vonstattengeht, hängt von den individuellen Überzeugungen des Einzelnen ab.18

Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Definition und die Bedeutung des Stereotyps aus lernpsychologischer Sicht als Grundlage verwendet. Da sich das Thema der Arbeit überwiegend auf die Inhalte eines Lehrwerks und die im Fremdsprachenunterricht aktiv von der Lehrkraft vermittelten und von den Teilnehmern gelernten gesellschaftlichen Stereotypen stützt (was der lernpsychologischen Beschreibung näher kommt), spielt die Stereotypbildung aus der sozialpsychologischen Sicht, in deren Vordergrund die Beschreibung von Stereotypen in Gruppengeschehnissen steht, eine nur marginale Rolle.

3. Die Lehrwerkreihe Studio d

Die Lehrwerkreihe Studio d gehört zu den bekanntesten Editionen für den Fremdsprachenunterricht. Sie richtet sich nach Angaben der Autoren an erwachsene Sprachlerner ohne Vorkenntnisse, die im In- und Ausland Deutsch lernen möchten. Der Buchbeschreibung desselben Lehrwerks der Niveaustufe B1 folgend, führt es nach drei Bänden zum Zertifikat Deutsch.

Die international anerkannte Prüfung zum Zertifikat Deutsch basiert auf einer Kooperation zwischen dem Goethe-Institut, dem Österreichischen Sprachdiplom (ÖSD), der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und der telc GmbH (WBT Weiterbildungs-Testsysteme GmbH). Die Lehrwerkreihe orientiert sich insbesondere an den Bedürfnissen von Lernenden in der Erwachsenenbildung und an der Stufe B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Sie erfüllt nach Darstellung der Urheber alle Anforderungen eines modernen Lehrwerks. Dazu gehören

- transparente Umsetzung der Lernziele
- Integration von beruflichen Szenarien und die Darstellung von Berufsbildern
- viele Aufgaben zur Automatisierung situierter Wortfolgen und zum flüssigen Sprechen
- konsequentes Aussprachetraining von Anfang an.19

Zu jeder Lerneinheit können die Lernenden im Kurs- und Übungsbuch ihren Fortschritt mithilfe von Kurztests prüfen, wobei die zu evaluierenden Kompetenzen sich auf alle Bereich der Sprache ausdehnen (Grammatik, Wortschatz, Schreiben, Hör- und Leseverstehen). Erstmals erschienen ist das Werk im Jahre 2012. Damit gehört es zu den älteren auf dem Markt verfügbaren DaF-Lehrwerken.

Das Lehrwerk findet im Kontext des DaF/DaZ-Unterrichts breite Anwendung und genießt einen hohen Bekanntheitsgrad. Vor diesem Hintergrund erscheint es lohnenswert, es unter die Lupe zu nehmen und im Hinblick auf einen bestimmten Aspekt – den Umgang mit Stereotypen – kritisch zu untersuchen.

[...]


1 http://www.spiegel.de/politik/ausland/das-bild-von-deutschland-in-den-usa-ist-eine-karikatur-bayerns-a-853696.html. (13.07.2018).

2 Nachfolgend werden die Ausdrücke Lerner und Lernende verwendet. Sie umfassen sowohl die männliche als auch weibliche Seite.

3 Vgl. Bock, Kathrin. Landesbilder und Stereotype in Lehrwerken für den DaF-Unterricht. 2015. http://s5098f269ccd825bc.jimcontent.com/download/version/1448200708/module/8006570086/name/Kathrin%20Bock%20-%20Hausarbeit.pdf. (01.08.2018).

4 Vgl. Körner, Jürgen. Vorurteilsbereitschaft und autoritäres Verhalten. Eine empirische Untersuchung an 9- 12jährigen Hauptschülern. J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung. Stuttgart, 1976. S. 27.

5 Allport, Gordon W. Die Natur des Vorurteils. Kiepenheuer und Wirtsch. Köln, 1971. S. 21.

6 Schnädelbach, H. Was ist Ideologie? In: Das Argument, Band 50. Berlin, 1969. S.77.

7 Vgl. Allport, S. 20 ff.

8 Vgl. Körner, S. 32.

9 Vgl. IKUD Seminare. Stereotype und Vorurteile: Definition Stereotypen, 2009. https://www.ikud-seminare.de/veroeffentlichungen/interkulturelles-lernen-stereotype-und-vorurteile.html. (21.07.2018)

10 Auf die Beschreibung der Ursachen und Funktionen von Vorurteilen wird aus Gründen des Umfangs gänzlich verzichtet.

11 Six-Materna, Iris; Six, Bernd. Stereotype. Spektrum Verlag, Heidelberg. https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/stereotype/14836. (21.07.2018)

12 Vgl. ebd.

13 Vgl. Daniliouk, Natalia. Fremdbilder in der Sprache: Konstruktion – Konnotation – Evolution; das Russlandbild der Jahre 1961, 1989 und 2003 in ausgewählten deutschen Printmedien. LIT Verlag. Berlin, 2006. S. 40.

14 Vgl. ebd. S. 41.

15 Vgl. Koch, Annika. Abenteuer mit Migrantinnen und Migranten: Ein erlebnisorientiertes Konzept für die Interkulturelle Arbeit. Centaurus Verlag & Media UG. Freiburg, 2012. S. 26.

16 Vgl. ebd. S. 26.

17 Stangl, W. Stichwort: ' Stereotyp'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. 2018. http://lexikon.stangl.eu/630/stereotyp/ (23.07.2018).

18 Vgl. Sielschott, Stephan. Stereotypen-Framing – Eine theorienintegrative und interdisziplinäre Analyse der Zeitungsberichterstattung über marginalisierte soziale Gruppen. http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2012/0903/pdf/dss.pdf. 2012. S. 16. (25.07.2018).

19 Vgl. Cornelsen. https://www.cornelsen.de/reihen/studio-d-deutsch-als-fremdsprache-120000010000/grundstufe-120000010004. (25.07.2018).

Details

Seiten
22
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668861534
ISBN (Buch)
9783668861541
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v451796
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Schlagworte
stereotypen fremdsprachenunterricht analyse daf-lehrwerks studio

Autor

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Titel: Stereotypen im Fremdsprachenunterricht. Analyse des DaF-Lehrwerks Studio d (B1)