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Entdecke die Spielblatt-Vielfalt! Spielen mit Toilettenpapier für Krabbelkinder (Kita 1-2 Jahre)

Unterrichtsentwurf 2018 25 Seiten

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung

Leseprobe

Inhalt

1. Kurzvorstellung der institutionellen Rahmenbedingungen

2.Bedingungsanalyse
2.1 Bedingungsanalysen der Gruppe
2.2 Bedingungen der Erzieherin
2.3 Bedingungen der Einrichtung
2.4 Ausgangssituationen

3. Zielsetzung

4. Thema/Inhalte

5. Sachinformation

6. Organisation
6.1 Theoretische und Praktische Vorbereitung
6.2 Materiallisten
6.3 Zeitplan

7. Verlaufsplan

1. Kurzvorstellung der institutionellen Rahmenbedingungen

Derzeit absolviere ich ein Praktikum in der Kindertagesstätte die Kindereinrichtung ist eine Stadtvilla Die Einrichtung verfügt über eine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Träger ist die , die aus dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk entstand. Mit dem Grundgedanken „Miteinander – Füreinander“. Im Jahre 1952 wurde diese Einrichtung eröffnet und 1996 rekonstruiert. In gruppenoffener Arbeit begleiten hier 12 pädagogische Kräfte ca. 100 Kinder im Alter von null Jahren bis zum Einschulungsalter. Die Kindertagesstätte verfügt über drei Etagen und einen Garten. Im Erdgeschoss sind die jüngsten Kinder in 3 gruppen aufgeteilt. In meiner Gruppe sind Kinder im Alter von 1,1 - 2,1 Jahren, die von 2 Erzieherinnen betreut werden. In der zweiten und dritten Etage werden die Kinder in einem Alter von ungefähr zweieinhalb Jahren bis zum Schuleintritt begleitet. Jeder Raum in diesem Haus ist individuell eingerichtet und hat eine bestimmte Funktion, die den Kindern ein selbstentdeckendes Lernen möglich macht. Die Ziele der pädagogischen Arbeit sind hier darauf ausgerichtet, Raum für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung von Mädchen und Jungen zu schaffen. Durch ein vielfältiges Angebot an Spielmaterialien, Materialien zum künstlerischen Gestalten, Bewegungsgeräten und Musikinstrumenten sowie eine bedürfnisorientierte Gestaltung der Räume und des Tagesablaufes werden den Kindern vielfältige Bildungsmöglichkeiten eröffnet. Die Haupttätigkeit des Kindes ist das Spiel. Hier setzt sich das Kind mit seiner Umwelt auseinander. Es experimentiert mit verschiedenen Materialien, prüft physikalische Gesetzmäßigkeiten, spielt im Rollenspiel erlebte Situationen nach und verarbeitet sie so und erweitert seine Sprach-, Selbstständigkeit- und Bewegungskompetenzen. Das Kind lernt spielerisch, die Welt zu begreifen.

2.Bedingungsanalyse

2.1 Bedingungsanalysen der Gruppe

Vorstellung der Gesamtgruppe

Im Nestbereich bei den den jüngsten Kindern im Kindergarten absolviere ich mein Praktikum. Seit Anfang September 2016 wurden die ersten Kinder hier eingewöhnt. Die letzte Eingewöhnung mit 1,1 Jahre war vor wenigen Wochen. Die gesamte Gruppe besteht aus 12 Kinder, 6 Kinder sind im Alter von 1,1 bis 1,6 Jahre und 6 Kinder im Alter von 1,7 bis 2,1 Jahre. Dazu zählen 5 Jungen und 7 Mädchen. Der Wechsel von der Familie in die Kindertagesstätte stellte eine große Herausforderung dar. Die Kinder mussten zum ersten Mal eine längerfristige Trennung von den Eltern bewältigen. So musste sie sich an eine neue Umgebung und an einen anderen Tagesablauf gewöhnen und zunächst fremden Personen eine Bindung aufbauen. Die Eingewöhnungen fanden nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell statt. Das Lösen von Eltern und Kind und das Entstehen einer vertrauensvollen Beziehung zu den Erzieherinnen sind Ziel dieser schrittweisen Annährung. Nach meinen Beobachtungen ist jedes Kind gut angekommen und fühlt sich sichtlich wohl, auch wenn am Morgen vereinzelt noch Tränen fließen bei der Verabschiedung eines Elternteils. In dem Nestbereich wurden die Räume entsprechend den Bedürfnissen dieser Altersgruppe gestaltet. Alle drei Gruppenräume im Nestbereich bilden eine für sich geschlossene Einheit mit Funktionsbereichen: eine Bauecke, Bereich für Tischspiele und kreatives Gestalten, ein Rollenspielbereich und eine Kuschelecke. So können schon die Jüngsten ihren Spielbereich selbst wählen und sich so konzentriert ihrem Spiel widmen. Außerdem bieten bespielbare Podeste den Kindern vielfältige Anreize. Die Kinder aus meiner Gruppe sind sehr munter, sie rennen, laufen oder krabbeln umher und gehen häufig auf Entdeckungstour. Die älteren Kinder klettern wenn möglich überall hinauf, um einen begehrten Gegenstand zu erreichen. Ein Mädchen ist in der Lage, sich dabei mit einem Stuhl, einem Kasten oder ähnlichem zu behelfen. Einige Kinder können schon Farben unterscheiden und zuordnen und mehrere Kinder bauen gerne Bechertürme und andere machen sie wieder kaputt. Im Morgenkreis zu Musik klatschen und bewegen sich drei Kinder aus meiner Gruppe vergnügt. Sie ahmen gewisse Alltagssituationen nach, wie zum Beispiel das Windeln wechseln, das Anziehen und Ausziehen einer Puppe oder den Tisch abzuwischen. Diverse Schalter, Schubladen, Schränke und andere Geräte sowie Telefone haben eine große Anziehungskraft auf die meisten Kinder. Sie freuen sich über die Wirkung, wenn es einen Knopf, die Klingel oder den Schalter drückt. Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen gehen sie jeden Tag auf Entdeckertour. In meiner Gruppe gibt es eine Altersspanne von 1 Jahr und die Entwicklung von jedem einzelnen Kind zu beobachten ist für mich ganz besonders aufregend und interessant. Nach der Eingewöhnungsphase befindet sich nun die Gruppe an Kindern in der Vertrauensphase. Die Kinder fangen an sich mit Spielkameraden zu beschäftigen. Auch wenn sie noch nicht miteinander sondern nur nebeneinander spielen, fühlen sie sich in Gesellschaft anderer Kinder ganz wohl.

Vorstellung einzelner Personen

1,6 Jahre und 1,1 Jahre sind die beiden einzigen Kinder aus meiner Gruppe die noch nicht selbstständig laufen. versucht es jeden Tag mit großer Mühe zu Laufen und fällt dabei immer wieder auf den Po, was ihm nicht so passt, weil er gerne laufen würde und wenn es dann nicht klappt weint er. Wir haben eine sehr gute Bindung zueinander, ich tröste ihn öfter nach solchen Erlebnissen, gebe ihm Mut und bestärke ihn in seinen Anstrengungen. Er krabbelt jedoch ohne Probleme Stufen und Podeste hinauf und herunter und klettert liebend gerne auf den Erzieherstuhl, der sich dreht und lacht dabei. Sein Lieblings Kuscheltier ist ein Hund, er unterscheidet diesen Hund klar von anderen Kuscheltieren und zeigt mit dem Finger drauf. sagt „Mama“, „Wauwau“ und kommuniziert über Gesten und spielt neben anderen Kindern aber nur vereinzelt mit ihnen.

1,10 Jahre hingegen spielt schon mal mit anderen, gleichaltrigen Kindern. Sie liebt Puppen und ahmt alltägliche Situationen nach, wie Windeln wechseln, Schlafsack anziehen oder sie im Wagen her rum schieben. spricht in Einwortsätzen und kann Gefühle mit einfachen Worten ausdrücken wie „aua“, „nein“ und schüttelt den Kopf dabei. Sie hilft beim Betten zusammen rollen und beim An- und Ausziehen ihrer Kleidung und öffnet Reißschlüsse.

1,5 Jahre hilft gerne beim Betten machen. Sie klatscht und tanzt wenn sie Musik hört und nimmt bei “ Ringe, Ringe, Reihe“ selbstständig eine Hand von mir oder einem Kind und ahmt die etwas größeren Kinder nach. Sie sucht sehr den Bezug zu mir und erkennt mich schon von weitem und kommt zielstrebig auf mich zu gelaufen wenn ich komme. Oft kommt sie mit einem Buch zu mir und setzt sich in meinen Schneidersitz und wir sehen uns das Buch gemeinsam mit anderen Kindern an. Frage ich sie dabei „Wo ist der Hund?“ und „Wo der Baum?“ zeigt sie gezielt mit ihrem Finger auf die Abbildung. Auch bei „Wo ist dein Kopf?“ oder „Wo ist der Bauch?“ reagiert sie schnell.

ist 1,7 Jahre alt. Das Aus- und Einräumen von Gegenständen die sich in Kisten, Körben, Kartons und Schubläden befinden, ist bei sehr angesagt. Oftmals setzt sie sich auf den freigeräumten Platz in der Kiste. Das ist eine sehr beliebte Beschäftigung vieler meiner Kinder. hat sehr viel Energie und sie läuft schon richtig schnell hin und her, eine Art Rennen im Gehen. Sie zieht oft ihre Kleidung aus, läuft dabei rum und lacht. Wenn sie andere Kleidungsstücke findet probiert sie sich diese über ihren Kopf zuziehen. Sie hat auch große Freude daran, wenn sie sich unter einem Tuch versteckt, dabei lacht sie laut und dreht sich im Kreis und läuft hin und her. hat eine sehr bewegte Mimik und man sieht ihre Zunge häufig außerhalb ihres Mundes. Sie ist schon sehr schnell und beweglich.

2.2 Bedingungen der Erzieherin

Dies ist das erste Praktikum, wo ich mit so vielen kleinen Menschen zusammen arbeite. Es ist eine sehr aufregende und interessante Zeit für mich, ich erlebe jeden Tag etwas Neues. Alle Kinder sind so einzigartig, schon richtig kleine Persönlichkeiten mit ihren Eigenheiten. Die Entwicklung der Kleinen fasziniert mich. Es liegt 1 Jahr zwischen dem jüngsten Kind und dem ältesten Kind. In letzter Zeit las ich sehr viel über die Entwicklung von Kindern unter 2 Jahren deren Stufen und Phasen, daher ist es besonders spannend für mich, dass theoretische im praktischen zu beobachten. Meine Stärke ist meine sehr offene liebevolle Art die ich Kindern entgegen bringe. Sehe ich ein Kind, zaubert sich ein Lächeln auf meinen Mund. Es ging ziemlich schnell, dass ich das Vertrauen erlangt habe und sie mich akzeptierten. Sie suchen nun den Bezug zu mir und fühlen sich wohl und sicher in meiner Nähe. Mir fällt es leicht auf die Kinder, Eltern und Erzieher zu zugehen und mich in neue Situationen zu integrieren. Mein Engagement neue Dinge zu entdecken, auszuprobieren, kennenzulernen motiviert mich sehr etwas Neues zu tun. Vor allem möchte ich viel lernen, Erfahrungen sammeln und an mir selbst reifen. Ich reflektiere mein Tun und hinterfrage mich und andere. Eine hohe soziale Verantwortung und Fürsorge bringe ich ohne Mühe mit. Andere ausreden lassen und zuzuhören, meine eigene Meinung zu vertreten, fällt mir nicht schwer. In Zukunft kann ich auf meine Kreativität, meinen Einfallsreichtum und mein großes Interesse in Bezug auf die Kinder aufbauen. Es gab einige Situationen wo ein Kind sehr trotzig war und ich nicht wusste wie ich darauf reagieren soll. Dies hinterfragte ich und beobachte das Handeln der Erzieher in ähnlichen Situationen um für mich zukünftig Handlungsweisen abzuleiten. Immer wieder stoße ich an meine Grenze bei der zeitlichen Organisation schriftlicher Ausarbeitungen, durch meine berufliche Situation stehe ich häufig unter Zeitdruck und habe Ängste, dass ich nicht alles schaffen werde. Mein persönliches Ziel ist es Aktivitäten Schritt für Schritt zu planen und umzusetzen. In der bisherigen Ausbildungszeit konnte ich mir die Fachkompetenzen, die für das Angebot erforderlich sind erwerben, erweitern und vertiefen. Dazu gehört unter anderem anwendbares Wissen zum Thema Wahrnehmung und Beobachtung, Entwicklung, verschiedene Bildungsbereiche, Formen des Spiels, Didaktik und Methodik. Ich bin überzeugt, dass ich durch meine fachliche, soziale und persönliche Kompetenz dazu in der Lage bin, mein pädagogisches Angebot zur Stärkung der psychomotorischen Fähigkeiten, durchzuführen und anleiten kann.

2.3 Bedingungen der Einrichtung

-räumliche und materielle Bedingung in Bezug auf das geplante Vorhaben

Es gibt auf unserer Etage im Erdgeschoss drei Gruppenräume, ein Badezimmer für die Kinder und ein WC für die Erzieher, eine Garderobe und das Büro von Frau unserer Kitaleitung. Hier bei den ist überwiegend ein Nestcharakter vorhanden, da hier die jüngsten Kinder sind, die sich erst an den Alltag in der Einrichtung gewöhnen müssen. Hier gibt es nach der erfolgreichen Eingewöhnung schon die Möglichkeiten, die Türen zu öffnen, um das Spiel zu intensivieren und den Kindern den Umgang mit verschiedenen Bezugspersonen zu ermöglichen. So lernen sie bereits jetzt schon, sich in einer neuen Umgebung zu bewegen, jemanden um Hilfe zu bitte, der ihnen noch nicht so vertraut ist. Sie lernen Spielmaterial nach ihren Interessen auszuwählen. Die sehr hohen Räume wurden genutzt, um eine zweite Ebene zu schaffen. So steht den Kindern zusätzlicher Platz zur Verfügung, der zu einem intensiveren und entspannten Spiel beiträgt. Die verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten in den Räumen und im Garten fördern zudem die motorischen Kompetenzen der Kinder.

Nach Absprache mit meiner Praxisanleiterin, werde ich mein pädagogisches Angebot in unserem Gruppenraum auf dem Teppich durchführen. So sind die Kinder in ihrem vertrauten Umfeld und haben zusätzlich die Möglichkeit das Geschehen von unterschiedlichen Ebene zu betrachten oder sich unter dem Podest zurückzuziehen.

- zeitliche Bedingung und Möglichkeit

Mein pädagogisches Angebot werde ich am 8 März 2017 um 10:00 Uhr in unserem Gruppenraum im Nestbereich der in der 1 Etage umsetzen. Hier fühlen sich die Kinder aus meiner Gruppe wohl, geborgen und sicher und haben die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Nach dem Morgenkreis werde ich die Lehrer/in in unseren Raum bitten und ihnen am Fenster eine Sitzmöglichkeit bereitstellen von der sie mein Angebot beobachten können. Geplante Angebotszeit ca. 30 Minuten, da die kleinen dann zu Mittag essen und dies personaltechnisch mit der Leitung abgesprochen ist.

- sonstige Möglichkeiten oder Einschränkungen

Ich habe leichte Bedenken, dass meine 4 ausgewählten Kinder am Tag meines pädagogischen Angebotes sich vielleicht nicht sicher oder wohl fühlen und sich dadurch anderes verhalten, wenn sich eine oder mehrere fremde Personen im Raum aufhalten und sie beim Spielen beobachten. Da in den letzten Wochen viele Kinder krank geworden sind und von einen auf den anderen Tag nicht in den Kindergarten kamen, mach ich mir darüber ebenfalls Gedanken. Auch die Gefühlslage und die Stimmung der Kinder am Tag des Angebotes sind entscheidend für die Umsetzung und Akzeptanz. Drückt ein Zähnchen oder wird ein Kind krank und fühlt sich unwohl, ist dieses Angebot nicht geeignet. Da ganz neue Erfahrungen und Eindrücke auf das Kind wirken und es so vielleicht überfordern könnte.

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Details

Seiten
25
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783346077011
ISBN (Buch)
9783346077028
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v452252
Institution / Hochschule
Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam
Note
1
Schlagworte
pädagogisches Angebot im Nestbereich Toilettenpapier Förderung der Motorischen Fähigkeiten

Autor

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